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Autor Thema: Prolog: Den Puls der Makropole spüren  (Gelesen 28583 mal)

Beschreibung: Neue Eindrücke, alte Erinnerungen

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Prolog: Den Puls der Makropole spüren
« Antwort #15 am: 17.09.2014, 01:00:01 »
Der Techadept nickt, als die Frau ihn nach Rhodin IV fragt: "Ja, ein stählener Planet... Umgeformt und hergerichtet vom Adeptus Mechanicus." Täuscht Skie Liddle sich, oder lag eine Spur Schwermut in der dunklen Stimme von Legorion?

"Weisheit ist der Beginn der Angst."
Der wenig augmentierte Techadept hatte der Unterhaltung nach seiner Vorstellung zunächst wortlos gelauscht, weil er auf diese Weise möglichst viel lernen wollte.
Seine großen, an Baggerschaufeln erinnernden Hände hat der Techadept unter seiner Robe verborgen, wo sie das kühle Metall der Panzerung an der Stelle berühren, wo hinter einem Zentimeter Schutzschicht ungefähr ruhen müsste. Er wiederholte jene letzten Worte des Inquisitors, ohne deren genaue Bedeutung zu kennen.
Er war ein Sammler von Wissen. Ein Sammler, der auf seiner Suche nach Wissen auf gewisse Weise gescheitert war, denn er konnte sich einfach nicht mehr erinnern.
In Legorion lebte momentan spürbar tatsächlich eine Angst. Die Angst, seine Weisheit zu verlieren.
Natürlich gab es noch unzählige andere Dinge, über die sich der Techpriester den Kopf zerbrach, aber in diesem Moment war es einfach gut die Musik der jungen Frau zu hören.
Und auch wenn in der Melodie sich die sicherlich gefährliche und steinige Zukunft abzeichnete, spendeten die Klänge und die Stimme der Musikerin doch irgendwie Trost. Er genoss den zustand, dass die kybernetik noch nicht seinen kompletten Verstand beherrschte. Er empfand noch Neugierde, Faszination, Freude wie Leid und bisweilen auch Spaß.
Mit einer ebenfalls sehr menschlichen Stimme, in ihrem Klang ruhig und nachdenklich, bittet er die Frau noch ein Lied zu spielen. Er würde ihr später gerne mehr von Rhodin IV erzählen, wenn dann noch Zeit war.
Er nickt jeder Person noch einmal zu, um dann seine Frage zu stellen:
"War einer der Anwesenden bereits auf dem Planeten Desoleum, in der Makropole Suzzum?
Ich würde gerne astronomische Daten über Begebenheiten über unser Zielgebiet und den Cyclopia-Subsektor erheben und auf präzise Messdaten zurückgreifen, um diese auszuwerten und Statistiken erstellen zu können.
Auch Nebenberechnungen und anderes Datenmaterial mag von Wichtigkeit sein."

Yalra Al-Rashid

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Prolog: Den Puls der Makropole spüren
« Antwort #16 am: 17.09.2014, 09:23:35 »
Inzwischen ist offensichtlich auch der Rest eingeweiht worden. Gut, eine Formalität weniger. Sie verzichtet lieber auf höfliche Floskeln. Aus der Gruppe hat sie bisher noch keine Anzeichen für einen Querschläger entdeckt. Früher oder später wäre das Demjenigen auch nicht gut bekommen. Yalra klappt ihr Buch zu und lässt es zurück in die Tasche wandern. Die katzenhaften Augen richten sich starr auf Skie, welche gerade ungefragt ein Lied zum Besten gibt. So ganz klar ist ihr die Funktion einiger Anwesender noch nicht. Aber sie werden ihren Wert wohl bereits bewiesen haben.  Wie fast schon erwartet drückt sich der Techpriester äußerst unbequem aus.

"Nein. Daten, die nicht bereits vorliegen, entnehmen wir vor Ort." Antwortet sie knapp und beschließt die Gruppe direkt zu fragen.

