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Autor Thema: Willkommen im Tantalum-Komplex  (Gelesen 15046 mal)

Beschreibung: Kapitel 1

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Markus Müller

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Willkommen im Tantalum-Komplex
« Antwort #15 am: 22.05.2015, 00:09:55 »
Markus zog seine Stirn in Falten. Ausgerechnet jetzt, wo er sich mit seinen Kollegen amüsieren wollte, kam die Nachricht. Er konnte sich schon denken, von wem diese Nachricht war, aber ausgerechnet jetzt?

"Ja, ich nehme auch ein Glas."

Schnell kippte er sein Glas hinunter, dann wandte er sich an die anderen: "Entschuldig mich, aber für einen FTF muss man schon der Erste sein. Der Zweite hat schon verloren. Trinkt für mich mit und entschudigt mich bei Jessica."

Er wartete die Proteste der anderen garnicht ab und begab sich in seine Unterkunft. Dort bewaffnete er sich, nahm sein GPS mit und startete eine Suche an seinem Laptop, den er dafür mit dem Hausnetzt verband, nach Sektion U.

Sternenblut

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Willkommen im Tantalum-Komplex
« Antwort #16 am: 22.05.2015, 00:12:27 »
Sharon erwiderte Richards Kuss auf die Wange, und ebenso sein kurzes Flüstern. "Wenn du mich fragst, ist das ein Fehler." Sie lächelte ihn an, und nickte bei seiner nächsten Frage. "Ich verpasse doch nicht deine Premiere!"

Sie sah sich kurz um, und breitete die Hände zu einer umfassenden Geste aus. "Ein bemerkenswerter Ort, nicht wahr? Nicht nur das Bauwerk als solches, auch die Forschungen, die hier stattfinden sollen. Es ist wie im Science Fiction-Film. A propos, hast du den Kommentar von David Phelps in der Post zur Eröffnung gelesen? Er hat dich erwähnt."
"Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realismus." - Alfred Hitchcock

Sternenblut

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Willkommen im Tantalum-Komplex
« Antwort #17 am: 22.05.2015, 00:26:53 »
Seine Kollegen sahen ihn enttäuscht an. "Geocaching? Hier? Jetzt? Du bist echt ein Nerd", warf ihm Douglas vor. "Wenn du schnell genug bist, komm zurück. Und dann musst du nachholen, was du verpasst hast. Wir erwarten dich!" rief ihm Lenni hinterher.

Um zu den Apartments zu kommen, musste Markus eine der Brücken über den Fluss überqueren, und auf gleichem Wege beim nächsten "Berg" wieder auf die andere Seite gelangen. Von dort aus war es nicht mehr weit - der Aufzug brachte ihn schnell ins 3. Stockwerk, in dem er sein Apartment hatte, das nur gute zwanzig Meter von dem Knotenpunkt entfernt lag, an dem er herauskam.

Zu seinem Glück hatte er für seine Arbeit eine Freigabe für die Baupläne des Komplexes erhalten, wenn auch nicht zu allen technischen Details. In jedem Fall musste er sich nicht extra einhacken, um seine Suche zu starten. Tatsächlich waren die verschiedenen Bereiche des Komplexes in einzelne Sektionen eingeteilt. Es gab die Bereiche A bis C (die Berge), Bereich D (das Deck) und Bereich E (alles unterhalb des Decks). Die Sektionen waren wiederum grobe architektonische Einteilungen, relevant etwa für Sicherheitsvorkehrungen und ähnliches. Wie die Bereiche begannen sie bei A, und endeten bei...

