Autor Thema: Verdammte Städte: Zwischenspiel 2 - Am Rande des Ungewissen  (Gelesen 1823 mal)

Beschreibung: Die Irrungen und Wirrungen einer Warpreise

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Luther Engelsnot

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Die Wiege des Lebens rauscht unter den unerfahrenen Händen Xk Rho Pi-8s durch den Warp. Für den Magos ist es eine völlig neue Art die Welt zu sehen und den Warp in seiner wahren Gestalt wahrzunehmen oder zumindest das was dem nahe kommt ohne völlig durchzudrehen. Er sieht die Wirbel des Meers der Seelen wie durch ein bunten Kirchenfenster gebrochen. Einzigartig schön und doch befremdlich für seinen völlig verdrehten Verstand. Zwar hat Xk Rho Pi-8 keine große Erfahrung, aber sein hochgezüchteter und augmentierter Verstand kann das neue Potential der Sicht völlig ausschöpfen und den Zerstörer ohne Probleme durch den Warp tragen und den Paktmitgliedern auf schnellen Routen in das Sinophia-System zu bringen. Zu seinem Glück, denn er spürt, dass sein Körper durch die beständigen Aufmerksamkeit mit jeder Stunde aufgezehrt wird und ein normaler Sterblicher wohl vor erreichen des Zieles zusammenbrechen würde. Doch während Xk Rho Pi-8 völlig von den Berechnungen vereinnahmt ist, bleibt den restlichen Mitgliedern des Paktes einige Tage vor der schicksalhaften Ankunft in Sinophia und der wahrscheinlich tagelangen Reise zum Planeten selbst, eine Phase die auch der neue Navigator des Schiffes herbeisehnt.
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Emilia

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Verdammte Städte: Zwischenspiel 2 - Am Rande des Ungewissen
« Antwort #1 am: 13.03.2016, 10:22:01 »
Während der weiteren Reise macht sich Emilia daran so sie nicht von anderen für sehr wichtige dinge gebraucht wird weitere Sprengladungen zu basteln wer weiß für was man diese auf dem Planeten gebrauchen könnte aber Sie ist sich sicher das sie dafür eine Verwendung finden würde.

Lamira von Kalten

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Verdammte Städte: Zwischenspiel 2 - Am Rande des Ungewissen
« Antwort #2 am: 20.03.2016, 18:10:10 »
"Natürlich komme ich mit dir.", lacht Lamira spielerisch und begleitet Varna auf ihrer Suche nach dem entschwundenen Subjekt P. "Ich weiß ja das normalerweise du diejenige bist, die stets die guten Ratschläge gibt, aber wäre es nicht sehr viel einfacher für dich Kreaturen zu... basteln... die sich nicht so einfach aus dem Staub machen können? Ohne mich würdest du sie nie wiederfinden...." Der Tonfall der Mutantin lässt bereits jetzt keinen Zweifel daran, dass ihr Jagdinstinkt bereits geweckt wurde. Die katzenhafte Scharfschützin schüttelt noch lachend den Kopf, als ihr plötzlich ein anderer Gedanke zu kommen scheint. Ein wissendes Grinsen stiehlt sich auf ihr Gesicht und sie hält einen Moment inne und blickt zu Varna. "Ohh... du machst es mit Absicht! Du bist viel zu klug, als dass dir solch offensichtliche Fehler unterlaufen könnten. Du hast deinen kleinen Diener für -mich- so konstruiert!"
Lamiras Lippen verziehen sich zur Andeutung eines verspielten Schmollmundes und ein bekanntes Schnurren unterlegt ihre nächsten Worte. "Das hättest doch wirklich nicht sein müssen!"
Mit einem hellen Lachen beugt sich die Mutantin vor um der Heretek einen innigen Kuss auf die Lippen zu drücken. Als sie sich wieder von ihr löst funkeln ihre Katzenaugen geradezu vor Jagdfieber. "Weit kann es nicht gekommen sein! Wo könnte ein schwebendes Rückgrat sich verstecken?"

