Autor Thema: Kapitel 1: Fremde im Schatten  (Gelesen 11196 mal)

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Hüter der Legenden

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Kapitel 1: Fremde im Schatten
« am: 27.02.2014, 22:12:24 »


Mit einer wütenden Bewegung warf der Hobgoblin das verkohlte Stück Holz zur Seite.
„So kann das nicht weitergehen.“, stieß er wütend in der harten Sprache der Goblins aus. Die Worte richteten sich an die andere Gestalt, die im Dunkel des ausgebrannten Bordells stand. Die gesamte Einrichtung, die das Feuer nicht vernichtet hatte, war von einer tiefschwarzen Russschicht überzogen. Selbst die massive Bar, an der die leichten Mädchen ihre „Gäste“ empfingen und mit dem ein oder anderen Getränk Überzeugungsarbeit leisteten, war pechschwarz.

Der Hobgoblin hatte sich wieder erhoben und schritt durch den Raum. Mit dem gepanzerten Stiefel trat er einzelne Holzstücke zur Seite, während die kleinen Augen den Boden absuchten.
„Tar’dak war vorsichtig, er konnte erkommen“, sagte die andere Gestalt mit einer tiefen, kratzenden Stimme in die Stille hinein. Doch der andere schien ihn nicht zu hören, schritt weiter den großen Eingangsbereich ab, verbranntes Geröll zur Seite stoßend. An einem einstigen Tisch blieb er unvermittelt stehen. Seine Faust ballte sich zusammen, ohne dass der Hobgoblin es zu bemerken schien. Er bückte sich, wischte über den mit Asche bedeckten Boden und legte einen kleinen, silbernen Ring frei.  Auf dem Ring war ein gehörnter Schädel zu erkennen, auf dessen Stirn ein stilisierter Rubin prangte. „Tar’dak war an diesem Ort… und ist hier gestorben.“
Die Worte des Hobgoblins hingen einige Momente in der Luft. Die andere Gestalt wandte plötzlich den Kopf in Richtung Ausgang, ein Geräusch hatte ihn aufgeschreckt. Seine Hand wanderte an die Streitaxt, die an seiner Seite hing.
„Sie sind hier“, sagte er zu dem Hobgoblin.
Wenige Momente später traten ein Halbling und ein Kriegsgeschmiedeter aus der tiefen Nacht in das Bordell hinein. Der Halbling war in einer schwarzen Lederrüstung gekleidet, die mit ebenfalls schwarzen Nieten zusammen gehalten wurde. An seiner Seite befanden sich mehrere Dolche, die in wenigen Sekunden griffbereit waren – es waren mit Sicherheit nicht die einzigen Dolche an ihm. Nur für einen Moment hielt er inne, als er die anderen beiden Gestalten in dem Eingangsbereich sah.

„…und die Daask kommen mal wieder zur spät zur Einäscherung“, begrüßte er den Hobgoblin und seinen Gefährten. Mit behänden Schritten lief er durch den Raum, der Kriegsgeschmiedete, ein eindrucksvoller Berg aus Stahl und Metall, blieb in der Türe stehen.
"Verbrannt, verkohlt, tot. Auch wir haben in diesem Laden gute Geschäfte gemacht, meine Herren.“, fuhr der Halbling fort. „Ich frage mich, wie lange Cavallah diesem Treiben noch zusehen möchte? Dies ist bereits der fünfte Vorfall in dieser Woche. Ein weiterer Mord in unserem Territorium nicht mitgezählt. Die Vorfälle werden häufiger und die Schäden immer größer.“
Der Halbling war an der verußten Bar angekommen, sprang auf die Reste eines nahestehenden Stuhls und landete mit einem weiteren Sprung auf der Bar. Er war nun auf der Augenhöhe des Hobgoblins, der schweigend den Halbling ansah. Stille verweilte einige Sekunden, bevor der Halbling sie brach: „Clan Boromar wird sich diese Sache nicht mehr länger anschauen. Entweder ihr nehmt das Angebot an und wir finden endlich heraus, wer uns heimsucht und vor allem was sie suchen – oder wir machen es alleine.“

Ohne eine Antwort abzuwarten, sprang der Halbling geschickt von der Bar hinab in Richtung Ausgang. Der Kriegsgeschmiedete drehte sich um und trat aus dem ausgebrannten Bordell aus. Der Halbling blieb im Türrahmen stehen. Er drehte sich nochmals um: „Mein Beileid wegen eures Informanten.“ Dann verschwand auch der Halbling. Die Gestalt im Dunkeln lief wenige Momente später ebenfalls zum Ausgang. „Cavallah wartet“, sagte sie und trat in die nächtliche Dunkelheit hinaus.

