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Autor Thema: Kapitel 1.5: Die Pflicht der Klinge.  (Gelesen 15066 mal)

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Kikuchiyo

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Kapitel 1.5: Die Pflicht der Klinge.
« Antwort #15 am: 03.05.2015, 08:56:29 »
"Ihr seid sehr bescheiden und genügsam, Seppun-hime. Solange bis wir euch von der Straße und in Sicherheit haben, stehe ich Euch mit meinem Schwert zur Seite." Eine kleine Verbeugung beton die Zusage des Landsamurai.

Eine Eskorte ist nicht unbedingt im Kikuchiyos Interesse, schließlich wollte es sich so schnell es geht wieder seinem Musha Shugyo widmen. In Bayushi Kyuden gab es aber einige Dojo die er ohnehin zu Besuchen plante und bei denen er sicherlich ein paar gute Übungsduelle abhalten kann. Dennoch ist er immer noch etwas verunsichert warum dieser Rattenjagt so einer hohen Priorität begemessen wird.
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Kikus Status und C-Bogen

Seppun Naomi

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Kapitel 1.5: Die Pflicht der Klinge.
« Antwort #16 am: 06.05.2015, 07:15:15 »
Zunächst weicht die Seppun deutlich dem Blick des Bayushi aus. Ihre ersten Worte sind: "Eure Worte wecken Zuversicht. Bisher habe ich nicht viel Gelegenheit zum Reisen gehabt und konnte daher dem Ruf eurer geehrten Clanstadt nicht folgen."

Sie macht eine kurze Pause und schaut überrascht zu Kikuchiyo, der sich einmischt. Das Lob erfreut sie sichtlich, wenn auch gedämpft durch seine nächsten Worte. "Es wäre schön, wenn er das Lob ernst gemeint hätte. Und das die andere Aussage (ehr-)verletzend ist, kann er nicht wissen. Kläre ich doch nicht das Missverständnis auf, dass ich keine einfache Prinzessin bin und sehr wohl eine Samurai. Aber ist dies wirklich ehrenhaft gegenüber der Schande, die ich au mich geladen habe?" "Ich danke euch für eure warmen Worte und dies großzügige Versprechen. Eure Klinge ist eine ungewöhnliche Wahl für die skorpionübliche Betonung auf das Iaijutsu. Folgt ihr einer anderen Lehre?"

Über diese Worte hat sie genug Zeit zur Vorbereitung gehabt und geht Isamu gegenüber verbal in die Offensive: "Da euch dies ungeheuer wichtig zu sein scheint, will ich euch gerne diese Frage beantworten: Noch dürfte meine frühe Ankunft nicht erwartet sein, eigentlich wollte ich die geringe verbliebene Reisezeit nutzen, vor dem Winter einzutreffen und wäre damit einem Boten zuvorgekommen. Ob dies weiterhin der Fall ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Habt ihr in diesem Punkt Kenntnis über die Pläne meiner zukünftigen Schwiegerfamilie?" Sie ahnt nicht, wie nahe die Verwandtschaft ist, wollte jedoch nicht länger in der Defensive bleiben.

Ginsengsei

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Kapitel 1.5: Die Pflicht der Klinge.
« Antwort #17 am: 10.05.2015, 18:33:52 »
Auf die Frage der Seppun-hime antwortet Isamu nur knapp: "Es beschämt mich aber auch ich habe keine weiteren Kenntnisse über eure geplante Vermählung."[1]
Die kurze Rast tut allen gut und nach dem die Pferde abgerieben und wieder gesattelt sind, kann es schliesslich weiter gehen. Die Spuren der Ratlinggruppe, welche die Kitsune finden lassen Rückschlüsse auf die Anzahl der zu. Hiromi ist sicher sicher, dass es mindestens fünf Individuen sein müssen und zu ihrem Erstaunen erkennt sie auch noch die Spuren von geflochtenen Schneeschuhen.[2] Bayushi Kiyo ist neben ihr als sie die Spuren entdeckt und nimmt die Überraschung zur Kenntnis. "Was ist, Kitsune-san?" "Das sind die Spuren von Schneeschuhen." Antwortet Hiromi knapp. "Was kann das bedeuten? Haben die Ratlinge einen Gefangenen oder gar einen Eta der ihnen hilft? Wenn dem so ist müssen wir uns beeilen. Wenn der Besitz von Seppun-hime in solche Hände fällt wird er schnell verschwunden sein." Mutmaßt die Bayushi.