Varna a.k.a. Cell9

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Verdammte Städte: Zwischenspiel 2 - Am Rande des Ungewissen
« Antwort #3 am: 20.03.2016, 20:10:00 »
"Eine Kreatur, die nach dem Versuch-und-Irrtum-Prinzip lernfähig...", setzt Varna zunächst zu einer Erklärung an, bricht allerdings ab. Während ihr optischer Mechadendrit auf den Korridor gerichtet bleibt, wendet sie den Kopf mit hochgezogenen Brauen Lamira zu. In der schrägen Vorstellung der Scharfschützin steckt ein Körnchen Wahrheit - Subjekt P hat die Heretek mit einigen Hintergedanken an ihre Angebetete erschaffen - wenn auch nicht als Katzenspielzeug.
Die Jagdstimmung der Mutantin spürt sie förmlich als elektrisierendes Kribbeln, das ihre in Stahl gefasste Wirbelsäule herunter läuft, noch bevor sich ihre Lippen berühren. Die Techpriesterin ergreift die Handgelenke ihrer Liebsten und erwidert den Kuss inbrünstig wie eh und je.
"Oh, sie wird irgendwo in der Nähe der Versammlungshalle herumirren," entgegnet sie daraufhin mit einem leisen Kichern; die sumpfgrünen Augen bleiben - mit einer gewissen Strenge - auf die senkrechten Katzenpupillen gerichtet, die ihnen entgegenblicken. "Zerfetz' sie nur nicht, sonst verdirbst du dir die eigentliche Überraschung," mahnt die Fabrikweltlerin neckend. So wie sie Lamira inzwischen kennt, malt sie sich damit die besten Chancen aus, Subjekt P vor einem baldigen 'Unfall' zu bewahren.
The Mechanicus does not seek to improve its servants' bodies. It strives to amputate their souls.

Lamira von Kalten

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« Antwort #4 am: 21.03.2016, 19:28:34 »
"Zerfetzen?! Ich würde deinen Kreaturen doch nie etwas derartiges antun.", antwortet die Scharfschützin gespielt ungläubig und schüttelt den Kopf. "Aber ein Geschenk... ein Geschenk ist nunmal ein Geschenk. Aber wenn du wirklich darauf bestehst... die Jagd an sich ist ohnehin der spaßige Teil!", lässt sie sich letztendlich doch dazu überzeugen Subjekt P nicht gleich in seine wiederverwendeten Bestandteile zu zerlegen. Jedoch natürlich nicht ohne Varna einen langen Blick zuzuwerfen und ihr so zu zeigen welch großes Opfer sie mit dieser Entscheidung zu bringen bereit ist!
"Dann auf zur Versammlungshalle. Wenn das Ding es schafft sich einmal im tiefen Bauch dieses Schiffes zu verstecken, dann dauert es vermutlich ewig bis wir es wieder aufgetrieben haben!"
Tatsächlich liegt jedoch sehr wenig Bedauern in der Stimme der Mutantin. Eine lange Jagd wäre vielleicht genau das richtige um sie bis zum Austritt in den Realraum abzulenken. Denn im Gegensatz zu Varna oder Rho-Pi hat sie keine wichtigen Schiffsaufgaben zu erfüllen und während sich ihre Mitketzer um das Überleben der Wiege und damit des gesamten Paktes kümmern, ist ihr größter Feind wieder einmal die Langeweile.

Varna a.k.a. Cell9

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« Antwort #5 am: 22.03.2016, 16:45:40 »
"Dann hätte sie ihre erste Prüfung ja bestanden," hält Varna der Mutantin mit einem Schulterzucken und einem mysteriösen Grinsen entgegen. Ob es sich dabei wirklich um ein laufendes Experiment handelt oder sie Lamira nur einen Ansporn geben will, verrät sie natürlich nicht - aber im Grunde ist es eine Mischung aus beidem. "Wer will denn meinen, dass verbotene Forschung nicht Freude machen kann? Außer die Offensichtlichen natürlich."
Als die beiden Frauen im Versammlungsraum ankommen, ist die untote Kreatur auf den ersten Blick nirgends zu entdecken. Allerdings muss sie bereits da gewesen sein, denn sowohl an der Tür als auch auf dem Boden finden sich einige noch nicht ganz eingetrocknete Schleimspuren.
"Ist sie uns etwa entwischt?," begutachtet die Techpriesterin kritisch den leeren Raum und die spärlichen 'Indizien'. Die Frage stellt sie bewusst provokant, denn sie ist ziemlich erpicht darauf, ihr jagendes 'Kätzchen' in Aktion zu sehen.
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Lamira von Kalten

