Autor Thema: Midoris Prolog: Viele Türen doch nur ein Weg hinaus.  (Gelesen 3048 mal)

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Ginsengsei

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Midoris Prolog: Viele Türen doch nur ein Weg hinaus.
« Antwort #30 am: 04.01.2016, 17:00:40 »
Der Mann flucht über seinen verschossenen Pfeil und möchte direkt nachlegen doch stellt dann mit Verwunderung fest, dass ihm die Pfeile fehlen. "Na warte!" mit einem Satz und zwei Schritten steht er fast vor ihr. In seiner linken Hand hält er das Schwert, welches bedrohlich auf Midori zeigt.
"We, father and son…both live at the crossroads to Hell!"

Midori

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Midoris Prolog: Viele Türen doch nur ein Weg hinaus.
« Antwort #31 am: 05.01.2016, 11:17:53 »
Midori spürt mehr als dass sie sieht, dass einer der Ashigaru gerade seinen letzten Atemzug tut. Ein schrecklicher Gedanke kommt ihr dabei. Unvermittelt bleibt sie stehen und wirbelt herum, das Schwert mit beiden Händen an ausgestreckten Armen vor sich haltend. Zitternd steht sie nun vor dem Banditen und zwingt sich dazu, ihm ins Gesicht zu sehen. Die Waffe in ihren Händen wirkt dabei mehr wie ein Fremdkörper als wie eine Bedrohung.

"Wartet!" Ihre Stimme klingt flehender als sie es beabsichtigt hat. "Ich werde mich ergeben, aber...", sie wirft einen kurzen Blick auf die sterbenden Männer, "...aber erlaubt mir, mich zuvor um die Verwundeten zu kümmern. Ich bitte euch." Sie senkt das Schwert ein wenig, zum Teil als Zeichen der Aufgabe, zum Teil weil ihre Arme ermüden. "Danach könnt ihr mit mir tun, was ihr wollt."
Meiner Rechnung zu folge müssten jetzt noch genau Yao und der Ashigaru 4 am Leben aber sterbend sein. Falls der Bandit es zu lässt, wird Midori versuchen, sie zu stabilisieren. Wenn nicht, wird sie ihn mit dem Schwert an greifen, sobald er sich ihr nähert (Ready Action). Angriff und Schaden würfele ich Sicherheits halber schon aus:
Angriff: 2 (kein kritischer Fehlschlag)
Ich wusste schon immer, dass es schlechtes Karma ist, so etwas vorher schon zu würfeln. <.<

Ginsengsei

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« Antwort #32 am: 05.01.2016, 11:49:44 »
"Vergiss die Verwundeten. Hier draußen wird keiner von ihnen überleben.[1] Gib mir die Waffe und du wirst ihnen noch Lebewohl sagen können." Sagt der Mann bitter und geht einen Schritt auf Midori zu. Im selben Moment versucht sie nach ihm zu schlagen doch er ist schnelle. Er blockt den Schlag mit seinem Schwert und schlägt dann auf ihres um sie zu entwaffnen aber Midori merkt, dass er außer seiner Kraft keine besondere Technik beherrscht und so gleiten die Klingen einfach aneinander entlang ins Leere. "Lass das!"
 1. Die Ashigaru sind tot. Yao ist durch seinen guten Wurf wieder disabled. Wir können das ja so auslegen, dass er darauf wartet den Gegner in Reichweite zu haben um ihn dann zu überraschen.
« Letzte Änderung: 05.01.2016, 12:01:12 von Ginsengsei »
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Midori

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« Antwort #33 am: 05.01.2016, 15:10:20 »
"Das kann ich nicht. Bitte versteht doch, dass ich das nicht kann." Das Schwert unkontrolliert in Richtung ihres Gegners schwingend stürmt Midori durch den Schnee zurück zu dem am Boden liegenden Yao. Sie weiß dass sie wenigstens versuchen muss, ihn zu retten. Es ist ihre Pflicht.
Withdraw

Ich habe an Hand der vergangenen Runden versucht, fest zu stellen wo Yao ist, da ich es auf der Karte nicht mehr erkennen kann. Er müsste jetzt direkt westlich von Midori sein. Falls ich mich irre, lass es mich bitte wissen.

