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Autor Thema: Kapitel 1.4: Sein und Schein am heiligen Schrein der Zufriedenheit.  (Gelesen 8638 mal)

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Kikuchiyo

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Kapitel 1.4: Sein und Schein am heiligen Schrein der Zufriedenheit.
« Antwort #15 am: 06.06.2014, 14:14:38 »
Die Sätze des Höflings bestätigt der Landsamurai jeweils mit einem Nicken. Es waren nur sehr allgemeine Informationen aber Kikuchiyo wollte nicht weiter nachhaken. Es sollte ausreichen um nicht als absolut unwissend darzustehen.
"Ihr seid zweifellos sehr gebildet, Yogo-san. Der Magistrat kann sich glücklich schätzen Euch seinen Gefolgsmann zu nennen. Ich bin nur ein kleiner Landsamurai aus einem entfernten Zweig der Bayushi-Familie, der die meiste Zeit mit dem Verwalten unserer Lehen beschäftigt war. Es wäre mir eine Ehre wenn ihr mir später mehr berichten könntet."
Seinen Gegenüber auf- und gleichzeitig sich selbst abzuwerten gehört in Rokugan nicht nur in der Kriegerkaste zum guten Ton. Es ist ein universelles Konzept der Höflichkeit von Bauern bis zum den obersten der Adelsfamilien.

Kikuchiyo mustert die übrige Gefolgschaft des Magistraten als sie sich ihnen anschließen. Besonders interessieren ihn die Leibwächter des Magistraten und ob sich in der Gefolgschaft nicht vielleicht auch etwas junges Frauenvolk befindet. Erneut begrüßte er diejenigen die ihnen Aufmerksamkeit schenken mit knappen Verbeugungen.
« Letzte Änderung: 06.06.2014, 14:36:59 von Kikuchiyo »
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Ginsengsei

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Kapitel 1.4: Sein und Schein am heiligen Schrein der Zufriedenheit.
« Antwort #16 am: 09.06.2014, 01:43:20 »
Während der Kammuri[1] langsam ins Zentrum des Platzes schreitet, sind die Samurai bereits bei Seite getreten und nehmen ihre Ehrenplätze ein. Die Gefolgschaft Bayushi Masatos ist zu seiner linken aufgereiht, zu seiner rechten hat er Platz für seine Gäste gelassen. Die Samurai zu seiner linken Seite sind dem Mon zu Folge alle der Bayushi Familie zu zu ordnen. Beim vorübergehen wird Kikuchiyo klar, dass es sich bei den ersten fünf Männern um Doshin handeln muss während die letzte Person in der Reihe, den Rang eines Yorikis bekleidet. Auffällig an der Maske dieses Samurais ist die freie Augenpartie, welche von goldenen Stacheln umrandet wird und in deren Zentrum tiefschwarze misstrauische Augen lungern. Die zweite Yoriki neben Noboru macht keinen Hehl aus ihrer Verachtung für den schwächlichen Höfling und auch für Noboru ist der Name von Bayushi Kiyo beinahe ausschliesslich, mit ausgesprochen unangenehmen Erinnerungen verbunden. Er führt die Gäste darum zügig zu Bayushi Masato um ihnen die Gelegenheit zu bieten seinem Herrn Respekt zu erweisen und um die bereits begonnene Zeremonie nicht zu stören.
Der Magistrat des Skorpion Clans, hat sein Daisho zu seiner Linken abgelegt und kniet auf den Planken der kleinen Zuschauerbühne welche ausschliesslich den nobleren Gästen vorbehalten ist. Aufmerksam scheint er den Bewegungen des Kammuris zu folgen, doch gleitet sein Blick ähnlich dem von Kikuchiyo immer wieder suchend über den Platz um die Schreinmaiden ausfindig zu machen. Mit gelangweiltem Ton richtet er sein Wort an Noboru und Kikuchiyo: "Wenn nicht gleich eine der Miko[2] erscheint, muss ich wohl Kiyo-san schicken.. was meint ihr Noboru ob sie auch ohne Schwert tanzen kann?" Er lächelt überheblich und reibt sein Kinn. Dann wendet er sich an den Landsamurai: "Ich bin mir sicher, dass ihr mittlerweile meinen Namen erfahren habt, Bayushi-san. Doch wie genau ist der eure? Und sagt mir was hat es mit dem Affen auf sich, den ihr dabei habt? Habt ihr wirklich einen so außergewöhnlich großen Glücksbringer notwendig?" Masato lächelt und schaut sich den Vanara an als ob er eine Statue ist. Im nächsten Moment ertönen vier laute Trommelschläge und durch die als Bühnenkulisse aufgehangenen Stoffstreifen schreiten vier Miko und stellen sich um den Kammuri. "Ha, kaum habe ich den Grauen angesehen bringt er uns Glück! Seht die Miko beginnen ihren Tanz!" Die makellos weissen Chihaya Gewänder über den mohn-roten Hibakama geben den Schreinjungfern Anmut und betonen ihre graziösen Bewegungen.
Als der Tanz endet erhebt sich Bayushi Izo und verkündet den Beginn der offiziellen Festlichkeiten zu Ehren der Zufriedenheit. Er verbeugt sich und wird von der anwesenden Bevölkerung frenetisch gefeiert denn nun ist die Bühne frei für die wahren Trickser, Gaukler, Artisten welche besonders die einfachen Menschen begeistern können.
 1. 
 2. Schreinmaiden
« Letzte Änderung: 09.06.2014, 20:04:05 von Ginsengsei »
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Kikuchiyo

