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Autor Thema: 1. Coup - Die Spule  (Gelesen 21882 mal)

Beschreibung: [Inplay]

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Guillaume Lagrange

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1. Coup - Die Spule
« Antwort #15 am: 19.01.2017, 16:13:58 »
Langsam begann Guillaume eine Theorie zu entwickeln, die das Verhalten des alten Mannes erklärte. Vermutlich hatte eine wie auch immer geartete Erkrankung seines Geistes dazu geführt, dass er außerstande war, Gedanken zu hegen, die er nicht direkt laut aussprach. Wie sonst war zu erklären, dass er es für nötig befand, jede Selbstverständlichkeit lange und breit auszutreten, anstatt einfach einmal ihren Auftraggeber zu Wort kommen zu lassen. Natürlich war diese Theorie Unsinn, doch bereitete es dem Ambacti eine gewisse innere Genugtuung, die Redseligkeit Orvilles auf diese Weise zu erklären. Ein leichtes Lächeln spielte auf seinen Lippen, bevor er schließlich in dessen Redeschwall einfiel, bevor das Blut Gelegenheit bekam, aus seinen Ohren zu schießen.

"Ihr habt Recht, alter Mann!" Bewusst hatte er diese Anrede gewählt. "Sicher wird Monsieur Wright seine Informationen mit uns teilen, und sicherlich werden Fragen offen bleiben, deren Antworten wir selbst herausfinden müssen. Wo wäre sonst der Anreiz? Doch seht, er möchte die ganze Zeit etwas sagen, doch ist zu wohlerzogen, um euch ins Wort zu fallen. Also bitte, M. Wright. Ihr habt das Wort!"