« Letzte Änderung: 01.03.2014, 14:21:28 von Hüter der Legenden »

Belanar

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Kapitel 1: Fremde im Schatten
« Antwort #1 am: 01.03.2014, 16:02:39 »
Belanars Tagebuch, 2. Far im Therendor des Jahres 998 seit Gründung des Königreiches

Heute Nacht starb der Gaukler.

War wohl nur eine Frage der Zeit.

Eduard Blake. Ein Kind des Kranken, auch wenn das kaum jemand wusste. Als Sohn der Sturmfeste geboren, begraben im Regen der Stadt der Türme. Ermordet. Ist es das, was uns erwartet? Gewalttätige Leben, die gewalttätig enden. Blake hat das verstanden. Er hat mich gewarnt. Wir sind von Natur aus Wilde, egal wie sehr man versucht die Wahrheit auszuschmücken, sie zu tarnen. Blake hat das wahre Gesicht der Gesellschaft erkannt und beschlossen, ihre Parodie zu werden, ein Witz. Er war Barde, drüben in Shamukaar. Die Straßen sind Rinnsteine, hat er gesungen. Und diese Rinnsteine sind voller Blut. Er wusste vom ganzen Abfall.

Er hat mit Informationen gehandelt. Wie ich.

Und er wusste etwas. Ich sollte ihn gestern Nacht treffen.

Vielleicht war es einfach nur ein Mord. Einer wie viele.

Irgendwer weiß warum. Irgendwer weiß es.


Belanars Tagebuch, 2. Sar im Therendor des Jahres 998 seit Gründung des Königreiches

Weder die Dassk, noch die Tyrannen oder Boromar brüsten sich mit dem Tod. Es ist, als wäre Eduard einfach verschwunden. Er war ein Lyrandar. Als Informant ein Todesurteil. Hätte jemand Eduard ermordet, wüssten alle, dass sich die Häuser in die Geschäfte der Tiefen eingemischt hätten. Aber nichts. Stille. Niemand will etwas gesehen haben, niemand weiß etwas.

Sein Schlafplatz war ein Schlachtfeld. Mindestens drei Gruppen hatten das Zimmer durchsucht und alles durcheinander gebracht. Aber wer? Und warum?


Belanars Tagebuch, 3. Sul im Therendor des Jahres 998 seit Gründung des Königreiches

Habe meinen Schlafplatz aufgelöst und meine Spuren verwischt.

Irgendetwas passiert hier. Irgendetwas ist da draußen und macht Jagd. Gestern hat es zwei weitere Informanten erwischt. Wir werden weniger.

Keiner weiß etwas. Keiner hat Geld genommen. Keiner profitiert.


Belanars Tagebuch, 3. Sul im Therendor des Jahres 998 seit Gründung des Königreiches

Die Tiefen öffnen ihre Pforten in den Abgrund. Bordelle gehen in Flammen auf. Die Mädchen und die Kundschaft werden gefoltert in den rauchenden Ruinen gefunden. Kadaver, an Stühle genagelt, aufgeplatzte Bäuche. Alle haben Angst. Der dreckige Morast aus Gewalt und Tod steigt und wir drohen zu ertrinken.

Die Boromar haben mich beauftragt, der Sache auf den Grund zu gehen. Hatte keine Wahl, außer ich hätte gleich als Leiche im Rinnstein enden wollen.

Hab mal einen Witz gehört. Mann geht zu einem Halbling aus Jorasco, sagt er ist deprimiert. Das Leben kommt ihm rau vor und herzlos. Sagt, er fühlt sich allein in einer bedrohlichen Welt. Der Halbling sagt "Behandlung ist einfach! Der große Clown Paleacci ist in der Stadt. Gehen Sie hin, wird Sie aufheitern." Mann bricht in Tränen aus. "Aber", sagt er, "ich bin Paleacci!".

Guter Witz. Alles lacht. Tusch! Vorhang[1]
 1. Mit freundlicher Entlehnung aus Watchmen.
« Letzte Änderung: 01.03.2014, 16:05:20 von Belanar »

Belanar

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Kapitel 1: Fremde im Schatten
« Antwort #2 am: 01.03.2014, 16:15:00 »
Belanar hatte ihr einen Brief zukommen lassen. Diskret. Eine Einladung. Er traute sich nicht in die höheren Ebenen und wusste, dass sie den Schmutz und die Dunkelheit der Tiefen aufregend fand. Sie sollte ihn im Roten Hammer treffen.

Die Augen der Kriegsknechte hafteten auf ihm und er gab sich keine Mühe, sich ihren Blicken zu entziehen. Er wollte gesehen werden. Würden sie ihn hier angreifen, wüsste es jeder in den Schwarzen Knochen[1]. Die Knechte waren zwar nicht über seine Anwesenheit erfreut, aber die blaue Dame würde nicht zulassen, dass ihm etwas hier geschieht. Zumindest, solange sie nicht davon profitierte, aber die Knechte blieben normalerweise unter sich und mischten sich nicht ein.

