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Autor Thema: Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators  (Gelesen 24588 mal)

Beschreibung: Keinen Schritt zurück!

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Luther Engelsnot

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Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« am: 01.09.2014, 16:38:35 »
5 Tage später

Es sind fünf anstrengende Tage gewesen, doch nicht ohne Hoffnung. Die lang ersehnte Verstärkung hat frische Vorräte gebracht, neuen Mut und vor allem mehr Männer und Material. Insgesamt drei frische Regimenter und Verstärkung für die alten Regimenter ist mit den Transportern im Raumhafen eingetroffen. Während das 234. Scintillianisches Panzerregiment zusammen mit der 1. Damaris Hochland-Garde die Angreifer draußen zurückgeschlagen haben, hatten die anderen Regimenter Zeit die Schäden zu beseitigen, ihre Vorräte aufzustocken und etwas Ruhe zu finden. Für den heutigen Abend ist eine Zeremonie für die Gefallenen eingeplant, eine Zeremonie die in den letzten drei Monaten viel zu häufig gewesen ist. Die zusätzlichen Soldaten und Vorräte haben jedoch auch einen Nachteil. Die einzelnen Lager sind vollgepackt mit Soldaten und das Camp des ursprünglichen 16. Zuges wurde in die angrenzende Lagerhalle verfrachtet und beinhaltet die zum Teil wieder aufgefüllten Überreste der 5. Kompanie. Zelte stehen an Zelten und überall sind Soldaten der verschiedenen Trupps, die Neuankömmlinge begrüßten, die Halle verlassen für Trainingseinheiten oder um sich die Beine zu vertreten und brütende Gestalten, die zusammen auf Kisten sitzen und sich unterhalten. Auch die Überreste des 53. Trupps sind hier versammelt. Tallarn, Erik und Björn, dessen rechter Arm in der Zwischenzeit von Anya amputiert und durch ein vom Adeptus Mechanicus gesegnetes kybernetisches Arm ersetzt wurde. Er wurde gerade entlassen und dürfte das Lazarett zum ersten Mal seit fünf Tagen verlassen. Die Stimmung ist dennoch gedrückt und die anstehende Trauerzeremonie macht es nicht besser. Von Anya fehlt im Moment jede Spur, aber auch sie erwartet Verstärkung, wie viele andere, die sie bereits erhalten haben oder noch erwarten.

Anya ist gerade im Feldlazarett dabei die vitalen Werte einiger Verletzter der 1. Damaris Hochland-Garde zu überprüfen, grimmige Veteran eines Belagerungskrieges, kleidet in dunkelblaue Uniformen und ebenso wie sie mechanisierte Infanterie, als Leutnant Ammius Gaut auftaucht. Der strenge Mann bietet sie aus dem Zelt und nimmt ihr die Korporals Streifen ab. Ehe diese antworten oder reagieren kann, kleben bereits Sergeantstreifen an ihren Schultern.
„Herzlichen Glückwunsch zur Beförderung Sergeant Volskoya. Erweisen Sie sich dieser Ehre als würdig und Sie dürften Ihren eigenen Korporal ernennen. Sergeant Gaut wird vorerst nicht zu Ihrem Trupp zurückkehren, aber ich setze große Hoffnungen in Sie, ganz im Gegensatz zu Ihrem Vorgänger. Nein, fragen sie nicht warum Sergeant Gaut nicht wiederkommt, das ist klassifiziertes Wissen. Außerdem sind Sie damit offiziell kein Teil mehr des Sanitätstrupps des Regimentes.“
Hinter ihm kommen zwei Offiziere des Departmento Munitorums.
„Damit wird Ihnen das Recht entsprechende Ausrüstung automatisch zu erhalten aberkannt. Händigen Sie den Erste-Hilfe-Kasten, den Injektor und das Diagnosegerät aus. Sofort.“
Nachdem Anya, welche immer noch etwas baff ist, dies erledigt hat, wird ihr eine Boltpistole und ein Energieschwert ausgehändigt.
„Als Zeichen Ihrer neuen Position und auf besonderen Wunsch von Hauptmann Curain Linon. Herzlichen Glückwunsch Sergeant Volskoya. Sie sind einer der neusten aufsteigenden Führungspersönlichkeiten. Ich erwarte exzellentes Verhalten und ebensolche Ergebnisse. Enttäuschen Sie mich nicht. Ihr nächster Einsatz startet morgen und Ihre erste Pflicht sofort. Einer Ihrer Soldaten, Björn von Stahl, hat sich nach Auswertung Ihrer Taten das Scharlachrote Ehrenkreuz verdient und es liegt an Ihnen dieses zu überreichen. Ihr Trupp ist außerdem mehr in meinen Fokus gerückt. Sie haben gute Arbeit beim Bergen der Ausrüstung und dem Festhalten der Bilder geleistet. Vielleicht gibt es noch Hoffnung für Sie, jetzt wo Sergeant Gaut nicht mehr hier ist. Weggetreten.“
Animus Gaut lässt Anya zurück und geht so schnell, wie er gekommen ist.
Leite:
Coriolis: 1001 Sterne zwischen der Finsternis

Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« Antwort #1 am: 01.09.2014, 17:27:34 »
Die erste Person, die Anya zur Beförderung gratuliert, ist vermutlich auch die am wenigsten erwartete. Junior-Komissarin Xanthippe von Hinderburg hat anscheinend stumm der 'Zeremonie' zugeschaut, und geht nun auf die frisch ernannte Sergeantin zu.
"Herzlichen Glückwunsch, Volskoya" reicht sie Anya die Hand, "Sie haben gute Arbeit geleistet. Schade, dass Sie nicht aus einem guten Hause stammen." Für die Aristokratin ist das lediglich eine bedauernde Feststellung - dass es abwertend wirken kann, ist ihr überhaupt nicht klar.
Anschließend mustert die Komissarin ihr Gegenüber von Kopf bis Fuß, und ihr eisiger Blick bleibt eine Sekunde lang an der Boltpistole hängen. "Seien Sie bloß nicht zu freundlich zu ihnen," gibt sie der beförderden Sanitäterin einen Ratschlag auf den Weg, und verabschiedet sich mit einem respektbekundenden Nicken. "Der Imperator beschützt. Viel Erfolg."
Mit diesen Worten dreht sich Xanthippe auf dem Absatz um und geht von dannen.
"Ich gebe euch drei Minuten..."

Björn von Stahl

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Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« Antwort #2 am: 01.09.2014, 19:31:23 »
Immer noch ungläubig, schließt Björn von Stahl die bionische Faust seines ersten Implantats erneut. Blickt den matten Stahlkorpus fasziniert an- und auch wenn er sich noch zu gut an die Schmerzen erinnert, fühlt sich das Implantat einfach gut an. Aber fürs Erste würde das Administratum ihm wohl keine weiteren Eingriffe erlauben... also würde er später an seiner Perfektion arbeiten. "Sagt mal, glaubt ihr die Verstärkung bringt uns endlich mal eine sichtbare Verbesserung?  Spezialisten scheinen immer noch rar zu sein... die Anforderung eines neuen Genossen haben sie abgelehnt. .."
« Letzte Änderung: 01.09.2014, 21:05:37 von Björn von Stahl »

