Autor Thema: Prolog: Saat des Glaubens  (Gelesen 26993 mal)

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Luther Engelsnot

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Prolog: Saat des Glaubens
« am: 08.03.2016, 23:52:43 »
Nach ihrer überstürzten Flucht von Desoleum an Bord von Adrians Schiff Die stürmische Rose dauert es nicht lange, bis sich Inquisitor Havelock wieder mit Ihnen in Verbindung setzt. Die Nachricht die Skie dabei erreicht ist wie immer von der Stimmung her nichtssagend, auch wenn die junge Musikerin sich ausmalen kann, dass Hemlock nicht gerade froh über den Ausgang der letzten Mission gewesen sein wird. Dennoch der Inhalt ist klar und deutlich.
“Die Zelle wird umdispositioniert und einer neuen Bestimmung zu geführt. Eine alternative Zelle wird den ursprünglichen Auftrag wieder aufnehmen. Nutzen Sie ihre Reisemöglichkeit um den Planeten Kalto anzusteuern und suchen Sie Prediger Desmond Jhian im Metothine-Tor auf und sprechen Sie ihn mit den Worten Die Blutenblätter des roten Sturm spiegeln sich im Tor der Seelen wieder an. Er wird Sie über das örtliche Problem informieren, welches Ihren Fähigkeiten entsprechen dürfte. Stellen Sie sich zusätzlich darauf ein als Aktivposten auf dem Planeten zu verbleiben. Wenn Sie es für nötig erachten, rekrutieren Sie nützliche Verbündete. Möge der Gott-Imperator mit Ihnen sein und Ihnen verzeihen.“ verstirbt die Nachricht schnell im Geist der unsanktionierten Psionikerin. Ihr neues Ziel steht also fest und es kostet wenig Arbeit die Seneschallin Cybill von diesem Ziel zu überzeugen, während Adrian sich immer noch von der Gruppe nach ihrer Offenbarung fernzuhalten scheint. Obwohl ihr Ziel auf der größten und stabilsten Warproute des Sektors liegt, bleiben den Akolythen dennoch einige Tage Zeit sich auf dem großen Freihändlerschiff umzusehen. Nachdem Skie die neue Aufgabe mit dem Rest geteilt hat und der Rekrutierung von Akil nichts im Wege steht, haben sie etwas freie Zeit. Die Führung des Schiffes bringt sie zwar abseits der Masse in einem der Luxusquartiere für wichtige Gäste unter, aber es steht ihnen frei das Schiff zu erkunden, welches bei weitem kein so strenges Regiment führt wie ein Schiff der imperialen Flotte. Dennoch merkt man die Ernsthaftigkeit der Mannschaft und dass sie geschlossen hinter dem Kapitän stehen. Sie geben sich durchaus offen und freundlich, trotz der üblichen Anspannung einer Reise durch den Warp. Bei ihren Erkundungen offenbaren, wie auf jedem größeren Schiff, die unteren Decks stadtähnliche Strukturen voller Möglichkeit zum Einkaufen, Dampf ablassen und sich unterhalten. So stehen ihnen einige durchaus interessante Tage bevor, während das kolossale Schiff sie durch den Warp trägt, der für die ein oder andere unruhige Nacht mit dunklen Omen sorgt. Immer wieder spiegeln sich in ihren Köpfen der Anblick blutiger Felder und schreiender Wirbel wieder. Ein ungutes Gefühl bleibt in den Akolythen zurück.