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Kapitel 1.4: Sein und Schein am heiligen Schrein der Zufriedenheit.
« Antwort #17 am: 16.06.2014, 14:25:26 »
"Ich möchte mich aufrichtig für die Einladung bedenken, Bayushi Masato-sama. Es ist eine große Ehre den heutigen Abend in der Anwesenheit von einem so außergewöhnlichen Magistraten genießen zu können. Ich bin Bayushi Kikuchiyo aus Shutai."
Der Landsamurai wartet, ob der Magistrat ihm seine weitere Aufmerksamkeit schenkt oder sie doch lieber der Aufführung wittmet. Er will hat nicht vor den Masato mit seiner Geschichte zu langweilen.

Kikuchiyo fährt fort. "Es ist mein erstes Mal hier beim Schrein. Auf meiner Reise hier her bin ich zu einer Gruppe gestoßen, die mit dem Vanara reiste, aber Takanara-san, wie er sich auch nennt, ist nicht mal das Außergewöhnlichste, dem ich begegnete. Bitte verzeiht unserem haarigen Freund seine Ausdrucksweise. Als Ausländer versteht er oft nicht die Luft zu lesen[1]."
Wieder wartet Kiku ab ob er das Interesse des Magistraten wecken konnte oder dieser nur oberflächlich an einer Bekanntschaft interessiert ist.
 1. Kuuki wo yomu = wörtlich die Luft lesen, bedeutet eine Atmosphäre oder Situation richtig zu interpretieren.
« Letzte Änderung: 16.06.2014, 14:26:59 von Kikuchiyo »
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Takumi Takanara

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« Antwort #18 am: 16.06.2014, 15:36:09 »
Die Spitzen in den Worten des Magistraten, scheinen Takumi gänzlich zu entgehen, viel zu fasziniert ist er von dem, was sich seinem Augen darbietet. Als Kikuchyio ihn vorstellt, verbeugt sich Takumi erneut überschwänglich, die Aufmerksamkeit die er als 'Glücksaffee' genießt, scheint ihm nicht unangenehm zu sein.

"Genau!" ruft er aus "Ich bin der ehrenwerte Takanara-san. Glücksaffee und Geistsprecher." stellt er sich mit stolz vorgeschobener Brust vor. Glücklicherweise hatte Kikuchyio sich schon verbeugend für sein Betragen erntschuldigt. Als die Trommelschläge ertönen, blickt er sich um und betrachet mit weit offenem Mund wie die Schreinmaiden ihren Tanz beginnen. "Oh wunderschön!" kommtentiert er das Ganze.

