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Autor Thema: [Inplay] Ermittlungsakte  (Gelesen 19051 mal)

Beschreibung: Alles beginnt mit einem Vermissten

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[Inplay] Ermittlungsakte
« Antwort #15 am: 29.04.2014, 12:49:48 »
Levin ist nicht überrascht, dass er nicht als einziger bei dem Haus der Crandels eintrifft. Dafür war die Abenteurergruppe viel zu bekannt und die Gerüchte verbreiten sich auch in Cassomir schnell.

Mit strammer Haltung betritt Levin Jasper Constantin von Mendenhall das Gelände der Crandels. Dabei trägt er elegante Kleidung welche perfekt sitzt. Kleine edle  Verzierungen verschönern diese und betonen seine Herkunft. Genau wie seine Kleider besitzt die Paraderüstung Verzierungen, jedoch eher dezent hervorgehoben. In den Augen eines wahren Kriegers dürfte diese mehr als unnütze sein.Ein goldener auffallender Siegelring seiner Familie von Medenhall ziert seinen Zeigefinger der rechten Hand. Die linke Hand steht hier in nichts nach, denn auch diese wird von einem aufwendig verarbeitetet Ring in Weißgold geschmückt. Eine Goldkette wie viele andere eine tragen, findet Levin einfach unpassend und zu hässlich. Daher ist an seiner linken Mantelkante eine goldene Brosche mit einem funkelnden Juwel angebracht.An den meisten Menschen würde die Kleidung überladen und aufdringlich wirken, doch nicht bei Levin. Es scheint als wäre die Kleidung für ihn geschaffen worden. Sie passt zu ihm, zu seinem Verhalten, zu seinen Bewegungen, ganz einfach sie passt zu seinem Sein. Menas Starling würde auf jeden Fall bemerken, dass die Waffen von Levin selten bis gar nicht benutzt wurden und wohl eher Zierde an diesem Menschen sind. Ob man diesbezüglich Rückschlüsse auf sein Könne ziehen kann, steht auf einem andern Blatt. Die Nahe stehenden können deutlich sein angenehm männlich duftendes Parfüm riechen welches vor allem bei den meisten Frauen gut ankommt.

Da auf das Anklopfen niemand reagiert hat, wirft Levin einen Blick in die bodennahe Fenster welche nicht durch die doppeltürigen Fensterläden verschlossen sind. Eventuell würde er ja doch etwas Nützliches entdecken.

Als Zirul an der Gruppe vorbeigeht und an der Tür anklopft, staunt Levin nicht schlecht. Zu gut war er ihm mit seiner Aktion in Erinnerung geblieben. Als dann kurz darauf auch noch die zweite Helferin auftaucht war die Überraschung für Levin perfekt.

Komischerweise und für Cassomir Adlige total untypisch, strahlen die beiden Halbelfen nun eine gewisse Anziehungskraft auf Levin aus. Um dies jedoch in seinem Verhalten zu bemerken, musste man Levin schon sehr gut kennen.  Er selbst wird sich hüten dies gleich so offen zu zeigen.

Ein weiterer Zug an seiner Pfeife, bevor sich auch Levin mit einer angenehmen warmen und leicht rauchigen Stimme vorstellt. „Werte Damen und Herren.“ Dabei lag die Betonung mehr auf den Damen, welche er auch gleich eines warmen Blickes würdigt.
 
„Levin Jasper Constantin von Mendenhall. Wie man sagt, ein berühmter doch weniger berüchtigter Bewohner Cassomirs aus dem Haus von Mendenhall.“

Da er auf seinen adligen Stand Wert legt, spricht er Zirul ohne die formelle Anrede an. Denn die Ordnung der zwei Schichten muss in Cassomir gewahrt werden. Dabei ist sein Verhalten einfach nur natürlich und typisch für Taldor. Im Gegenteil, ihre Begegnungen mit anderen Bewohnern wie z.B. den Wachen dürfte hier viel unangenehmer aufgefallen sein. "Zirul, ich muss euch Recht geben, dass dies hier sicherlich kein Zufall ist. Doch um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen. Wie kommt ihr auf die Idee, dass die Abwesenheit nicht zu den Crandels passt. Kennt ihr die Crandels aus vergangenen Zeiten oder seid bereits in regen Kontakt mit ihnen? Was ich über die Crandels in Erfahrung gebracht habe,  passt dies eigentlich ganz gut zu Ihnen. Denn wer die lebenden und bekannten Crandels nicht findet, wird wohl kaum in der Lage sein die Vermissten aufzuspüren.“

Das er selbst die Situation mit dem Bürgermeister beobachtet hat, übergeht Levin gekonnt und versucht darauf in keinster Weise einzugehen. Viel mehr schenkt er der Runde sein makelloses Lächeln.
« Letzte Änderung: 29.04.2014, 15:38:35 von Levin Jasper Constantin von Mendenhall »

