• Drucken

Autor Thema: Episode 2: Explosiver Ausbruch  (Gelesen 17285 mal)

Beschreibung: Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis...

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Oola'rdan'eyan

  • Beiträge: 385
    • Profil anzeigen
Episode 2: Explosiver Ausbruch
« Antwort #585 am: 22.01.2016, 05:45:57 »
Zu Beginn hatte Oola in ihrer Zelle noch versucht, alten, beruhigenden Traditionen ihres Volkes nachzugehen, dem Tanzen, um ihre geistigen Wunden heilen zu lassen. Doch die Schmerzen, der Hunger und die damit einhergehende Schwäche fesselten sie mehr und mehr an die Pritsche. Bald waren alles andere vergessen, nur der nagende Hunger und Durst bestimmten die kürzer werdenden Wachphasen. Ohne Waschgelegenheit fühlte sich die Twi'lek absolut elend. Als dann endlich eine halbwegs brauchbare Mahlzeit kam, musste sie einiges an Willenskraft aufwenden, sie nicht herunterzuschlingen. Dann hätte sie nichts davon gehabt, da ihr Körper nicht mehr daran gewohnt war. So hatte sie allerdings noch nicht alles geschafft, geschweige denn sich umgezogen, als die Soldaten kamen. Zunächst unter Tritten, dann unter entsprechenden Bemerkungen wurde sie dazu gebracht, die neue Kleidung anzulegen.
Den Flug im Transporter bekommt sie kaum mit, die Tatsache aber, keine vertrauten Gesichter entdecken zu können, erleichtert sie bezüglich ihrer Sorgen um die Reststaffel oder die anderen Rebellen von Ord Radama. Als sie vom Shuttle heruntergestoßen wird, stürzt sie trotz aller Mühe, Haltung zu bewahren. Sie war noch zu geschwächt. Sie rappelt sich wieder auf und entgeht so knapp weiteren Schlägen.
Die Rede des Aufpassers quittiert sie gedanklich mit einem: "Blabla, billige Arbeitssklaven sind wir bestenfalls. Und da der Transport heirher das teuerste an uns ist und es so viele 'Subjekte' in eurem tollen Imperium gibt, habt ihr auch genug Nachschub, um euch nicht darum zu kümmern, unsere Arbeitskraft zu erhalten." Sie kannte die Geschichten über Kessel und ihre geringen Überlebens- und vor allem Fluchtchancen, Aber auch wenn ihr Körper noch nicht mitmachte, ihr Geist war noch nicht gebrochen. "Dann werde ich halt eine der ersten sein!" Auch wenn ihr der Gedanke nicht gefiel, die Aufmerksamkeit des Wachpersonals und deren Verbindungen zu den lokalen Herrschern mit ihren berüchtigt-exquisiten Geschmäckern würden wohl ihre besten Chancen darstellen, wegzukommen. Für Minenarbeit war sie nicht kräftig genug. "So ist meine Spezies und Erbe wieder Fluch und Segen zugleich."
Auf dem Weg zu ihrem Arbeits-Loch sah sie sich aufmerksam um, um eine Orientierung zu haben und für später nach Gelegenheiten Ausschau zu halten. Mit den anderen im Loch fragt sie sich kurz, ob die unterirdischen Stätten, aus denen ihre Eltern stammten, wohl ähnliche Gegenden hatten. Sie hatte nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben, indem sie ihren Stammplaneten nie kennengelernt hat.

Beim Vorarbeiter angekommen sieht sie sich kurz um und verschnauft, um sich ihre Schwäche nicht anmerken zu lassen, solange sie ihre Mitgefangenen nicht einschätzen kann. "Danke, selbst wenn unsere Anwesenheit nicht auf Freiwilligkeit beruht.", lächelt sie matt, "Mein Name ist Aayla. Magst du uns bitte erklären, worauf wir zu achten haben, um eine Chance zum Überleben zu haben?"

