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Autor Thema: Die Beschützerin  (Gelesen 7950 mal)

Beschreibung: Kapitel 1

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Oracul

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Die Beschützerin
« am: 17.09.2016, 09:17:54 »
Die Arwinger Mark - die östlichste Provinz des Kaiserreichs Selenia, beherrscht von Markgräfin Melinde von Garinsfels, der Tante des Selenischen Kaisers Selenius III.

Auch der Herrscher der Stadt Runhag, Baron Yorgen von Seefurten, ist ein Freund der Markgräfin. Doch die wahre Macht liegt in den Händen der Banden, die um den Platz an der Spitze streiten: Händler und Glücksritter, Piraten, Straßenräuber und Söldner.

Die Sonne hat ihren höchsten Punkt erreicht, als ihr Euch alle vor einem dunklen und tristen Steinbau hoch auf den Klippen trefft: dem Tempel der Vangara, der Kampf- und Schutzgöttin, der Beschützerin vor Monstern und weiteren Gefahren. Eure Kontaktpersonen, die Euch angeworben hatten, erwähnten, dass es um vermisste Priesterinnen ginge, doch Details sollten später besprochen werden - am heutigen Tage.

Außer Euch sind keine weiteren Personen zu sehen, die Vangara-Priester scheinen sich noch im Tempel selbst aufzuhalten.
In der Ferne seht iht eine Harpyie über dem Wasser kreisen, deren schriller Schrei die Stille kurz durchbricht.

Leona

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Die Beschützerin
« Antwort #1 am: 19.09.2016, 21:32:45 »
Leona ist erst seit 2-3 Stunden wach als Sie zu der Vereinbarten Zeit sich auf den Weg zum Tempel der Vangara macht, den die nacht war lang...  aber so hat sie trotzdem noch genug zeit sich passend auf das anstehende treffen vorzubereiten. So geht sie erst einmal genüßlich in ihrer Herberge frühstücken um sich dannach auf ihr Zimmer zurückzuziehen um die Vorbereitungen abzuschließen. Dort angekommen sammelt sie als erstes ihre Magische kraft um ihr Gesicht zu verändern, doch der zauber scheitert knapp so das dieser zwar keine Kraft aber zeit kostet. Also versucht Sie sich als erstes an dem einfacheren Zauber der die Farbe ihrer Haare verändert. Nachdem dieser Zauber geglückt ist und ihre Haare nun ganz Schwarz sind versucht sie sich erneut mit dem Gesichtszauber und diesesmal glückt dieser auch. Nachdem nun ihre Magische morgenkosmetik abgeschlossen ist setzt Sie sich an ihen Kosmetikkoffer und beginnt sich so zu schminken das sie noch weiter von ihrem üblichen aussehen entfernt. Schlussendlich zieht sie noch ihre einfache kleidung an und macht sich dann auf den Weg zu dem Tempel um dort mal zu sehen wer sich sonst noch für den auftrag interessiert und was dabei herausspringt.

Lagirom

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Die Beschützerin
« Antwort #2 am: 25.09.2016, 02:39:04 »
Lagirom ist ein vorsichtiger Zwerg, jedenfalls solange er sich erinnern kann. Und so ist er schon ein wenig vor der vereinbarten Zeit am Treffpunkt angekommen. Langsam hat er sich dem Tempel genährt, immer ein Auge auf die Umgebung habend.
Als er dann aber, zumindest zunächst, nichts Verdächtiges entdecken kann, hat er es sich im Schatten der Treppe zum Eingang gemütlich gemacht. Von dort beobachtet er weiterhin die Dinge, die sich um ihn herum abspielen, während er leise auf seiner Laute ein Liedchen aus der Heimat zupft.
Und so wird Leona auch mit der leisen Melodie begrüßt, als sie sich dem Gebäude nähert.
Lagirom hat sie, seit sie in Sicht gekommen ist, genau gemustert. Kann er vielleicht aus ihrer Kleidung, ihrem Gang, ihrer Ausrüstung oder ihrem Gebaren auf ihre Persönlichkeit, Herkunft, Berufung und ähnliches schliessen?
Es ist ein kleines Spiel, das er öfter mit sich selbst spielt. Aber es dient auch dazu, seine Aufmerksamkeit und seinen Geist zu schärfen und trainiert zu halten.
Sollte die Neuangekommene nach der Herkunft des Liedes schauen, wird sie ihn ohne Probleme im Schatten erkennen. Ein Zwerg in robuster Wildniskleidung mit einem gut gefülltem Rucksack neben sich. Auffällig ist die große Nase, die sich aus dem dichten Gebüsch schiebt, das von buschigen Augenbrauen und wildwucherndem Schnurrbart gebildet wird.

