Autor Thema: Macht, Geld und Ruhm  (Gelesen 1376 mal)

Beschreibung: Wichtige Organisationen, Unternehmen und Persönlichkeiten

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Sternenblut

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Macht, Geld und Ruhm
« am: 09.05.2015, 14:46:37 »
Hier findet ihr Hintergrund-Infos zu Institutionen und VIPs, die für das Spiel relevant sind. Darüber hinaus dürft ihr gerne In-Game auf reale Personen und Organisationen Bezug nehmen, die euren Charakteren bekannt sein können.
"Ein Blick in die Welt beweist, dass Horror nichts anderes ist als Realismus." - Alfred Hitchcock

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« Antwort #1 am: 09.05.2015, 15:58:25 »
Die Livermore Climate Foundation

Gegründet im Jahr 1985 in der kalifornischen Stadt Livermore (nahe San Francisco), war die Stiftung viele Jahre kaum mehr als ein kleiner Fisch unter den US-amerikanischen NGOs, und weltweit praktisch unbekannt. Die Stiftung wurde von dem IT-Unternehmer Henry S. Whiteford gegründet und immer wieder mit kleineren Finanzspritzen versehen, erreichte aber bestenfalls regionale Bekanntheit.

Dies änderte sich, als der ehemalige CFO eines großen Automobilkonzerns die Führung übernahm - "eine Entscheidung aus Leidenschaft", wie er bis heute betont. Malcolm Donald Forth wusste, wie man eine Organisation effizient führt, und auch, wie man an Geld herankam. Im Jahr 1997 übernahm er den Vorsitz, im Jahr 2001 hatte die LCF ein Budget von 30 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Jetzt, im Jahr 2015, ist Livermore die wichtigste Organisation im Klimaschutz, weltweit vertreten mit einem Budget von über einer Millarde US-Dollar - deutlich mehr als Greenpeace und der WWF zusammen zur Verfügung haben.

Bei allen Erfolgen stand die LCF immer wieder wegen angeblich "fragwürdiger" Finanzspekulationen in der Kritik. Forth ging dabei immer wieder in den Gegenangriff, und erklärte, dass seine Kritiker lediglich zu wenig Verständnis von der Finanzwelt hätten, um seine absolut sicheren und erfolgreichen Aktionen zu verstehen. Spekulationen, er würde direkte Unterstützung von der Heretic Corporation im Gegenzug für politische Einflussnahme erhalten, wies er als lächerlich zurück.

Im Februar 2010 veröffentlichte die LCF ihre Pläne für den Bau des Tantalum-Komplexes (damals noch unter dem Arbeitstitel "Pacific Science Island"), die auf gleichermaßen viel Faszination wie Kritik stießen. Ungeachtet aller Kritiker ging das gewaltige Projekt tatsächlich in die Umsetzung, und wurde im Mai 2015 offiziell eröffnet.
« Letzte Änderung: 09.05.2015, 16:04:00 von Sternenblut »
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« Antwort #2 am: 09.05.2015, 16:25:08 »
Heretic Corporation

Der Heretic-Konzern war, wie so viele Unternehmen der 1980er Jahre, anfangs kaum mehr als die Vision eines jungen Mannes, Michael Jones, der im Elternhaus seinen Traum zu verwirklichen versuchte. Alles begann 1985 mit einer kleinen Software-Spiele-Firma, die Kultspiele wie "Porsche City Racers", "Might of the Magic Kingdom" oder das unglaublich simple, aber süchtig machende "Puzzle Squares" (das noch heute viele Fans hat und in unzähligen Versionen immer wieder neu aufgelegt wird) produzierte.