Luther Engelsnot

  • Administrator
  • Beiträge: 24591
    • Profil anzeigen
Episode 2: Explosiver Ausbruch
« Antwort #586 am: 24.01.2016, 01:54:43 »
Der Ausdruck des Caamasis wird weich und er stützt sich einen Moment an die Wand.
„Nun erfüllt eure Pflicht, nehme eine der Hacken und baut das Glitzerstim im Dunkeln ab. Anders wird es nutzlos. Füllt die Funde in die Kisten und verschließt sie gut, ehe ihr diese hierher bringt. Achtet die Aufseher und haltet euren Kopf gesenkt, wenn die Treiber kommen. So könnt ihr überleben, wenn keine der Energiespinnen euch frisst.“
Klingt er einen Moment bitter, aber völlig gebrochen. Der Aqualish wie der Weequay schnappen sich wortlos eine Hacke und verschwinden in den Gängen. Der dickliche Mann hingegen setzt sich hin und schüttelt den Kopf.
„Ich gehöre hier doch gar nicht hin.“
Die kleinen Vogelwesen hingegen plumpsen schluchzend auf den Boden und fangen an zu weinen. Der Caamasi schüttelt den Kopf.
„Es tut mir leid, aber eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Niemand wird kommen und uns retten.“
Leite:
Coriolis: 1001 Sterne zwischen der Finsternis

Oola'rdan'eyan

  • Beiträge: 385
    • Profil anzeigen
Episode 2: Explosiver Ausbruch
« Antwort #587 am: 26.01.2016, 07:04:32 »
Oola gibt sich nicht zufrieden und löchert den Caamasis weiter: "Danke. Wann und Wo gibt es Schichtwechsel, etwas zu essen, sich zu waschen und zu schlafen? Welche Abbsumenge wird erwartet, wo, wann und wie wir diese erfasst? Wer sind die Treiber? Gibt es außer Hacken und Kisten tragen noch weitere Aufgaen für die Kolonnen? Wie werden die Tunnel gesichert und mit Licht ausgestattet?..." Und so wetier und so weiter, sie versucht alles zu erfassen und Möglichkeiten zu finden, das System auszunutzen und Lücken für sie geeignetere Aufgaben oer Flucht zu finden.

Der Zusammmenbruch ihrer Mitgefangenen berührt die Twi'lek. Sie wendet sich an die Vogelwesen, hockt sich zu ihnen und spricht ihnen Mut zu: "Hey, hey, immer mit der Ruhe! Ihr kennt euch doch unterirdisch aus und eure Spezies ist an das Leben adaptiert. So leicht werden die Imps es nicht haben, uns zu brechen.Mut und Hoffnung sind unsere stärksten Waffen."
Dann wendet sie sich an den Menschen und packt ihn am Kragen. Wenn sie stark genug wäre, hätte sie ihn auf die Füße gezogen: "Hallo?! Kaum einer hat es verdient, hier zu landen! Aber wir sind es nun mal. Und die Aufpasser freuen sich nur, wenn wir ihnen Grund geben, ihren Sadismus auszuleben. Reißen sie sich zusammen!"

Luther Engelsnot

  • Administrator
  • Beiträge: 24591
    • Profil anzeigen
Episode 2: Explosiver Ausbruch
« Antwort #588 am: 27.01.2016, 15:50:20 »
Der Caamasi wird etwas von dem Frageschwall überrascht. Er fingert durch die Luft, bis er eine Wand findet und sich abstürzen kann. Er ächzt und schüttelt den Kopf.
„Denkt bitte nicht einmal an eine Flucht. Ihr werdet Unheil über uns alle bringen und außerdem gibt es kein Entkommen von diesem Felsen. Ohne jemand der weiß wo ihr seid und euch von hier fortbringen kann.“
Er seufzt noch einmal und atmet tief ein und wieder aus.
„Nach einer Schicht von zwölf Stunden werden alle herausgetrieben und in den Gefängniskomplex gebracht. Dort gibt es ein mageres Mahl und eine Pritsche. Wenn Sie zufrieden sind mit der Menge unserer Schachtes sind, vielleicht sogar etwas mehr und die Möglichkeit zur Wäsche. Wenn nicht...nun ihr könnt es euch denken und es tut mir leid, aber ich weiß nicht was eine gute Menge ist, ich fürchte sie entscheiden dies nach Laune. Unsere einzige Aufgabe ist der Abbau des Glitzerstims und die Treiber sind die Schlimmsten. Die gehorsamsten, brutalsten und willigsten der Gefangenen, die für ein Quäntchen Macht, alle Anderen überwachen, verprügeln und als unsere Wärter dienen. Haltet euch von Ihnen fern.“
Der Caamasi klingt mehr als traurig und geschwunden, während er angestrengt überlegt.
„Licht? Dieses Lampe ist das einzige was wir haben und was meint ihr mit gesichert? Alle Eingänge sind vom Imperium gesichert.“

