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Autor Thema: Buch I - Dämonensturm  (Gelesen 22698 mal)

Beschreibung: Viertes Kapitel - Das Vermächtnis des Wächtersteins

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Ultan

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Buch I - Dämonensturm
« am: 05.03.2016, 13:08:12 »
Otham fühlt sich schwach, seine Glieder sind taub und kraftlos. Er fühlt wie das Gift in seinen Adern pulsiert und sich eine bleierne Müdigkeit über ihn legt.

Für einen Moment lehnt er sich an eine der gewaltigen Steinsäulen die den breiten Korridor flankieren.
Er blickt hinab auf das längliche Bündel Leinen in seiner Hand und er fühlt den harten Stahl des Schwertes, das darin eingewickelt ist. Das Atmen fällt ihm schwer, er bekommt kaum noch Luft.

Othams Finger tasten nach dem Sternenmesser das von seinem Gürtel baumelt und als er die kühle, silberne Klinge berührt, holt er tief Luft und beruhigt sich ein wenig.

Mit einem Ruck stößt sich Otham von der Säule ab und wankt weiter den Korridor hinunter.
Ein Portal taucht zu seiner linken zwischen den Säulen auf, Otham stolpert hindurch.
Auf der anderen Seite erwartet ihn eine runde Kammer, die von einem Strahl Mondlicht erhellt wird, dass von oben durch eine Öffnung in der Kuppeldecke herein fällt.
Othams Blick gleitet suchend über dutzende von Statuen, die an den Wänden der Kammer in Galerien übereinander gereiht sind. In Marmor gehauen ruhen hier die Erinnerungen an die gefallenen Helden der Kreuzzüge.
Zielstrebig such Otham eine der Statuen aus, eine schlanke Halblingsfrau mit siegessicherem Lächeln auf den steinernen Lippen.
Er weiß, dass dies der Ort ist. Otham holt das in Leinen gebundene Schwert hervor und macht einen Schritt auf die Statue zu.
Auf einmal jedoch stutzt er - Jemand ist hier.

Langsam dreht sich Otham um. Hinter ihm steht ein Dämon in der Gestalt einer schönen, jungen Frau. Der Dämon hat schulterlange, nachtschwarzes Haar und gebogene Hörner. In seinem anmutigen Gesicht sitzen zwei blutrote Augen, die Otham anfunkeln.
Der Dämon lächelt.

"Das ist das Schwert, nicht wahr? Yaniels Klinge. Wie kommt es in deine Hände, Otham?
Warte... du bist nicht Otham, stimmt’s? Du bist... dieser junge Desnit den wir gefunden haben. Dann ist dies womöglich kein Traum, sondern eine Vision? Ist dies dein vorbestimmter Weg?

Du bist ein faszinierender Mann, Otham. Oberflächlich betrachtet bist du nur ein schwacher sterblicher, ein winziger Funke, der kurz flackert bevor er verlischt. Kaum der Mühe wert, möchte man meinen. Dennoch... da ist etwas. Ich spüre eine gewisse Anziehung. Etwas... Besonderes? Ich könnte verstehen wenn es Charisma, Trick oder auch Magie wäre, glaub mir damit kenne ich mich gut aus. Doch das ist es nicht.
Es ist mir unerklärlich. Es sollte nicht sein, verstehst du? Meine Art kennt Derartiges nicht."


Der Dämon kommt näher und Otham spürt die Gefahr die von ihm ausgeht. Seine Hand zuckt reflexartig zu dem Sternenmesser an seiner Hüfte und mit einer fließenden Bewegung zieht er die Waffe und schleudert sie auf den Dämon.
Als die Klinge auf das Scheusal trifft, gleitet sie ohne Widerstand durch den Körper hindurch und fällt irgendwo hinten in der Dunkelheit der Kammer klirrend zu Boden.

Der Dämon lacht leise und schenkt Otham ein bezauberndes Lächeln.

"Dies ist ein Traum, Otham. Dein Traum, ich bin lediglich ein Gast. Da wir beide nicht wirklich hier sind, können wir einander nicht verletzen oder berühren.
Das heißt jedoch nicht, dass du in Sicherheit bist. Komm zu mir, Otham."


Otham hört die Worte des Dämons und spürt den Zwang der von ihnen ausgeht. Er will sich widersetzen, doch seine Gliedmaßen gehorchen ihm nicht. Ohne Kontrolle über seinen Körper geht er auf das schöne Scheusal zu.
Der Dämon hebt eine feingliedrige Hand und fährt mit seinen Fingern betörend durch Othams Haar.

