Autor Thema: Die letzte Schlacht gegen die Rote Hand des Unheils  (Gelesen 1714 mal)

Beschreibung:

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Groetus

  • Moderator
  • Beiträge: 1515
    • Profil anzeigen
Malakar hatte wirklich die alten Schriften im Abadar-Tempel ausgiebig studiert. Sie reichten weit zurück und was noch erstaunlicher war, sie bezogen sich nicht nur auf Molthune wie man vielleicht denken könnte. Sie beschäftigten sich mit dem Bau der ersten Städte auf Avistan. Ein besonderes Kapitel war auch der prächtigen Stadt Absalom und seiner Gründung gewidmet. Trotzdem war die Materie freilich für Malakar keine Unbekannte ganz im Gegenteil. Städte, Gesetze, Handel und Reichtum waren die Thematiken dieser Bibliothek des Abadar-Tempels. Der Molthune-Tempel unterschied sich da wenig von anderen Tempeln. Und so verging einige Zeit, die für den ehemaligen Banditen und nun Abadar-Anhänger höchst faszinierend war, da er sich neben den Büchern auch mit seinen Glaubensbrüdern austauschen konnte. Mit dem gnomischen Abadar-Kleriker Cruz erlebte er sogar zwischenzeitlich ein kleines Abenteuer, welches die beiden zusammenschweißte. Doch er wurde wenig später in Canorate in einen Krieg hineingezogen, der überraschend kam, und mit dem so jedenfalls niemand rechnete.

Molthune nahm alle möglichen Kreaturen in ihre Armee auf beispielsweise auch Hobgoblins. Das sollte ihnen zum Verhängnis werden. Denn diese wendeten sich am Tag des Angriffs auf Canorate gegen Molthune. Dabei fing alles mit ein paar unscheinbaren und eher nur lästigen Banditenüberfällen an. Man sah die riesige Armee aus dem Gebirge seltsamerweise erst anrücken, als es fast zu spät war, aber auch „nur“ fast. Gerade noch rechtzeitig konnte alles mobil gemacht werden in der Hauptstadt Canorate. Es war ein Glück in diesem Fall, dass es sich um eine militärisch geprägte Nation handelte. Man dachte eigentlich immer, dass nur Isger Probleme mit Goblinoiden haben würde und momentan auch schon länger nicht mehr. Dieser Überfall kam für viele Molthuner wirklich sehr überraschend. Um den Tempel seiner Gottheit und sich selbst zu schützen griff Malakar in den Kampf mit ein. Mit seiner Waffe, die ursprünglich aus Alkenstar stammte und später außerhalb von Alkenstar verzaubert wurde, schoss er nicht nur reihenweise Hobgoblin ab mit dem Symbol einer roten Klaue vor einem gelben Kreis ab, wobei manche auch das Symbol eines fünfköpfigen Drachen trugen[1], sondern auch schwarz geschuppte "drachenartige" Humanoide[2], einfache Goblins mit Worgen, auch Kreaturen, die einen an Gargylen mit blauer schuppiger Haut erinnern, fledermausartige Flügel und hinten einen Schwanz mit Stachel haben[3] und da waren auch noch gepanzerte humanoide Gestalten, die ziemlich verstaubt waren und die Spinnweben bedeckten, soweit Malakar das erkennen konnte, die sich allerdings mit der furchteinflößenden Unaufhaltsamkeit einer behäbigen, aber dennoch gefährlichen Bestie bewegten und mit Zweihändern bewaffnet waren (für ihre schwere Rüstung bewegten sie sich wahrhaft erstaunlich schnell)[4] Aus der Entfernung hat der Abadar-Gläubige auch einen hausgroßen roten Drachen[5]  gesehen, den nach sehr verlustreicher Schlacht, die Verteidiger von Canorate doch irgendwie besiegen konnten. Einer deiner gnomischen Glaubensbrüder hat sich sogar in diesen Kampf vorgewagt und trägt nun eine Rüstung aus roten Drachenschuppen.[6]   Ein mächtiger Kleriker soll die ganze drakonische und goblinoide Armee angeführt haben und sogar mit einem eiltären Stoßtrupp Kriegsmagier, Antipaladinen, Assassinen, Kriegspriestern und Goblin-Scharfschützen in den inneren Kern der Verteidigung von Canorate vorgedrungen sein.[7]