Doch es dauert nicht lange, als die Sirene wieder durch die Hallen des Schiffes rasen und die Akolythen unsanft geweckt werden. Der Austritt aus dem Warp steht bevor. Ein schweres Ruckeln, gleich einem schwachen Beben geht durch den schweren Adamantiumkörper des Schiffes. Dennoch verläuft der Austritt ohne größere Schwierigkeiten und sie finden sich endlich wieder in der kalten Leere wieder. Danach folgt jedoch der längere Flug zum Planeten und nach insgesamt einer Woche erreichen sie endlich den Planeten Kalto und werden darüber informiert, dass Die stürmische Rose die riesige Orbitalstation über dem Planeten ansteuert, das Metothine-Tor. Ihnen bleiben nur noch wenige Stunden, bis sie wieder in einem Transporter sitzen werden und sich auf der Orbitalstation wiederfinden, um Prediger Jhian zu finden. Eine neue Aufgabe liegt vor ihnen und es wurde ihnen eine zweite Chance gewährt. Nach und nach machen sich die neuen wie alten Mitglieder der Zelle bereit und finden sich in einem der Hangar des Schiffes ein.
« Letzte Änderung: 09.03.2016, 22:20:02 von Luther Engelsnot »
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Akil Johnson

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Prolog: Saat des Glaubens
« Antwort #1 am: 09.03.2016, 12:22:56 »
Mit einem bisschen Wehmut auf der einen und der Vorfreude auf Neues auf der anderen Seite tritt Akil in die Gruppe und sagt: "Akolyth der Inquisition also... Ich schätze ich werde die Arbeit auf dem alten Mädchen hier doch irgendwie vermissen." Er lässt noch einen geradezu nostalgischen Blick durch den Hangar schweifen um sich dann voll auf den nächsten Abschnitt seines Lebens zu stürzen. "War jemand von euch schonmal auf Kalto? Mir ist der Planet bisher vollkommen unbekannt."

Alpherius Vin

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Prolog: Saat des Glaubens
« Antwort #2 am: 09.03.2016, 22:30:16 »
"Tut mir leid Großer, aber zumindest ich war noch nie dort, und den Namen hab ich auch noch nie gehört. Um ehrlich zu sein weiß ich auch nicht wirklich viel über den Sektor." krächzt der alte Mann mit heiserer Stimme. "Aber ich hab mich ein bisschen unter der Besatzung umgehört. Ehrlich Akil, ich verstehe nicht wieso du dem Schiff den Rücken kehrst. Irgendwie fühl ich mich wohl hier, ich hab unter der Mannschaft ein paar echt nette Leute kennengelernt. Wenn ich nicht so alt und klapprig wäre würde ich glatt hier anheuern!" Vin kichert einige Augenblicke in sich hinein. "Aber ich schweife ab. Ein bisschen was konnte ich heraus finden. Kalto ist wohl ein sehr religiöser fruchtbarer Agrar-Planet. Man nennt ihn auch die Kornkammer des Askellion-Sektors, ist das zu fassen? Vermutlich hab ich sogar schon Gemüse von hier gegessen ohne es zu wissen. Äh - wo war ich stehen geblieben?" Der graue Adept kratzt sich einen Moment den Kopf, bevor er wieder den Faden aufnimmt. "Ah ja, genau: Der Großteil des Handels wird über die Orbitalstation abgewickelt. Angeblich ist der Konkurrenzkampf zwischen den Handelsorganisationen ziemlich hart, fast schon übereifrig. So sagt man jedenfalls. Und das Adeptus Administratum, mein geschätzter Arbeitgeber, mischt kräftig in der Regierung mit. Und das ist auch schon alles was ich herausfinden konnte, beim Imperator. Ich bin aber sicher, dass sich auf dem Metothine-Tor noch einiges mehr in Erfahrung bringen lassen wird!"
« Letzte Änderung: 09.03.2016, 22:31:16 von Alpherius Vin »