"Du interessierst mich Otham. Was wünschte ich doch du könntest bei mir bleiben. Ich könnt dir Lust und Freude zeigen, weit jenseits von dem was du je erlebt hast.
Doch leider kann ich nicht zulassen das du dieses Schwert in den Händen hältst. Du und deine Freunde, ihr seid ein unterhaltsamer Haufen. Entgegen aller Widrigkeiten behauptet ihr euch. Ihr wachst an den Herausforderungen die euch entgegen geworfen werden in atemberaubender Geschwindigkeit. Was würde aus euch werden, wenn man euch in Ruhe lassen würde? Würdet ihr unsere Pläne durchkreuzen können?
Noch seid ihr schwach, doch die Augen mächtiger Wesen ruhen auf euch.
Die Flamme muss gelöscht werden, bevor sie eine Feuer entfacht, nicht wahr?

Verzeih mir, Geliebter. Ich werde dich in Erinnerung behalten."


Der Dämon leckt sich über die vollen Lippen und nähert sich Othams Gesicht. Ein wundervoller Duft steigt dem Halbling in die Nase und vernebelt seine Sinne. Er sieht nur die tiefen, blutroten Augen des Monsters und dann fühlt er feuchte Lippen auf seinem Mund. Sein Verstand setzt aus, als eine Welle purer Ekstase durch seinen Körper schießt. Otham fühlt sich als würde eine enorme Menge an Energie in seinem Körper anschwellen und ihn dann durch den Mund verlassen.
Die Sicht des Halblings verschleiert sich und sein Blick wandert nach oben, zum Kuppeldach, wo die Sterne im Nachthimmel glimmen. Einige Nachtfalter flattern zwischen den Strahlen des Vollmondes.
Eines der Insekten fliegt wie beiläufig näher und umschwirrt die Köpfe des Halblings und des Dämons.

Plötzlich klärt sich Othams Sicht und er sinkt kraftlos zu Boden. Der Dämon hat offenbar von ihm abgelassen und weicht irritiert zurück. Mehrere Dutzend Motten und Schmetterlinge in schillernden Farben umflattern das Scheusal und lassen sich der Reihe nach auf seinem Körper nieder.

"Was... was ist das? Das ist nicht mein Traum, wie kann es sein das ihr mich berühren könnt? Bei den Fürsten der Finsternis, wie... AAAAH!

Der Dämon schreit wie unter Schmerzen auf, als sich immer mehr Falter auf ihm niederlassen. Otham blickt nach oben und sieht eine schillernde Wolke die sich langsam niederlässt und den Dämon einhüllt.

"Aaaah, was tut ihr? Wie ist es möglich? Mein Verstand, meine Essenz! Wer hat derartige Macht? Wer... De... Desna? Ich wollte nicht, ich wusste nicht, ich... Aaaaaaaah!

Die Nachtfalter haben den Dämon mittlerweile bis zur Unkenntlichkeit eingehüllt. Othams Blick jedoch ist starr nach oben gerichtet. Inmitten des Nachthimmels erkennt er die Umrisse von etwas gewaltigem. Nachtschwarze Flügel schlagen lautlos auf und ab und in ihnen glitzern unzählige Sterne. Gefiederte Antennen wippen im Wind und darunter glotzen zwei Augen von der Größe von Wagenrädern.
Obwohl Otham tief unter dem gewaltigen Nachtfalter auf dem Boden liegt, erkennt er sein Spiegelbild in jeder einzelnen Facette der riesigen Augen.


Der Dämon schreit und schreit und dann wacht Otham auf. Der Schrei des Scheusals gellt immer noch in seinen Ohren, als er in die weit aufgerissenen Augen Lisandras blickt.  Einen winzigen Moment sieht Otham den roten Schimmer in Lisandras Augen und den Speichelfaden der von ihrem Mund zu seinem reicht, dann springt das Mädchen auf und prallt zurück.
Im Antlitz der jungen Frau steht blanker Terror geschrieben.

"Was war das? Es war in mir, es war tief in meinem Kopf... es..."

Lisandra blinzelt und sieht erst Otham und dann die übrigen Helden, die durch den Schrei unsanft geweckt wurden.