Dann sah er sie. Die weiße Dame. Auch ein Krakenkind.

Er wartete, bis auch sie ihn entdeckte und bedeutet ihr dann, sich zu setzen.
 1. Südöstlicher Distrikt der Tiefen.

Sharea

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Kapitel 1: Fremde im Schatten
« Antwort #3 am: 01.03.2014, 18:16:53 »
Sharea war kaum zu hören, ihre Schritte waren so weich wie ihr Lächeln sanft und noncholant war. Das änderte nichts daran, das sie so weit unten auffällig war wie ein Diamant der oben auf einer Ladung Kohle ruhte. Dennoch war es eher unwahrscheinlich, dass sich jemand mit ihr anlegen würde. Belanar hätte sie bitten können, sich unauffällig zu geben, aber wahrscheinlich wusste er, dass man da genausogut die Sonne bitten konnte, nicht ganz so hell zu scheinen. Auch wenn viele hier unten die Sonne schon lange nicht mehr gesehen hatten.

Als sie den Roten Hammer betrat ließ sie dennoch den Lichtzauber auf ihrer Speerspitze verlöschen; der war nicht der Eitelkeit geschuldet gewesen, sondern der Tatsache, dass Teleron diesmal auf ihrer Schulter saß und das Tier fühlte sich bei schlechtem Licht nicht gut.

Die Dinge hatten sich in den letzten Jahren gewandelt. Als sie eintrat blickte viele der anderen nur kurz an und wandten den Blick sogleich wieder ab. Andere schenkten ihr ein Lächeln. Sie ließ sich auf keine Gespräche ein und fand Belanar nach weniger Augenblick als sie gedacht hatte.

Sie setzte sich schweigend neben ihn. Und breitete zunächst ihren Speer auf dem Tisch aus, damit Teleron sich daran festkrallen konnte. Dem Wirt gab sie einen Wink; er würde schon wissen, was ihr zu bringen war. "Man erzählt sich Geschichten, weiter oben. Für Kinder, unheimliche Ereignisse in weiter Ferne." Merkwürdig wie ein ausgelöschtes leben durch hundert Schritt Distanz in der höhe zu einer unterhaltsamen Geschichte werden konnte. Doch so funktionierte die Welt nun einmal; niemand konnte die Sorge aller tragen. Und in einer Stadt wie Sharn konnten hundert Meter Welten sein.

"Gestern habe ich einen Artikel in einer seriösen Zeitung gelesen, in dem es um Drogenhandel und eine merkwürdige Spannung zwischen den Banden ging. Und so mancher Blick erscheint mir noch düsterer als sonst - viele in gewissen Kreisen scheinen jemanden verloren zu haben; mehr als sonst. Und immer wieder geht es um Feuer... Geht es darum?"

Sie sprach leise, machte sich aber nicht die Mühe, die Umgebung allzu genau im Auge zu behalten. Auch bei diesem Licht entging dem Blick eines Falken so schnell nichts, wenn es nahe herankam. Dennoch, die Gelassenheit, die sie auszustrahlen versuchte, verspürte sie nicht.
« Letzte Änderung: 01.03.2014, 18:20:49 von Sharea »

Belanar

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Kapitel 1: Fremde im Schatten
« Antwort #4 am: 01.03.2014, 18:51:46 »
Belanar nickt. Die weiße Dame war auffällig genug gewesen, so dass Belenar bereits einige Minuten vor ihrem Eintreffen merken konnte, dass sich jemand dem Gasthaus genähert hatte, der nicht dazu gehörte. Die Kriegsgeschmiedeten blieben unter sich und mochten es nicht, wenn sich "Fleischsäcke" in ihre Angelegenheiten mischten. Noch dazu in ihrer Stammkneipe. Einem Ort, an dem es für alle, die nicht halbe Konstrukte waren, wenig zu holen gab.

Aber sie war nichtsdestotrotz eine attraktive Frau. Er war nicht der einzige hier, der kein Knecht war und so zog die Halb-Elfe die Blicke aller nicht künstlich belebten Wesen unweigerlich auf sich. Belanar hatte seine Aufmerksamkeit bekommen, soviel war sicher. Dank der Knechte konnte Belanar ausschließen, dass sich hier drinnen jemand der weißen Dame aufdrängen würde, doch da jeder, der kein Knecht war, gar nicht erst bedient wurde, waren alle nüchtern und retteten sich damit selbst vor Dummheiten. Sie waren also erstmal sicher. Ein weiterer Vorteil.

Belanars Stimme ist ebenso leise wie die Shareas, aber dunkel und tief.

"Ich brauche eure Hilfe."

Wenige Worte und doch vielsagend. Belanar hatte sie bedacht gewählt und sehr lange nicht mehr benutzt.