"Wie lauten eure Einsatzfelder? " Kam es von ihr kühl. Stärken und Schwächen, diese Angaben interessieren sie gerade mehr als irgendwelche Statistiken. Sie muss wissen, mit wem sie es zu tun hat. Wie ihre Mitarbeiter agieren, um Unstimmigkeiten und Planungsfehler im Keim zu ersticken.
No servant of the Emperor dies unavenged. No enemy of the Emperor escapes unpunished! -Promise of the Pax Imperialis

Ratcatcher Skie

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« Antwort #17 am: 17.09.2014, 17:44:08 »
Langsam lässt Skie ihr Lied ausklingen. Sie stört sich offensichtlich nicht daran, dass nicht alle daran Gefallen finden. Yalra wirft sie nur kurzen, nichtssagenden Blick zu, amüsiert und gleichzeitig traurig darüber, wie eine Person das Leben so verbissen ernst nehmen kann. Die Straßenmusikerin nimmt ihre heilige Pflicht selbst sehr ernst, auch wenn sie nicht so wirken mag, aber es entschließt sich ihr nicht, wie man sich selbst die einfachsten Freuden des Lebens versagen kann. Am ehesten erwartet sie solches Verhalten von den Dienern des Maschinenkults, die ihr Herz und ihr Gehirn durch Zahnräder oder so etwas in der Art ersetzen, aber selbst der anwesende Techpriester scheint mehr Gefühlsregungen preiszugeben, als die Frau mit den Katzenaugen.
"Jeder König braucht einen Hofnarren," erwidert Skie auf deren Frage hin. "Oder ein paar Augen und Ohren im Volk." Eine präzise Auskunft wie in einem Dossier würde die einstige Arbitratorin von der Vagabundin vergeblich erwarten.
Schließlich richten sich die unterschiedlichfarbigen Augen der Harfenspielerin wieder auf Legorion. "Die Welt Desoleum ist mir nicht neu," spricht sie für sich - was Oivikki über ihre Vergangenheit preisgeben will, ist deren Sache, Skie würde nichts über ihre Freundin ausplaudern, was diese nicht will. "Die Stadt Suzzum schon. Ob sie so viel anders ist als Prime? Liegen ja beide auf derselben kleinen Steinkugel," sinniert die junge Musikerin.
"Greif' ich ein Akkord, gehn sie mit mir fort..."
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Prolog: Den Puls der Makropole spüren
« Antwort #18 am: 17.09.2014, 18:24:53 »
Oivikki streckt sich ein wenig und zieht dann plötzlich mit einer raschen Handbewegung ihre Automatikpistole unter ihrer Jacke hervor. Mit dem anderen Arm drängt sie Skie ein wenig zurück. Die Ex-Gangerin grinst in die Runde und greift langsam und bedächtig erneut unter ihre Jacke um die ihr ausgehändigte Inquisitionsrosette daraus hervorzuziehen und auf den Tisch zu werfen.
"Zeit Vertrauen zu schaffen! Auf Desoleum werden wir es benötigen.", lässt sie gleichzeitig Durchsickern, dass ihr der Ort, an den sie sich für ihren Auftrag begeben werden, nicht gänzlich unbekannt ist. "Na los, meine Damen und Herren. Das hier ist doch eine geschlossene Gesellschaft! Zeigen sie mir ihre Einladung!"
Die ehemalige Gangerin behält ihre Autopistole locker in der Hand, richtet sie auf niemand bestimmten und doch auf eine jede Person im Raum, mit der Ausnahme von Skie. Oivikki lacht und in ihren grauen Augen blitzt es amüsiert.
"Wie ihr sehen könnt, habe ich meine Karten bereits offengelegt." Mit einem leichten Kopfnicken deutet sie zu ihrer Inquisitionsrosette, die noch immer langsam über den Tisch kullert und schließlich mit einem blechernden Geräusch auf die Seite fällt und zum Stehen kommt. Sie lehnt sich ein wenig vor und blickt erneut in die Runde, um im verschwörerischen Tonfall zu sagen: "Ein jeder Diener an der großen Sache würde mir nun sicher seine Unterstützung anbieten!"
Im Anschluss lehnt sie sich wieder zurück und deutet mit ihrer Waffe auf den Tisch.