Den Spielen folgten eigene Comics, den Comics eigene Zeichentrickserien. 1995 gab es die erste Heretic-Spielkonsole, 1998 wurde ein eigener Fernsehsender - FantasTV - gegründet. 2005 - eine Zeit nach dem ersten großen Zusammenbruch der Internet-Unternehmen - stieg auch Heretic in diesen Markt ein, allerdings vor allem mit Beteiligungen im Hintergrund. 2007 startete Heretic das "International Startup Race": 50 Startups weltweit sollten eine Startfinanzierung von je 50 Millionen Dollar erhalten, die besten Geschäftsmodelle sollten gewinnen. Jedes einzelne dieser Unternehmen gehört heute zu den Big Playern in ihrem jeweiligen Markt, und es gibt kaum eine Branche, die nicht dabei wäre.

Für den Heretic-Konzern hat sich die Investition gelohnt: Der Unternehmenswert liegt heute bei über 20 Billionen US-Dollar, mit einem jährlichen Umsatz von fünf Billionen US-Dollar. Damit ist Heretic das mit Abstand wertvollste Unternehmen der Welt.

Der heute 48jährige Unternehmensgründer Jones hat noch immer das Zepter in der Hand, und ist dabei medienscheu wie eh und je.

Interessanterweise halten sich die bei solchen Großkonzernen üblichen Kritiken zum Umgang mit Mitarbeitern und Lieferanten sowie Vorwürfen der Steuerhinterziehung in Grenzen. Dafür gab es immer wieder Vorwürfe der politischen Einflussnahme bis hin zur Manipulation von Wahlergebnissen in diversen Ländern. Die Unternehmenssprecher haben solche Vorwürfe stets zurückgewiesen, und die Quellen der Gerüchte bei den Wettbewerbern gesucht. Bewiesen wurde bis heute kein einziger solcher Vorwurf.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Heretic-Beteiligung an Bluepharm, einem Pharmaunternehmen, das für die Erforschung seltener Krankheiten bekannt ist - die Medikamente aber sehr teuer verkauft. Auch gibt es Gerüchte über verdeckte Beteiligungen an Rüstungsunternehmen, die jedoch bislang ebenfalls nicht nachgewiesen wurden.
« Letzte Änderung: 10.05.2015, 14:09:20 von Sternenblut »
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« Antwort #3 am: 10.05.2015, 13:19:30 »
Sentinels

Die Sentinels sind ein moderner Geheimbund, der Berühmtheit erlangte, als ein Aussteiger einen realitätsnahen Roman über seine Erfahrungen veröffentlichte. Als sozialistische Geheim-Bruderschaft nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gegründet, war das ursprüngliche Ziel, die "alten Werte" auch im nun "übermächtigen" Westen zu erhalten und zu verbreiten. Doch aus dem weltweit vernetzten, politisch-ideologischen Machtbündnis wurde - laut Roman wohl auch durch massiven Drogenkonsum beeinflusst - im Laufe der Jahre ein Bund von Möchtegern-Mystikern, die nach eigener Ansicht die Vorbereitungen für ein neues, goldenes Zeitalter der Menschheit trafen.

Die Vorstellungen wurden durch Drogen-"Visionen" der Anführer dabei immer abstruser. Jede noch so schräge Vision aus dem kleinen Kreis der Anführer wurde zum neuen Dogma erklärt, und krampfhaft in das immer realitätsfernere Ideenkonstrukt der Sentinels eingebaut. Im Roman ist dabei die Rede von Aliens, die für Aufstieg und Untergang nicht nur des römischen Reiches, sondern auch der Inka-Kultur verantwortlich waren, von mystischen Erleuchtungsritualen, durch welche die einst "barbarischen" schwarzhäutigen Vorfahren der heutigen Menschen eine helle Haut bekamen (eine Aussage, die sehr viel über die Meinung der Sentinels über Schwarze aussagt), bis hin zu Messias-Vorstellungen, die eine Erlösung der Welt durch Sex mit lesbischen Frauen vorsahen.

