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Autor Thema: [1. Akt] Letztes Aufgebot  (Gelesen 71123 mal)

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Vianesca

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« Antwort #225 am: 06.11.2014, 12:22:51 »
Vianesca blickte etwas zweifelnd zu dem Riesen hinab, den ihre Gefährten so schnell und entscheidend niedergerungen hatten. Sie hatte sich in dem Kampf zurückgehalten, als sie merkte, dass der Riese auch ohne ihre Hilfe fallen würde, aber hielt ihr Schwert immernoch in Händen. Sie wollte schon zum Rückzug gemahnen, als so schnell die Kälte über die Gruppe hereinbrach, als die eisige Gestalt erschien. Auf die Worte Galumaws schüttelte sie nur den Kopf und stieß ihr Schwert in den Schnee, um einen Moment für Stärke und Beistand zu beten.[1]. Sie war dankbar, dass ihr Blut der höheren Ebenen sie vor der Kälte schützte, ebenso wie ihre schützende Kleidung und der breite Umhang, aber selbst sie würde dies nicht ewig durchstehen. "Ich bezweifle, dass dies dort eine Freundin von uns wird. Eher eine Dienerin Aurils, oder eine andere Kreatur des Feindes. Wir sollten vor ihr fliehen oder sie bekämpfen. Wenn diese Kälte über die Stadtmauern einbricht, wäre das genauso zerstörerisch wie Katapultbeschuß."
 1. Bulls Strength auf sie selbst

List

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« Antwort #226 am: 07.11.2014, 00:33:31 »
Die Gefährten versuchten sich, jeder für sich, einen Reim auf die Situation zu machen. Warum war es plötzlich so kalt geworden? War dies ein natürliches Ereignis, wie man hier schon einmal erlebt hatte? Wer war diese Frau? Hatte sie irgendetwas an sich, das sie identifizierte? War sie vielleicht gar ein übernatürliches Wesen?

Es fiel ihnen nichts ein und nichts auf, dass die Situation irgendwie erhellen konnte. Sie waren vom Schneesturm eingeschlossen und es gab nur sie und die rothaarige Frau. Sie betrachtete die Gefährten, prüfte sie mit ihren eiskalten Augen, lächelte ein freudloses Lächeln.



"Ich bin nicht Eure Freundin.", sagte die Frau mit unbewegter Stimme. "Ihr habt den Riesen getötet, doch Ihr werdet die Zerstörung Niewinters nicht aufhalten können, bevor Ihr nicht dem Sturm entkommt. Wie wollt Ihr dem Sturm entkommen?", fragte sie. Ihre Augen waren eisig-blau wie ein Gletscher und tief wie der Nachthimmel. Sie konnten ein gefangen nehmen. "'Der Schnee treibt das Tier / Die Wölfe wollen fressen / Alles muss sterben.' So hat es geheißen."
"Man muss auch das Allgemeinste persönlich darstellen."
- Hokusai

Galumaw

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« Antwort #227 am: 07.11.2014, 08:25:46 »
"Wir werden uns wehren. Wölfe können getötet werden, Feuer werden uns durch den Sturm führen." Gals Worte waren nicht laut, und auch wenn er die Frau immer noch anstarrte war sie nicht das Ziel seiner Worte. Er redete zu sich selbst, suchte Mut in seinen Worten. Sie kamen aus seiner Seele, entsprachen seiner tiefsten Überzeugung.
Leicht verlagerte er sein Gewicht. Schnee knirschte unter seiner seinen Füssen. Die Bewegung hatte er sich von Katze abgeschaut, sprungbereit, aufs äußerste gespannt. Seine kalten Muskeln protestierten etwas, doch sie erwärmten sich unter der Anspannung. Er hatte Zweifel, ob sein Schwert der durchscheinenden Gestalt etwas anhaben konnte, doch er würde es versuchen. Sein Blick wanderte zu den Magiewirkern der Gruppe. Dies war nicht sein Aufgabenbereich, doch er war bereit loszustürmen.
 
« Letzte Änderung: 07.11.2014, 08:25:55 von Galumaw »
Wie soll ich mich an Gesetze halten, wenn ich doch gelernt habe das Richtige zu tun?

Katharsion Pyr

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« Antwort #228 am: 07.11.2014, 09:12:25 »
Die Adern an Katharsions verkohlten Händen und Unterarmen glühten rötlich auf. Er machte sich bereit die Kräfte seines Gottes zu entfesseln: "Nichts kann gegen die Flammen des Feuerlords bestehen. Alles vergeht vor seinem Angesicht oder wird von seiner Kraft geläutert." Ganz ähnlich wie Gal neben ihm, er erinnerte sich inzwischen etwas besser an den Mann, war auch er bereit für einen Kampf. Diese Frau würde brennen.
"If I'm going to burn it might as well be bright."

