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Autor Thema: Teil I: Die Frostblume  (Gelesen 24322 mal)

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Nam-Ray

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Teil I: Die Frostblume
« Antwort #15 am: 28.02.2015, 22:36:29 »
Das schien eine interessante Nacht zu werden. Nam-Ray versuchte sich zu konzentrieren und Wache zu halten, immerhin blieb er deswegen seinem Nachtlager fern, doch seine Neugier war größer als sein Pflichtgefühl Ritter Goldklee gegenüber. Schnell schaute er wieder zu Bryndis und fixierte sie.

Verzeiht mir bitte erneut, doch auch wenn ich euch nicht so leicht hinzustrecken vermag, so bin ich doch kein Elf. HALB-Elf, das ist es, was ich stolz verkünden kann zu sein. Doch in meinem Herzen ist es der Druide, der ich wirklich BIN. Fern dieser Ausführungen bin ich jedoch einfach erfreut euch kennenzulernen. Wann hat man schon einmal die Ehre, eine solch starke und zu gleich anmutige Frau kennen zu lernen?
Bei den letzten Worten lächelte Nam-Ray schelmisch. Seine Gedanken waren nun zwar völlig im hier und jetzt, jedoch nicht bei der Dunkelheit, welche sie umgab und auch nicht bei den Gefahren, welche auf sie lauern mochten. Er war mit seinem Kopf bei dem Gespräch, welches folgen mochte.
« Letzte Änderung: 01.03.2015, 19:43:11 von Ksynthral »

Ksynthral

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Teil I: Die Frostblume
« Antwort #16 am: 01.03.2015, 19:48:50 »
Die Stunden vergingen. Langsam, aber stetig neigte sich die erste Wache dem Ende zu. Es war ruhig gewesen um Bryndis und Nam-Ray. Die beiden hatten sich unterhalten, taten es noch immer und Navanolan hatte sich zum Meditieren zurückgezogen. Der Rest des Weglagers schlief mehr oder weniger ruhig. Ab und an war ein lautes Schnarchen zu hören, vielleicht Ritter Goldklee?

Die beiden Söldner kümmerten sich um das Lagerfeuer: Es bot Schutz und Wärme zugleich.

Doch die Schatten dort draußen auf der Ebene blieben wo sie waren - bisher jedenfalls. Welp begann aufgeregt zu schnuppern und lief einige Meter von Nam-Ray fort in die Dunkelheit.[1]
 1. @ Nam-Ray: Absolviere bitte noch einen Fertigkeitswurf "Entdecken" für Welp.
« Letzte Änderung: 08.03.2015, 13:39:12 von Ksynthral »

Ksynthral

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Teil I: Die Frostblume
« Antwort #17 am: 07.03.2015, 15:38:54 »
Doch auch Welp vermochte es nicht seinen scharfen Sinnen gerecht zu werden. Nam-Rays treuer Begleiter irrte in der Dunkelheit der Nacht umher, konnte aber nichts entdecken.

Angestrengt und in Aufmerksamkeit versetzt[1] standen Bryndis und Nam-Ray am Feuer und ließen ihre Blicke über die Ebene schweifen. Aber die Schatten spielten ihnen Streiche und die Wolken, welche am Mond vorbeizogen stahlen ihnen das Licht.

Das Lagerfeuer flackerte auf und plötzlich durchbrach ein langgezogener Wolfsschrei die Nacht. Welp! Nur Augenblicke darauf, ein zweites, tieferes Heulen - und dieses Mal klang es nicht schmerzerfüllt, sondern äußerst angriffslustig und gefährlich!

 1. @ all: Absolviert bitte je einen Initiativewurf.

Ksynthral

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Teil I: Die Frostblume
« Antwort #18 am: 09.03.2015, 08:17:32 »
Nam-Ray zog seine Waffe und machte ein paar Schritte in die Richtung aus der das Heulen Welps gekommen war. Es war nicht mehr die Zeit zu plaudern, es war Zeit zu morden!

