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Autor Thema: Kapitel II: The show must go on  (Gelesen 11223 mal)

Beschreibung: Das Erwachen in einer neuen Welt

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Ricky

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #120 am: 03.05.2019, 05:30:04 »
Ricky nimmt den Becher dankend entgegen und nippt von dem, was er für Brühe hält.
Als Ayleen dann auf die Fragen des Orakels anwortet, atmet er erleichtert durch. Die Aufmerksamkeit, die man ihm geschenkt, ist ihm nicht ganz geheuer, denn noch immer ist er sich nicht sicher, was das Alles zu bedeuten hat. Diese seltsam anmutende Welt, in die sie geflüchtet sind, diese neuen Körper, die sie bekommen haben und vor allem diese Erinnerungen und Gedanken, die so plötzlich auftauchen, aber so alt scheinen.
Er hält den Blick gesenkt und erweckt den Eindruck, den Inhalt des Bechers intensiv zu betrachten.

Changeling

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #121 am: 04.05.2019, 15:11:03 »
Das Orakel lächelt unergründlich. "Ihr müsst verzeihen, wenn ich manchmal ganz selbstverständlich von Dingen, Personen oder Ereignissen spreche, die euch unbekannt vorkommen. Ich lebe im Gestern, im Heute und im Morgen zugleich, während ihr durch die Zeiten wandert. Was euch unendlich fern voneinander zu liegen scheint, ist für mich am selben Ort, was ihr für ganz unterschiedlich haltet, sehen meine Augen miteinander verbunden. Es fällt mir nicht immer leicht, mich auf ein einziges Hier und Jetzt zu beschränken, doch ich will mein bestes tun." Die schlanke Hand greift in einen kleinen Beutel an der Hüfte des Orakels, kommt mit einigen getrockneten und zerriebenen Kräutern wieder hervor und wirft sie in die bunten Flammen des Feuers. Es zischt leise, und farbige Wolken steigern auf, die zwischen den tanzenden Feuerzungen ihren Weg in die Höhe suchen, wo sie verwirrende Muster bilden. Ein scharfer, würziger Geruch durchzieht die steinerne Hütte.

Ayleens Verlegenheit übergeht der Junge mit den uralten Augen so feinfühlig und subtil, dass sie sich nicht bloßgestellt fühlt: Er lächelt ihr nur kurz zu und neigt kaum sichtbar den Kopf, wodurch sie das Gefühl bekommt, von ihm verstanden zu werden. Vielleicht, so geht es ihr durch den Kopf, weiß er sogar mehr von ihren Empfindungen, als sie sich vorstellen kann... Auch auf Ricky ruht sein Blick kurz, doch scheint er hier ebenso zu ahnen oder zu wissen, was den Satyrjungen bewegt, und er schreckt ihn nicht aus seinen vorgeblichen tiefen Gedanken auf. Stattdessen beginnt das Orakel übergangslos: "Die junge Frau – ja, sie war hier. Die
Yunwi Tsundsi brachten sie. Sie war allein und verängstigt, und die Kleinen Leute helfen oftmals denen in Not. Ebenso wie ihr glaubte sie hier fremd zu sein und wusste nicht wohin. Sie weinte, denn sie sehnte sich nach ihren Freunden und ihrer gewohnten Umgebung, wiewohl sie fühlte, dass das scheinbar gewohnte gar nicht ihr Zuhause ist."