Alpherius Vin

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Prolog: Den Puls der Makropole spüren
« Antwort #19 am: 17.09.2014, 18:25:35 »
Der alte Adept lauscht der Musik andächtig, während seine Augen sich allmählich schließen.

"Ein schönes Lied, fürwahr, fürwahr" murmelt er mit leiser werdender Stimme. "Beruhigend....
Verzeiht, verzeiht, aber ich hab schon lange nicht mehr gut geschlafen, nicht mehr seid...seid..."

Vins Stimme bricht ab, seine Augen schließen sich. Wenige Augenblicke später ist er eingeschlafen.

Vladislav van Strathen

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Prolog: Den Puls der Makropole spüren
« Antwort #20 am: 17.09.2014, 19:36:21 »
Langsam erschließt sich Vlad vollends seine Rolle in dieser Aufführung, das junge Mädchen und den Gelehrten konnte man schwerlich als ernstzunehmende Verhandlungspartner gegenüber offiziellen Organen betrachten, die Gangerin und die Arbitratorin hingegen waren zwei Seiten ein und derselben gewalttätigen Medaille, ebenfalls ungeeignet, und der Mechanicusvertreter war nach allen bisherigen Erzählungen eher verwirrend emotional, aber wohl schlicht durch sein Erscheinungsbild nicht für diese Aufgabe geeignet!

Als die Waffe gezückt wird zuckt er nur kurz zusammen, dennoch würde er sich wohl nie vollends an derart polterndes Säbelrasseln gewöhnen!
Auf einen der beiden Knöpfe der Uhr drückend schnellt deren Schutzabdeckung samt dem in ihr liegenden Uhrwerk auf und gibt den Blick auf eine, wie ein rohes Ei in der zierlichen Hand des distinguierten Adeligen liegende, schlichte, Rosette frei!
"Ich erscheine niemals ohne Einladung zu einer Festivität,...das wäre schließlich unhöflich", schmunzelt er, "mein Aufgabengebiet umfasst Aufgaben eines, ...nennen wir es ...Diplomaten und Ratgebers, genaugenommen war ich als Sonderermittler in Verhör und Verhandlungsfragen des Adeptus Arbites tätig, auch wenn meine  von den Arbites selbst ausgebildeten Entsprechungen etwas kruder und weniger feinfühlig daherkommen!"
Die Uhr wieder zuklappend, und wegsteckend schaut er mit unschuldigster Miene in die Runde, "was soll ich sagen, ...Menschen vertrauen mir leicht ihre Geheimnisse an!"
« Letzte Änderung: 17.09.2014, 19:37:36 von Vladislav van Strathen »
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Prolog: Den Puls der Makropole spüren
« Antwort #21 am: 17.09.2014, 21:18:51 »
"Die Liste der geladenen Gäste wird größer! Wie schön, bald kann die Feier beginnen!"
Oivikki verzieht die Lippen zu einem bösen Lächeln und nickt Vladislav anerkennend zu und fordert dann die anderen erneut mit einer knappen Handbewegung auf sich zu erkennen zu geben. Sollte sich ein Spitzel unter ihnen befinden, so würde er es vermutlich bald bereuen. Die Zahl der vertrauenswürdigen Agenten ist für Oivikki mit Vladislav auf drei gestiegen.
"Ich bin sicher, deine diplomatischen "Fähigkeiten" werden uns bei unserem Unternehmen nützlich sein."
Insgeheim hält die Ex-Gangerin dem ersten Eindruck nach nicht besonders viel von Vladislav, aber sie versteht sehr gut, warum ihr Meister den Adeligen aktiviert hat. Sie würden eine Person brauchen, die sich unauffällig in gehobenen Kreisen bewegen kann.
"Aufgetakeltes Männchen..."
"Tu mir doch den Gefallen und wecke den alten Mann wieder auf, ja? Wäre doch zu schaden, wenn jemand seine Einladung einfach verschlafen würde."

