Autor Thema: Prolog: Extraktion  (Gelesen 14646 mal)

Beschreibung: Willkommen in den Schatten!

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Eve

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Prolog: Extraktion
« Antwort #15 am: 23.09.2016, 19:06:50 »
Eve schaut sich um und lässt die Atmosphäre der Bar für einen Moment auf sich wirken, nachdem sie die Saloontüren aufgestoßen hat und hindurchgeschritten ist. Den Link in ihrem Blickfeld wischt sie mit einer Handbewegung ihrer AR-Handschuhe weg.

Wild Bill. Die Story kennt doch jedes Kleinkind...

Ein wenig enttäuscht blickt sie über die vielen leeren Stühle. Naja, um die Zeit war wohl nicht mehr zu erwarten.

Während sie sich weiter umschaut, sagt sie laut, auch wenn niemand da ist, den sie direkt ansprechen könnte:

"Und wo ist jetzt hier die Garderobe?"

Blaze

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Prolog: Extraktion
« Antwort #16 am: 23.09.2016, 21:42:50 »
Blaze nutzt nach ihrer Verabschiedung die wenige Zeit zum Zähne schrubben, ehe sie sich hastig anzieht und ihre Wohnung verlässt. Wenig später erreicht sie die gesuchte Bar. Auf dem Weg zum Eingang fällt ihr eine weitere Elfe auf, die den gleichen Weg einschlägt. Nettes Äußeres und gut betucht obendrein, wies aussieht. Erinnert sie gefühlt an eine bestimmte Trid-Promi-Tante mit Partygirl-Attitüde, aber das wäre ziemlich unwahrscheinlich. Was macht so jemand denn ganz alleine hier? Ungewöhnliche Zeit, um einen draufzumachen.

"Hrmpf..."

Wie auch immer, sie spaziert auf den Troll-Türsteher zu und lüftet demonstrativ ihre schwarze Lederjacke. Zusammen mit einem grauen Top und einer schwarzen Jeans ist sie ziemlich leger gekleidet, aber was soll sie auch im Kostüm hier auftauchen. 

"Heute nicht."
Scherzt sie auf seine Routine-Frage hin und wartet kurz, ehe er sich selbst von ihrer Waffenlosigkeit überzeugt hat. Dann will auch sie sich gleich ins Innere bewegen.

Jinx

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Prolog: Extraktion
« Antwort #17 am: 24.09.2016, 21:26:23 »
Der Anblick des Trolls zaubert ein belustigtes Lächeln auf die Lippen der Schamanin.
Ihre Waffen in dem quasi ungesicherten heruntergekommen Appartment zurück zu lassen war Jinx nie in den Sinn gekommen.  Ausserdem war dies immer noch Amerika und "Esperanza Benitez" hatte  einen Waffenschein.
Nachdem sie dem Soldaten - weder Möchtegern und kein Grünschnabel sondern Jinxs Einschätzung nach echt -  den Vortritt gelassen hat öffnet  die Katzenschamanin ihren eleganten schwarzen Steampunkmantel. "Nur was eine Lady braucht um sich selbst zu verteidigen, Honey!" lächelt sie den Troll mit breitem Südstaatenakzent an. Normalerweise ist ihr Akzent deutlich schwächer, schließlich ist sie in Denver aufgewachsen nicht in den eigentlichen CAS[1], aber hier spielt sie bewusst mit dem Thema der Bar und dem Vorurteilen vieler UCAS-Bürger über waffenverliebte Südstaatler während sie mit der recheten Hand erst kurz auf das Messer in Halfter an ihrem in schwarzes Kunstleder gehüllten rechten Oberschenkel tippt und dann den Mantel gerade weit genug anhebt um den Troll die Ares Slivergun im Tarnhalfter auf ihrem Rücken sehen zu lassen.
 "Dios, Chrome, wenn dieser Idiot drauf besteht mich nur ohne Waffen reinzulassen ist das Treffen gestorben - ich hab Dir gesagt ich geh nirgentwo ohne Waffen hin solagen die da Silvas hinter mir her sind."
verdreht sie derweil innerlich die Augen.
Natürlich hätte sie versuchen können mittels Magie an dem Troll vorbeizukommen, die Sorte Illusionszauber die sie, zumindest aber ihre Waffen für den Troll unsichtbar machen würden sind ein Kinderspiel für jeden Schamanen der Katzes Lied singt, aber sie ist sich sicher, dass der Laden zumindest ein Minimum an magischer Sicherheit hat und den Ärger kann sie definitiv nicht brauchen. 
Wenn der Troll sie durchlässt wird sie aber definitiv einen astralen Blick auf den Laden werfen kaum das sie drin ist, die extra Infos die sie so ohne Mühe kriegen konnte hatten sich schon mehrfach als Lebensretter erwiesen.
Wenn nicht wird  sie mit Chrome ein Wörtchen über ungeeignete Treffpunkte reden müssen.
 1. CAS
« Letzte Änderung: 25.09.2016, 01:42:09 von Jinx »
"by my reconing, the scariest words around are "it`ll be easy."

