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Autor Thema: Crateras magnos statuunt et vina coronant  (Gelesen 19421 mal)

Beschreibung: OoC-Thread

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Cei Maiante

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Crateras magnos statuunt et vina coronant
« Antwort #75 am: 17.12.2014, 16:42:11 »
@Götter: zu dem Thema kann ich gerade nichtviel beitragen. Ich habe mich mit dem Gedanken um Lieblingsgott und Feindbild-Gott noch nicht auseinander gesetzt.

@Trios: Das stärkste was ich mir vorstellen kann wären Bludsbande (Brüder, Vettern oder so.) Die neben vielleicht wenigen anderen die einzigen ihrer Familie sind. Vielleicht sogar den Tot ihrer Angehörigen mit ansehen mussten.
Kampfgenossen, schon vor dem Fall, wäre auch eine Idee. Z.B dass sie eine der zahlreichen Schlachten nur zusammen überlebt hatten. Einer dem anderen vielleicht sogar aufgebaut hat, weiter zu machen (momentan denk ich das es für Charis das erste Kriegserlebnis sein wird). Vielleicht auch mit einem fatalen Fehler. Ein zögern im heben des Speers, ein zittrig gesetzter Pfeil der ein Menschenleben kostete. Ein Rückzug in der Schlacht, wo der eine den anderen zurück holt und sie nur noch Überreste ihrer Einheit finden (Frage wäre dann: Hat das Fliehen ihr Leben gerettet oder sind durch die Flucht ihre Kameraden gestorben)
Kampfgenossen, beim Fall, … Was ist traumatischer als der Krieg selbst? … Auch hier könnte ein Zögern sie vor einer Falle der Griechen bewahrt haben. Oder wieder das Mut geben. Oder das sie merkten durch ihre Zusammenarbeit könnten sie einige Bürger bei der Flucht retten – auch halt gegen die Griechen ankommen.

Da wir ja schon ein Geschwisterpaar haben, würde ich fast die Kampfgenossenvariante oder sogar das „Wir kennen uns schon vor dem Krieg“ bevorzugen.

PS: kann mir bitte jemand kurz helfen, ich bin etwas verwirrt. Als Medic hat Charis Surgical Precision. So wie ich das verstehe, verliehrt er dadurch 2 Skillpunkte jedes Level. Richtig? ... Würde ich zwar gerne ignorieren, also auf das ganze Surgical Precision verzichten aber naja ... Der Weg mit dem Glory Rogue kommt ja nicht so in Frage.
« Letzte Änderung: 17.12.2014, 16:50:27 von Charálampos »

Triophthalmos

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Crateras magnos statuunt et vina coronant
« Antwort #76 am: 17.12.2014, 17:01:00 »
@Charis

Den Vorschlag mag ich. Vor allem, diese Mischung aus lebensrettenden Zögern und Mut zusprechen. Denkbar wäre, dass sie gemeinsam flohen, und sich in ehener Kameradschaft rettenden, aber das eben vielen anderen Bürgern / kämpfenden Bürgern das Leben kostete, vielleicht sogar welchen, die familiär näher standen als die beiden kämpfenden Blutsbrüder sich standen.

Nun hat ihnen das das Leben gerettet und sie sind sehr gute Freunde, und wissen sich eigentlich aufeinander zu verlassen, doch die Wehen des Krieges haben ihre Schatten auf ihren Seelen hinterlassen. Obwohl sie sich aufeinander verlassen, vergeht kein Tag mehr, an dem einer der beiden denkt? Wenn wir jetzt in so eine Situation kommen, wird er mich diesmal verraten, wenn es keinen anderen gibt, denn er für sich sterben lassen kann oder werden wir gemeinsam siegen / sterben?

Und wenn es diese Situation nicht in dem Sinne gibt, und doch schwere Gefahr dräut, werden sie Aeneas und Konsorten (im Sinne von Schicksalsgefährten) dann verraten? Waren beide Fluchtversuche oder beide Situationen der Selbstrettung dann ein Verrat an Troja und der Idee Troja? Genau hier könnte diese fatum vs. fortuna-Linie verlaufen, die ich die ganze Zeit schon anspreche.