Die Flammen knacken und knistern leise, während die Gefährten der hellen Stimme des Orakels mit ihrem beruhigenden, angenehm ins Ohr gehenden Klang zuhören. "Da so viel in ihr schlummerte, das in Vergessenheit geraten war, habe ich sie auf eine große Geistreise geschickt. Eine Reise, auf der sie sich selbst begegnete – und sich erinnerte. Nun weiß sie wieder, wer und was sie ist, war und womöglich sein wird. Sie brach auf, um ihre Bestimmung zu suchen, auch wenn ihr Herz zitterte. Ein junger Krieger der Felsleute begleitete sie, um sie zu beschützen, denn ihrer Angst zum Trotz strebte sie ungestüm voran. Ich glaube, dass ein Herz zu seinem Besitzer sprach." Das Orakel lächelt auf eine seltsame Weise, während man von Eddys Platz ein dumpfes Knirschen von Zähnen hört. Der Troll starrt mit verschlossenem Gesichtsausdruck in die Flammen. "Ihre Bestimmung ist eine wichtige, daher gab ich ihr mit auf den Weg, was ich konnte, um ihr zu helfen" schließt das Orakel seine Erzählung. "Doch ist es sicherlich von Nutzen, wenn ihr der jungen Squaw ebenfalls zu helfen sucht. Es steht viel auf dem Spiel – mehr, als ihr ahnt."

Ayleen Chepi Anitsiskwa

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #122 am: 06.05.2019, 09:03:09 »
"Schon geschehen.", nimmt Ayleen die Entschuldigung an, als wäre es eine Selbstverständichkeit. Sein Annehmen ihrer Entschuldigung wiederum lässt sie ein wenig Lächeln, so verbunden und vertraut fühlt es sich an. Das ist ihr angenehm und ein wenig unheimlich zugleich, sie stellt fest, wie viel ihrer Selbst durch den Seelennamen bekannt ist. Sie beobachtet die farbigen Wolken und atmet den Geruch der verbrannten Kräuter tief ein.

Bei der Antwort des Orakels bezüglich ihrer Freundin hört sie aufmerksam zu und sortiert anschließend das Verstandene. Viel Gelegenheit lässt sie den anderen nicht, zuerst zu Wort zu kommen, schon setzt sie ihre Rolle als Sprecherin weiter um: "Vielen Dank, dass ihr ihr geholfen habt. Gerne möchten wir ihr auch helfen. Was steht auf dem Spiel? Wären die großen Geisterreisen auch für uns ein Weg, uns hier besser zurechtzufinden? Vielleicht vermögt ihr uns auch eine wetere Frage zu beantworten: Wir haben unsere Reise unter ungünstigen Bedingungen begonnen und eine lange Abwesenheit vom Ort des Beginns unserer Reise würde die Situation dort weiter verkomplizieren. Wann - im Sinne der dortigen Zeit - ist damit zu rechnen, dass wir unsere Dinge dort ordnen können?" Sie überlegt kurz und verlegt die Priorität ihrer Fragen erneut: "Passen wir dort noch zurück und erschwert ein längerer Aufenthalt hier eine Rückkehr? Und ehe ich es vergesse: Was ist unsere Freundin - nur um ein Wiedererkennen zu erleichtern - und wo ist sie hin?" Trotz der Fülle an Fragen bemüht Ayleen sich um einen ruhigen, unaufdringlichen Ton, auch, um sich selbst nicht als allzu unverständig darzustellen.

Ricky

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #123 am: 19.05.2019, 01:18:09 »
Obwohl der Satyrjunge den Blick gesenkt hat, spürt er die Augen des Orakels kurz über sich gleiten. Unwirkürlich und unverständlich durchfährt ihn ein Frösteln, trotz der Hitze des Feuers und der Brühe.

Aufmerksam lauscht er dem Gespräch der Ureinwohner. Auch wenn er nicht wirklich viel von dem versteht, worüber die beiden reden, scheint es wichtig.
Und es fällt ihm ein, dass eine, wie er findet, wichtige Frage noch fehlt.
"Es wäre vielleicht auch wichtig zu wissen, seit wann die Beiden aufgebrochenen sind, oder?"