Nachdem sie den Wald verlassen haben, kommen sie auf ein großes Feld welches mit vielen schwarzen Felsen gespickt ist. Dahinter steigt wie eine Welle der schroffe Fels des letzten Gebirgsausläufers des Seikitsu sano Yama no Oi hervor. Die Sonne steht tief und die Felsen werfen lange Schatten auf den blassen Schnee. Immer wieder verliert Hiromi die Spur und muss zurück um von dort aus einen neuen Weg ausfindig zu machen. Als sie am Fuß des Gebirgsausläufers ankommen ist es Abend geworden. Bayushi Kiyo legt den Ort für die Rast fest. Als die Hauptgruppe ankommt, kann das Lager errichtet werden. Die Kälte steckt den Reisenden tief in den Knochen und so müssen sie, auch auf die Gefahr hin von den Ratlingen entdeckt zu werden, ein Feuer entzünden. Als das Lager fertig ist, ruft die Yoriki die Kitsune zu sich. Eine Fackel beleuchtet ihre weißglänzende Maske mit den rot unterlaufenen Augen und lässt die Augenhöhlen unheimlich schwarz wirken. "Kitsune-san, Bayushi-sama lässt Euch bitten die Verfolgung weiter auf zu nehmen. Nennt bitte die Unterstützung die ihr benötigt und brecht dann so bald es euch möglich ist auf!"
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 2. Wie nennt man die?
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Kitsune Hiromi

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Kapitel 1.5: Die Pflicht der Klinge.
« Antwort #18 am: 17.05.2015, 22:30:15 »
Ein ganzer Tag, den sie im Gegensatz zu Yoriki nicht im Sattel sondern auf ihren Füßen verbracht hat steckt Hiromi in den Knochen und sie ist noch nicht einmal dazu gekommen etwas zu essen seit das Lager aufgeschlagen wurde.
Folglich ist sie von der Aussicht die Jagd ohne Pause fortzusetzen nicht unbedingt erfreut.
Wäre es nicht Vollmond würde sie die Bitte des Magistraten runterheraus abgelehnt haben, denn die wahrscheinlichkeit das die Nezumi fackeltragende Verfolger im Dunkeln ausmachen würden wäre groß
und in diesem Fall wären die Rattlinge nicht nur gewarnt sondern könnten der Scoutgruppe sogar auflauern.
So aber mit dem Licht des Vollmonds reflektiert vom Schnee ist das etwas anderes und so nickt die Kitsune nach kurzem Nachdenken.
"Tadao und ich werden uns kurz ausruhen und etwas essen, danach nehmen wir die Spur wieder auf. Keine Fackeln, die wären viel zu weit zu sehen, wir nutzen das Mondlicht.  Ausser Tadao würde ich euch oder Kikuchiyo San und wenn sie dazu bereit sind Bayushi Isamu und seinen bemerkenswerten Begleiter Takumi so wie ein oder zwei eurer geschickteren Doshin mitnehmen wollen. Sollten sich die Nezumi in den Hinterhalt legen  wären wir ihnen so vorraussichtlicht gewachsen."
Wohl wissend das die Yoriki mit Unterstützung wohl eher auf Fackeln und Doshin angespielt hat als auf Skorpion Samurai blickt Hiromi herausfordernd in die Schwarzen Augenlöcher der Maske.

« Letzte Änderung: 26.05.2015, 08:52:59 von Kitsune Hiromi »
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Seppun Naomi

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« Antwort #19 am: 18.05.2015, 23:13:37 »
Naomi horchte auf, als der Skoprpion seine Unkenntnis einräumte. Zunächst vermutete sie eine Täuschung, doch etwas sagte ihr, dass sie eine Bruchlinie in der Verteidigung ihres Gegenübers gefunden hatte. Auch wenn es ihn vielleicht nicht sehr kümmerte[1], so konnte er auf diesem Konversationsfeld keinen Vorteil vorweisen. Die Seppun verspürte kein Verlangen nach weiterem Geplänkel, daher räumte sie das Feld, nicht ohne sich jedoch vorher abzusichern: "Oh, verzeiht mir, es lag mir fern, euch in Verlegenheit zu bringen. In meiner Unbedachtheit hatte ich die Größe und Weitläufigkeit eures Clanes vergessen. Lasst uns vergessen, was hierzu gefragt wurde." Sie sattelte erneut auf und war recht schweigsam auf dem weiteren Pfad.