Finde ich hervorragend. Bin also vollkommen für deine Idee, Charis. Akzentuiert auch sehr schön diesen schmalen Grat zwischen lebensrettender Feigheit (Agamemnon würde es in etwa so ausdrücken in der Ilias: "Besser, wer fliehend entrann der Gefahr, als wen sie ereilet!") und lebensraubender Tollkühnheit im Kampfe, welche ein für die Sache sinnlose Überleben oder sinnloses Sterben impliziert; und eben die Suche nach dem rechten Maße nach Mut und das Sterben / Leben für die Sache ausdrückt. Hat also ausreichend viele, unter- und nebengründige Tiefen und würde sich hervorragend als Aufhänger für eine tragische wie ernste Freundschaft machen.

Ich wäre dann auch dafür, dass wir uns bereits vor dem Krieg oder während der zehnjährigen Belagerung kennengelernt haben, durch die Gefahren zusammengeschweißt und gleichzeitig entfremdet wurden. Das ließe dann freilich noch Platz unterschiedliche, persönliche Dämonen durch den Krieg entwickelt zu haben, die möglicherweise die Freundschaft begünstigt und bisweilen belastet.

Im Übrigen finde ich deinen neuen Avatar auch sehr klasse! :)
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Triophthalmos

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Crateras magnos statuunt et vina coronant
« Antwort #77 am: 17.12.2014, 17:03:32 »
PS: kann mir bitte jemand kurz helfen, ich bin etwas verwirrt. Als Medic hat Charis Surgical Precision. So wie ich das verstehe, verliehrt er dadurch 2 Skillpunkte jedes Level. Richtig? ... Würde ich zwar gerne ignorieren, also auf das ganze Surgical Precision verzichten aber naja ... Der Weg mit dem Glory Rogue kommt ja nicht so in Frage.

Ja, das würde es bedeuten. Nur 6 Skillpunkte / Level.
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Aristeas

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Crateras magnos statuunt et vina coronant
« Antwort #78 am: 17.12.2014, 17:21:01 »

Triophthalmos

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Crateras magnos statuunt et vina coronant
« Antwort #79 am: 17.12.2014, 17:25:23 »
...

Ja, das würde es bedeuten. Nur 6 Skillpunkte / Level.

"Nur."

Das hast du natürlich recht. Aber man sieht sowas häufig aus der Relation hinaus und dem "haben können", und als Kämpfer freut man sich über die 6, als Schurke fühlt man einen irrealen Verlust. :)

Deiner Auflistung der Götter, sobald romanisiert, kann ich auch folgen. Ich hatte auch über Minerva nachgedacht vor allem, eben wegen der Sache mit Strategie, Taktik und Kriegslist. :)
Gleichwohl kämpfe ich immer noch mit den wandelbaren Ansichten der Götter und täte mich schwer, sie in allen Fällen starr zu sehen. Vielleicht mäander ich deswegen mit diesem Thema hier so rum. :)
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Cei Maiante

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Crateras magnos statuunt et vina coronant
« Antwort #80 am: 17.12.2014, 17:27:30 »
Danke für die schnelle Aufklärung. Dann mal kucken was ich da mache, denn genau das ist es ... diese subjektive Gefühl was wieviel ist. Dieser +1 Bonus im Angriff bei Hinterhaltsattaken-em-möglichkeiten ist ja auch angenem.

PS: Ich muß gerade noch in die letzte Vorlesung. Dann können wir weiter über "Blustbrüderschaft" sprechen
« Letzte Änderung: 17.12.2014, 17:33:28 von Charálampos »

P. Vergilius Maro

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Crateras magnos statuunt et vina coronant
« Antwort #81 am: 17.12.2014, 18:11:39 »
Wenn du das aber dann doch sehr spezifisch möchtest, wäre es vielleicht hilfreich - sollte es nahe an der klassischen Aeneis sein - dass du vielleicht kurz die möglichen, für dich idealen Götterwahlen vorstellst. Zumindest würde ich dich darum bitten. :)

Also der Juno-Ansatz ist auf alle Fälle drin, das ist ja notwendiger Teil der Aeneis.

Bei den Göttern würde ich sagen, dass die nicht so stark assoziierten am Besten gehen. Einfachers ist es da zu sagen, wo ich glaube, dass es nicht so gut geht: das sind vor allem Jupiter, Apollo, Merkur und Venus.

Gute Ansätze wären denke ich Minnerva und Diana. Bacchus und andere Naturgötter wie Pan oder Silvanus gingen auch noch. Und eben auch die kleineren wie Bellona oder Janus.