Das Aufheulen des Wolfes riss Bryndis aus ihren Gedanken. Das Blut schoss ihr in die Beine, als sie wie eine Feder in die Höhe schnellte und raubte ihr für ein paar Augenblicke die Sicht. Blind taumelte sie vorwärts, vorbei an Nam-Ray und riss im Laufen ihren Streithammer vom Gürtel. Dort draußen war etwas, sie hatte es gewusst. Es hatte sich trotz ihrer Nachtwache viel zu nahe ans Lager geschlichen und sich nun den Wolf geschnappt. Aber dabei würde es bleiben, schwor sie sich.

Die beiden Söldner warteten nicht lange auf ein weiteres Aufheulen. Es schallte ihnen entgegen.

Navanolan schreckte aus der Meditation hoch. Ein Geräusch hatte ihn geweckt. Was war es? Die Nachtwache: Bryndis. Nam-Ray.

In der Ferne sahen sie Welp aus der Finsternis auftauchen. Humpelnd. Schwer angeschlagen. Er wimmerte. Hinter dem Tiergefährten zeichnete sich die Gestalt eines Worgs ab. Ein Verwandter des Wolfs, nur größer, gefährlicher und aggresiver: Das Lager war in Gefahr! Ihr aller Leben war in Gefahr!
« Letzte Änderung: 17.03.2015, 23:46:47 von Ksynthral »

Ksynthral

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Teil I: Die Frostblume
« Antwort #19 am: 18.03.2015, 21:10:21 »
"WELP!"

Nam-Ray packte seine Waffe nur noch fester und rannte auf seinen Freund zu. Er sah den Worg, sah das Hindernis um das er sich kümmern musste, bevor er seinem Freund helfen konnte. Er hoffte die anderen ließen ihn nicht im Stich, doch was täten sie auf dieser Reise, wenn sie nicht bereit wären zu kämpfen.

Navanolan schrak von seinem Lager hoch. Einen kurzen Moment wurde es schwarz vor seinen Augen, dann fiel ein fahles Licht vom Feuer auf den Boden. Die Nachtwache! Etwas ist geschehen! Zugleich griff er nach seinem Schwert und rannte los. Stolpernd über Zeltschnüre lief er auf das Feuer zu, sein Schwert fest in der Hand.

Die Anhöhe zum Trampelpfad hinauf; sich wieder fassen. Die Muskeln anspannen, noch einige Schritte Anlauf: Bryndis war bereit loszustürmen. Sie sah Welp, sie sah den Worg und sie wusste was zu tun war. Nam-Ray an ihrer Seite: Jetzt würde sich zeigen ob der Söldner aus Holz oder Härterem geschnitzt war.

Welp war verschreckt und leicht desorientiert nach dieser Verwundung. Dann nahm er Nam-Ray war und stürmte auf ihn zu.

Zorn loderte auf in den Augen des Worgs, weil ihm seine Beute entkommen war - oder war es Hunger? Das Tier grub die Klauen in die Steppe und schnellte nach vorn. Es hatte die Nachtwache am Pfad entdeckt: Ehe Nam-Ray sich versah setzte das Tier neben ihm auf, riss das Maul auf und bohrte die Reißzähne in den Arm des Druiden. Der Worg riss Nam-Ray von den Beinen.
« Letzte Änderung: 18.03.2015, 22:53:46 von Ksynthral »

Ksynthral

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Teil I: Die Frostblume
« Antwort #20 am: 19.03.2015, 17:48:24 »
Welp kam zwar bei seinem Ziel an, doch sein Ziel war nicht mehr da, es lag auf dem Boden, umgerissen von dem selben Wesen, dass ihn verwundet hatte. Welp wägte nicht ab, Welp dachte nicht lange nach, Welp biss zu.

Navanolan sah, wie der tapfere Nam-Ray zu Boden gerissen wurde, neben ihm der wimmernde Welp. In der Dunkelheit machte er direkt über ihm den breiten Schädel eines Worg aus! Biester
Navanolan rannte auf seine Gefährten zu. "ALARM", schrie er, "ALARM, DIE WÖLFE!"