Thorgrimm

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1. Coup - Die Spule
« Antwort #16 am: 25.01.2017, 19:07:48 »
Freude, ob der Zusage Guillaumes, wurde sogleich von einem enttäuschten Blick und einer gerunzelten Stirn abgelöst, als Bhekk und Voris sich nicht dazu bereiterklärten, an dieser Mission teilzunehmen, die die Zukunft des gesamten Kontinentes verändern konnte. Trotzdem hörte der Ambacti geduldig zu, rauchte seine Zigarette und sparte es sich, die verschiedenen Personen und ihre Fragen oder Argumente, zu unterbrechen. Schließlich schlich sich ein leichtes Lächeln auf sein Gesicht, als er etwas Unterstützung von Seiten Orvilles bekam und Guillaume das alles eher als Herausforderung, denn Hinderung sah. Der ehemalige Soldat wurde allerdings schnell wieder ernst und sah alle - vor allem Bhekk und Voris - eindringlich an.
"Ich glaube, sie haben noch nicht ganz verstanden, in welcher Lage wir alle - und damit meine ich nicht nur diejenigen, die in dieser Runde sitzen, sondern jeden Erdbewohner - uns wirklich befinden. Lassen sie mich etwas genauer werden: Die Qua'kal werden das wiederholen, was vor über hundert Jahren diese Welt ins Chaos gestürzt hat und wenn sie diese Waffe besitzen, wird der Krieg dieses Mal ganz anders ausgehen." Wirght rang nach den richtigen Worten und versuchte es mit einem anderen Ansatz.
"Sie haben Recht damit, dass es keinen vollständigen Plan gibt." gab er schließlich zu. "Das liegt daran, dass selbst Siroki, mit all ihrer Macht und ihrem Wissen, erst vor kurzer Zeit von dem Vorhaben der Qua'kal erfahren hat. Es gab einfach nicht genügend Zeit, um einen Plan bis ins kleinste Detail auszuarbeiten. Wir müssen jetzt handeln und deshalb sind sie hier." Er räusperte sich, trank den letzten Schluck Bier und fuhr fort. "Stellen sie sich vor, Siroki hätte keine Informationen einholen können. Was wäre dann wohl passiert?" Er ließ diese Frage offen. "Wir besitzen nicht viele Informationen aber es ist alles, was wir haben. Sie sind für diese Mission geeignet und werden dafür bezahlt, dieses Land, diesen gesamten Kontinent, zu retten. Außerdem glaube ich fest daran, dass sie dazu fähig sind, Eigeninitiative zu ergreifen."
Mit diesen Worten griff der Ambacti in ein kleines Täschchen, welches an seinem Gürtel hing und holte einige weitere Beutel daraus hervor, die er jedem am Tisch reichte. Sie passten gut in die Handfläche und bestanden aus hellbraunem Leder. "2000 hebarische Pfund[1] für jeden von ihnen. Sie erhalten 4000 weitere Pfund, wenn der Auftrag zufriedenstellend ausgeführt wurde. Ich hoffe diese Summe beseitigt einige ihrer Zweifel." kommentierte er lediglich mit einem Seitenblick in Richtung Orvilles.
"Lassen sie mich einige ihrer Fragen beantworten." begann er wieder. "Wir wissen zwar nicht genau, wie die Spule aussieht und welche Ausmaße sie besitzt aber ich erwähnte bereits, dass Siroki ihnen beim Transport helfen wird. Wie sie vermutlich wissen, ist Siroki eine mächtige Magierin. Höchstwahrscheinlich könnte sie sich selbst mit den Qua'kal-Fürsten messen. Sollten sie den Auftrag annehmen, werde ich ihnen einen kleinen Gegenstand geben. Durch diesen Gegenstand ist es Siroki möglich, für eine kurze Zeit ihren Standort zu bestimmen. Sollten sie die Spule also erreicht haben, müssen sie den Gegenstand nur aktivieren und Siroki wird sich für eine begrenzte Zeit zu ihnen teleportieren können. Ihr wird es möglich sein, die Spule auf magische Weise zu verkleinern und ihr Gewicht zu verringern. Während dieses Vorgangs wird es notwendig sein, sie zu verteidigen, denn diese Zauber benötigen außergewöhnliche Konzentration." Wright drückte die Zigarette aus und legte sich die folgenden Worte zurecht.
"Natürlich müssen sie die Spule erst einmal finden." Er sah zu Bhekk. "Wir konnten einige Informationen über die Wissenschaftler und Arbeiter der Anlage einholen. Sie werden also wissen, mit wem sie sich einlassen und wo diese Person zu finden ist. Natürlich sind auch hier unsere Informationen aufgrund der kurzen Zeit begrenzt aber es gibt durchaus Fakten, mit denen sie arbeiten können. Wie unauffällig sie die Wissenschaftler befragen, ist ihre Angelegenheit." Er wandte sich schließlich an Voris.
"Sie können davon ausgehen, dass die Informationen, die ich ihnen gegeben habe, soweit richtig sind - auch wenn es nicht viele sind. Etwa zwei Dutzend Wachen und eventuell Uomos. Da die Qua'kal auf Geheimhaltung setzen, werden auch keine Spezialkräfte oder größeren Maschinen eingesetzt. Für Männer ihres Kalibers, sollte das machbar sein. Außerdem können sie sich die Anlage, wenn sie diese gefunden haben, erst einmal gründlich untersuchen und sich selbst ein Bild machen. Davon zu reden, dass die Chancen gleich Null sind, halte ich für sehr übertrieben. Sie sind Schmuggler." offenbarte Wright ganz nebenbei, als wäre dieser Umstand nichts Besonderes. "Es überrascht mich, dass gerade sie so pessimistisch sind. Ihre Arbeiten waren jahrelang extrem risikobehaftet. Von dem, was ich über sie erfahren habe, weiß ich, dass sie schon schwierigere Aufgaben erledigt haben." Dann kam der Ambacti zum letzten Punkt.
"Die Spule zu zerstören, würde zwar die Qua'kal weiter zurückschlagen aber uns nicht helfen. Wie ich bereits erklärte, wird die Waffe sowieso gebaut werden. Ob nun nächstes Jahr, in fünf, zwanzig oder fünfzig Jahren. Die Qua'kal werden nicht ruhen, bis sie diese Maschine in den Händen halten können und Siroki ist sich sicher, dass sie es schaffen werden. Wir müssen also dafür sorgen, dass wir uns entsprechend gegen diese Waffe verteidigen können. Die Spule zu besitzen, würde es Siroki und ihren Verbündeten erlauben, Gegen- und Abwehrmaßnahmen zu entwickeln." Der Ambacti zündete sich eine weitere Zigarette an, atmete tief ein und sah dann in die Runde.
"Ich verstehe, dass sie mir und Siroki misstrauen, doch wir wollen nur das Beste für unsere Welt. Ich kann ihnen keine Versicherung für unsere guten Intentionen geben und ich kann sie nicht dazu zwingen, diesen Auftrag anzunehmen. Doch die Zeit drängt und wir brauchen fähige Leute, die dazu bereit sind, für unsere Zukunft zu kämpfen. Siroki ist sich sicher, dass sie diese Leute sind und ich glaube ihr. Wie ist es mit ihnen? Er ließ diese Frage einen Moment im Raum stehen. "Ich bin dazu bereit, weitere Fragen zu beantworten aber ich werde mir das Recht erhalten, Informationen zurückzuhalten, die sie erst bekommen, wenn sie annehmen." machte er schließlich klar und überließ es damit allen anderen, etwas beizutragen.
 1. Benannt nach dem Kontinent Hebar (auf dem wir spielen) wurde das Pfund nach dem Krieg eingeführt, um den Aufbau und den Handel zu vereinfachen. Bis auf Sesbel, das Inselkönigreich Rho'tis und Danik'dar wird das Pfund überall akzeptiert. Ein Pfund entspricht einer Goldmünze auf Golarion.