Als die Anwesenheit einer Person bei den Rattenwesen offenbar wurde, ließ sich Tadao für einige Minuten zurückfallen und teilte in einem günstigen Augenblick seiner Herrin alles mit. Diese verzog keine Miene, auch wenn ihr Kopf einige Theorien zurechtlegte. Tadao kehrte nach vorne zurück und half. Die begrenzten Kräfte seines Alters verstand er dank seiner Erfahrungen sparsam einzusetzen und erschöpfte weniger schnell als erwartet. Shun hingegen tat das lange Reisen, immerhin hatten sie nur einen Tag Pause gehabt, nicht gut. Das Querfeldein mit dem Wald verschlimmerte ihre Laune zusätzlich.

So war sie am Ende des Tages auch am Ende ihrer Kräfte und hatte so große Mühen selbst mit dem Doishin, die lagerstatt herzurichten, dass Tadao ihr zur Hand ging. Er hatte noch versucht, die Prinzessin davon abzuhalten, sich um die Pferde zu kümmern, doch war er fortgeschickt worden. Mti Stangen, Seilen und Tüchern errichteten die drei Diener unter Einbeziehung der Steine ein kleines Pavillion, in dem sie ein gemütliches Lager mit Feuerstelle und Platz für die Tiere einrichteten.
Währenddessen sattelte Naomi die beiden Pferde ab, verschaffte ihnen Futter und striegelte sie mit Sorgfalt. Ihr schien die Reise nicht viel ausgemacht zu haben, Erschöpfung war ihr zumindest nicht anzusehen. Der Umgang mit den Tieren sprach von großer Vertrautheit, und ihr geschicktees Hochbinden der Kleidung verhinderte, dass diese in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Augen, die sie beobachteten, schien sie garnicht wahrzunehmen.
 1. SG20 geschlagen

Ginsengsei

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Kapitel 1.5: Die Pflicht der Klinge.
« Antwort #20 am: 27.05.2015, 21:48:07 »
Bayushi Kiyo hört der Kitsune aufmerksam zu. Hinter der Maske lässt sich keine Regung erkennen. "Kitsune-san, Bayushi Kikuchiyo ist mit dem Schutz der Hime beauftragt. Er wird uns nicht begleiten können. Was Bayushi Isamu und den Vanara betrifft so kann ich über die beiden nicht verfügen. Ihr müsst Euch jedoch nicht die Zahl der Schwerter Sorgen machen. Ich werde euch persönlich begleiten!" Sie legt ihre Hand auf den Griff des Katanas um ihren Willen zu unterstreichen. "Ich werde auf euch warten bis ihr euch ausgeruht habt." Sie deutet eine Verbeugung an und marschiert dann davon um Anweisungen an die Doshin zu geben, wie das Lager zu sichern sei.

Nachdem das Lager steht beginnt die Verköstigung. Während des Essen wird diesmal kaum gesprochen. Zu müde sind alle von den Strapazen des Weges.
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Seppun Naomi

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Kapitel 1.5: Die Pflicht der Klinge.
« Antwort #21 am: 01.06.2015, 22:48:27 »
Shun verlässt das Pavillion nicht mehr und es bleibt auch sehr still im Inneren. Tadao tritt hervor und holt sich zwei Protionen des Essens. Währenddessen wirft er kurz einen fragenden Blick hinüber zu Hiromi. Dann bringt die eine Portion ins Pavillion, bevor er sich selbst auf der dem Lager hingewandten Seite vor dasselbe setzt und die Mahlzeit still vertilgt.