Als der Tanz nach einer für ihn viel zu kurzen Zeit endet, zeigt er sich froh über die Eröffnung der Feierlichkeiten. Dies war ein guter Anfang. "Heißt dass, das es nun endlich Essen gibt?" wendet er sich daraufhin ungeduldig erneut an Noboru.

Ginsengsei

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« Antwort #19 am: 19.06.2014, 02:06:24 »
Noboru überlegt einen kurzen Augenblick wie er sich der kleinen Falle entziehen kann und antwortet dann auf die gen Bayushi Kiyo gerichtete Spitze: "Ich bin weit weniger als ein Laie der Schwertkunst und so wage ich kein Urteil. Falls ihr es wünscht, würde ich mir jedoch die Blöße geben und ein eifaches Stück auf der Shamisen zum Besten geben. Doch würde ich Euch bitten vorher ausgiebigst sich dem Sake zu zu wenden um euer Ohr für solch bescheidene Leistungen empfänglich zu machen." Bayushi Masato nickt: "Das ist ein Wort! So werden wir es halten, Noboru-san."
Er sein Blick wandert zu Kikuchiyo und als dieser seinen Herkunftsort nennt, verengen sich die Augenbrauen Masatos: "Shutai, sagtet ihr?! Dieser magistrale Schandfleck! Wie ist die Lage dort im Moment? Gibt es dort immer noch mehr Banditen als Bauern?" Man merkt dem Bayushi an, dass er sich zurückhalten muss um nicht direkt weiter zu poltern und nachdem er kräftig ein und ausgeschnaubt hat, schaut er zu Takumi und wieder zurück zu Kikuchiyo: "Noch außergewöhnlicher? Ihr macht mich neugierig, junger Freund." er wendet sich an Takumi: "Was du nicht sagst, Glücksaffe. Wenn ich das Glucksen deines Magen Orakels richtig gedeutet habe, so wird es aller höchste Zeit, dass wir dich mit Reis voll stopfen ehe etwas schlimmeres geschieht."
Er betrachtet eine Weile die nun auftretenden Artistengruppe, welche sich gerade zu einer kleinen menschlichen Pyramide geformt hat. "Kiyo-san, bitte nehmt meine Bürde auf euch und genießt das Spektakel in all seiner Fülle. Ich werde mit den Männern hier das Magen Orakel des Affens besänftigen." Die Yoriki deutet eine kurze Verbeugung an und antwortet: "Euer Wunsch ist mein Befehl, Bayushi-sama" Der Ton ihrer Stimme ist süßlich doch die darunter verborgene Kälte blitzt hier und da zum Vorschein.

Nachdem die erste Artistengruppe die Bühne unter Beifall verlassen, erhebt sich Masato und bittet seine Gäste ihm zu folgen. Der Magistrat scheint wohl eindeutig die Anwesenheit von Geishas der nüchternen Gastfreundschaft der Geistlichen zu bevorzugen. Die Männer ziehen an der Schreinanlage vorbei um das Teehaus auf zu suchen. Als sie die Stufen zum Eingang des "Morgentau der ersten Knospe" Teehauses betreten, werden sie sofort von einer Dame in Empfang genommen, die ihnen sogleich Zori bereit stellt und die Gäste in einen gesonderten Raum führt. Auf dem Weg dahin zieht ihnen bereits ein starker Soyasaucen Duft in die Nase und Masato nickt Takumi zu: "Riecht ihr es Glücksaffe? So eine gute Suppe wie hier werdet ihr so schnell nirgendwo anders essen." Mit diesen Worten lässt er sich auf den Ehrenplatz nieder und bittet Takumi und Kikuchiyo zu seiner linken und Noboru zu seiner rechten Seite Platz zu nehmen.
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Kikuchiyo