Keelah

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Die Beschützerin
« Antwort #3 am: 25.09.2016, 18:28:06 »
Die Reise nach Runhag war für die große Vargin relativ ereignislos verlaufen. Wenige hatten es gewagt, sie und ihre Wölfe zu behelligen. Einige Tage vor der Stadt teilte sie sich den Weg mit einer losen Gruppe Händler, die ihren Schutz zwar nicht bezahlten, sich aber trotzdem gerne in ihrer Nähe aufhielten. So wurde ihr Geld knapper, als es ihr lieb war. Einen Teil ihrer Handwerksausrüstung hatte sie veräußern müssen.
Einzig der Gnom und sein Rabe hatten den Platz an ihrem Feuer und neben ihr auf der Straße geteilt. Seine Abenteuerlust und Neugier war kaum zu befriedigen, er stellte viele komplizierte Fragen und seine Experimentierfreude brachte ihm einen sehr verkürzten Ritt auf dem Rücken ihres Wolfes ein. Aber er war nett, von daher ließ sie ihn gewähren und achtete darauf, dass es bei spielerischen Warnbissen blieb. Seine Krähe beeindruckte sie mit ihrer Intelligenz.

In der Stadt angekommen suchte sie sich ein günstiges Lager in einem eher auswärts liegenden Gasthaus, wo die Toleranz ihr und ihren Begleitern gegenüber größer war. Bevor sie ihre Reise in den Norden fortsetzen würde, beschloss sie, sich erst mal wieder etwas zu verdienen. So stromerte sie durch die Stadt und suchte Arbeit. Eine ordentliche mit gutem Verdienst hatte sich bisher nicht gefunden. Stattdessen wurde sie eher für ihre Kraft angeworben - zum Tragen oder andere schwere Arbeit. Auf das Angebot, als Schuldeneintreiberin tätig zu werden, reagierte sie nur mit einem Grollen und war zwei Abende später 'rein zufällig' in der Nähe der Schuldnerfamilie, um die an ihrer Stelle angeworbenen Grobiane zu zivilen Umgangsformen anzuhalten. Die Dankbarkeit der Familie äußerte sich zwar nicht in Münzen, aber Keelah war trotzdem zufrieden.

Als nun der junge Vangara-Akolyth an ihrem Tisch aufgetaucht war und ihr einen wesentlich lukrativeren Auftrag in Aussicht gestellt hatte, war sie froh. Sie sagte zu, in drei Tagen am Tempel zu sein. So konnte man bald auf dem Platz vor dem Gebäude das Bellen und Japsen einer kleinen Meute und das Poltern kleiner Räder zu hören, eine Weile, bevor die Lärmquelle in Sicht kam: Ein großer Wolf, gefolgt von zwei etwas kleineren stürmten auf den Platz, offensichtlich in ein Wettrennen verwickelt. Kaum angekommen, griffen die beiden Verlierer den Sieger spielerisch an, der sich ebenso zurückhaltend wehrte. Schließlich kam auch eine groß und kräftig gebaute Vargin um die Ecke, die einen kleinen Wagen - wenig beladen - hinter sich zog. Ihre Kleidung war rustikal, in gedeckten Farben und wetterfest. Ein Kettenhemd schimmerte unter dem Stoff hervor, ein Schwert baumelte an ihrer Seite und unter dem nach hinten zusammengeschobenen Umhang lugten ein Rundschild und ein Speer hervor. Sie nickte nur kurz den Anwesenden zu, dann stellte sie das Wägelchen ab und bellte zwei Befehle. Daraufhin ließen die Wölfe voneinander ab. Der große beäugte misstrauisch die anderen Zweibeiner, die jüngeren kuschten vor der Vargin und bettelten anscheinend um Verzeihung. Als sie sich herunterbeugte, sprangen sie fröhlich hoch und schleckten sie ab.
« Letzte Änderung: 31.10.2016, 16:44:46 von Keelah »

