Autor Thema: [Regeln] Rezept für ein Fiasko  (Gelesen 780 mal)

Beschreibung: Beinhaltet alle Regeln

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Luther Engelsnot

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[Regeln] Rezept für ein Fiasko
« am: 26.04.2015, 11:02:53 »
Das Setup

Das Setup beschreibt, wie eine Runde Fiako startet und wie wir den Grundstein ermitteln, aus dem dann die Charaktere entstehen und hoffentlich mehr oder minder erfolgreich auch die Geschichte blitzstarten.

Kurze Fassung:

1. Ein Playset wählen.
2. Eine Reihe von sechsseitigen Würfeln aus dem Vorrat würfeln (vier Würfel pro Spieler).
3. Eine Netzwerk aus Beziehungen und Details entwickeln.
4. Die Charaktere erschaffen, welche mit den Beziehungen und Details verknüpft sind.
5. Alle Würfel wieder zurück in den Vorrat wandern lassen.

Lange Fassung:

1. Ein Playset wählen:

Das Playset ist praktisch der Baukasten für die Sitzung. Es stellt die Thematik und offeriert eine Liste von verschiedenen Möglichkeiten, die als Inspirationsquelle dienen und als Grundelemente der Geschichte. Diese Elemente sind in vier Listen aufgeteilt. Die Liste Relationship ist dabei die erste und wichtigste und jede Relationship wird mit einem Detail ausgestattet. Diese können ein Object, ein Need oder eine Location sein, welche die drei anderen Listen sind. Jede Liste hat dabei sechs allgemeine Kategorien und jede Kategorie hat sechs spezifische Elemente. Damit ergeben sich in jedem Playset 144 mögliche spezifische Elemente. Diese bilden die Bühne für die Geschichte und Charaktere. Sobald das Playset gewählt wurde, werde ich diese allen zur Verfügung stellen.

2. Eine Reihe von sechsseitigen Würfeln aus dem Vorrat würfeln (vier Würfel pro Spieler):

Danach werden eine Reihe von Würfel gewürfelt. Wer sie würfelt ist völlig egal, aber es sind zwei weiße und zwei Schwarze pro Spieler. Die Frabe spielt jetzt noch keine Bedeutung und es können auch beliebig andersfarbige sein. Hauptsache man kann sie unterschieden. Also insgesamt viermal so viele Würfel wie Spieler und am besten ist ein guter Mix von Zahlen.

3. Eine Netzwerk aus Beziehungen und Details entwickeln:

Jetzt werden die Würfel und das Playset verbunden. Der Spieler, welcher in der kleinsten Stadt aufgewachsen ist, beginnt als erstes mit dem Aufbau des Informationsnetzes und danach darf abwechselnd jeder ebenfalls ein Stück hinzufügen, bis alle Würfel aufgebraucht sind. Dies geschieht folgendermaßen:

Entweder man etabliert eine neue generelle Kategorie aus einer der Listen (Relationship, Obejct, Need oder Location) oder versieht eine bereits vorhandene generelle Kategorie mit einem spezifischen Element. Der Vorgang ist dabei immer derselbe. Man wählt eine Element oder Kategorie die einen Interessiert und entfernt einen Würfel mit dieser Zahl aus dem Vorrat. Das heißt die Wahlmöglichkeiten werden im Laufe des Aufbaus immer eingeschränkter, bis zum letzten Würfel. Der letzte Würfel ist ein Wild Die und darf dann als jede Zahl gelten.
Relationships sind immer zwischen zwei Charakteren und Details wie Object, Need und Location werden immer einer Relationship zugeordnet, so dass diese nicht unabhängig davon existieren, sondern immer eine Bedeutung für mindestens zwei Charaktere hat.