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Kapitel 1.4: Sein und Schein am heiligen Schrein der Zufriedenheit.
« Antwort #20 am: 25.06.2014, 18:33:30 »
Es erscheint als hätte dieser Magistrat keinen Yojimbo[1] der einen bleibenden Eindruck hinterläßt, denkt sich Kikuchiyo nachdem er etwas Gelegenheit hatte die Gefolgschaft vom Bayushi Masato in Augenschein zu nehmen. Eventuell könnte sich hier noch eine Gelegenheit für eine Anstellung ergeben.
"Shutai, richtig. Wie in vielen Grenzgebieten ist man bisweilen sehr von Banditen geplagt. Zweifellos wären es um die Provinz mit einem fähigen Magistraten, wie ihr es seid, besser bestellt. Tatsächlich haben meine Gefährten einer Bande, unweit vom Namida no Mizuumi, den gar ausgemacht. Natürlich ist das Herz des Kriegers in so friedlichen Zeiten froh über die Chance seine Faehigkeiten einzusetzen, auch wenn es sich nicht um ernstzunehmenden Gegner handelte."

Das Teehaus überrascht Kikuchiyo in mehrerer Hinsicht. Er hätte an einem Ort der Besinnung wirklich nicht mit so einem Etablisment gerechnet. Sichtlich blüht er auf und freut sich am richtigen Ort angekommen zu sein, denn der Gedanke zu einem reinen Ort der Askese zu reisen erschien zuvor wenig verlockend. Am Eingang werden sie von einer aelteren Frau in dunkelblauem Kimono mit goldenen Verzierungen in Empfang genommen.
"Willkommen im Teehauhaus zum Morgentau der ersten Knospe." Sie verbeugt sich tief und lange mit gefalteten Haenden. "Mein Name Name ist Ohina, aber bitte nennt mich Mama. Ich leite dieses Unternehmen und freue mich sehr ueber Euren Besuch. Solltet Ihr mit etwas unzyfrieden sein bitte lasst es mich Augenblicklich wissen."
Neben Mama-san, behruessen noch zwei Maedchen und ein junger Bursche die Gruppe. Alle tragen saubere aber sehr zweckdienliche kleidung. Die Reisenden entledigen sich ihres Gepäcks und es wird sofort von den Bediensteten verstaut. Allen werden zur Erfrischung saubere Lappen gereicht, die zuvor in heisses Wasser getaucht wurden. Als die Gefolgschaft den Privatraum erreicht, der für sie reserviert wurde, stehen auf den Tischen bereits Tabletts mit kleinen Karaffen mit warmen Reiswein bereit und auch kleine Becher sind genug vorhanden.
Nachdem sich alle gesetzt haben bedient sich Kikuchiyo bei einer der Karaffen, begibt sich damit zu ihrem Gastgeber und kniet vor ihm in ausreichend Entfernung. "Geehrter Bayushi Masato-sama, ich bin sicher ihr bevorzugt junge, attraktivere Frauen um euch den Wein zu reichen, aber ich bitte Euch um die Ehre Euch etwas einschenken zu dürfen."
Danach schenkt er Yogo-san, Takumi und anderen am Tisch anwesenden ein bis die Karaffe leer ist ohne sich selbst zu bedienen, da es üblich ist das jemand anderes sich um einen Becher kümmern wird. Der Yoriki übernimmt dies sofort.
 1. Leibwächter
« Letzte Änderung: 26.06.2014, 12:34:37 von Kikuchiyo »
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Takumi Takanara

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Kapitel 1.4: Sein und Schein am heiligen Schrein der Zufriedenheit.
« Antwort #21 am: 26.06.2014, 16:19:31 »
Aufgeregt folgen Takumi und Yuki ihrem Gastgeber zum Teehaus. Den herrlichen Duft hatte der Vanara bereits lange vor Masatos Hinweis wahrgenommen und wahrlich ... es ist der köstlichste Duft den der Vanara seit langer Zeit wahrgenommen hat. "Hhhmmm oh jaaaa. So gut!" brabbelt er vor sich hin, tatsächlich hat er langsam das Gefühl, dass man ihn absichtlich auf die Folter spannt. Alle reden ständig von den Köstlichkeiten welche hier auf sie warten, doch scheint es eine Ewigkeit zu dauern, bis er endlich etwas zwischen die Stäbchen bekommt.