Anya Volskoya

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Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« Antwort #3 am: 01.09.2014, 21:22:31 »
Anya ist im ersten Moment einfach nur komplett verdattert und weiß gar nicht so recht, wie sie auf die Situation reagieren soll. Das sie in Zukunft Sergeant Gauts Aufgabe übernehmen soll, damit hat sie wirklich nicht gerechnet und sie fragt sich, was wohl in der Abwesenheit des Sergeants vorgefallen ist. Ammius Gauts Worte lassen zwar eher nichts Gutes vermuten, aber letztendlich kann sich Anya auch nicht daran erinnern, dass der Leutnant jemals ein gutes Wort für seinen Bruder übriggehabt hätte, also vielleicht bedeutet es letztendlich auch überhaupt nichts Besonderes. Fest steht auf jeden Fall, dass nun glänzlich neue Aufgaben auf sie warten und die Übergabe ihrer medizinischen Ausrüstung macht dies sofort mehr als deutlich. Viel Zeit sich an ihre neue Rolle zu gewöhnen will man ihr wohl nicht lassen und am nächsten Tag soll die Vorbereitung für den nächsten Einsatz, von dem sie noch überhaupt nichts weiß, bereits losgehen.
"Ich werde sie nicht enttäuschen, Sir...", kann Anya gerade noch antworten, dann ist Leutnant Gaut auch schon wieder verschwunden und lässt sie mit den neuen Abzeichen ihres Ranges zurück, einer Boltpistole, einem Schwert und ein paar mehr Streifen auf der Uniform.
Xanthippes Auftauchen kommt evenfalls eher unerwartet und für einen Moment überlegt die ehemalige Sanitäterin, ob sie die Kommissarin nach dem Verbleib von Sergeant Sarus Gaut fragen soll, aber dann entscheidet sie sich dagegen. Manchmal kann zu viel Wissen schädlich sein, das predigt schon die Ekklesiarchie. Anya will ihren Männern lieber mitteilen können, dass sich ihr ehemaliger Sergeant auf einer geheimen Mission befindet, als das sie ihnen eröffnen muss, dass er sein Ende durch ein Geschoss aus einer Boltpistole gefunden hat. Auch sie selbst kann mit dieser Geschichte, Wahrheit oder nicht, sehr viel besser leben.
Nachdem auch Xanthippe wieder gegangen ist macht sich Anya auf den Weg zum Lager des Trupps, um den Soldaten von ihrer Beförderung zu berichten und damit offiziell ihre neue Aufgabe anzutreten.
"Sergeant Gaut hat eine geheime Mission angetreten und das Kommando über den Trupp wurde mir übertragen. Man hat mich zum Sergeant befördert und morgen werden wir über unseren neuen Einsatz unterrichtet. Bis dahin gibt es aber noch ein paar Dinge zu besprechen."
Anya tritt an den Eingang zu ihrem Zelt heran und bedeutet Björn und Erik mit einer Handbewegung ihr zu folgen. "Es gibt da ein paar Dinge, die wir klarstellen müssen. Würdet ihr beide mir bitte folgen?"

Erik Brackner

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Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« Antwort #4 am: 01.09.2014, 21:29:10 »
"Schickes Ding, aber mach dir bewusst, deine Kronjuwelen hätten sie dir nicht ersetzt wenn du sie dir weggesprengt hättest mein Junge", gluckst der Veteran belustigt wobei sich die langen Narben in seinem wettergegerbten Gesicht zu einem schiefen Grinsen um einen schwelenden Zigarrenstummel im Mundwinkel formieren!
Akribisch den scheinbar neu vom Munitiorum erhaltenen Rabenschnabel mit einem in Öl getränkten Lappen, welcher aussieht als hätte er seine besten Zeiten hinter sich, putzend sieht er bei Björns Frage auf, "nun, wir werden sehen!Aber jetzt wo weitere Regimenter eingetroffen sind und sich das Blatt zu wenden scheint wird das Magistratum weniger in Angstschweiss ausbrechen bei dem Gedanken ihren wertvollen Müll an sterbende Männer zu verschwenden, eigentlich ist es immer so, je weniger wir das Zeug brauchen, umso freigiebiger werden sie damit, ...wie du siehst", zwinkert er dem jungen Soldaten zu und dreht verspeilt den Hammer in der Hand dessen Spitze aussieht als könnte sie mit Leichtigkeit durch Armaplast stoßen![1]