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Verdammte Städte: Zwischenspiel 2 - Am Rande des Ungewissen
« Antwort #6 am: 25.03.2016, 13:41:43 »
"Varna Varna...", schüttelt die Mutantin den Kopf und entblößt ihre Zähne in einem perlweißen Grinsen. "Deine Augen sind vielleicht nicht so gut wie die meinen, aber selbst für dich kann es wohl kaum zu übersehen sein, dass deine neuste Kreatur... nunja... ein Leck hat?"
Lamira zieht ihre feinen Brauen hoch und deutet auf die zähflüssigen Schleimüberreste auf dem Boden. "Du spielst mit mir, manipulierst mich.", erhebt sie Anklage und schaut die Heretek nahezu vorwurfsvoll an. Für jemanden der nicht so viel Zeit mit ihr verbracht hat wäre das gebotene Schauspiel vielleicht sogar überzeugend, aber für Varna sollte es ein Leichtes sein es als solches zu identifizieren.  Lamira geht vor einer der glibbrigen Spuren in die Hocke und streckt ihren Finger aus um eine "Probe" der Substanz zu nehmen. "Mhm... weit kann es noch nicht gekommen sein. Der Schleim ist noch nicht vollständig eingetrocknet."
Die Scharfschützin erhebt sich anmutig und wischt ihre Finger mit einem selbstzufriedenen Lächeln am Ärmel von Varnas Robe ab um sich so für die neckenden Worte zu revanchieren. Sie kann eben doch nicht aus ihrer Haut, egal wieviel Spaß ihr die ganze vorbereitete Jagd offensichtlich macht.
"Natürlich vergebe ich dir dafür, denn wir haben Wichtigeres zu tun. Folgen wir der Spur!", grinst sie und macht sich auf den schleimigen Hinweisen auf dem Boden zu folgen, ehe diese noch von einer automatisierten Zombiecrew beseitigt werden.

Varna a.k.a. Cell9

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« Antwort #7 am: 26.03.2016, 03:03:48 »
"Alles deine Schuld. Weil du so unwiderstehlich bist," neckt Varna mit einer teuflischen 'Unschuldsmiene' zurück. Ihre Mechadendriten kringeln sich kurz um die Taille der Scharfschützin, lassen allerdings locker, sobald diese sich in Bewegung setzt. Auch wenn sie ganz genau weiß, dass Lamira sie nur aufzieht, fühlt die Maschinenseherin sich von dieser Unterstellung eigennütziger Absichten geschmeichelt.
"Du meinst also, du würdest Subjekt P nicht finden, wenn sie nicht kleckern würde?," zwickt sie ihre Angebetete herausfordernd in die Seite, als diese den Untotenschleim auf ihrer Robe verschmiert. Nicht, dass das Kleidungsstück danach irgendwie anders aussieht als vorher. "Dann hätte ich ja tatsächlich einen unsichtbaren Diener erschaffen, hehe."
Die Inspektion der Schleimreste ergibt für Lamira derweil, dass die schwebende Kreatur nach einem Rundflug im Raum wohl länger an einer Stelle gehangen haben muss - denn nirgendwo sonst finden sich mehrere Tröpfchen direkt beieinander. Dennoch ist Subjekt P offensichtlich längst nicht mehr hier - auch nicht hinter dem fest verschweißten Ventilationsgitter. Die Frage bleibt wohl nur, wie weit sich das Geschöpf schon von dem Raum entfernt hat.
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Lamira von Kalten

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« Antwort #8 am: 01.04.2016, 19:33:39 »
"Ich möchte damit sagen die ganze Jagd wäre deutlich anspruchsvoller, würde deine Kreatur nicht überall eine deutlich sichtbare Spur hinterlassen." Die Mutantin verzieht die Lippen zu einem süffisanten Lächeln. "Natürlich würde ich es auch so finden. Ich habe schon ganz andere Dinge aufgespürt. Und das alles weit bevor mir die Augen geöffnet wurden und ich im Besitz dieser wunderbar verschärften Sinne war."
Die Scharfschützin verharrt einen Augenblick lang an der Stelle an der Subjekt P ganz offensichtlich eine Weile verharrt hat und folgt dann erneut der Spur von Varnas schwebender Dienerkreatur.
"Unsichtbare Beute wäre in der Tat interessant. Ich bin mir nicht sicher, ob es mir auch ein Leichtes sein würde eine Kreatur aufzuspüren, die ich selbst nicht sehen kann. Nur anhand der Geräusche die sie verursacht und ihres Geruchs. Es wäre sicher interessant das eines Tages herauszufinden. Aber jetzt... Konzentration!", tadelt Lamira sich selbst während ihre übermenschlich scharfen Augen auf dem Weg durch die Schiffskorridore  immer wieder nach den versprengten Schleimtröpfchen auf dem Boden Ausschau halten. "Ich frage mich ob dein schwebender Diener wohl die Flucht ergreifen wird wenn er uns kommen hört.", überlegt die katzenartige Mutantin laut und lässt dank ihrer Tonwahl keine Zweifel daran zu, dass sie mit "uns" eigentlich nur Varna meint.