Navanolan!

War ihr Dritter im Bunde ihre Rettung: Keine Zeit zum Nachdenken - der Worg hatte Nam-Ray schwer verwundet. Als Welp ihr gegenüber erfolglos die Bestie angriff hob Bryndis ihren Streithammer und passte einen günstigen Moment ab. Schwer drosch ihre Waffe auf den Rücken des Tieres. Der Worg heulte auf und riss das Maul herum zu ihr.

Nam-Ray war kurzzeitig orientierungslos, gerade eben sah er noch Welp, wie er auf ihn zu gerannt kam und auf einmal drehte sich die Welt... ein leichtes Ziehen spürte er in seinem Arm, und starken Druck auf den Ohren, doch das war egal. Er musste die Welt zurück drehen und endlich anfangen nützlich zu sein. Nam-Ray krabbelte nach hinten, außer Reichweite des Worgs. Leicht benommen und mit Schmerzen, die jede Sekunde mit jedem Pochen in seinem Arm stärker wurden, versuchte er aufzustehen und diesen Worg beiseite zu räumen. Niemand stellte sich zwischen ihn und Welp, und niemand brachte ihn um sein Gold, welches er endlich in den Händen halten wollte.

Verärgert schnappte die Bestie nach der Barbarin: Doch trotz Bryndis' blindwütigen Angriffs gelang es dem Worg nicht ihre Deckung zu durchbrechen. Das Tier prallte winselnd am Knauf ihres Streithammers ab, den sie ihm entgegenstreckte. Der Worg trat hinter Bryndis, suchte nach einer ungeschützten Stelle seines Gegenübers; er war ein Jäger.

Der Ruf Navanolans hatte gewirkt. Einige der Minenarbeiter waren aufgewacht und steckten die Köpfe aus den Zelten. Sie begriffen den Ernst der Lage und weckten die anderen. Rufe wurden laut; auch in den Zelten der Leibgarde von Goldklee rührte sich etwas.
« Letzte Änderung: 20.03.2015, 18:05:23 von Ksynthral »

Ksynthral

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Teil I: Die Frostblume
« Antwort #21 am: 20.03.2015, 18:24:24 »
Bryndis nahm nichts mehr wahr von dem, was um sie herum passierte. Sie hatte nur noch Augen für den Worg, der vor ihr auf und ab trabte: Mit einem weiteren wütenden Schwung holte sie aus und ließ ihre Waffe ungebremst auf die Bestie niedersausen. Knochen barsten; der Worg sank vor der Barbarin zu Boden und rührte sich nicht mehr. Sein Herz hatte aufgehört zu schlagen. Bryndis hatte ihm mit ihrem zweiten Hieb die Wirbelsäule gebrochen.

Der Schrecken war vorüber.

Nam-Ray

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Teil I: Die Frostblume
« Antwort #22 am: 21.03.2015, 02:02:28 »
Nam-Ray schaute ungläubig auf den leblosen Körper. Es war weg, das Leben einfach ausgehaucht... wohl eher ausgebrochen. Er hatte nichts ausrichten können. Wollte helfen und war nutzlos wie eine sanfte Brise gegen einen wütenden Sturm.

Ahhhh

Sein Arm schmerzte elend, doch das war unwichtig: Wie ging es Welp? Wie ging es Bryndis? Wie den anderen?
Nam-Ray steckte seine Waffe weg, hielt sich den Arm und ging zu Welp. Er musste seine Wunde versorgen, doch schien sich hier nichts nützliches zu finden, in dieser kargen Umgebung, um jenes zu tun. Sie müssten wohl bei den Zelten schauen, ob sie etwas finden könnten. Wieso hatte er nichts dabei?
Er verfluchte sich dafür und fand sogleich seine Konzentration wieder, durch einen Schwall des Schmerzes in seinem Arm.