Die Devlikks scheinen auf die Worte von Oola nicht gerade gut zu sprechen zu sein. Einer fährt sie regelrecht an.
„Was weißt du schon! Hast du überhaupt eine Ahnung was uns passiert ist? Weißt du überhaupt was für eine Ungerechtigkeit herrscht? Niemand, niemand gibt einen Deut auf uns. Niemand, aber zumindest mit einem hast du recht. Gebrochen sind wir garantiert nicht. Komm Jibb.“[1]
Die beiden Devlikks schnappen sich eine Hacke und verschwinden im Dunkel der Tunnel.

Der dickliche Mensch hingegen schlägt Oolas Hand zur Seite.
„Du hast mir gar nichts zu sagen, Twi'lek-Flittchen.“[2]
Bleibt er einfach sitzen und denkt nicht daran irgendwie sich zusammenzureißen.
„Ich wette die Hälfte von Xenos ist garantiert zu recht hier drin. Ganz im Gegensatz zu mir. Verdammt das war dieser Arsch Harry, der hat mich doch beim Aufseher angeschwärzt, weil ich angeblich zu gelassen habe, dass Glitzerstim raus geschmuggelt wird, während meiner Schicht im Kommunikationsturm. So ein Blödsinn, als würde ich meinen Job für den Scheiß riskieren. Ich wette der ist doch selbst daran beteiligt und hat das nur auf mich abgewälzt. Na der kann sich auf was gefasst machen, wenn ich hier rauskomme.“[3]
 1. Erfolg, damit sie sich zusammenreißen, aber negativ eingestellt gegen Oola durch :swthreat::swthreat::swthreat:
 2. Misserfolg
 3. Informationen für :swadvantage::swadvantage::swadvantage::swadvantage::swadvantage:
Leite:
Coriolis: 1001 Sterne zwischen der Finsternis

Oola'rdan'eyan

  • Beiträge: 385
    • Profil anzeigen
Episode 2: Explosiver Ausbruch
« Antwort #589 am: 29.01.2016, 19:17:30 »
Oola zeigt keine Reaktion auf die Warnungen vor Fluchtversuchen. "Im Zweifel kann ich mich leider nicht davon abhalten lassen, sonst bleibe ich stets erpressbar. Aber vielleicht lässt es sich ja geschickt genug anstellen, dass es keine Rache an den Zurückgebliebenen gibt. Mmh...Für die Allianz werde ich hier sicher eine Menge Rekrutierungsmaterial finden."
Bei der Beschreibung des Arbeitsablaufes findet sie bereits einige interessante Aspekte: "Was wohl geschieht, wenn nicht alle herauskommen? Die könnten ja einer Spinne zum Opfer gefallen sein. Durch die Willkür wird es nicht leicht, bessere Arbeitsbedingungen auszuhandeln, aber versuchen werde ich es auf jeden Fall. Gehorsam und Willig kann ich mit leben, aber brutal werde ich nicht für den Treiber-Job, aber er bietet Aufstiegsmöglichkeiten in Richtung bessere Verhandlungsposition oder Vorbereitung zur Flucht."
Zu den letzten Worten erklärt sie dann etwas ausführlicher: "Nur eine Lampe pro Person? Da sind Unglücke und Ineffizienz ja einprogrammiert... Mit gesichert meinte ich die Stollen, im Sinne von: Welche Vorsichtsmaßnahmen gibt es gegen Unglücke. Neben den Spinnen könnten Einstürze, Schlagwetter, Wassereinbrüche, Gasaustritt - giftig oder explosiv, Staubexplosionen und die Nebenwirkungen des Glitzerstaubs drohen. Wer bestimmt das Abbaugebiet und das Vorgehen?"

