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Autor Thema: Das Abenteuer beginnt  (Gelesen 22407 mal)

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Eronomion

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Das Abenteuer beginnt
« Antwort #450 am: 19.05.2018, 15:09:42 »
Eronomion nickte bei den Worten des vorstehers, soetwas hatte er befürchtet. Als seine Begleiter dann gingen, verweilte der junge Mann einen Augenblick länger, um mit Almaran allein sein zu können: "Verzeiht, dass ich euch noch einmal belästigen muss, aber ich konnte nicht umhin euren Gesichtsausdruck zu sehen, als ich Derior erwähnte. Er ist euch bekannt, nicht wahr? Ich würde nur zu gern ein bisschen mehr über ihn erfahren. Wie ihr schon sagtet, unser Weg führt uns zu einem gefährlichen Ort, an dem wir wenig wissen und kaum Freunde haben werden. Also kann es uns nur helfen, ein bisschen genauer Bescheid zu wissen."
Tatsächlich würde ihnen jedes noch so kleine Detail helfen, also bemühte Eronomion sich darum, nicht zu aufdringlich zu klingen mit seinen Fragen.[1]
 1. Falls nötig: Diplomatie 16
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Blutschwinge

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Das Abenteuer beginnt
« Antwort #451 am: 19.05.2018, 16:16:30 »
Almaran blickte Eronomion neugierig an, als er zunächst nicht mit den anderen nach draußen ging.

"Ihr habt einen guten Blick für andere Menschen, wie mir scheint. Nun, es ist kein Geheimnis, auch wenn es nur noch wenige Leute wissen werden. Wir kennen uns seit vielen Jahren, Derior und ich. Wir stammen beide aus alten Familien und da kennt man sich eben. Wir waren zusammen in der Akademie, wir haben zusammen gejagt und vieles mehr. Aber unsere Väter sind unterschiedliche Wege in diesem Land gegangen und so ist er in die Dienste des Verwalters gelangt und ich habe die Hauptstadt verlassen. Er ist nicht dumm und soweit ich weiß hält er auch einen gewissen Abstand zu den Kriecher, die dem Verwalter nach dem Mund redet, aber er hat sich entschieden und ist loyal zum Verwalter, er nennt ihn König. Und man sagt, er habe die Sache mit den Zentauren durchgesetzt, vielleicht ist er doch zu lange am Hof gewesen. Ich weiß es nicht. Er hat sich jedenfalls entschieden und Männer, die sich entschieden haben, kehren selten um. Passt also auch auf ihn auf." Er blickte aus dem Fenster, seine Gedanken schienen weit weg zu sein.

Dann drehte er sich wieder zu Eronomion um. "Ich kann euch nicht wirklich wertvolle Hinweise geben, ich bin zu lange fort von dort. Wir lebten lange auf unserem Landsitz, ich weiß nicht mehr, wer im Hintergrund die Fäden zieht. Ihr werdet jemand brauchen, bei dem ihr schlafen könnt und morgens gesund wieder aufwacht. Geht nicht in den Sturmriesen, auch wenn er so aussieht, als wäre es das erste Haus in der Stadt. Geht in den Alten Schmied und fragt nach den Turmzimmern. Und nun viel Glück, möge Erastil seine schützenden Blätter über euch halten."

Mehr würde Eronomion hier nicht mehr erfahren, das war klar.

Alyssa

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Das Abenteuer beginnt
« Antwort #452 am: 21.05.2018, 06:41:50 »
Während Eronomion das Gespräch führte, sah sich Alyssa zumindest schon einmal kurz den Stab an. Schön anzusehen war er ja aber auf den ersten Blick wusste sie nicht, was genau in ihm steckte - außer dass es mit Heilung zu tun hatte. Später konnte sie ihn sich mit Ponzio zusammen ansehen und dann würden sie dieses Geheimnis schon lüften können.
Was Almaran noch über die Hauptstadt und den Verwalter sagte, war nichts Neues und überraschte die Hexe nicht. Da es aber, was dieses Thema anging, immer auf das Gleiche hinauslief, sollte es zumindest keine Überraschungen geben. Das war ja auch etwas positives, dass sie wussten, was auf sie zukommen würde.
Zusammen machten sie sich alle wieder auf den Weg. Sie sollten den Verwalter und seinen Jäger schließlich nicht zu lange warten lassen und würden ohnehin auf dem Weg zur Hauptstadt im Freien übernachten müssen. Da machte die eine Nacht mehr oder weniger auch nicht mehr viel aus. Abends, nachdem das Lager nahe eines Baches aufgebaut worden war und alle am Lagerfeuer saßen, erkundigte sich Alyssa nach dem Plan.
"Also..." begann sie. "... wie sollen wir vorgehen, wenn wir die Hauptstadt erreicht haben? Erst dem Verwalter vorstellig werden und dann den Jäger besuchen?" Sie wandte sich mit einem Grinsen an Eronomion. "Willst du die diplomatischen Gespräche übernehmen? Irgendwelche Tipps?" Sie fuhr sich mit einer Hand durchs Haar und dachte nach. "Und wann sollen wir auf unsere eigentliche Aufgabe zurückkommen? Der Verwalter will bestimmt wissen, warum wir im Land sind und ihn anzulügen, wäre wahrscheinlich keine gute Idee. Aber gleich mit der Tür ins Haus fallen wäre wahrscheinlich auch nicht gut..."