Prolog: Saat des Glaubens
« Antwort #3 am: 11.03.2016, 09:33:10 »
Legorions alte Kopfverletzungen waren auf dem Krankendeck der stürmische Rose erneut behandelt worden und man hatte ihm einige Schmerzmittel gegen die zur Zeit heftigen Kopfschmerzen mitgegeben.
Immer wieder, so schien es dem jungen Techadepten, spielten seine Sinne verrückt oder lenkten seine Aufmerksamkeit auf Details, welche er vorher nie beachtet hätte.
Nun verschafft ihm die Medizin eine vorübergehende Linderung und so sehen ihn seine Mitakolythen sogar etwas lächeln, als Legorion in seiner abgetragenen Mechanicus-Robe den Hangar betritt.
Gutmütig betrachtet er die leicht veränderte Gruppe, doch bemerkt man, kamm das die Gespräche beginnen, wie unsicher der Maschinenseher wird:
"Ich begrüße euch und hoffe, dass ihr euch alle bereit fühlt.
Die erschlossenen Informationen über Kalto können von mir soweit als zutreffend bewertet werden.
Danke für das Erschließen eben jener, geschätzter Alpherius Vin.
Mit euch konnte ich bisher wenige Worte wechseln, Herr Johnson.
Ich lese in der Art, wie ihr eurer Frage stellt, dass ihr betreffend des vor uns liegenden Agrar-Planeten gerne weitere Informationen akquirieren möchtet. Bitte entschuldigt mich.
Alltagsgespräche, welche als Kommunikation spontan und in einem umgangssprachlichen Ton geführt werden, verunsichern mich etwas, da es sich zumeist um Themen der privaten Lebenssphäre handelt.
Ich habe den Planeten Kalto, bzw. die orbitale Raumstation 'Metothine-Tor' bis her nicht betreten.
Ich stamme von der Fabrikwelt Rhodin IV; Kalto ist der uns nächste und vor allem größte Planet.
Sollte, wie von mir angenommen, das Gespräch als Möglichkeit einer letzten Informationsaufnahme vor dem Anflug eingeleitet worden sein, kann ich ihnen allen gerne noch ein par weitere Details liefern."
So sprudelt es aus dem etwas irritiert dreinblickenden Mann heraus, als er kurz innehält um so etwas wie ein `Ja´in den Gesichtern der anderen zu lesen und wahrscheinlich auch um selber kurz Luft zu holen.
Dann gibt Legorion sein Wissen preis:
Reise innerhalb des Askellon Sectors von der Makropolwelt Desoleum zur Agrarwelt Kalto. Verlassen des Cydopia-Subsektors in den Rubicon-Subsektor über die stabliste und zugleich wichtigsten Warproute des Sektors.
Die Rotationsachsneigung Kaltos durch das Geozentrum verhält sich bei 66,45° gegenüber der Ekliptikalebene, so dass es auf dem Planeten Terra-ähnliche Jahreszeiten gibt, wobei die Nächte stets kürzer sind und die Sonnenintensiven Jahreszeiten wesentlich länger andauern. Zusätzlich sorgt Kaltos präziser Rotationsorbit um die Sonne und 897 Millimeter Niederschlag im Jahr für eine fast durchgehende Wachstumzeit
Die Jahresdurchschnittstemperatur lag nach Angaben des Meteorologischen Institutes von Metothine im letzten Jahr bei 13,5 Grad. Dadurch kann jederzeit Argrarwirtschaft betrieben werden.
Die landwirtschaftlich genutzte Fläche nimmt etwa 34,6 % der Planetenoberfläche ein, was annähernd 100 % der Landfläche ausmacht. Dieser Planet versorgt den gesammten Sektor und darüber hinaus mit Lebensmitteln und wird daher als 'Kornkammer des Sektors' bezeichnet. Würde dieser Prozess einbrechen, würde dies eine ungeheure Hungersnot nach sich ziehen, was die Priorität und Funktion dieser Welt deutlich macht. Trotz seiner fruchtbaren Erträge leiden viele der auf Kalto eingesetzten Feldarbeiter Hunger, da die meisten Güter exportiert werden und auf Lebensmitteldiesbstahl die Todesstrafe steht.