Die sich immer weiter steigernde Absurdität der Vorstellungen - der Roman wurde 2007 veröffentlicht, was der Geheimbund heute denkt, ist unbekannt - machte die Sentinels einerseits zum Gespött der Leute. Andererseits zeigte insbesondere die Verfilmung von 2010 auch sehr deutlich, dass die Führungsriege des Geheimbunds durchweg in politischen und wirtschaftlichen Machtpositionen tätig ist, mit Einfluss auf globale Konzerne und ganze Nationen. Der bis heute anonym gebliebene Autor, nur unter dem Pseudonym Allan D. Allen bekannt, behauptet sogar, die Sentinels wären zumindest mitverantwortlich für den Bürgerkrieg in Syrien und einige andere Krisenherde in der Welt.

Fakt ist, dass einige anerkannte Journalisten nach der Veröffentlichung des Romans durch eigene Recherchen die Existenz des Geheimbunds bestätigen konnten, auch wenn sie keine Namen einzelner Mitglieder veröffentlichen konnten.
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« Antwort #4 am: 10.05.2015, 13:51:05 »
Free Forces

Der Beginn der Free Forces war zunächst das Ende einer Hackergruppe: Die als "Invisibles" bekannte Gruppe machte sich zwischen 2000 und 2010 durch immer dreistere Aktionen international einen Namen. Die als "Strafaktionen" bezeichneten Coups zielten ausschließlich auf Bosse aus Wirtschaft und Politik ab, und brachten einzelne, korrupte Individuen in persönliche Bedrängnis.

Was mit gesperrten Kreditkarten begann, ging über zu plötzlich auftauchenden Sterbesurkunden, und endete schließlich mit der Veröffentlichung illegal beschaffter Beweise für die Straftaten dieser Menschen. Die Aktionen sorgten tatsächlich für zahlreiche Rücktritte und sogar einige wenige Verurteilungen, und entsprechend viel Rückhalt der "Invisibles" unter der breiten Bevölkerung. Im Dezember 2010 allerdings, wenige Tage vor Weihnachten, wurden sämtliche Mitglieder der Gruppe in einer europaweiten Polizeiaktion verhaftet. Im März 2011 folgte die Verurteilung wegen einer ganzen Liste von Delikten, von denen Selbstjustiz zu den geringfügigsten gehörte.

Die "Invisibles" nahmen die Konsequenzen ihrer Taten an - und reagierten mit "Jetzt erst recht!"

Im Juli 2011 veröffentlichten sie online den "Free Codex", der sich unaufhaltsam und rasend schnell verbreitete. Der Codex war eine simple Liste von Regeln, die es jedem, der dazu gewillt war, ermöglichte, die Arbeit der Hacker fortzuführen - auch ohne herausragende IT-Kenntnisse. Die Regeln ermutigten dazu, die Augen offen zu halten, in bestimmten Situationen stets die Aufnahmefunktion des Smartphones laufen zu lassen, auch schon mal ein Foto vom Inhalt eines Papierkorbs zu machen, etc. Dabei wurde aber klar vor einer Überwachung von Privatpersonen gewarnt. Ziel sollten ausschließlich wichtige Personen aus Wirtschaft und Politik sein, und nur ganz eindeutige Beweise sollten veröffentlicht werden.

Nach einer kurzen Panikwelle in höchsten Kreisen zeigte sich, dass die tatsächlichen Wellen, die der Codex schlug eher gering waren. Dennoch gibt es immer wieder Veröffentlichungen von Menschen, die sich zu den "Free Forces" zählen, die eben doch jemanden in wichtiger Position in Bedrängnis bringen. Meist hält sich der Schaden in Grenzen, aber es gab immerhin einen Rücktritt eines israelischen Ministers und eine Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung eines italienischen Medienunternehmers, die ihn immerhin für zwei Jahre ins Gefängnis brachte.