Menas Starling

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[Inplay] Ermittlungsakte
« Antwort #16 am: 29.04.2014, 15:32:13 »
Mit seiner Schwester an seiner Seite erreicht Menas das Haus der Crandels. Es erstaunt ihn nicht sonderlich, dass offensichtlich auch andere Leute zu einem Treffen mit ihnen geladen wurden, auch nicht dass diese gleichzeitig mit ihnen eintrafen - Konkurrenz belebte bekanntlich das Geschäft. Die Leute die er antrifft erstaunen ihn jedoch umso mehr. Den Menschen in der Prunkrüstung hatte er bereits in der Menge gesehen, kurz vor dem Vorfall mit dem Bürgermeister. Dass es sich bei dem Halbelfen, der sich kurz darauf als Zirul vorstellte um den selben handelte, der zuvor der Schwangeren geholfen hatte, lässt ihn jedoch kurz sprachlos werden. Ich hoffe man erwartet nicht, dass ich mit so jemanden zusammenarbeite..., schießt es ihm durch den Kopf.

"Menas aus dem Hause Starling aus Absalom",stellt er sich kurz vor, wobei man ihm seine adlige Herkunft nicht so stark ansieht. Die Kleidung die er trägt und die unter der Rüstung zu sehen ist, ist zwar von guter Qualität und robust gefertigt, vermisst jedoch jegliche Art unnötiger Verzierungen. Am auffälligsten an ihm sind die Vielzahl an Waffen, die er sichtbar bei sich trägt. Neben mehreren Wurfspeeren ragt der Griff eines Schwertes hinter seinem Rücken hervor und an seinem Gürtel sind neben einer Axt und seinem stachelversehrtem Schild noch ein Dolch und eine Armbrust befestigt. Auch die Metallverstärkungen an seinen Handschuhen wirken so, als seien sie dazu gemacht andere Leute zu verletzten. Die braunen Augen in seinem kantigem Gesicht mustern die anderen Personen gewohnheitsmäßig, während er innerlich bereits versucht einzuschätzen ob ihm die anderen gefährlich werden könnten.

Bei Zirul wusste er bereits, dass dieser Magie wirken konnte und daher eine größere Gefahr darstellte, als man ihm direkt ansah. Levin Jasper Constantin von Mendenhall - das taldanische Wesen hatte Menas so sehr mit der Muttermilch aufgesogen, dass er auch in seinem Kopf den Namen nicht kürzte - konnte er sich noch nicht entscheiden, ob dieser eine kriegerische Natur nur vorspielte oder nur gerade frisch vom Schmied gekommen war. Bei dessen Worte über die Crandels versuchte er sich daher nicht nur in Erinnerung zu rufen, was er über diese wusste, sondern auch ob er den Namen von Mendenhall nicht schon einmal gehört hatte.

Während er darauf wartete, ob sich auf Ziruls anklopfen etwas regte, erschien eine zweite Halbelfe und machte sein Inneres Unglück perfekt, schließlich handelte es sich um den zweiten 'Gutmenschen' aus dem Reitunfall. Noch eine, die dümmer ist als ein Höllenritter! Aber bekanntlich sterben die Helden immer zuerst, versucht er sich selbst zu beruhigen, während er sich erneut vorstellt und es seiner Schwester überlässt das selbige für sich zu tun.

Der Hesse

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[Inplay] Ermittlungsakte
« Antwort #17 am: 29.04.2014, 17:32:08 »
Egal wer wie oft und wie laut man klopft - das Klopfen wird nicht erhört und die Tür bleibt ohne Regung von Innen verschlossen.
Und auch der mühevolle Blick verstohlen oder nicht bleibt erfolglos.
Doch immerhin sieht es im Inneren der Villa nicht so aus, als wäre jemand verreist, geflohen oder das es zu einem Gewaltverbrechen gekommen ist.
Denn alles gewirkt aufgeräumt, nicht geplündert und auch nicht dem Chaos überlassen.
Das berühmte in die Jahre gekommene Ehepaar ist einfach nicht zugegen und nicht Zuhause.
Doch bei einem weiteren genauen Blick kann der hübsche junge Pfeifenraucher erkennen, dass das Ehepaar ihre Mäntel sowie ihre Waffen von den Halterungen im Eingang beziehunsweise über dem Kamin mitgenommen haben.
Ölmalereien auf Bildern und Wandteppichen aus diversen Epochen und Menschkulturen der Inneren See, orkische Kriegstotems, -trophäen und -masken , alte Statuen mit keleshitischen Prägungen und Herkunft und Pokale aus Osirion erinnern an eine Kundschafterenklave voller Kunstgegenstände und Relikte.
Aber er lässt auch schnell Neider und Feinde vermuten.
Der Hesse ist erwacht!