Als Anya das Zelt betritt und den beiden bedeutet ihr zu folgen wirft er den Lappen neben sich auf die Munitionskiste von der er sich nun altersmüde seufzend erhebt um gemächlich das Zelt zu verlassen, "Aye Ma`am!"
 1. 
« Letzte Änderung: 01.09.2014, 22:10:34 von Luther Engelsnot »
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Tallarn Larkin

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Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« Antwort #5 am: 01.09.2014, 23:04:06 »
Tallarn ist etwas genervt von der Tatsache das er keinen Neuen Ranger oder Grünschnabel als Späher zugewiesen bekommen hat. Doch zumindest kommen mit der neuen Ausrüstung einige nette Spielsachen die dem Halbling freude bereiten. Und so übt er gerade die Vorgeschriebenen Wartungs- und Pflegeprozeduren an seiner neuen Schallgedämpften Handfeuerwaffe. Als plötzlich Anya eintritt und das mit den Streifen eines Sergeants. Sofort springt der Ranger auf und Salutiert: "Meinen Glückwunsch Sir für die Beförderung!"
Tallarn
Rose = Red
Luna = purple
Al = brown

Björn von Stahl

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Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« Antwort #6 am: 02.09.2014, 09:00:10 »
Immer noch starrt Björn die bionische Hand an, als Anya den Raum betritt. "Gratulation, Sergeant!" Björn steht auf, salutiert zackig, wenn auch noch etwas unbeholfen mit dem Implantat- und macht sich schon an den Aufbruch mit seiner Kommandantin, als ihm etwas auffällt.

Das Zelt ist noch nie so leer gewesen.

Die wenigsten Soldaten die gestorben sind hat er gekannt- aber doch. Auch ihn hätte es fast erwischt. Die Granate hätte ihn fast getötet. Hätte ihn töten sollen. Er hat gewollt dass sie ihn tötet- ihm einen Heldentod verschafft.

Aber er ist nicht tot. Und das macht ihm Angst. Unwillkürlich krallt er sich in das Einzige was er kennt. Was ihn von diesem Alptraum abhält.

In das kompakte Päckchen Sprengstoff. Das Päckchen militärischen Sprengstoff, an dem er herumgefummelt hat seit er bei der Armee ist. Klammert sich daran wie ein Ertrinkender an seine Planke, während seine Augen blicklos ins Leere starren, drückt es an sich, gegen seine Brust wie ein vertrautes Spielzeug, während sein Oberkörper sanft vor- und zurückwippt. "Alle... Tot..."

Erik Brackner

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Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« Antwort #7 am: 02.09.2014, 15:32:54 »
Kurz strauchelt Erik, war der Korporal befördert worden? Beförderung bedeutete zumeist den Tod der Vorrangegangenen, soviel Tod, er erinnerte sich kaum wie oft er dich Bilder der Kriegschrecken hatten überwinden müssen, wieviele dunkle Gräuel er tief in seiner Brust begraben hatte die in den Wachen momenten der Nächte nach ihm Griffen!
Die schreckerstarrten Augen verstümmelter Kinder in der Schola auf Tranch, Männer die weinend und nach ihrer Mutter schreiend versuchten ihre Gedärme in sich zu halten nach einem Bajonettangriff an der spinwärtigen Front, und nicht zuletzt eingekesselte Kameraden die durch loses Mauerwerk von schwerem automatischen Feuer zerfetzt wurden bei ihrem letzten Einsatz in der Makropole!
Der Imperator beschützt, manchmal, vielleicht und warum lebte er noch, hatte er doch mehr Schrecken gesehen als es ein Menschenleben ertragen sollte!