Wie schon zu Zeiten der "Invisibles" wird jede Strafaktion der Free Forces mit dem doppeldeutigen Spruch "You're not free" - "Du bist nicht frei" kommentiert.
« Letzte Änderung: 19.05.2015, 14:00:51 von Sternenblut »
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« Antwort #5 am: 10.05.2015, 19:41:57 »
Whitechapel

Whitechapel ist einer der drei größten europäischen Technologiekonzerne. Die drei Unternehmenseinheiten sind:

  • Whitechapel Consumer Technologies: Produktion von Haushalts- und Unterhaltungsgeräten, von MP3-Playern über Staubsauger bis hin zu Küchengroßgeräten.
  • Whitechapel Marine and Aeronautics: Ursprünglich auf die Herstellung von Wasser-, Unterwasser- und Luftfahrt-Vehikeln für den zivilen und militärischen Bereich konzentriert, dringt WMA seit 2010 auch in den Bereich der Weltraum-Technologie ein - gehört dort aber (zumindest noch) zu den "Einsteigern".
  • Whitechapel Robotics and AI: Forschung und Entwicklung von Robotern, Drohnen und ähnlichem, insbesondere für den militärischen Bereich. WRAI ist besonders bekannt dafür, dass die Produkte durch hervorragende künstliche Intelligenz gesteuert werden und die Piloten nur noch in Einzelfällen eingreifen müssen.

Whitechapel achtet strikt darauf, auch im militärischen Bereich stets die Gesetze einzuhalten - die Verluste im Consumerbereich wären durch einen Imageschaden größer, als jeder kurzfristige Gewinn durch Gesetzesüberschreitungen einbringen würde. Davon abgesehen, präsentiert sich Whitechapel in allen Bereichen als absolutes High-Tech-Unternehmen, mit entsprechenden Preisen der Produkte. Tatsächlich haben die meisten Produkte eine sehr gute Qualität, ob sie immer "die besten am Markt sind", wie Whitechapel gerne vermittelt, ist dabei eine andere Frage.
« Letzte Änderung: 10.05.2015, 20:01:33 von Sternenblut »
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« Antwort #6 am: 11.05.2015, 10:15:36 »
Global Foundations

Globalisierung und Vernetzung führen dazu, dass die Menschen immer besser informiert sind. Das wiederum hat zur Folge, dass es immer mehr Themen gibt, die von Politik und Wirtschaft früher gekonnt "unter den Teppich gekehrt" werden konnten, die heute ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Über soziale Netze ist mit dem richtigen Thema schnell ein internationaler Aufschrei organisiert.

Das Ergebnis sind immer neue NGOs, die sich um bessere Standards, Einhaltung ethischer Werte usf. bemühen, und dabei erstaunliche Erfolge erzielen. Ob Free Software Foundation, Lobbycontrol, Foodwatch oder eine der zahlreichen anderen national und international tätigen Organisationen - der Einfluss auf "althergebrachte" Strukturen wird immer größer.

Und natürlich gibt es jene, denen das ein Dorn im Auge ist. Der Kampf gegen diese NGOs läuft sicherlich auf vielen Fronten, doch 2013 kam eine neue hinzu. Global Foundations ist eine NGO der "anderen" Art. Die Argumentation: Natürlich sind ethische und moralische Werte wichtig. Aber man muss auch das Große Ganze sehen. Wenn Unternehmen aufgrund neuer Gesetze ihre Wettbewerbsfähigkeit in bestimmten Bereichen verlieren, gibt es eine Abwanderung hin zu Ländern, in denen die Gesetze lockerer sind. So ist z.B. China vor allem deshalb ein so großer Umweltsünder, weil der Westen die nötigen Umweltsünden dorthin "exportiert". Außerdem sind manchmal langfristig zu erreichende Ziele, für die man jetzt Kompromisse eingehen muss, besser, als kurzfristige Erfolge verbuchen zu können.

Kurz: Wer nur "Moral!" schreit, ignoriert die Komplexität der Welt. Das globale Fundament für eine echte Weiterentwicklung ist, langfristige Effekte und internationale Verschiebungen zu beachten. GF tritt mit derartigen Argumenten, untermauert mit großen Studien, Bestrebungen anderer NGOs entgegen.