Warum mussten die Menschen auch um alles ständig so viel Wirbel machen, alles in lange Reden und Floskeln verpacken? Interessiert schaut er sich dabei das Teehaus an und begrüßt die Gastgeberin "Hallo Mama-san!" sagt er und setzt sich schon an den Tisch, wobei er und Yuki von den Anwesenden mit einer Mischung aus Belustigung und Furcht betrachtet werden. Als Kikuchyio ihm einschankt, ergreift er den warmen Reiswein, ohne zu warten, um die Kälte aus seinen Gliedern zu vertreiben und kippt ihn laut schlürfend hinunter. "Soooo das ist schon besser!" ein lautes Grummeln im Magen verrät jedoch allen Anwesenden, dass dies nun seinen Hunger umso mehr angefacht hat. Für jeden wäre so ein offensichtliches Zeichen wohl höchst unangenehm, Takumi lächelt jedoch nur schelmisch und streichelt durch Yukis Fell.

Ginsengsei

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« Antwort #22 am: 29.06.2014, 23:14:19 »
Der Magistrat macht nicht den Eindruck als ob ihn die Verfehlungen Takumis stören würden. Er hat wohl auch von einem wilden Glücksaffen nicht viel mehr erwartet. Man kann dem Bayushi allerdings ansehen, dass er überrascht über die ruhige Yuki ist, welche sich in des Vanaras Gegenwart wie die zahmste Hauskatze verhält.
Noch bevor das Essen aufgetischt wird, gelingt es den Männern vier Karaffen des guten Sakes zu leeren und leicht beschwingt und ermutigt, versucht Masato nun zuerst den Glücksaffen und dann die Schneeleopardin zu berühren. Allerdings schreckt er kurz vor dem knurrenden Magen des Vanaras zurück, nickt und sagt dann mehr zu sich selbst: "Hungrig sollte ich euch nicht berühren.. sonst fehlt mir nachher noch der Finger!"

Nach dem reichhaltigen Mahl, werden Mama und ihre Helfer nicht müde die Gäste weiter zu umsorgen und so bahnt sich ein kleines Gelage an. Mittlerweile ist auch die zweite Yoriki zurückgekehrt und versucht halbherzig den Sake Vorsprung der anderen ein zu holen. "Jetzt, da Kiyo-san wieder da ist, erzählt uns noch ein Mal wie ihr diese Bande am Namida no Mizuumi ausgeschaltet habt!" fordert Bayushi Masato seinen Gast auf.
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Takumi Takanara

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« Antwort #23 am: 04.07.2014, 00:06:43 »
Amüsiert schaut Takumi wie ihn der Magistrat anfassen will. Es war nichts dass ihn störte und mittlerweile hatte er sich daran gewöhnt, dass die Menschen Rokugans ihn wohl gerne anfassen. Womöglich um die Beschaffenheit seines Fells zu prüfen? Ja ganz sicherlich, denn das war für sein Alter wirklich noch in einem guten Zustand, dachte der Vanara so bei sich.

Als der Magistrat dann angesichts des Magenknurrens wieder zurückschreckt, lächelt Takumi. "Oh keine Sorge! Der ehrenwerte Takanara-san würde doch niemals jemandem etwas antun. Oh nein! Vor allem nicht einem so gleichermaßen wichtigen wie gütigen Mann wie euch mein Herr." etwas unbeholfen versucht Takumi sich daran sein Gegenüber mit Lobpreisungen zu überhäufen wie es die Rokuganis gerne tun. Da er den Mann nicht gut kannte viel immer aber nicht allzu viel ein. 'Darf man dabei eigentlich lügen?' dachte er so bei sich, als er kurz erwog den Magistraten ob seines guten Aussehens zu preisen.