Xelis Paxenos

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« Antwort #4 am: 26.09.2016, 12:00:51 »
Xelis fühlte sich von Anfang an in dieser Stadt die so ganz anders ist als Ioria. In den ersten 3 Tagen ihrer Ankunft knüpfte sie ein paar Kontakte, sah sich die Stadt an und liess es sich gut gehen. Das Angebot der Vangara Priester klang hinreichend interessant, so das sie sich mittags auf den Weg macht ohne allzu sehr auf Pünktlichkeit zu achten. Nicht wirklich auffälig wirkend schlendert sie zum Tempelvorplatz um zu sehen wer sich noch für den Auftrag interessiert. Am auffälligsten ist die Vargin mit ihrem kleinen Wolfsrudel die sie schon während ihrer Herreise bemerkt hat, aber auch den Zwergen und die geheimlissvolle Frau fallen ihr ins Auge.

Sie geht auf die Vargin zu: " Hallo, wir haben uns auf dem Weg getroffen aber wir hatten nochb keine Gelegenheit uns vorzustellen. Ich bin Xelis Paxenos aus Ioria."

Inachis Ioxydis

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« Antwort #5 am: 26.09.2016, 23:06:31 »
Inachis Ioxydis war ziemlich ziellos unterwegs gewesen nur lose in Richtung Runhag treibend und ansonsten jedem Impuls von Neugierde und Abenteuerlust nachgebend. Aber Händler haben immer interessante Geschichten zu Erzählen also hatte sich der Gnom einer reisenden Händlergruppe angeschlossen, seine Reisekasse mit einer kleinen Vorstellung an magischen Illusionen und Tricks aufgebessert und sich von den Händlern Geschichten über die Orte die sie besucht hatten erzählen lassen.
Die Wargin die sie am nächsten Tag trafen interessierte ihn brennend denn Zwingard gehört zu den Ländern die er noch nicht besucht hat und mehr oder minder zahme Wölfe trifft man auch nicht jeden Tag auf der Landstraße.
Ausserdem war Keelah gutmütig genug den geschwätzigen, lebhaften, neugierigen Inachis auszuhalten und eine Frage nach der anderen über ihre Heimat zu beantworten. Sogar seine spontane Idee auf dem größten ihrer Wölfe zu reiten durfte er ausprobieren, ganz ohne überreden!
Ausserdem bedeuteten die Wölfe gutes Futter für Caleino, die sich mit Intelligenz und Dreistigkeit an der Beute des Rudels bedient.
Also suchte sich der Gnom natürlich im gleichen Gasthaus ein Zimmer wie seine Reisegenossin. Allerdings erwies sich bald, dass der Wirt der Herberge einen beklagenswert schlechten Sinn für Humor hatte, so ein  Wutanfall blos weil sein Bier für eine weile blau ausgesehen hatte, und seine abendlichen Illusionsvorstellungen im Schankraum brachten auch nicht viel ein. Ausserdem hatte er nach drei Tagen ausgedehnter Expeditionen das meiste was Runhag, soviel kleiner und provinzieller als Ioria, zu bieten hatte gesehen und er begann gerade sich zu langweilen.
So kam dem Illusionisten der Auftrag des Vangara-Akolyten gerade recht und zur vereinbarten Stunde folgte er Kelaah und ihren Wölfen zum Tempel.
Zum gepfegtem weißblondem van-Dyke-Bart trägt übliche in leuchtenden Blau- und Violettönen gehaltene robuste Reisekleidung in iorischen Stil, den Rucksack auf dem Rücken und die Maira in der Scheide am Gürtel.
Beim Anblick der Harpie beordert ein Pfiff Caleino, die dem paar bislang von einem Hausgibel zu nächsten fliegend gefolgt war auf Inachis' rechte Schulter. Völlig selbstverständlich bezieht er Xelis Begrüßung der Wargin auch auf sich selbst und lächelt von einem Ohr zum anderen.
"und ich bin Inachis Ioxydis, auch aus Ioria. Hallo!" Er deutet mit dem Daumen auf die Wargin. " Das ist Kelaah aus Zwingard, sie redet nicht gern viel." kommt er jeder möglichen Antwort der Vargin zuvor."
« Letzte Änderung: 27.09.2016, 01:04:33 von Inachis Ioxydis »