Im Grunde "ahnt" die ganze Welt, dass GF nicht mehr als ein neues politisches Sprachrohr großer Unternehmen ist, um fragwürdige Methoden der Unternehmensführung zu beschützen. Doch der "gemeinnützige" Verein ist dabei so intelligent aufgestellt, dass keinerlei Beziehungen zu irgendeinem Unternehmen nachweisbar sind. In der kurzen Zeit, seit Global Foundations ins Leben gerufen wurde, hat die Organisation schon ein gutes Dutzend nationaler und internationaler Bestrebungen für Gesetzesveränderungen und neue Vereinbarungen torpediert, und so die Wut vieler Idealisten und natürlich anderer NGOs auf sich gezogen.
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« Antwort #7 am: 11.05.2015, 11:37:23 »
Hiisi International
(Text von Duncan Buchanan)

Erst im Jahr 2013 von einem ehemaligen Mitglied der finnischen Rannikkojääkärit, Onni Illmarinen gegründet, hat Hiisi International inzwischen eine Position unter den Top Ten der international operierenden Sicherheitsunternehmen eingenommen. Ursprünglich nur als regionales Sicherheits- und Schließunternehmen gegründet, war es ursprünglich eigentlich nie der Plan Illmarinens sich international auszudehnen- oder auch nur militärische Operationen in Betracht zu ziehen. Die Umwandlung in einen Söldnerverbund hatte ursprünglich begonnen, als man um das schleppende Geschäft zu beleben auch Schulungen anbot, die zahlenden Kunden Grundlagen militärischer Taktik und Ansätze militärischen Trainings naherbrachte. Als sich dies als erstaunlich lukrativ herausstellte, wurde diese Unternehmenssparte gezielt gefördert, die Ausbilder auch an Krisenregionen vermittelt, wo sie Militärs, Paramilitärs und "Polizei" ausbildeten, ungeachtet vom Ruf der entsprechenden Regierung.

Immer weiter dehnten sich die Tätigkeitsgebiete aus, in ebenso großem Maße wie das Unternehmen wuchs. Und ebenso sehr wuchs auch die Kritik an den Methoden der privaten Sicherheitsfirma. Die vermittelten Personen- und Objektschützer erwiesen sich zwar als loyal (und besaßen daher einen exzellenten Ruf bei ihren Kunden)- schienen allerdings wenig Moral zu zeigen, und blind die Befehle ihrer Auftraggeber zu befolgen, was zu einigen unschönen Szenen in Krisenregionen führte, wo Hiisi- Mitarbeiter das Feuer auf unbewaffnete Demonstranten eröffneten. Trotzdem (oder gerade deswegen?) stiegen die Umsatzzahlen des Unternehmens stetig an. Als Krönung des Aufstiegs der Sicherheitsfirma wird von Vielen der lukrative Vertrag mit der Heretic Corporation gesehen, deren Anlagen in "krisenanfälligen Regionen" zu bewachen- auch wenn erneut Gerüchte die Runde machen, dass nicht alleine Verteidigungseinsätze von den Söldnern gefordert werden...
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« Antwort #8 am: 12.05.2015, 16:00:47 »
[Platzhalter für weitere Unternehmen/Organisationen]
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« Antwort #9 am: 12.05.2015, 16:15:13 »
Frederico Traspari

Er gehört wohl zu den größten Opernsängern, die die moderne Welt gesehen hat: Frederico Traspari, das Wunderkind. In seiner Jugend aufgrund einer Drüsenfehlfunktion extrem übergewichtig geworden, wurde er bald zum Spottobjekt seiner Schule. Er zog sich zurück, und konzentrierte sich auf seine eine Leidenschaft, den Gesang. Doch als Jugendlicher Opern von sich zu geben, steigert die Beliebtheit auch nicht gerade. Und so sang er nur für sich, bis er durch Zufall, im Alter von 23 Jahren, bei einem einsamen Ausflug in einen Wald von einer anderen Künstlerin entdeckt wurde: Silvia Maretti, selbst angehende Opernsängerin, lauschte seinem Gesang, und konnte nicht anders, als ihn anzusprechen.