Lucia Starling

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[Inplay] Ermittlungsakte
« Antwort #18 am: 29.04.2014, 20:27:04 »
Nach dem Vorfall mit der verletzten Familie und dem wohl edelmütigen Einsatz der beiden Elfen ist Lucia Starling dankbar, endlich am Zielort, dem Haus der Crandels, angekommen zu sein. Sie merkt ihrem Bruder an, dass dieser nicht sonderlich begeistert ist, dort auf andere zu stoßen, die scheinbar ebenfalls dem Hilferuf des alten Abenteurerehepaars gefolgt sind. Lucia kann auch nicht behaupten, sich zu freuen, denn Konkurrenz ist einerseits nicht gut für den Geldbeutel und andererseits, und das ist für sie viel wichtiger, stört es sie einfach, zu viele Menschen um sich zu haben, während sie arbeitet. Eigentlich wäre sie am liebsten allein. Für Menas würde sie noch eine Ausnahme machen. Aber schlussendlich und leider geht es nicht um die Wünsche der etwas eigensinnigen Detektivin, sondern um die der Arbeitgeber.

Ein prunkvoll gekleideter junger Mann und ausgerechnet der Halbelf, der vorhin der Frau das Leben gerettet hat, haben sich zusammen mit den Geschwistern Starling beim Haus der Crandels eingefunden. Etwas verzögert, nachdem der Halbelf – Zirul – bereits vorgestellt hat, stößt auch die zweite Helferin von vorhin dazu, was der bisher eher unergründlich dreinblickenden Lucia ein verwundertes Zucken einer Augenbraue entlockt.

„Nun, selbstlos war Eure Tat in jedem Fall“, kommentiert Lucia die Worte, die Liliana Beleza an Zirul richtet, wobei wohl aus ihrem Tonfall wohl nicht wirklich klar wird, ob diese Äußerung mehr als eine bloße Feststellung ist, und die Augen der jungen Ermittlerin ruhen kurz auf dem hilfsbereiten Halbelfen.
Dann aber, ohne näher auf das vergangene Ereignis einzugehen, schließt Lucia sich mit den knappen Worten „Lucia aus dem Hause Starling, ebenfalls aus Absalom“ der Vorstellungsrunde nach ihrem Bruder an.

Lucia unterscheidet sich optisch wohl um Einiges von Menas. Sie ist schlank und kleiner als er, aber weder starkgerüstet noch schwer bewaffnet, wirkt sie neben ihm umso zierlicher. Ihre würdevolle Haltung und edle, wenn auch praktische Kleidung, die sie trägt (wobei ihre Überkleidung mit Kapuze in weiß und schwarz gehalten ist), lassen neben ihrem kunstvoll geschmiedeten Goldschmuck (eine Halskette und ein Ring, der das Zeichen ihrer Familie trägt), eher als bei Menas darauf schließen, dass sie wohlhabender und adeliger Abstammung ist.

Die junge Detektivin ist merkbar wenig interessiert an Plaudereien, doch was Levin Jasper Constantin von Mendenhall – wohl nur eine lokale Berühmtheit, wenn die junge Detektivin auch weiß, dass seine Familie zum reichen taldanischen Hochadel gehört und dass das Haus von Mendenhall durch zwielichtige Festlichkeiten zu ihrem Reichtum gekommen ist – über die Crandels äußert, nämlich dass diese ihre Gäste möglicherweise auf die Probe stellen wollen, erweckt ihre Aufmerksamkeit. So ist es nicht verwunderlich, dass sie sich sogleich umzusehen beginnt. Zuerst scheinbar beiläufig, während sie auf die Tür zutritt und ihre Hand nachdenklich auf die Türklinke legt. Wie das gesamte Gebäude wirkt auch der verschlossen bleibende, reich und kunstvoll verzierte Eingang recht edel. Die Crandels scheinen beim Errichten ihres Anwesens nicht gespart zu haben. Doch dass Reiche, die etwas auf sich halten, eher sehr selten knausrig sind, wenn es darum geht, sich selbst zur Schau zu stellen, weiß Lucia als Sprössling des ebenfalls sehr wohlhabenden und einflussreichen Hauses Starling sogar aus eigener Erfahrung. Sie spielt mit dem Gedanken, ihr Werkzeug zu zücken, das Schloss zu knacken und sich im Haus umzusehen – denn das Rätsel um den Verbleib der Crandels, das aufgekommen ist, hat es geschafft, ihre schier unermüdliche Neugier zu wecken. Vor Einbruch schreckt sie unter diesen Umständen keineswegs zurück. Und nachdem bereits Freunde der Crandels verschwunden sind, lässt sich notfalls noch immer behaupten, man hätte rein aus Sorge nach dem Rechten sehen wollen, wenn diese Art des Eindringens jemandem aufstoßen sollte.