Doch da kommt auch schon das Essen und Takumi schnappt sich sogleich eine er Nudelsuppen, die er laut schlürfend hinunterschlingt und kippt. Die köstliche Sojasauße sorgt dafür dass Takumi sich für die lange Warterei mehr als entschädigt sieht und beständig "Lecker! Lecker! Lecker!" vor sich her brabbelt. Leider sorgt das Essen auch dafür, dass die vorher so betragsame Yuki nun versucht den Tisch zu erklimmen, so dass Takumi sehr zu seinem Ärger sein Geschmatze unterbrechen muss. "Was soll denn das? Bisher hast du dich doch so gut benommen!" es kostet den Vanara einige Anstrengung dass Tier von seinem Vorhaben abzubringen. Unbedarft belohnt er die Wildkatze dafür mit etwas Fisch.

Nach etwa drei Schüsseln ist auch Takumi endlich gesättigt und wendet sich ebenfalls dem Sake zu. Gespannt blickt er dabei zu seinem Begleiter Kikuchyio, was der wohl erzählen würde. "Oh ja! Das war total aufregend. Aber auch gefährlich." dabei kommt kurz die Erinnerung an Ikari hoch und trübt das Gemüt des Vanara ein wenig.

Kikuchiyo

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« Antwort #24 am: 05.07.2014, 09:53:01 »
Mit jeder Karaffe Sake wird die Stimmung gelassener und die Späße mehr. Wem will man schon übel nehmen was man sagt wenn die Kami des Weins einem die Zunge lösen.

Auf die Leckereien nehmen kein Ende. Teller mit gebratenem Gemüse[1], an kleinen Holzstöcken gegrilltem Hühchen[2] und fritiertem Tofu[3] werden gebracht und im gleichen Moment bereuht der Vanara sich bereits mit den von ihm angeforderten Nudelsuppen den Bauch vollgeschlagen zu haben.

"Ich spielte dabei tatsächlich nur eine unbedeutende Rolle." spielt Kikuchiyo lachend seine Beteiligung herunter. Er nimmt eine gekochte Soyabohne[4] mit der Hand in der Mund und schnippt sich einen Kern aus der Haut in den Mund.
"Während Bayushi Isamu und seine ungleiche Truppe sich auf den Weg zur Burgruine aufmachte in der sich die Banditen versteckten erreichte ich unabhängig davon das Dort Kagoki am Namida no Mizuumi. Er räuchterte die Räuber vor Ort aus. Mir kam lediglich die Aufgabe zu ein Paar der flüchtigen Banditen ihrem gerechten Schicksal zu zuführen als Sie zum Dorf fliehen wollten. Sollte Bayushi Isamu noch seinen Weg zu uns finden kann er sicherlich mehr erzählen." Ohne böse Absichtlich übergeht Kiku den anwesenden Vanara, der sicher auch seine Sicht der Geschichte erzählen könnte.
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« Letzte Änderung: 05.07.2014, 15:29:28 von Kikuchiyo »
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Takumi Takanara

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« Antwort #25 am: 06.07.2014, 21:42:01 »
Takum, der auch bereits dem Sake zugesprochen hat, nimmt die Gelegenheit auch gleich wahr seine gelockerte Zunge weiter brabbeln zu lassen, obwohl der Magistrat eigentlich nur gezielt Kikuchyio aufgefordert hat die Geschichte zu erzählen. "Ohja, das war wie gesagt alles total aufregend! Alleine schon auf dem Weg zu dieser Räuberfeste, da haben wir die aufgebrachten Geister der Berge getroffen. Und innen drin, da hat der superstarke Bayushi-sama es den Räubern aber gezeigt. Das war aber alles ganz schön knapp, schließlich hielten die ja auch unseren Freund den Tsuruchi-san gefangen. Ganze ohne Opfer ist es uns dann aber doch nicht gelungen, denn dieser arme Rokugo-san fiel einer Falle im Familienschrein der Feste zum Opfer." wobei der brabbelnde Vanara plötzlich schweigsam wird.