Keelah

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« Antwort #6 am: 28.09.2016, 18:32:08 »
Die Vargin rollt ein wenig mit den Augen, als sich der Gnom einmischt. Aber es ist ihr nicht die Mühe wert, ihn zurechtzuweisen. So wischt sie sich ihre Pfote ab und reicht Xelis drei Finger ihrer großen Pranke, um sie vorsichtig passiv schütteln zu lassen - oder zumindest dazu anzubieten. Sie bleibt in der Hocke, sodass der GRößenunterschied wesentlich geringer ausfällt. Mit einem freundlichen Gesicht verkündet ihre dunkle und tragende Stimme: "'Bin erfreut." Anschließend nickt sie dem Gnomen kurz zu und erhebt sich wieder zur vollen Größe.
Die beiden Jungwölfe schnuppern kurz am Gnom, nachdem sie aber erkannt hatten, das sie ihn bereits kennen, wenden sie sich ab und beschnuppern die Menschin in der Nähe. Der große Wolf wirft einen Blick hinüber, dann schlendert er zum Wägelchen und legt sich teilweise in dessen Schatten.
Keelah beäugt die beiden bereits vor ihr angekommenen und fragt: "Mahlzeit! Seid ihr auch zur Mittagsstunde hier eingeladen?"

Lagirom

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« Antwort #7 am: 30.09.2016, 23:46:38 »
Lagirom betrachtet auch die anderen Ankommenden sehr genau und versucht, diese ebenfalls einzuschätzen.
Bei der Vargin fällt ihm dies im Moment nicht so schwer, sind diese doch eh nicht so sehr für Subtilität bekannt. Und diese Jägerin oder Kämpferin schien da auch keine Ausnahme zu bilden.
Die andere Menschin und der Gnom sind da schon eine ganz andere Herausforderung.
Noch bleibt er im Schatten und spielt das Lied zu Ende.
Doch dann erhebt er sich, lehnt die Laute an und begiebt sich zu den Anderen.
"Hocherfreut, euch kennenzulernen. Mein Name ist Lagirom von Aurigion. Ich bin Legatus des Mertalischen Bundes.
Und tatsächlich bin ich hier, um dem Tempel bei einem Problem zu helfen."

Die Stimme des Zwerges hat einen angenehmen Basston und klingt entwaffnend.
Er zupft zwei Mal an seiner großen Nase, um dann den Schnurrbart mit den Fingern zu durchkämmen.
"Man sagt mir nach, ich hätte ein Näschen für gewisse Dinge." Dabei tippt er sich gegen die Nase und zwinktert kurz in Leonas Richtung.
« Letzte Änderung: 30.09.2016, 23:51:50 von Lagirom »