Die Reaktion der Dvelliks stimmt die Twi'lek traurig. Sie hat doch nur helfen wollen. "Und tagelange Folter mit anschließendem Aufenthalt in der Zelle ohne Behandlung und Essen kann ich mir mehr als nur vorstellen. Die Ungewissheit über das Schicksal der Kameraden, das Unwissen, wieviel man über sie verraten hat und die Ungerechtigkeit den Aliens gegenüber auch." Aber sie ruft ihnen nicht hinterher. Im Ärger hatten sie wenigstens den Trotz gefunden und würden sich nicht  durch Nichtstun in Schwierigkeiten bringen.

Die Antwort des Menschen ärgert Oola deutlich. Wie dumm konnte man eigentlich sein? Die Information klang nützlich. "Entweder mache ich einen Deal mit dem Typen für eine Nachricht oder die Aufmerksamkeit höhergestellter Personen oder ich erpresse ihn. Zuerst muss ich aber rankommen." Sie steht wieder auf und fixiert den Menschen: "Und wie willst du an ihn rankommen von hier? Wir sind im Schacht und der Turm ist woanders. Und wenn du hier einfach bleibst und nicht arbeitest, bietest du dich als Prügelsack für die Wachen geradezu an. Deine Haltung deinen Mitgefangenen gegenüber solltest du dir auch überlegen, denn gegen deren Feindseligkeit hast du keine Chance." Sie zuckt mit den Schultern und verzieht das Gesicht, da das wehtat.

Verletzt und kraftlos stolpert sie zu den Picken und Lampen und greift sich eine Ausrüstung.

Luther Engelsnot

  • Administrator
  • Beiträge: 24591
    • Profil anzeigen
Episode 2: Explosiver Ausbruch
« Antwort #590 am: 30.01.2016, 17:34:25 »
Der Caamasi schüttelt den Kopf und zeigt auf die Laterne an der Decke.
„Das ist die einzige Laterne und wie ich sagte es muss sein. Wenn das Glitzerstim nicht im Dunkeln abgebaut wird, wird es durch das Licht zerstört.“
Als die Twi'lek ihre Frage nach der Sicherheit spezifiziert, schleicht sich ein betrübter Ausdruck auf sein felliges Gesicht.
„Unsere Gastgeber kümmert die Sicherheit der Insassen leider nicht. Wenn es Probleme gibt, vermelden wir es den Treibern oder der Wache. Aber leider liegt unsere Gesundheit ihnen nicht am Herzen.“
Erklärt dieser erschöpft und reibt sich die Augenbinde.
„Am Anfang jeder Schicht wird jedem Insassen ein Schacht zugewiesen und dort hat er zu graben und das Glitzerstim zu finden, abzubauen und in die davor vorgesehenen Behälter zu lagern.“
Oola stellt schnell fest, dass der Caamasi nicht gelogt hat, es gibt tatsächlich nur Spitzhacken zum Abbau nicht mehr und nicht weniger. Der dicke Mensch hingegen stellt weiter auf Trotz.
„Was geht dich es denn an, wie ich meine Rache mache? Du willst mich doch auch nur Verraten wie der Rest hier drin und deine eigene Situation aufbessern. Kümmere dich lieber um deinen eigenen Dreck und das dich keiner benutzt.“
Leite:
Coriolis: 1001 Sterne zwischen der Finsternis

Oola'rdan'eyan

  • Beiträge: 385
    • Profil anzeigen
Episode 2: Explosiver Ausbruch
« Antwort #591 am: 01.02.2016, 18:35:05 »
Oola schüttelt innerlich den Kopf. Das war unglaublich. Bis eben hatte sie noch gedacht, die Imperialen wären an ernsthaftem Abbau von Ressourcen interessiert. Aber so war das alles nichts anderes als ein Vernichtungslager. Offensichtlich fanden sie genug Nachschub. Sie musste etwas unternehmen, beschließt sie. Mit der hacke über der Schulter dankt sie dem Caamasi und fragt, wo sie hin soll.

Auf die Worte des Menschen reagiert sie nur mit einer unflätigen Bewegung der Lekku, was er vermutlich sowieso nicht verstehen kann. "Du denkst auch nur, dass alle so sind wie du selbst. Und benutzt werde ich so oder so. Ich pass schon auf, dass ich auch was davon habe." Eine offensichtliche Reaktion bleibt sie ihm schuldig.

