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Autor Thema: Kapitel II: The show must go on  (Gelesen 5777 mal)

Beschreibung: Das Erwachen in einer neuen Welt

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Ayleen Chepi Anitsiskwa

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #90 am: 13.09.2018, 18:20:00 »
Ayleen verbringt den Aufstieg schweigend, zu sehr konzentriert sie sich darauf, keine Fehler zu machen. Nur gelegentlich sieht sie nach den anderen, ob aus Sorge oder Neid ist ihren verschlossenen Gesichtszügen nicht zu entnehmen. Der Lärm des Wassers beginnt in ihren empfindlichen Ohren zu schmerzen, doch unterdrückt sie dies mit ihrer Willenskraft. Oben angekommen sieht sie sich aufmerksam um und beobachtet die Bewegung der Steine. Eigentlich hat sie ihre Schritte der Hütte zuwenden wollen, so belässt sie es bei zwei Schritten vom Rand weg auf dieselbe zu. So vor den anderen stehend verharrt sie still und lässt den Blick nicht von den Steinen. Ihre Arme bleiben locker an ihren Seiten und sie steht stolz aufrecht. Rickys Aufforderung quittiert sie mit einem Nicken, ohne den Blick abzuwenden. Sehr aufmerksame Beobachter könnten feststellen, dass sie ihren Körper unauffällig anspannt, um im Zweifel reaktionsschnell einem Angriff auszuweichen. Abgesehen davon wartet sie ab, wohin sich die Steine bewegen, bevor sie handelt.


Changeling

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #91 am: 16.09.2018, 11:14:59 »
Staunend verfolgen die Gefährten ein unwirklich anmutendes Schauspiel: Die Findlinge geraten knirschend und rumpelnd in Bewegung, richten sich allen Naturgesetzen[1] zum Trotz auf und ragen endlich in Form eines Viertelkreises vor ihnen in die Höhe. Schweigend starren sie die Felsblöcke an, nur das dumpfe Rumpeln vom Wasserfall durchbricht die Stille auf dem kahl wirkenden Rand des Hochplateaus. Dann fällt ihnen plötzlich auf, wie menschenähnlich die Silhouetten der Felsen sind, und wenige Herzschläge später scheint einer der Brocken zu bersten, tiefe Risse bilden sich – um letztlich zwei Arme freizugeben, Augen, die ihre Blicke mit milchigem Glanz erwidern, einen Mund, Beine... ein Mensch steht vor ihnen. Oder doch zumindest ein Wesen, das einem Menschen sehr gleicht, sieht man von der staubgrauen Haut und den ziemlich kantigen Gesichtszügen ab. Auch die anderen Findlinge verwandeln sich nacheinander auf solch bizarre Weise, wobei die Besucher nicht unterscheiden können, ob es wirklich eine Verwandlung ist oder eher eine Art von Illusion, die sie erst jetzt durchschauen können.

Und noch immer ist es schwer, in den wahrhaftig steinernen Mienen ihrer unverhofften Gegenüber zu lesen. Auf Rickys friedliche Geste reagieren sie nicht erkennbar – aber zumindest auch nicht feindselig. Eddy nickt zu den Worten des Satyrs in Ayleens Richtung. Offenbar hat er sie als eine Art von Sprecherin für die Gruppe akzeptiert. Doch er bleibt sichtlich wachsam und sucht zugleich das kostbare Buch als auch Laura Ann abzuschirmen, die sich hinter ihm versteckt und bei weitem nicht mehr so forsch wirkt wie beim Aufstieg. Der Flussmann tritt langsam zu ihnen, vermeidet aber auch, sich in die erste Reihe zu stellen. Als sich das Indianermädchen endlich nach vorn begibt, dauert es einige Zeit, bis einer der Felsleute seinerseits auf die Gruppe zukommt. Er (oder vielleicht auch sie) ist nicht viel größer als sie, aber sehr breit gebaut. Sein Blick konzentriert sich auf Ayleen. Er gibt keinen Ton von sich, sieht ihr nur unverwandt in die Augen. Seine eigenen Augen schimmern matt und lassen keine Pupille oder Iris erkennen. Sie sehen rauchigem Bernstein nicht unähnlich. Ayleen bekommt das Gefühl, dass ihr Gegenüber sie prüfen will...
[2]
 1. Wie war das doch gleich im naturwissenschaftlichen Unterricht am Internat von Gatsburg..? Das Leben dort scheint schon Ewigkeiten her zu sein. Die Erinnerung scheint grau in grau und verschwommen wie in einem alten Kinofilm.
 2. ...und darf an dieser Stelle gern Charisma + Etiquette gegen eine 7 würfeln, ganz gleich, was sie sagt oder tut, wobei sie stattdessen auch ihren einen automatischen Erfolg nehmen darf. Ricky hat derweil Muße, sich umzuschauen, und darf auf Perception + Alertness würfeln, gegen eine 6.