Cruz war- wie schon angedeutet- auch wieder nach einigen wissensdurstigen Erkundungen in Canorate und tat sein Möglichstes um in dem Krieg gegen die Goblinoiden und drakonischen Kreaturen zu helfen. Nur seinem beherzten Eingreifen und Teleportieren mit einigen Abadar-Hohepriestern war es zu verdanken, dass der rote Drache in der Hauptstadt nicht alles in Schutt und Asche verwandelte. Die Tempelbibliothek unterlag der höchsten Sicherheitsstufe, doch in den Wirren dieses Krieges wurde ein abscheulicher Diebstahl von wertvollen Büchern gemeldet. Erkenntnismagie ergab merkwürdigerweise nur das, was eh schon auf der Hand lag, nämlich dass die Angreifer der Stadt auch etwas damit zu tun hatten. Offenbar hatten sie auch einen Meisterdieb oder gar Meisterdiebe in ihren Reihen.

Libarus dagegen trieb etwas ganz anderes nach Molthune. Die Suche nach unermesslichem Reichtum und Schätzen. Aus zuverlässiger Quelle hatte er gehört, dass irgendwo im Menador-Gebirge in Molthune ein uralter Tempel einer unbekannten, exotischen Drachengottheit liegen würde und dass an so einem Ort sicherlich viele Schätze zu holen wären. Eine Möglichkeit reich zu werden und berühmt zugleich. Libarus ging keinesfalls ungeschickt vor. Er merkte, dass überall in Molthune große Sicherheitsvorkehrungen an den Grenzen getroffen wurden. Nur mit viel Glück schaffte er es dort hinein. Mit dem was kam, rechnete niemand, aber die Einreise war wegen Banditenüberfälle erschwert. Das wollte man vor Außenstehenden geheim halten eigentlich. Libarus hatte wirklich einen guten Plan wie er eine Expedition auf die Beine stellen würde. Er ging nach Canorate der Hauptstadt und wollte sich Abenteurer für eine Expedition suchen. Wahrlich clever gedacht. Allerdings kam ihm ein Krieg in die Quere. So dass er seine Pläne erst einmal nicht weiter verfolgen konnte. Auch ihm kam die Schlacht um die Hauptstadt ungelegen.

Gofindor Mentras bekam auch alles von der Schlacht mit als angesehener Kriegsmagier Molthunes. Viele Kreaturen waren ziemlich resistent gegenüber Magie. Die einfachen Goblinoiden natürlich nicht, aber diese waren sehr verschlagen in ihren Kriegstaktiken. Weniger Nethys, seine Schutzgottheit, beschützte ihn an diesem Tag, sondern es musste Desna gewesen sein, die ihre schützende Hand über ihn hielt. Denn viele seiner Kriegsmagier-Kameraden starben an diesem Tag, doch er nicht. Gofindor hatte mit dieser Armee noch eine offene Rechnung auch wenn sie scheinbar besiegt wurde.

Gruffin verehrte insgeheim Bolka und eines Nachts hatte er einen außergewöhnlichen Traum. Er sah eine Gestalt einer Zwergin, die ungefähr in seinem Alter sein musste, es war eine schimmernde, anmutige und charismatische Gestalt die auch eine Aura der Weisheit zugleich ausstrahlte. In perfektem zwergisch sagte sie zu Gruffin: „Ich glaube, Ihr wisst, wer ich bin. Eine uralte Gefahr lauert dort, wo die Flamme sich zuerst entzündet. Wenn das drakonisch Teufelische aus der Hölle ausbricht, ist alles verloren. Auch viele Zwerge werden sterben.  Du hast eine Bestimmung. Gehe dort hin, wo alles beginnen wird und verhindere großes Unheil. Du wirst die Zeichen erkennen, wenn sie kommen. Warte auf deine große Stunde.“ Und plötzlich war die Zwergin weg, aber Gruffin sah dafür eine riesige Karte von Golarion, die die Innere See Region repräsentierte. Gruffin war wahrlich kein Experte für Geographie, aber selbst er erkannte wie ein Feuer in der Nation Molthune zu brennen begann und sich immer weiter ausbreitete bis die Karte nur noch ein Häufchen Asche war. Aus den Überresten der einst so riesigen Karte kamen fünf Drachenköpfe hervor. Wäre Gruffin nicht ein zwergischer Steinfürst hätte er es wahrhaft mit der Angst zu tun bekommen, als die Drachenköpfe, die die fünf chromatischen Drachen repräsentierten, blitzschnell auf ihn zu kamen. Doch dann erwachte er wieder. Er hatte nun ein Ziel: Molthune. Die Drachenkreaturen, die er dann in Canorate mit eigenen Augen sah, bestätigten den Traum, dem er gefolgt war. Es musste Bolka sein, die ihm erschien und er hatte den Traum bzw. Alptraum ernst genommen.