Bryndis, wie geht es euch? Eine meisterliche Leistung, jawohl.
« Letzte Änderung: 21.03.2015, 14:44:52 von Ksynthral »

Navanolan

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Teil I: Die Frostblume
« Antwort #23 am: 21.03.2015, 02:46:00 »
"Nam-Ray, Bryndis! Ein Glück, dass ihr so aufmerksam eure Wache gehalten habt! Geht es euch gut? Nam-Ray! Du bist verletzt! Zeig her!"

Navanolan, der durch die Dunkelheit geeilt kam, sah nur noch mit an, wie der Worg unter einem kräftigen Schlag von Bryndis geballter Frauenkraft zusammenbrach und leblos am Boden liegen blieb. Doch er hatte auch gesehen, wie Nam-Ray von dem Biest zu Boden gerissen wurde, und betrachtete seine Wunde nun ungefragt, um zu ergründen, wie schlimm sie war und welcher Heilung sie bedurfte.[1]

 1. Fertigkeit "Heilkunde" 7

Ksynthral

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Teil I: Die Frostblume
« Antwort #24 am: 21.03.2015, 14:59:23 »
Bryndis ließ den Streithammer sinken. Sie stütze sich auf; atmete schwer. So kurz der Kampf auch gewesen sein mochte, er hatte sie einiges an Kraft gekostet. Ihr Herz raste noch immer und Wut pumpte durch ihren Körper. Ihr ganzes Sein bebte und rüttelte noch immer. Angestrengt blickte sie in die Nacht hinaus und hielt Ausschau nach weiteren Angreifern: Ihre Kampfeslust war erwacht!

Unterdessen hatten sich fast alle Arbeiter um das Lagerfeuer geschart. Einer hatte etwas Holz nachgelegt, sie wärmten sich und tranken etwas. Sprachen nur wenig miteinander. Die Leibgarde kam hinzu - schickte alle wieder in die Zelte: Einige Minuten nur, mehr nicht. Der Tag morgen würde anstrengend werden - schlaft!

Ritter Goldklee selbst war nirgends zu sehen, vermutlich schlief er seinen Rausch aus und hatte den Lärm nicht gehört. Auch Till war im Zelt geblieben: Der Leichnam des Worgs war auch nicht unbedingt etwas für Kinderaugen; besser so.

Die Barbarin konnte keine weiteren Feinde ausmachen. Schnaufend kniete sie sich neben den Worg; prüfte, ob die Bestie wirklich tot war.

"Navanolan, gut, dass ihr da seid. Unterstützt die Wache! Ich bleibe die zweite Wache auch. Nam-Ray - ihr hättet euch besser schützen sollen: Seht euch diese Bestie an."

In ihren Augen loderte Zorn: Sie hatte ihren Dienst erfüllt, aber das Untier hatte zu viel Schaden anrichten können.

Bryndis, warum warst du nicht vorsichtiger - warum war Nam-Ray nicht vorsichtiger! Mist.

Die Leibgarde machte Anstalten zu ihnen zu kommen.
« Letzte Änderung: 21.03.2015, 15:02:12 von Ksynthral »

Navanolan

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Teil I: Die Frostblume
« Antwort #25 am: 21.03.2015, 22:30:44 »
"Komm mit" sagte Navanolan ruhig zu Nam-Ray, während er ihn bestimmt an seinem gesunden Arm packte und Richtung Feuer führte. "Wir müssen dich verarzten, du bist tapfer, aber wenn deine Wunde nicht richtig heilt, sind wir ohne Medizin hier in der Wildnis und können dir nicht weiter helfen!"
"Hey, Bryndis, ihr seid wahrlich stark!" sagte er über die Schulter, "aber kommt mit ans Feuer, lasst uns nicht allein hier umherstehen. Selbst den armen Welp haben sie in der Dunkelheit eher gesehen, als dass er sich hätte bemerkbar machen können!"
Navanolan ließ Nam-Ray, wieder dicht am Feuer, los und sprach die Leibgarde an: "Gibt es in dem Reisegepäck etwas Verbandszeug? Einen Worg haben wir erschlagen, aber den guten Nam-Ray hat eben dieser noch gebissen, und ich möchte seine Wunde verarzten!"
« Letzte Änderung: 22.03.2015, 11:33:57 von Ksynthral »

