Autor Thema: Der Ball der Gaukler  (Gelesen 1537 mal)

Beschreibung: Prolog

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Demiurg

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Der Ball der Gaukler
« am: 25.06.2015, 14:59:42 »
Prolog - Der Ball der Gaukler



Jede Welt hat ihre Geschichten.

Von jungen Liebenden, gerechten Herrschern, grausamen Tyrannen und Abenteurern, die auszogen, um ihr Glück herauszufordern. Von Königreichen die aufstiegen und zugrunde gingen, finsteren Bündnissen mit dunklen Mächten und Geheimnissen, die im Verborgenen darauf warten, die Welt zu verändern.

Es sind Muster. Mythen, Märchen und Vorstellungsbildern aus unterschiedlichen Zeiten und Kulturen, die nicht voneinander beeinflusst werden. Geschichten, die fast überall und zu allen Zeiten geschrieben werden und sich als notwendige Konstante der Schöpfung durch das Multiversum ziehen. Kein Lebewesen kann sich diesen Geschichten entziehen und manche Barden mutmaßen sogar, dass selbst die Götter an diese Geschichten gebunden sind.

Spötter weisen das natürlich von sich. Sie behaupten, dass man frei ist, zu tun und zu lassen, was einem selbst beliebt und wer weiß, vielleicht hat euch doch nicht das Schicksal zusammengeführt und vielleicht wird dies keine neue Geschichte.


Ihr seid in Absalom, der großen Metropole Golarions. Händler aus der ganzen Welt verkaufen ihre Waren in dieser Stadt am Nabel der Welt und jene, die hoffen zu Göttern zu werden, stellen sich hier den Prüfungen des Sternensteins. Vielleicht hat der ein oder andere von euch auch schon mit dem Gedanken gespielt, aber heute Abend habt ihr etwas anderes vor.

Manche sagen, das Spiel der Türme ist so alt wie die Zeit selbst. Dass dem Spiel eine Magie innewohnt, das Schicksal zu verändern. Dass eine einzelne Karte Reichtum und Macht, eine andere Tod und Verderben bringen kann. Heute Abend stimmt dies wohl in jedem Fall.

Niemand weiß, wer wirklich hinter der Gesellschaft der Gaukler steckt, aber ihr alle vier Jahre ausgetragenes Turnier ist in ganz Golarion bekannt. Es bietet nicht nur die Gelegenheit, die sagenumwobene Summe von 100.000 Goldmünzen als Gewinn einzustreichen, sondern ist ganz nebenbei das Prestige trächtigste  Spektakel der Elite der Stadt. Die Vergabe der Einladungen erfolgt streng nach den geheimen Regeln der Gesellschaft der Gaukler. Manche würde töten, um diese Gelegenheit zu bekommen und manche haben das wohl auch getan.

Ihr steht in der Festhalle des Anwesens von Fürst Vaheris, dem dieses Jahr die Ehre zuteilwurde, das Spiel der Gaukler auszurichten. Um euch herum stehen etwa zwanzig Personen in aufwendigen Kostümen und den typischen Masken der Gaukler, die jeder Einladung als verpflichtende Kleiderordnung beilagen[1]

Momentan bereiten sich alle auf das Finale vor. Die Gäste stehen mit Gläsern in Gruppen zusammen und schauen aufgeregt tuschelnd zu den Finalisten, die in wenigen Minuten gegeneinander antreten werden: euch.
 1. Mask of Disguise, funktioniert in allen Belangen wie ein Hat of Disguise mit einer Wirkungsdauer von 8h.
« Letzte Änderung: 25.06.2015, 15:00:07 von Demiurg »

Xanxus Sel'Feyren

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Der Ball der Gaukler
« Antwort #1 am: 30.06.2015, 18:22:11 »
Xanxus Maske verformt sich zu einem gauklerhaften Lachen, das darunter liegende Gesicht jedoch verzieht keine Miene. Mit kühlen, kalkulierendem Blick mustert der Elf die Schar der Schaulustigen.

Ein handverlesene Auswahl der einflussreichsten und mächtigsten Männer und Frauen sind hier zu gegen. Wahrhaftig, die Gaukler sind ein Mysterium. Einer Organisation mit derartig weitreichenden Verbindungen und vor Allem diesen enormen finanziellen Ressourcen sollte leichter in die Karten zu gucken sein.
Nun, es wird sich zeigen wer hier wen an der Nase herum führt.


