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Autor Thema: Die Legenden von Eredane - Die Reisenden  (Gelesen 31036 mal)

Beschreibung: Kapitel 1

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Bane of Izrador

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Die Legenden von Eredane - Die Reisenden
« Antwort #300 am: 14.08.2015, 13:14:15 »
Also schlichen die beiden ins Dorf. Es war einfach durch eine der Lücken in der Hecke hineinzukommen und kurz dahinter konnten sie sich hinter einem niedrigen Schuppen verstecken. Der Schuppen war aus einigen dicken Ästen zusammen gezimmert worden und man konnte durch die Ritzen problemlos hinein schauen. Die gegenüberliegende Tür stand auf und einige Werkzeuge lagen verstreut herum (Schaufeln, Hacken und auch ein einfacher Handpflug). Es sah aus, als hätte jemand eilig etwas aus dem Schuppen geholt und dabei alles umgeworfen – aufgehoben hatte es niemand. Die Werkzeuge waren nass, lagen also schon einige Tage hier.

Eine Meter vom Schuppen entfernt stand das erste Haus, die Tür stand auf, die Fenster waren nicht verhängt, so das etwas Licht in den Raum fiel. Darin konnten sie den Schatten einer menschlichen Gestalt erkennen, allerdings sah diese aus, als wäre sie unter die Wölfe geraten. Die blanken Knochen und einige nicht essbare Gewebe waren das einzige, was vom Körper übrig geblieben war. Nun erkannten sie an einigen Stellen auch die Skelette von einigen Kleintieren, die meist in der Nähe der Eingänge verstreut lagen.

Insgesamt hatte Weidenhof vier Wohnhäuser, einige kleine Schuppen und einen Stall oder Heuschober (dessen Tür war geschlossen, daher konnten sie nicht sehen, was darin war). Zwischen den Häusern war der Boden teilweise zerfurcht, ob von einem Kampf oder durch das Wetter war nicht zu erkennen.

Als sie die Gebäude so betrachteten hatten plötzlich beide das Gefühl, als würde etwas passieren, aber es dauerte einen Moment, bis sie erkannten, was es war. In einem der Häuser hörten sie ein leises Kratzen oder Schaben und dann das Geräusch von Bewegungen. Irgendetwas schien sich gerade zu regen und zwar in dem größten der Gebäude, dass gut 20 Schritt entfernt lag. Hineinsehen konnten sie nicht, die schief i den Angeln hängende Tür versperrte ihnen die Sicht. Tami stellte fest, das sie keine Witterung aufnehmen konnte, denn der Wind kam aus ihrer Richtung. Da meinte Ferygan und Tami eine Bewegung durch eines der Fensterlöcher sehen zu können, aber sie waren sich nicht sicher. Schleicher hatte aber auch etwas bemerkt, denn er wurde zunehmend unruhig und begann die Zähne zu fletschen und leise zu knurren.

Ferygan

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Die Legenden von Eredane - Die Reisenden
« Antwort #301 am: 19.08.2015, 10:25:21 »
Äußerst vorsichtig und misstrauisch war Ferygan in das Dorf geschlichen und war bei jedem Geräusch tiefer in eine geduckte Haltung verfallen, so dass seine Schultern mittlerweile seine Ohren beinahe überragten.

Als das Scharren und die Schritte zu vernehmen waren, hatte er sich gehetzt umgesehen. Doch nun wo die Quelle ausgemacht war, schien ihm die ganze Sache nicht mehr soviel auszumachen. Zu Tami gewandt flüsterte er hastig, aber leise: "Siehst du etwas womit wir das Tor versperren können?"

Vielleicht könnte es ihnen gelingen, diese Wesen im größten Haus einzusperren und es dann zu verrammeln, oder eventuell den Flammen zu übergeben um die Monster so los zu werden.