Noth

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Prolog: Extraktion
« Antwort #18 am: 25.09.2016, 12:07:14 »
Notch, der selber noch auf eine Antwort des Trolls wartete, folgt den Blick des Großen. „Oh, jetzt legt die Elfe los.“ denkt er sich und bleibt beim Messer hängen. Zum einen fühlt er sich bestätigt, selber bewaffnet zu sein, zum anderen ahnt er nun, warum sie ihm im Bus aufgefallen war. Die kleine musste es dick hinter den spitzen Ohren haben. Knapp nutzte er die Gelegenheit um sie ohne Mantel und das Mantelinnere anzusehen. Eine Polizeimarke oder ein Abzeichen der Streitkräfte hatte sie nicht, jedenfalls keine die sie offen trägt. Auch eine Hundemarke ist nicht zu erkennen. Denn noch schärfte er sich ein, ihr gegenüber vorsichtiger zu sein. Mit nur einem Messer bewaffnet, und möglicher weise bald ohne, ist er ja eh eher auf Flucht eingestellt als sich in Prügellein verwickeln zu lassen.

Mondragor

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Prolog: Extraktion
« Antwort #19 am: 25.09.2016, 17:47:32 »
Noch während Eve ihre Frage stellt, bemerkt sie neben sich eine Reihe von Garderobenhaken an der immerhin leidlich sauberen Wand und überlegt sich, ob sie ihren schicken Wollmantel wirklich dieser Strapaze aussetzen soll oder ihn doch lieber mit nach innen nimmt. Heiß genug ist es in der Bar auf jeden Fall, dass es unbequem sein würde, ihn längere Zeit anzulassen.
Einen Augenblick später erscheint auch Blaze in der Schwingtür, die ebenso wie die Elfin vor ihr ohne weitere Probleme von dem Troll ins Innere gelassen wird. Auch sie muss sich kurz in der AR zurechtfinden, was ihr jedoch schnell gelingt.

Die beiden Frauen haben zwar keine näheren Instruktionen bekommen, aber trotz ihrer nur geringen Erfahrungen als Shadowrunner nehmen sie an, dass der Barkeeper immer eine gute Anlaufstelle für weitere Informationen ist. So bewegen sich beide fast zeitgleich zielstrebig in Richtung der Theke, hinter der sie ein Elf mit einem makellosen Lächeln begrüßt. Der Blick der beiden Frauen ist jedoch von dem riesigen rosafarbenen Cowboyhut auf dem Kopf des Elfen gefangen, so dass sie einen Moment mit großen Augen schweigend vor dem Barkeeper stehen.

"Howdy! Was darf's denn sein, die Damen?" bricht der Elf das Eis, und die beiden Runnerinnen kehren gedanklich in die Realität zurück. "Ja, den Effekt habe ich häufig auf die Frauen! Aber ich muss Sie leider enttäuschen, ich spiele für die andere Mannschaft." fügt er mit gespielter Trauer hinzu.
Etwas leiser fährt er fort: "Sie müssen sicherlich Eve sein, und Sie Blaze. Miss Johnson erwartet Sie bereits in Besprechungszimmer 3. Folgen Sie einfach der Markierung."
Bei den letzten Worten drückt er jeder der beiden einen kleinen Stab in die Hand, und sofort erscheint in der AR ein Pfeil, der ihnen die Richtung weißt.
"Ihre Bestellung bringe ich Ihnen dann ..."