Der Ansatz eines verschmitzten Schmunzelns schleicht sich auf Lucias Gesicht, während ihr Blick aber noch einmal, fast schon verstohlen, durch den Vorgarten streift. Dabei fällt ihr ein recht flacher Stein auf, der anscheinend vor kurzer Zeit bewegt wurde. Ein Versteck für einen Schlüssel, vielleicht? Nicht wenige Hausbesitzer verbergen (leichtsinnigerweise) Schlüssel in der Nähe ihrer Eingangstüre, um zu verhindern, ihn zu verlegen oder zu verlieren. Sollte das auf hier der Fall sein, würde das Lucia das Herumgestochere mit Dietrichen im Schloss ersparen. Es könnte hingegen natürlich auch sein, dass in jüngster Zeit jemand aus Unachtsamkeit gegen den Stein getreten und darüber gestolpert ist. Allerdings wirkt es eher so, als sei der Stein vorsichtig bewegt worden.

Lucia wäre wohl eine schlechte Detektivin, würde sie Dingen nicht nachgehen, die ihr erst einmal ins Auge gefallen sind. Sie lässt die Tür (und ebenso die anderen Anwesenden) vorerst außer Acht und ist wohl ganz in ihrem Element – dem Ermitteln –, als sie mit entschlossen-raschen Schritten auf den Stein zuschreitet. Gleich in die Hocke gehen und auf der Erde herumwühlen möchte sie jedoch nicht, um dem Geheimnis des Steins auf den Grund zu gehen. Außerdem ist vielleicht auch Vorsicht geboten – Lucia rechnet in ihrem Beruf mit den auch noch so skurrilsten Überraschungen und sie will weder Finger noch Füße gefährden –, weswegen sie stattdessen kurzerhand ihr elegantes, meisterlich gearbeitetes Duellierschwert zieht und unter die Kante des Steins schiebt, um ihn mit etwas Hebelwirkung vorsichtig auf die andere Seite zu kippen und damit freizulegen gedenkt, was sich möglicherweise unter ihm verbergen mag.
« Letzte Änderung: 29.04.2014, 21:02:09 von Lucia Starling »
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Der Hesse

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[Inplay] Ermittlungsakte
« Antwort #19 am: 29.04.2014, 21:29:35 »
Und wie fast schon von der Detektivin zu erwarten wird diese unter dem scheinbar extra platzierten Stein fündig.
Doch es ist kein Zweit- oder Reserveschlüssel unter dem etwa vier Pfund schweren flachen Stein aus Granit, sondern ein kleines und durch die Erde etwas verschmutztes Briefkuvert ohne Namen oder gar Absender.
Kein Siegelwachs ist auf den ersten Blick unter den Stein zu erkennen und auch sonst wirkt der Umschlag weder verziert, besonders oder hochwertig, sondern einfach nur zugefaltet statt verklebt oder versiegelt.

Und auch der Inhalt ist wohl nicht sehr viel, denn der Brief ist nicht nur sehr klein, sondern sehr flach, als wäre er leer.
Was hat dies alles zu bedeuten?
Der Hesse ist erwacht!

[Inplay] Ermittlungsakte
« Antwort #20 am: 29.04.2014, 22:27:28 »
Ein schmunzeln umspielt Levins Mundwinkel als sich Lucia Starling der Runde vorstellt. Doch es dauert nicht lange bis seine Mundwinkel enttäuscht in ihr normale Position zurück kehren. Denn auch er kann eins und eins zusammenzählen... „aus dem Hause Starling, ebenfalls aus Absalom „

Für Geschwister scheinen die beiden zu unterschiedlich zu sein, also ist diese wunderschöne Frau wohl schon vergeben. Als seine Augen erneut den laufenden Waffenständer mustern, ist für ihn eines schnell klar. Dieses Risiko ist es nicht Wert, und hübsche Frauen gibt es in seinen Kreisen wie Sand am Meer. Vor allem solche die ihm verfallen sind.

Also entschließt er sich die Situation ein klein wenig zu lockern und spricht Menas Starling mit leiser Stimme an. „Ehrenwerter Menas aus dem Haus Starling. Ihr müsst ein glücklicher Mann sein indem ihr eine so wunderschöne Frau gefunden habt. Da bleibt es mir nur übrig zu gratulieren. Vielleicht ergibt es sich bei einem späteren Glas gutem Wein dass ihr mir euren Trick verraten.“

Dabei drückte er ihm mit einem ehrlichen Lächeln im Gesicht die Hand um kurz darauf erneut an seiner Pfeife zu ziehen.