Sharea

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Kapitel 1: Fremde im Schatten
« Antwort #5 am: 01.03.2014, 19:20:39 »
Sharea runzelte die Stirn. Belanar bat nicht um Hilfe, er bot Geschäfte an. Und im Allgemeinen waren seine Angebote ziemlich gut. Belanar musste wissen, dass auch das seinen Preis haben würde und es wäre unhöflich ihn daran zu erinnern. Deswegen nickte sie bloß und fragte nicht nach dem 'warum' und 'wozu'. "Wie kann ich das tun?"

Das klicken der Automatenwesen ließ sie an die Uhrwerke in den großen Türmen denken, die nur dazu geschaffen schienen jedermann daran zu erinnern, wie ihre Zeit verrann.

Belanar

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Kapitel 1: Fremde im Schatten
« Antwort #6 am: 01.03.2014, 20:16:15 »
Sie antwortete ohne Umschweife und bewies so, dass sie seit ihrem letzten Treffen dazu gelernt hatte. Seine Informationen waren also korrekt. Belanar greift in seine Manteltasche und holt einen Briefumschlag und eine kleine Ledertasche hervor. Beides legt er vor Sharea auf den Tisch, behält allerdings noch die Hand darauf, während er ihr direkt in die Augen schaut und antwortet:

"Dieses Papier enthält die Namen, Beschreibungen und aktuellen Aufenthaltsorte von vier Personen. Die Ledertasche enthält 750 Goldmünzen Sharner Prägung. Ich brauche euch, um die im Papier genannten Personen für einen Auftrag anzuwerben. Einige befinden sich in der Oberstadt, andere hier in den Tiefen, wenn auch an für euch erreichbaren Orten. Die Ermittlung der Beträge liegt wie eure Entlohnung in eurer Hand; ich weiß, dass ihr überzeugend sein könnt. Die Zielpersonen werden nicht gesucht und sind für euch keine Gefahr. Ich brauche sie, um Ermittlungen hier in den Tiefen durchzuführen. Der Auftrag läuft über euch. Ihr werbt die Personen in eurem Namen an. Ich werde mich euch anschließen, sobald ihr alle gefunden habt. Das sind meine Konditionen."

Dann nimmt Belanar seine Hand von der Tasche und dem Papier. Er hatte sein Angebot unterbreitet und wartet. Sie könnte ablehnen. Wie auch alle anderen, hatte er sie ausgewählt, weil sie eine Fremde der Tiefen war. Sie arbeitete für keine der Banden und hatte auch selbst keine Interessen in diesem Teil der Stadt. Sie war neutral; zumindest hoffte Belanar, dass seine Informationen stimmten und dem so war. Das Geld war ein kleiner Betrag für sie. Er hoffte, dass die Aussicht auf die Führung einer Gruppe den reizvollen Ausschlag gab. Es war einen Versuch wert.

Sharea

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Kapitel 1: Fremde im Schatten
« Antwort #7 am: 01.03.2014, 20:59:50 »
Sharea beugte sich vor um sich vor und ließ ihre Haare auf die Brust fallen während sie Belanar genau betrachtete. 750 Goldmünzen waren eine ganze Stange Geld, selbst für ihre Verhältnisse; sie hatte ihn bis jetzt zwar gut bezahlt, aber das war oft nicht ihr eigenes Geld gewesen, sie selbst konnte sich das gar nicht leisten. Und eine bemerkenswert runde Summe... woher hatte Belanar so viel Geld? In wessen Auftrag geschah das alles? Die Stimme der Vernunft in ihr verlangte, dass sie "nein" sagte - schließlich fiel alles was sie tat am Ende auf ihr Haus zurück.

Wenn da nur nicht diese kindische Begeisterung wäre in ein 'echtes Abenteuer' zu geraten. Wenn sie jetzt 'nein' sagte würde sie nie herausfinden was sich mit all dem auf sich hatte und weiter ein Leben als kleines, unbedeutendes Mitglied des Hauses Lyrandar führen, das nicht einmal auf Stormhome willkommen war. "In Ordnung", sagte sie und nahm den Brief. Während sie ihre Haare zurückwarf und mit der rechten Hand durchfuhr schob sie gleichzeitig den Brief an der Innenseite ihres linken Schenkels in ihr Strumpfband. Die Tasche konnte sie beim besten Willen nicht verstecken, die würde sie so nehmen müssen. Sie hoffte nur, sie müsste sich nicht mit allzu unangenehmen Figuren abgeben. Sie suchte sich ihre Bekannten gerne selbst aus...

"Ein Treffpunkt, wenn ich alle habe wäre nicht schlecht... schließlich können wir uns nicht überall treffen. Oder... wurde der mir bereits mitgeteilt?"  Sie strich mit den Händen das Kleid glatt.
« Letzte Änderung: 01.03.2014, 21:03:45 von Sharea »

Belanar

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Kapitel 1: Fremde im Schatten
« Antwort #8 am: 02.03.2014, 13:50:04 »
Volltreffer. Belanar war ehrlich erleichtert, auch wenn er sich davon nichts anmerken ließ. Sie hätte genauso gut gehen können. Zu gefährlich, zu vage. Das konnte genauso gut eine Falle sein, warum das Risiko eingehen? Zumindest hätte er so gedacht. Doch sie war dabei. Das war alles, was zählte.