Kalto ist eine durch das Adeptus Ministorum stark geprägte Welt und seine Bewohner sind überdurchschnittlich hingebungsvolle Gläubige des Gott-Imperators, welche Glauen und Disziplin so hoch schätzen, dass sich viele freiwillig zu Tode arbeiten.
Auf dem Planeten selbst erwartet uns also viel eher eine unterernährte Bevölkerung.
Vor über sechzig Jahren beanspruchte das Adeptus Mechanicus kurzzeitig diese Welt für sich und durchbrach dadurch den politischen Anspruch, sowie die Richtungsentscheidungen des eigentlich handelnden Gouverours.
Ausschaggebend dafür war das mysteriöse Verschwinden aller Bewohner des Planeten.
Die genauen Hintergründe zu diesen Vorfällen kenne ich natürlich nicht, aber dieser Disput hätte fast zu einem Krieg geführt und gipfelte nach zähen Verhandlungen darin, dass nun das Adeptus Administratum die gesamte Welt regiert. Ursprünglich waren die Partien von einer vorübergehenden Übergangslösung ausgegangen, doch dieser Prozess hält bis heute noch immer an.
Damit steht die Verwaltung des Adeptus Administratum nach wie vor über dem eigentlichen Planetaren Gouverour. Das Adeptus Mechanicus hat zumindest noch eine große Niederlassung auf dem Planeten;
Die 'Schmiede Paellus',welche sehr zum Missfallen der Kirche auch unter der Bevölkerung rekrutiert.
Die Hauptstadt des Planeten und ihr eigentliches Verwaltungszentrum, trägt die Bezeichnung 'EC5311' und beherbergt den vom Adeptus Administratum beanspruchten Regierungssitz.
Es ist die einzige richtige Stadt, da man sich ansonsten mit Wonhubs für die Feldarbeiter und Lagerhallen für die Ernte und Arbeitsgeräte begnügt, sowie einiger Umschlagsplätze, um die Waren in den Orbit zu transportieren.
EC5311 beinhaltet auch etliche Akademien des Adeptus Administratums, Warenhäuser, Unterhaltungsdistriktie für die wenigen Besucher und die große Hauptkathedrale der Ekklesiarchie.
Die Bevölkerung verbleibt überwiegend unter sich, da die Handelsabkommen des gesammten Planenen ausschließlich auf dem Metothine-Tor abgehandelt wird, welches wir zunächst anfliegen werden.
Diese Raumstation ist der Sitz vieler Handelsorganisationen und des amtierenden Gouverneurs.
In wie weit sich dieser Konkurrenzkampf seitens eures offiziellen Arbeitgeber auf die Orbitalstation ausdehnt weiß ich nicht, Alperius Vin. Meiner Einschätzungen nach werden wir aber in Anbetracht der andauernden Übergangangslösung, welche sicherlich eine schwindelerregend hohe Problematik in der Verwaltung verursacht, auf verhärtete Fronten treffen. Untypische Situationen wie diese sorgen immer für mehr und mehr Arbeit, weil immer neue Probleme auftauchen, mit denen man vorher nicht konfrontiert war.
Vielleicht sind diese Strukturen sogar etwas, dass ihr selber liebt, wenn ihr denn eure alte Arbeit als Beamte in Hingabe gelebt habt, aber sie sind auch der Nährboden für ungewollte Prozesse, welche sich das Chaos und die angespannte Situation zu Nutze machen, während sich die ursprünglichen Protagonisten gegenseitig bekriegen. Oder es sind die Protagonisten mittlerweile selbst, welche einen Wandel einzuleiten versuchen und dabei Mittel einsetzen, welche wir im Namen des Imperators verhindern müssen."
« Letzte Änderung: 12.03.2016, 16:05:17 von 'Legorion Drago' Omega-Arcana-M7 »