"Also, die Pläne für den ersten Tag: Irgendwie etwas Produktives reißen - habe nur keine Ahnung wie, da ich nicht weiß, wie ich blind und nur mit Tastsinn abbauen soll. Dabei muss ich mit der Umgebung und den Abläufen vertraut machen. Und zuletzt, wer arbeitet hier, könnten da geeignete Kameraden bei sein?", plant die Twilek im Stillen.

Luther Engelsnot

  • Administrator
  • Beiträge: 24591
    • Profil anzeigen
Episode 2: Explosiver Ausbruch
« Antwort #592 am: 04.02.2016, 21:03:45 »
Der Caamasi weist trotz seiner Blindheit Oola den Weg zu einem der Tunnel und nach wenigen Schritten in der Dunkelheit hört sie das Hämmern von Hacken. Doch sie kann kaum etwas sehen vor Finsternis und es dauert nicht lange, bis sie nur noch herum stolpern und sich langsam voran tasten kann. Unweigerlich stößt sie mit einem der anderen Gefangen zusammen. Im Dunkeln kann sie ihn nicht erkennen, aber er reagiert kaum darauf und Oola spürt deutlich, dass die Person kaum noch Haut und Knochen ist. Stumm hämmert diese weiter auf das Gestein und im kurzen Funkenregen kann die Twi'lek nur einen völlig stumpfen Blick sehen. Sie wird kaum unter den länger hier seienden Gefangen noch irgendeine Spur von Kampfgeist finden. Wenig später sieht sie jedoch wie nach dem Wegbrechen eines großen Gesteinstücks, etwas im Dunkeln gelb glitzert. Das muss das Glitzerstimm sein. Der Mann bricht es einfach raus und wirft es hinter sich, wo es auf etwas metallenes trifft. Anscheinend eine der Lagerkisten. Oola bleibt nichts anderes übrig, als sich in den gesamten Prozess einzufinden und so verbringt sie die nächsten Stunden damit Steine zu klopfen in der Hoffnung irgendwelche Anzeichen von Glitzerstim zu finden. Sie kann weder vernünftig zielen noch hat sie wirklich viel Kraft und so bleiben nach mehreren Stunden nur die Erkenntnis, dass sie so nicht weiter machen und nur mit Glück überhaupt etwas abbauen kann. Doch das plötzliche Auftauchen mehrere Stimmen treiben sie wieder an. Möglicherweise die Treiber, denn die Stimmen klingen eindeutig nicht nach Sturmtruppen oder imperialen Soldaten.
“Arbeitet ihr Memmen oder ihr könnt erneut hungrig ins Bett gehen. Wenn bis zum Ende der Schicht nicht jeder Tunnel mindestens eine Kiste voll bekommen hat, gibt es für Niemanden etwas zu essen. Also strengt euch verdammt noch einmal an. Vor allem ihr Neuen, wir wollen doch nicht, dass der Rest wegen eurer Unfähigkeit leidet.“
Im Dunkeln kann sie jedoch kaum etwas ausmachen und die Stimmen bewegen sich anscheinend weit zielsicherer durch die Dunkelheit, als sie selbst. Sie vernimmt das dumpfe auftreffen mehrere harter Schläge gefolgt von Schmerzensschreien. Sie hämmert noch weiter, um am Ende der Schicht völlig fertig zu sein. Ein lautes Horn kündet das Ende der Schicht an und einer der Arbeiter verschließt mit einem Schnappen die Kiste, während sie anfangen nach draußen zu marschieren. Oola überlegt einen Moment, ob sie mitgeht, und wird dann mitgezogen. Als sie in das Licht der Laterne kommt, sieht sie, dass in den Stollen wohl ungefähr zwei Dutzend Leute arbeiten und alle außer die Neuankömmlinge, von denen manche inzwischen blaue Flecken habe, wirken nur noch wie ausgezehrte Hüllen. Der Körper abgemagert, die Augen stumpf und der Wille gebrochen. Dort erwarten sie bereits imperiale Soldaten, welche die Kisten abtransportieren und sie an die Oberfläche bringen. Sie werden wieder über den Platz getrieben und die Twi'lek kann erneut das große Hauptgebäude und die Kommunikationstürme sehen. Sie bemerkt jedoch noch mehr. Der großspurige fette Mensch, mit dem sie in die Mine geschickt wurde, flüstert irgendetwas mit einer der Wachen.[1] Sie versucht die Ohren zu spitzen, doch kann angesichts der vielen Ablenkung nichts hören.[2] Noch schlimmer erweckt sie die Aufmerksamkeit der Wachen, welche sie anblaffen.
"Augen gerade aus und beweg dich."[3] Sie erreichen das Hauptgebäude, welches wohl die Zellen beinhaltet. Im Inneren reihen sich winzige Kabinen an winzige Kabinen und das gesamte Elend wird offensichtlich. Zumindest in diesem Block werden auf engstem Raum wahrscheinlich Hunderte oder Tausende von Gefangen gehalten. Ohne viele Worte wird Oola in eine enge Zelle gesperrt, in der sie kaum bequem stehen geschweige denn sich hinlegen kann. Ein kleiner Eimer direkt unter ihr ist wohl zum Verrichten von größeren wie kleineren Geschäften und es gibt keine Spur von einer Möglichkeit sich zu waschen. Der Geruch von Abfällen, verdorbenen Essen und anderen Ausscheidungen steigt ihr stark in die Nase. Als einer der Wärter mit einem Rollwagen voll Essen vorbeikommt, knurrt ihr Magen nur noch mehr. Aber dieser schaut auf einer Liste nach und vermerkt nur.
„Soll nicht erfüllt.“
Er wirft eine einzelne Wasserflasche hinein und geht weiter. Es sieht aus, als würde Oola wohl wieder einmal hungern müssen.[4] Sie kommt damit klar, auch wenn sie merkt, dass es an ihrer Substanz zehrt. Ihr Hände zittern und ihr Körper protestiert. Dennoch bleibt die Twi'lek eisern.[5]
 1. Wenn du versuchen willst zu lauschen, wäre das Perception gegen :swd::swd::swd: + :sws: durch die Ablenkung
 2. Fehlschlag
 3. 2 Threats
 4. Resilience gegen :swd::swd: + :sws: um zu sehen wie gut Oola damit zurecht kommt
 5. Erfolg, aber körperliche Aktivitäten sind schwerer durch drei Threats
« Letzte Änderung: 05.02.2016, 17:53:23 von Luther Engelsnot »
Leite:
Coriolis: 1001 Sterne zwischen der Finsternis