Sie endeten bei R. Eine Sektion U existierte nicht.
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Noth

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Willkommen im Tantalum-Komplex
« Antwort #18 am: 22.05.2015, 00:48:35 »
Also doch ein Klischee erfüllt. Der Ingenieur Jonas Temper redete über einen Film. Als Linda Star Wars erwähnte machte es bei Tián klick. Ja den Film kannte er, aus seiner Kindheit und einmal ansehen, aber diese Szene und dann noch der Schauspieler. Jonas konnte also tatsächlich über jedwedes Thema mitreden. Nur offensichtlich bei Linda und Tián hatte er eine Grenze damit überschritten.
„Ich werde mich dann wohl auch anschließen müssen.“ meldete sich Tián zu Wort. Er hatte nicht so das Verlange diese Bildungslücke zu schließen aber es war Gut zur Gruppenfindung. Vielleicht waren die Filme auch gar nicht so schlecht. Da gab es doch dieses kleine grüne Männchen was irgend ein Meister war und die soziale Mitteilung dieser Filme, war sicher auch Interessant. „Also treffen wir uns bei dir irgendwann und schauen uns Star Wars an.“
« Letzte Änderung: 22.05.2015, 00:48:45 von Tián Haas »

Markus Müller

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« Antwort #19 am: 22.05.2015, 00:49:44 »
"Das war ja mal wieder klar", murmelte Markus. "Also keine offizielle Sektion. Na, dann versuchen wir mal, dir anderweitig auf die Schliche zu kommen."

Ein paar Mausklicks später öffnete er den Source-Code des Spiders, der ihm im Firmencomputer bei Whitechapel weiter geholfen hatte. Er modifizierte ihn so, dass er eine automatische Suche im Firmennetz nach Sektion U startete und dabei seine Aktionen verschleierte.[1]

"Na dann, mach dich mal auf die Reise." Markus wartete auf die Ergebnisse der Suche.[2]
 1. Computer Use: 31
 2. Investigate: 22

Willkommen im Tantalum-Komplex
« Antwort #20 am: 22.05.2015, 01:06:36 »
"Ja, hab ich gelesen. Und das Ding hier ist einfach fantastisch. Das hab ich schon gesehen, als wir hier gedreht haben.
Du machst dir keine Vorstellung von dem, was alles gar nicht öffentlich zugänglich ist.
Da konnten wir während der Bauarbeiten zum Glück noch überall hin."

Richard kommt ins Schwärmen.
"Ich bin am überlegen mir hier ne Wohnung zu kaufen.
Was meinst du? Könnte der Komplex das neue Mekka der Schönen und Reichen sein, wo man unbedingt dabei sein muß?"

Er hatte Sharon bei der Hand genommen und war mit ihr zu einer der Barpavillione gegangen, wo er kurz für sie beide etwas zu Trinken bestellte.
Das erinnert mich an meinen letzten Film! Da haben wir es so gelöst. ....

Sternenblut

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Willkommen im Tantalum-Komplex
« Antwort #21 am: 22.05.2015, 01:13:22 »
Zum ersten Mal, seit sie sich kennengelernt hatten, grinste Jonas - und hatte dabei die leuchtenden Augen eines kleinen Jungen. "Nicht irgendwann. Heute Abend den ersten Teil, und die anderen beiden an den Abenden danach."

Linda nickte einfach nur, und sah dann verstohlen grinsend zu Tián. "Ich freu mich drauf", sagte sie.

Dann kamen sie dem Komplex so nah, dass sie die Strukturen genauer sehen konnten. "Jeder der drei Berge ist einem Bereich zugeordnet", erklärte der Pilot. "Wohnen, arbeiten, einkaufen. Im Normalfall könnte ich in der Mitte landen, aber das würde die ganzen Stars und Touristen da wohl nicht besonders begeistern. Deshalb gibt es die Landeplattform, auf der ich auch gleich auftanken kann."

Er deutete nach vorne, auf das Wasser vor dem Komplex. "Die weißen Dinger, die ihr da seht, sind Segelboote und Yachten. Manche von den Touris sind direkt damit hergekommen, den anderen reichte wohl der Platz auf dem Komplex nicht aus." Er lachte leise. "Und da vorne ist auch unsere Plattform."