Manus

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« Antwort #229 am: 07.11.2014, 10:20:29 »
"Ihr denkt schlecht von den Menschen Niewinters, wenn ihr glaubt, allein ein Sturm aus Schnee und Eis wird die Stadt hinwegfegen. Die Göttin des Eises spricht aus euch; da sie ihr Reich vergrößern will. Chaos liegt in ihrer Fährte, doch sie irrt sich, wenn sie meint, alles einzuhüllen in einer Wolke aus kalter Luft, die den Menschen die Luft zum Atmen nehmen soll. Leid wird nicht für Resignation sorgen.
Weiß eure Herrin nicht, welch Prüfungen die Frauen, Männer und Kinder in Niewinter überstanden haben. Jede Schritt ist für sie ein harter Schritt. Ihr Wehklagen wird laut sein und doch werden sie sich den Gefahren entgegenstemmen."


Die Worte des Klerikers sind klar und hart, so klar, wie sie angesichts des um die Gruppe herumtreibenden Wettersturmes sein konnte. Doch Manus spürte eine innere Stimme, wie ein Augenblick des Innenhaltens, während rundherum die Ereignisse tobten. Doch seine Konzentration konnte nur auf das hier und jetzt fokussieren.

Seine kälter werdenden Finger umklammerten eine Zauberstab, Worte formten sich und ein Zettel fiel langsam in den Schnee.[1] Manus hatte die die Herausforderung angenommen.
 1. MA: Zauberstab ziehen, SA: Cast Shield of Faith (6 Minuten)

Alaric Schattenfels

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« Antwort #230 am: 07.11.2014, 13:49:27 »
Während drei seiner Kampfgefährten sich zu einer Antwort hinreißen ließen, nutzte Alaric die Gelegenheit, um sich näher an die hoffentlich dadurch abgelenkte rothaarige Frau heranzupirschen.

Der Schnee treibt das Tier, dachte er spöttisch. Aber sie ruft den Schnee herbei: wer treibt also das Tier? Die Wölfe wollen fressen—warum? Weil der Winter zu bitter ist. Wer will also, dass gefressen wird, die Wölfe oder sie? Alles muss sterben—ja, aber wer bestimmt, dass es jetzt sein muss? Abermals sie. Warum verdreht sie die Wahrheit derart, warum sagt sie nicht einfach: Ich bin hier, um euch alle zu töten! Warum steht sie nicht dazu? Warum tut sie gar so, als hätte das Schicksal selbst unser aller Tod befohlen, denn nichts anderes heißt ja wohl: 'so wurde es geheißen'. Das hätte ich auch sagen sollen: nicht ich bin es, der euch tötet, sondern euer eigenes Schicksal. Ich bin nur dessen Hand, das auserwählte Werkzeug! Mich trifft keine Schuld, denn es wurde so geheißen!

Ob es der Sturm und die binnen kürzester Zeit anschwellende Schneedecke waren oder aber die eigenen Gedanken, die Alaric in der Erfüllung seiner Aufgabe mehr behinderten, ließ sich kaum feststellen. Einerseits knirschte Schnee unter jedem Schritt und Alarics Umhang, der in jedem anderen anderen Wetter die Tarnung erleichtert hätte, flatterte laut im Wind. Andererseits entging es Alaric vor lauter Spotten und Philosophieren, dass die Frau sich leicht in seine Richtung gedreht hatte, womit er sich nun von der Seite näherte und nicht, wie geplant, aus ihrem Rücken.[1]
 1. Stealth = 18
« Letzte Änderung: 07.11.2014, 21:03:07 von Alaric Schattenfels »

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« Antwort #231 am: 08.11.2014, 13:51:16 »


Die junge Frau blieb einen Moment unbewegt, dann schien ihre Erscheinung kurz zu flackern. "Ihr glaubt, dass Ihr dem Sturm widerstehen könnt. Euer Trotz wird gebrochen werden. Es geschieht, wie Ihr wünscht.", sagte sie und hob ihre Arme. Sie begann, magische Sileben zu murmeln. Aus weiter Ferne war das Heulen eines Wolfs zu hören.