Kurz den Kopf schüttelnd verlässt Erik nach einigen Augenblicken mit leerem, verklärtem Gesichtsausdruck das Zelt, fahrig wirkend gesellt er sich zu Björn der ebenfalls mit den Eindrücken zu kämpfen haben scheint bevor er wie aus einer Trance erwachend das Wort an Anya richtet, "meine Gratulation Ma`am, ich denke sie haaben die richtige Honoration dafür erfahren im letzten Gefecht derart die Nerven und den Überblick gewhrt zu haben"!
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Anya Volskoya

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Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« Antwort #8 am: 04.09.2014, 16:23:49 »
Björns Zustand entgeht Anyas Aumferksamkeit natürlich nicht, insbesondere da sich Björn ihr nicht wie gewünscht folgt, sondern lieber weiter sein Sprengstoffpaket umklammert. "Scheiße, das können wir jetzt nicht gebrauchen..."
In Abetracht der Tatsache, dass die Vorbereitungen für den nächsten Einsatz bereits am nächsten Tag starten sollen, bleibt Anya leider keine andere Wahl als den Versuch zu unternehmen, Björn so schnell wie möglich aus seinem Traume zu reißen, auch wenn sie weiß, dass sie Probleme des Soldaten damit nur aufgeschoben und nicht behoben sind. Mit schnellen schritten geht sie zu dem jungen Soldaten hinüber und versetzt ihm eine schallende Ohrfeige, nur um dann in der vermutlich entstehenden Überraschung sofort zu fragen: "Wie geht es deiner Hand? Funktioniert alles vernünftig? Öffnen, Greifen? Ich will das du in der kommenden Woche mit dem Ding so lange übst, bis du mit ihr besser umgehen kannst als mit der alten Hand. Auch das ist ein Befehl! Und letzt lass den Sprengstoff wo wer ist und komm mit."

Danach verlässt die ehemalige Sanitäterin das Zelt und macht sich auf den Weg zu ihrem eigenen, nachdem sie Erik und Björn nochmal bedeutet hat ihr zu folgen.

Erik Brackner

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Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« Antwort #9 am: 04.09.2014, 16:28:19 »
Erik denkt sich lediglich, "scheisse, den Jungen hat es ziemlich erwischt, am Anfang sah ich wohl genauso aus", als Anya Björn anfährt und er kurz darüber reflektiert das ihn gewisse Dinge immernoch mitnehmen, auch wenn er sie heutzutage auf andere Weise verarbeitet als ein jungspund wie Björn bevor er Anya zu ihrem Zelt folgt!
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Björn von Stahl

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Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« Antwort #10 am: 05.09.2014, 11:41:36 »
Verwirrt folgte Björn den Anweisungen. Öffnen... Schließen... Greifen... besser Funktionieren... Moment. "Jedes gesegnete Implantat des Adeptus Mechanikus funktioniert besser als schwaches Fleisch, Sarge." Achtlos legte er das Sprengstoffbündel zu den anderen Freudenspendern, und machte sich mit immer noch leicht flauem Gefühl im Magen daran, der neuen Truppführerin zu folgen.

