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Autor Thema: Die Waisen von Niewinter  (Gelesen 26783 mal)

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Yzwaz

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #900 am: 03.12.2019, 19:17:20 »
Indem er tadelnd den Zeigefinger hob, meinte Yzwaz zu Melandro und Maldrek: "Geduld üben ihr müsst. Zu warten der wahre Weise versteht." Der Gnom selbst wirkte in der Tat sehr viel gelassener als seine Brüder, obgleich sie bislang so wenig Erfolg gehabt hatten: Fast machte der Winzling den Eindruck, als sei er tatsächlich aus Stein, den alles unbewegt ließ. Die vielen vergeblichen Mühen schienen ihn gar nicht sonderlich zu frustrieren. Vielmehr nickte er beifällig zu Scarletts Vorschlag und stützte sich gemächlich auf seinen Stab. Sein Gleichmut zeigte erst kleine Risse, als sie Bubo folgend das Geschrei von den aufgebrachten Leuten hörten. Stirnrunzelnd brummte der Grauhäutige: "Anscheinend es niemals lernen sie werden. Dumm. Sehr dumm, hrm!" Womit er zu seinen langbeinigeren Gefährten hinauf blinzelte, als warte er auf etwas.

Melandro

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #901 am: 04.12.2019, 11:15:40 »
Yzwaz knorrigen Finger in rosa Feenlicht tauchend, welches sich zu einer Faust und dann zu zu einer Faust mit erhobenen Zeigefinger wandelte, ließ der Halbdrow den Gnom grinsend wissen was er über dessen Ermahnung dachte. Die rosafarbene Licht Illusion beiseite wischend, folgte der ehemalige Pirat seinen Geschwistern und hielt weiterhin die Augen nach gefahren und Hinterhalten offen.

Als sie erkannten hatten was sich vor ihnen auf dem Platz abspielte, blickte auch Melandro zu seinen Geschwistern. Ein Blick der zur Hälfte aus Schicksalsergebenheit und zur Hälfte aus "Nein; nicht wirklich, oder?" zu bestehen schien.

Es war offensichtlich, dass sich der Waise nicht in die Angelegenheiten eines blutdürstigen Mobs einmischen wollte und statt dessen lieber weiter nach der Wurzel dieses Übels suchen wollte.

Maldrek

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #902 am: 05.12.2019, 21:13:16 »
Maldrek hatte die veränderte Gestalt die ganze Zeit aufrecht erhalten, nun sah er, dass es eine gute Entscheidung gewesen war. Aber was sollte er nun tun? Sollte er seinem Volk zur Hilfe eilen und einen erneuten Kampf riskieren oder sie ihrem Schicksal überlassen?

Er dachte kurz nach und dann hatte er eine Idee. "Geht weiter" sagte er zu den anderen, "ich komme gleich nach." Als die Gruppe sich ein Stück entfernt hatte, ging Maldrek näher heran und wirkte einen Schlafzauber auf die Menge der Menschen, das Zentrum einige Meter hinter den vorne stehenden Leuten, so dass diejenigen in den hinteren Reihen betroffen sein würden[1]. Er hoffte das dies die vordere Reihe so lange ablenken würde, dass die beiden Tieflinge weglaufen konnten.[2]
 1. bis zu 40 hp werden betroffen
 2. Wenn die beiden Kerle es nicht verstehen, ruft er ihnen sowas zu wie "Lauft weg". Wenn der Mob ihn verfolgt, läuft er auch weg, nicht in die Richtung, in die die Gruppe oder die Tieflinge gegangen sind. Falls er sie nicht abschütteln kann, versucht er in einem unbeobachteten Moment seine Erscheinung nochmals zu verändern, vielleicht in einen älteren Mann, und setzt sich irgendwo hin. Er versucht dann die Meute in eine falsche Richtung zu schicken, z. B. mit "Er ist da lang gelaufen."
« Letzte Änderung: 06.12.2019, 10:13:54 von Idunivor »

Idunivor

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #903 am: 08.12.2019, 12:58:15 »
Maldreks Zauber schickte ein knappes Dutzend der aufgebrachten Bewohner zu Fall, was für deutliche Verwirrung bei der Menge sorgte. Aber die erste Reihe kümmerte das offenbar nicht sonderlich. Ihre Schreie wurden sofort lauter: "Teufelsmagie! Höllenbrut! Zeigt es ihnen!" Und mit diesen Worten stürzten sie sich mit ihren Knüppeln und Stöcken auf die beiden Tieflinge. Die schlafenden Männer und Frauen am Boden kümmerten weder die Tieflinge noch diesen Mob. Von Panik war nichts zu spüren, aber diese zwei Tieflinge waren offenbar wehrhaft genug, dass die Menge sie nicht binnen kurzer Zeit niederringen konnte.
Maldrek konnte nichts genaues erkennen, das alle zu nah beeinander waren, aber zumindest zwei Männer sah er blutend zurückstolpern und ein schwarz glimmender Streitkolben erschien in der Luft, der auf die Angreifer einprügelte.[1]
 1. Wir gehen nicht wirklich in die Initiative, da Maldrek hier nicht angegriffen wird. Aber ich lasse im Hintergrund die Abläufe grob nach Kampfregeln weiter laufen.
The only ones who should kill are those prepared to be killed.

Melandro

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #904 am: 12.12.2019, 22:41:55 »
"Und jetzt?" blickte Melandro zu seinen Geschwistern, nachdem er ausnahmsweise Maldreks Bitte für einige Schritte befolgt hatte, ehe er stehen geblieben war um neugierig zu sehen wie Maldrek mit der ganzen Situation umging.

Er war beileibe kein Feigling, manche sagten auch, dass er oft zuviel (Über-)Mut besaß. Doch für die Leute die nicht zu seinen Freunden zählten machte der Halbelf ohne der Aussicht auf eine Form von Belohnung oder Beute keinen Finger krumm. Und genau das strahlte er aus als er fragte: "Kennt die jemand von euch?" Und außerdem - etwas dringender: "Wir sollten weiter." In dieser Nacht konnten sie wahrscheinlich endlos vielen Bürgern, Schuldigen wie Unschuldigen, helfen und würden ihrem tatsächlichen Ziel keinen Schritt näher kommen.

Vorbis

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #905 am: Heute um 13:14:04 »
Vorbis quälte sich innerlich, doch er musste Melandro zustimmen. Maldrek hatte ihnen gesagt, sie sollten weitergehen, und damit angedeutet, dass er sich um das Problem kümmern wollte. Er hoffte nur inständig, dass sein Bruder nun keine Dummheiten machen würde und sich ihnen wieder anschließen. Doch er hatte es vorher schon gesagt und stand auch weiter dazu: Sie mussten ihr Ziel verfolgen, egal, was sie auf dem Weg erwartete, sonst konnten sie vielleicht einzelnen Leuten helfen, doch würden am Ende die ganze Stadt verlieren.

"Ja, weiter!" stimmte er daher Melandro zu. "Wir brauchen den Kelch, sonst ist ohnehin alles verloren!"

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