Das im Vergleich zum Komplex winzig wirkende Konstrukt war wenig mehr als eine stählerne, von einem hohen Zaun umgebene Plattform mit einem großen weißen "H" in der Mitte und einem zum Komplex zeigenden Metallsteg.

Schließlich war es soweit, und sie erreichten den Komplex. Jonas zückte sein Smartphone und machte damit Aufnahmen, während der Hubschrauber in die Höhe stieg, um über den ersten Berg hinweg zu fliegen. Der Ausblick war einfach atemberaubend. Linda klebte förmlich am Fenster, die Hände auf das Glas gelegt, und starrte nach unten.[1]

Der Pilot machte einen kurzen Rundflug und ließ den Hubschrauber dabei nach unten sinken. Dann war der kleine Ausflug vorbei, und sie steuerten die Plattform an. Keine Minute später setzten sie sanft auf der leicht schwankenden Plattform auf, und der Pilot stellte den Motor ab. "Dann mal viel Spaß an Bord, oder so", verabschiedete er sich. "Und hört auf euren Freund. Wartet nicht mit Star Wars."

Draußen kamen ihnen zwei Männer entgegen gelaufen, die graue Kapuzenmäntel trugen und sie offenbar abholen wollten.
 1. Richard und Duncan bekommen den Flug des Hubschraubers natürlich mit.
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Sternenblut

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« Antwort #22 am: 22.05.2015, 01:34:24 »
Markus musste einige Minuten warten, bis alle öffentlich zugänglichen Daten des Tantalum-Netzwerks durchsucht waren. Tatsächlich fand er jedoch nur einen einzigen Eintrag - ein Chat-Protokoll einiger Ingenieure, die am Bau beteiligt waren. Jemand fragte nach der Stromversorgung für Sektion U - die keinem der anderen Teilnehmer bekannt war. Der Fragende korrigierte sich daraufhin: "Sektion I - sorry, hab mich vertippt."

Das war alles. Kein weiterer Hinweis auf eine Sektion U im gesamten Netzwerk - jedenfalls nicht in den leicht zugänglichen Bereichen.

Auf einmal öffnete sich ein Fenster an seinem Bildschirm. Die Konsole ging auf. Eine Abwehr gegen Hacker? Nein, er hatte noch nichts getan, was verboten gewesen wäre, es hätte sogar durchaus Teil seines Jobs sein können.

Dann erschien ein Text in dem Konsolenfenster.


Nicht hier.


Blinkend stand der Cursor in der nächsten Zeile.
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« Antwort #23 am: 22.05.2015, 01:44:45 »
Sharon lächelte. "Um ehrlich zu sein, bin ich da unsicher. Es ist exklusiv, ja, aber auch verdammt weit weg von allem. Ich würde es mal so sagen: Nur, wenn du das Geld wirklich, wirklich übrig hast und dir keine bessere Verwendung einfällt."

Sie nahm den Erdbeer-Prosecco entgegen - ihr Lieblingsgetränk, wie er wusste -, und stieß mit ihm an. Dann schlenderte sie mit ihm über die Promenade, den Blick auf die hohen Palmen gerichtet, die ihren Teil zu dem Strand-Feeling an Deck beitrugen.

"Ich bin wirklich gespannt auf deinen neuen Film. Rock ist zur Zeit definitiv mein Lieblings-Actionheld." Sie warf ihm ein Lächeln zu, für das sie auch aus ihren Filmen bekannt war - ein Lächeln, das Männerherzen zum Schmelzen brachte. Dann sah sie sich kurz um - im Augenblick war niemand in ihrer unmittelbaren Nähe (von den Bodyguards einmal abgesehen). "Aber falls du nicht schon den nächsten Teil planst... es gibt da ein Projekt, über das ich gerne mit dir reden würde. Aber absolutes Stillschweigen, auch gegenüber deinem Management."