Nachdem er eine Weile lang den maskierten Gesichtern der Gäste die prominente Persönlichkeit hinter der Maske zugeordnet hat, legt Xanxus den Kopf schief und wirft einen Blick auf seine Gegenspieler.

"Nennt mich Xanxus," sagt der Elf mit unverblümter Schlichtheit.
"Ich will nicht indiskret wirken aber ihr wirkt beide nicht sonderlich... nun... clever. Die Tatsache das ihr es bis in die finale Runde gebracht hat spricht wohl dennoch für eure Kompetenz. Das beruhigt mich. Ein Sieg schmeckt nur nach dann Erfolg wenn der Weg dorthin eine Herausforderung war.

Doch sagt, klopft euer Herz? Ihr wisst natürlich um das Risiko. Nicht weniger als eure Seele ist der Einsatz für dieses letzte Spiel. Nur ein Einziger wird diese festlichen Hallen wieder verlassen - der Sieger. Die Verlierer hingegen werden für immer ein Teil der Magie der Karten."


Der Magier schnippt mit dem Finger und ein sanft glühendes Kartenspiel schwebt plötzlich vor ihm. Eine einzelne Karte schiebt sich wie von Geisterhand aus dem Stapel und erhebt sich in die Luft.
Die Spielkarte dreht sich langsam um die eigene Achse und zeigt den anwesenden Zuschauern dann das Bild eines entstellten, menschenähnlichen Gesichts mit leeren, toten Augenhöhlen - die Karte des Verlorenen.[1]
 1. Prestidigitation

Akilo

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Der Ball der Gaukler
« Antwort #2 am: 01.07.2015, 10:49:16 »
Akilo stand gemeinsam mit den anderen im Saal, es gab die anderen dort drüben, die Zuschauer, die Neugierigen, die Schaulustigen, und die anderen neben ihm, die anderen Finalisten. Er hatte nie vorgehabt an diesem Spiel teilzunehmen, aber dann war da diese Wette gewesen und natürlich etwas zu viel Wein. Nun ja, er hatte sich die Suppe eingebrockt, also musste er sie nun auch auslöffeln. Allerdings spürte er nun, wie die Magie dieses Ortes auch ihn beeindruckte. Sprachlos genoss er die Atmosphäre. Und dann hörte er die Worte des bei ihm stehenden Anderen. Ja, das war der Schlag von Person, die er hier erwartet hatte. Aber nun denn, es war ein Spiel, wenn man nicht gewinnen wollte, sollte man nicht teilnehmen., Und da er nun hier stand würde er auch gewinnen wollen müssen. Also los, das Spiel konnte beginnen.

"Es freut mich euch hier zu begegnen, werter Xanxus. Wie ihr sicher wisst, sind wir alle überzeugt, der Eine Sieger zu sein. Wir werden sehen, wer zurecht daran glaubt. Ich bin Akilo und ich freue mich auf das Spiel."
Seine Stimme war ruhig, fast gelassen. Er spürte, dass er noch etwas an seiner Motivation arbeiten musste, wenn er wirklich gewinnen wollte - gleichzeitig wusste er, dass Gewinnen nicht alles war. Cayden war ein Freund des Spiels und der Konkurrenz, aber nicht der Rücksichtslosigkeit. So würde er es auch halten. Er wollte sich noch in die Augen schauen können, wenn er das Spiel beendet hatte. Aber diesen Xanxus musste er im Auge behalten, er schiene in seiner Arroganz, vielleicht gar Verbissenheit, auch zu anderen Mitteln fähig.

Bruder Yao

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Der Ball der Gaukler
« Antwort #3 am: 02.07.2015, 17:06:50 »
Bruder Yao überlegte lang, ob er diese Einladung  annehmen würde, denn diese Veranstaltung schmeckte nach Chaos. Wenn es eine Falle war, dann wollte er gut vorbereitet sein. Er überlegt lange dann beschloss er bei einem Schneider ein Kostüm eines Solar zukaufen. Als er sich in Spiegel betrachtet, musste er herzhaft lachen. Er sah mit den Pappflügel so lächerlich aus. Denn Spielzeugbogen behielt er, aber den Köcher tauscht er gegen seinen aus. Er füllte ihn mit Pfeilen seinem Bögen und den Zauberstäbe.  Seine Ringe wie  auch seine Armschütz zog er an.