Er nickt ihr zu.

"Im Umschlag. Ihr habt zwei Tage."

Dann stand er auf, neigte kurz den Kopf zum Abschied und verließ die Taverne, ohne sich ein weiteres Mal umzuschauen. Er hatte "Das Labyrinth" vorgeschlagen und eine Wegbeschreibung hinzugefügt. Ein kleiner alter Laden in Todestor[1], den man auf den ersten Blick übersah und der auf den zweiten Blick über ein erstaunliches Angebot wundersamer Gegenstände verfügte. Hier tummelten sich meist die absonderlichsten Gestalten, so dass sie hier kaum auffallen würden.

Die zwei Tage waren eigentlich zu viel Zeit. Sharea hatte Talent und wenn er sie richtig einschätzte, würde es ihr schneller gelingen, alle zu überzeugen. Doch er wollte einerseits sicher gehen, dass er ihr vertrauen konnte und andererseits, dass er nicht bereits zu einem Ziel geworden war. So duckte sich Belanar nach wenigen Metern in einen Hauseingang, ging sicher, dass ihn niemand beobachtete und wartete, bis Sharea die Taverne verließ, um ihr und eventuellen Verfolgern unbemerkt zu folgen.



 1. Abenteuerdistrikt der Unterschicht in Sharn. Oberhalb der Tiefen, aber immer noch in den unteren sozialen Gefilden der Stadt.

Sharea

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Kapitel 1: Fremde im Schatten
« Antwort #9 am: 02.03.2014, 16:08:47 »
Als Belanar den Hammer verlassen hatte wartete Sharea noch einige Augenblicke. Sie waren zwar zusammen gesehen worden, aber man musste den Eindruck ja nicht noch verstärken. Der Brief brannte fast an ihrem Bein, aber sie konnte sich nicht leisten jetzt hineinzublicken. Über die Tasche machte sich Sharea keine Sorgen - schließlich hatte Belanar sie ja im voraus bezahlt; das Geld wird also drin sein, sonst gäbe es auch keinen Handel. Noch so ein merkwürdiger Zug; soviel Geld im voraus.

Teleron spürte den starken Anstieg ihrer Anspannung und begann nervös mit den Flügeln zu schlagen. Sie zwang sich ihre Emotionen zu kontrollieren und strich sanft über seine Flügel. Dann machte auch sie sich auf; sie hängte sich den Beutel um, als sei es schlicht ihre Handtasche - bei Menschenfrauen war das in letzter Zeit populär. Dann ging auch sie.



Sie machte einige Umwege. Sie wollte nicht, dass jeder gleich die Weiße Dame mit Sharea d'Lyrandar in Verbindung brachte, deswegen hatte sie einige Routen zurechtgelegt auf denen man etwaigen Verfolgern gegenüber taktisch im Vorteil war - insbesondere solche wo es Gallerien gab, von denen aus man den zuvor selbst beschrittenen Weg leicht einsehen konnte, ohne dabei aufzufallen und Flugrouten, die nicht allzu viel beflogen wurden.

Als sie endlich in ihrer Wohnung ankam, nahm sie sich nicht viel Zeit, den Duft der frischen Rosen, die wie immer auf ihrem Tisch standen zu genießen sondern Zog den Brief heraus und öffnete ihn mit ebensoviel Unbehagen wie Erwartung. Als sie die Namen auf der Liste durchging fingen ihre Augen jedoch ein zu glitzern und ihr Gesicht wandelte sich zu einem breiten Lächeln. Inadra Tividil. Eine Freundin. Gegenüber der musste sie sich nicht als "Weiße Dame" aufspielen, sie konnte einfach sie selbst sein und Inadra hatte die nötig Kampfkraft um auf ihren süßen Arsch aufzupassen wenn es hart auf hart kam.

Sie kontrollierte den Inhalt der Geldtasche und machte sich daran den Brief wortgetreu abzuschreiben. Das Original verbrannte sie. Es schien Belanar ziemlich wichtig gewesen zu sein, dass sie selbst als Auftraggeberin auftrat, da wäre es besser, wenn der Brief, den sie das eine oder andere mal noch benutzen musste, in ihrer eigenen Handschrift verfasst war. Das kleine Detail, dass sie private Korrespondenz normalerweise auf elfisch hielt würde wahrscheinlich nicht auffallen. Das Geld versteckte sie in einer Bodenluke unter einem Sessel, der wiederum auf einem dünnen Teppich stand, zusammen mit Schmuck und Bargeld, das sie gerade nicht brauchte, ebenso wie den Briefen von ihrer Mutter und Halbschwester.