Heute ist Traspari 30 Jahre alt, mit Maretti verheiratet, die ihn auch managed, und einer der absoluten Spitzenkünstler der Welt. Er ist nicht nur dafür berühmt, dass er die hohen Töne ebenso glasklar hervorbringt wie die dunklen, sondern auch für seine ungewöhnlichen Projektarbeiten: Er hat höchsten Respekt auch vor den Musikern der Pop- und Rock-Kultur, und hat schon gemeinsame Auftritte und Aufnahmen gemacht mit Techno-DJs, Heavy-Metal-Bands und allem dazwischen.

Traspari ist außerdem für sein soziales Engagement sowohl für die Umwelt als auch für benachteiligte Kinder und Jugendliche bekannt. Er gehörte zu den ersten öffentlichen Unterstützern des Tantalum-Projekts, und ein abendliches Konzert des Künstlers soll den Eröffnungstag beenden.
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« Antwort #10 am: 12.05.2015, 16:28:54 »
Liu Ran Mae

Sie ist das Gesicht des chinesischen Feminismus, wenn es denn so etwas gibt - und gleichzeitig eine der meist kritisierten Frauen in der Wissenschaft. Die chinesische Biologin und Genforscherin hat eine fantastische Karriere gemacht, und mit ihren vielfach ausgezeichneten Studien die Wissenschaft in ihren Fachbereichen nach vorne katapultiert. Aber nachdem sie ihren Ruf einmal hatte, gab es für sie keine Grenzen mehr. Stammzellforschung an menschlichen Embryonen war nur der Einstieg. Ihr Buch "Child Design" war eine klare Ansage ihrer Absichten. Und als sie im Jahr 2014 ankündigte, binnen fünf Jahren den ersten menschlichen Klon erzeugen zu wollen, ging ein Aufschrei durch die ganze Welt.

Liu ist mittlerweile mit einem eigenen Unternehmen frei in ihren Entscheidungen. Und als sie vom Tantalum-Komplex hörte, war sie eine der ersten, die dort ein Labor anmieteten. Auch dies führte zu öffentlicher Kritik an der Livermore Foundation, die jedoch betonte, dass die vor Ort durchgeführten Forschungen Lius nichts mit ihren ethisch fragwürdigen Projekten zu tun hätten, sondern einen Beitrag zum Erhalt der marinen Artenvielfalt liefern sollen.
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« Antwort #11 am: 13.05.2015, 22:14:35 »
Tamatoa Black

Der Sohn einer ehemaligen tahitianischen Strandverkäuferin und eines britischen Wirtschaftsprofessors lebte stets zwischen zwei Welten: In seiner Kindheit wechselte er ständig zwischen Tahiti und Oxford hin und her, lernte beide Sprachen und beide Kulturen, und war doch in keiner wirklich zuhause. Jedoch gab es eine Welt, in der er sich von Anfang an wohlgefühlt hatte: Die Welt der Zahlen.

Tamatoa erwies sich als Mathe-Genie, der bereits mit drei Jahren das Ein mal Eins beherrschte, und mit zehn Jahren in der höheren Mathematik geschult war. Doch trotz aller Begabung wollte der hochbegabte Junge - der übrigens in allen anderen Fächern eher durchschnittlich war - kein reiner Mathematiker werden. Durch seinen Vater lernte er früh, wie das Wirtschaftswesen funktionierte, und welche Rolle Mathematik darin spielt. Nachdem er mit siebzehn Jahren seinen Master-Abschluss in Mathematik abschloss, machte er sich als Unternehmensberater selbstständig. Durch die Vermischung seines mathematischen und wirtschaftlichen Wissens wurde er vom Mathe-Genie zum Finanz-Genie. Als er zwanzig wurde, landete er auf der Titelseite des Economist (wenn auch als Karikatur). Danach stürzten sich die Wirtschafts-Medien auf den charismatischen jungen Denker, dessen messerscharfer analytischer Verstand seinen Kunden so viel Geld einbrachte, dass er selbst mit nur 24 Jahren bereits Millionär war.