Sich selbst umsehend, suchte er etwas, dass ihnen bei diesem Plan helfen könnte. Einen Karren, Fässer, Kisten, Strohballen, lange Stangen die man verkeilen konnte und so das Öffnen des schiefen Tores verzögern würden. Irgendetwas!

Tami Wolfsbrut

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« Antwort #302 am: 22.08.2015, 21:22:30 »
Tami sah sich auf Ferygans geflüsterte Frage um, ob sie etwas geeignetes entdecken könnte, und wollte auch schon darüber nachdenken, wie das Haus sich als Falle nutzen ließe, möglichst mit Feuer,[1], da bekam sie plötzlich einen Riesenschreck: der Wind kam aus ihrer Richtung und wehte geradewegs auf das Haus zu! Wenn diese grässlichen Kreaturen nun auch so gut riechen konnten wie sie und Schleicher? Tami konnte sich zwar nicht vorstellen, mit was die noch riechen können sollten, aber offenbar fraßen sie noch und sehen—oder irgendwie etwas wahrnehmen—mussten sie ja wohl auch noch können, also...

Mit der Rechten packte sie Schleicher am Nackenfell, mit der Linken Ferygan bei der Hand und zog die beiden schnell hinter den Schuppen zurück. Zur Erklärung tippte sie an ihre Nase und zeigte Richtung Haus und flüsterte kaum hörbar: "Wind!" Unruhig schaute sie sich um, wohin man unter Deckung verschwinden könnte, dass man sich nicht mehr so verräterisch ungünstig im Wind befand.

Was war eigentlich mit dem Heuschober? Sah der verrammelt aus? Konnten sich darin womöglich Überlebende verschanzt haben, die sich nicht heraustrauten? Oder war das ein dummer Gedanke? Wenn dort noch jemand lebte, wieviele Tage müssten er oder sie dort schon ausharren? Könnte man so lange überleben? Tami hatte es noch nie ausprobiert, wie lange man es ohne Wasser aushalten konnte, aber sie wusste, dass man schon nach einem Tag ganz furchtbar Durst hatte und am zweiten wurde einem schon ganz schummrig und bestimmt hielt man das nicht viel länger aus. Falls der Heuschober ihr verrammelt erschien, würde sie Ferygan leise fragen: "Da drin, Überlebende, vielleicht?"
 1. perception = 20; craft (trap) = 10; gilt der perception auch für den Blick auf Heuschober, s.u., oder muss ich da neu würfeln?
« Letzte Änderung: 22.08.2015, 21:38:10 von Tami Wolfsbrut »
Nur ein toter Ork ist ein guter Ork.

Ferygan

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« Antwort #303 am: 24.08.2015, 12:49:15 »
Von Tamis rascher Reaktion gerettet, versuchte Ferygan die junge Frau dann weiter weg von dem großen Haus zu ziehen und zwischen den Gebäuden mit ihr "zu verschwinden". "Glaube ich nicht." keuchte er hastig auf ihre Frage hin, während er einen Blick über die Schulter riskierte.

Sollten Sie davon gekommen sein, so besprach sich der Handwerker mit Tami wie folgt: am liebsten würde er einen Wagen finden, ihn mit Heu oder ähnlich brennbaren Material beladen und dann vor oder besser noch in das Tor hinein fahren oder rollen lassen. Vielleicht konnten diese Fleischhaufen nicht besonders gut klettern und es würde ihnen gelingen die Wesen mit langen Stangen im Gebäude zu halten während sie mit Hilfe von Fensterbalken, Rechen, Harken, alten Seilen die Fenster verschlossen. Dann könnten sie Hütte anzünden.

Einen Blick zum grauen Himmel hin werfend, um zu sehen wieviel Zeit ihnen noch vor Einbruch der Dunkelheit blieb, schlug Ferygan vor: "Am besten wir durchsuchen die restlichen Gebäude zum heraus zu finden womit wir arbeiten können. Danach können wir ja detaillierte Pläne schmieden." 