Dazu kommt, dass auch göttliche Hilfe sich negativ auswirken kann, ist ja an Venus Verhalten in der Dido-Geschichte ganz gut zu erkennen.
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Aristeas

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Crateras magnos statuunt et vina coronant
« Antwort #82 am: 17.12.2014, 19:24:24 »
Ist es möglich ein Gastraphetes als Armbrustersatz zu nutzen?

Abgesehen davon kann ich ankündigen, dass ich doch von dem Orakel absehen werde, da die Mysteries bei näherer Betrachtung kaum zu meiner Idee passen :( Es wird also eine Hexenmeisterin

Die Hellenic Sorceress gesehen?

P. Vergilius Maro

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Crateras magnos statuunt et vina coronant
« Antwort #83 am: 17.12.2014, 19:34:54 »
Die Hellenic Sorceress gesehen?

3rd Party Material wäre mir eigentlich nicht so lieb.
« Letzte Änderung: 17.12.2014, 19:40:25 von P. Vergilius Maro »
Musa, mihi causas memora,...

Aristeas

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Crateras magnos statuunt et vina coronant
« Antwort #84 am: 17.12.2014, 19:38:20 »
...oh.

Edit: So gar nicht oder eher "Frag mich und ich schau mal"?
« Letzte Änderung: 17.12.2014, 19:49:40 von Aristeas »

Idunivor

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Crateras magnos statuunt et vina coronant
« Antwort #85 am: 17.12.2014, 20:41:14 »
Eher frag mich und ich schau mal, aber mach dir keine zu großen Hoffnungen.
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Aristeas

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Crateras magnos statuunt et vina coronant
« Antwort #86 am: 17.12.2014, 20:42:49 »
Shaft & Shield fand ich passend. Wäre jetzt kein Beinbruch, aber wäre halt sehr cool (und zumindest passend)

Cei Maiante

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Crateras magnos statuunt et vina coronant
« Antwort #87 am: 17.12.2014, 21:11:55 »
So weiter:
Danke für das Lob, ich denke der Ava wird es auch und ums passend zu haben wird er auch einen Speer bekommen. Was ist der trojanische Mann von heute ohne seinen treuen guten Speer? ;)

@Hintergrund
Tiros, ich bin immer wieder beeindruckt.
Denke auch, dass wir es so machen könnten. Bei zehn Jahren (schaut auf Charis (7/8 – 17/18 und Trios (23/24 – 33/34) Alter)  hat man viel Zeit sich mal gesehen zu haben, öfter zu treffend,  vielleicht auch mal schon kämpfen sehend und dann „zufällig“ in der Stadt treffend.
Z.B.: Trios trifft Charis ab und zu in den Straßen der Stadt, sie kennen sich da natürlich noch nicht. Irgendwann, u.a. nach den Anfangsschlachten treffen sie sich wieder. In einem Badehaus wo Charis mit anderen den Kriegern hilft ihre strapazierten Körper mit Massagen, Ölen usw. zu erholen (wäre meine Erklärung für den Medic). So bekommt er vielleicht auch mit wie der Junge heranwächst. Der Krieg schreitet natürlich weiter voran und irgendwann kommen auch die Kinder ins waffenfähige Alter. Irgendwo, vielleicht muss Trios eine Frischlingtruppe einführen, treffen sie sich wieder. Bekommen dadurch einen Eindruck über den Anderen, interessieren sich aber nicht weiter für den Anderen. Diese kurze kennenlernen gibt aber eine Möglichkeit der Erklärung warum sich gerade die beiden Verbrüdern.
Dann kommt es zur schicksaalhaften Nacht. Troja hat gewonnen, taumelt vor Glück und wird mit der Finte des Odysseus zerschmettert. Die Stadt brennt, plündernde Grichen streifen durch die Straßen und schlachten die Trojaner ab. Vielleicht kämpfen sie gegen das unvermeidliche, oder treffen sich im Kampf. Bis dann die Wendung kommt. Einer Verzweifelnd, Trios Kraft könnte nachlassen, der Schild brechen, die Wunden zu schwer werden oder Charis die Pfeile ausgehen, mehr schlecht als recht den Bogen spannen usw., da kommt dann der andere ins Spiel. Baut ihn auf: „Wir schaffen das zusammen. Da ist ein Schild, nimm es. Da stecken doch Pfeile, nutze sie.“ Im Hinterkopf natürlich das wissen aus einer der früheren Begegnungen. Das Trios wie ein wilder kämpft und Charis mit dem Bogen viele Feinde töten kann, bevor diese überhaupt in Reichweite sind. Auf der Flucht, bleibt dann der „Zweifelnde Part“ immer wieder stehen, will Bürgern helfen, will sie warnen vor Verfolgern, doch wird aufgehalten vor dem Aufmunterer. Vielleicht kommen sie am Haus eines der beiden vorbei. Sehen wie fünf Griechen gerade reinstürmen, Schreie, und der eine hindert den anderen hinein zu rennen. „Willst du sterben? Das sind zu viele. Sie sind Tot!“ Harte Worte, wahr und doch schmerzlich dann noch zu fliehen.  Am Ende haben sie wirklich Freunde, Fremde und Familie geopfert um zu leben. Beide müssen damit leben, der eine mehr der andere weniger. Doch sie haben gelernt dass sie zusammen überleben. Ihr Kameradschaft wurde blutig zusammengeschweißt.