Leona

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« Antwort #8 am: 06.10.2016, 23:48:16 »
Leona musstert die anderen ebenfalls vor allem diesen Zwerg mit der 'hässlichen' Nasse und dem wenn auch angenehmen doch sehrlosem Mundwerk. Doch kann sie sich gut vorstellen das sich hinter dieser lieblichen stimme ein sehr verstörender Geist befindet und sie ist sich sicher das an der Geschichte des angeblichen Mertalischen Legaten irgendetwas faul ist, erst kommt ihr in den Sinn das er vermutlich ein Hochstabler der mit der Lieblichen Stimme des Bösen ein schlechtes Bild auf den Städtebund werfen soll. Doch dann fällt ihr die große Nasse in den Blick hat er ihr nicht gerade zugezwinkert? In verbindung mit dem Kommentar mit der Nasse und seiner geste kommt ihr ein noch viel schlimmerer Verdacht ist das vielleicht einer dieser Lüstlinge die gerne an der Unterwäsche von schönen jungen frauen riechen? Wenn ja kann er sich sicher sein umsonst kommt seine Nase nicht mal in die Nähe ihrer Unterwäsche. Mit dieser Person müsste sie also Vorsichtig sein, vielleicht war es doch keine gute idee auf bewachung durch 1-2 Fleslinge zu verzichten, doch dafür ist es jetzt zu spät. Mit kurzer Verzögerung auf die anspielung antwortet sie leicht schnippig: "Naja bei der Nase ist es ja auch kein problem, aber ich sage immer mann soll nicht immer seine Nase in anderer Leute sachen stecken, das könnte schmerzhaft werden wenn man dabei erwischt wird."

Keelah

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Die Beschützerin
« Antwort #9 am: 07.10.2016, 18:54:40 »
Die beiden kleineren Wölfe setzen ihre Runde, alle Anwesenden zu beschnuppern, fort. Sie sind dabei anscheinend vollkommen unbekümmert und sehen nur ein paar mal kurz zur Vargin hinüber, die aber keine Anstalten macht, sie aufzuhalten.

Keelah tritt noch zwei Schritte näher an die Tempelstufen heran, bevor sie stehenbleibt. Die Vorstellung des Zwergen beantwortet sie mit einer kurzen Neigung des Kopfes und den Worten: "'Freut mich auch. Schönes Stück, spielt ihr weiter?" Sie hat nichs dagegen, die Zeit bis zur Auftragserklärung bei angenehmer Musik zu verbringen. Der Titel des Zwergen sagt ihr wenig, ein Blick über die Gruppe verrät ihr recht schnell, wofür sie hier gebraucht wurde - zum Schutz. Keine Person machte den Eindruck, sich ordentlich ihrer Haut erwehren zu können - womit der Auftrag wahrscheinlich mehr mit Reden als mit kämpfen zu tun hatte. Es war ihr recht, solange das Geld und die Moral stimmten.

Das die andere Frau ihr keien Antwort gegeben hat, kümmert sie wenig. Als allerdings ihr Ton dem Zwergen gegenüber schärfer wird, schaut sie von einem zum anderen um herauszulesen, ob sie sich kennen oder ob es notwendig wird, einzuschreiten. Solche Situationen behagen ihr nicht besonders, weil sie selten den richtigen Ton trifft beziehungsweise alles richtig erfasst.

Lagirom

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Die Beschützerin
« Antwort #10 am: 09.10.2016, 22:29:43 »
Dem Zwerg fällt natürlich auf, daß Leona ebenfalls die Anwesenden mustert.
Als Lagirom sieht, wie bei ihr verschiedene Ausdrücke übers Gesicht huschen, Mißtrauen, Abscheu, Vorsicht und Entschlußkraft, als sie ihn betrachtet, wird sein freundliches Lächeln breiter.
"Oh, keine Sorge, junge Dame. Ich stecke meine Nase nur dann in die Angelegenheiten anderer, wenn ich darum gebeten werde.
Aber ihr solltet zukünftig etwas sorgfältiger mit eurer Schminke sein. Ich glaube, sie verläuft schon etwas."