"Oh, Mist."
« Letzte Änderung: 19.01.2019, 12:26:59 von Ultan »

Razgrim

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Die Invasion der Weltenwunde IV
« Antwort #1 am: 05.03.2016, 15:01:33 »
Razgrim erwacht unsanft aus seinem ruhigen und erholsamen Schlaf. Nach dem vorzüglichen Essen und dem kühlen Alkohol des Vorabends, rappelt er sich schwerfällig auf und fällt vor Schreck fast rücklinks aus dem weichen Bett. "Was, wer schreit, ein Angriff?" Desorientierung und ein leichtes Brummen im Schädel vernebeln seine Sicht. "Redet schon..." Reflexartig greift er neben seinem Bett gen Boden und umfasst wie erhofft das Ende seines Kriegshammers. Langsam gewöhnt sich der schlaftrunkene Blick des Zwergs an die difuse Beleuchtung des Raumes und er erkennt den panischen Blick Othams, der Lisandra gegenüber aufrecht in seinem Bett sitzt.

"Otham, was beim glühenden Amboss ist denn, oh, nun ähm...Junge, sie hat doch noch nicht mal einen Bart, also ich meine, sie ist doch noch so jung." Sichtlich etwas überfordert blickt der Zwerg nun mittlerweile hell wach immer wieder zwischen den beiden und dem Boden vor ihm hin und her, während er langsam seine Waffe senkt.

Otham Sauertopf

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« Antwort #2 am: 05.03.2016, 18:22:35 »
Schweiß gebadet und mit einem Schrei auf den Lippen wacht Otham auf. Sofort springt er auf und drückt sich gegen die Wand. Verwirrt schaut der Halbling sich um, sein Verstand ist immer noch in diesem Traum gefangen. Schweiß rennt seinen Körper herunter, doch auch wenn er sich fühlt wie mit einem Hammer verprügelt, weiß er doch was er gesehen hat.

"Lissand... was?... wer?", stammelt Otham während er versucht etwas in Lissandra zu erkennen. "Was soll das. Wer bist du?"[1]
 1. Sense Motiv: 14

Ultan

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« Antwort #3 am: 05.03.2016, 19:07:53 »
Lisandra sieht sich hastig um und sucht die Blicke der sie umgebenden Kreuzfahrer. Sie weicht vor Otham zurück und läuft dann hinüber zu Razgrim. Auf einmal rinnen Tränen die Wangen der jungen Frau hinab und sie fängt an zu schluchzen:

"Ich... ich wollte das nicht. Ich meine... Ich mag dich, Otham und ich bin gerne mit dir zusammen. Aber das geht mir etwas zu schnell!
Wir kennen uns doch kaum und du bist deutlich älter als ich. Was würde meine Mutter dazu sagen?

Das war mein erster Kuss, weißt du? Du hast mir meinen ersten Kuss gestohlen!
Es hat mir auch gefallen, aber... als du dann mit deinen Händen... du warst so grob! Du hast mir weh getan.
Ich will das nicht, hörst du?!
Du... du Wüstling! Lass mich bloß in Frieden!

Razgrim, ihr helft mir doch wenn er mich wieder anfassen will oder?"

Otham Sauertopf

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« Antwort #4 am: 05.03.2016, 19:52:02 »
"Jetzt reicht es mir verdammt.", beginnt Otham zu fluchen, der nach und nach wieder klarer denken kann. "Ich hatte einen furchtbaren Albtraum, als ich aufwachte hat sich Lissandra über mich gebeugt. Ich war in einer großen Halle. Ich habe das Schwert gefunden. Doch dann erschien ein Dämon. Sie hat gesagt ihre mächtigen beobachten uns und sie würden uns zerstören."

Er schüttelt den Kopf um wieder klar zu kommen: "Ich habe geschlafen du kleines Gör. Also erzähl keinen Blödsinn. Viel interessanter wäre was du hier oben machst?"
Er schaut kurz die anderen an: "Wenn ich was mit ihr hätte anfangen wollen, wäre ich wohl kaum hier her mit ihr gegangen. Also warst du in meinem Traum. Sag mir Lissandra kann man in die Träume anderer eindringen und kann man in den Träumen anderer berührt werden?"
« Letzte Änderung: 06.03.2016, 09:54:37 von Otham Sauertopf »

Razgrim

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« Antwort #5 am: 06.03.2016, 13:12:54 »
Razgrim räuspert sich erneut verlegen und sieht etwas verwirrt zu der jungen Menschenfrau, als diese bei ihm vermeintlich Schutz sucht. "Mädchen, ich glaube nicht das Otham, nun also...vielleicht war es alles ein großes..." Der Zwerg hält inne, als Otham das Mädchen unterbricht und von seinem Traum berichtet.