Letztendlich hatten die Verteidiger von Canorate gesiegt und die kläglichen Reste des Feindes in die Flucht geschlagen. Doch um welchen Preis! Viele Soldaten ließen ihr Leben, die Stadt war ein Trümmerhaufen und überall war man noch in Alarmbereitschaft trotz dieses „taladanischen Sieges“ [8] aus Sicht vieler Hauptstadt-Bewohner. Überall hatte man Angst, dass Nirmathas die Gunst der Stunde nutzen würde und jetzt Molthune überfallen würde. Doch noch geschah das nicht.

Der Imperiale Governeur Markwin Teldas hatte ein gutes Informationsnetzwerk und er wurde auf die fünf genannten „Helden“ aufmerksam durch so manche großen Taten der Vergangenheit bzw. was er so über sie erfahren konnte. Doch trotzdem blieb es immer noch ein Rätsel, warum gerade sie ausgewählt wurden. Ja, viele waren tot in der Hauptstadt, aber einige Elite-Truppen waren schon noch übrig. Warum bediente er sich gerade ihrer? Gut, bei Gofindor konnte man sich noch halbwegs vorstellen warum. Aber bei dem Rest? Aber auch dieses Rätsel würde bestimmt bald gelüftet werden.

Das Imperiale Schloss war auf jeden Fall gut erhalten, als die Fünf zufällig in etwa gleichzeitig mit einer fast identischen wenig sagenden Einladung dort eintrafen. Trotz der Tatsache, dass die oberste Speerspitze der Goblinoiden das Innere des Imperialen Schlosses angriff, war das wehrhafte Gebäude erstaunlich gut erhalten. Die Leichen mussten schon weggetragen sein, nur ab und an dachte man, dass ein paar Blutflecken auf den Teppichen zu sehen wären, die natürlich noch weggemacht werden müssen. Man führt die Fünf auch sogleich an ihren Bestimmungsort nach Vorzeigen der Einladung und nach der Überprüfung ihrer Echtheit. Governeur Teldas erwartet sie auch schon. Der Kriegsbesprechungsraum  ist sehr karg eingerichtet, gerade mal ein Tisch und insgesamt zehn Stühle, wovon natürlich dieses mal nicht alle gebraucht werden. Auffällig ist allerdings eine riesige Karte von der gesamten inneren See Region, die eine Beschriftung der wichtigsten Regionen hat. Eine wahre Augenweide für jeden Geographen. Als die Höflichkeitsfloskeln ausgetauscht sind, mustert das Staatsoberhaupt alle Anwesenden erst einmal sehr genau, bevor er das Wort- sicherlich bald- ergreifen wird.[9]   


 1. Wissen (lokales) oder Diplomacy für späteres Gather Information DC 15 wegen der Klaue und Wissen (Religion) DC 25 wegen dem Drachensymbol, da extrem unbekannt auf Golarion
 2. Wissen (Lokales) oder Wissen (Arkanes)
 3. Wissen (die Ebenen) -> hoher DC wegen Seltenheit und weniger wegen Mächtigkeit der Kreatur
 4. Wissen (die Ebenen).
 5. Wissen (Arkanes)
 6. Ich glaube, man weiß, wer damit gemeint sein soll.
 7. Diplomacy für Gather Information wegen dem Kleriker.
 8. Eine Bemerkung in Molthune, die etwa unserem Verständnis eines Pyrus-Sieges entspricht.
 9. Bitte beschreibt euer Aussehen an dieser Stelle! Was habt ihr dabei? Was ist besonders auffällig? Und noch: Was waren eure Gründe warum ihr Teldas schlichter Einladung gefolgt seid? Auf freiwilliger Basis könnt ihr auch die ein oder andere Geschichte zu den Kriegshandlungen schreiben, solange es meinem Beitrag nicht vollständig widerspricht. Gedanken, Gefühle etc könnt ihr, falls gewollt, nennen. Das ist aber rein freiwillig wie schon gesagt…
« Letzte Änderung: 19.12.2015, 12:14:44 von Groetus »
God of the End Times
"Die reinste Form des Chaos ist immer noch der Wahnsinn!"