Oola'rdan'eyan

  • Beiträge: 385
    • Profil anzeigen
Episode 2: Explosiver Ausbruch
« Antwort #593 am: 07.02.2016, 08:44:27 »
Oola entschuldigt sich beim Zusammenstoß mit den anderen Gefangenen und ist erschreckt, als sie deren Zustand sieht. Viel Zeit, Gesinnungsgenossen zu finden, findet sie nicht, aber wenigstens kann sie immer wieder die Position verändern und sich ein wenig mit der Umgebung vertraut machen. Viel Produktives kommt nicht herum und die Treiber provozieren ihren Hass. Wie konnte man sich nur freiwillig in so eine Stellung begeben und die dann gegen statt für seine Mitgefangenen benutzen. Wenn es nicht möglich war, sie in dieser Form einzusetzen, würde sie eher sterben als diese Tätigkeit aufnehmen. Abgesehen davon konnten sich die Treiber anscheinend freier bewegen, was einem Fluchtversuch zugute käme.

Wieder herausgetrieben stellt sie mit Sorge fest, das nur die Neuankömmlinge wirken, als wären sie noch fähig und bereit, etwas zu riskieren. Der frisch mitgefangene Mensch startet wohl einen Versuch, seine eigenen Pläne umzusetzen, statt etwas mitzubekommen, kassiert sie nur Geschrei. An der Oberfläche sieht sie sich um, um Oriertierung zu bekommen, wo was zu finden ist.