Ratcatcher Skie

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Prolog: Den Puls der Makropole spüren
« Antwort #22 am: 17.09.2014, 22:44:55 »
"Das wollen wir doch mal sehen!," nimmt Skie Vladislavs blumige Umschreibung als kleine Herausforderung. Aus ihr würde er kein Geheimnis herausbekommen, da mag er charmant sein wie er will, ihr Komplimente machen oder gar kostbare Dinge schenken. Nur weil er für sie eine halbe fleischgewordene Sagengestalt ist, würde er Skie Liddle nicht zur Närrin halten!
Der Auftritt von Oivikki überrascht die junge Musikerin nicht - sie kennt die Art der Ex-Gangerin, und ihren Humor. Und sie spielt mit, indem sie ihre Rosette aus der Rocktasche fischt und wie eine Münze hochschnippt. Das kleine filigrane Stück dreht sich funkelnd in der Luft, um anschließend in der wartenden Handfläche des Mädchens zu landen und zurück in die Tasche zu wandern. Vertrauen zu schaffen, ist auch der Vagabundin in dieser Situation wichtig, und sie gesteht sich ein, dass der direkte Weg auch mal der richtige sein kann.
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Vladislav van Strathen

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Prolog: Den Puls der Makropole spüren
« Antwort #23 am: 18.09.2014, 17:56:08 »
Mit einem kaum merklichen, fügsamen Nicken zupft Vlad am Ärmel der Robe des Gelehrten, "Meister Vin, es wäre von wirklich erfreulicher Natur würdet ihr dem Gespräch weiterhin eure Aufmerksamkeit schenken", wispert er bevor er sich die Abstrusität dieser Situation schmunzelnd in die Innentasche seines abgelegten Mantels greift um ein graviertes, silbernes Zigarettenetui hervorzuziehen!
Aus diesem macht er Anstalten sich mit einem Feuerzeug das augenscheinlich vom selben Kunsthandwerker stammt einen der darin befindlichen, teuer aussehenden, langen Zigarillos anzuzünden, bevor er aufschreckt, in die Runde blickt und entschuldigend dieser das Etui entgegenhält, "wo sind nur meine Manieren hin? Wenn jemand tharavianischen Tabak zu schätzen weiss, bitte bedienen sie sich!"
« Letzte Änderung: 18.09.2014, 18:24:42 von Vladislav van Strathen »
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Alpherius Vin

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« Antwort #24 am: 18.09.2014, 18:19:17 »
Alpherius Vin schreckt auf.

"Oh, verzeiht, verzeiht!" Dann greift er in seine Robe, um aus einer der Innentaschen die Rosette hervorzuholen.
Er hält sie gut sichtbar hoch, so dass sich ein Lichtstrahl der Deckenlampe darauf reflektiert.

"Ich freue mich, eure Bekanntschaft zu machen" spricht er, in die Runde blickend. "An welcher Stelle waren wir noch gleich stehen geblieben?"

Als er die dargebotenen Zigarillos erblickt, kichert der alte Adept ein wenig. "Ihr solltet lieber nicht rauchen, das könnte irgendwann euer Tod sein!"

Yalra Al-Rashid

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« Antwort #25 am: 19.09.2014, 21:28:42 »
Yalra reagiert blitzschnell und lässt die Hand unter ihrer Kleidung verschwinden. Mit zusammengekniffenen Augen hält sie erst inne, als sie Oivikkis unverschämtes Grinsen sieht.

"Du lebst gerne gefährlich. " Stellt sie trocken fest und zieht statt einer Waffe ihre empfangene Rosette hervor, um sie dem Rest zu zeigen. Aus der Hand nimmt sie die Erkennungsmarke jedoch nicht.

"Adeptues Arbites. Meine Spezialität umfasst Verhöre und die Ausschaltung verdächtiger Subjekte mit angemessenen Mitteln. " Mit einem lautlosen Schnauben sieht sie die Gangerin dabei an. Bei Strathens Angebot schüttelt sie nur den Kopf.