Bane of Izrador

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Die Legenden von Eredane - Die Reisenden
« Antwort #304 am: 25.08.2015, 15:49:19 »
Ferygan, Tami und Schleicher beeilten sich und suchten sich ein besseres Versteck. Von dort konnten sie immer noch nicht in das Haus hinein sehen, aus dem die Geräusche kamen, allerdings sahen sie kurz darauf, dass die Tür sich bewegte. Die wurde ein Stück geöffnet um es erschien ein Arm, dem das Fleisch in Fetzen von den Knochen hing. Kurz darauf wurde der Arm aber wieder zurück gezogen und keine der Kreaturen erschien in der Tür. Die Tür stand nun ein Stück weiter offen und vom Stall oder Heuschober aus würde man nun gut hineinsehen können. Eine Weile lauschten die Drei noch, dann waren sie sicher, dass die Geräusche im Innern leiser wurden. Was auch immer die Kreaturen aufgeschreckt hatte, sie schienen sich wieder beruhigt zu haben.

Bane of Izrador

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Die Legenden von Eredane - Die Reisenden
« Antwort #305 am: 01.09.2015, 16:15:21 »
Als sie bemerkten, dass die Kreaturen sich wieder beruhigt hatten, begannen sie ihren kühnen Plan in die Tat umzusetzen. Beide hatten eilig ein paar stabile Werkzeuge mit langem Stiel aus dem Schuppen mitgenommen und Ferygan schlich nun zu dem verschlossenen Gebäude, um Stroh oder etwas Ähnliches zu finden. Die große Tür ließ sich leicht öffnen, nachdem er einen kleinen Riegel kurz über dem Boden geöffnet hatte. Nach einem raschen Blick ins dunkle Innere schlüpfte Ferygan hinein. Tami beobachtete während dessen weiter das Haus und überlegte sich, wie sie die Tür am besten verkeilen konnten. Alles wäre einfacher gewesen, wenn diese sich in das Haus hinein geöffnet hätte, dann hätten die Stangen ausgereicht. Aber dies war nicht der Fall, also musste ein anderer Plan her.

Während dessen musste sich Ferygan zunächst von einem grausigen Fund im Stall erholen. Offenbar hatten die Bauern hier ein paar wenige Tiere gehalten und offenbar waren die Kreaturen auch über diese hergefallen. Jedenfalls fand Ferygan nur noch abgenagte Skelette von einigen größeren Tieren (vermutlich ein paar Ziege, sicher aber ein Schwein) und von einigen Laufvögeln. Auch einer der Bewohner war hier offenbar von den Kreaturen überfallen und getötet worden, auch seine Knochen waren sauber abgenagt. Überall schwirrten Unmengen an Fliegen umher und einige wenige Maden krochen zwischen den nun völlig fleischlosen Knochen herum. Es roch streng, aber durch die vielen Ritzen in den Wänden des Stalls war der schlimmste Gestank bereits verflogen. Als er sich von dem Anblick losreißen konnte und sich etwas weiter umsah, fand er auch das, wonach er gesucht hatte. Gut zwei Arme voll trockenen Heus. Außerdem fand er einen einigermaßen stabilen kleinen Holzkarren, in dem er das Heu transportieren konnte.  Also stopfte er so viel in den Karren wie möglich und wollte ihn gerade nach draußen bringen, als sein Blick auf etwas fiel, das er schon lange nicht mehr gesehen hatte. Es war ein alter verrosteter Metallbehälter, in dem sich eine dunkle Flüssigkeit befand. Als Ferygan näher heran ging und an der Flüssigkeit roch, stieg ihm sofort der scharfe Geruch des Feuerwassers in die Nase. Außerdem fand er ein paar alte Lumpen in einer Ecke. Er packte alles ein und brachte ihn so leise es ging nach draußen.