Ksynthral

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Teil I: Die Frostblume
« Antwort #26 am: 22.03.2015, 11:41:02 »
"Was sagt ihr, einen Worg erschlagen? Also ihr habt jedenfalls nichts gemacht, hahaha. Nein, verzeiht - es ist schließlich mitten in der Nacht. Ihr scheint euren Dienst wahrlich gut verrichtet zu haben; die Dame dort jedenfalls."

Er lachte nochmals hämisch und zeigte auf Bryndis, die immer noch wie angewurzelt bei der toten Bestie stand. Dann setzte er erneut an:

"Natürlich haben wir etwas Verbandszeug dabei - aber nur ausnahmsweise für euch: Ihr solltet selbst gerüstet sein. Kauft beim nächsten Krämer ruhig etwas ein; wir werden unser Material selber benötigen; aber ich will ja kein Unmensch sein."

Der Hauptmann der Leibgarde winkte Bravíos heran, er sollte sauberes Leinen holen und etwas zum Waschen. Kurz darauf hatte Navanolan eine Grundausstattung an Verbandszeug: Wirklich medizinisch bewandert war die Leibgarde allerdings nicht; mit dieser Menge konnte er die Wunde gut und gern drei Tage versorgen.

"Den Worg habt ihr erschlagen - und dafür das ganze Lager geweckt? Ich weiß ja nicht. Ich habe keine Wache: Bravíos? Du bleibst mit hier für die zweite, wie Ritter Goldklee es gesagt hat, ja? Ich leg mich wieder hin.",

und lauter fügte er hinzu,

"Und der Rest hier geht auch wieder in die Zelte: Morgen ist ein neuer wunderschöner Tag im Norden! Ha."

Navanolan

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Teil I: Die Frostblume
« Antwort #27 am: 22.03.2015, 14:54:36 »
Navanolan setzte ein offensichtlich künstliches, sehr breites Lächeln auf, als er die Abfälligkeiten des Leibgardisten über sich ergehen lies, ihm immer in die Augen blickend.

Menschen! Einer ist wie viele Andere auch! Jedes Volk in ganz Faerûn hat seine Eigenheiten, zum Guten wie zum Schlechten. Aber nur die Menschen vereinen alles unreife, ungebildete und unsoziale so gekonnt in ihrer jungen Rasse. Aber wirklich zu bedauern sind die Arbeiter, die sich dieser Expedition angeschlossen haben, die Meisten wohl nur aus einem Grund: zu verdienen, was sie, was ihre Familien, zum überleben brauchen. Wie zynisch, wie menschlich, dass diese Bastarde nun mit ihnen ziehen können, wohin sie wollen. Ob sie sich bewusst sind, dass es ihre letzten Lebenstage hier draußen sein könnten? Verbracht mit ihren ganz eigenen menschlichen Ausgeburten? Wie traurig, wie lächerlich! HA!

Ohne den Gardisten aus den Augen zu lassen und ohne sich zu bedanken nahm er das Verbandszeug entgegen. Navanolan drehte sich um, und plötzlich tat er etwas, das so schnell über ihn kam, und dann doch verschwand, als sei es nie da gewesen. Im drehen spuckte er auf den Boden und bellte mehr als dass er sprach "GUTE NACHT, MENSCH!"
Diese Sprache? Warum benutzt du diese Sprache? Weil SIE sie nutzen? Dieser Abschaum?, und es schüttelte ihn. Seine Gedanken waren bei seiner Familie, seinem Klan, dessen Liebe und dessen leidvolle Geschichte. Die Menschen hätten uns das Selbe bringen können. Deswegen diese Sprache!