Naomi kümmert sich weiter ausgiebig um die Pferde, führt sie ins Pavillion und bringt ihnen ihr Futter. Ihr Gepäck und ihr Bogen haben auch den Weg hinein gefunden, ihre Stangenwaffe nimmt sie mit an die Essensstelle. Sie hockt sich in Tatehiza-Haltung hin, während ihre Waffe an ihre Schulter gelehnt bleibt. Sie nimmt die Schüssel mit einem Nicken entgegen und ist zwar mit großen Happen, aber nicht ohne Geschick und Form - weder Kleidung noch geschminkte Maske nehmen Schaden. Wird sie angesprochen, antwortet sie höflich und kurz, von sich aus initiiert sie kein Gespräch, ganz gemäß ihrer Rolle als Hime.

Ginsengsei

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Kapitel 1.5: Die Pflicht der Klinge.
« Antwort #22 am: 07.06.2015, 18:19:47 »
Wie vereinbart, wartet Kiyo zusammen mit einem Doshin vor dem Lager auf Hiromi und Tadao. Mittlerweile ist es dunkel geworden und der am Tag so leuchtend weiße Schnee wirkt nun im Schein des Mondes fahl und blass. Ohne große Worte macht sich der kleine Trupp auf den Weg. Die Spuren der Ratlinge führen am Fuß des Bergausläufers entlang. Der Schnee knirscht unter den Schritten der Verfolger und ein leichter Wind bläst ihnen durch die Dunkelheit entgegen. Kleine Schneeflocken weich, wie Federflaum werden auf der Haut zu Wassertropfen.

Anders als bei Tag, fällt es der Kitsune und ihrem Helfer um ein Vielfaches schwerer die Spuren der Ratlinge zu finden, insbesondere da die Nezumi jegliche befestigten Wege meiden und statt dessen ihre selbst gewählten Wege gehen. Nach einer Stunde durch Dickicht und Schnee scheinen die Spuren bergauf zu führen. Nur noch vereinzelt stehen knorrige Bäume und das laublose Geäst kleiner Büsche. Dafür schmiegt sich unter das Säuseln des Windes ein gleichmäßiges Rauschen. Als Hiromi von den Spuren aufblickt, sieht sie in der Ferne feinen Nebel aufsteigen. Sie signalisiert den anderen Vorsichtig zu sein und schreitet dann so leise ihr das möglich ist voran. Tadao, Kiyo und der Doshin folgen. Plötzlich ist ein lautes Knacksen zu vernehmen. Sofort führt Kiyo die Hand über den Tsuka[1] und dreht sich um. Der junge Doshin zuckt erschrocken zusammen, gibt einen kurzen Schrei von sich und stochert mit seinen Yari[2] im Halbkreis durch die Dunkelheit. Nur der bebende Atem des jungen Mannes ist zu vernehmen. Die eiserne Speerspitze fängt kaum sichtbar, den Schimmer des Mondscheins. Für einen Moment scheint selbst der Wind still zu stehen. Dann beugt sich Kiyo nach unten und hebt einen zerbrochenen Zweig aus dem Schnee. "Yuji-san!" Ihre Stimme ist scharf wie eine Hanzo Klinge: "Verschwinde zurück ins Lager ehe ich dir mit diesem Zweig alle Knochen breche!" Er wirft sich beschämt zu Boden: "Vergebt mir Herrin, ich bin es nicht wert unter Euch zu dienen." Kiyo gibt ihm einen leichten Stoß mit dem Fuß und als er schon aufstehen und gehen will überlegt sie es sich noch ein mal anders: "Halt, du wirst genau hier stehen und Wache halten." Sie wirft ihm den Zweig vor die Füße und dreht sich dann um, um zu Hiromi und Tadao auf zu schliessen.