Ratcatcher Skie

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Prolog: Saat des Glaubens
« Antwort #4 am: 12.03.2016, 21:17:20 »
An Bord der Stürmische Rose fühlt sich die Leerentochter wie zuhause. Auch wenn sie den Kapitän höchstpersönlich kennt, mischt sie sich unter die Crew, unterhält die Leute, fischt nach Raumfahrergeschichten und knüpft sogar ein paar zwielichtige Kontakte. Sie hofft, dass Adrian irgendwann mit dem Schmollen aufhört, belässt es aber nicht bei der bloßen Hoffnung, sondern klopft jeden Tag an seiner Tür an oder schmuggelt regelmäßig Zettel in seine Gemächer, wenn die Dienerschaft ihm das Tablett mit dem Frühstück bringt.
Während die Akolythen auf den Anflug an die Orbitalstation von Kalto warten, sitzt Skie im Aufenthaltsraum an einer Tischkante und begleitet das Gespräch mit leisem Klimpern auf ihrer Elektroharfe. Mit der Flut an völlig sachlich und monoton vorgetragenen Informationen, die Legorion der Gruppe präsentiert, kann die Straßenkünstlerin kaum etwas anfangen. Sie beendet den Monolog des Techpriesters mit einem dramatischen Schlussakkord, um dann das Instrument abzustellen.
"Tja, 'n lammfrommer Brocken also? Na kann ja nicht immer Tanz und Firlefanz sein," lehnt sich das Mädchen zurück, auf die Hände gestützt. "Aber hey, wir ha'm jetzt 'nen richtigen Leibarzt!" Ihr Grinsen und das 'Daumen-hoch'-Zeichen erinnern Akil nur zu deutlich daran, dass sein neuer Job ihn garantiert nicht unterfordern wird. Dennoch fragt sie sich, was aus Vlad und Yalra geworden ist, und ob sich die Gruppe jemals hätte trennen dürfen.
"Du kennst deinen Boss länger," redet die Musikerin auf einmal wieder Akil an, "ist er öfters so, oder macht er für uns 'ne Ausnahme?"
"Greif' ich ein Akkord, gehn sie mit mir fort..."
- In Extremo, Rattenfänger

Alpherius Vin

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Prolog: Saat des Glaubens
« Antwort #5 am: 13.03.2016, 22:28:28 »
"Du bist eine echte Quelle nützlicher Information, Mann aus Metall." verkündet der alte Mann fröhlich glucksend. "Es scheint sich wirklich um eine interessante Welt zu handeln. Aber alle früheren Bewohner spurlos verschwunden? Das klingt höchst beunruhigend. Ob unser aktueller Auftrag etwas damit zu tun hat?"

Prolog: Saat des Glaubens
« Antwort #6 am: 13.03.2016, 23:11:32 »
"Das wäre durchaus möglich, doch leider liegen mir keine Informationen über die Aktivitäten von damals vor.
Ich schlage vor, dass ein charismatisches Akolythenmitglied diesen Prediger Desmond Jhian darauf anspricht.
Ich möchte mich auf der Orbitstation eher zurückhaltend verhalten, da ich nicht weiß, wie die örtlichen Gruppierungen dort auf ein Einmischen des Adeptus Mechanicus reagieren."

Ein Schiffsangestellter jüngeren Alters kommt auf die Gruppe zu und räuspert sich.
In seinen Armen hält der Mann einen in weiße Tücher eingewickelten Gegenstand, welchen er nun dem Techgelehrten entgegen reicht: "Dexter Tolum schickt mich, damit ich euch diesen Gegenstand aushändige!"
Er händigt Legorion das verhüllte Objekt aus und verabschiedet sich dann mit knappen Worten.
Ein wohliger Geruch von Maschienenölen steigt den Akolyten in die Nase, als Legorion den Stoff beseitigt und das darin befindliche Werkzeug enthüllt.
Es handelt sich um einen gewaltigen Excelsior-Schlüssel von einwandfreier Qualität.
Legorion hatte die Zeit auf dem Schiff genutzt, um seine Handwerkskünste ein wenig zu verbessern.
Die vielseitigen Decks hatten ihm eine Vielzahl von Waren offenbart, doch reichten die finanziellen Mittel des technisch versierten Akolyten kaum um das mannigfaltige Angebot auch in Anspruch zu nehmen.
Doch hatte sein Throngeld zumindest dafür gereicht um einige Stahlkomponenten und das temporäre Nutzungsrecht an einer Werkbank zu gewinnen.
Zwei Tage hatte Legorion den Stahl bearbeitet, neu zusammen geschmiedet, geschliffen und in eine neue Form gebracht, bis sein bisher wertvollstes Werk endlich fertig wurde.