Changeling

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #124 am: 19.05.2019, 13:31:08 »
Es ist eine seltsame Atmosphäre, in der sie sich unterhalten. Fremdartig, faszinierend, doch zugleich irgendwie heimelig und vertraut. Eddy und der Flussmann beteiligen sich nicht direkt am Gespräch – während der Troll finster vor sich hin starrt und eigene Gedanken zu wälzen scheint, hält Sonnenauge den Blick stets auf das Orakel gerichtet, in einer Weise, die ungekünstelt daherkommt, aber auf große Ehrerbietung schließen lässt. Laura Ann ist die einzige, die sich irgendwann zumindest ein Stück weit aus dem Bann löst, der sie alle unwillkürlich vor jedem Schritt überlegen lässt, als seien sie in einer ehrwürdigen Kirche: Das Satyrmädchen hat zwar die Beine seitlich abgewinkelt und sitzt so ohne ihre üblichen kokett-respektlosen Gesten dem Orakel schräg gegenüber, doch ihre Blicke beginnen irgendwann kühner durch den Raum zu wandern. Neugier und Unbekümmertheit, wie die anderen sie von ihr kennen, brechen allmählich wieder durch. Dennoch unterbricht auch sie nicht den Wortwechsel zwischen Ayleen, Ricky und dem Orakel.

Das letztere wiegt den Kopf in einer greisenhaft wirkenden Geste, die so gar nicht zu dem jugendlichen Äußeren zu passen scheint. Die Lider sinken über die dunklen Augen, in denen mit dem Schein der bunten Flammen winzige Sternchen zu tanzen scheinen. "Viele Fragen auf einmal. Und ihr habt im Gegensatz zu mir nicht viel Zeit, wenn ihr helfen wollt. Ich" erklärt das Orakel und lächelt unergründlich "habe keine Zeit, aber gerade darum mangelt es mir nie an ihr." Rasch wird es wieder ernst und fährt fort: "So will ich also versuchen, euch zu erklären, was mit Worten nicht schnell und auch nicht vollständig zu erklären ist." Eine neue Handvoll Kräuter wandert in die Flammen, von denen sich eine weitere Welle würzigen, scharfen Geruchs verbreitet. "Ihr seid Wanderer zwischen zwei Welten – so wie eure junge Freundin. Es gibt verschiedene Wege, die euch von hier nach dort oder umgekehrt führen. Mindestens einen davon habt ihr bereits kennengelernt, das junge Mädchen einen anderen. Doch über diese verschlungenen Pfade, die ganz verschiedene Gestalt haben können, schreiten nicht nur euresgleichen."

Das Knistern der Flammen wird von keinem Atemhauch übertönt, da sich alle gespannt vorgebeugt haben und dem Orakel zuhören. Nach einer kleinen Pause erklärt es: "Die Verbindungen sind auch wichtig für die Existenz beider Welten. Ohne den Austausch mit jener Welt wird diese hier sich in wirren Träumen verlieren, Substanz und Stabilität einbüßen und schließlich verwehen wie ein ferner Traum, der in Vergessenheit gerät. Die andere Welt... sie würde ohne die Tore erstarren. Sie würde an Lebenskraft, an
Farbe verlieren, bis sie ein totes Gebilde wäre, eine Maschine, deren Zahnräder sich drehen und drehen, ohne Seele, ohne Vergangenheit und damit ohne Zukunft. Beides wäre schrecklich. Wächter sind darum eingesetzt worden, welche die Tore hüten und offen halten sollen. Leider gibt es nicht mehr sehr viele von ihnen... Auch das Mädchen kam über einen verwaisten Pfad. Es hatte Glück oder wurde vom Schicksal beschützt, denn diese Pfade sind sehr gefährlich." Die Stimme des Orakels klingt traurig. "Aber als wäre dies nicht genug, gibt es auf beiden Seiten jene, die glauben, sich abzuschotten sei besser. Sie sehen die jeweils andere Welt als Hort einer ansteckenden Krankheit an, welche die ihre verdirbt."