Varna a.k.a. Cell9

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« Antwort #9 am: 02.04.2016, 16:28:04 »
"Hm, eine unsichtbare Kreatur... Das wäre vielleicht doch einen Versuch wert. Nur wie realisieren?," überlegt Varna laut; ihr Kessel der Kreativität fängt bereits an zu brodeln. Auch dafür ist sie ihrer Muse, der sie mit einem seligen Grinsen auf den Lippen folgt, überaus dankbar.
Dass die Heretek, ganz im Gegensatz zu Lamira, nicht besonders leise auftritt, ist ihr bewusst, aber es handelt sich ja auch nicht um eine Situation, die über Leben oder Tod entscheidet. "Das sollte sie eigentlich nicht tun," kontert sie die Annahme der Scharfschützin, nicht ohne eine gewisse 'Fehlertoleranz' einzuräumen. Allerdings hat die Techpriesterin gerade so viel Freude daran, ihrer Angebeteten auf der Pirsch zuzuschauen, dass sie wünscht, Subjekt P würde sich nicht allzu schnell fangen lassen.
Die Spur des untoten Wesens führt die beiden Ketzerinnen um zwei Gangbiegungen, in einen eher verlassenen Korridor. In einer der Wände klafft wie ein gähnendes Maul die Öffnung eines Lüftungsschachtes; das Gitter ist aufgeklappt. Anscheinend haben die Werftarbeiter, die hier an der Reparatur des Zerstörers gewerkelt haben, vergessen, die Klappe zu schließen. Genau für diese 'Abkürzung' scheint sich jedoch Subjekt P entschieden zu haben, was eine schleimige Schleifspur an der unteren Kante der Öffnung verrät.
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Lamira von Kalten

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« Antwort #10 am: 01.05.2016, 19:34:01 »
"Der Lüftungsschacht. Natürlich.", seufzt Lamira gespielt übertrieben als sie sieht wie die Schleimspür direkt in das geöffnete Gitter zu führen scheint. "Weiß du... deine Kreaturen scheinen doch mehr Verstand zu haben als du vielleicht denkst. Zumindest sind sie ziemlich opportunistisch veranlagt."
Die Mutantin beäugt den Eingang zum verworrenen Lüftungsschachtsystem für eine Weile und tastet den Rand mit ihren Fingern ab ohne die Schleimreste zu verwischen. Anscheinend will sie sichergehen, dass es sich bei der ganzen Sache nicht etwa um ein ausgeklügeltes Täuschunsmanöver handelt. Schließlich ist es schon fast ein wenig verdächtig das ausgerechnet hier ein Gitter offensteht um ihrer Beute die Flucht zu ermöglichen. Zu viel Zeit scheint sie dann aber doch nicht verlieren zu wollen und einen Augenblick später zieht sie sich schwungvoll mit beiden Händen an der Öffnung zum Lüftungsschacht hoch um die Jagd vorzusetzen. Lamira weiß, dass sie sich in den engen Schächten kaum so schnell fortbewegen können wird wie die kleine, mit Antigravtechnologie ausgestattete Dienerkreatur und umso wichtiger erscheint es ihr keine Zeit zu verlieren. Für einen Moment scheint sie sogar Varna vollkommen vergessen zu haben, oder zumindest scheint sie nicht darauf zu warten ob die Heretek gewillt ist ihr in den Lüftungsschacht zu folgen oder nicht.
"Weit kann es nicht gekommen sein."

Varna a.k.a. Cell9

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« Antwort #11 am: 02.05.2016, 18:41:48 »
"Ich habe ihren Intellekt so gut es ging konserviert. Scheint ja nicht vollkommen schief gelaufen zu sein," wirkt die Heretek keinesfalls unerfreut. Ihr optischer Mechadendrit wickelt sich auf und schlängelt sich in den Lüftungsschacht hinein.
"Tja, das ist wirklich dein Metier," meint die Techpriesterin dann mit gespieltem Bedauern. Sie macht keine Anstalten, sich selbst in den Schacht hineinzuquetschen, sondern begnügt sich ganz und gar bescheiden, ihre Angebetete dabei zu beobachten.
So weit, wie die Spur von Subjekt P, reicht der Mechadendrit allerdings lange nicht. Bald findet sich die Scharfschützin alleine in den schummrigen Windungen der Lüftungsschächte wieder. Die glibberigen Schleimreste führen sie zu einem vertikalen Verbindungsschacht - die Kreatur muss wohl einige Decks hinabgestiegen sein, nur mit welchem Ziel im Sinn? Und hoffentlich gehören sämtliche klebrige Überreste auch nur dem kybernetischen Untoten.
"Und, schon irgendwas gefunden?," meldet sich Varna, die noch immer vor dem offenen Gitter wartet, wissbegierig übers Mikrofunk.
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Lamira von Kalten