Anya Volskoya

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Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« Antwort #11 am: 05.09.2014, 12:29:30 »
Nachdem die drei Anyas Zelt betreten haben, setzt sie sich auf eine Kiste und zieht einen kleinen Tisch zu sich heran. Sie winkt Björn zu sich heran und bedeutet Erik es sich währenddessen irgendwo bequem zu machen, auch wenn das kleine Militärzelt nicht gerade geräumig ist.
Anya legt den scharlachroten Orden, den sie von Leutnant Gaut erhalten hat, vorsichtig auf den Tisch und blickt dann zu Björn hoch.
"Hast du Probleme damit Befehle von mir entgegenzunehmen?", eröffnet sie das Gespräch ohne große Umschweife und lässt eine Hand auf dem Tisch neben dem Orden ruhen. "Ich soll dir diesen Orden für deine Verletzung im Dienste des Gott Imperators verleihen..."
Anya schlägt mit einer Hand rasch die Aquila Geste über dem Herzen. "...aber mir kommt allein der Gedanke daran, dir diese Medaille zu verleihen, wie blanker Hohn vor. Diese Medaille soll ein Symbol für die Tapferkeit eines Soldaten sein, der den Kampf für die Menschheit trotz schwerster körperlicher Beeinträchtigung weiterführt und soll mit Stolz getragen werden können. Mit deinem Versuch dich umzubringen, hast du überhaupt nicht verdient sie zu tragen un eigentlich ist eine Beleidigung aller Soldaten, die sich diese Auszeichnung wirklich verdient haben. Verleihen werde ich sie dir trotzdem und ich hoffe, dass sie dir stets eine warnende Erinnerung an deine Dummheit sein wird. Ich erwarte in Zukunft mehr von dir."
Mit diesen Worten heftet Anya Björn den Orden an die Uniform und sieht ihn mit einem Blick an, der keinen Zweifel daran lässt, dass sie bislang kein bisschen von ihm beeindruckt ist. "In Zukunft erwarte ich, dass meine Befehle von dir befolgt werden. Durch dein Verhalten bist du eine Gefahr für den Trupp und das werde ich nicht akzeptieren. Haben wir uns verstanden? Wegtreten."
« Letzte Änderung: 05.09.2014, 12:30:41 von Anya Volskoya »

Björn von Stahl

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« Antwort #12 am: 05.09.2014, 12:36:39 »
Man kann Björn ansehen dass er noch etwas sagen will- dass er sich äußern will. Aber er tut es nicht. Starrt einfach starr gegen die Zeltwand, nimmt schließlich den Orden. "Ja, Ma'am. Wie Ma'am befehlen."

Dann tritt er einen Schritt zurück, der Blick immer noch starr gegen die Wand gerichtet- die Zähne leicht in der Unterlippe versenkt, damit er nicht doch redet.

Anya Volskoya

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Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« Antwort #13 am: 05.09.2014, 13:00:20 »
Nachdem Björn das Zelt verlassen hat lehnt sich Anya seufzend zurück und reibt sich die Schläfen.
"Das es mit ihm Schwierigkeiten geben würde habe ich ja fast erwartet, aber von ihnen habe ich mehr erwartet. Ich glaube es ist im Interesse des Trupps, wenn wir einige Dinge zwischen uns klären, damit es in Zukunft keine Probleme mehr gibt."
Anya macht eine kurze Pause und legt ihr neues Schwert vor sich auf den Tisch, das ihr im Sitzen noch ungewohnt in die Seite drückt. Danach blickt sie wieder zu Erik.
"Ich bin mir durchaus bewusst, dass sie über sehr viel mehr Erfahrung verfügen als ich und das es ihnen vielleicht aus diesen und anderen Gründen schwerfallen mag, Befehle von mir entgegenzunehmen. Trotzdem sollten sie eigentlich wissen, dass die Dinge so nicht funktionieren und das es mir unmöglich sein wird im Gefecht den Trupp anzuführen, wenn meine Entscheidungen ständig in Frage gestellt werden. Gleichzeitig ist mir der Wert ihrer Erfahrung durchaus bewusst und ich habe nicht vor sie ungenutzt zu vergeuden, dehalb hier mein Vorschlag: Ich möchte ihre Meinung hören und erwarte, dass sie mich mit ihrem Wissen beraten werden, aber wenn sie dies tun, dann erwarte ich, dass es in einer Art und Weise geschieht, die mich nicht vor den Soldaten blosstellt. Wenn ich einen eindeutigen Befehl erteile, dann erwarte ich von ihnen, dass dieser befolgt wird. Habe ich mich da klar ausgedrückt? Gut. Unser nächster Einsatz wird zeigen, ob unsere Kooperation funktioniert oder nicht und im Erfolgsfall habe ich vor sie danach zum Korporal zu ernennen und damit offiziell zu meinem Berater zu machen. Sollten sie allerdings generell Probleme damit haben, unter meiner Führung zu dienen, dann beantragen sie jetzt ihre Versetzung bei der Regimentsleitung. Ich habe nicht vor Zeit mit einem Projekt zu verschwenden, das von Anfang an keine Aussicht auf Erfolg hat und Ehrlichkeit ist mir in diesem Fall sehr viel lieber."