Ayleen Chepi Anitsiskwa

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #92 am: 24.09.2018, 18:24:57 »
Bis das einzelne Steinwesen auf sie zutritt, bleibt Ayleen äußerlich vollkommen ruhig. Innerlich nimmt sie mit Zufriedenheit wahr, dass ihre Rolle als Sprecherin unbestritten ist. Ihr macht es ein wenig Sorge, dass sie mit der Situation und den Wesen unvertraut ist, ja im Grunde auch keine Parallele ziehen kann. Doch anmerken lassen will sie sich nichts.

Dem prüfenden Blick hält die Indianerfee unverwandt stand und rührt keinen Muskel. Nach einigen Sekunden hebt sie die starke Hand zum Gruß und beginnt auf der alten Sprache ihres Volkes: "Osiyo!"[1] "Ich werde Ayleen von den Anitsiskwa gerufen. Meine Kameraden und ich sind auf der Suche nach einer von uns getrennten Freundin. Man sagte uns, sie wäre hierhergekommen. Falls ihr sie nicht gesehen habt und uns helfen könnt, würden wir den Rat des Orakels suchen." Sie senkt die Hand und nimmt eine leicht abwartende Haltung ein: "Mit wem haben wir die Ehre?"
 1. Cherokee-Gruß: Etwa: Mögen dir gute Morgende beschert sein.
Ich nehme mal zur Abwechslung den automatischen Erfolg.

Ricky

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #93 am: 01.10.2018, 23:14:24 »
Als Ayleen das Gespräch anfängt, entspannt Ricky sich ein wenig.
Als ihm dann die Markierungen auf den Steinleuten auffallen, kommt ihm eine Idee.
Er streckt und reckt sich ein wenig, so als wollte er nach der Kletterei seine Gliedmaßen
entspannen. Dabei versucht er seine eigenen Zeichnungen, die er vom Häuptling der Flußleute
erhalten hat, in der Sonne funkeln zu lassen, ohne das die Bewegungen zu unnatürlich aussehen.
Er hofft, daß es nicht als Affront aufgefaßt wird.

Changeling

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #94 am: 03.10.2018, 16:15:06 »
Stumm starrt der Felsmann Ayleen an, die seinen Blick erwidert. Als sie endlich spricht, rührt sich kein Muskel unter der rauen, rissigen Haut des anderen. Auch nachdem sie verstummt ist, ist es für einige Herzschläge, als stehe sie doch wieder nur vor einer unbelebten, groben Statue. Doch dann nickt er langsam, zweimal. "Sho'daache" erwidert er mit einer tiefen Stimme - soweit Ayleen weiß, eine allgemeine Grußformel der Crow-Indianer. "Baláshe Daxpitcheehísshish húuk. Biiluukaalilih?" Hier allerdings verlassen sie ihre Sprachkenntnisse, und der Steinerne sagt nach einer kurzen Pause in ziemlich holprigem Englisch: "Ich bin Roter Bär. Wir wachen über Orakel. Nur Freunde stellen Fragen." Ob er absichtlich nicht auf die Erwähnung von Tiffany eingeht oder Ayleen schlicht nicht verstanden hat, ist schwer zu beurteilen.

In diesem Moment fällt sein Blick auf Rickys kunstvolle Körperzeichnungen, und das Erstaunen ist selbst auf dem kantigen Gesicht des Steinmanns zu erkennen. "Du!" sagt er und deutet auf den Satyrjungen. Auch seine Begleiter nehmen nun offenbar wahr, was er sieht, und wechseln murmelnd einige Worte untereinander. Roter Bär wiederholt: "Du – Bilder sagen, du bist Freund. Wir dich nicht kennen. Wer dein Vater?" Er bohrt seinen Blick in Rickys Augen, und der bekommt das deutliche Gefühl, dass er jetzt eine gute Antwort haben sollte...
[1]
 1. ...die ihm mit einem guten Wurf auf Intelligence + Title auch einfallen kann.