"Was, ihr habt von dem Schwert geträumt?" Razgrim blickt nun ernster zu dem sich verteidigenden Halbling und dann wieder zu dem verängstigten Mädchen. Otham ist seit kurzer Zeit sein Gefährte und auch wenn er ihn noch nicht gut kennt, so vertraut er ihm mehr als Lissandra. Als er seinen Traum geschildert hat, legt sich die Stirn des Zwergs in Falten. 'Was mag das zu bedeuten haben.' Dabei blickt er abwartend zu dem verstörten Mädchen.

Ultan

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« Antwort #6 am: 06.03.2016, 16:59:05 »
Lisandra schüttelt heftig den Kopf und wirft dann Razgrim einen flehenden Blick zu.

"Ich weiß nichts von einem Traum und er hat nicht geschlafen!
Meint ihr ich würde mich alleine in euer Zimmer schleichen um Otham zu verführen? Er hat mich hinein gelassen, hört ihr?"


Die junge Frau wirft Otham einen verstörten Blick zu.

"Warum sagtst du so etwas, Otham? Eben warst du noch viel netter. Ich habe dir vertraut, wie kannst du mich jetzt so hintergehen?"

Erneut schimmern Tränen in Lisandras Augen, als sie wieder in Razgrim ansieht.

Bitte, Razgrim! Wir sind doch Freunde oder? Ihr wisst, dass ich euch nie schaden würde! Ein starker Mann wie ihr wird eine schwachen Frau in Not doch sicherlich beistehen oder? Helft mir doch, ich bin unschuldig!"

Einen winzigen Moment sieht nur Razgrim den roten Funke der in Lisandras Augen aufleuchtet. Was die junge Menschenfrau sagt macht zwar nicht unbedingt Sinn, aber es stimmt wohl das Lisandra ein schutzbedürftiges Wesen ist, dass wohl keiner Fliege etwas zu Leide tun würde. Der Zwerg kann sich nicht helfen, aber es erscheint ihm auf einmal sehr unwahrscheinlich das Lisandra sich etwas zu Schulden hat kommen lassen.[1]
 1. Razgrim ist charmed. Er sieht Lisandra nun als vertrauenswürdigen Freund und Verbündeten und wird alle ihre Worte und Taten in der für sie vorteilhaftesten Weise auffassen.

Razgrim

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« Antwort #7 am: 06.03.2016, 18:50:28 »
Razgrim blinzelt und reibt sich ein Auge. Haben sich ihre Augen gerade verändert? Als er Lissandra erneut anblickt und keine Veränderung erkennen kann, beschließt er sich getäuscht haben zu müssen. Doch auch sein Misstrauen ihr gegenüber ist wie weggeblasen, immerhin ist diese ganze Situation höchst merkwürdig.

"Otham, meint ihr nicht, dass ihr euch vielleicht doch irrt und dieser merkwürdige Traum etwas mit dieser ganzen Situation zu tun hat? Vielleicht habt ihr Lissandra ja wirklich die Tür geöffnet und wart in einer Art Trance?" So abwegig und seltsam sich das Ganze anhört, doch in Razgrims Augen ist diese Erklärung durchaus einen Gedanken wert.[1]
 1. Wissen (Arkanes) 17: Was weiß Razgrim über Traummagie?

Damian

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« Antwort #8 am: 06.03.2016, 18:54:40 »
Der Erschöpfung geschuldet, schreckt Damian erst inmitten der Auseinandersetzung aus seinem tiefen Schlaf auf und braucht Zeit, um sich zu sammeln. Benommen versucht er, die Geschehnisse zu fassen.

"Razgrim, Otham, was ist hier los? Was ..."

Dann erst registriert er, dass sich auch Lisandra im Zimmer befindet.

"Lisandra, was macht ihr hier in unserem Zimmer?"

Immer noch schlaftrunken, versucht er den Sinn der Unterhaltung zu verarbeiten. Auch wenn er nicht genau sagen kann, woran es liegt, fühlt Damian sich äußerst unwohl; als wären sie in Gefahr. Argwöhnisch zucken seine Augen von Otham zu Lisandra und dann zu Otham.