Erik Brackner

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Kapitel 2: Die Vergeltung des Imperators
« Antwort #14 am: 05.09.2014, 14:08:13 »
Sich müde von der massiven, zentralen Zeltstange mit der Schulter abstoßend tritt Erik auf seinen neu eingesetzten Sergeant zu und lässt sich unter leichtem Keuchen und dem Schaben seiner Panzerplatten auf einer Munitionskiste gegenüber von Anya nieder, nickt leicht als sie klar macht was sie von ihm erwartet und richtet seinen Blick offen in den ihren, ein gutmütiges Lächeln die verheerten Lippen umpielend!
"Ich verstehe Ma`am, der Führungsanspruch liegt bei ihnen, ein Umstand der mich am Anfang unserer letzten Mission nachdenklich stimmte, ein Medicaeunteroffizier ist nicht immer die beste Wahl um Männer in die Schlacht zu führen, aber ich denke sie sind schneller in diese Aufgabe hineingewachsen als so manch anderer, zu diesem Schluss ist die Kommandoebene ebenso gelangt wie ich ganz persönlich!
Die Jungs vertrauen ihnen und sie versuchen sie und mich im Gegenzug am leben zu halten, ich habe auf 2 Dutzend Welten gegen 2 Xenosspezies, Ketzer und Mutanten gefochten, und selbst wenn ich nichtmehr so schnell oder enthusiastisch wie früher bin, so brauche ich kein anderes Indiz als das um zu sagen das sie eine von den Guten sind, kein Offizier dem man am liebsten in den Rücken schießen würde!"
In einer langsamen Bewegung zieht Erik mit einem schabenden Geräusch sein Monomesser und lässt es sich oberflächlich über die von der Waffensäuberung noch unbehandschuhte Handinnenfläche schnellen, um die Hand darauffolgend zur Faust zu ballen und 2-3 Tropfen seines Blutes in der Darstellung einer urtümlichen Kriergeste vor Anyas Füßen niedergehen zu lassen während er leise, "ich bin ein Erbe des Krieges, verkünde mir seinen Willen", murmelt!
Entschuldigend blickt der Veteran auf, zuckt mit den Schultern und grinst, "Verzeihung Sarge, eine etwas angestaubte Tradition bei uns, aber im Grunde soll es bedeuten das ich ihnen folgen werde! Aber wenn sie Ehrlichkeit und meine Erfahrung wollen lassen sie mich etwas sagen, eine Kommandostruktur besteht auch nur aus Menschen, sie die sie leiten und wir die wir folgen, manchmal sehen wir Dinge die sie nicht sehen! Ich habe ganze Regimenter untergehen sehen weil Offiziere nicht bereit waren ihren Adjudanten zuzuhören, seien sie nicht zu stolz es zu tun, selbst wenn der Ton auf dem Schlachtfeld manchmal unangemessen scheinen mag, niemand wird deswegen an ihrer Authorität zweifeln und die Männer werden sie dafür lieben wenn sie ihren Fähigkeiten vertrauen!"
In einer weitaus schnelleren Bewegung verschwindet das Messer wieder in seiner Schulterscheide woraufhin der Gardist Anya in einer ruhigen Geste die unverletzte, rechte Hand hinstreckt, "sie sind mein Sarge, komme was wolle, sie werden ihren Weg machen und ich werde eine Erweiterung ihrer Augen und Ohren sein, Korporal oder nicht Ma`am!"
« Letzte Änderung: 05.09.2014, 14:09:04 von Erik Brackner »
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