Prinzipiell kann beliebig in den Kategorieren gewählt werden, allerdings gibt es ein paar Einschränkungen:
  • Eine Relationship zwischen jeweils benachbarten Spielern. Also zwei Relationships pro Spieler.
  • Ein Detail für jede Relationship.
  • Mindestens ein Need, ein Object und eine Location.
Man kann von diesen Regeln natürlich abweichen, aber sie stellen sicher, dass alle Charaktere gut verbunden sind und die Beziehungen genug Grundlage besitzen. In dieser Phase ist es auch eine gute Idee bereits darüber zu reden, wie die gewählten Optionen zusammenspielen und was sich daraus für eine Geschichte ergeben könnte.

4. Die Charaktere erschaffen, welche mit den Beziehungen und Details verknüpft sind:

Nachdem das Beziehungsnetzwerk jetzt steht, müssen mit den vorhandenen Informationen noch die Charakter etabliert werden, bevor es losgehen kann. Dabei kann es je nach gewählten Optionen sofort offensichtlich sein, wie alles zusammenhängt, oder es benötigt noch etwas mehr. Auf jeden Fall sollte keiner für sich werkeln, sondern die gesamte Gruppe wirft Ideen durch den Raum bis es stimmt. Falls man nicht auf den Trichter kommt, ist es auch kein Problem, wenn es erst einmal unentschieden bleibt und erst im laufenden Spiel entschieden wird, wo es genau hingeht. Zum Schluss sollten natürlich alle Charakter noch einen Namen bekommen.

5. Alle Würfel wieder zurück in den Vorrat wandern lassen:

Vor dem Start wandern die Würfel alle wieder zurück in den Vorrat. Die Zahlen sind jetzt egal, aber die Farben werden dann wichtig.
« Letzte Änderung: 31.05.2015, 12:23:23 von Luther Engelsnot »
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Luther Engelsnot

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[Regeln] Rezept für ein Fiasko
« Antwort #1 am: 09.05.2015, 17:56:28 »
Die Scenes

Scenes sind der Motor, um die Handlung voranzutreiben und sollen dafür da sein Fragen und Antworten zu liefern. Nach Möglichkeit sollte in jeder etwas interessantes oder cooles passieren und auf jeden Fall die Geschichte des Charakters voranschreiten lassen.

Grundlagen:

Wenn man am Zug ist, ist der eigene Charakter im Rampenlicht, und man wählt zwischen Establish the scene oder Resolve the scene.

Bei Establish darf der Spieler selbst die Grundlage der kommenden Scene gestalten, bei Resolve übernimmt dies der Rest der Spieler.

Die Scene wird gespielt und irgendwann zwischendrin der Ausgang entschieden.

Wenn du Establish gewählt hast, entscheiden die anderen Spieler den Ausgang der Szene in dem sie dem aktiven Spieler eine weißen (positiver Ausgang der Szene) oder schwarzen (negativen Ausgang der Szene) Würfel geben. Wenn hingegen Resolve gewählt wurde, darf der aktive Spieler selbst den Würfel bestimmen und den Ausgang.

In Akt 1 gibt man den Würfel an einen anderen Spieler weiter, der ihn behält. In Akt 2 behält man den Würfel selbst.

Die Scene wird im Sinne des getroffenen Ausgangs beendet.

Wie funktioniert es im Detail:

Wenn man am Zug ist, ist der eigene Charakter im Rampenlicht, und man wählt zwischen Establish the scene oder Resolve the scene.

Die erste Wahl am Anfang jeder Szene ist, die Frage, welchen Teil man selbst bestimmen möchte. Den Anfang der Szene und damit wählt man Establish oder möchte man lieber das Ende der Szene in der Hand haben? In diesem Fall wählt man Resolve.

Bei Establish darf der Spieler selbst die Grundlage der kommenden Scene gestalten.