Bhekk

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1. Coup - Die Spule
« Antwort #17 am: 30.01.2017, 09:12:04 »
Bhekk hörte dem Mann schweigend zu. Zuerst war er etwas verwundert über dessen emotionalen Ausbruch, aber dann überlegte er. "Ach ja, die Welt retten kommt immer gut, dann noch auf die Tränendrüse drücken und und schließlich mit einem ordentlichen Haufen Geld locken. Alles dabei, der Mann versteht das Geschäft." Er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, unterbrach den Mann aber nicht. Als Mr. Wright geendet hatte trat ein Moment der Stille ein, alle schienen die Informationen und ihre Gedanken zu ordnen.

Eine mächtige Waffe, egal in wessen Händen war das nicht gut, aber in den Händen der Qua'kal war vermutlich das schlechteste, aus seiner Sicht. Da hatte Mr. Wright Recht. Aber in den Händen von Siroki, war das wirklich besser? Auch sie eine mächtige Zauberin, die Welt wäre wohl besser ohne alle diese Zauberer dran. Vielleicht reichte ihr dieser Flecken Land nicht und da "ihr" Volk keine gute Armee abgab wäre so eine Waffe eine gute Sache, um ihren Einfluss zu erweitern, was wohl auch wieder Krieg bedeuten würde. Aber Krieg hier und nicht wo anders. Er hatte sich gerade hier eingelebt, nach vielen Jahren der Wanderschaft, wenn man es so nennen wollte und er stellte fest, genau in diesem Moment wurde ihm das zum ersten Mal wirklich bewusst, dass er hier beinahe zu hause war. Ein Gefühl, dass er lange vergessen hatte. Aber wenn irgendwer würde auf diese Mission gehen, vielleicht würden sie ja dabei mehr herausfinden, vielleicht sogar einen Funken Wahrheit und konnten dann besser beurteilen, was zu tun war. Und es war wirklich viel Geld.

"Jetzt hat er mich doch eingekauft, der Knilch" dachte er, bevor er sagte. "Ist ja schon gut, Wright, musst nicht gleich jammern. Wobei Jammern und Drohen so dicht beieinander, das ist schon eine reife Leistung. Also, ich mach auch mit."
Nun war es doch an der Zeit, sich hinzusetzen. Er nahm das Bier und trank einen Schluck. Dann wanderte sein Blick durch die Runde. Wie würden die anderen reagieren. Wen hatten sie denn da, den alten Kauz, einen Schmuggler, den Kerl mit den Fledermausohren, der bisher kaum einen Satz gesagt hatte, einen Söldner und ihn. Lustige Truppe. Und was würde der Alte wieder für ein Zeug reden, bevor er sich zum Auftrat bekannte, oder eben nicht? Er trank sein Bier, lehnte sich zurück und wartete ab.
« Letzte Änderung: 30.01.2017, 09:13:23 von Bhekk »

Voris Shark'kan

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1. Coup - Die Spule
« Antwort #18 am: 30.01.2017, 22:23:27 »
"Ehrlich gesagt, stärken die Antworten mein Vertrauen in die Mission keinen Deut mehr als vorher", antwortete der Voris gleichgültig. "Diese Versprechungen höre ich tagein und tagaus. Jeder schiebt die Schuld auf die anderen und man selbst gehört immer zu den Guten." Er nickte zustimmend, stellvertretend für Mr. Wright. "Stimmt's?"