So gerüstet macht er sich auf dem Weg zum Festhalle. Vor dem Haus des Fürsten zog er die Maske der Gaukler. Er stellte sich einen himmelsberühten, blonden, blauäugigen und  engelsgesichter Menschen  vor so das zu seinem Kostüm passte.
Er tritt indem Raum und stellt sich an die Seite des Raums, so das niemand in seinem Rücken ist. Er hört aufmerksam zu.  Er bemerkte dass sich die Stimmung des Raums ändert.  Er ist also ein Finalist.
Er tritt zu den anderen Finalist und nickte ihnen zu und blieb stumm.   

Demiurg

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Der Ball der Gaukler
« Antwort #4 am: 04.07.2015, 11:29:21 »
Der dunkle Ton des Gongs übertönt plötzlich alle Gespräche und läutet das Finale ein. Aufgeregt drängen die Gäste auseinander und strömen in den Keller des Anwesens. Wie zuvor, geleitet euch ein maskierter Mann in einen Vorraum, von dem aus man in die Spielhalle gelangt. Die Tür ist noch geschlossen und wird erst mit dem zweiten Schlag des Gongs geöffnet. Die Spielhalle selbst ist ein ehemaliger Weinkeller, der zu einer Arena umgebaut wurde. An allen vier Wänden des Kellers wurden dreistöckige Tribünen aufgebaut und in der Mitte, der Arena, befindet sich euer Spieltisch. Den Ablauf kennt ihr von den vorherigen Runden.

Angespannt schaut ihr in die Gesichter eurer Kontrahenten. Für die Festgesellschaft war es eine Überraschung, dass keiner von euch zu der Stammriege der Spitzenturmkartenspieler gehört. Da ihr bisher auch nicht gegeneinander angetreten seid, kennt keiner die Spielweise des anderen, was zugleich Fluch und Segen war. Mit was müsstet ihr rechnen? Einem vorschnellen Angriff? Einem riskanten Bündnis? Einem zermürbenden Grabenkampf um jede Karte? Ihr wisst nur, dass jeder von euch bisher ausnahmslos gewonnen hatte und ihr damit die besten Turmkartenspieler der Szene geschlagen habt.

Der zweite Schlag des Gongs ertönt und ein Diener öffnet euch die Tür. Unter dem aufbrausenden Applaus der Gäste, begebt ihr euch in die Mitte der Arena und nehmt am Spieltisch Platz. Dann kehrt Ruhe ein und die Gäste schauen gespannt auf einen als Harlekin maskierten Mann, der eine kleine lackierte Holzkiste an den Tisch bringt, sie behutsam öffnet und dann die Spielkarten präsentiert.

Unter Turmkartenspielern waren die Spielkarten heilig. Jeder ernsthafte Spieler verfügte über sein eigenes Set und ließ sich nur ungern auf ein Spiel mit anderen Karten ein. Die Karten wurden nicht selten verzaubert und so war die Angst vor einem magischen Betrug groß. Bei Turnieren gewährleisteten daher immer die Ausrichter, dass es zu keinem Zwischenfall kam. Hinzu kam, dass das Spiel schon seit Jahrhunderten wenn nicht gar Jahrtausenden gespielt wurde und Gelegenheiten wie das Turnier genutzt wurden, um alte, kostbare Spielkarten zu präsentieren. In Absalom gab es einen eigenen feinen Kunstmarkt nur für diese Spielkarten und die Preise überstiegen beinahe sogar das Preisgeld.

Die Gaukler hatten anscheinend ebenfalls weder Kosten noch Mühen gescheut und das Spiel, dass der Harlekin dem Kästchen entnahm, war atemberaubend. Die Karten waren aus dünnem, lackiertem Holz und mit feinen, kunstvoll geschnitzten und bemalten Verzierungen versehen. Die Farben und Motive verrieten, dass es sich um ein ursprüngliches, varisisches Set handelte.