Alaric hatte sich indessen recht nahe an die Frau herangepirscht. Seine Bewegung waren ungeschickt und hatten ihr kaum verborgen bleiben können, so dachte Alaric. Nichts deutete jedoch darauf hin, dass sie ihn bemerkt hatte. Er war nur noch wenige Meter von ihr entfernt. Mit einem schnellen Schritt würde er sie vielleicht erreicht haben können, bevor sie ihre Formel vollendete.
« Letzte Änderung: 08.11.2014, 13:53:28 von List »
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Alaric Schattenfels

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« Antwort #232 am: 08.11.2014, 19:39:47 »
Noch mehr Wortverdreherei! Es geschieht, wie ihr wünscht—als ob er und die anderen es wären, die den Kampf suchten, nicht sie und die ihren. Diese Verlogenheit ärgerte Alaric noch mehr als ihre tödliche Absicht. Erzählte der Wolf seiner Beute so einen Quatsch? Nein, er war ehrlich. Das Tier war ehrlich.

Als die Frau zu zaubern begann, stürzte Alaric sich ohne zu zögern auf sie, doch sein Tritt—gezielt auf ihren Magen—ging durch sie hindurch, sodass der eigene Schwung ihn fast von den Beinen riss. Gerade noch rechtzeitig fing er sich.[1]
 1. "halber" charge + unarmed attack / stunned fist, daneben; AC 16 für 1 Runde.
« Letzte Änderung: 08.11.2014, 19:40:23 von Alaric Schattenfels »

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« Antwort #233 am: 09.11.2014, 22:28:37 »

Der Schneesturm wurde immer stärker, so dass die Gefährten erst die Sicht auf die junge Frau verloren, dann die auf einander und schließlich nicht einmal ihre eigene Hand vor Augen sehen konnten. Die Kälte raubte ihnen die Sinne. Wenn sie etwas geschrieen hatten, dann hatte der Sturm es verschluckt. Tatsächlich war überhaupt nichts hörbar. Es herrschte völlige Stille. Alles um sie herum wurde weiß.

Und dann lichtete sich der Sturm und sie fanden sich wieder auf einer Lichtung inmitten eines verschneiten Waldes. Die Bäume standen sehr dicht beieinander und das Unterholz war sehr unwegsam, aber es gingen jeweils Wege ab in nördliche, östliche und südliche Richtung. In westliche Richtung wurde der Weg durch einen Fluss begrenzt. Das Wasser war blutrot und schien sich geradezu durch den weißen Schnee geschnitten zu haben. Dampfschwaden stiegen von ihm auf.

Die Gefährten froren erbärmlich - und seltsamerweise war das Kältegefühl am Rücken und Hinterkopf viel intensiver als am Vorderkörper. In der Mitte der Lichtung brannte ein Lagerfeuer[1].

Die Gefährten erkannten, dass sie nicht vollzählig waren; Bär, Manus und Alaric fehlten. Dann hörten sie das Heulen eines Wolfes. Das Tier stand in nördlicher Richtung auf einem Vorsprung am Fluss. Der Kopf wandte sich den Gefährten zu und seine Augen schienen kurz aufzublitzen. Dann drehte sich der Wolf um und verschwand im Unterholz. Sein Heulen wurde von mehreren Tieren beantwortet, die sich südlich von den Gefährten befinden mussten.

Als die Gefährten sich weiter umsahen, sahen sie in westlicher Richtung, auf einem Hügel, eine Mauer und dahinter Häuser und Türme. Eher intuitiv erkannten sie, dass es sich um Niewinter handelte. Dabei war Niewinter gar nicht auf einem Hügel erbaut. Sie waren aber felsenfest überzeugt, dass es Niewinter war. In just diesem Moment stürzte ein glühender Brocken nieder und brachte einen Teil der Stadtmauer zum Einsturz. Sie sahen schwarze Gestalten den Hügel hinaufrennen. Dann schoben sich Schneewehen vor die Sicht. Die Stadt war mehrere Meilen entfernt und sie mussten den Fluss umgehen, wollten sie nicht hindurchwaten. Sie hatten dasselbe intuitive Gefühl, dass sie die Stadt baldmöglichst erreichen mussten. Wieder hörten sie Wölfe heulen, nicht weit entfernt.