Der Sake scheint den Vanara rührseelig zu machen "Hach ... so viel ist geschehen. Es kommt mir wie Jahre vor."
« Letzte Änderung: 06.07.2014, 21:42:34 von Takumi Takanara »

Ginsengsei

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« Antwort #26 am: 06.07.2014, 22:29:54 »
Als weitere Namen fallen, kann man Noborus gesteigertes Interesse an seinem Gesicht ablesen. Dennoch sagt er vorerst nichts dazu sondern überlasst die Konversation zunächst seinem Herren. "Diesen Bayushi Isamu muss ich wirklich kennen lernen wie es scheint!" Masato klopft sich auf die Schenkel und blickt in die Runde. "Wo habt ihr ihn eigentlich gelassen? Wenn er auch mit euch hier her gekommen ist, warum ist er dann nicht hier?!" Der Sake befreit den Mann von seinen Zügeln und deutlicher Unmut schwingt in seiner Stimme mit und die Anwesenden sind sich nicht sicher ob es wirklich nur um die Kränkung allein geht oder ob den Magistraten etwas anderes so verstimmt hat.

Dann schaut er nachdenklich den Vanara an: "Es ist bemerkenswert Affe, wie ihr über den Tod des Rokugos trauert. Was hat er für euch getan?"

Während Masato ganz ins Gespräch vertieft ist, beobachtet Noboru jeden einzelnen Gesichtszug der Gäste. Er kennt das Spiel Masato-samas und seine Rolle darin. Wenn der Abend vorbei ist, wird er von ihm erwarten, dass er einen vollständigen Bericht über die beiden ablegt.  Nachdem die Unterhaltung eine kleine Pause erfährt, erlaubt sich nun auch Bayushi Kiyo etwas zu sagen: "Kikuchiyo-san, wie ist der vollständige Name des Tsuruchis und in welchem Auftrag befindet er sich auf unserem Clangebiet?" Anders als ihre männlichen Gefährten, hält die junge Samurai nicht mit ihrem Misstrauen gegenüber Fremden zurück.
« Letzte Änderung: 06.07.2014, 23:52:25 von Ginsengsei »
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Kikuchiyo

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« Antwort #27 am: 07.07.2014, 11:53:39 »
Etwas amuesiert ueber den Ton von Kiyo-san greif Kiku nach einer Karaffe Reiswein um seinem Cousin den Becher nachzufüllen. Offensichtlich kann er noch ein paar Tropfen vertragen, um sich zu entspannen. Der Landsamurai muss aber feststellen, dass nur noch wenige Tropfen in dem Gefäß sind. Sogleich winkt er ein Maedchen heran, welches in vor der Shoji-Schiebetuer wartet.
"Wir brauchen noch Wein. Oder habt ihr nicht vielleicht noch etwas Stärkeres?"
"Wir haben noch den Dämonenkönig[1] ein aus der Bergkarroffel gebrannter Shochu.", antwortet sie.
"Hervorragend!", erwidert Kiku und fasst dabei an ihren Hintern. Er gibt es trotz des Alkohols Mühe es nicht zu offensichtlich zu machen, jedoch ist Ihre Reaktion nicht zu übersehen. Sie scheint schon überrascht und hätte um ein Haar das Tablett fallen gelassen, verliert aber auch nicht die Fassung. Mit den leeren Karaffen und einem Tablett macht sie sich auf dem Weg für die Herren mehr zu trinken zu organisieren.

"Tsuruchi Fusho ist der Name. Er befand sich in der Gefolgschaft von Bayushi Isamu und hat offizielle Reisepapiere. Wir wurden unweit von hier nach einem kleinen Gefecht mit Nezumi getrennt. Isamu-san kann am besten ueber alles Berichten. Er ist mit uns zusammen hier beim Schrein angekommen, aber hatte noch anderes zu erledigen."
Ploetzlich aendert sich der Ton von Kiku zu einem ernsteren. "Bei jenem Gefecht wurden wir Zeugen der letzten Minuten von Bayushi Ryoto, der von einem Nezumi erschlagen wurde. Isamu uebergibt seine seine sterblichen Überreste und will dann wieder zu uns stossen."
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« Letzte Änderung: 13.07.2014, 09:07:36 von Ginsengsei »
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« Antwort #28 am: 11.07.2014, 00:27:12 »
Takumi hört aufmerksam zu, wie Kikuchyio auf die Fragen antwortet und weitere Erklärungen macht. Schließlich antwortet er mit weiterhin trüber Miene auf Masatos Nachfrage. Er braucht einige Sekunden um nachzugrübeln. "Was er für mich getan hat? Nun eigentlich nichts Besonderes nein, nein. Aber wir sind zusammen gereist und gewandert, wir waren Gefährten. Dass er dann sterben musste ... und das so sinnlos, wo wir doch schon die Räuber besiegt hatten, das hat mich traurig gemacht, oh ja." Takumi grübelt erneut nach, unsicher ob er eine Frage hinterherschieben soll, doch der Sake hat seine Zunge gelockert und so plappert er munter drauf los.