Hat der Halbling wirklich das Mädchen verführt? Otham kam dem Mädchen schon näher als irgendein anderer in ihrer Gruppe, aber irgendetwas stimmt mit Lisandra nicht. Diesen Eindruck wird Damian nicht los, seitdem er das Mädchen kennt.

Damian reibt sich die Augen und versucht, sich trotz seiner Müdigkeit zu konzentrieren. Lisandra sieht irgendwie anders aus.[1] Ihre Haare sind dunkler und ist da ein rotes Funkeln in ihren Augen? Damians Unwohlsein wird immer größer. Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht. Aber was?

Als sich Lisandra dann mit einer flehenden Bitte an Razgrim wendet, stockt Damian. Für den Bruchteil einer Sekunde, ist auch Damian geneigt, den Worten voll und ganz zuzustimmen. Ja, es ist, als würden die Worte des Mädchens direkt in Damians Herz sprechen und in ihrem Widerhall seinen ganzen Geist ausfüllen. Blinzelnd fokussiert Damian das Mädchen[2] und reißt die Decke zur Seite, um einen Zauber zu wirken.[3]

Sein Geist ist nun wach und er weiß wieder, welches Gesicht ihr Feind trägt. Hier, inmitten der letzten Bastion der Hoffnung, in ihrem verwundbarsten Moment, darf ihnen kein Fehler unterlaufen.
 1. Wahrnehmung: 29.
 2. Motiv erkennen: 19.
 3. Böses entdecken.
« Letzte Änderung: 06.03.2016, 18:56:21 von Damian »

Yadrix

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« Antwort #9 am: 07.03.2016, 00:11:47 »
Als Lisandra aufschreit, dringen die langezogenen Schreie sofort an Yadrix Ohr und unweigerlich öffnet er die Augen[1] und dreht sich so, dass er sie im Blick hat. Da es nur die junge Frau ist, welche noch im Raum steht, kann sich der Hexenmeister gerade noch zurückhalten sofort aufzuspringen. Stattdessen beobachtet er sie und lauscht dem Wortwechsel zwischen ihr, Otham und Razgrim.

"Was passiert hier gerade?", fragt er sich verwundert. Seinen scharfen Augen ist der etwas seltsame Blick der jungen Frau nicht entgangen, doch ihr ganzes Verhalten wirkt nicht gekünstelt[2].  Noch bleibt dem Hexenmeister unklar, wer von beiden die Wharheit sagt und wer nicht.

Da die Situation aber immer schärfere Töne annimmt, beginnt sich Yadrix nun doch aufzustehen und seine Kleider zu richten. In diesem Moment beginnt sich auch Damian einzuschalten.
"Dies ist eine gute Frage ...", pflichtet er diesem bei. "welche mich auch brennend interessiert."
 1. Perception 27
 2. Sense Motive 8

Baldark

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« Antwort #10 am: 07.03.2016, 03:05:52 »
Auch Baldark schreckt aus seinem Bett auf. Er schläft bereits seit langem nicht mehr gut, da es ihm schwer fällt die nötige Ruhe zu finden. Seine Gedanken halten ihn nachts wach und immer wieder reißen ihn Albträume aus seinem Schlaf.

Bevor er sich der momentanen Situation bewusst wird, hat er bereits seine Streitaxt in der Hand. Angespannt mustert er in dem diffusen Licht die Szenerie. Als er jedoch erkennt, dass der Aufruhr nur durch das Mädchen entstanden war, senkt er seine Waffe und fällt in sein Bett zurück.

Ihm sind die zwischenmenschlichen Probleme der anderen gleich. Im Angesicht der Zerstörung ganzer Städte durch eine Dämoneninvasion war ein gestohlener Kuss eines kleinen Mädchens für Baldark geradezu nichtig.

Damian

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« Antwort #11 am: 07.03.2016, 16:21:22 »
Damians Augen leuchten auf, als der Zauber seine Wirkung entfaltet, doch schon nach kurzer Zeit hebt Damian den Zauber wieder auf. Etwas stimmt hier nicht, aber es ist offensichtlich nicht Lisandra.

"Verzeiht meinen Zauber. In Zeiten wie diesen, wollte ich sicher gehen."