Dann nahm er einen Schluck aus seinem Humpen und begann erneut zu reden. "Aber es scheint mir, dass ihr euch sehr viel Mühe bei der Auswahl dieser kleinen Runde gemacht habt. Wenn ihr tatsächlich Erkundigungen über mich eingeholt habt, was ganz nebenbei gesagt nicht jeder so einfach fertig bringt, dann wisst ihr, dass sehr wohl, dass mich die Gegebenheiten nicht abschrecken. Aber ich möchte auch ein paar Informationen aus euch herauslocken und ihr seid nicht gerade sehr spendierfreudig. Da möchte ich schon noch etwas mehr sehen."

Er blickte stehenden Blickes von einem zum anderen. "Ich hatte es wahrhaft schon mit weitaus größeren Tölpeln zu tun. Ihr scheint mir aus einem anderen Holz geschnitzt zu sein. Die Sache beginnt interessant zu werden. Ich denke ich bin auch dabei."

Ob er tatsächlich die Spule herausschaffen würde, wusste er noch nicht. Er musste dringend mehr darüber erfahren. Kamen sie vom Regen in die Traufe, sobald die Zauberin die Spule besaß?

Guillaume Lagrange

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1. Coup - Die Spule
« Antwort #19 am: 31.01.2017, 00:54:26 »
Guillaume verkniff sich gerade noch ein anerkennendes Pfeifen. "2000 Pfund, nicht zu verachten!" Tatsächlich war er zwar nicht gerade abgebrannt, aber erst kürzlich hatte er exakt diese Summe in einen magischen Ring investiert, der ihn ein wenig besser vor Angriffen schützen sollte. Das Geld so schnell wieder hereinzuholen war etwas, das er sich damals kaum erhofft hatte. Und bei erfolgreicher Erledigung des Auftrags gab es sogar das Doppelte obendrauf!
Ob das allerdings wirklich erstrebenswert war, das würde er sich noch genauer überlegen müssen. Natürlich musste er verhindern, dass die Qua'kal in den Besitz einer Waffe gelangten, die erneut das Antlitz der Welt verändern konnte, doch ob es viel besser war, dass Siroki eine solche Macht in den Händen hielt, sah er ebenfalls skeptisch. In seinen Augen war es am besten, niemand erlangte sie, doch das war vermutlich auf Dauer nicht zu verhindern - in diesem Punkt musste er Mr. Wright zustimmen.

Wie dem auch sei, die erste Priorität für ihn war gewesen, bei diesem Auftrag dabei zu sein. Nur so hatte er überhaupt die Chance, die Geschicke selbst in die Hand zu nehmen. Was ihm fehlte, waren Informationen. Informationen über diese Spule, und über die Waffe, deren Bestandteil sie war. Und Informationen über Siroki, ihre Beweggründe und ihren Charakter.
"Nun, es scheint, als würde nur noch Monsieur Jara'qans Antwort fehlen. Dann könnten wir etwas tiefer in die Informationen eintauchen, die ihr sicherlich noch für uns habt. Vorab würde ich bescheiden die Bitte an Euch adressieren, ob es uns möglich ist, mit Siroki direkt zu sprechen. Ihr spracht davon, dass wir Siroki misstrauen würden, und die beste Möglichkeit, ein solches Misstrauen auszuräumen, ist aus meiner Erfahrung ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht."