Eronomion

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Das Abenteuer beginnt
« Antwort #453 am: 21.05.2018, 13:04:30 »
Eronomion zögerte nicht lange, als sie schließlich beisammen saßen. In seinem Kopf hatte sich schon langsam ein Plan herausgebildet auf der Reise und jetzt konnte er das, was er bereits hatte, schon einmal anbringen: "Also zunächst einmal hat Almaran mir noch geraten, dass wir im Alten Schmied in den Turmzimmern Quartier nehmen sollten, da diese halbwegs sicher seien. Das sollten wir unbedingt tun.
Und was unser Vorgehen anbelangt, tatsächlich würde ich direkt beim Verwalter vorstellig werden und von unserem Aufeinandertreffen mit Derior berichten. Und in keinem Fall sollten wir unseren eigentlich Auftrag erwähnen. Wenn der Verwalter sich als König vorstellt, dann akzeptieren wir das und stellen es nicht in Frage. Zunächst ist es wichtig zu sehen, wen wir eventuell auf unsere Seite bringen können.
Soweit man hört macht sich der Verwalter nicht unbedingt Freunde mit der Art und Weise wie er herrscht. Es wird also sicherlich solche geben, die hoffen, dass sich die Lage hier im Land ändert und diese müssen wir für uns einnehmen bevor wir den Anspruch der Kirche überhaupt nur erwähnen.
Über unsere Beweggründe sollten wir also sehr wohl lügen, aber wir können diese Lügen ja mit Wahrheit garnieren. Dass wir Gesandte der Kirche Erasthils sind, um allen, die in Not sind beizustehen. Dass wir deshalb Jagd auf die merkwürdige Kreatur im Wald gemacht haben.
Wir sollten betonen, dass wir Fremde sind und die Gebräuche nicht kennen, aber so gut es geht für das Wohl der Menschen sorgen wollen. Es kann auch nicht schaden, wenn wir zunächst einmal mit dem Verwalter zusammenarbeiten, um zu sehen, was genau die Probleme des Landes sind. Wenn wirklich wir es sind, die diese Probleme lösen und wenn wir als Helden von der Bevölkerung angesehen werden, dann wird der Verwalter an einem bestimmten Punkt keine andere Wahl haben, als Abzutreten, wenn wir den rechtmäßigen Anspruch der Kirche formulieren.
Wichtig ist nur, dass wir uns nicht zu den Handlangern seines Regimes machen lassen. Und wenn er das versucht und uns Aufträge gibt, die wir nicht annehmen oder erledigen wollen, dann tun wir das auch nicht. Aber wir sollten dies auf keinen Fall mit ihm selbst diskutieren. Zunächst einmal soll er ruhig denken, dass er uns unter Kontrolle hat. Wir brauchen etwas Zeit um die Situation in der Hauptstadt zu verstehen und das wird schwierig, wenn wir uns dabei der Schergen des Verwalters erwehren müssen."
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Blutschwinge

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Das Abenteuer beginnt
« Antwort #454 am: 28.05.2018, 21:52:04 »
Sie saßen alle um das prasselnde Feuer und lauschten Eronomions Ideen. Sie waren alle recht schweigsam, niemand widersprach. Und so legten sie sich früh schlafen, sie hatten Glück, die Nacht blieb trocken, allerdings kroch die Feuchtigkeit aus dem Boden und ließ sie frösteln. Am nächsten Morgen brachen sie früh auf und trieben ihre Pferde an. Sie hofften die Hauptstadt noch an diesem Tag zu erreichen.

Hier geht es weiter.
« Letzte Änderung: 29.05.2018, 10:43:22 von Blutschwinge »

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