Sich seine Robe greifend, kleidet sich Damian behelfsmäßig an, während seine Gedanken rasen. Er hat keine böse Aura feststellen können. Das muss zwar nicht zwangsweise bedeuten, dass Lisandra kein Dämon ist, aber es reduziert jedwede Anschuldigung auf eine Mutmaßung und dann kann Damian genauso gut Otham verdächtigen. Die körperliche Veränderung könnte auch seiner Müdigkeit geschuldet sein. Vielleicht hat Lisandra auch immer schon so ausgesehen, Damian ist sich nicht mehr sicher und selbst wenn, ein roter Funken in den Augen und dunkleres Haar sind kein Verbrechen.

"Und seid versichert, dass euch nichts geschehen kann. Wir sind hier."

Aber womit haben sie es zu tun? So merkwürdig Damian den Halbling manchmal findet, so wenig glaubt er daran, dass dieser das Mädchen verführt hat. Zumindest nicht hier im Zimmer. Misstrauisch sieht sich Damian um.

"Erlaubt ihr einen anderen Zauber? Er ist harmloser Natur und auch mich interessiert brennend, was für eine Art Traum ihr hattet, Otham."

Vielleicht hat er nämlich auch einfach nur die falsche Perspektive auf die Situation. Vielleicht sind sie alle im Bann einer subtilen Illusion und Damian ist gewillt, dies herauszufinden.[1]
 1. Magie entdecken.
« Letzte Änderung: 07.03.2016, 16:26:33 von Damian »

Otham Sauertopf

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« Antwort #12 am: 07.03.2016, 16:31:28 »
"Verdammt was geht hier vor. Was ist bloß in Lisandra gefahren.", schießt es Otham durch den Kopf als Damian ersteinmal Entwarnung geht. Trotzdem ist er fest entschloßen, dass hier etwas nicht stimmt und er ist sicher, dass es mit dem Menschenmädchen zusammenhängt.

"Klar kein Problem Damian. So lange es hilft diese Situation aufzuklären ist mir alles recht."
Er schüttelt kurz den Kopf: "Egal was es ist Razgrim, ich bin bisher noch nie in Trance irgendwohin gewandert. Und selbst wenn würde es nicht erklären warum du mir vorwirfst dich zu schänden Lissandra."

"Böse Zeiten sind heran gebrochen. Solange wir diese Situation nicht auflösen können bitte ich einen von euch Hilfe zu holen. Wenn das schlimmste zutriffen sollte, Desna verhüte es, kann der Feind hier eingehen. Stellt uns beide unter Bewachung bis das Schlamasel aufgelöst ist. Vielleicht hat es jemand geschafft in meinen Verstand einzudringen. Im schlimmsten Falle ist der Feind selbst hier."
Er lässt die Schultern sinken und wartet auf eine Reaktion der Anderen.

Damian

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Die Invasion der Weltenwunde IV
« Antwort #13 am: 07.03.2016, 16:57:48 »
Damian versucht regungslos zu bleiben, als er der magischen Auren gewahr wird. Also doch. Lisandra leuchtet vor magischen Auren geradezu und zu allem Übel auch noch Razgrim. Der Zwerg ist offensichtlich verzaubert, was die Lage deutlich verkompliziert.

"Einen Moment noch, bitte."

Dann zaubert er einen Schutzzauber auf sich selbst und kurz darauf auf Razgrim[1].

"So, das hätten wir." Damian räuspert sich und fixiert Lisandra. "Wenn jetzt alle bitte kurz die Augen schließen würden, das könnte sonst unangenehm werden."

Damit wirkt Damian entgegen seiner sonstigen Präferenzen einen Offensivzauber, der endgültig Klarheit liefern sollte, ob Lisandra ein Feind ist.[2]

 1. Schutz vor Bösem.
 2. Burst of Radiance, 11 Schaden ohne Save an bösen Kreaturen.
« Letzte Änderung: 07.03.2016, 17:04:32 von Damian »

Ultan

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Die Invasion der Weltenwunde IV
« Antwort #14 am: 07.03.2016, 17:15:35 »
Damian sieht wie Lisandra und die anderen die Augen schließen und kurz darauf spült die Lichtwelle seines Zaubers durch den Raum. Einen Moment sind Alle still, dann öffnet Lisandra die Augen und blickt Damian misstrauisch an.

"Was war das? Warum habt ihr es so hell werden lassen? Seid ihr jetzt endlich überzeugt? Wieso halten mich alle für schuldig?
Ihr wirkt sogar Magie um euch meiner sicher zu sein, vertraut ihr mir so wenig?!

Damian, warum seid ihr plötzlich so gemein?"
« Letzte Änderung: 07.03.2016, 17:34:18 von Ultan »

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