Thorgrimm

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1. Coup - Die Spule
« Antwort #20 am: 02.02.2017, 19:32:29 »
Wright ließ sich Zeit damit, irgendetwas zu kommentieren und rutschte etwas auf der Couch herum, um sich einen besseren Platz zu suchen. Erst als Guillaume um ein Gespräch mit Siroki bat, überzeugte sich der Ambacti davon, dass die Aufmerksamkeit auf ihn gerichtet war und vorerst keiner mehr etwas sagen wollte. Als Erstes wandte er sich dem anderen Ambacti zu.
"Ich bezweifle, dass ein Gespräch mit Siroki zur Zeit möglich ist." offenbarte er direkt, ohne viel drumherumzureden. Doch eine Erklärung folgte. "Sie hat mich nicht ohne Grund damit beauftragt, mit ihnen zu sprechen. Wie ich erzählte, gibt es mehrere Anlagen, die Teile der Maschine herstellen, reparieren oder restaurieren. Auch um diese muss sich gekümmert werden. Siroki wird nicht einfach abwarten, während sie ihre Arbeit erledigen. Es gibt weitere Gruppierungen, die sich um andere Angelegenheiten kümmern. Diese Sache kann nicht alleine von einer Gruppe, bestehend aus 5 Personen, erledigt werden. Es ist viel mehr nötig, um diese Bedrohung aufzuhalten. Deshalb wird Siroki auch nur für den Teleport der Spule bereit stehen und für nichts anderes." Er stoppte seinen Redeschwall, dachte einen Moment angestrengt nach und fuhr dann fort. "Sie werden sicherlich nach dem Abschluss dieser Sache eine Möglichkeit haben, mit ihr zu reden. Bis dahin müssen sie mit mir Vorlieb nehmen."
Er wandte sich schließlich noch an Hariq Jara qan. "Was ist mit ihnen? Sind sie bereit, bei dieser Aufgabe mitzuwirken?"

Hariq Jaraˈqan

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1. Coup - Die Spule
« Antwort #21 am: 05.02.2017, 11:01:17 »
Hariq saß die ganze Zeit in Ruhe paffend in seiner Ecke und hörte konzentriert zu und versuchte sich einen Reim auf die Situation zu machen. Als er direkt angesprochen wurde schwieg er noch einen Moment. Er inhalierte tief und stieß ein letztes Mal eine Rauchwolke aus. Danach drückte er seine Zigarre aus: "Ich bin dabei. Ich denke nicht, dass man so ein Angebot ablehnen kann.", er grinste leicht: "Und da mir früher oder später mal eine der fliegenden Inseln gehören wird muss ich ja alles tun damit einige Besitzer hre nicht mehr brauchen.

Nun denn. So scheint unsere erste Aufgabe zu sein Informationen zu sammeln. Sobald wir die Unterlagen zu den Mitarbeitern haben, werden wir ihnen wohl einen Besuch abstatten müssen. Wie ihr sicherlich schon gesehen habt bin ich nicht der Mächtigste. Zwar vermag ich eine Waffe zu führen, aber das ist nicht wiklich mein Spezialgebiet. Ich verstehe etwas von Magie, aber am Besten kann ich wohl mit Menschen umgehen. Wenn es also darum geht Informationen zusammeln würde ich das nur zu gerne übernehmen."


Thorgrimm

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1. Coup - Die Spule
« Antwort #22 am: 17.02.2017, 04:02:49 »
"Wunderbar!" schloss Wright schließlich sichtlich erfreut. "Es freut mich, dass sie alle diese Entscheidung getroffen haben. Sie werden schnell merken, dass ihr Misstrauen unbegründet ist." Der Ambacti nickte wissend und versicherte sich ein letztes Mal, dass sich nicht doch noch jemand verabschieden wollte. Da dem nicht so war, fuhr er fort.
"Da diese Angelegenheit jetzt geklärt ist und sie sich alle dazu bereit erklärt haben, die Mission zum Erfolg zu führen, will ich ihnen die geforderten Informationen nicht weiter vorenthalten. Behalten sie aber bitte all das, was ich ihnen bereits mitgeteilt habe, im Hinterkopf. Die Qua'kal haben darauf geachtet, ihre Wissenschaftler zu schützen und wir hatten nicht viel Zeit, um ausreichend Informationen einzuholen." Mit diesen Worten wandte sich der Ambacti ab und wühlte in der bereits bekannten, magischen Tasche, die an seinem Gürtel hing. Nach einigen Sekunden hatte er mehrere Dokumente ans Tageslicht befördert und diese auf dem Tisch ausgebreitet. Insgesamt waren es vier Blätterhaufen.[1] Der ehemalige Soldat räusperte sich.
"Wir gehen davon aus, dass ein Großteil der Wissenschaftler und Arbeiter direkt in der Anlage untergebracht sind um nicht zu viel Aufmerksamkeit zu erregen und die Produktion oder Reparatur zu beschleunigen. Informanten, eigene Untersuchungen und Sirokis Zauber haben bestätigt, dass diese vier Personen, deren Steckbriefe jetzt vor ihnen auf dem Tisch liegen, in der Anlage der Spule arbeiten aber nicht dort leben. Sie sind also ihre beste Möglichkeit, um an weitere Informationen zu kommen."
Wright machte es sich jetzt wieder gemütlicher und zündete sich eine weitere Zigarette an. "Sehen sie sich die Steckbriefe genau an. Ich bin noch so lange hier, wie sie mich brauchen. Sollten sie keine Fragen oder Forderungen mehr haben, dann würde ich sie gerne ihrer Arbeit überlassen und mich um weitere Angelegenheiten kümmern."
 1. Informationen habe ich in den NPC-Thread gepostet.