Ich würde nicht nur sagen, dass am Ende der Zweifel: Wann verrät er mich? Bleibt sondern auch die Gedanken: Er hilft denen die er für Stark hält. Ist man selber stark genug dafür? Wie kann er mit dem Blut an den Händen so Mutig weiter voran schreiten. Verdammt, ich muss das auch ich will leben! Auch der andere hat halt diese Gedanken, aus dem Grund, weil sie sich gezeigt haben, dass mit Opfern alles erreichbar ist.

Ich glaube wir können in die PM-Phase einsteigen ^^
U.a. müssen ja die Fragen geklärt werden ab wann sie sich kennen, wer der Zweifler und wer der Aufmunterer ist, wie ihr Band geschmiedet wird usw.

Merope

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Crateras magnos statuunt et vina coronant
« Antwort #88 am: 17.12.2014, 21:25:15 »
Puuh, der Crunch sollte soweit stehen, aber es bleibt offensichtlich noch eine gehörige Menge Fluff die generiert werden will :)
Aber ich bleibe noch kurz auf der spielmechanischen Ebene: Merope ist im Kampf am effektivsten, wenn sie sich voll darauf konzentrieren darf den Gegnern "Unglück" zu bereiten. Schwächeanfälle, Trugbilder, glitschige Waffen oder auch mal ein Aussetzen des Freund-Feind-Erkennungssystems. Vor allem letzteres (Charm Person) ist auch eine gute Möglichkeit abseits des Kampfes Probleme zu lösen (oder zu verursachen).
Bei den Fertigkeiten habe ich mich bewusst gegen die üblichen Verdächtigen á la Spellcraft und Knowledge (Arcana) entschieden, zum einen um der Kampagnenwelt Rechnung zu tragen, zum anderen um nicht Gefahr zu laufen "magische" Dinge und vor allem Meropes Gaben zu stark zu verwissenschaftlichen.

Soviel zu meinem Konzept.

Ich würde da glaube ich im Zweifel eher Bögen bevorzugen. Wenn es um Umgangsfähigkeiten bei Klassen geht, dann kann da ruhig Armbrust gegen Kurzbogen ausgetauscht werden. Finde ich passender.

Damit kann ich sehr gut leben, danke.

Willkommen an die neuen in der Runde, wie schön, dass sich das Boot so füllt.

Speziell an Finster/Merope: Es freut mich, mit dir wieder eine Runde zu teilen. Ich habe mich mit meinen Orakelgedanken bisher wegen Kherubaal zurückgehalten und habe noch ein/zwei Alternativpläne. Und selbst wenn, ein Fluch-, ein Seher-, ein Kampf-, ein Segens- und ein Heilungsorakel können sich weit auseinanderbewegen. Einzig bei den Flüchen sollten wir vielleicht keine Schar Blinder entwerfen.  :D

Hi und vielen Dank. Es gibt wohl auch kaum eine Runde im Gate, an der du nicht teilnimmst, was? ;) Vielleicht sollte ich langsam auch mal einen echten Beruf finden, der mir dann mehr Zeit fürs Gate lässt :D^^
Die Sache mit dem Orakel ist ja zumindest klassentechnisch vom Tisch, wobei ein Debuff-orientiertes Orakel mit Merope natürlich eine gewisse Überschneidung feststellen könnte ;)


@ Götter:

Ich finde, dass Hekate eine sehr interessante und spannende Gottheit ist, die ich gerne als Meropes Schutzgottheit sehen würde, sofern das nicht vollkommen unpassend ist. Als Göttin der Magie ist es nur logisch dass Merope ihren Rat/Schutz sucht um ihre Gaben zu meistern, während der Aspekt des Überganges den Hekate ja auch verkörpert ja auch zur Kampagne passt.