Der Troll wirft einen Blick auf Notchs und Jinx' Waffen. "Sorry, Waffen sind drinnen nicht erlaubt. Zu Ihrer Sicherheit und der der anderen Gäste. Oder wäre es Ihnen lieber, jeder würde so ein Ding mit reinnehmen?
Aber gar kein Problem, die Sachen sind bei mir gut aufgehoben. Sie kriegen eine Quittung und nachher können Sie sie bei mir wieder abholen."

Er deutet auf einen vergitterten Schrank hinter sich, in dem in einer Vielzahl von Einzelfächern fein säuberlich die Waffen der Gäste einsortiert sind, jedes Stück mit einem RFID-Marker versehen.

Eve

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Prolog: Extraktion
« Antwort #20 am: 25.09.2016, 18:02:23 »
Eve muss schmunzeln, als der elfische Barkeeper alles erläutert und ihnen schließlich die AR-Wegweiser in die Hand drückt. "Besten Dank!"

Ihren Mantel weiterhin über der Schulter tragend, schaut sie sich um, wo es denn wohl zu ihrem Ziel geht. Dabei wirft sie zum ersten Mal auch einen längeren Blick auf die Asiatin, die mit ihr zusammen angekommen war. Freundlich lächelnd geht sie einen Schritt auf sie zu.

"Wie er schon sagte, ich bin Eve. Sieht ja so aus, als hätten wir das gleiche Ziel..."

Noth

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Prolog: Extraktion
« Antwort #21 am: 25.09.2016, 18:43:13 »
Mit einem Grummeln auf den Lippen löst Notch das Messer vom Gürtel. Samt lederner Scheide hält er es dem Troll hin. „Nicht verbummeln Großer. Ich hänge am Messer aber mit Quittung und den ganzen Fächern wird das nicht passieren, denke ich.“ Fast wie zum Beweis, lässt Notch das Messer nicht gleich los, als der Troll es ihm abnimmt. Dann lässt er aber los und lächelt breit. „Ach was. Es ist wirklich besser, wenn keiner drinnen eine Waffe hat, bei dem da oben.“ mit der nun freien Hand deutet er nach Oben zu den fünf Karten. „Irgendwie bekommt man da schon Lust auf ein Spielchen, aber zuerst wartet noch eine andere Angelegenheit. Also bis nachher.“ Sobald er die Quittung in den Händen hat, macht er sich auf in die Bar. Hoffentlich war er noch pünktlich und hoffentlich hatte wirklich jeder Gast keine Waffe. 
« Letzte Änderung: 25.09.2016, 18:43:53 von Notch »

Mondragor

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Prolog: Extraktion
« Antwort #22 am: 25.09.2016, 18:57:50 »
Der Troll nimmt das Messer mit unbewegter Miene entgegen und zuckt auch mit keinem Muskel, als Notch es zunächst nicht loslässt. Offenbar ist er solche Dinge gewöhnt und professionell genug, um deswegen nicht aus der Ruhe zu kommen. Dann klebt ein RFID-Tag auf die Waffe und händigt Notch ein entsprechendes Gegenstück aus.
"Pass gut darauf auf; Waffe gibt es nur gegen Tag." warnt er den Menschen und lässt seine vorherige Förmlichkeit nun fallen. Im Anschluss lässt er auch Notch durch die Tür, der wie schon die beiden Frauen vor ihm schnell den Weg an die Theke einschlägt, wo auch er bereits vom Barkeeper erwartet wird und ein entsprechendes Navigationsmodul erhält.[1]
 1. Ich gehe davon aus, dass die anderen beiden schon weg sind, da sie ja ein paar Minuten vorher da waren.