Libarus

  • Beiträge: 11
    • Profil anzeigen
Die letzte Schlacht gegen die Rote Hand des Unheils
« Antwort #1 am: 19.12.2015, 06:37:16 »
[1]

Eigentlich hattte Libarus sich über die Einladung in den Palast gefreut; denn er war sich sicher, für seine Hilfe im Kampf endlich die Erlaubnis zu bekommen, seine Forschungen aufnehmen zu können.
Nur zu gut erinnerte er sich noch an die Schlacht. Er und sein Trupp hatten es den Angreifern so richtig gezeigt. Denn ihre kleine, mobile Gruppe aus plänkelnden Fernkämpfern war wie ein Stachel, der das Fleisch des feindlichen Heeres immer da getroffen hatte, wo es am Schmerzhafteste war. Immer wieder waren sie aus dem Nichts in der Flanke oder dem Rücken des Feindes aufgetaucht und hatten dort für Unruhe und herbe Verluste gesorgt. Dann waren sie wieder verschwunden und hatten das gegnerische Heer verwirrt und verängstigt zurückgelassen, auf den nächsten Schlag wartend. Sein Lächeln wurde bei dem Gedanken breiter.
Und nun wollte ihn der Governeur sprechen.
Aber schon als er beim Schloß ankam, bemerkte er, daß er sich wohl geirrt hatte. Auch andere bemerkenswerte Kämpfer waren anscheinend geladen worden. Ging es nur darum, einen Orden zu erhalten?
Libarus hoffte, den Governeur dann wenigstens anschliessend sprechen zu können.
Und nun stand er in einem Zimmer mit den anderen und wurde gemustert.
Er wußte wie er aussah.
Eine abenteuerliche Gestalt war er. Feste Lederstiefel gingen in eine ebenso feste Lederhose über, beides für Reisen in der Wildnis mehr als geeignet. An seinem Gürtel voller Taschen hingen noch Rapier und Peitsche auf der einen und ein kleiner Köcher plus leichter Armbrust auf der anderen Seite, fast verborgen durch die etwas längere schwarze Wildlederjacke. Diese war über eine violett-silberne Brockatweste geworfen, unter der wiederrum ein festes graues Leinenhemd zu erkennen war. Gekrönt wurde sein Ensemble durch einen breitkrempigen Hut, den er jetzt in der behandschuhten Hand hielt, wodurch das dünne Stirnband sichtbar wurde, in dessen Mitte ein Edelstein befestigt war.
Sein Gesicht zeigte einen entspannten, freundlichen Ausdruck, der etwas durch die Augen beeinträchtigt wurde. Denn diese sahen wie zwei schwarze Perlen in den Augenhöhlen aus, was an den dunklen Linsen lag, die er trug. Deutlich war zu erkennen, das Libarus ein Mischling war. Seine offenen, langen, leicht gewelllten Haare zeigen ein helles Braun, ebenso wie sein langer, herabhängender Schnurrbart. Seine Züge zeugten von ulfischen wie varisischen Vorfahren, jedenfalls für jene, die sich mit so etwas auskannten.
Und man sprüte fast körperlich, das diesem Mann nicht viel entging, das in seiner Umgebung geschah.
Libarus wartete darauf, was der Governeur zu sagen hatte und betrachtete ebenfalls die anderen Anwesenden.
 1. Würfe: S. Würfelthread