In diesem Fall ist man praktisch der Direktor der Szene und entscheidet selbst, wer anwesenden ist, wo es spielt, welche Objekte vielleicht eine Rolle spielen oder sogar welche Bedürfnisse. Dabei ist es auch ohne Probleme möglich Rückblicke zu machen, die Szene parallel zu anderen handeln zu lassen oder einfach schon vorzugreifen. Wichtig ist, dass der eigene Charakter im Mittelpunkt steht und möglichst sofort etwas passieren kann. Prinzipiell kann man alle möglichen Nebencharakter einführen, welche dann jemand nicht beteiligtes übernimmt, aber man sollte es nicht übertreiben und möglichst aus dem vorhandenen Fundus des Setups schöpfen.
In diesem Fall schreibt der aktive Spieler den Eröffnungspost der Szene. Andere können gerne etwas einwerfen, aber letztendlich entscheidet der Spieler über den ersten Post.

Bei Resolve dürfen die anderen Spieler die Grundlage der kommenden Scene gestalten.

In diesem Fall darf der Rest von uns entscheiden wie die Szene eröffnet wird und damit was uns interessant vorkommt, welche Entscheidungen und Szenen wir wollen und vielleicht sogar dem Charakter unangenehm wären. Moralische Dilemma aufzwingen, die vielleicht sogar gegen die Agenda des aktiven Charakter laufen, sind ebenso eine beliebte Sache. Immerhin darf der Spieler dafür das Schicksal und den Ausgang seines Charakter bestimmen. Auf jeden Fall dürfen wir in diesem Fall entscheiden und die Direktoren spielen. Aufgrund der Tatsache, dass wir eine Online-Runde sind, würde ich einfach sagen es gibt am Anfang der Szene maximal drei Tage Zeit zum Brainstormen und dann nimmt einfach jemand die Feder in die Hand und macht den Eröffnungspost.

Die Scene wird gespielt und irgendwann zwischendrin der Ausgang entschieden.

Prinzipiell sollte nach der Eröffnung der Szene es einigermaßen klar sein wohin die Reise während der Szene geht und idealerweise steht ein zentraler Konflikt schon fest. Es ist allerdings auch möglich sich einfach überraschen zu lassen worauf die Gruppe nach dem Start kommt. Beides ist möglich und wir werden einfach sehen, wie es läuft. Wichtig ist nur, dass jede Szene zählt, denn wir haben pro Charakter nur vier Stück, und damit sollten ziellose, inhaltslose oder ausschweifende Szenen vermieden werden, damit wir mit einer konstanten Geschwindigkeit voran kommen und die Geschichte mit jeder Szene voran schreitet.
Wenn man selbst Resolve gewählt hat, darf der aktive Spieler einfach irgendwann entscheiden, welche Art von Würfel (weiß oder schwarz) er aus dem Vorrat nimmt und symbolisiert damit wie die Szene für den Charakter ausgehen soll. Weiß für positiv, schwarz für negativ. Einfach im Offtopic entsprechend vermerken.
Sollte Establish gewählt werden, darf der Rest der Spieler entscheiden. Diese beraten sich einfach während der Szene und informieren den aktiven Spieler dann über die Entscheidung.
In beiden Fällen sollte die Szene dann einfach entsprechend des Würfels beendet werden. Lasst euch einfach vom Gefühl leiten und bringt das Rollenspiel zu ende. Es ist kein Problem auch darüber währenddessen im OOC zu reden, aber es ist nicht nötig und bitte keine unnötigen Diskussionen oder Streits über entsprechende Wahlen.
Eine Anmerkung, positive und negative Ausgänge sind natürlich Interpretationssache, aber da es meist um etwas in einer Szene geht sollte klar sein was negativ oder positiv für den Charakter ist. Ich bin sicher wir sind alle bereit genug uns darauf fair einzulassen. Außerdem ist es kein Problem, wenn eine Szene nur aus Beschreibungen besteht, wenn es passend ist. Kein Grund immer Interaktion reinzubringen, wenn es nicht nötig ist.