Noth

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Prolog: Extraktion
« Antwort #23 am: 25.09.2016, 21:57:55 »
Er wirft noch einen Blick zur bewaffneten Elfe, dann verschwindet Notch in der Bar. Drinne braucht er einen Moment, um alle Plops zu schließen und noch das wichtigste heraus zu filtern. Es waren mal wieder viel zu viele aber der Link mit dem Hintergrund der Bar, ließ er sich nicht entgehen. Also aktivierte er ihn. Beim durch lesen hatte er genug Zeit, seinen Mantel auszuziehen, ihn an den Hacken zu hängen und zur Bar zu schlendern.

Beim Anblick des Elfen, hält auch er sich am Hut fest. Dann kam ihm eine dumme Erkenntnis und er konnte nicht an sich halten. „Auch Howdy. Sag mal, in der Bar kann ein Mann wohl eher selten eine Frau bekommen, ne? Eher Männer, Bier und ein richtiges Kartenspiel.“ Der Troll war gar nicht so unsympathisch, ein Türsteher halt. Nur die roten Stiefel waren einfach zu lächerlich, jetzt aber auch noch der rosa Hut. Entweder war das die klischeehafteste Westernkneipe der ganzen Stadt oder ein Ort für gleichgeschlechtlichen Spaß. Bei der letzten Möglichkeit zerbröseln Notch Hoffnungen auf eine echte weibliche Arbeitgeberin.

Mondragor

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Prolog: Extraktion
« Antwort #24 am: 25.09.2016, 23:08:09 »
"Hier kann jeder jeden finden, wenn er denn möchte. Wobei, wenn ich dich so ansehe: Vergiss doch die Frauen, ich kann dir sicher was viel besseres bieten!"
Noch ehe Notch zu einer wie auch immer gearteten Antwort ausholen kann, fährt der Barkeeper in einem ernsteren Ton fort.
"Keine Angst, der einzige Schwule, den ich hier in den letzten zwei Wochen gesehen habe, bin ich. Leider. Ob du hier eine Frau bekommen kannst, hängt wohl von dir ab. Gerade sind zwei hier reinspaziert, und auch als Kostverächter in dieser Hinsicht muss ich sagen: Schlecht waren die nicht. Wenn mich nicht alles täuscht, wirst du aber sowieso bald das Vergnügen haben, dann kannst du dein Glück ja versuchen. Notch, oder?"
Er händigt auch Notch nun den Stick aus, und in leuchtendem Grün erscheint auch bei ihm ein Pfeil auf dem Boden, der die Treppe nach oben zeigt.

Jinx

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Prolog: Extraktion
« Antwort #25 am: 26.09.2016, 21:44:27 »
Für einen kurzen Moment ist Jinx versucht ihren Gedanken Taten und das Treffen platzen zu lassen.
Aber sie braucht das Geld und die Reputation. Ausserdem kann sie es sich noch nicht leisten Chrome zu verärgern, der Mafioso ist schließlich bislang ihre einzige Connection hier in Seattle.
Also zuckt sie mit den Schultern und drückt dem Troll ihren Mantel in die ausgestreckte Pranke.  "Na schön, halt das mal kurz!" dann zieht sie erst das Messer und dann die Pistole und hält beides zusammen dem
Türsteher hin.
Nachdem sie ihren Mantel wieder ansich genommen hat und den Tag für ihre Spielzeuge sorgfältig in einer Hosentasche verstaut hat tritt sie gerade weitgenug in den Innenraum um niemandem im Weg zu stehen bevor sie die Bar einer doppelten Musterung, erst real dann astral unterzieht.
Was immer ihr die AR mitteilen will kann solange erstens warten und zweitens über ihr Comlink laufen, denn da ihr die künstlichen Sinneseindrücke mehr Schwindelgefühl und Kopfschmerzen verursachen als jeder Zauberentzug vermeidet die Katzenschamanin die AR wann immer sie kann. 
Dann nimmt sie, den Mantel noch immer über dem linken Arm Kurs auf die Bar, denn da Chrome keine weiteren Anweisungen geschickt hat, ist der attraktive Elf mit dem rosa Cowboyhut die naheliegenste Anlaufstelle. Jinx hat noch keine Etablissement erlebt in dem die Person hinter der Bar nicht genau gewusst hätte was abging. Das wird hier auch nicht anders sein und das der Soldat bzw. wohl Ex-Soldad und mögliche Runner nach einem kurzen Wortwechsel mit dem Elf gerade zielstrebig auf die Treppe zustrebt bestätigt sie in ihrer Annahme. Annerkennend mustert Jinx den Barmann. Alles andere als unattraktiv aber der rosa Stetson verrät nur zu deutlich, dass ein one-night-Stand und eine neue Connection leider nicht zur Debatte stehen.
Trotzdem lächelt die Katzenschamanin als sie die Bar erreicht. "Howdy" grüßüt sie und anders als wohl die meisten Kunden muss sich Jinx nicht um den Westernakzent bemühen, sie verstärkt ihn nur bewusst wie schon beim Türsteher.
« Letzte Änderung: 26.09.2016, 22:03:17 von Jinx »
"by my reconing, the scariest words around are "it`ll be easy."