Mit 25 Jahren, ein Jahr vor Fertigstellung des Tantalum-Komplexes, wurde er zum Wirtschaftsberater für das Projekt ernannt, und damit zum Aushängeschild für die finanzielle Durchdachtheit des Projekts - ein Zug, der genug Vertrauen in das Projekt erzeugte, um weitere Spendengelder sicherzustellen.
« Letzte Änderung: 13.05.2015, 22:16:49 von Sternenblut »
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« Antwort #12 am: 14.05.2015, 16:25:40 »
Kevin Dahl

Der heute fünfundvierzig Jahre alte Deutsche gehört zu den Vorreitern des Online-Journalismus: Wo andere noch MySpace für das große neue Ding hielten, beschäftigte er sich mit Blogs; wo andere mit Blogs anfingen, hatte er schon seine eigene Magazin-Website. Früh erkannte er, dass bezahlte Inhalte nur eine Chance haben, wenn sie exklusiv und wirklich interessant sind. Das Abschreiben von Meldungen der großen Presseverteiler vermied er somit ebenso wie das Veröffentlichen reiner Meinungen. Im Zentrum seiner Arbeit stand stets der investigative Journalismus, mutig und unabhängig, und vor allem: Unbequem.

Sein Portal "Broken Glass" stand seit seiner Gründung 2007 schon drei Mal kurz vor dem Aus, hat nun aber den kritischen Punkt überwunden. Dahl beschäftigt heute selbst 20 Mitarbeiter, seine Website gehört zu den meistbesuchten News-Seiten der Welt - und jede einzelne Meldung wird in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Chinesisch veröffentlicht.

Bis heute arbeitet Dahl selbst "an der Front", ist also als Journalist in der ganzen Welt unterwegs, und stellt die unbequemen Fragen.
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« Antwort #13 am: 19.05.2015, 14:16:59 »
Sharon Joans

Sie ist ein Symbol für den amerikanischen Traum: Als Kind einer Arbeiterfamilie aus Texas kam sie im jungen Alter von 18 Jahren nach Hollywood, um Schauspielerin zu werden. Sie arbeitete als Kellnerin, bekam dann erste kleine Modeljobs (ihr leicht exotisches Gesicht, das sie ihrem phillipinischen Großvater verdankte, half dabei ebenso weiter wie ihre atemberaubende dunkelbraune Haarmähne), und bekam schließlich eine kleine Rolle in der Sitcom "Yesterday Nights".

So klein die Rolle war, sie sollte ihr Durchbruch werden: Der Regisseur Noel Jackson wurde auf sie aufmerksam, und engagierte sie für eine größere Nebenrolle in dem Familiendrama "A thousand nights of tears". Und dort machte sie ihren Job so gut, dass sie einen Oscar für die beste Nebenrolle bekam. Danach standen ihr alle Türen offen.