In Akt 1 gibt man den Würfel an einen anderen Spieler weiter, der ihn behält. In Akt 2 behält man den Würfel selbst.

Während das Spiel voran schreitet, werden wir nach und nach einen kleinen Stapel Würfel anhäufen. Dieser wird entsprechend im Würfeltopic im ersten Post vermerkt. Da jeder von uns Moderator ist, könnt ihr das im Zweifelsfall auch selbst tun. In der Regel ist nur die Farbe der Würfel wichtig, denn während des Aftermaths und des Tilts ist eine ausgeglichen Anzahl von weißen und schwarzen Würfel das Rezept für ein Desaster für den Charakter, während möglichst viele Würfe einer Sorte den Weg zum Erfolg sind. Da wir aber alle darum konkurrieren wird irgendwer immer das Fiasko haben und höchstwahrscheinlich sogar alle.
In Akt 1 wird der erhaltene Würfel jedoch weitergegeben. Gebt ihn einfach den Spieler/in, welchen du magst oder nicht magst. Die Weitergabe hat nichts mit der Geschichte im Spiel zu tun und ist einfach nur die eigene Entscheidung wen man unterstützen oder vielleicht sogar ins Chaos stürzen möchte.
In Akt 2 darf man den Würfel behalten, weswegen Resolve natürlich sehr verführerisch ist, allerdings möchte man vielleicht nicht unbedingt in Akt 2 die Kontrolle über die Szene abgeben.

Die Scene wird im Sinne des getroffenen Ausgangs beendet.

Weißer Würfel positives Ende für den Charakter, schwarzer Würfel negatives Ende für den Charakter. Wie das im genauen aussieht, hängt natürlich von der Szene und deren Ton ab. Auf jeden Fall sollte es kein Grund für schlechte Stimmung sein, wenn es negativ ausgeht, sondern als Chance für schönes Rollenspiel und vielleicht sogar das Trittbrett für die nächste Szene. Auf jeden Fall laufen so die Scenes ab und beide Akte bestehen nur daraus, eine nach der anderen bis keine Würfel mehr da sind.
« Letzte Änderung: 14.05.2015, 18:16:52 von Luther Engelsnot »
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[Regeln] Rezept für ein Fiasko
« Antwort #2 am: 14.05.2015, 18:22:52 »
Act One

Der erste Akt dient dazu die Charaktere kennen zu lernen, ihre Beziehungen in Aktion zu erleben und nach Möglichkeit bereits eine Ahnung davon geben, wohin es mit der Geschichte geht.

Grundlagen:

Abwechselnd hat jeder einen Zug. Wer am Zug ist, bekommt eine Scene.

Wenn die Hälfte der Würfel im zentralen Würfelvorrat aufgebraucht sind endet der erste Akt.

Wie funktioniert es im Detail:

Abwechselnd hat jeder einen Zug. Wer am Zug ist, bekommt eine Scene.

Wieder startet der Spieler, der in der kleinen Stadt aufgewachsen ist, und danach geht es im Uhrzeigersinn weiter.

Wenn die Hälfte der Würfel im zentralen Würfelvorrat aufgebraucht sind endet der erste Akt.

Wenn jeder zwei Scenes hatte, sollte das Spiel zur Hälfte rum sein und wir hoffentlich bereits auf gutem Wege in ein Fiasko sein. Außerdem folgt danach der Tilt.
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Luther Engelsnot

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[Regeln] Rezept für ein Fiasko
« Antwort #3 am: 27.05.2015, 21:49:19 »
Tilt

Der Tilt passiert, wenn die Hälfte der Würfel aufgebraucht sind, und dient dazu etwas neues und möglicherweise explosives in die Geschichte einzubauen.

Grundlagen:

Am Ende des ersten Aktes wirft jeder seine angesammelten Würfel und rechnet etwas.

Wenn man die höchste gesamt Augenzahl von schwarzen oder weißen Würfeln hat, darf man eine der auftretenden Komplikationen aussuchen. Alle Würfel im zentralen Würfelvorrat werden nun gewürfelt.