Noth

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« Antwort #26 am: 26.09.2016, 23:25:59 »
Von der Treppe wirft Notch einen Blick zurück. Da war wieder die Elfe. Er fragt sich, ob sie den gleichen Weg hat wie er, wartet aber nicht um es direkt heraus zu finden. Schließlich würde er es ja beim Treffen sehen. Auch dem Barelfen war der Ex-Soldat noch einen Blick zu. Unter anderen Umständen, mit mehr Zeit und keinem möglichen Auftrag vor der Tür, ja dann wäre es heute Nacht sehr interessant geworden. Aber so hatte er ihn auf ein nächstes Mal vertrösten müssen. Aber mal sehen, was für weibliche Kost hier oben wartete, die auch für den Elfen nicht schlecht war. Also folgte er weiter den Pfeilen.

Mondragor

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« Antwort #27 am: 27.09.2016, 00:17:10 »
Der Name der Bar stammt, wie Notch nachgelesen hat, vom Revolverhelden Wild Bill Hickock aus dem 19. Jahrhundert. Er wurde während eines Pokerspiels in Deadwood erschossen, und hielt währenddessen ein Pokerblatt mit den fünf Karten umklammert, die das Logo der Bar zieren. Einen näheren Bezug zu dem ganzen scheint die Bar jedoch nicht zu haben, und leicht enttäuscht setzt Notch seinen Weg nach oben fort, während er aus dem Augenwinkel noch sieht, wie auch die kurz nach ihm eingetretene Elfin den Weg zur Theke nimmt.

Auch Jinx erhält nach einem kurzen Geplänkel die entsprechenden Anweisungen, und kurz darauf betreten sowohl sie als auch der Mensch das Besprechungszimmer, in dem es sich Eve und Blaze bereits bequem gemacht haben. Von ihrer Auftraggeberin ist entgegen den Worten des Barkeepers noch nichts zu sehen; ansonsten hat das Westernambiente an der Tür zu diesem Raum halt gemacht, der sich durch eine nüchterne Funktionalität auszeichnet. Ein White Noise Generator schützt vor allzu neugierigen Ohren, und ein Terminal samt Projektor steht zur Verfügung bereit.

Wenige Augenblicke nach den beiden öffnet sich die Tür erneut, und der Barkeeper, dessen Name, wie sie inzwischen erfahren hatten, Gill war, brachte die bestellten Getränke. Mit einem knappen Nicken verschwand er wieder, und so blieb den vier hoffnungsvollen Nachwuchsrunnern nur, auf ihre Auftraggeberin zu warten.