Sie fassten an ihren Waffengürtel und fanden keine Waffe, wie auch sonst keinen einzigen Gegenstand am Leib.
 1. Ihr könnt Holzscheite aus dem Feuer ziehen und wie Fackeln verwenden.
« Letzte Änderung: 09.11.2014, 23:17:42 von List »
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Katharsion Pyr

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« Antwort #234 am: 09.11.2014, 22:46:25 »
Katharsion überlegte, ob irgendein Zauber für diese plötzliche Veränderung verantwortlich sein könnte, aber ihm fiel nichts als Erklärung ein.[1] Er sah sich auf der Lichtung um und ging dann auf das Feuer zu, um es genauer in Augenschein zu nehmen. Das war sein Element und irgendetwas stimmte hier nicht. Das Feuer würde ihm Kraft und vielleicht auch Antworten geben. Die Umgebung wirkte irgendwie falsch, aber Katharsion wusste nicht so recht, woran das alles lag. Aber der blutrote Fluss war ein klares Zeichen. Während er sich dem Feuer näherte, sprach er zu seinen neu gefundenen Gefährten: "Was geschieht hier? Wo ist der Sturm hin und wo sind diese merkwürdige Frau, der Zwerg und der Mönch?"
 1. Wurf scheitert
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« Antwort #235 am: 09.11.2014, 23:15:12 »
Alarics Tritt ging glatt durch den Körper der Frau hindurch, so dass er fast stolperte. Die Frau funkelte ihn böse an und berührte ihn mit der Fingerspitze. Obgleich es nur eine einfache Berührung war, durchzog ein kalter, pulsierender Schmerz Alarics gesammten Körper. Der Schmerz strahlte aus von der Stelle der Berührung und sammelte sich dann im Kopf von Alaric. Seine Augen fühlten sich an, als würden sie gleich explodieren. Alaric ging in die Knie und hielt sich die Hände vors Gesicht, bis der Schmerz nach wenigen Momenten nachließ[1].

Bär stand einige Meter entfernt. Alle seine Gefährten waren zusammengesackt, als die rothaarige Frau ihren Zauber ausgesprochen hatte. Bär hatte gespürt, wie eine gewaltige Macht sich seines Verstandes hatte bemächtigen wollen. Er hatte seine gesamte mentale Macht dagegensetzen müssen, um dem Zauber zu widerstehen. Diese Willensanstrengung, über seine eigentliche Kraft, hatte ihn verändert zurückgelassen[2]. Auch Katze war nicht betroffen worden, aber sie war vor der Frau zurückgewichen.

Gleich war es Manus ergangen. Auch er hatte sich gegen die magische Macht erwehren können[3].
 1. Alaric erhält das Apotheose Feat und kann einmal täglich Divination als Spell-like Ability einsetzen
 2. Bär erhält das Carefully Hidden-Trait. Ignorier die Rassenbeschränkung und den Fluff-Text.
 3. Manus erhält das Indomitable Faith-Trait. Ignorier bitte den Fluff-Text.
« Letzte Änderung: 09.11.2014, 23:29:38 von List »
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Alaric Schattenfels

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« Antwort #236 am: 10.11.2014, 09:49:16 »
Schmerzgeblendet kniete Alaric zu Füßen seiner Peinigerin und konnte sich nicht rühren. Am ganzen Leib stach die Kälte wie tausend Nadeln auf ihn ein, seine Lippen, Nase, Wangen und auch seine Hände, die er davorgeschlagen hatte, waren taub, hinter den zusammengepressten Lidern aber zuckten gleißende Blitze, die sein Hirn wieder und wieder durchbohrten. Etwas geschah mit ihm. Er hatte das Gefühl zu schweben, ein Fuß über dem Boden wie die rothaarige Zauberin vor ihm, doch er schaffte es nicht die Augen zu öffnen, um sich zu vergewissern, konnte nur mit der zitternden Rechten seinen Leib abtasten, um sich selbst zu bestätigen, dass er nicht durchscheinend—körperlos?— war wie sie.

Als der Schmerz nachließ, rutschte Alaric, noch immer auf den Knien, ein gutes Stück zurück, bevor er sich schwankend aufrappelte.

"Wer seid Ihr?" rief er wütend. "Warum treibt Ihr das Tier? Warum wollt Ihr, dass die Wölfe uns fressen? Was haben wir Euch getan, dass Ihr uns so hasst? Und warum versteckt Ihr Euch hinter dem Schnee? Ihr seid der Schnee! Ihr wollt unseren Tod. Ehrlich könntet Ihr doch wenigstens sein!"

Manus

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« Antwort #237 am: 10.11.2014, 11:22:07 »
Welch Kräfte sind hier im Spiel, die sich um Niewinter versammelt haben? Der Anhänger des Ilmater spürte deutlich die starke Magie, die von der Frau ausging. Welch Wesen stand ihnen hier gegenüber? Gedanken formulierten sich in Manus Kopf, doch ein rechtes Bild wollte nicht entstehen. Während seine geistige Stärke ihn davor bewahrte, zusammenzusacken, sah er wie seine Gefährten förmlich in den Schnee stürzten.