Nachdem sie endlich damit fertig war, stürzte sie hinaus um endlich nach Inadra zu suchen. Auf dem Platz zwischen den Behausungen war sie nicht. Vielleicht war sie der Langen Stange? Viele Krieger und Söldner, die nach Arbeit suchten, versuchten da ihr Glück. Ein paar Jungs, die draußen - also im Vorhof der kleinen Siedlung innerhalb des Turms - Ball spielten rief sie noch zu: "Wenn ihr Frau Tividil seht, sagt ihr bitte, dass ich sie suche! Dann gibt's auch 'ne Belohnung." Sie vermerkte geistig, sich noch ein paar Süßigkeiten zu beschaffen.

Wenn sie sie nicht gleich fand versuchte sie sich am besten an einem der Halblinge. Das würden vermutlich die härtesten Brocken werden.
« Letzte Änderung: 02.03.2014, 16:17:40 von Sharea »

Kedok

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Kapitel 1: Fremde im Schatten
« Antwort #10 am: 02.03.2014, 23:40:31 »
Eine Woche war vergangen seit Kedok in einer Gasse in Unterdura auf Jabiru gestoßen ist. Einige Zeit verfolgte sie den Halbling Barbaren, denn sie war interessiert zu lernen wie der Talenta-Krieger in dieser feindlichen Umgebung überleben konnte. Sie war noch nicht lange in der Stadt der Türme und hatte große Schwierigkeiten das Elementar zu finden nach dem sie suchte. Einige Rückschläge mußte Sie erleiden um zum Schluss zugelangen, dass es an Ihrer mangelnen Anpassung lag. Von Jabiru zu lernen könnte einen entscheidenen Vorteil bei Ihrer Jagt bringen.

Es dauerte nicht lange bis Jabiru - selbst ein geübter Jäger - seine Verfolgerin bemerkte und stellte. Er war bereits seit einiger Zeit in Sharn und betritt sein Leben erfolgreich als Söldner und Abenteurer, so bad Kedok ihn darum sich für einige Zeit anschließen zu können.
Kurz darauf trafen sich die beiden wieder und Jabiru erzählte ihr von einem Auftragsangebot. Sie machten sich auf zu einer Lokalität mit dem Namen "Samtvorhang". Es machte nicht den Eindruck als würden sie sehr gut in das Publikum passen also ließen die beiden das Reittier des Kriegers vor der Tür und das Elementar schwirrte wie gewohnt einige dutzend Meter über dem Gebäude in den Schatten die von den Türmen geworfen wurden.

Jabiru öffnete die große Tür zu dem gut gefüllten Lokal. Tabakrauch und Musik kommt den Halblingen entgegen. Kedok ist sehr verunsichert in dieser Umgebung und Mustert alle Anwesenden mißtrauisch. "Wonach suchen wir hier?" fragte Kedok leise in der Sprache der Talentaebene.
"Eine Kontaktperson. Sei einfach still und schau zu." antwortete Jabiru bestimmend. Der Ton gefällt Kedok nicht sehr, aber sie schluckte ihren Stolz hinunter, denn es war schließlich ihre Idee gewesen von ihm lernen zu wollen.
"Es ist noch niemand da. Setzen wir uns erstmal." fügt er hinzu nachdem er sich kurz umgeschaut hat und die beiden bewegten sich zu einem kleinen Séparée in einer Ecke zu.
« Letzte Änderung: 03.03.2014, 13:57:12 von Kedok »
"Die Jagt ist eröffnet!"
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Sharea

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Kapitel 1: Fremde im Schatten
« Antwort #11 am: 03.03.2014, 00:38:32 »
Sharea hatte an der Bar der Musik gelauscht als die beiden Halblinge eintraten. Eine schwarze und überaus üppige Menschensängerin sang mit tiefer, rauer Stimme ein gefühlvolles, melancholisches Lied. Ein Saiteninstrument, das einzelne dunkle Töne von sich gab, wurde dazu gezupft.

"Ich glaube, da sind die beiden, auf die du wartest, Weiße. Tu mir einen Gefallen und zieh den Vorhang zu - die Bedienung schicke ich gleich," sprach der Wirt sie an.

"Danke, das geht auf mich. Wenn du zuordnen kannst was Halblinge von den Ebenen gerne trinken, lass ihnen das einfach bringen." Sie nahm ihr Glas und schlenderte hinüber. Sie konnte sich nicht helfen, irgendwie hatten die beiden Halblinge etwas amüsantes, auch wenn einer von ihnen einen recht strengen Geruch hatte. So fiel ihr zumindest ein offenes Lächeln nicht schwer.