Zirul

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« Antwort #21 am: 29.04.2014, 23:41:22 »
Zirul sieht um die Anwesenden herum urplötzlich schwarze Schatten tanzen. Jeder andere wäre vielleicht in Panik verfallen oder wäre mit der Tatsache, dass es höchstvermutlich Wahnvorstellungen sind, nicht zurecht gekommen. Aber Zirul ist diese Geistesschwäche schon längst gewohnt. Die anderen machten nichts und so wird das vermutlich nicht real sein. Zirul hoffte das jedenfalls. Er würde nicht den ersten Schritt wagen, denn es wäre schlimmer, wenn er für wahnsinnig gehalten würde, als von irgendwelchen Schattenwesen angegriffen zu werden. Gefährlich würde es eines Tages allerdings werden, wenn wirklich mal zum Beispiel ein Schrecken des Abyss vor ihm stand. Er würde nicht sofort die Initiative ergreifen.

Wenig von seinen inneren Wahnvorstellung bekommt der Rest mit. Zirul wendete ganz geschickt seine Blicke den anderen zu, die etwas verteilt waren und von unterschiedlichen Seiten her sprachen. Sogar mit halbwegs ruhiger Stimme sagt er zunächst zu Liliana, die ihn zuerst angesprochen hat: "Seid gegrüßt, Frau Beleza! Ich bin Zirul. Und ja, ich bin dem Ruf der Crandels gefogt. Und der Rest offenbar auch. Ob ich allerdings wirklich edel bin oder nicht entscheidet nach meinem Ableben die Totengöttin."

"Es könnte der einzige Moment sein, bei dem eine Gottheit mit mir redet. Wenn es auch nicht recht erfreulich wird." Sehr kurz macht sich Zirul auch noch andere Gedanken. Für denjenigen, der ihn kannte, war das nicht verwunderlich. Er dachte viel über das Ende nach. "Es ist nicht 'Er', der richten wird. Er wird nur kommen. Alles andere wäre für 'Ihn' eine Beledigung." Zirul sprach manchmal in Rätseln für Unwissende und so hatte er sich auch sogar eine seltsame Denkweise angewöhnt. Es ist auch sehr speziell wie Zirul über die Götter redete, wenn er sich mal dazu aufraffte mit anderen die Unterhaltung über so etwas zu führen.

Levin unterhielt sich gerade leise mit Menas. Das Gespräch wollte Zirul nicht stören. Immer wieder schaute sich der Halbelf allerdings um. So entging es ihm nicht, was Lucia tat und was sie hervorholte. "Magie sieht manchmal mehr als die Augen. Lasst mich mal probieren, was ich herausfinden kann." Es war ein billiger Zaubertrick, den jeder Kleriker-Novize und jeder junge Magus in Ausbildung sprechen konnte und genau den wendete er nun an. Für einen Zauberkundigen wahrlich nicht schwer zu erkennen anhand von Gesten und gewöhnlichen Zaubersilben, aber der Abschluss war wahrlich in einer besonderen, exotischen Sprache gesprochen: "Magis te praesentate!"[1]
 1. Magie entdecken wirken auf den Zettel/Papier.
« Letzte Änderung: 29.04.2014, 23:44:30 von Zirul »

Der Hesse

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« Antwort #22 am: 30.04.2014, 00:22:27 »
Doch im Gegensatz zu den Personen in seiner unmittelbaren Umgebung geht vom Briefumschlag, aber auch von den Schatten vor seinen Augen und in seinem Geiste keine magische Aura aus.
Ob jedoch eine böse oder chaotisch Aura in der Nähe beziehungsweise am Brief zu finden wäre, steht auf einem anderen Blatt Papier, zumal Zirul sich plötzlich nicht mehr weiter konzentrieren kann, denn weitere Wahnvorstellungen suchen ihn Heim.
Schreckliche Fratzen böser kleiner Kinder - Mädchen in blutbefleckten Unterhemden - welche ihn diebisch und teuflisch in seine Seele blicken und genüsslich sich über ihre spröden toten Lippen lecken, da sie sich nach der Seele des Halbelfen verzehren.

Das Schlimmste daran ist jedoch: Diese Wahnvorstellung - dieser Alptraum - ist neu und wirkt sehr real. Viel zu real!
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Menas Starling

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« Antwort #23 am: 30.04.2014, 08:07:52 »
Menas beobachtet das Vorgehen seiner Schwester aus den Augenwinkel heraus, er konnte spüren, dass sie ebenso wie er darauf brannte ins Haus zu kommen, auch wenn ihm nichts anderes übrig geblieben wäre als sich mit der Axt Zugang zu verschaffen. Doch ist Vorsicht geboten, der brennende Hammer von Herr Crandel wäre zwar sicher ein lohnendes Beutestück sollte es noch im Haus sein, doch die Fähigkeiten seiner Frau waren vom subtilerem Kaliber gewesen. Als Meisterin im Umgang mit Fallen waren sicher die ein oder andere auf dem Grundstück platziert um arglosen oder unvorsichtigen Eindringlingen das Leben schwer zu machen. Dies galt somit sicher auch für die Tür.