In der Zelle angekommen, stellt sie fest, dass diese Form der Unterbringung sie daran hindern wird, sich zu bewegen und Kontakte zu knüpfen. Viel mit Pläne schmieden und umsetzen würde nicht sein. Wenig überraschend wird ihr das Essen vorenthalten. Das kommentiert sie nur mit leiser Stimme: "Ohne Mahlzeit wird sich das mit der Produktivität nicht ändern, ohne Treibstoff keine Sollerfüllung." Sie starrt die Flasche an und beschließt, sie aufzusparen für die nächste Schicht.
Sie rechnete sich durch, wie es wohl mit ihr weiter gehen würde. Ihre aktuelle Verfassung war schlecht, sie würde selbst bei bester Verfassung das Soll nicht erfüllen, also würde sie sich weiter verschlechtern. Ohne Nahrung könnte sie sicherlich mehrere Wochen überleben, aber gepaart mit der harten Arbeit und der katastrophalen Hygiene gibt sie sich nicht mehr als eine Woche, Erschöpfung und Krankheit würden sie bis dahin umgebracht haben. Sie muss sich also beeilen, bevor sie handlungsunfähig wird. In der Zelle kann sie nicht viel machen, aber das bisschen was ging, will sie versuchen. Trotz der protestierenden Muskeln steht sie auf und beginnt einige einfache Tanzschritte in dem engen Raum, begleitet von einigen Liedern auf Rhyl, die sie noch in Erinnerung von ihren Eltern hat.

Luther Engelsnot

  • Administrator
  • Beiträge: 24591
    • Profil anzeigen
Episode 2: Explosiver Ausbruch
« Antwort #594 am: 07.02.2016, 14:33:58 »
Oola stehen schwere Tage bevor und ihre Einschätzung, dass sie nicht lange durchhalten wird, entspricht wohl der Wahrheit. Dennoch versucht sich das beste aus ihrer Situation zu machen und so viel möglich innerhalb kürzester Zeit zu erreichen, um einen Ausbruchsversuch zu wagen oder wenigstens Nachricht nach draußen zu bringen. Schnell merkt sie, dass selbst die Neuankömmlinge öfters durch gewechselt werden und am zweiten Tag findet sie sich mit anderen Mitgefangenen wieder. Darunter macht sie jedoch auch eine traurig und freudige Entdeckung. Zwei der Gefangenen erkennt sie wieder. Sammy, der Squib von Ord Radama, und die Barkeeperin vom Scharlachroten Schwert. Zwei Leute, die sie wahrscheinlich wirklich als Verbündete gewinnen könnte. Mit neuer Energie verfolgt sie weiter ihre Ziele in den nächsten Tagen, während sie sich immer mehr an die Umstände anpasst. Dennoch kosten Hunger und Durst viel ihrer Kraft. Ehe sie jedoch irgendeine Art von Plan ausführen kann, sieht sie etwas mit dem sie nicht gerechnet hat. Eine Staffel X-Wings direkt über dem Gefängnis. Von da an geht alles ganz schnell und mehrere Stellen im Gefängnis explodiert. Die Verteidigungsanlagen und Türme werden innerhalb kürzester Zeit von den Protonentorpedos zerfetzt und im allgemeinen Chaos ergreifen einige Gefangene die Flucht. Während die X-Wings Feuerschutz geben, landet ein kleiner Transporter und nimmt Gefangene auf. Oola sieht zusammen mit etlichen anderen ihre Chance gekommen und sprintet los. Die Rettung scheint wie aus einem Traum, aber es würde wohl ihre einzige Chance bleiben. Die Twi'lek stürmt hinein und wenig später hebt die Transporter ab und der Blitzangriff ist so schnell vorüber wie er gekommen war. Doch ist sie wirklich in Sicherheit? Wenig später erfährt sie die Antwort, denn anscheinend ist durch andere Quellen der Aufenthaltsort von Wedge Antilles durchgedrungen und Rogue Squadron ist zu seiner Rettung gekommen. Dieser Einsatz wurde jedoch auf Drängen von Wedge genutzt, um noch mehr Gefangene zu befreien. Ganz ungewollt hat dies auch Oola eine Chance ermöglicht und sie befindet sich wie viele ehemalige Rebellen wirklich auf den Weg zurück in den Schoß der Allianz.

Ende
Leite:
Coriolis: 1001 Sterne zwischen der Finsternis

  • Drucken