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Autor Thema: Episode I - Finstere Jagd  (Gelesen 15349 mal)

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Idunivor

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Episode I - Finstere Jagd
« Antwort #705 am: 02.07.2016, 17:25:04 »
Zumindest fürs erste wussten die Flüchtlinge nichts besseres als den entsprechenden Kurs zu setzen, den Nakoa vorschlug und auf dem Weg würden sie dann sicher auch einen Ort finden, an dem sie ihren assagier absetzen konnten. Tatsächlich fanden sie in der Datenbank eine kleine Asteroidenkolonie, die nicht weit ab von ihrer Route lag. Sie vergeudeten nicht viel Zeit, verließen der Hyperraum und setzten den jungen Mandalorianer dort eilige ab, bevor irgendjemand ihnen Fragen stellen konnte.
Sie alle konnten die Ruhe gebrauchen und auch die Zeit sich genauer mit dem Schiff vertraut zu machen. Es war offensichtlich ein Kampfschiff und bot nicht viel Platz oder Unterhaltung, aber es würde wehrhaft sein, falls einer ihrer zahlreichen Verfolger sie fand. Derek verbrachte fast die ganze Zeit in der Kabine und wühlte sich durch die Dokumente, die von Asen Sulk stammen mussten. Frustriert stellte er fest, dass sie offenbar nicht vollständig waren. Es fehlte die Hälfte und dieser Mirialaner schien auch nicht gerade ein Freund von geordneten Gedanken zu sein. Auf den meisten Blättern fand sich gekritzlet, das Derek teilweise nur mit Mühe entziffern konnte.
Aber nach einiger Zeit fand er doch das ein oder andere. Asen Sulk suchte offensichtlich etwas, dass er immer nur als die "Wiege des Lichts" bezeichnete. Derek war sich nicht sicher, ob es sich dabei um einen Ort, ein Artefakt oder etwas ganz anderes handelte. Der Mirialaner schien dabei mit einer Gruppe von Forschern zusammen zu arbeiten oder mit ihnen in Konkurrenz zu stehen, das wird nicht ganz klar. Die Organisation nannte sich Attis-Konsortium und Asen Sulk ist offensichtlich immer wieder mit ihnen in kontakt gewesen. Derek war sich sicher, dass Asen Sulk mindestens ein Dutzend Planeten besucht hatte auf der Suche nach der Wiege. Alle Planeten, die sie auf der Sternenkarte in Asen Sulks Wohnung gesehen hatten, - Taris, Onderon, Spintir, Dantooine - sie alle hatte Asen Sulk auf der Suche nach der Wiege bereits besucht, manche scheinbar sogar mehrfach. Immer wieder waren die Namen einzelner Planeten an die Seite von Reiseberichten gekritzelt. Oft las Derek Dinge wie "Mehr auf Onderon?" oder "Genauere Untersuchung von Spintir!" Zu zwei Planeten fand Derek allerdings keine Berichte über genauere Erkundungen, sondern sie tauchten nur in den Kommentaren an den Seiten auf: Auratera und Devaron. Von Auratera hatte Derek allerdings noch nie gehört und auch eine Suche in den Navigationscomputern des Schiffes ergab keine Ergebnisse. Anders sah es allerdings mit Devaron aus. Von dem Heimatplaneten der Devaronianer hatte Derek schon gehört und auch der Computer der Fist of Honor kennt die Koordinaten.
Jetzt hatten sie also einen anderen Zielpunkt für ihre Reise, die Frage ist nur, ob sie dorthin fliegen wollten mit dem vagen Verdacht, dass Asen Sulk dort sein könnte oder ob sie sich auf die Suche nach der Rebellion machen wollten, über deren Aufenthaltsort sie auch kaum mehr als vage Vermutungen hatten.
The only ones who should kill are those prepared to be killed.