Sie ist gut, schießt es Menas durch den Kopf als seine Schwester den Brief unter dem Stein versteckt findet. Doch bevor er sich den Fund ebenfalls genauer ansehen kann, spricht ihn Levin Jasper Constantin von Mendenhall an, bei dem er sich mittlerweile sicher ist, dass die Waffen und Rüstung eher Schein als Sein sind, bei den Sachen die er bereits über ihn gehört hatte. Doch seine Familie war reich, in so fern war es nicht klug ihn zu verärgern. Dennoch kann er es sich nicht entgehen lassen ihm weiter in seinem Irrglauben zu bestätigen, auch wenn sein Gesicht nach außen hin wenig davon verriet. "Das hat nichts mit einem Trick zu tun, es gibt Dinge die einem die Götter schenken", antwortet er ihm wahrheitsgemäß auch um zu testen ob die lokale 'Berühmtheit' in der Lage war selbst herauszufinden welchen Bären er sich aufgebunden hatte.

Danach begibt er sich an die Seite seine Schwester um ebenfalls ein Blick auf den Briefumschlag zu werfen. "Unsichtbare Tinte?", schlägt er vor, während er bereits seinen Rucksack absetzt um nach kurzer Zeit eine Kerze zu tage zu fördern, die er mit geübten Handgriffen mittels Feuerstein und einem Stück Stahl entzündet um seine Theorie testen zu können.
« Letzte Änderung: 30.04.2014, 09:31:55 von Sensemann »

Der Hesse

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« Antwort #24 am: 30.04.2014, 09:40:09 »
Doch auf das Kerzenlicht lässt keine unsichtbaren Buchstaben erscheinen, auch wenn man durch das Licht wenigstens sicher erkennen kann, dass im immernoch unter dem Stein liegenden Brief etwas zu finden ist.
Man müsste nur endlich zugreifen und ihn aufmachen.

Und dies vielleicht schneller als lieb ist, denn der Wind hatte sich in der Zwischenzeit gedreht, wurde stürmischer, wie üblich an der Küste, sodass seine Stärke sogar teilweise die Glocken der Wach-, Kirch- und Leuchttürme unharmonisch ertönen ließen, und schwarze Wolken und das Grollen und Donnern in der Ferne der hohen See ankundigen, dass Gozreh die Stadt bald heimsuchen würde.
« Letzte Änderung: 30.04.2014, 09:41:40 von Der Hesse »
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« Antwort #25 am: 30.04.2014, 11:52:29 »
Überrascht von Menas Starlings Antwort wandert eine Augenbraue leicht nach oben und seine Gedanken fangen kurz an zu rattern.

Doch auch er wird von dem Fund des Briefumschlages abgelenkt, und entschliesst sich den Fügungen der Götter später auf den Grund zu gehen. Da nun mittlerweile drei Leute um den Zettel stehen, und diesen eingehen studieren kann der Adlige nicht wiederstehen und muss auch eine Runde dick auftragen.

Also reiht er sich mit edler Haltung in die Reihe der Umstehenden, welche für Ihre Untersuchungen sich teils bücken mussten, ein. Er selbst käme nicht auf die Idee, sich nach solch einem schmutzigen Papierfetzen  zu bücken. Also klatschte er kurz in die Hände und sagt „Briefkuvert  erhebe dich, und offenbare uns dein Geheimnis.“[1]

Als er das Briefkuvert in sinen Händen hält, streicht er kurz den Schmutz ab und überprüft danach den Inhalt.

Dass er dabei die vorsichtige Vorgehensweise der andern übergeht, stört ihn dabei relativ wenig. Auf weitere Effekte verzichtet er dabei, denn ganz wollte er es sich auch nicht gleich verderben. Die Runde scheint wenig für Spaß erübrigen zu können.
 1. Prestidigitation:  unter anderem = lift 1 pound of material
« Letzte Änderung: 30.04.2014, 14:39:47 von Levin Jasper Constantin von Mendenhall »

Lucia Starling

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« Antwort #26 am: 30.04.2014, 18:10:19 »
Mit freudigem Glänzen in den Augen stellt Lucia fest, dass ihr detektivischer Spürsinn sie einmal wieder nicht getäuscht hat. Ein Schlüssel wäre ein zufriedenstellender Fund gewesen – ein geheimnisvoller Briefumschlag ist jedoch für die leidenschaftliche Ermittlerin viel besser! Ein nächstes Rätsel! Was an den Nerven und der Geduld anderer zerren würde, ist für Lucia wie ein Luftstoß, der der Feuer ihrer Neugier erst recht entfacht. Geschickt steckt sie ihr Schwert wieder in die Scheide an ihrem Gürtel, und bevor sie sich selbst mit ihrem Fund befassen kann, ist schon Zirul an ihrer Seite und bietet ihr seine Hilfe an. Lucia lässt den Halbelfen mit leicht kritischem Blick gewährend seine Magie wirken und verschränkt dabei ihre Arme vor dem Körper, um abzuwarten, bis er damit fertig sei. Eigentlich missfällt es ihr schon jetzt, dass man sie nicht in Ruhe ihre Nachforschungen betreiben lässt und geduldig auf die Schilderung ihrer Erkenntnisse. Da ist sie etwas eigen.