Ginsengsei

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Midoris Prolog: Viele Türen doch nur ein Weg hinaus.
« Antwort #34 am: 05.01.2016, 18:00:48 »
Mit zwei Schritten ist er neben ihr, steckt das Schwert in die Scheide und versucht ihr damit eins über den Kopf zu ziehen aber er ist furchtbar ungeschickt und verfehlt Midori bei weitem.

Habe ein neues Icon für Yao gesetzt. Denke das Bild passt gut zu ihm. (Ich hatte ihn östlich in Erinnerung aber das spielt für mich keine Rolle. Wir können ihn platzieren wie es dir passt.)
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Midori

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Midoris Prolog: Viele Türen doch nur ein Weg hinaus.
« Antwort #35 am: 06.01.2016, 11:34:20 »
Gerade will sich Midori zu dem am Boden liegenden und blutenden Yao hin knien als auch schon das Schwert des Banditen über sie hinweg saust. Vor Schreck hätte sie beinahe das Schwert fallen gelassen, das sie immer noch in den Händen hielt. Noch mehr erschrickt sie aber, als Yaos Katana plötzlich vor stößt, als wäre der Samurai von den Toten zurück gekehrt, um Rache zu üben. Der davon völlig überraschte Gegner wird zwar getroffen, Yao jedoch stürzt mit einem Ächzen wieder zurück in den Schnee. Blut läuft ihm aus Mund und Nase und verschiedenen, eigentlich tödlich scheinenden Wunden.

Von Yaos Mut und Entschlossenheit beflügelt, die anscheinend weit über ihr Vorstellungs Vermögen hinaus reichen, stößt auch Midori nun mit ihrer Klinge nach dem Banditen. Als die Spitze ihres Schwertes aber tatsächlich auch eine Lücke in seiner Panzerung findet, ist sie so überrascht, dass sie sie sofort wieder zurück zieht. Unwillkürlich setzt sie zu einer Entschuldigung an, verstummt aber sofort wieder.
Yaos Angriff: 23
Schaden: 5

Midoris Angriff: 17
Schaden: 3

Ginsengsei

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Midoris Prolog: Viele Türen doch nur ein Weg hinaus.
« Antwort #36 am: 06.01.2016, 22:06:54 »
Blut quillt zuerst aus den Wunden in der Brust, ungläubig fasst der Mann an die Stelle an der er getroffen wurde. Dann schaut er Midori mit leerem, verzweifeln den Blick an. Blut tropft ihm aus dem Mund das Kinn hinab und er sackt nach vorne in den Schnee.

Stille. Die Welt um Midori herum wirkt wie die Szene aus einem Alptraum. Das Tropfen von Wasser unter dem Schnee ist das einzige Geräusch das zu ihr hervor dringt. Der blaue Himmel scheint weit entfernt vom roten Schnee.[1]
 1. Wenn Midori sich um Yao kümmert wird er stabil.
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Midori

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Midoris Prolog: Viele Türen doch nur ein Weg hinaus.
« Antwort #37 am: 08.01.2016, 20:04:24 »
Das Schwert entgleitet Midoris Händen. Einige Sekunden lang starrt sie den Mann nur mit offenem Mund an. Sie hatte jemanden getötet. Würde sie damit leben können? Was sollte sie nun tun?
Plötzlich durchzuckt es sie wie ein Blitz: Sie muss irgendwie dafür Sorgen, dass Yao nicht auch noch seinen Wunden erliegt. Er hatte seine Zähigkeit schon mehrfach unter Beweis gestellt, doch in diesem Moment liegt er zu ihren Füßen und verblutet. Seine Wunden hätten jeden geringeren mit Leichtigkeit getötet und auch er schwebt nun in höchster Gefahr.