Die Tilt-Table wird angeschaut und zwei Elemente anhand der Augenzahlen des Würfelvorrats ausgesucht.

Zentraler Würfelvorrat wird wiederhergestellt, alle Würfel die in Akt eins angesammelt wurden, bleiben bei den Spielern.

Kurze Pause und Chance darüber zu reden, wohin die Runde gehen soll.

Wie funktioniert es im Detail:

Am Ende des ersten Aktes wirft jeder seine angesammelten Würfel und rechnet etwas.

Jeder würfelt alle seine Würfel, die er in Akt 1 bekommen hat. Die Augenzahlen aller schwarzen Würfel werden addiert und separat die Augenzahlen alle weißen Würfel. Die größere Zahl wird von der kleineren abgezogen und das Ergebnis hat die Farbe der größeren Zahl. Am Ende hat also jeder Spieler entweder keine Zahl, eine Zahl aus schwarze Würfel oder eine Zahl aus weißen Würfeln. Wenn man keine Würfel hat, zählt die Zahl als Null.

Wenn man die höchste gesamt Augenzahl von schwarzen oder weißen Würfeln hat, darf man eine der auftretenden Komplikationen aussuchen.

Der Spieler mit der höchsten Augenzahl aus weißen Würfeln und der Spieler mit der höchsten Augenzahl aus schwarzen Würfeln, dürfen jeweils ein Element aus der Tilt-Table wählen. Diese funktioniert genauso wie schon die Wahl fürs das Beziehungsnetzwerk und ist analog zu den Needs, Objects und Locations.

Alle Würfel im zentralen Würfelvorrat werden nun gewürfelt.

Wieder bestimmen die Würfel welche Zahlen zur Auswahl stehen und jeder Spieler mit der höchsten Augenzahl in weißen oder schwarzen Würfeln, wählt jeweils eine generelle Kategorie aus der Tilt-Table und das Detail für den anderen Spieler. Auch wenn die beiden mit der höchsten Augenzahl bestimmen, kann der Rest natürlich trotzdem Ideen und Vorschläge liefern.

Zentraler Würfelvorrat wird wiederhergestellt, alle Würfel die in Akt eins angesammelt wurden, bleiben bei den Spielern.

Die gewählten Augenzahlen kommen wieder zurück in den Vorrat und es müssten die Hälfte der Würfel noch übrig sein.

Kurze Pause und Chance darüber zu reden, wohin die Runde gehen soll.

Pause ist bei uns natürlich nicht nötig, aber sich austauschen ist gerne gesehen. Denn es hilft bestimmt allen etwas über den Verlauf der Geschichte zu reden, was gelungen war, welche Szenen toll und wohin die Fahrt gehen soll, jetzt wo es auf das große Finale zu steuert.

Tilt-Table (Anzeigen)
« Letzte Änderung: 04.09.2015, 13:04:30 von Luther Engelsnot »
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[Regeln] Rezept für ein Fiasko
« Antwort #4 am: 27.05.2015, 21:58:11 »
Act Two

Im zweiten Akt sollte alles in die Brüche gehen und neue Probleme auftauchen. Es sollte schwierig für alle werden und vielleicht steht auch einiges in Flammen, wörtlich wie metaphorisch. Ab hier ist alles möglich, um das Fiasko komplett zu machen.

Grundlagen:

Abwechselnd hat jeder einen Zug. Wer am Zug ist, bekommt eine Scene.

Tilt the hell out of it!

Der letzte Würfel ist wieder ein Wild Die, kann also weiß oder schwarz sein. Wenn der letzte Würfel aufgebraucht wurde, endet der zweite Akt.

Wie funktioniert es im Detail:

Abwechselnd hat jeder einen Zug. Wer am Zug ist, bekommt eine Scene.

Genau wie in Akt eins.