Dann ist auch Menas zur Stelle. Eine mit unsichtbarer Tinte geschriebene Botschaft auf dem Umschlag wäre durchaus denkbar und mit etwas Glück würde diese, wenn sie denn überhaupt vorhanden ist, mit Feuer sichtbar werden. Unsichtbare Tinte, die mit Feuer sichtbar wird, ist jedoch ziemlich weit verbreitet und von eher geringer Qualität, wie Lucia weiß.
„Ich bezweifle, dass die Sache derart simpel ist, wenn die Crandels uns wirklich fordern wollen“, spricht sie und bleibt stehen, während Menas dennoch den Versuch wagt, eine geheime Botschaft zu offenbaren.

Wie erwartet, bringt der Schein der Kerze keine verborgene Schrift zu Tage, und Lucia will sich, da sie sieht, dass sich scheinbar etwas im Umschlag befindet, nun endlich selbst um das Lüften des Geheimnisses kümmern, wie sie es vom ersten Augenblick an vorgehabt hat. Nun kommt ihr Levin Jasper Constantin von Mendenhall, der sich unvermittelt ebenfalls dazugesellt hat, jedoch zuvor. Vorwitzig versuchend, sich die Lorbeeren einzuheimsen, lässt er den Umschlag einfach mittels eines Zaubers in seine Hände schweben.

Doch Levin Jasper Constantin von Mendenhall hat bei seiner Vorstellung wohl nicht damit gerechnet, dass Lucia seine dreiste Einmischung in ihre Ermittlungsarbeit nicht einfach auf sitzen lässt. Da man sie von allen Seiten nun schon unterbrochen hat, setzt Levins Verhalten den vorhergegangenen Handlungen die Krönung auf.

Der ambitionierten Ermittlerin ist vollkommen egal, dass dieser Wichtigtuer aufgrund seines Standes gewohnt ist, sich herausnehmen zu dürfen, was ihm gefällt. Sie hat den Briefumschlag gefunden, das ist nicht Levins Verdienst.
„Vielen Dank, das ist sehr aufmerksam von Euch“, bedankt sie sich, als hätte er den Umschlag für sie aufgehoben, und schnappt das Ding etwas unwirsch (und deswegen auch mit einem leisen Schnauben) aus seinen Händen, noch bevor er den Inhalt prüfen kann, um anschließend selbst nachzusehen, was sich darin verbirgt.
« Letzte Änderung: 01.05.2014, 11:48:32 von Lucia Starling »
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Der Hesse

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« Antwort #27 am: 30.04.2014, 22:31:51 »
Und der Inhalt gibt wahrscheinlich zur Freude von Lucia Starling neue Rätsel auf, denn neben etwa zwei Prisen Goldstaub, welcher funkelt wie kleine Sterne als er beim Öffnen durch die junge Taldan aus dem Brief fällt und um im Sprachgebrauch eines Koches zu bleiben, befinden sich fünf winzig kleine - etwa einen Daumennagel große - Schwerter, welche fein säuberlich und geschickt aus Papier ausgeschnitten worden sind im Briefumschlag.
Goldstaub und fünf Schwerter - was könnte dies bedeuten?

Doch just in diesem Moment verdunkelt sich der zuvor so klare Himmel und erste Regentropfen fallen herab.
Eigentlich etwas Normales an der taldanischen Küste, wenn nicht ein Tropfen den Briefumschlag in Lucia's Hand rot färben würde - rot wie durch einen Tropfen frisches Blut, welches allerdings nicht von ihrer Nase durch Nasenbluten oder einem ihrer Finger (denn man konnte sich ja schnell an Papier schneiden) stammt.

Jedoch weiter darüber Nachdenken wird schwer, als plötzlich der Himmel sich erhellt (wobei man fast den stürmischen Aspekt von Gozreh am Himmel sehen kann, sollte man halb lichtblind direkt in den Blitz blicken) - gefolgt vor einem lauten markerschütternden Donnern, welcher alle Abenteurer zusammenzucken lässt - und es plötzlich wie aus Eimern anfängt zu regnen.