Derek Vonn

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Episode I - Finstere Jagd
« Antwort #706 am: 03.07.2016, 22:27:53 »
Nachdem Derek das Material von Asen Sulk sorgfältig untersucht und sortiert hatte, teilte er den anderen Crewmitgliedern schließlich das Ergebnis seiner Nachforschungen mit.
"Das ganze ist leider ziemlich dünn", schloss er. "Es gibt keine Hinweise, dass Sulk irgendetwas von uns wusste oder wir etwas mit dieser Wiege des Lichts zu tun haben. Was immer Rabi Notha sich dabei dachte, uns zu ihm zu schicken: Er ist weg und könnte überall sein. Und wir sind kein Stück näher an der Antwort auf die Frage, was alle von uns wollen.

Ich würde vorschlagen, wir suchen wie geplant diese Rebellen. Vielleicht können die uns helfen, oder zumindest Schutz bieten vor unseren ganzen Verfolgern."

Merit Segir

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Episode I - Finstere Jagd
« Antwort #707 am: 04.07.2016, 00:32:04 »
Wenn es ihren Gefährten aufiehl, dass Jastina stehts drauf bestand eine Kabine für sich allein zu haben wenn sie sich schlafen legte liesen sie es sich zumindest nicht anmerken und Merit war noch immer nicht bereit ihren besten Schutz vor den Verfolgern aufzugeben. Zwar vertraute sie ihren Gefährten inzwischen etwas mehr und ging nicht davon aus das einer von ihnen freiwillig mit dem Imperium kooperieren würde, nicht mal Derek, aber unfreiwillig war eine andere Frage. Und das zog die Möglichen Reaktionen auf  "das Wechselbalg" noch gar nicht in Betracht. Also behielt Merit die Maskerade bei und Jastina arbeitete in den folgenden Tagen daran den Transponder des Schiffes umzustellen damit sie zumindest nicht auf den ersten Sensorkontakt erkannt würden was sich aber als nicht machbar ohne eine Schiffswerft, zumindest aber ohne das Schiff zu landen erwies.

Dereks Vortrag hörte sich Jastina ruhig an, aber bei seinem Vorschlag runzelt sie die Stirn.
"Ich weiß nicht.", meinte sie nachdenklich, "Hab Devaron vor ner Weile mal für jemanden recherchiert:  Eher kleine Dschungelwelt in den Colony Worlds, nicht besonders hoch technologisiert und schon ewig besiedelt, Heimatwelt der Devaronianer. Ihr wisst schon,  rote Haut, Hörner, spitze Ohren anzügliches Grinsen und arrogantes Auftreten? Aber das sind blos die Kerle, auf Devaron haben die Frauen das Sagen und die ticken wohl etwas vernünftiger und auch wenn Davaron wie die meisten Colony-Welten nominell dem Imperium untersteht sind die weitestgehend selbständig. Für meine Ohren klingt das durchaus nach einem brauchbaren Ziel und so wie die der typische Devaronianer tickt sehe ich die eher auf seiten der Rebellion, zumal die niemand der nicht komplett erblindet ist mit Menschen verwechselt, würde mich also nicht wundern wenn die Rebellion da die ein oder andere Zelle oder zumindest Verbindungen hätte."
« Letzte Änderung: 05.07.2016, 20:21:11 von Merit Segir »

Derek Vonn

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Episode I - Finstere Jagd
« Antwort #708 am: 04.07.2016, 00:36:08 »
Derek wusste nicht wirklich, was er auf Jastinas Ausführungen erwidern sollte. Für ihn war es ziemlich gleich, wohin sie als nächstes gingen - es war kaum anzunehmen, dass sie eine einzelne Person irgendwo in der Galaxis aufspüren konnten, selbst wenn eine schwache Spur sie zu einem bestimmten Planeten führte.
Der Anstoß, Nakoas Vorschlag zu folgen, war neben der durchaus vorhandenen Chance, über ihn Verbündete zu finden, mindestens ebenso sehr dem Umstand geschuldet, dass er das endlose Selbstmitleid des Caamasi gehörig satt hatte und sich ein wenig Ruhe erhoffte, wenn dieser einmal seinen Kopf durchsetzen konnte.