Im Lager ist in Zwischenzeit Ruhe eingekehrt. Sake, Decken und im Feuer erhitzte Steine sind das einzige Mittel gegen die Kälte der Nacht und helfen den geschundenen Körpern den so wichtigen Schlaf zu finden. Draußen vor dem Zelt der Seppun steht Kikuchiyo und blickt in den nächtlichen Himmel. Takumi und Yuki haben es sich auf den dicken Ästen einer Zeder bequem gemacht. Der Vanara hatte, während die Rokugani mit dem Bau der Zelte beschäftigt waren, seine ganz eigene Schlafstelle mit Hilfe von über Kreuz gelegten Ästen und Stofffetzen aus seinem Tragetuch gebaut. Aus der Ferne kann man nur seine baumelnden Beine erkennen. Auf seiner Brust liegt Yuki und ab und an ist von ihr ein einem Grollen gleiches, tiefes Schnurren zu hören.
Isamu tritt aus seinem Zelt in die Nacht und stellt sich zu Kikuchiyo. Schweigend folgt sein Blick dem von Kikuchiyo. Als er den Vanara auf dem Baum entdeckt, lächelt er. Die beiden jungen Männer stehen gemeinsam und blicken in das kleine Feuer, welches von einem der Doshin am Leben gehalten wird. Nach einer Weile blickt Isamu auf: "Ich werde jetzt schlafen gehen, Kiku-san. Wenn ihr es wünscht so bin ich bereit Euch in zwei Stunden ab zu lösen." Dann verschwindet er im Zelt.
Kurze Zeit später, kann Kikuchiyo beobachten wie sich eine dunkle Gestalt von einem Zelt zum anderen bewegt. Es ist Masome, hinter die Felsen schreitet um einen stillen Ort zu finden. Es vergehen einige Minuten und aus dem gleichen Zelt tritt Noboru. Er trägt eine dicke, dunkle Decke über seinem Kimono und begibt sich ebenfalls in Richtung des Felsenfelds.

Hiromi, Tadao und Kiyo haben mittlerweile den Gebirgsbach erreicht. Wie eine schwarze Schlange bahnt sich das Wasser den Weg durch den Schnee. Die Spuren der Ratlinge folgen dem Flusslauf bis sie zu einem kleinen Wasserfall kommen. Dort am Ufer steht aus Stein gehauen ein kleiner Schrein. In den Stein ist die Welle, das Zeichen des Wasser Kami geschlagen. Hier entdeckt Hiromi auch wieder die Spuren von Schneeschuhen. Die Spuren der Nezumi enden jedoch am Schrein und so liegt die Vermutung nahe, dass die Ratlinge an dieser Stelle das Wasser überquert haben müssen.[3]
 1. Schwertgriff
 2. Speer
 3. 
« Letzte Änderung: 07.06.2015, 19:11:48 von Ginsengsei »
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Seppun Naomi

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Kapitel 1.5: Die Pflicht der Klinge.
« Antwort #23 am: 12.06.2015, 06:13:48 »
Tadao erhebt sich und folgt Hiromi still und leise, als diese aufbricht. Doch vorher vergewissert er sich über einen Blickkontakt und ein Nicken von Naomi ihres Einverständnisses. Er nimmt eine der nicht entzündeten Laternen an sich und begleitet die beiden Samusai-Ko. Er ist erfahren, trainiert und noch nicht zu alt für seine Aufgabe, trotzdem wird es zunehmend mühsam für ihn, die Jagd aufrecht zu halten. Bemerkt er etwas, bleibt er stehen und sieht darauf, um die Stille nicht zu brechen und Kräfte zu schonen. Der Lärm des Doshins lässt ihn zwar zusammenfahren, die Predigt der Skorpionin wartet er ohne Regung ab. Beim Bach angekommen macht er ein kurzes Zeichen des Gebets vor dem Geisterzeichen und erwartet weitere Anweisungen.

Shun verlässt den Pvillion kein einziges Mal. Naomi wartet nach dem Ede des Mahls geduldig eine Weile ab, ob noch Bedarf an Gespärch besteht, um der Höflichkeit genüge zu tun und zieht sich schließlich, nachdem sie sich hat entschuldigen lassen, zurück. Dabei nimmt sie Hiromis Pony zu ihren eigenen Pferden mit ins Pavillion. Sie entschuldigt sich bei Kiku ob der Umstände, die sie ihm bereitet. Im Inneren kann der Samurai eine leise geführte Debatte belauschen, die die Seppun mit einem Machtwort beendet. Anschließend hört man noch eine Zeitlang Geräusche körperlicher Anstrengung, begleitet von dem bekannten Knarzen von Leder und Holz einer Rüstung. Auch die Geräusche ihres Ablegens zum Schluß sind identifizierbar, allerdings war es davor eine geraume Zeit vollkommen still gewesen. Etwaige Schlafgeräusche werden von anderen Lagergeräuschen überdeckt.