Malakar

  • Beiträge: 40
    • Profil anzeigen
Die letzte Schlacht gegen die Rote Hand des Unheils
« Antwort #2 am: 19.12.2015, 17:04:31 »
Malakar d'Vir hatte den Grund der Einladung nicht groß hinterfragt, denn was immer dieser auch sein mochte, für ihn war es eine Selbstverständlichkeit, dass er dem Geheiß des imperialen Gouverneurs Markwin Teldas Folge leisten würde. Es war ihm jedoch eine Ehre, dass das Oberhaupt Molthunes seine Aufmerksamkeit auf einen einfachen Diener Abadars wie ihm richtete. Dementsprechend hatte er sich gründlich vorbereitet, seine Kleidung geflickt und gesäubert, das goldene Symbol seines Glaubens geputzt bis es wie neu aussah und natürlich auch ein ausgiebiges Bad genommen und die Orden, die man ihm auf seinen Reisen verliehen hatte, hervorgeholt und an seine Brust geheftet. Dass ihn die Symbole, die er bei den Hobgoblins gesehen hatte, sehr unwohl stimmten, da sie ihn an längst vergessene düstere Legenden erinnerten, versuchte er sich nicht anmerken zu lassen, aber der Umstand, dass sich Drachen mit so niederen Kreaturen wie Goblinoiden zusammentaten, machte ihn nervöser als er es sich eingestehen wollte. Misstrauisch wie er war, argwöhnte der Inquisitor bereits, dass mit dem Angriff auf Canorate die Bedrohung längst noch nicht abgewendet war. Als er Markwin Teldas gegenübersteht, machte Malakar eine Verbeugung und trat dann zurück, wo er darauf wartete, dass man ihn über den Anlass des Zusammentreffens informierte.
Strafe ist Gerechtigkeit für die Ungerechten.

Gruffin Ironguard

  • Beiträge: 3
    • Profil anzeigen
Die letzte Schlacht gegen die Rote Hand des Unheils
« Antwort #3 am: 20.12.2015, 01:55:21 »
Gruffin betrat gemessenen Schrittes den Saal und begrüsste jeden der Anwesenden mit einer angedeuteten Verbeugung. Dabei nannte er kaum mehr als seinen Namen und seinen Titel des Steinfürsten. Das Reden bei offiziellen Anlässen war nicht sein Ding und es interessierte ihn auch nicht. Die Herrschaften wussten, dass sie es mit einem Zwerg zu tun hatten, also fühlte sich Gruffin in seiner Schweigsamkeit auch im Recht.

Dass man ihn zu dieser Besprechung eingeladen hatte, schien ihm nur berechtigt. Schon seine feingearbeitete Rüstung, die sein Großvater Harskin noch selbigst aus feinstem Mithril geschmiedet hatte, sollte deutlich gemacht haben, dass hier nicht irgendein Zwerg nach Molthun gekommen war. Und dann hatte er sich zudem in der letzten Schlacht als fähigen Kombatanten herausgestellt. Er war am Tor gestanden und hatte Woge um Woge von Angreifern zurückgeschlagen. Kein Feind war an dieser Stelle vorbeigekommen, aber auch nicht die heißblütigen Jungspunde, die den Angreifern aufs Feld und in den sicheren Tod nacheilen wollten.Gruffin hatte eine Ohrfeige verteilt, dass der Junge auf den Boden gefallen war.

Der Krieg war keine verdienstvolle Angelegenheit in Gruffins Augen. Er war eine elendige Notwendigkeit für alle Sterblichen und Sinnbild für seine Kreatürlichkeit. Auf dem Schlachtfeld gab es Ruhm nur für wenige, nur das Grauen und den Tod. Darüber dürfte keine Chronik hinwegtäuschen und Gruffin sah es als seine Aufgabe, auch die Gräuel und die Verzweiflung an die nachfolgenden Generationen zu überliefern. Doch es musste auch geehrt werden, wem Ehre gebührte und darum schrieb Gruffin auch vornehmlich über die Taten großer Seelen.

In ruhigen Zeiten, zu später Stunde und in verschlossener Stube erlaubte sich Gruffin, von Frieden zu träumen. Alle Kreatur würde gemeinsam in einem elysischem Garten leben und Borka würde lebensspendenden Nektar ausschenken lassen. Man würde sich der Muse und der Dichtkunst hingeben. Die Tage würden sein, wie ein nicht enden wollender Frühling. Der Begriff der Zeit würde seine Bedeutung verlieren.

Vielleicht eines Tages...