Blitzschnell mischte der Harlekin die Karten und gab euch dann eure entsprechenden Karten. 9 auf die Hand und 9 für euren Turm. Dann entfernte sich der Harlekin und nachdem er die Tribüne inmitten der Arena verlassen hatte, verdunkelte sich das Licht, so dass nur noch euer Tisch beleuchtet war und der Gong ertönte ein drittes und letztes Mal.

Das Spiel konnte beginnen.

Demiurg

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Der Ball der Gaukler
« Antwort #5 am: 04.07.2015, 11:52:43 »
So lange es das Turmkartenspiel gibt, so lange gibt es schon einen Streit darüber, ob der erste Zug oder der letzte Zug der schwerste des Spiels ist.

Am Anfang war man frei. Das Schicksal war noch unbestimmt und ab jetzt würde jede Entscheidung den eigenen Weg mehr und mehr verengenden und vielleicht merkte man erst wenn es zu spät war, dass die erste Entscheidung den nachfolgenden Weg verbaute und man so schon gleich zu Beginn bereits den eigenen Sieg verspielt hatte. Daher galt es, alle seine Züge einer festen Strategie unterzuordnen und den ersten drei Karten die größte Bedeutung zuzumessen. Unter Spielern hieß diese Strategie „Pharasmas Urteil“.

Andere setzten darauf, dass man jedes Schicksal abwenden konnte und begaben sich mit Absicht in Situationen, die ausweglos erschienen, um ihre Kontrahenten zu täuschen und im letzten Moment ihr Schicksal zum Guten zu wenden. Auch diese Strategie setzt auf eine klar befolgte Linie, allerdings gilt das gesamte Spiel den letzten drei Karten. Nur sie entschieden über Sieg oder Niederlage. Man nannte diese Spieler „Groetuskinder“, den diese Spielweise bewegte sich immer nah am Abgrund und nicht selten verkalkulierte sich ein Spieler und verlor bitterlich.

Die dritte Art Spieler verlachte beide Ansätze. Sie wussten, dass die Vergangenheit unwiederbringlich verloren und die Zukunft noch nicht geschehen und damit unbeeinflussbar ist. Diese Spieler setzten alles auf den jeweiligen Zug und knüpfen nur daran ihr Schicksal. Nur der Schritt, den man gerade tut, hat man in der Hand. Er ist der schwerste, aber auch der einzige. Unter Spielern hieß diese Taktik, „einen Wettkampf nach Caydens Art zu führen“.

Gemäß den Regeln, wirft jeder Spieler zu Beginn eine Münze mit Kopf oder Zahl. Der Spieler, der als einziger ein Symbol hat, beginnt. Haben alle drei Spieler dasselbe Symbol, wird ein sogenannter „Kataklysmus“ gespielt, bei dem alle drei Spieler gleichzeitig eine Karte herausspielen. Das Spiel hat in dem Fall nur 25 Züge.

Ihr nehmt die Münzen aus dem Schmuckkästchen und blickt euch an.[1]
 1. Bitte einen 1d2 im Würfelthread werfen.

Xanxus Sel'Feyren

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Der Ball der Gaukler
« Antwort #6 am: 04.07.2015, 16:18:04 »
Xanxus greift in die kleine Schatulle und nimmt eine der Münzen. Prüfend wiegt er das stumpfe, kupferfarbene Geldstück in der Hand.

Schwer... und hart. Scheint kein Kupfer zu sein. Aber was ist es dann?

Xanxus hält die Münze ins Licht und mustert sie genau.

"Bei den Göttern! Das ist kein Kupfer! Das ist Horacalcum, das seltenste unter den Himmelsmetallen! Nicht nur die Karten sind kostbar, auch diese Münzen sind für Sammler von immensem Wert. Diese Gaukler... schon lange hat mich kein Geheimnis mehr gekitzelt als das ihre. Es war die richtige Entscheidung an diesem Spiel teilzunehmen.

Der Elf schnippt die Münze in die Luft und noch bevor sie die Tischplatte berührt ruft er "Kopf".
Und in der Tat, als die Münze klimpert auf der Tischplatte zum Liegen kommt zeigt sie eben diese Seite.