Akil Johnson

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Prolog: Saat des Glaubens
« Antwort #7 am: 15.03.2016, 07:56:02 »
"Tja Alpherius, nicht jedem behagt es monatelang durch den Warp zu fahren" antwortet Akil nach kurzer Überlegung dem alten Mann auf seine Frage hin, noch bevor Legorion mit seinem langen monotonen Monolog beginnt und den guten Akil auf diese Weise glatt ein bisschen schläfrig macht.

Von Skie angesprochen schreckt er kurz hoch. "Ja, ich habe auch das Gefühl, dass mir die Arbeit bei euch sicher nicht ausgehen wird." Nach ein kurzen Bedenkpause fragt er sie: "Was genau meinst du? Dass er unsere Gruppe zum nächst besten Planeten karrt, oder was? So lange war ich auch nicht auf diesem Schiff. Warp-Reisen dauern ja ein Weilchen. Letztendlich hatte ich auch nicht sehr viel Kontakt zu Adrian."

Prolog: Saat des Glaubens
« Antwort #8 am: 20.03.2016, 19:12:25 »
Während die anderen Akolythen sich recht animiert unterhalten scheint sich Oivikki's Stimmung mal wieder auf einem Tiefpunkt zu befinden. Tatsächlich scheinen die Launen der Gangerin sich seit ihrer überstürzten Flucht von Desoleum nur noch verschlechtert zu haben. Es ist ein offenes Geheimnis, dass Oivikki sich persönlich einen Großteil der Schuld an ihrem Versagen gibt, ob nun berechtigt oder nicht und der Gedanke daran versagt zu haben frisst an ihr mindestens so viel wie ihr Drogenmissbrauch. Die Gangerin ist leicht zu reizen und noch schwieriger wieder zu beruhigen und vielleicht ist es deshalb gut, dass sie einen Großteil der Reise alleine in ihrem Quartier verbracht hat.
"Er ist soviel ein richtiger Arzt wie ich eine Krankenschwester bin.", mischt sich Oivikki mit missmutiger Stimme in die Konversation zwischen Skie und Akil ein. Die gute Laune und Aufbruchsstimmung ihrer Freundin und des neusten Zellenmitgliedes scheinen ihr regelrecht zuwider zu sein. "Ein Knochensäger ist er. Nichts weiter."
Die erzwungene Feindseligkeit der Gangerin ist fast schon ein wenig traurig, so wenig wirkliche Überzeugung steckt eindeutig dahinter. Es wirkt fast so als könnte Oivikki nur einfach nicht anders als ihren Missmut in die Welt zu projezieren und alle daran teilhaben zu lassen.
Wie so häufig in letzter Zeit reiben ihre Finger über ihre Hosentasche und können es kaum erwarten endlich wieder eine Dosis Obscura zu fassen zu beommen.
"Wir sind hier um unseren Job zu machen. Wen interessierts was sein Boss darüber denkt. Sein -ehemaliger- Boss. Ich hoffe du weißt wo deine Loyalitäten liegen.", giftet sie vermutlich recht unnötigerweise in Akils Richtung.