Tami hatte in der Zwischenzeit eine Idee, wie sie die Tür verschließen konnten. Sie konnten die beiden Stangenwerkzeuge in den Boden rammen und schräg gegen die Tür stellen, so dass man sie nicht nach außen aufdrücken konnte. Gleichzeitig würden sie die Tür noch mit spitzen Holzstücken verkeilen. Ferygan, der sich gut mit solchen Sachen auskannte, gefiel die Idee, allerdings war er sicher, dass sie mindestens zwei Keile am unteren Ende der Tür benötigen würden. Er machte sich daran, zwei Holzstücke, die Tami bereits aus einem der Schuppen geholt hatte, entsprechend zurechtzuschnitzen und dann ging es los.

Tami verteilte leise das Heu vor der Tür und unter den Fensterlöchern, während Ferygan noch einmal in den Stall ging und eine weitere Fuhre Heu holte. Dies verteilte Tami weiter, während Ferygan begann, die Tür zu sichern. Dies war so laut, dass es im Innern sofort bemerkt wurde und plötzlich erhob sich ein lautes Knurren und Schaben im Innern des Hauses. Schnell vergoss Ferygan das Feuerwasser aus der Laterne über das Stroh und Tami bemühte sich, es zu entzünden. Den Rest des Feuerwassers goss der Handwerker über die Lumpen und entzündete sie an dem mittlerweile lodernden Heu. Als die Lumpen zu brennen begannen, warf er sie durch die Fensterlöcher ins Innere des Hauses. Drinnen bemerkten die Kreaturen schnell, dass die Tür versperrt war und zunächst herrschte ein heilloses durcheinander. Das Knurren wurde lauter, aber nun hörten sie auch andere Laute, die eher wie ein hohes Quieken klangen. Er kannte ähnliche Geräusche von Schweinen, die Todesangst hatten. Die Kreaturen warfen sich scheinbar gegen die Tür, diese ächzte unter dem Ansturm, hielt aber Stand. Einige versuchen, durch die Fensterlöcher zu kommen, allerdings drängten sie sich immer gegenseitig zur Seite, so dass kaum einer wirklich heraus klettern konnte. Als es doch einer beinahe geschafft hatte, stießen Ferygan und Tami ihn mit einer weiteren Stange zurück in das Haus.

Es dauerte eine ganze Weile, bis es m Innern des Hauses still wurde. Die beiden mussten noch einige Male eins der Wesen daran hindern, durch eines der Fensterlöcher aus dem Haus zu kommen, aber irgendwann verendeten alle Wesen in der Feuersbrunst innerhalb des Hauses. Tami stiegen die Tränen in die Augen, sie sagte zwar, dass es nur der Rauch war, aber Ferygan glaubte ihr nicht recht. Aber er hatte eine Idee, wie es ihr ging, auch wenn diese Kreaturen schrecklich anzusehen waren, handelte es sich doch um Menschen – zumindest früher mal. Er hatte noch nie einen der wandelnden Toten selbst gesehen, aber er kannte die Geschichten über diese Plage früherer Jahre aus den Geschichten der Großeltern. Sie aber wirklich zu sehen, war etwas ganz anderes.

Als sie sicher waren, dass die Kreaturen nicht mehr entkommen konnten, rannten beide aus dem Dorf, gefolgt von Schleicher. Sie gingen aber nicht weit weg. Sie blieben außerhalb der niedergebrannten Dorfhecke unter einem Baum stehen. Bis zum Abend blieben sie dort und keiner der beiden sprach ein Wort.

Irgendwann stand Ferygan auf und sagte zu Tami: "Lass uns zum Lagerplatz zurück gehen. Hier können wir nichts mehr tun."