Tilt the hell out of it!

Das Tilt-Element kann jederzeit in Akt zwei auftreten, sollte aber auf jeden Fall genutzt werden. Mit diesen Gedanken im Sinne sollten die Szenen so aufgebaut werden, dass man direkt mit dem Knall startet oder darauf hinarbeiten.

Der letzte Würfel ist wieder ein Wild Die, kann also weiß oder schwarz sein. Wenn der letzte Würfel aufgebraucht wurde, endet der zweite Akt.

Der letzte Würfel kann unabhängig von der eigentlichen Farbe schwarz (negativ) oder weiß (positiv) sein. Der Sinn dahinter ist, dass die letzte Szene nicht durch die Leerung des Würfelvorrates vorher bestimmt ist und die Möglichkeit einräumt, dass das Ende überraschender wird.
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[Regeln] Rezept für ein Fiasko
« Antwort #5 am: 27.05.2015, 22:18:24 »
Aftermath

Das Aftermath sollte die Auflösung der Runde sein. An dieser Stelle sollte der Spannungsbogen bereits den Höhepunkt erreicht haben und die ungefähre Richtung aller Charaktere absehbar sein. Dennoch gibt es immer noch die Möglichkeit für Tragik und Überraschungen. Das Nachspiel sollte als Montage erzählt werden aus Sicht jedes Charakters und dabei prägnant sein.

Grundlagen:

Jeder Spieler würfelt alle seine Würfel und addiert sie wieder nach Farbe, wie schon beim Tilt.

Schau auf der Aftermath-Table nach.

Spiele das Aftermath als Montage, wobei jeder Würfel für eine "Das ist..."-Aussage stehen sollte.

Wenn die Würfel alle sind, ist die Geschichte des Charakters vorbei.

Wie funktioniert es im Detail:

Jeder Spieler würfelt alle seine Würfel und addiert sie wieder nach Farbe, wie schon beim Tilt.

Wie schon im Tilt werden alle Würfel geworfen und jeweils alle schwarzen und alle weißen addiert. Danach wird jedoch die höhere Zahl von der niedrigeren abgezogen und am Ende nimmt man diese Zahl zusätzlich zu der Farbe, wo die höhere Augenzahl entstanden ist, um das Ende zu bestimmen.
Der Wild Die behält in diesem Schritt seine ursprüngliche Farbe. Die Wahl ob weiß oder schwarz bezieht sich nur auf den Ausgang der letzten Szene.

Schau auf der Aftermath-Table nach.

Mit der gewürfelten Zahl und Farbe kann nun die Aftermath-Table konsultiert werden. Schwarze Ergebnisse sind meist physischer Natur und weiß geistiger, emotionaler oder sozialer Natur. Je weiter man von Null weg ist, desto glücklicher ist das Ende für den Charakter. Wenn die Würfel sich ausgleichen sollten, ist man so richtig am Ende und es wird ein sehr, sehr tragisches Ende.

Spiele das Aftermath als Montage, wobei jeder Würfel für eine "Das ist..."-Aussage stehen sollte.

Abwechseln nimmt jeder einen seiner Würfel und knüpft daran ein Bild der Montage. Jedes Bild sollte in der Form sein "Das ist (mein Charakter) (der etwas tut)". Reihum macht dies jeder immer für einen Würfel bis alle Würfel aufgebraucht sind. Angesichts der Natur des Forums können diese Bilder natürlich etwas ausführlicher sein, aber sie sollten dennoch aktiv, interessanter und auf den Charakter fokussiert sein.

Wenn die Würfel alle sind, ist die Geschichte des Charakters vorbei.

Die Geschichte ist vorbei und die Runde beendet. Falls man wenige Würfel hat, hat man auch weniger zu sagen, allerdings ist es erlaubt Würfel abzugeben, wenn man sie selbst nicht braucht oder jemand anders ein längeres Ende ermöglichen will.