Guillaume Lagrange

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1. Coup - Die Spule
« Antwort #23 am: 17.02.2017, 14:24:21 »
Guillaume nahm sich wahllos einen der Haufen und blätterte ein wenig darin herum. Es handelte sich um ein recht ausführliches Dossier über eine Qua'kal-Frau namens Georgia Bolt, komplett mit Familienangehörigen, Hobbies, und einigen anderen interessanten Informationen - jemand hatte einigen Aufwand veranstaltet, um an diese Informationen zu kommen. Nach einigem Blättern kam der Ambacti jedoch zu dem Schluss, dass diese Frau vielleicht nicht gerade die beste Anlaufstelle war. Sie wurde dauernd begleitet, was es schwierig machte, an sie heranzukommen; als Qua'kal war sie vermutlich auch nicht leicht käuflich, wenn es darum ging, ihre eigenen Leute zu hintergehen.
Die anderen Dossiers gingen gerade durch die Hände seiner neuen Mitstreiter, aber ohnehin brauchten sie etwas Ruhe, um Dinge zu besprechen, die nicht für fremde Ohren gedacht waren.

"Es wird das Beste sein, wir sehen uns das irgendwo genauer an, wo wir nicht so in der Öffentlichkeit sitzen, oder was meint ihr? Dann können wir die nächsten Schritte offen besprechen."

Bhekk

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1. Coup - Die Spule
« Antwort #24 am: 18.02.2017, 20:04:11 »
Bhekk wartete darauf, dass die Stapel, die langsam die Runde machten, nacheinander bei ihm vorbei kamen. Rasch überflog er jeweils die Informationen, suchte nach offensichtlichen Schwachstellen oder aussichtslosen Fällen und reichte die Unterlagen weiter. Er hatte schnell zwei Favoriten: Os'saya, der zurückgezogen lebte und dessen Bruder ein gutes Druckmittel abgeben konnte - falls sie es schafften, ihn zu entführen, und Whitlock, mit regelmäßige, Ritual, dass aber doch nicht immer gleich war, vielleicht konnte man ihm etwas ins Essen mischen.

Dann schaute er zu dem Ambacti. "Ich glaube ihr habt Recht, aber unser Gastgeber scheint sich hier inmitten des Schankraum ausreichen unbeobachtet und unbelauscht zu fühlen." Er sah sich um und versuchte abzuschätzen, ob der Platz wirklich so gut geeignet war.

"Oder ist hier etwa Magie im Spiel, die uns schützt" fragte er sich selbst und suchte nach Anzeichen dafür.[1]
 1. Perception 23
« Letzte Änderung: 18.02.2017, 20:05:08 von Bhekk »

Voris Shark'kan

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« Antwort #25 am: 19.02.2017, 10:50:20 »
Als der Ambacti die Steckbriefe herumreichte und Voris sich die Beschreibung der vier Mitarbeiter an der Spule durchlass, blieb sein Blick vor allem an Os'saya heften. Er war der vermeindlich schwächste Gegner und somit am leichtesten einzuschüchtern und er kannte sich vermutlich am besten mit der Spule aus. Er war weniger ein Organisator wie Georgia Bolt, sondern ein Wissenschaftler, der sich mit den Phenomen der Spule auseinander setzte. Und genau darüber wollte Voris mehr wissen.