Juno als feindlich gesinnte Gottheit war für mich sogar ganz passend denke ich...


@ Trios und Charis:

Kurz vorweg: Meropes Familie ist matrilinear verflucht worden von [setze übelwollende Gottheit ein], so dass wer auch immer sich in Merope verguckt, ziemlich bald ein übles Schicksal ereilen wird. Auf jeden Fall glaubt Merope dies.

Tatsächlich wird unser Kennenlernen zunächst auf die übliche "Du hast mich gerettet"-Sache hinauslaufen. Während des Einnahme der Stadt habt ihr Merope vor griechischen Truppen beschützt und dann gemeinsam entkommen. So würde Merope die Geschichte jedenfalls erzählen.
In Wirklichkeit, handelte es sich bei den Männern nicht um Griechen, sondern um trojanische Bürger, die Merope beschuldigten, einen der Ihren ins Unglück gestürzt zu haben und wollte sie offensichtlich hinrichten... zumindest im Laufe der nächsten Stunden. Gerettet wurde Merope dann durch euch beide, allerdings weiß sie bis heute nicht, ob ihr ihrer version glauben schenkt bzw. in wie weit ihr die Wahrheit durchblickt habt. Für Merope stellt sich jedenfalls nicht die Frage, wie andere zu ihrem "Fluch" stehen, da sie ihn als bittere Realität erachtet und es nur allzu verständlich wäre jemanden wie sie aus einer Gemeinschaft auszuschließen - gerade aus der Gemeinschaft in der sie sich augenblicklich befindet. Also fürchtet sie sich davor ihr könntet die Wahrheit erkennen, was für sie gleichbedeutend mit Verbannung oder mehr wäre, auf der anderen Seite ist sie euch natürlich mehr als dankbar und mag euch (sicherlich nicht nur deshalb). Sie ist sich zwar sicher dass sie das Unglück auch kontrollieren kann (in Form ihrer Zauber) fürchtet sich aber trotzdem davor ihre Freunde zu vernichten. Daraus ergibt sich vor allem ein merkwürdiges Verhalten, das Merope an den Tag legt. Dauerhaft schwankend zwischen Zwanghafter Distanzierung und freundschaftlicher Zuneigung

Ein Weib ist allmächtig. Wehe dir, wenn sie mit ihren schwachen Händen in die Räder deines Schicksals greift: zitternd wirst du zum Stillstand kommen! -Georg Weerth

Aristeas

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Crateras magnos statuunt et vina coronant
« Antwort #89 am: 17.12.2014, 21:42:11 »
Zu Aristeas, wenn ihr ihn ebenfalls in die Überlegung einbinden wollt ob ihr ihn kennt:

Die letzten Jahre habt ihr, wenn ihr ihn überhaupt gekannt habt (was mich sehr freuen würde... ich bin nur im Gegensatz zu meinen Charakteren in sowas schüchtern  :oops: ) ihn als Draufgänger kennen gelernt. Mutig bis hin zur Arroganz, wenn jemand für einen Kampf gesucht wurde an vorderster Front, und auch bei der Verteidigung Trojas hat er sich erst (für einen erfahrenen Taktiker ganz klar zu) spät zurückgezogen, fast als würde er sich im Kampf ein Wenig verlieren. Auch dass er ein Sohn Mars ist hat er nicht verborgen gehalten. Vielleicht hat man gemeinsam trainiert? Vielleicht gemeinsam gekämpft? Vielleicht der junge Charálampos ja sogar einen nützlichen Tipp vom "geborenen" Krieger erhalten?

Das brennende Troja hat er auch nur deshalb überlebt, weil er (ziemlich betrunken von der Siegesfeier) in voller Rüstung in einer Seitengasse eingeschlafen ist, und erst durch den Lärm der brandschatzenden Trojaner aufgewacht ist. Vielleicht möchte ja einer von euch mich zur Vernunft gebracht haben- mich davon überzeugt haben, dass es wichtigeres als eine verlorene Stadt gibt?

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