Kitsune Hiromi

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Kapitel 1.5: Die Pflicht der Klinge.
« Antwort #24 am: 14.06.2015, 15:21:08 »
Die Erschöpfung und die Kälte machen der Füchsin zu schaffen, aber die Ehre ihres Klans lässt es nicht zu unter den Augen einer Skorpionin Schwäche zu zeigen.
Der Lärm des Doshin kommt für Hiromi nicht zu überraschend. Bayushi Kiyo mag die geschicktesten ihrer
Doshin gewählt haben, aber ihnen fehlt Tadaos und Hiromis Training und so machen sie trotz allem Bemühen mehr den genug Lärm für die angespannten Ohren der Füchsin.
Folglich liegt in ihrem Blick eher Verständnis und Belustigung denn Wut oder gar Verachtung als Kiyo den unglücklichen Yuji zusammenstaucht.
Als sie den Schrein erreichen bezeugt auch Hiromi ihren Respekt vor dem Wasserkami ehe sie den Wasserfall und das gegenüberliegende Ufer in Augenschein nimmt.[1]
Auf den ersten Blick mag es so scheinen als müssten die Ratlinge hier den Bach überquert haben, aber da ist
noch eine andere Erklärung für das verschwinden der Spuren und durchgefrohren wie sie ist würde die Fuchsscout es gerne vermeiden das eiskalte Wasser des Baches zu durchschreiten.
Langsam und nahezu lautlos zieht die Füchsin ihr Katana und das Mondlicht schimmert auf der Klinge als die Waffe das fallende Wasser durchbricht um zu erproben was sich hinter dem Wasserfall verbergen mag.


 1. Survival 22
« Letzte Änderung: 14.06.2015, 22:54:46 von Kitsune Hiromi »
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Kikuchiyo

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« Antwort #25 am: 20.06.2015, 10:43:40 »
Nachdem sich Isamu verabschiedet hat schaut Kikuchiyo dem Doshin der sich um die Erhaltung des Lagerfeuers kümmert eine Weile zu. "Es ist genug Holz für die Nacht aber wir sollten dazu das Feuer etwas kleiner halten."
"Ja Herr" ist das Einzige was aus seinem Gegenüber hervordringt.
Dann macht sich der Landsamurai mit dem direkten Umgebung des Lagers vertraut. Er läßt sich Zeit beim Umrunden des Zeltplatzes und hält alle paar Schritt ein um in die Nacht zu lauschen. Er schaut sich das Felsenfeld an was einige Bereits als Latrine verwendet haben, ob die Felsen eventuell als Deckung für herrannahende Feinde dienen könnten. Aber die Felsen sind so klein, dass der Wald wahrscheinlich mehr Schutz bieten würde.
Er erinnert sich an die Zeit als er auf dem Hof seines Großvaters aufgewachsen war. Mit dem jungen Kokuro aus der Nachbarschaft hatte er mit Schnüren und solchen Felsen Hasenfallen gebaut. Einen Hasen haben sie leider nie gefallen, aber der alte Motomichi war einmal bei der Notdurft ein großer Felsen auf den Fuß gefallen. Er schmunzelt hinter seiner Maske, als er sich an die Geschichte erinnert.

Das Silber seiner lackierten Maske wurde bei diesen Temperaturen schnell kalt. Er hatte sich vor seiner Abreise noch rasiert, was unangenehm hätte werden können, aber Kikuchiyo hatte ich zum Schutz ein Tuch darunter gewickelt.
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Ginsengsei

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« Antwort #26 am: 21.06.2015, 14:10:24 »
Während Kikuchiyo durchs Lager schreitet und aufs Felsenfeld blickt, hört er immer wieder ein leises Zirpen oder  Schnattern. Doch immer wenn er in die Richtung sieht aus der das Geräusch kommt, endet das Geräusch und kann er nichts entdecken. Sobald er wieder wegsieht, wird das Schnattern und Klackern noch lauter fast so als wolle man ihn zum Narren halten.
Der Schnee knirscht unter seinen Schritten. Als der Mond hinter den Wolken durchschimmert blickt er erneut in Richtung der Steine. Die Schatten der Felsbrocken werfen ihre Schatten wie Stempel aus schwarzer Tusche in den Schnee. Nichts rührt sich. Nur die Zeltwände wabern im Rhythmus des Windes.