Er blickte kurz um sich.
"Wenn uns bisher jemand belauscht hat, dann ist es eh zu spät. Außerdem habe ich nicht vor, hier bereits unsere weiteren Pläne bis ins Detail bekannt zu geben."

Er griff nochmals zu der Beschreibung von Os'saya und schob sie dem Ambacti hinüber.
"Der würde mich allerdings besonders interessieren. Habt ihr die genaue Adresse und eventuell noch ein paar Informationen zu dem Bruder?"

Guillaume Lagrange

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« Antwort #26 am: 22.02.2017, 14:33:58 »
Nachdem er auch einen Blick auf die anderen Dossiers werfen konnte, warf Guillaume einen skeptischen Blick auf Voris Shark'kan.
"Genau deshalb möchte ich an einen ruhigeren Ort - um unsere weiteren Pläne zu besprechen. Mr. Wright, es ist doch sicherlich möglich, Sie zu kontaktieren, sollten sich im Zuge unserer Planungen noch speziellere Fragen ergeben? Ansonsten sehe ich nicht, was es bringen soll, wenn wir hier herumsitzen und schweigend das Papier anstarren."

Guillaume bekam langsam das Gefühl, dass er es mit einem Haufen Einzelgängern zu tun hatte - ob sie tatsächlich zu einem Team zusammenfinden würden, in dem jeder die Schwächen des anderen mit den eigenen Stärken ausgleichen konnte? Die Zeit würde Klarheit bringen. Aber er selbst war nicht gerade jemand, der den Kitt einer Gruppe darstellen konnte. Er war zwar nicht mehr der Einzelgänger, der er einmal gewesen war, aber das machte aus ihm noch keinen Ausbund an Kontaktfreudigkeit.

Während sie noch dort saßen, versuchte der Ambacti, sich mögliche Strategien zu überlegen, um über die Zielpersonen an Informationen zu kommen. Am besten wäre es natürlich, sich das Vertrauen von jemandem auf der Liste zu erschleichen, und an dieser Stelle dachte er zuerst an Paul Whitlock. Zwar war der Mann paranoid, aber in Guillaumes Erfahrung sehnte sich jeder, der allein lebte, nach Freundschaft. Und durch die speziellen Vorlieben und Hobbies konnte man die Paranoia vielleicht sogar zum eigenen Vorteil nutzen, wenn man es geschickt anstellte. Die anderen konnte man natürlich immer versuchen, mit Gewalt einzuschüchtern. Die Vorgehensweise war jedoch riskant, insbesondere bei Magiebegabten, vor denen er jede Menge Respekt hatte. Aber er wollte nun endlich auch die Meinungen der anderen hören, ohne gezwungen zu sein, in verklausulierter Sprache zu reden. Ungeduldig wartete er, ob sie noch Fragen an ihren Auftraggeber hatten.

Thorgrimm

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1. Coup - Die Spule
« Antwort #27 am: 24.02.2017, 01:17:03 »
Geduldig wartete Wright ab, bis die ersten Dokumente überflogen worden waren. Als die ersten Fragen und Zweifel aufkamen, richtete sich der Mann etwas auf und räusperte sich.
"Die Angestellten dieses Gasthauses sind Freunde Sirokis. Sie können sich sicher sein, dass keine wichtigen Informationen hier herausgelangen werden." Ob der Ambacti einfach nur zuversichtlich war, weil er die Freunde der berüchtigten Favilla kannte oder tatsächlich Magie im Spiel war - wie Bhekk vermutete - wurde nicht direkt klar. Der haarige Gezeichnete konnte zumindest auch bei näherer Untersuchung der Umgebung nichts besonderes feststellen. "Doch es ist natürlich ihnen überlassen, wo sie sich über die Details unterhalten."
Er wandte sich an Voris. "Ahtat ist etwa zwei Tagesreisen per Fuß entfernt. Wenn sie einen Lakreta mieten, sollten sie es in weniger als einem Tag schaffen. Os'saya ist zwar sehr schwach aber sein Bruder ist stark - selbst für einen Gezeichneten. Wir vermuten, dass er von den Qua'kal bezahlt wird, um seinen Bruder zu schützen. Es ist also nicht auszuschließen, dass er Unterstützung erhält aber für genauere Informationen fehlte uns die Zeit. Sie sollten den Mann aber nicht unterschätzen."
Wright kramte schließlich in seiner Tasche und nahm eine silberne Platte heraus. Diese reichte er mit einem Nicken an Guillaume weiter. Die Platte war poliert und quadratisch, nur wenige Zentimeter dick aber so groß, dass man sie mit beiden Händen halten musste. "Mit dieser Scheibe können sie Kontakt mit aufnehmen. Ich besitze das Gegenstück. Ich zeige ihnen am besten gleich, wie sie funktioniert."