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« Antwort #12 am: 04.05.2016, 19:22:59 »
"Sieht so aus als hätte es einen kleinen Ausflug in Richtung der tiefergelegenen Decks gemacht.", antwortet Lamira über Mikrofunk und schiebt sich gekonnt in den vertikalen Schacht um die anstrengende Abstiegsprozedur in Angriff zu nehmen. Da die Mutantin leider nicht im Besitz kraftvoller Antigravgeneratoren ist muss sie ihre Arme und Beine fest gegen die Wände des Lüftungsschachtes drücken um so langsam einige Level hinunter zu rutschen... ohne haltlos abzutürzen und sich beim Aufprall am Ende des Schachtes alle Knochen zu brechen. Lamira folgt den Schleimresten bis sie glaube das Ende der Spur gefunden zu haben, dort wo Subjekt P wieder auf einen horizontalen Schacht gewechselt haben muss.
""Vielleicht solltest du schonmal den Fahrstuhl nehmen." drinkt Lamiras Stimme erneut ein wenig verzerrt aus dem Mikrofunk hervor. "Irgendwo muss es das System wieder verlassen haben. Ansonsten wird die Jagd hier bald ein Ende haben. In einem engen Schacht wird es mir nicht enkommen!"

Varna a.k.a. Cell9

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« Antwort #13 am: 08.05.2016, 19:06:37 »
"Schau an," klingt Varnas Stimme neugierig in Lamiras Mikrofunk. Die Heretek setzt sich auch wirklich in Bewegung, zum nächsten Fahrstuhl hin. Die Tatsache, dass ihre Schöpfung so rasch gelernt hat, sich ihre Größe zum Vorteil zu machen, wie im Falle dieser Abkürzung, findet sie hochgradig interessant. Und da sie inzwischen mit dem Aufbau des Zerstörers ziemlich gut vertraut ist, kann die Techpriesterin auch schon erahnen, wohin Subjekt P sich wohl wahrscheinlich begeben hat. Vorausgesetzt, die Kreatur ist nicht doch im Labyrinth der Lüftungsschächte verloren gegangen.
"Drei Decks tiefer, habe ich recht?," vermutet die rotberobte Ketzerin enthusiastisch. Dass sie damit recht hat, stellt die Ex-Arbitatorin bald fest, als die Schleimspur genau auf jener Höhe wieder in einen horizontalen Schacht führt. Die glibberige Substanz benetzt besonders dicht mehrere geschlossene Gitter, die Subjekt P wohl nicht aufbekommen hat, bevor sie an einem lockeren und beiseite geschobenen endet.
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Lamira von Kalten

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« Antwort #14 am: 08.05.2016, 20:07:11 »
"Sieht ganz so aus. Ich vertraue deinen Kenntnissen der Schiffspläne!", antwortet Lamira während sie langsam immer weiter in die Tiefe rutscht bis sie den horizontalen Schacht den Subjekt P bei der Flucht genutzt hat als solchen identifiziert hat. "Mhm... vielleicht solltest du unsere "Crew" daran erinnern die Gitter zum Schachtsystem nach abgeschlossener Arbeit auch wieder zu verschließen.", dringt die amüsierte Stimme der Mutantin erneut an Varnas Ohr. "Es sei denn jemand hat all dies geplant... oder deine Kreatur hat es irgendwie geschafft Helfer zu finden. Du weißt natürlich nichts von solchen Dingen, oder?"
Gekonnt bremst Lamira ihr Abrutschen im vertikalen Lüftungsschacht auf der höhe der horizontalen Abzweigung und lehnt sich dann vorwärts um sich mit einem leichten Stoß in den weiteren Fluchtweg ihrer Beute zu schieben. Als sie das Ende dieses Schachtes erreicht versucht sie das angelehnte Gitter vorsichtig und möglichst geräuschlos zur Seite zu schieben und das enge Lüftungsschachtsystem vorläufig hinter sich zu lassen um einen ersten Blick auf ihrer neue Umgebung zu werfen.