Noth

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Prolog: Extraktion
« Antwort #28 am: 27.09.2016, 11:01:22 »
Gill hat tatsächlich nicht zu viel versprochen. Die beiden Frauen, welche im Raum warteten, sehen wirklich nicht schlecht aus. Unmerklich straft sich Notch noch etwas mehr. Sein Blick wandert durch den Raum. Nüchtern ist seine Beurteilung. Nüchtern wie ein Besprechungsraum. Das ist schon etwas überraschend zum Ambiente der Bar aber sollte wohl eben solche Kunden wie sie oder auch betuchtere anlocken.
Nach einem knappen „Guten Abend“ setzt sich Notch auf einen der freien Stühle und wartet auf die Auftraggeberin. Noch vor ihr, kommen die Getränke an. Gill stellt vor den blonden Ex-Soldaten in der grünen Militärkleidung einen Krug Bier hin. Dieser nutzt die Gelegenheit den Elfen einmal von Oben bis unten zu betrachten und nickt leicht. Dann folgt wieder das Warten.

Das Bier soll aber nicht schal werden, so nimmt Notch einen kräftigen Schluck von schäumenden Bier. Den übrig gebliebenen Schaum wischt er sich mit dem Handrücken von den Lippen. „So, wir haben offensichtlich alle hier das gleiche vor und dazu noch etwas Zeit um Formalitäten zu klären.“ sagt er ruhig und langsam. Dabei lehnt er sich locker zurück an die Lehne des Stuhls. „Also wie wäre es, wenn sich jeder kurz vorstellt. Das Übliche zum Anfang reicht ja. Nickname, Alter und Ausbildung, die wohl hier nützlich sein kann.“ Notch nimmt einen weiteren Schluck, dann macht er auch gleich den Anfang. „Also ich höre auf Notch. Einen Namen für die Com ist ja momentan nicht wichtig. Ich bin 27 und ein Feldarzt. Heißt meine Fachgebiete sind Kampfverletzungen und die Unfallmedizin. Es heißt aber auch, dass ich für den Waffengang ausgebildet bin und mich auch in vorderster Front zurecht finde.“ Sein Blick geht von einer zur anderen Frau. „Nun wer ist die Nächste? Wer möchte sich vorstellen?“

Eve

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Prolog: Extraktion
« Antwort #29 am: 27.09.2016, 18:32:55 »
Die blonde Elfin muss leicht kichern, als Notch seine Fragen stellt. "Na, Du hast es aber ganz schön eilig herauszufinden, wer wir drei Hübschen sind," meint sie neckisch.

"Hat Dir denn niemand beigebracht, dass es unhöflich ist, eine Lady nach ihrem Alter zu fragen?"

Jetzt grinst sie den Mann direkt an, während sie sich in ihrem Stuhl zurücklehnt. Eine Hand ruht auf der Rückenlehne des Nachbarstuhls, wo sie zuvor ihren edlen Wollmantel drübergehangen hat. Es ist aber auch nicht so schwer zu erkennen, dass sie auf jeden Fall noch recht jung ist. Maximal Mitte Zwanzig. Auf dem Tisch hat der Barkeeper vor ihr ein Glas mit irgendeinem trendigen Cocktail hingestellt. Sie nutzt die kurze Pause, um kurz an dem Glas zu nippen.

Die junge Frau lockert dann aber auch recht schnell ihre etwas verspielte Haltung und schenkt dem ehemaligen Soldaten diesmal ein freundliches und ehrliches Lächeln.

"Also ich bin Eve. Freut mich, Dich kennenzulernen." Mit einem Blick zu den beiden anderen Anwesenden, fügt sie noch an: "Und euch natürlich auch."

Auch wenn sie nach außen hin cool und gelassen wirkt, durch ihre Magie war sie in der Lage, ihre Emotionen und ihre Körpersprache zu kontrollieren, so ist Eve innerlich doch aufgeregter als sie es vielleicht wahrhaben möchte. Immerhin war dies hier vielleicht ihr erster richtiger Schattenjob. Aber das musste sie ja niemandem direkt auf die Nase binden.

"Wenn es um Talente geht. Ich kann ganz gut mit Menschen umgehen," erklärt sie mit einer sanften Stimme, der man einfach gerne zuhört. "Oder sie um den Finger wickeln. Und wenn es nachher darum geht, mit Miss Johnson zu verhandeln, sollte ich das auch hinbekommen. Ich kann mich wohl auch meiner Haut erwehren, wenn es denn sein muss, aber ich bevorzuge es, wenn es garnicht erst dazu kommt."