Nun aber wartete er erst einmal ab, was die anderen drei sagen würden, bevor er sich für eine der beiden Pfade aussprechen würde.
« Letzte Änderung: 05.07.2016, 20:46:48 von Derek Vonn »

Xiara

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Episode I - Finstere Jagd
« Antwort #709 am: 04.07.2016, 19:06:07 »
Xiara hatte sich aus der etwas hitzigen Diskussion herausgehalten. Stattdessen hatte sie sich an ihre eigene Ausbildung zurückerinnert und sich auf die Worte konzentriert, die sie in der Zeit so oft gehört hat.

Es gibt keine Gefühle, nur Frieden.
Es gibt keine Unwissenheit, nur Wissen.
Es gibt keine Leidenschaft, nur Gelassenheit.
Es gibt keinen Tod, nur die Macht.


Die Macht. Ihre Gedanken wanderten direkt wieder zu Rabi Notha und ihrer Suche nach ihnen. Sie selbst wurde von ihrer toten Meisterin, die ihr im Traum erschienen war, zu Rabi Notha geschickt. Auch Barrets Weg zu der Jedi war sicherlich durch die Macht geprägt. Jastina hatte ebenfalls Kräfte, wie sie vor einigen Tagen gezeigt hatte. Derek war gezielt von Rabi Notha und ihren Leuten gerettet worden. Das alles konnte kein Zufall sein. Ebensowenig, der Angriff durch die Mandalorianer und ihr Ziel, sie alle gefangenzunehmen, weil man bereit war einen großen Preis für sie zu bezahlen. Wofür sonst, wenn nicht für ihre Begabung mit der Macht? Auch Derek musste sie besitzen. Die Inquisitorin war hinter ihm hergewesen, ebenso wie sie hinter ihr selbst hergewesen war, nachdem sie von ihrer Existenz erfahren hatte. Es gab eigentlich keinen Zweifel daran, auch wenn er es selbst vielleicht noch nicht wusste.

Nur Nakoa passte nicht so recht ins Bild. Er hatte vehement bestritten, irgendetwas von der Macht zu wissen oder zu spüren, und es gab keinen Grund an seinen Worten zu zweifeln.

Inzwischen hatte man sich geeinigt, erstmal einen der Planeten aufzusuchen, wo Nakoa die Rebellion vermutete. Xiara hatte nichts dagegen. Das Imperium würde dort kaum besonders stark vertreten sein, wenn überhaupt. Und das war momentan erstmal das Wichtigste. Wenn sie wirklich in der Lage sein sollten, die Rebellen zu finden, dann wäre das schonmal ein Schritt in die richtige Richtung, denn sie würden ihnen sicherlich Zuflucht gewähren und ihnen vielleicht sogar helfen können. Das alles ändert nichts daran, dass Xiara aber vor allem Asen Sulk finden will, denn das war die Aufgabe, die ihnen von Rabi Notha vor ihrem Tod mitgegeben wurde. Und die Falleen würde diese Aufgabe auf jeden Fall weiter verfolgen. Aber die Spuren waren kalt und ungenau, daher war es ohnehin unklug ihnen blind zu folgen.

Xiara war auch froh, dass sie sich darauf verständigen konnten, den jungen Mandalorianer an einem geeigneten Ort abzusetzen. Er war nicht schuldig daran, was geschehen war, und hatte den Tod nicht verdient. Irgendwann musste sie Nakoa einmal erklären, dass Gutes nur aus Gutem heraus entstehen konnte, und Schlechtes immer weiter zu Schlechtem führte, genau wie es sich mit der hellen und der dunklen Seite der Macht verhielt. Aber im Moment würden diese Worte nur auf taube Ohren treffen.

Wie dem auch sei, sie waren einen Schritt weitergekommen, und die nächsten Tage und Wochen würden zeigen, wie es auf ihrem Weg weitergeht.

Sehr interessiert lauscht Xiara auch Dereks Funden in den Unterlagen von Asen Sulk. Immerhin ein wenig mehr, wenn auch nicht viel.

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