"Ich rauche nie." Erklärt sie schroff und wirft einen kurzen, aber finsteren Blick zu Vin. Dieser alte Mann ist ihr bislang ein Dorn im Auge. Wozu ist er gut? Wer so lange lebt, hat wahrscheinlich ein bequemes Leben geführt. Irgendetwas wird sich der Inquisitor wohl dabei schon gedacht haben...
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Ratcatcher Skie

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« Antwort #26 am: 19.09.2014, 21:52:17 »
"Nein, danke," schlägt Skie das höfliche Angebot Vladislavs aus, immer noch mit ihrer Herausforderung im Hinterkopf. "Ich hab's versucht, aber das bekommt meiner Stimme nicht gut." Diese Ausrede ist nicht einmal gelogen, auch wenn die Straßenmusikerin natürlich noch nie edlen Tabak probiert hat, sondern bloß billige Lho-Stäbchen.
Sie muss wieder schmunzeln, als Alpherius aus seinem nur allzu kurzen Schlummer geweckt wird und sich der Peinlichkeit seines Aussetzers bewußt wird. "Wir waren bei der geschlossenen Gesellschaft," hilft die Harfenspielerin dem alten Mann feixend auf die Sprünge.
Als Yalra wieder spricht, läuft der Tochter der Leere ein kleiner Schauer über den Rücken. Die Art dieser Frau, die sich nun als Arbitratorin vorstellt, ist ihr irgendwie unheimlich. "Manche leben gefährlich, andere mit Stil, und wiederum andere... leben vielleicht gar nicht wirklich," greift Skie Yalras Worte auf, spricht aber an niemanden Bestimmtes an, eher klingt sie, als würde sie dabei mit sich selbst reden.
"Greif' ich ein Akkord, gehn sie mit mir fort..."
- In Extremo, Rattenfänger

Prolog: Den Puls der Makropole spüren
« Antwort #27 am: 19.09.2014, 22:21:24 »
"Inquisitor Amadeus Hemlock, Schöpfer der Operation 'Protokoll Deus Vult', wird Erkundigungen über jeden der Anwesenden eingeholt haben und logischen Schlüssen gefolgt sein. Einberufung der Akolythenzelle war der erste Teil eines großen Planes. Fühlen sie sich geehrt oder einfach nur verpflichtet, doch bedeutet den hier Anwesenden mit Argwohn zu begegnen auch an den Beweggründen des Inquisitors zu zweifeln.
Meine Rosette trug ich die letzten 15 Minuten sichtbar in den Händen.
Ich werde sie ein letztes Mal enthüllen, ehe sie für lange Zeit niemand zu Gesicht bekommen wird.
Schmeicheleien und Drohgebärden sollen euch in der Zukunft nicht dazu verleiten eure Identität preis zu geben.", spricht der große, leicht gebäugt stehende Techadept.
Seine eigenen Analysen, bezüglich der hier versammelten Personen, sagen ihm, dass er es mit einer sehr vielfältigen Gruppe zu tun hat. Dies empfindet Legorion keinesfalls als schlecht, denn es öffnete ihnen eine vielzahl an Möglichkeiten.
Ohne sich von der Stelle zu bewegen, zieht er erneut die kurz zuvor verstaute Inquisitionsrosette hervor und legt sie wieder in seine Hände. Sein optischer Mechandrit beginnt als dann das Statussymbol etwas genauer unter die Lupe (im wahrsten Sinne des Wortes) zu nehmen, während er über sich zu sprechen beginnt:
"Meine Dienste für den Adeptus Mechanikus begannen im angemessenen Alter von sieben Jahren.
Meine Ernennung erfolgte vor nicht einmal Jahr, deshalb bitte ich um Nachsicht; Erwarten sie bitte keine Wunder. Gehen sie davon aus, dass mir die meisten Maschinen des Imperiums vertraut sind und ich um ihr Innenleben weiß. Ich kenne die Riten, wie man den Maschinengeist besänftigt und gewogen stimmt, erledige Reperaturen und Wartungen, führe Messungen und Auswertungen durch, fasse Wissen zusammen und errechne Erfolgschancen anhand gewonnener Erkenntnisse. Darüber hinaus greife ich auf eine großes Breitband an Wissen zurück und werde auch in Zukunft sämtliche Informationsgewinnung meinem geistigen Inventar hinzufügen und dieses mit ihnen teilen, wenn mir das möglich ist. Austausch von Wissen ist sogar explizit gewünscht.
Ich bin kein geübter Kämpfer und ein miserabler Schütze."
« Letzte Änderung: 11.03.2016, 06:55:02 von 'Legorion Drago' Omega-Arcana-M7 »