Manus rang mit sich. Übereiliges Handeln in einer solchen Situation könnte Gefahren herbeirufen, die vielleicht an ihnen vorüberziehen könnten. Sich ein paar Frostbeulen einzuziehen, die mit Kräuterumschlägen und heißen Wasser mit Kräutern behandelbar waren, war eine Sache, doch diese Gegnerin konnte man nicht so leicht besiegen, wie einen Frostriesen.

Alaric hingegen hatte seine Gefühle nicht im Griff und diese brachen in anklagenden Worten aus ihm heraus. Für einen Menschen der geschult darin war sich und seine Gedanken zu fokussieren, schien der vermeindliche Schüler des Ilmater an seine körperlichen und geistigen Grenzen zu kommen. Manus hingegen wollte auf eine Anklage verzichten.

"Findet ihr keine Nahrung mehr in den Bergen, dass sich eure Arme nach Niewinter ausstrecken? Frost und Kälte ziehen mit Euch ins Tal. Mich und die meinen könnt ihr vielleicht zu Boden strecken, doch unterschätzt nicht den Willen Anderer sich dem tobenden Sturm entgegenzustellen. Der Wind aus Eis und Schnee raubt die Sicht, doch in den Bewohnern der Stadt lodern die Flammen weiter."

Vianesca

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« Antwort #238 am: 10.11.2014, 12:29:08 »
"Ich habe nicht die geringste Ahnung, was hier geschieht, doch ich denke nicht, dass es klug wäre, hier zu bleiben." meint Vianesca ruhig und sieht sich etwas um. Keine Waffe bei sich zu haben ist zwar in einem einsamen Wald mit Wölfen nicht die beste Situation, aber es gab schlimmeres. Zuerst überprüft sie den Rest ihrer Ausrüstung, ob ihr Rucksack mit ihren zahlreichen Werkzeugen noch bei ihr ist, und ob sie noch ihr Schild an sich hat, bevor sie dann zu dem Lagerfeuer tritt. Sie nimmt sich eine Fackel und tritt dann ruhig auf den Fluss zu, die Fackel und ihren Rucksack über ihren Kopf haltend. Kurz spricht sie eine leise, bardische Zauberformel, überprüft, ob ihre Gaben hier noch funktionieren[1], und falls ja, lächelt sie vergnügt dem Feuerpriester zu. "Lasst uns den Fluss durchqueren, ich bezweifle, dass ein Umweg klug wäre. Und wenn wir drüben sind, kann ich uns rasch trocknen. Oder hat ein Feuerpriester Angst vor ein bischen kaltem Wasser? Dass dieses Wasser rot war, ignorierte sie einmal, denn dass dies hier nicht die Wirklichkeit war, das war offensichtlich und musste nicht noch einmal betont werden.
 1. Zaubertrick
« Letzte Änderung: 10.11.2014, 13:59:56 von Vianesca »

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[Prolog] Letztes Aufgebot
« Antwort #239 am: 10.11.2014, 20:25:47 »
Manus blickte zu seinen Gefährten und hielt sich zurück, sofort zu ihnen zu rennen. Zu seiner vorläufigen Beruhigung erkannte er, dass aus ihren Mündern noch der Atem als weißer Dampf kam. Sie lebten also, wenngleich der kalte Schnee bald zu Unterkühlungen führen würde.



Die junge Frau mit den roten Haaren zog ihre Hand hastig zurück. Als Alaric wieder zu ihr aufsah, erkannte er, dass sie am gesamten Leib zitterte. Etwas an ihr hatte sich sichtbar verändert. Alaric fragte sich, ob sie schon immer grüne Augen gehabt hatte. "Ihr... ihr habt Recht, die Herrin des Eises spricht aus mir.", stotterte sie. "Ihre Kraft umfängt meinen Geist, wie eine kalte Klaue. Sie reißt mich hinab in den Wahnsinn. Und ebenso will sie nach Niewinter greifen, denn in den Bergen findet sie keine Nahrung mehr. Ihr habt Recht, habt Recht.", sagte sie, wie in Trance.

"Niemand kann einer solchen Macht auf Dauer widerstehen. Ich... muss... jetzt... verschwinden, bevor sie... wieder... Kontrolle erlangt." Sagte sie und begann unter sichtbaren Schmerzen eine weitere Formel zu sprechen[1].
 1. 
Spellcraft DC 20 (Anzeigen)
« Letzte Änderung: 10.11.2014, 20:26:28 von List »
"Man muss auch das Allgemeinste persönlich darstellen."
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