Weit ab vom Lager, steht der Suchtrupp am Ufer des kleinen Flusses und betrachtet den Schrein zu Ehren der Wasserkami. Bayushi Kiyo säubert den Schrein von Schnee und Eis. Betet in Stille und legt dann eine symbolische Münze auf den feuchten Stein. Hiromi entdeckt währenddessen auf der anderen Uferseite weitere Spuren die aller Wahrscheinlichkeit nach von einem Menschen stammen müssen. Von den Fußabdrücken eines oder gar mehrere Ratlinge fehlt jegliche Spur.
Mit gezogener Klinge nähert sich die Füchsin dem kleinen Wasserfall. Die Spitze ihres Katanas gleitet sanft durch das glasklare Wasser und lässt es in schlierenden Tropfen den Stahlt entlang rinnen bis es die Klinge ganz umspült. Immer wieder stößt die Klinge sanft gegen einen Stein und Hiromi muss ihren Griff lockern um die Schneide nicht zu beschädigen. Als das Katana gegen den nächsten Gegenstand stößt ist ein dumpfes Klopfen zu vernehmen so als ob jemand gegen einen dicken Baumstamm schlagen würde.[1]
 1. Weiter im Kampfthread
« Letzte Änderung: 21.06.2015, 15:27:58 von Ginsengsei »
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Seppun Naomi

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Kapitel 1.5: Die Pflicht der Klinge.
« Antwort #27 am: 22.06.2015, 13:22:34 »
Da Shun so erschöpft war, dass Naomi sie anwies, sich schlafen zu legen und nicht zu warten. Sie selbst machte noch einige Leibesübungen, die platzmäßig im begrenzten Raum des Pavillions zu schaffen waren, dann meditierte sie eine Weile. Doch all das Geschehene und ihre Sorgen verdarben ihr die Konzentration. So gab sie es auf, schälte sich aus der Rüstung und bereitete sich auf den Schlaf vor. Einige Gebete später schlief sie tief und fest.

Tadao überschreitet zunächst den Fluß und untersucht die gefundenen Spuren auf Tiefe (Beladung) und Richtung. Er macht sich Sorgen über das Ausbleiben der Ratlingspuren, da dies den Verbleib der Ausrüstung seiner Herrin verschleiert. Hatte der Mensch sie mitgenommen? Haben die Ratten, die wohl den Fluß hinauf oder hinunter gegangen sind, sie mit zu sich ins Versteck genommen? Wie sollten sie beide Spuren verfolgen? Er wird aus seinen Überlegungen gerissen, als Hiromi eine weitere Entdeckung macht.

Ginsengsei

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Kapitel 1.5: Die Pflicht der Klinge.
« Antwort #28 am: 03.07.2015, 20:14:00 »
Plötzlich durchbricht die Wasserwand vor Hiromi und eine monströses schildkrötenartiges Wesen versucht mit den bloßen Händen nach ihrer Klinge zu schnappen. Gerade noch rechtzeitig erkennt Hiromi, dass es sich bei dem Wesen aus dem Wasserfall nicht um einen Nezumi handelt. Anstatt nach dem Wesen zu schlagen tritt die Fuchs-Scout einen Schritt zurück. "Wir sind nicht euretwegen hier Kappa-San, wir jagen Nezumi die einer Freundin etwas sehr wertvolles gestohlen haben", lässt sie das Wesen wissen während ihr Katana in eine abwartende Haltung schnellt. Eiskaltes Wasser rinnt von der Klinge und fällt in glitzernden Tropfen in den Schnee während Hiromi auf die Reaktion des Wesens wartet. Der Kappa zögert, er zieht seine mit Schwimmhäuten und Krallen versehenen Hände zurück und schaut Hiromi mit einer Mischung aus Neugier und Misstrauen an. "Was wieso haben gestohlen Nezumi?" Bayushi Kiyo nutzt während dessen die Ablenkung um sich dem Kappa unauffällig von Hinten zu nähern.