Ratcatcher Skie

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Prolog: Saat des Glaubens
« Antwort #9 am: 20.03.2016, 21:56:51 »
"Nee, dass er schmollt wie 'ne sitzengelassene Braut," korrigiert Skie feixend, nachdem Akil ihre Frage wohl nicht so verstanden hat, wie sie gemeint war. Von Oivikkis mieser Laune, die diese wie eine defekte Lebenserhaltungsanlage im Raum verbreitet, lässt sie sich den Tag nicht verderben.
"Na, haste's denn schonmal versucht? Dich als Krankenschwester zu verdingen? Wie wär's mit 'nem neuen Decknamen - 'Schwester Viki die Erlöserin'?," albert die Straßenkünstlerin herum, mit theatralischen Posen untermalt. Bevor die Ex-Gangerin sie erwürgen oder mit dem Blick töten kann, hebt sie abwehrend die Hände. Indem sie mit einer Hacke auf den Boden - in Richtung der Unterdecks - klopft, erwähnt sie beiläufig, aber eine Spur ernster: "Hab' übrigens wen gefunden, für dich."
"Was sie meint, is', dass du 'n spitze Doc bist," 'übersetzt' das Mädchen anschließend das Gegrummel ihrer Freundin für den Schiffsarzt und kommt aus dem Grinsen nicht mehr heraus. "'n Knochensäger der Extraklasse, Näher der zebrochenen Herzen, Retter der Jungfern in Not..."
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Prolog: Saat des Glaubens
« Antwort #10 am: 20.03.2016, 22:27:55 »
"Einsatzbereitschaft der Akolythenzelle ist hergestellt. Organische Funktionen nach den letzten Kampfhandlungen wieder einsatzbereit. Techadept Omega-Arcana-M7 befürwortet den Anflug zum Metothine-Tor und Einleitung der folgenden Mission."
Legorion trägt seine Worte emotionslos vor, doch zeichnen sich in dem Gesicht des Adeptus Mechanicus Mannes auch etwas Abenteuerlust und Neugierde wieder. Seine nächste Worte richtet er an Akil Johnson:
"Empfehle die Einfuhr von Schiffsgeladenen Lebensmittelrationen für die Bevölkerung von Kalto, sowie stabilisierende Medizin für unterversorge Organismen, denen eine quodlibetische Zufuhr von Flüssigkeiten und Nahrungsmitteln eher schaden würde. Bitte veranlassen sie in ihrer Funktion als Chirurg und zugleich Besatzungsmitglied der Stürmischen Rose eine Bestandsübertragung!
Sicherung von Hilfsbereitschaft und physischer Instandhaltung der Bewohner ist entscheidend für das Gelingen der vor uns liegenden Aufgaben."

Luther Engelsnot

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Prolog: Saat des Glaubens
« Antwort #11 am: 22.03.2016, 19:10:47 »
Die Akolythen haben genug Zeit mit Reden verschwendet und ein Pilot in der Uniform des Hauses Surena kommt auf sie zu. Die Frau hat kurz geschnittene Haare und ein kantigen Gesicht mit einigen Narben.
„Ihr Flug zum Tor ist soweit.“
Deutet sie auf einen normalen Transporter in den bereits etliche Leerenfahrer einsteigen. Es scheint als würden sie mit den normalen Leuten das Metothine-Tor erreichen. Ein Umstand der ihnen allerdings wahrscheinlich recht sein könnte. So steigen sie zu den restlichen Leuten in den Transporter, der wenig später den Hangar verlässt und durch die Leere steuert. Nur wenige Zentimeter trennt sie von der todbringenden Schwärze, während sie zusammengepfercht mit dem Rest ihr Ziel ansteuern. Der Geruch von Öl, Schweiß und anderen beißenden Gerüchen steigt ihnen in die Nase.
Nach einer halben Stunde ist die Tortour jedoch vorbei und die Zugangsrampe öffnet sich, um sie wie der Rest hinauf auf die Orbitalstation zu entlassen. Sie sehen unzählige Transporter in einem ordentlich hergerichteten großen Deck stehen und aus diesen ergießen sich Hunderte von Leerenfahrern. Es scheint als hat Adrian seinen Leuten Landurlaub gewährt. Diese Massen strömen einfach direkt hinaus und sie haben einen Moment sich umzusehen. Allerdings ist die Hangar nicht gerade ein beeindruckender Anblick, auch wenn die starren Augen mehrere Heiliger von den Wänden auf sie hinab schauen. Doch wie würden sie jetzt weiter vorgehen? Während sie das noch überlegen, entdecken sich auch einen Aquila Lander, aus dem gerade Adrian, gekleidet in derselben Uniform, die er zuletzt trug, steigt. Nicht alleine jedoch, denn in seiner Begleitung ist eine etwas ältere, streng schauende Frau sowie mehrere Leibwächter in Paradeuniformen. Die Frau trägt ein blaues Business-Kostüm mit weißen Zierlinien. Ihre aschblonden Haare sind zu einem Dutt gebunden und über ihrem linken Augen hängt ein mechanisch verstärktes Monokel, während ihre Hand ein Datapad hält. Akil erkennt sie wieder, das ist Cybill Surena.
« Letzte Änderung: 22.03.2016, 19:13:10 von Luther Engelsnot »
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Alpherius Vin