Aber die schützende Mutter, die reine Lillie, hatte ihn zu etwas anderem gerufen und er war diesem Ruf gefolgt. Mit stoischer Ruhe verfolgte er die Audienz vom Rande aus. Die anderen Ankömmlinge musterte Gruffin mit mürrischer Miene.
« Letzte Änderung: 20.12.2015, 02:39:25 von Dolores »

Cruz

  • Beiträge: 37
    • Profil anzeigen
Die letzte Schlacht gegen die Rote Hand des Unheils
« Antwort #4 am: 20.12.2015, 19:38:27 »
Cruz war nach der Schlacht in den Räume der Bibliothek um Abstand zum Grauen der Schlacht zu bekommen. Er war leer jeder seiner göttlichen Sprüche hatte er in der Schlacht gebraucht um, da Leid zu Lindern oder den Segen zu verteilen. Er war froh, dass seine Familie Zuflucht  im Tempel gefunden hatte. 
Er stöberte in den Bücher der Bibliothek um Antworten zu bekommen doch sein  Wissen ist nicht ausreichend um Wer, Was und Warum zu ergründen. Er vermutet, das die gestohlen Bücher Wissen über die Angreifer oder deren Ziele hatten. 
Er wurde in seinen Studien gestört als ein Botenjunge Ihm die schlichte Einladung Teldas überbrachte. Die scheinbare schlichte und unverbindliche Einladung Teldas kann eine Familie aufsteigen oder absteigen lassen.

Er verliest die Bibliothek und richte seine neue rote Drachenschuppenrüstung mit seinem Heiligen Symbol. Seine Waffen ließe er in seiner Kammer zurück. Er kontrolliert im Spiegel sein Aussehen sein schwarz-weisses Haar erinnerte an ein Zebramuster, das  sich im seinem Vollbart fortsetzt. Seine matte Brille verdeckt seine Augen. Er ist von kleiner und schlanker Statue.

Er nickte am Eingang Malakar zu und ging als letzter in den Raum.  Er verbeugte sich vor Teldras und schwieg dabei. Er tratt zurück wartet auf Dinge da kommen werden.

Gofindor

  • Beiträge: 27
    • Profil anzeigen
Die letzte Schlacht gegen die Rote Hand des Unheils
« Antwort #5 am: 21.12.2015, 22:50:37 »
Vor drei Wochen noch war er im nördlichen Gebiet der Banditenangriffe bei der Verteidigung gegen die Banditen eingesetzt worden. Worauf drei Wochen Heimaturlaub folgen sollten. Doch von diesen drei Wochen hatte er nur zwei Wochen Heimaturlaub gehabt, als die Nachricht kam, dass ein großes Heer auf die Stadt zurollt. Und die Mobilmachung erfolgte.

Gofindor hatte als erste Reaktion auf das anrückende Heer daran gedacht, dass er Rache für seine Eltern nehmen konnte und er hatte auch genug Gelegenheiten Goblins zu töten, doch schon im Vorfeld ahnte er, dass die Goblinoiden nicht alleine waren. Für Gofindor aber lief es schlechter als er geahnt hatte. Er war mit seinem Trupp Magier auf einen Mauerabschnitt eingeteilt worden ohne ausreichende Unterstützung durch Kleriker und Nah- und Fernkämpfer. Als er im Vorfeld den zuständigen Major Nilrem darauf hinwies, meinte dieser, dass die Feinde nur Goblins seien und sie damit schon fertig werden würden. Gofindor versuchte erst den sehr jungen Major dazu zu bewegen mit ihm unter vier Augen die Taktik zu besprechen, doch dieser wehrte den Versuch ab. Gofindor diskutierte noch etwas bis ihm die Geduld riss, Gofindor Nilrem vor Gofindors Trupp brüllend seine Fehler aufzählte und betonte so würde man nur unnötige Verluste auf der eigenen Seite riskieren. Auf diesen Ausfall reagierte der Major mit der Androhung einer Anzeige wegen Befehlsverweigerung, wodurch Gofindor wütend aufgab und mit militärischen Gruß und seinen Trupp auf den entsprechenden Posten eilte.

Einerseits retteten Gofindor seine Beziehungen, sein Freund Ornand hatte sich zu einen guten Major hochgearbeitet, ihn konnte Gofindor benachrichtigen und Ornand hatte Truppen geschickt, sobald er welche entbehren konnte, andererseits war auch öfter ein Trupp schlagkräftiger Plänker aufgetaucht, die auch an diesen Mauerabschnitt immer wieder aufräumten und halfen bis Ornand's Männer zur Verstärkung angekommen waren. Ihm half auch viel Glück und seine üppige Ausstattung, darunter ein Zauberstab, der noch 15 mal Monster herbeizaubern IV hergab, 10 Heiltränke, die er schon im Vorfeld zum Großteil an seinen Trupp verteilt hatte. All Das und mehr, sowie seine für diesen Tag vorbereiteten Zauber, verbraucht in einer Schlacht und trotzdem 16 von 24 Mann verloren. Und im Vergleich zu den Magiertrupps links und rechts von ihm ging es ihnen noch gut. Der Trupp rechts hatte gar nicht und vom linken Trupp hatten nur 3 überlebt.