Navanolan trat auf Nam-Ray zu und ließ ihn am Feuer hinsetzen. Noch immer schien er nicht ganz bei sich zu sein. Ungefragt nahm er seinen Arm, wusch ihn kurz mit dem eiskalten Wasser und nahm behutsam ein Stück Leinen, um es sauber über die große Wunde zu legen und sie zu verbinden.[1]

Ich wecke niemanden mehr, wenn auch das ganze Worgrudel noch über uns herfällt. Womit hätten sie es denn verdient? murmelte er dabei in sich hinein.
 1. Fertigkeit "Heilkunde" 21
« Letzte Änderung: 22.03.2015, 14:56:42 von Navanolan »

Ksynthral

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Teil I: Die Frostblume
« Antwort #28 am: 22.03.2015, 15:15:21 »
Der Hauptmann der Garde blickte verwundert drein, als Navanolan plötzlich mit fremder Zunge sprach. Doch er schüttelte nur den Kopf und ging zurück in sein Zelt. Um diese Uhrzeit war selbst er nicht dazu aufgelegt zu streiten - und schon gar nicht mit einem Söldner.

Bravíos setzte sich mit ans Feuer und starrte stumm in die Glut.

Bryndis unterdessen überließ den Worg den Fliegen, die sich erstaunlich schnell dem toten Fleisch genähert hatten. Mit hängenden Schultern trottete sie zum Lagerfeuer:

"Ich werde eine Runde um das Lager laufen. Ausschau halten."

Sie wirkte erschöpft; nicht zu vielen Worten aufgelegt. Die Barbarin begann die zweite Wache.

Nam-Ray

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Teil I: Die Frostblume
« Antwort #29 am: 23.03.2015, 12:13:49 »
Licht in Nam-Rays Augen... was war da gerade los?
Seit ihn der Elf gepackt und von Welp weggeschliffen hatte, hatte sich sein Kopf gelöst, heraus aus der Konzentration, weg von Welp, weg vom Kampf, hinein in den Schmerz. Mehr war nicht da, alles war verschwommen und ungreifbar.
Er spürte wie er seinen Körper bewegte, doch was er tat... das blieb ihm verborgen. Erst jetzt am Feuer, Navanolan eifrig damit beschäftigt ihm zu helfen, erst hier konnte er den Schleier zur Seite schieben und wieder auf die Welt sehen.
Da war das Pochen im Arm wieder...
Was genau sollte das eben? Du bist Welp keine Hilfe, du niemandem eine Hilfe, wenn du so blind durch die Welt rennst, dass kannst du besser, das kannst du geschickter. Was genau war das ebend? Engstirniger Idiot! Tief durchatmen, und dann beißt du gefälligst die Zähne zusammen und fängst langsam mal an nützlich zu sein!
Zu Navanolan gewand sagte er Habt Dank Navanolan, ich... habe mich dumm verhalten. Danke für eure Fürsorge.
Ein bisschen stolz über die vollendeten Sätze auf Elfisch konzentrierte sich Nam-Ray wieder auf das Feuer, er musste seinen Kopf klären, falls noch mehr dieser Viecher da draußen warten sollten, sollte er gewappnet sein.
Er nahm sich fest vor, bei seiner nächsten Ruhe sich den Möglichkeiten zu widmen, die die Druiden ihn gelehrt hatten. Magie.


Wie geht es Welp? Könnte ich wohl etwas des Verbandszeuges haben? Ich muss mich um meinen Freund kümmern.

Nam-Ray wartete bis der Verband an seinem Arm fertig war, stand auf und betrachtete Welps Wunde um ihm zu helfen.[1]

Als er erkannte, dass die Wunde nicht so tief war, wie er dachte, atmete er erleichtert aus und ging mit Welp zum Lagerfeuer, um dort seine Wunde reinigen zu können. Er hoffte, dass die restliche Nacht ruhig bliebe.
Wie geht es wohl Navanolan? Ich muss mich wachhalten, aufmerksam bleiben...
 1. Heilkunde
« Letzte Änderung: 24.03.2015, 13:16:14 von Nam-Ray »

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