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Prolog: Saat des Glaubens
« Antwort #12 am: 25.03.2016, 13:03:05 »
"Schau mal Skie, ist das da drüben nicht deine Liebschaft?" fragt der alte Mann, überflüssigerweise auf den jungen Freihändlerspross deutend. "Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich glaube er wäre ganz froh, wenn er uns nie wieder sähe. Nichts für ungut, Akil. Ich würde gerne, bevor wie unseren Kontaktmann suchen, mich gern erst mal auf der Station umhören und sie ein wenig erforschen. Möchte mich jemand begleitzen?" fragt der alte Mann in die Runde, während er seine Blicke über die Station schweifen lässt.

Ratcatcher Skie

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Prolog: Saat des Glaubens
« Antwort #13 am: 25.03.2016, 20:12:19 »
"Was, die olle Harpye?!," 'mißdeutet' Skie mit gespielter Entrüstung Alpherius' Fingerzeig. Dann schaubt sie. "Wenn er nicht mal für'n 'Auf Wiedersehn' Zeit hat, knall' ich sein Boot ab."
Mit diesen Worten löst sich die Rattenfängerin von der Gruppe und hält auf Adrians Shuttle zu. An ihrer Miene kann man schon von weitem erkennen, dass sie sich nicht so einfach abwimmeln lassen wird - auch nicht von einer garstigen alten Krähe.
"Greif' ich ein Akkord, gehn sie mit mir fort..."
- In Extremo, Rattenfänger

Luther Engelsnot

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Prolog: Saat des Glaubens
« Antwort #14 am: 26.03.2016, 18:18:09 »
Skie kann schon beim Näherkommen den zerrissenen Blick von Adrian sehen, während die Seneschallin alles andere als erfreut über Skies Auftauchen zu sein scheint. Es ist offensichtlich, dass die Frau über die gesamte Situation nicht gerade zufrieden ist und sich sofort zwischen Adrian und Skie stellt, als diese näher gekommen ist. Die Leibwachen hingegen zucken nicht und Cybill eröffnet sofort das Feuer.
„Möchten Sie noch weitere astronomische Kosten verursachen und dem Haus Surena weiteren Ungemacht bereiten? Oder haben Sie vorerst genug von unseren Diensten und unsere Weg trennen sich endlich?“
Adrian hingegen schaut bei weitem nicht so glücklich über diese Wortwahl und vielleicht aus einem Funken Restgefühle oder möglicherweise aus anderen Gründen, schreitet er ein. Er fasst Cybill an der Schulter und bringt ernst klingen hervor.
„Das reicht. Ich bin immer noch der Kapitän des Schiffes.“
Adrian schaut zu Skie mit einem schmerzhaften Gesichtsausdruck.
„Braucht ihr noch irgendetwas?“
Versucht er möglichst neutral zu klingen.
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