Ihre erste Hauptrolle war die der Linda Knight im Mystery-Action-Blockbuster "Darkness Detective" 2012, mit gerade einmal 21 Jahren. Danach folgten "Bluebird", in dem sie eine an Schizophrenie erkrankte Molekularbiologin spielte, und "Hot Guns", in dem sie neben Nicholas Cage als Western-Heldin auftrat. Ihre erste eigene Produktion kam 2014 mit "Dance in the Stars", einem Weltuntergangs-Science-Fiction, in dem eine ganze Reihe von Hollywood-Stars die Erde vor einem Meteorschauer rettete und Sharon als Tina Lawson gleichzeitig noch die große Liebe fand (Matthew McConaughey als Doug Pitcher, dessen Charakter sich gegen den Film-Nebenbuhler Richard Powell als Martin Steam durchsetzen musste). In diesem Film zeigte sie sich erstmals quasi nackt - wenn auch nur als Silhouette hinter einer Milchglasscheibe, in einer heißen Liebesnacht als Schluss-Szene des Films. Der Film wurde ein voller Erfolg, erhielt diverse Oscars für die Darsteller, Special Effects und die Musik, und machte Sharon zum Top-Star in Hollywood.
« Letzte Änderung: 19.05.2015, 17:11:14 von Sternenblut »
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« Antwort #14 am: 21.05.2015, 03:12:28 »
Dr. Frank Viktor Steins
(Text von Duncan Buchanan)

Dr. Frank Viktor Steins galt bis vor wenigen Jahren als einer der Experten für maritime Toxikologie. Große Erfolge hatte er damit erreicht, dass er es geschafft hatte verschiedene Gifte von Meeresbewohnern synthetisch im Labor nachzuzüchten und binnen weniger Monate Gegengifte zu entwickeln- selbst für Gifte, die bislang als zu anpassungsfähig für reguläre Gegengifte galten. Er wurde gefeiert und mit Preisen bedacht- bis seine Talente auch einem anderen Wirtschaftzweig in die Hände fielen. Seine Forschung mit lähmenden Fischgiften, ursprünglich als natürliche, weniger schädliche Alternative zu bewährten Narkosemethoden entwickelt, fielen dem CEO von Colt Defense in die Hände- und dieser sah das Potential eines schnell wirkenden, unschädlichen Nervengiftes. Er machte Steins ein Angebot, dass dieser nicht ablehnte- im Austausch für seine Ergebnisse und der Lizenz, diese auch in der Entwicklung neuer Non-Lethaler Waffen einzusetzen, finanzierte er dem Forscher ein Labor, dass keine Wünsche offen ließ. Das alleine wäre wohl kaum einem Skandal wert- der Umstand, dass die Sache wohl kaum so klappen würde wie sich der Konzern das vorgestellt hatte wohl eher. Die Meisten Probanden reagierten gut auf die durch Pfeilmunition iniizierten Toxine. In einem von hundert Fällen trat jedoch eine unangenehme allergische Reaktion auf- bei keinem der Subjekte auch nur annähernd lebensbedrohlich, aber sehr schmerzhaft. Diese allergische Reaktion verschwieg Steins- und als die Waffe zum ersten Mal vor zahlendem Publikum vorgeführt werden sollte, kam es zum Worst Case. Das "Testsubjekt", ein Freiwilliger, hatte bereits vorher mit einer Allergie gegen Meeresfrüchte zu kämpfen gehabt. Als ihn das Geschoss traf, fiel die Unverträglichkeit für alles Fischige und die Anfälligkeit für das Gift zusammen. Nicht einmal die anwesenden, für den Notfall bereitstehenden Ärzte konnten etwas für ihn tun. Der Patient 0 starb unter unerträglichen Schmerzen, schreiend wie am Spieß, und weder schnell noch einfach.

Steins Ruf war ruiniert. Die letzten Jahre war es ruhig um ihn geworden. Er war abgetaucht- spätestens seit ihm gegenüber mehrere Todesdrohungen ausgesprochen wurden, und sogar ein Anschlag mit einem vergifteten Fisch nur knapp vereitelt werden konnte. Heute ist der Doktor bis zur Paranoia vorsichtig- und weigert sich, an die Öffentlichkeit zu treten. Niemand hat ihn seit Jahren gesehen, selbst seine Familie hat nur durch eine dicke Metallkerntür, die zu seinem Labor in dem alten Herrenhaus führt, mit ihm gesprochen. Jetzt jedoch scheint sich der Forscher entschlossen zu haben, eine Stelle am neu gegründeten Tantalum- Komplex anzunehmen- und wird in den nächsten Tagen erwartet.
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