Xanxus setzt sich ruhig auf einen der drei Stühle und faltet die Hände.
« Letzte Änderung: 04.07.2015, 16:18:36 von Xanxus Sel'Feyren »

Bruder Yao

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Der Ball der Gaukler
« Antwort #7 am: 07.07.2015, 13:19:34 »
Glückspiel und er muss mitspielen die Chaosgötter haben ihren Spaß, doch seine Ahnen würden nicht mehr mit ihm sprechen wenn nicht sein beste gibt, denn es geht um einen ordentlichen Betrag
Langsam nimmt er die Münze als zweiter und  wirft sie in die Luft. Die Münze landet gerade so auf den Tisch und dort zeigt die Münze Zahl an.
Dann tritt er zum Tisch und setzte sich hin. Er überlegte dann kurz und sprach ein Gebet " Ehrenwürdiger  Erastil wache über diese Spiel so dass jeder an diesen Spielen wahrhaftige spielt und der Beste soll gewinnen
« Letzte Änderung: 08.07.2015, 09:16:27 von Vaêl »

Demiurg

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Der Ball der Gaukler
« Antwort #8 am: 08.07.2015, 09:17:47 »
Kopf und Zahl. Kein Kataklysmus, aber noch war alles offen. Ein Raunen geht durch das Publikum und die Blicke wandern zu Akilo.

Demiurg

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Der Ball der Gaukler
« Antwort #9 am: 11.07.2015, 20:16:43 »
Akilo blickt in die Runde und holt seinerseits eine Münze aus dem Holzkästchen hervor. Mit einer geschickten Bewegung schnippt er sie mit dem Daumen in die Luft und fängt sie wieder auf. Die Münze ist noch in der geschlossenen Hand verborgen, als er dem Publikum ein charmantes Lächeln zuwirft und die Münze dann auf den Tisch legt.

Er wusste, dass er in keinem Fall mehr zuerst sein Schicksal ausspielen muss und hatte damit zunächst alle Freiheiten, ohne selbst unter Druck zu stehen; eine Position, die Akilo sehr schätzt. Die Münze zeigt Zahl und damit ist es an Xanxus, das Spiel zu eröffnen.

Xanxus zögert nicht lange. Seit Beginn des Turniers hatte er sich eine Strategie für den ersten Zug des Finales vorbehalten und nun würde sich zeigen, ob sie ausging. Mit einer sicheren Bewegung, zieht er die noch verdeckte obere, mittlere Karte in die Mitte des Spieltischs und deckt sie auf.

Die Grille.



Eine defensive Karte, die für den Zauber des Anfangs einer Reise oder eine sichere Heimkehr steht. Man nannte dies die Eröffnung von der hohen Wacht, da man mit dieser Eröffnung nur verlieren konnte, wenn sich beide Spieler gegen einen verbündeten und ihre offensiven Karten spielten, was in der allerersten Runde taktisch riskant und entsprechend selten war.

Alle Spieler greifen nun nach ihren Handkarten und besehen sich das Rüstzeug, dass sie nun einsetzen können[1]. Als der Blick wieder auf die Karte der Grille in der Mitte wandert, sehen sie die Anomalie zum ersten Mal.

In der Mitte des Tisches, genau oberhalb der Karte hat sich eine kleine, silbrig glänzende Kugel manifestiert, die sich immer schneller um sich selbst dreht und dabei an der Realität selbst zu ziehen scheint. Die Umrisse der Karte und des Tisches verschwimmen und werden zur Kugel gezogen. Eine der Münzen auf dem Tisch beginnt zu zittern und plötzlich fliegt sie mit einem Zischen durch die Luft und verschwindet in der silbrigen Kugel.
Diese rotiert immer schneller und entlädt sich mit einem elektrischen Schlag. Eine Welle blauer Magie zuckt knisternd durch den Raum und die silbrige Kugel ist einem gleißenden Portal gewichen. Der Sog ist damit aber nur größer geworden und obwohl ihr euch mit Händen und Kräften wehrt, euch in den Tisch krallt oder einen Zauber wirken wollt, habt ihr dem Sog nichts entgegen zu setzen. Unweigerlich werdet ihr in das Portal gezogen und die Welt um euch herum wird finster.



 1. Per PM an Xanxus, Yao und Akilo.
« Letzte Änderung: 11.07.2015, 20:19:28 von Demiurg »