"Willkommen. Man nennt mich Weiße Dame... Kedok und Jabiru nehme ich an? Ich habe euch einen geschäftlichen Vorschlag zu machen, der euch gefallen wird." Sie zog den Vorhang des Separees zum größten Teil zu. Dann setzte sie sich wobei sie darauf achtete, dass beim Vorbeugen ihr Ausschnitt gegenüber Jabiru gut zur Geltung kam und atmete tief in den Brustkorb ein und im richtigen Moment wieder aus. Auch das Geld in ihrem eigentlich gut festgezurrten Beutel ließ sie etwas klimpern.

Die Halbelfe selbst schien völlig entspannt zu sein, doch der Falke, der wieder auf ihrer Schulter landete, nachdem sie sich gesetzt hatte, beobachtete die beiden Halblinge aufmerksam.

Sie hatte noch keine Ahnung, wie sie Kedok für sich gewinnen würde, aber irgendwas würde ihr schon einfallen.
« Letzte Änderung: 03.03.2014, 10:15:26 von Sharea »

Kedok

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Kapitel 1: Fremde im Schatten
« Antwort #12 am: 03.03.2014, 14:31:51 »
Es dauert nicht lange und die Halblinge bekame Becher mit einem Getränk serviert. Bemüht zu lernen nam Kedok einen der Becher, roch kurz dran, ließ danach das Getränk aber stehen.
Ohne große Umschweife kam Jabiru zum Punkt. "Seid gegrüßt, Weiße. Worum geht es und wie sieht die Entlohnung aus?"
"Die Jagt ist eröffnet!"
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Sharea

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Kapitel 1: Fremde im Schatten
« Antwort #13 am: 03.03.2014, 15:17:51 »
Das war der komplizierte Teil - so genau wusste sie selbst nicht worum es ging. Belanar hatte gesagt er brauchte Hilfe und ehlfen würde sie ihm; wenn auch nicht ausschließlich aus selbstlosen Motiven.

"In den Tiefen ist der Stadt ist es in letzter Zeit immer wieder zu Zwischenfällen gekommen; Zwischenfällen, die zu einer Störung der Abläufe insgesamt führen könnten." Etwas besseres konnte sie kaum bieten, und das war schon mit Vermutungen aufgefüllt.

Für Kedok hatte sie eine kleine Ansprache, also wandte sie sich ihr zu, in der Hoffnung, dass diese überhaupt die Sprache verstand: "Es mag so sein, dass die Reichen sich nicht groß um das Schicksal der kleinen Leute kümmern, doch die Stadt ist ein großes, komplexes System. Einzelne Störungen können mühelos kompensiert werden und auch wenn ein ganzer Turm einbricht funktioniert die Stadt weiter. Aber wenn auf den unteren Ebenen etwas grundsätzlich schief läuft betrifft das früher oder später alle. Sharn ist ein Wesen, ein lebender Organismus, wenn man so will, und es braucht Hilfe."

"Ich stelle eine Gruppe von Abenteurern zusammen, die eine weite Bandbreite unterschiedlicher Fähigkeiten, Perspektiven und eine ganz erhebliche Schlagkraft mitbringen um gegen jenes Geschwür in den Tiefen unserer Stadt vorzugehen. Ihr wurdet mir von Informanten empfohlen, die sich für eure Vertrauenswürdigkeit und Fähigkeiten verbürgen."

Sie machte ein kleine Kunstpause lächelte und tastete schon einmal hörbar nach ihrem Geldbeutel. "100 Goldstücke - 50 sowie ihr einwilligt, 50 wenn wir am Treffpunkt ankommen. Für jeden, selbstverständlich. Zuzüglich eines gleichen Anteils an der Beute, die wir möglicherweise machen und Belohnungen die wir möglicherweise einstreichen." Sie stapelte zwei mal fünfzig Goldstücke vor sich auf und reichte jedem der beiden ein Papier. "Morgen abend geht es los; wir haben einen Treffpunkt im Labyrinth. Ich selbst komme auch mit. Was sagt ihr?"

Puh. Das war nicht ihr schlechtestes Verkaufsgespräch gewesen. "Wollt ihr vielleicht etwas anderes zu trinken?" fügte sie noch an Kedok gerichtet hinzu. Sie versteckte ihre Anspannung, indem sie betont gelassen ihr Kleid zurechtzupfte und sie dann freundlich anschaute. Doch Teleron flatterte immer wieder nervös mit den Flügen.


Früher am selben Tag:

Sharea wandelte durch Shae Lias und war, wie bei den wenigen Malen, die sie zuvor hier gewesen war, von Ehrfurcht erfüllt. Alles hier war ein künstlerisches Meisterwerk, jeder Stein, jede Rille, jeder Bogen und jede Tür. Nicht alles war vulgär und erdrückend, wie es dem menschlichen Verständnis von Schönheit oft entsprach. Vieles wirkte auf den ersten Blick schlicht und war doch, wenn man es genauer betrachtet, sorgsam ausgewählt und gefügt. Und mochte es nur die Maserung einer Tür sein, die sich in einem merkwürdigen Einklang mit der Steinen auf dem Platz befand.