Er würde sich zu gegebener Zeit über den jungen Major Nilrem beschweren. Doch davor wollte er über den Iomedaetempel nach Hause eilen. Im Iomedaetempel erfuhr er, dass seine Frau und zwei seiner besten Freunde den Angriff überlebt hatten, obwohl alle in Kämpfe verwickelt waren. Sein Freund der Kleriker Jarun, den er dort vorfand, konnte berichten, dass er über zwei Schriftrollen Kontakt zu Gofindors Frau und zu Ornand aufgenommen hatte. Und berichtete im Anschluss, dass er auf der Suche nach der Leiche seines Bruders war, da er auch mit Magie leider erfahren musste, dass dieser tot ist und Jarun ihn wiederbeleben lassen wollte.

Teils betrübt, teils erleichtert setzte Gofindor seinen Weg nach Hause fort, um seine Frau zu sehen. Und sagte sich kurz bevor er zu Hause ankamm, dass jetzt nicht der Zeitpunkt zum Trauern war und Bolton vielleicht wiederbelebt werden wird. An seinem Ziel angekommen erwartete ihn nicht nur seine Frau, sondern auch ein Bote mit der Nachricht sich noch heute am späten abend beim Imperialen Governeur einzufinden. Nachdem der Bote gegangen war erzählten sich Gofindor und Mira gegenseitig ihre Erlebnisse seit der letzten Begegnung, während sie Gofindors Kleidung einigermaßen in Ordnung brachten. Anschließend erklärte Mira sich bereit über Beziehungen weiter über Major Nilrem nachforschen anzustellen und Gofindor wird sich offiziel in einen Brief an einen General über ihn beschweren, sobald er Zeit findet. Außerdem wird Gofindor versuchen den Imperialen Gouverneur von seinen Problemen an diesen Tag zu berichten. Er erwartete wieder mit anderen Militärs eingesetzt zu werden. Allerdings in einer kleinen Gruppe etwa gleich mächtiger Personen, so wie er es am liebsten hatte. Er hatte sich das Recht erarbeitet im Kampf mit ungewöhnlicher Kleidung für einen Magier des Militärs aufzutauchen und da er für einen sofortigen Aufbruch vorbereitet sein wollte, wird er diese Kleidung sogar vor dem Imperialen Gouverneur tragen.

Auf der Treppe war er dann überrascht, dass Abenteurer statt Militärs mit ihm zum Imperialen Gouverneur unterwegs waren und im ersten Moment war er sich sicher einen von ihnen wiederzuerkennen und nickte ihm dankbar zu. Diese Sicherheit wich mit der Zeit und er fragte sich, ob es nur eine ungewöhnliche Ähnlichkeit war.

Er hoffte mit seinem ungewöhnlichen Aussehen weniger anzuecken, als wenn nur Militärs anwesend gewesen wären. Dieses Äußere erinnert eher an eine Mischung aus Waldläufer und Magier und besteht aus zähen Materialien, die auch in der Wildnis länger halten würden. Er trägt eine dunkelgrüne Kappe, ein dunkelgrünes Hemd, eine schwarze Hose, dunkelbraune Lederstiefel und einen schwarzen Gürtel. Über dem ganzen hat er einen dunkelbraunen Mantel an, an dessen Schultern die Molthuner Rangabzeichen eines Leutnant befestigt sind. An dem Gürtel sind allerlei Täschchen, ein Dolch und eine Keule befestigt, wodurch der Gürtel kaum noch zu sehen ist. Außerdem hat er seinen Mithralbuckler am Arm befestigt und als er die Kappe vor dem Zimmer des Imperialen Governeurs abnimmt erscheint darunter ein goldener Stirnreif mit blauen und violetten Edelsteinen. Hinter seinen Stuhl platziert er einen dunkelgrauen Rucksack und einen aus dunkelbraunen Leder und Holz bestehenden Tornister.

Vor seinem höchsten weltlichen Herrn ist er doch relativ nervös. Nach einer kurzen, aber freundlichen Begrüßung der einzelnen Anwesenden, wartet er nun gespannt darauf was passieren wird.