Also stiegen sie den Hügel wieder empor und fanden ihren Lagerplatz verlassen vor. Keine Spur von Cassandra oder ihrem Vogel, aber auch keine Spur eines Überfalls. Sie war wohl einfach fort gegangen. Wer konnte es ihr verdenken, nach den Erlebnissen der vergangenen Nacht. Obwohl es schon langsam dunkel wurde, wollten beide nicht in der Nähe des Dorfs schlafen. Also zogen sie mit ihren Habseligkeiten los und suchten erst als es völlig dunkel wurde einen Lagerplatz. Sie legten sich in dieser Nacht abwechselnd hin, aber beide schliefen nur sehr unruhig. Früh am nächsten Morgen brachen sie auf und kehrten nach Randdorf zurück.

Auf dem Rückweg achtete Tami auf Spuren des seltsamen Wesens, dem sie auf dem Weg nach Weidenhof begegnet waren. Leider hatte der Regen der letzten Tage aber alles weg gewaschen. Sie fand keinen Hinweis, dass diese Kreatur sich erneut in der Gegend gezeigt hatte. Und so sehr sie auch ihre Augen offen hielt, das Wesen blieb verschwunden.

Und so erreichten sie bald darauf Randdorf. Dort hörten die Bewohner ihre Erzählung mit Bestürzung. Viele hatten etwas Schlimmes erwartet, aber nicht dieses Schlimme. Und obwohl die beiden Reisenden die Gefahr gebannt hatten, brachte ihre Geschichte etwas in die Herzen der Bewohner Randdorfs, was in der Gemeinschaft für Unruhe sorgte. Alle Bewohner waren den beiden sehr dankbar und sie erhielten von vielen Bewohnern eine Kleinigkeit als Dankeschön, etwas zu Essen, ein Stück Kleidung oder auch ein kleines, aus Steinen oder Pflanzen gefertigtes Schmuckstück. Aber das ganze Dorf schien auch irgendwie gefangen in der Art gemeinschaftlicher Lethargie. Viele kamen abends nicht mehr in die Schänke und diejenigen die kamen, sprachen wenig und hatten düstere Gedanken. Und als die ersten Bewohner sich laut dafür aussprachen, die Herren des Landes anzurufen, um ihnen zu helfen, war offensichtlich, dass Randdorf sich verändert hatte und womöglich nicht mehr zu heilen war.
« Letzte Änderung: 07.09.2015, 14:30:59 von Bane of Izrador »

Ferygan

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Die Legenden von Eredane - Die Reisenden
« Antwort #306 am: 07.09.2015, 12:47:15 »
Früh am nächsten Morgen hatte Ferygan seinen Wagen fertig bepackt, mit einer seltenen Vielfalt aus Nahrung, Belohnungen und auch dem ein oder anderen Fundstück aus Weidenhof. Als er nachdenklich das Ganze betrachtete, musste er sich stolz eingestehen, dass ihm diese paar Tage wohl genügend eingebracht hatten um über den Winter zu kommen. Gerne würde er noch einmal in das Haus des Dorfvorstehers gehen, aber irgendwie ... wollte er sein Glück auch nicht überstrapazieren.

Da sein Auskommen für die kalten Monate gesichert schien, hatte er beschlossen sich zurück in zivilisiere Gebiete vor zu wagen. Denn dort würde es Ohren geben, die sich dafür interessierten wie die Lage so am "Rand" war. Ohren, die vielleicht auch an einer Bekanntschaft mit Tami interessiert waren. Die junge Frau hatte ihre Fähigkeiten über jeden Zweifel erhoben und würde es vielleicht zu schätzen wissen, dass es andere gab, deren Zorn auf Orks heiß brannte und die es nicht bei tatenlosem Gerede belassen mochten.

Und so tritt der Handwerker vor seinen Handkarren und hebt die alten Holzfüße mit einem leisen, angestrengten Grunzen aus dem feuchten Matsch und beginnt das Gefährt aus Randdorf zu ziehen. Mit Schleicher als Vorhut und Tami an seiner Seite verschwindet der junge Mann so im morgendlichen Nebel von Aryths.

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