Hilflos schaut sie umher. Sie hat weder Verbands Material noch weiß sie wirklich, wie man Wunden richtig behandelt, aber sie muss es versuchen. Kurzerhand zerreißt sie ihren Yukata, um ein großes Stück des teuren, vormals schönen Stoffes als einen Verband zu nutzen. Dann fasst sie mit einer Hand um den Schaft des Pfeiles, um ihn vorsichtig und ohne weitere Verletzungen zu verursachen aus Yaos Hals zu ziehen. Nur mühsam unterdrückt sie den Würgereflex als sie sieht, hört und spürt, wie sich die Spitze Stück für Stück aus dem Fleisch zieht. Schnell presst sie den Stoff auf die Wunde und hält ihn dort fest. Es fällt ihr nicht leicht, eine Möglichkeit zu finden, den Verband so an zu legen, dass er zwar auf die Wunde drückt, den Samurai dabei aber nicht erwürgt. Schließlich jedoch gelingt es ihr, ihn an seiner Schulter zu verknoten und damit die Blutung zu stoppen.

"Ich kann ihn nicht hier im Schnee liegen lassen. Er wird erfrieren.", wird ihr klar und so macht sie sich daran, ihn an zu heben, um ihn zur Sänfte zu tragen. Doch der starke Samurai ist viel zu schwer für ihre begrenzte Körperkraft und so gibt sie ihr Vorhaben schnell wieder auf. Unter unendlich erscheinenden Mühen und nach ewig erscheinender Zeit gelingt es ihr aber, ihn durch den Schnee zur Sänfte zu ziehen, wobei sie jedoch ihre Geta verliert. Indem sie ihre Beine gegen seinen Körper stemmt, schafft sie es sogar, Yao hinein ins Trockene zu schieben. Behutsam befreit sie seinen Körper vom Schnee und schließt die Sänfte dann, um den schwer verletzten Samurai wenigstens vor dem bitter kalten Wind zu schützen.

Mit der Erleichterung, Yao versorgt zu haben trifft sie nun aber der Schock des zuvor Erlebten mit voller Härte. Sie schafft es noch gerade zwei Schritte zu laufen, bevor sie im Schnee zusammen bricht und sich übergibt. Danach erst beginnt sie wieder die Kälte des Schnees an ihren Füßen zu spüren und den Wind, der durch ihren zerrissenen Yukata streicht. Resigniert sucht sie nach ihren Geta, die sie zwar nicht wärmen, aber wenigstens ihre Füße vom Schnee fern halten würden.

Endlich steht sie frierend und zitternd vor dem Sänfte, ihre Arme um ihren Körper geschlungen und auf der Stelle tretend in dem vergeblichen Versuch sich warm zu halten. Aber der kalte Wind fühlt sich wie Klingen auf ihrer Haut an. "Vielleicht sollte ich auch hinein gehen?", fragt sie sich schließlich, "Immerhin würden wir uns gegenseitig ein bisschen wärmen. Das wäre doch das Beste, oder? Es wäre ja nicht nur zu meinem Wohl, oder? Es wäre doch auch für ihn das Beste, oder?" So versucht sie sich selbst von der Richtigkeit ihres Vorhabens zu überzeugen.

Langsam und unsicher schiebt sie die Tür wieder auf und späht hinein. "Bitte verzeiht die Störung.", kommt es ihr wie ein Reflex über die Lippen. Yao aber hat sich immer noch nicht gerührt. So streift sie ihre Geta ab und schließt die Tür wieder hinter sich. Sanft schmiegt sie ihren Körper an den des Samurai. "Wenn er wieder auf wacht, wird er mir sagen können, was ich zu tun habe. Und wenn nicht... dann verdiene auch ich es nicht, wieder auf zu wachen..."

Ginsengsei

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« Letzte Änderung: 17.01.2016, 12:29:11 von Ginsengsei »
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