Es überrascht den Zwerg ein wenig, daß jemand der sich so viel Mühe mit der Verkleidung gibt, anscheinend seine Anspielung komplett mißverstanden hat. Vielleicht würde diese zweite Spitze ja eher ankommen.
Dann wendet er sich wieder der Vargin zu.
"Aber natürlich kann ich euch noch ein Stück spielen. Wie könnte ich den Wunsch einer jungen Dame ausschlagen." Womit er sich seinem vorherigen Sitzplatz zuwendet und die Laute aufnimmt. Wieder beginnt er, die alte mertalische Weise zu spielen.[1]
 1. Darbietung: 20
« Letzte Änderung: 09.10.2016, 22:32:10 von Lagirom »

Oracul

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Die Beschützerin
« Antwort #11 am: 11.10.2016, 20:42:16 »
Die Pforte des Vangara-Tempels öffnet sich und ein Alb, der anhand seiner Roben als Priester der Vangara zu erkennen ist, erscheint. Es ist dieselbe Person, die Euch zuvor für den Auftrag überhaupt kontaktiert hatte. Trotz der Tageszeit seht ihr, wie er eine Kerze in seiner Hand hält.

"Ihr seid also alle hier versammelt. Tretet ein, Vater Hersing erwartet Euch."
Der Priester führt Euch durch das Schiff des Tempels mit seinen steinernen Bänken, öffnet eine Holztür aus dunkler Eiche und führt Euch einen Gang entlang.
Entlang der Wände hängen ebenfalls lediglich Kerzen, teils auf Ständern befestigt, mal in Laternen. Dies sind die einzigen Lichtquellen in der Dunkelheit, die die Schatten der Abenteurer flackernd auf den Fußboden und die Wände werfen.

Der albische Priester hält an einer Tür, klopft zweimal, bis er ein bellendes "Herein!" vernimmt.

Im hinter der Tür liegenden Raum seht ihr einen Varg mit dunkelbraunem Fell und einer Brille an einem Schreibtisch sitzen, der zu Euch aufsieht und seine schwarze Schreibfeder zur Seite legt. Einige rot leuchtende Kugeln schweben um ihn in der Luft. "Danke Finn, du kannst dich jetzt zurückziehen." Der Alb verbeugt sich und verschwindet in die von flackerndem Licht erhellten Gänge.

"Nun zu Euch", wendet sich der Varg an Euch.

"Ich möchte Euch eine Aufklärungs- vielleicht aber auch Rettungsmission erteilen.

In Runhag ist es nicht ungewöhnlich, dass die verschiedenen Banden untereinander um die Macht streiten.

Wir haben zwei Priesterinnen der Vangara ausgesandt, den plötzlichen Einflussgewinn einer Schmugglerbande, die sich 'Dunkelhände' nennen, zu  untersuchen. Gerüchten zufolge sollte an jenen dunklen Händen auch Blut kleben, da ihre Konkurrenten, die 'grauen Schleier' wie vom Erdboden verschluckt zu sein scheinen.

Bei den Priesterinnen handelt es sich um eine Menschenfrau namens Romja und eine Gnomin namens Mara.

Die beiden hatten den Auftrag, den Mörder zu finden und ihn hier vor das Gericht Vangaras zu stellen. Doch seit inzwischen 4 Tagen haben sie keine Berichte mehr erstattet, obwohl sie sich alle zwei Abende persönlich melden sollten, um zu verhindern, dass Briefe abgefangen werden könnten.

Wenn Ihr ihre Untersuchungen fortführen wollt, beginnt in den Runhager Gassen. Doch seid gewarnt: dort leben besonders viele kriminelle Bürger... mehr Kriminelle als in den 'normalen' Bezirken Runhags.

Mir ist klar, dass dies kein leichtes Unterfangen sein wird, daher möchte ich Euch, wenn Ihr das Verschwinden der Priesterinnen aufklären könnt, 100 Lunare überreichen.