Sie trat einen Schritt näher an ihn heran, und sah ihn mit ihren großen braunen Augen von unten an. "Interessiert?" fragte sie in einem Tonfall, der irgendwo zwischen schüchtern und lasziv lag.
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« Antwort #24 am: 22.05.2015, 02:01:06 »
"Nun, ich könnte mit dem Geld auch dir was Schönes kaufen. Das wäre auf jeden Fall keine Verschwendung", gab er mit einem schelmischen Schmunzeln zurück.

Während des Spaziergangs hatte er sich bei ihr eingehagt. Er genoß definitiv ihre Gesellschaft.
Blöde Karriere! Warum müssen wir nur immer so tun, als wären wir noch zu haben.
Richard war sich natürlich der Aufmerksamkeit, die ihre Anwesenheit besonders bei den Paparazzi erzeugte, bewußt. Morgen würden bestimmt wieder Fotos und Artikel erscheinen, die die Gerüchteküche über ihre Beziehung kochen lassen würden.
Ihr Lächeln ließ auch sein Herz höher schlagen.
"Ich schreibe grad ein wenig, an einem Drehbuch. Vielleicht können sie davon was in den nächsten Teil einbauen. Geplant wird jedenfalls schon.
Und da du gerade die große, neue Berühmtheit bist, könnte es sogar sein, daß sie dir eine Rolle anbieten.
Aber bis es soweit ist, hab ich nichts zu tun.
Worum gehts?"
Sharon hatte ihn neugierig gemacht.
Das erinnert mich an meinen letzten Film! Da haben wir es so gelöst. ....

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« Antwort #25 am: 22.05.2015, 02:29:54 »
Sharon schmunzelte leicht, schüttelte dann aber den Kopf. "Nichts gegen gute Action, aber ich fürchte, die Rock Power-Filme passen nicht ganz zu mir. Was das Projekt angeht... nicht hier. Komm nach der Eröffnungsfeier in mein Apartment. Dritter Stock, das letzte Apartment ganz links, Nummer 300."

Sie sah sich um. "Aber jetzt sollten wir den Fotografen nicht noch mehr Material liefern. Ein bisschen Gerüchteküche ist gut, zu viel schadet dem Geschäft." Sie lächelte. "Ich freu mich auf deinen Besuch."
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Markus Müller

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« Antwort #26 am: 22.05.2015, 09:06:12 »
Markus schaute ein wenig genervt auf den blinkenden Cursor. "Oh Mann, auf solche Spielchen habe ich keine Lust. Ich wollte feiern - trinken und mich mit Frauen amüsieren.... Und jetzt so etwas. Verdammter Mist!"

Wo dann?

Flink tippte er die Worte in die Tastatur.
« Letzte Änderung: 22.05.2015, 09:07:06 von Markus Müller »

Noth

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« Antwort #27 am: 22.05.2015, 10:17:13 »
Was nicht alles für ein gutes Team getan werden musste. Tián war über die Aussicht auf den sofortigen Filmabend nicht erfreut, stimmte aber mit einem „Ja Ok“ zu. Damit war wohl sein Abend, nein die nächsten Abende im Labor gestrichen.

Als dann die Strukturen des Komplexes sichtbar wurden und sie nach einer kurzen Erläuterung des Piloten ihren Rundflug begannen, schnappte auch Tián sein Smartphone.  Der Moment war einfach gut um Bilder zu schießen. Ja, er hatte zwar auch eine Digitalkamera aber das rausholen hätte zu lange gedauert.
Was für eine Aussicht, was für eine Meisterleitung der Technik.

Der Rundflug war viel zu schnell vorbei aber wenigstens hatten sie einen und das auch noch bei so einem sympathischen Piloten, spät aber wenigstens etwas. Dieser hatte sich wohl gefreut, als ein Thema aufkam bei welchem er einfach mitreden konnte. Das Vorstellen und dann über Forschungen und Reisen reden war ja schon speziell. Wobei Tián kurz inne hielt und sich fragte welche Fachrichtung wohl die von Linda war. Er konnte sich gerade nicht erinnern, was sie gesagt hatte. Nur das sie aus Belgien kam und vom Professor für die Mitarbeit engagiert wurde.