Aftermath-Table: Black High (Anzeigen)

Aftermath-Table: White High (Anzeigen)
« Letzte Änderung: 27.05.2015, 22:18:34 von Luther Engelsnot »
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Luther Engelsnot

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[Regeln] Rezept für ein Fiasko
« Antwort #6 am: 27.05.2015, 22:30:43 »
Regeln

Allgemeines

Ich bitte um einen freundlichen Umgang außerhalb des Spieles. Im Spiel selbst dürfen wir uns natürlich an die Gurgel gehen und gegenseitig in die Pfanne hauen. Dazu ein Wort. Einen anderen Charakter vor dem Ende des ersten Aktes umzubringen zählt in der Regel als unhöflich, aber wenn es passt kein Problem. In dem Fall muss der Tote natürlich seine Szenen anders nutzen zum Beispiel als Rückblenden.
Es gibt keine minimalen oder maximalen Postinglängen und ich bitte um regelmäßige Beteiligung vor allem, wenn man gerade an einer Szene beteiligt ist. Dazu folgende Regelung. Sollte jemand nach drei Tagen ohne Abmeldung immer noch nicht geschrieben haben, wird der Rest ihn einfach übernehmen oder im Falle von Würfelvergabe übergehen. Bei Nichtspielercharakteren kann einfach jeder übernehmen der gerade Zeit hat. Da sollten wir es nicht zu eng sehen, nur weil ein Spieler einen bestimmten Nichtspielercharakter bisher gespielt hat. Voran kommen wichtiger als Konsistenz in diesem Fall.

Postings

Es wird im Präsens und der dritten Person Singular geschrieben.
"So wird geredet."
"So wird gedacht."
"So wird gebrüllt!"
"So wird gefunkt."

Keine Smilies im Abenteuer und andere Schriftarten oder Schriftfarben nur um besondere Sachen kenntlich zu machen. Zum Beispiel wenn man in einer anderen Sprache spricht, welche nicht alle Mitglieder verstehen.

Szenen

Immer wenn eine neue Szene eröffnet wird, bitte in Fettschrift drüber welche Szene und Akt es ist. Dabei erledigt das der gerade aktive Spieler, wenn er die Szene etabliert, und sonst derjenige der anderen Spieler, welche den ersten Post der Szene übernimmt. Es sollte also folgendermaßen aussehen:

Zitat
Erster Akt, erste Szene

McMurdo Poststation


Sam hatte die Nase gestrichen voll von dieser Station, dieser Leiterin und dieser verdammten Leiche. Sie hat alles ruiniert und er konnte nicht einmal seinen Plan durchziehen. Nervös läuft er auf und ab, während er auf das Eintreffen seines Freundes wartet. Die ganze Sache ist völlig außer Kontrolle geraten. Am liebsten würde er sich mit viel Alkohol abschießen, aber dafür fehlte ihm sowohl der Alkohol, als auch die Zeit. Mit einem knarren öffnet sich die Tür, doch dort steht nicht die Person, die er erwartet hat. Er sieht das kalte Lächeln der Vize-Direktorin...

Danach ist das nicht mehr nötig, bis eine neue Szene beginnt oder es einen Ortswechsel gibt. Alle Spieler, die noch nicht aktiv an einer Szene beteiligt sind, können dennoch im OOC sich beteiligen oder jederzeit Nichtspielercharakter übernehmen oder sogar in die Szene einwerfen, wenn sie eine gute Idee haben.

Doppelposts

Solltet ihr mit einem falschen Account schreiben (das passiert schon mal, allerdings empfehle ich jedem die neue Personaeinstellung assoziiertes Board in dem Fall), postet das Ganze noch einmal mit den Richtigen und ich lösche den falschen Beitrag dann später oder editiert einfach und wählt selbst die richtige Persona.
« Letzte Änderung: 27.05.2015, 22:30:52 von Luther Engelsnot »
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