Werdet Ihr Euch auf die Suche begeben?
"

Hoffnungsvoll schaut er jedem einzelnen von Euch ins Gesicht.

Inachis Ioxydis

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Die Beschützerin
« Antwort #12 am: 12.10.2016, 22:14:37 »
Eine Verschwörung aufklären, einen Mörder der Gerechtigkeit zuführen, sowas hat Inachis noch nie gemacht.
Es ist neu, es ist interessant, es ist aufregend! - und die zwanzig Lunare wären eine gern gesehen Auffrischung seiner Reisekasse. Der Gedanke der Aufgabe nicht gewachsen zu sein, oder gar dabei sterben zu können kommt dem leichtsinnigen Gnom gar nicht. Nicht das er die leiseste Idee für ein Vorgehen hättem aber dass wird sich schon finden.
"Klar machen wir uns auf die Suche!" sagt er mit offensichtlicher Aufregung und Begeisterung in der Stimme. "Auf das der Gerechtigkeit genüge getan wird." Inachis ist sich zwar nicht sicher was dass heißt, aber hat den Eindruck das sei an dieser Stelle das richtige zu sagen.
Auf Inachis rechter Schulter hat Caleino hat derweil in typischer Vogelmanier den Kopf schiefgelegt und betrachtet Vater Hersing eindringlich aus den für Sturmkrähen so markanten hellblauen Augen, anscheinend von den Lichtkugeln die um seinen Kopf kreisen fasziniert. 

Xelis Paxenos

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Die Beschützerin
« Antwort #13 am: 12.10.2016, 23:55:12 »
Das ist genau die Art von Aufträgen die Xelis zu schätzen weiss, sie weiss nur nicht ob alle Hier versammelten gleichermaßen für einen derart subtilen Nachforschungsjob geeignet waren. Besonders bei der Vargin mit ihrem Wolfsrudel ist sie sicher das unauffälliges operieren nicht ihr Portfolio ist. Aber wenn man nicht alleine arbeitet kann man die Partnerschaft nicht immer aussuchen und der Reiz des unerwarteten war schon immer Xelis Schwäche.

" Ehrenwerter Vater Hersing , grundsätzlich hätte ich Interesse euch zu helfen, aber ich brauche noch einige Informationen von euch, wie sehen die beiden aus, wo waren sie zuletzt,  hatten sie Kontaktpersonen und ähnliche Fragen. Je nachdem wie die Informationen sind könnte auch euer äußerst großzügiges Angebot etwas weniger großzügig erscheinen, insbesondere wenn wir im Vorfeld Auslagen tätigen müssen."

Keelah

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Die Beschützerin
« Antwort #14 am: 13.10.2016, 07:12:17 »
Die Vargin hatte sich beim Zwergen für sein Spiel bedankt und den Elfen kurz gegrüßt. Das sie draußen bleiben mussten, hatte den beiden Jungwölfen nicht gefallen - sie winselten leise, als Keelah sie durch einen scharfen Befehl davon abhielt, die Tempelhallen zu betreten, trotteten dann aber zu ihrem großen Genossen.

Bei ihrem Volksgenossen angekommen studiert sie ihn ein wenig. "Etwas schmal und wesentlich zu alt - trotzdem eindrucksvoll." Sie entblößt ihr Carnivorengebiss zu einem Lächeln, als sie den Auftrag hört und bestätigt dessen Annahme mit einer leichten Verbeugung, als der Pater in ihre Richtung schaut. Dann wird sie wieder ernst und schaut, ob die anderen zustimmen. Als die Händlerin Vorsicht äußert, verdreht die Kriegerin ein wenig die Augen: "Typisch - aber in Ordnung, vielleicht handelt sie noch etwas heraus für uns und ihre Fragen sind klug." Sie selbst braucht immer ein wenig, bis ihr welche einfallen. So überlässt sie das gerne den anderen. "Wenn ich die Herrschaften schon alleine gegen ganze Banden verteidigen muss, können sie gerne schlau sein. Machts einfacher."

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