Dem Piloten dankend, auch für die letzten Worte, verließ Tián dann den Hubschrauber. Er half Linda beim aus steigen, so sie es wollte und zückte als erstes wieder sein Smartphone. Dieser Moment, die Wellen, die schwimmende Stadt auch das musste festgehalten werden. Hier auf Meeresniveau was das Konstrukt noch beeindruckender. Erst nachdem er drei vier Fotos geschossen hatte, atmete er tief ein. Wieder auf dem Ozean zu sein war auch sehr angenehm. Die salzige Luft, die Weite.

Dann waren auch schon die zwei Männer nahe. „Danke für das Abholen. Wir sind die Forschungsgruppe von Professor Layne aus Hamburg. Wo müssen wir denn hin?“ fragte Tián freundlich.

Sternenblut

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« Antwort #28 am: 22.05.2015, 11:51:04 »
Der Cursor blinkte wieder einen Moment, dann erschien schnell ein neuer Text.


Keine Spielchen. Überlebenswichtig.


Einen Moment blinkte der Cursor wieder nur, dann wechselte er in die nächste Zeile.


Social Engineering. Liu Bio Sciences.


Wieder eine kurze Pause, dann die nächste Zeile.


Sie wollen Tián Haas. Ankunft Hubschrauber, jetzt. Kann dein Schlüssel sein.


Markus selbst war zwar mit einigen Dutzend anderen Arbeitern per Schiff angekommen, hatte die Landeplattform aber vom Deck aus gesehen. Ein Shuttleboot brachte diejenigen, die dort ankamen, zum Komplex, an die gleiche Anlegestelle wie sein Schiff. Ein großer Aufzug hatte sie von dort an Deck gebracht. Der Aufzug kannte nur diese beiden Stationen: Oben an Deck und unten an der Anlegestelle.

Eine weitere Zeile erschien.


Sei unauffällig. Sie werden ihn beobachten.


Einen Moment lang blinkte der Cursor noch, dann schloss sich das Konsolenfenster.
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Sternenblut

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« Antwort #29 am: 22.05.2015, 12:09:47 »
Die beiden Männer grüßten die Neuankömmlinge freundlich. "Mark Whitmore, und das ist Zane Duncan. Ich bringe sie zum Shuttleboot", er deutete in Richtung des Stegs, der gute zwanzig Meter entfernt an der Plattform angebracht war, "und damit zur Anlegestelle des Komplexes. Von da geht's gleich an Deck."

Er griff in seinen Mantel, und holte drei braune Briefumschläge heraus, die er verteilte. "Das sind Ihre Zimmerschlüssel, Deck 2, Apartments 105 bis 107. Außerdem das übliche Infomaterial, Werbeflyer zum Komplex und so."

Er deutete mit ausgestrecktem Finger auf das hoch über ihnen liegende Deck. "Wenn Sie Ihre Ankunft richtig feiern wollen, an Deck ist wohl gerade einiges los. Kostenloser Champagner, jede Menge Stars. Wenn Sie lieber ins Zimmer wollen, der größte der drei Berge ist der Wohnblock."

Whitmore war bereits losgelaufen, während er erzählte, während Duncan offenbar beim Piloten blieb. Der Weg zum Steg war schnell hinter sich gebracht. Das Shuttleboot passte zum Look des Komplexes: Futuristisch, eher wie ein Raumschiff gestaltet (das dürfte Jonas gefallen!), und natürlich ganz in Weiß.

Über eine kurze Leiter gelangten sie von hinten an Bord. Whitmore wartete, bis alle an Bord waren. "Bereit? Am besten setzen Sie sich, die Anfahrt ist immer etwas ruckelig."
« Letzte Änderung: 22.05.2015, 12:10:31 von Sternenblut »
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