Luther Engelsnot

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Prolog: Den Puls der Makropole spüren
« Antwort #28 am: 20.09.2014, 12:14:33 »
Durch die Gespräche vergeht die Zeit bis zur Ankunft wie im Flug und so kommt es, wie es kommen muss. Die Akolythen, die sich zum Teil gerade erst kennen gelernt haben, werden überrascht, als eine Erschütterung durch das Shuttle geht und das stetige Summen des Antriebs durch andere Geräusche ersetzt werden. Durch das Scheppern von Metall, das Quietschen von Rädern und das Klackern von schweren Maschinen. Die Zugangsluke öffnet sich und ihre Pilotin, eine Frau in einem orangenen Overall, strahlenden grünen Augen, kurzen roten Haaren und einen leicht dreckigen, schmalen Gesicht erwartet sie bereits.
„Wir sind angekommen, meine Damen, Herren und Maschinenteile.“
Die Akolythen verlassen das Schiff und spüren sofort den Wind über ihre Gesichter streifen und finden sich ganz oben auf einem riesigen Raumhafen wieder, Raumhafen Gyre. Ihre Landefläche wird nur schlecht beleuchtet durch einige wenige Straßenlaternen und weist etliche Spuren von vernachlässigen auf und nur wenigen Kisten. In ihrer Umgebung sind verschiedene andere Landeflächen. Manche so heruntergekommen wie ihre, andere mit Lagerhäusern ausgestattet oder mit hoch aufragenden, kunstvollen Statuen von Heiligen, Löwen, Drachen und anderen mächtigen Tieren wie Fabelwesen verschönert. Eine Treppe führt nach unten in den Raumhafen und die Pilotin lädt gerade ihr Gepäck und die restliche Ladung aus. Doch der Ausblick von der Landefläche aus auf die Umgebung ist erschütternd und erhaben zu gleich. Sie können im Halbdunkel der untergehenden Sonne das riesige Ödland, welches an manchen Stellen glitzert, sehen, dass von hoch aufragenden Monolithen durchzogen wird, von Autobahnen und Schienen die in drei Richtungen verlaufen und der riesige Klotz einer Makropole, Makropole Desoleum. Doch sie müssen einem anderen Weg folgen, dem Weg nach Suzzum. Zumindest Oivikki und Skie waren schon einmal hier und wussten, dass sie entweder eine der Magnetbahnen nehmen müssen oder ein Fahrzeug besorgen. Sie könnten sich natürlich auch durch die Tunnel unter dem Raumhafen einen Weg nach draußen suchen und dabei die Wachposten der Sicherheitskräfte umgehen, aber Niemand weiß was dort auf einen wartet.
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Coriolis: 1001 Sterne zwischen der Finsternis

Alpherius Vin

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Prolog: Den Puls der Makropole spüren
« Antwort #29 am: 21.09.2014, 14:56:12 »
Auf seinen Gehstock gestützt, verlässt Alpherius Vin gemächlichen Schrittes das Shuttle, um dann seinen
Blick über die weite Ebene schweifen zu lassen.

"Ein erhabener Anblick, nicht wahr?" spricht er andächtig. "Fast schon majestätisch. Schade nur das wir geschäftlich hier sind." Dann dreht er sich zu seinen Gefährten um. "Nun, wie gehen wir vor? Kennt jemand den Weg zum Treffpunkt?"

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