Ayleen Chepi Anitsiskwa

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #95 am: 09.10.2018, 16:50:47 »
Ayleen wartet die Antwort geduldig ab, doch obwohl sie die Sprache erkennt, beherrscht sie sie nicht. Mit einem entschuldigendem Lächeln macht sie universelle Gesten der Unverständnis: Hochgezogene Schultern und offene Hände. Als die englischen Worte erklingen, ist sie wieder entspannt und legt sich gerade eine Antwort zurecht, als der Rote Bär auf Ricky reagiert. Im Gespräch zur Seite geschoben zu werden ist keine neue Erfahrung für das Indianermädchen, daher konzentriert sie sich direkt auf die neuen Begebenheiten. Sie macht eine elegante Halbdrehung und gibt den Blick auf den gefragten Jungen frei. Dann fragt sie ihn: "Möchtest du selbst antworten oder wünscht du meine Unterstützung?"

Ricky

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #96 am: 16.10.2018, 05:38:16 »
Ricky ist ein wenig überrumpelt. Eigentlich wollte er doch nur darauf hinweisen, daß sie Freunde der Flußleute sind und damit das Eis brechen.
Das er jetzt in den Fokus der Aufmerksamkeit gerät, ist ihm unangenehm, schließlich hat er ja Ayleen die Bühne überlassen wollen.
Als ihn dann auch noch so viele Erinnerungen durchfliessen, wankt er kurz und wirkt abwesend.
Als er dann wieder klar denken kann, stammelt er dennoch nur ein paar kurze Worte.
"Äh ja...die Flußleute sagten....sie kennen..naja, meinen Vorfahren.
Er hieß Sturmsänger, glaub ich."
Ein wenig hilflos zuckt er mit den Schultern und schaut zu Ayleen.
"Unterstützung wäre echt toll."

Changeling

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #97 am: 19.10.2018, 19:30:27 »
"Sturmsänger..!" stößt der Felsmann hervor, und trotz seiner schwer interpretierbaren Züge glauben sie alle das Erstaunen auf seinem Gesicht zu erkennen. "Machtvolle Lieder sang er!" Seine Blicke gleiten an Ricky auf und ab, während seine Kameraden hinter ihm langsam nähertreten – wohl noch immer vorsichtig und misstrauisch, aber nun auch mit deutlichen Zeichen von Interesse. Ayleen, der der Name nichts sagt, kann einen Blick von Eddy erhaschen, den es wohl in den Fingern juckt, in seinem eifersüchtig gehüteten Buch nachzuschlagen: Der Troll tritt unruhig von einem Bein aufs andere. Laura Ann macht auch nicht den Eindruck, als ob bei ihr etwas klingelt, als Sturmsängers Name fällt. Sie scheint eher zwischen Faszination und Angst zu schwanken, als sie sich so die groben Gestalten der Felsleute betrachtet. Sie hält sich auffällig nahe bei Eddy. Ihr Begleiter von den Flussleuten hingegen runzelt die Stirn und mustert Ricky seinerseits angestrengt. Seine Lippen bewegen sich leise, er scheint nachzudenken. Der Anführer der Felsleute deutet schließlich auf den Satyr und sagt mit seiner tiefen Stimme. "Wir wissen bald, ob du Sohn von Sturmsänger. Du singst, und wir fragen Orakel." Seine rissige Hand deutet zu dem hüttenähnlichen Steingebilde.

Ayleen Chepi Anitsiskwa

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #98 am: 03.11.2018, 22:01:35 »
Rickys positive Antwort auf Ayleens Hilfsangebot wird mit einem knappen Nicken bedacht. Nicht mehr im Mittelpunkt zu stehen erweist sich emotional als zweischneidiges Schwert. Zunächst ist da Ayleens alte Persönlichkeit, die ganz froh ist, nicht beachtet zu werden, da die Beachtung meist negativ war. Doch ihre neue Inkarnation empfindet es regelrecht beleidigend, übergangen zu werden. Intuitiv beginnt sie, dies auch durch ihre Macht auszudrücken. Relativ subtil lässt sie ihre Aura wachsen, richtet sich auf und räuspert sich vernehmlich und beginnt mit wesentlich kälterem Tonfall zu sprechen, um Respekt einzuflößen[1]: "So berechtigt Sie sein mögen, diese Bedingungen zu stellen und das Orakel zu befragen, bewahren Sie doch bitte die Form. Mein Freund hier hätte durchaus das Recht, nicht darauf eingehen zu wollen." Nach diesen Worten werden die Züge der Indianerin weicher und der Ton freundlicher: "Aber wie ich ihn einschätze, wird er darauf eingehen mit der Unterstützung von uns Frauen. Unsere Führer werden sich sicherlich beraten wollen?" bei den letzten suggestiven Worten blickt sie zu den besagten Herren, deren Reaktionen ihr nicht entgangen waren.
 1. Einsatz "Sovereign + Fae" - vermutlich 2 Erfolge

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