Guillaume Lagrange

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1. Coup - Die Spule
« Antwort #28 am: 24.02.2017, 11:56:33 »
"Na gut, dann können wir ja offen reden."
Guillaume war sich nicht sicher, ob das tatsächlich der Fall war, aber zumindest im Moment würde er ihrem Auftraggeber das nötige Vertrauen schenken.

Nachdem er sich von Mr. Wright die Funktionsweise der Kommunikationsscheibe hatte zeigen lassen - ein faszinierendes Werkzeug - sah der Ambacti die Zeit gekommen, um die Diskussion über ihr mögliches Ziel in Gang zu bringen.
"Ich denke, wir haben im Grunde drei Möglichkeiten, um an Informationen zu gelangen. Erstens, wir können eine der Zielpersonen heimlich überwachen und versuchen, auf diesem Wege die Daten anzuzapfen, mit denen die Person zu tun hat - möglicherweise Schriftstücke abfangen, Kontaktpersonen observieren, und so weiter.
Zweitens, der direkte Weg: Wir können versuchen, eine der Personen in unsere Gewalt zu bringen, und Informationen aus diesem Weg aus ihr herauszupressen.
Drittens, wir können versuchen, uns in das Vertrauen einer oder eines der Vieren einzuschleichen.

Weitere Vorschläge fallen mir im Moment nicht ein, aber vielleicht einem von euch. Vermutlich bietet sich nicht jede Vorgehensweise für jedes der Ziele an. Die erste Frage, die wir uns stellen sollten, ist in meinen Augen daher: Was wollen wir überhaupt herausfinden? Geht es primär um Pläne der Anlage, Sicherheitseinrichtungen und -Prozeduren? Geht es darum, technische oder Details über die Spule herauszufinden? Vermutlich beides, und noch mehr. Denn eins ist wohl klar: Irgendwann müssen wir in die Anlage einbrechen, um die Spule herauszuholen."

Hariq Jaraˈqan

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1. Coup - Die Spule
« Antwort #29 am: 27.02.2017, 13:26:41 »
Nur kurz schaut Hariq von den Blättern auf die vor ihm liegen und ihre Zielpersonen beschreiben: "Dann können wir ja erstmal hier bleiben. Da wir hier nirgends heimisch sind können wir nicht sicher sein nirgends belauscht zu werden und wenn unser Auftraggeber dem Ort hier vertraut soll es gut genug für mich sein."

Danach ist sein Blick wieder von den Papieren gefesselt. Ab und an bewegen sich seine Lippen, wenn er eine Beschreibung erneut ließt oder einfach nebenbei angestrengt überlegt.
"Gewalt ist so ein profaner Weg Informationen zu sammeln. Nicht uneffektiv, aber ich bin der Meinung wir sollten zuerst etwas anderes versuchen. Dieser Paul Whitlock scheint mir ein geeignetes Subjekt zu sein. Vielleicht kann man sich seine Paranoia zu unserem Zweck nutzen. Sollte ihn jemand etwas offensichtlicher beschatten und wir würden ihn vor seinem 'Verfolger' warnen, könnten wir vielleicht ein paar Informationen aus ihm heraus. Vielleicht können wir sogar einen Hinterhalt vorspielen und ihn retten. Allerdings könnte es dann sein, dass er sich in die Anlage zurück zieht und wir keinen Zugriff mehr auf ihn haben."

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