Tadao hört die Stimmen und nähert sich vorsichtig der Quelle. Er hält sich zurück und kann nur schemenhaft ausmachen, wo sich Hiromis Gesprächspartner und die Skorpionin aufhalten. Er würde versuchen, so nah wie möglich an den anderen heran zu kommen, damit nur er die seiner Herrin gefährliche Antwort hört und die Skorpionin das Intrigenspiel nicht zu ihren Gunsten nutzt, doch liegt dies leider außerhalb seiner Entscheidungsgewalt; er baut auf die Freundschaft zur Füchsin. "Ich weiß nicht warum die Nezumi zwei Reisenden in Skorpionlanden aufgelauert haben und die Ehre verbietet mir euch zu sagen was sie raubten." antwortet Hiromi dem Wasserwesen ohne die Klinge zu senken. 'Zumindest in Hörweite einer Skorpionin' "Wisst ihr wohin sich die Rattlinge von hier aus gewand haben?" Tadao tritt näher heran und stoppt, als er des fremdartigen Wesens ansichtig wird. Er neigt sein Haupt, sodass sein Hut den Blickkontakt unterbricht. Den Rest des Wesens und der Umgebung behält er im Blick, um etwaigen Angriffen auszuweichen. Er flüstert Hiromi zu: "Licht?" Zunächst behält er allerdings den Bogen und den Pfeil in Händen, ohne auf etwas zu zielen. "Ich weiss, ich weiss aber meine Ehre verbietet es mir." Der Kappa wackelt dabei mit dem Kopf von links nach rechts so dass das Wasser in der Schale auf seinem Kopf beinahe überschwappt. Er legt seine floßenartigen Hände mit einem Klatschen zusammen und schaut Hiromi mit schiefem Kopf an. Eine steile Falte erscheint zwischen den Augen der Fuchs-Scout der Katana immernoch zu Schlag bereit ist. "Es ist gefährlich, Kappa-San mit der Ehre einer Samurai Spot zu treiben. Falls ihr nicht sprecht wird der Schnee mitteilen was eure Ehre euch zu sagen verbietet." "Gut, gut Menschling." versucht der Kappa mit der Flossenhand die Samurai-ko zu besänftigen. "Folge mir!" Ungeschickt wackelt das schildkrötenartige Wesen mit seinem schweren Rückenpanzer an Hiromi vorbei durch das Wasser bis es ihm bis deutlich über die Gürtelline reicht. Dann ertönt ein lautes Platschen und vom Kappa fehlt jegliche Spur. Zurück bleiben nur die dunklen Wellen des Wassers. Hiromi folgt dem Kappa entlang des Ufers ohne sich ins Wasser zu begeben. Als das Wesen unter Wasser verschwindet steckt die Füchsin ihre Katana zurück in die Scheide. 'Bestimmt: ich folge euch und fange mir eine Unterkühlung ein!' Hiromi schüttelt den Kopf und wartet ab ob der Kappa wieder auftaucht, wenn er merkt dass sie ihm nicht gefolgt ist.

Sie runzelt die Stirn. 'Unwahrscheinlich, dass die Nezumi da durch sind. Die Kälte wäre für sie ebenso schlimm wie für uns. Allerdings haben die einen Schamanen, vielleicht vermag seine Kunst sie vor der Kälte zu schützen.'
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Seppun Naomi

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Kapitel 1.5: Die Pflicht der Klinge.
« Antwort #29 am: 04.07.2015, 23:40:54 »
Tadao bleibt zunächst stehen, erleichtert, dass die Intrige seiner Herrin noch intakt war, und ist überrascht von der Zugänglichkeit des Wesens. Das seine Frage nach dem Wunsch nach Licht unbeantwortet bleibt, stört ihn keineswegs, er ist so ein Verhalten gewohnt. Er traut dem Frieden mit dem Monster zwar nicht, aber bleibt stumm. Bevor er die Füchsin aus den Augen verliert, setzt er sich in Bewegung und folgt. Außerdem versucht er sich zu erkennen, was die Skorpionin gerade tut.

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