Ritterhafen - wie man in Absalom Cassomir nannte - zeigt sich von seiner besten Seite.
Der Hesse ist erwacht!

Menas Starling

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« Antwort #28 am: 01.05.2014, 11:53:53 »
Innerlich nimmt Menas sich vor zurückhaltender zu sein. Er wusste, dass seine Schwester gut war in dem was sie tat, dennoch war er ihr voreilig dazwischen gefahren. Eine alte Angewohnheit von ihm, den in den vergangenen beinahe neun Jahren hatte er leider viel zu oft mit Amateuren zusammengearbeitet. Diese konnten vielleicht einschüchternd gucken doch wirklich clevere Leute gab es in den Flusskönigreichen seiner Erfahrung nach wenig - oder sie waren clever genug aich aus allen Sachen die Ärger bedeuten konnten herauszuhalten.

Während die Kerze vom aufkommenden Wind gelöscht wird und er den Rest zurück in den Rucksack steckt, nachdem er mit seinem Dolch den flüssigen Wachs entfernt hat sieht er, wie Levin Jasper Constantin von Mendenhall sich versucht des Umschlages mittels Magie zu bemächtigen, jedoch seine Schwester geschickt den Brief zurück holt. Ein Lächeln ist kurz auf seinen Lippen zu sehen, da er insgeheim stolz ist auf die Art und Weise wie sie mit ihm umgeht, auch wenn er weiß, dass ein Teil der Wut den sie ablässt durch sein Vorpreschen aufgebaut wurde.

Der Inhalt des Umschlages - Goldstaub und fünf Papierschwerter - hingegen gibt weitere Rätsel auf. "Goldstaub für die Goldene Wacht, je ein Schwert für jedes ihrer Mitglieder", teilt er seinen ersten Gedanken mit, während er die Kapuze seines Mantels über den Kopf zieht um sich vor dem Regen zu schützen und sich nach einer Möglichkeit zum Unterstellen umsieht.

Zirul

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« Antwort #29 am: 02.05.2014, 19:11:42 »
"Viel zu real! Viel... zu... real!", geht es Zirul durch den Kopf. Waren das etwa getarnte Daemonen aus  Abaddon? Die Vorstellung ist viel zu schrecklich. War das ein Ausblick in die Zukunft? Am Ende seines Lebens? Oder war das dieses Mal echt? Niemand schien Notiz davon zu nehmen. Schien nur er sie wahrzunehmen? Jedenfalls konnte nun ein Beobachter, der auf Zirul achtete, bemerken wie sich sein Blick veränderte. Es wirkte so als, ob er gerade einen der Erzdaemonen höchstpersönlich sehen würde. Zirul taumelte ein paar Schritte zurück. Panik schien sich kurzzeitig in ihm breit zu machen. Er schloss seine Augen und atmete einen Moment lang durch. Er machte die Augen wieder auf, doch das Bild ging einfach nicht weg, während die anderen ihre Untersuchungen machten.

Auch wenn es vielleicht nur Liliana mitbekam, war es trotzdem Zeit sich zu rechtfertigen: "Entschuldigt mein Benehmen, ich schlief letzte Nacht schlecht und meine Alpträume waren... grausam. Lasst mir bitte einen Moment mich wieder zu fangen. Der Umschlag war übrigens nicht magisch!" Dann suchte Zirul unter einem Dachvorsprung Schutz vor dem Regenwetter.

Jeder einfache Bauer oder selbst der törichste Narr hätten gesagt, dass vieles in Ziruls Leben mit "Ihm" zusammenhing. Dass er gerade nicht ignoriert wurde. Zirul zweifelte daran. Vielleicht hatte "Er" einmal mit dem Finger geschnipst, als Zirul seine Macht entwickelte und seitdem hatte seine Magie und seine restlichen Kräfte seltsame Nebenwirkungen ohne weiteres hinzutun. Das war für Zirul wahrscheinlicher. Viel schlimmer als die Bilder der Kindsdaemonen, die nach seiner Seele gierten, war für ihn, dass seine guten Taten wahrscheinlich völlig sinnlos waren. Auf lange Sicht veränderten sie nichts in einem ganz bestimmten Sinn. Waren die Fassade und das Echo alter Zeiten es wirklich wert? Das würde sich alles noch zeigen. Die Stimmen in seinem Kopf sprachen durcheinander: Eine von Ritterlichkeit und die andere Sprache von einer Suche nach den "alten Meistern". Unwirsch und mit fast schon einer Art Schrei in seinem Kopf unterbrach er das wirre Durcheinander. Die Tatsache, dass selbst die mächtigste Magie von ganz Golarion ihn nicht heilen können würde, hätte fast bei Zirul für Tränen gesorgt, aber er konnte sich gerade so noch beherrschen. Die Magie und all seine Macht hatte ihren Preis.

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