Khoravar waren empfindlicher als alle anderen Arten für diese Kunst der Elfen - sie kamen ihnen nahe genug um es zu sehen, aber völlig begreifen, geschweige denn nachahmen, konnten sie sie nicht.

Alles um sie herum war von einer unheimlichen Ruhe, als würde die Zeit vollkommen stillstehen. Selbst einem Lachen aus einer Gruppe "junger" Elfinnen, die wahrscheinlich gerade so alt waren, wie Sharea zu werden hoffen konnte, haftete diese Ruhe an.

Anders als die Menschen, die all das gar nicht begriffen, versuchte sie also nicht die Elfen um sie herum zu imitieren, denn sie wusste, dass sie das nicht konnte. Dafür hatte sie eine geradlinige Wildheit, Instinkt, die sie in Einklang mit der natürlichen Eleganz, die sie von ihren elfischen Vorfahren geerbt hatte, brachte. "Ich bin der Sturm." dachte sie. Ein Kunstwerk, das so wundervoll war, wie eine lebende, atmende Khoravar, vermochte auch ein Elf nicht zu schaffen. Ebensowenig das Drachenmal auf ihrem Rücken. Sie konnte auch Elfen mit ihrem Charm beeindrucken, sofern sie natürlich blieb; was allerdings aufgrund der Vielfalt der Eindrücke nicht so ganz einfach war.

Als sie einen Meditationsgarten durchschritt und einer der Passanten sie direkt anblickte erkundigte sie sich also nach der Bardin Tutari Silberklaue. Schweigend wies der Elf ihr den Weg. Es dauerte eine Weile und sie ging noch über den einen oder anderen Balkon, doch schließlich fand sie Tutari beim musizieren auf einem offenen Platz, der zur einen Seite weit ins Freie geöffnet war. Zu dieser Tageszeit war der Platz im Turm hell erleuchtet. Nein, auch die Elfen konnten ein Geschöpf wie sie selbst nicht vollständig nachahmen. Aber offensichtlich konnten sie es besser. Die Elfe war von einer solch unglaublichen Schönheit, das Shareas Ohrenspitzen vor Neid zu glühen anfingen. Dennoch ging sie unbeirrt auf sie zu - ihre Leidenschaft war schließlich ihre Stärke.

Teleron, ihr Falke, flog von ihrer Schulter und landete auf einem perfekten Aussichtspunkt auf einer Steinskulptur. Trotz der Abwesenheit von Mäusen, Ratten oder Tauben, die er jagen konnte, fühlte er sich sehr wohl hier, wie Sharea deutlich durch die empathische Verbindung spüren konnte.

Für einige Augenblicke lauschte sie Tutaris Spiel, bis sie sicher war, dass sie bemerkt worden war. Dann fragte sie auf elfisch: "Guten Tag... Tutari Silberklaue? Verzeiht die Störung, ich würde euch gerne für eine Ermittlung anwerben. Meine Name ist Sharea d'Lyrandar. Wäret ihr gewillt mich anzuhören? Es soll euer Schaden nicht sein." Wenn sie sich unter Elfen "Weiße Dame" nannte würde sie sich doch nur lächerlich machen. Aber nicht einmal ein Elf konnte sich über Drachenmale erheben.
« Letzte Änderung: 03.03.2014, 16:11:59 von Sharea »

Kedok

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Kapitel 1: Fremde im Schatten
« Antwort #14 am: 03.03.2014, 16:13:05 »
Kedoks Kenntnisse der Gemeinsprache waren noch nicht besonders gut. Zu selten hatte sie mit den handelnden Völkern zu tun die zur Talenta-Ebene kamen. Oft gab es in den wenigen festen Handelsstandorden extra Mittelsmänner des Hauses Ghallanda.
So verstand sie nicht viel mehr als 'Zwischenfälle ... Gruppe von Abenteurern ... 100 Goldstücke'. Nichts ließ darauf deuten was genau von ihnen erwartet wurde. Zweifellos mußte die Frau, die sich Weiße Dame, nannte aber deutlich mehr gesagt haben, was Sie nicht verstanden hatte. Dennoch könnte man einwilligen und später immer noch abspringen sollte das Risiko zu groß erscheinen, dachte sich die Halbling Druidin. Dennoch schaute sie etwas fragend zu Jabiru in der Hoffnung, dass dieser mehr mitbekommen hatte.

Dieser antwortete nach einiger Zeit "Wir kommen und hören uns an was es zu tun gibt. Wo ist das Labyrinth von dem ihr sprecht?" Ohne um mehr zu trinken zu bitten erhoben sich die Halblinge, nach dem sie die Beschreibung des Treffpunktes erhalten hatten und verließen mit kurzer Abschiedsformel den Samtvorhang.
"Die Jagt ist eröffnet!"
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