"Warum oh ehrwürdig toller Masato-sama, findet ihr meine Trauer bemerkenswert? Ist nicht ein jeder Tote wert betrauert zu werden, unabhängig davon was er für mich getan haben mag? Oder muss sich ein Mensch, oder Glücksaffee ... oder wer auch immer ... in euren Augen erst beweisen um Trauer zu verdiene?" Takumis Blick fällt auf die Maske des Bayushi, nun zweifelt er doch wieder ob er nicht lieber den Mund gehalten hätte.
« Letzte Änderung: 11.07.2014, 00:27:31 von Takumi Takanara »

Ginsengsei

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« Antwort #29 am: 13.07.2014, 12:43:40 »
Wohlwollend nickt Masato dem Vorschlag Kikuchiyos zu. "Eine gute Entscheidung den Dämonenkönig zu beschwören." Er scheint im Gegensatz zu seiner weiblichen Begleitung Gefallen an dem Landsamurai zu finden. Darum lässt er es sich nicht nehmen seinen Gästen höchst persönlich ein zu schenken.

Als Fushous Verschwinden zur Sprache kommt, meldet sich der für seine Gewissenhaftigkeit bekannte Noboru zu Wort: "Bayushi Isamu scheint ein einflussreicher Mann zu sein wenn er einen Tsuruchi Teil seiner Gefolgschaft nennen kann." Bayushi Kiyo schenkt ihm dafür einen bemitleidenswerten Blick, den der Yogo aber einfach ignoriert. Der Magistrat pflichtet seinem ersten Yoriki jedoch bei. "Noboru-san, lasst nach ihm schicken. Dieser feierliche Tag ist die beste Gelegenheit seine Bekanntschaft zu machen." Sofort verbeugt sich Noboru vor Masato und verlässt den Raum.

Den Tod Bayushi Ryotos kommentiert Masato nicht, er senkt statt dessen den Kopf leicht als Zeichen der Anerkennung des Verlusts eines Clansmannes aber weiter scheint ihn der Verlust nicht zu tangieren. Nur Kiyo kann ihre Missachtung nicht verstecken: "Von einer Ratte erschlagen?!" Sie schüttelt ihren Kopf: "Als Mitglied der Bayushi Familie und als Samurai beschämt mich sein unehrenhafter Tod." "Kiyo-san?" Masato schenkt ihr einen prüfenden Blick. Die Bushi senkt den Kopf und beisst sich auf die Lippen: "Ja, Herr?" "Lasst Kikuchiyo-san doch erst genau berichten wie sich alles zugetragen hat bevor ihr ein vorschnelles Urteil fällt." Er blickt zum Landsamurai: "Wie konnte Ryoto von einem dieser Viecher besiegt werden?"

Erst dann fällt dem Magistraten auf, dass er die Frage des Affens ganz übergangen hat. "Entschuldigt Grauer wenn ich eure Frage ganz übergangen habe.. nun wie soll ich anfangen. Ich gehe davon aus, dass ihr euch dessen bewusst seid, dass ein Affe seid." Für einen Augenblick macht Masato den Eindruck als wäre bereits alles gesagt oder als ob er sich den deutlich redegewandteren Noboru wieder zurück an seine Seite wünscht. Masato zögert und blickt hilfesuchend auch zu Kikuchiyo. "Ich bin mit eurer Rasse einfach nicht sehr vertraut. Doch wenn ich euch ein Beispiel geben darf: Der Tod dieses Ratlings, der Ryoto erschlug - scheint mir nicht der Trauer wert."
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