Sein Blick geht unter den Gefährten umher. "Womöglich seid auch ihr schon einigen von jenen begegnet..."
Und wirklich, in ihnen klingt die Erinnerung an jenen Mann in Ricks Café nach, an die nichtssagenden Gesichtszüge, die seelenlose Stimme... "Eben jenes Tor, was eure Freundin hierher führte, ist bedroht – eines der letzten. Es hat keinen Hüter mehr, und darum muss ein neuer gefunden werden. Eure Gefährtin hat eine Bestimmung, die damit zusammenhängt. Mehr darf ich euch nicht sagen. Der einzige Weg, etwas über euch und eure eigene Bestimmung zu erfahren, ist die große Geistreise. Wenn ihr dazu bereit seid, will ich euch auf diese Reise schicken." Wieder trifft jeden von ihnen ein langer Blick aus den rätselhaften Augen des Orakels. "Aber seid auf der Hut: Seine Bestimmung zu kennen und ihr nicht zu folgen, kann heißen, dass man daran zerbricht – sei die Bestimmung nun eine, die man freudig begrüßt, oder nicht! Ob euch euer Pfad wieder in jene andere Welt zurückführt, wann das sein wird und was ihr dann dort vorfindet... das im Vorhinein zu wissen, wäre nicht gut für euch." Ein Lächeln stiehlt sich auf die jugendlichen Lippen. "Indes, ganz ohne klare Antworten auf eure drängenden Fragen will ich euch nicht lassen: Eure Freundin brach vor drei Tagen auf, und ihr werdet sie erkennen, solltet ihr einander begegnen. Sie trägt das Erbe der Sluagh in sich. Eine tiefe Ernsthaftigkeit und Trauer umgibt sie. Armes Mädchen... so schmale Schultern, auf denen so viel lastet!" Das Orakel verstummt mit einem leisen Seufzen.

Ayleen Chepi Anitsiskwa

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #125 am: 21.05.2019, 17:02:12 »
Ayleen lauscht den Worten des Orakels mit ernsthaftem Respekt und lässt sich von Lauras Art nicht irritieren. Sie signalisiert über weite Strecken des Wortwechsels ihr Verständnis und unterdrückt den Schauer, der ihr bei der Erinnerung an die Herren in Grau über den Rücken läuft. Die Warnung des Orakels vor den Erkenntnissen, die die große Geistreise einem verschafft, lässt die junge Indianerin und Enkelin einer Schamanin innerlich sarkastisch grinsen. Wieviele Wege sie alleine in der einen Welt rund um das Konversatorium zu beschreiten versucht und wie 'einfach' das Wissen war, was sie aus ihrer ersten Reise zu den ewigen Jagdgründen mitgenommen hatte, ist ihr sehr deutlich bewusst. So sieht sie kurz bedeutungsvoll zu Eddy und vor allem seinem Buch hinüber, als der unbekannte Ausdruck Sluagh fällt. Dann fragt sie direkt: "Mit welchem Namen und welchem Ruf ist mein Erbe hier in dieser Welt verbunden? - Wenn ihr so freundlich wäret, es mir zu verraten?" Dann schaut sie noch einmal in die Runde und verkündet schließlich: "So es unsere Hilfe für unsere Freundin nicht unmöglich macht, möchte ich bitte auf die große Geistreise geschickt werden. Eine solche Hilfe zur Orientierung ist mir vertraut und ich empfinde auch ire Notwendigkeit." Dann greift sie in ihre Beutel und beginnt, ihren eigenen Medizinbeutel hervorzukramen. Den anderen teilt sie zur Beruhigung mit: v"Habt keine Sorge, was diese Reise angeht, ei Schaden wird nicht daraus erwachsen. Im schlechtesten Falle wird das Verständnis des Erfahrenen erst mit der Zeit kommen."

Ricky

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #126 am: 13.06.2019, 00:05:14 »
Ricky bleibt nicht viel zu sagen. Er kennt sich mit den Gebräuchen der Indianer nicht aus. Also vertraut er auf Ayleens Einschätzung.
"Wenn du meinst...dann ist das wohl okay.
Also los dann."
Mit einem hoffentlich aufmunterndem Lächeln richtet er sich auf und wartet auf die Geistreise.

Changeling

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Kapitel II: The show must go on
« Antwort #127 am: 22.06.2019, 11:40:22 »
Auf Ayleens Frage lächelt das Orakel. "Du weißt es schon. Ich helfe dir, dich zu erinnern." Mit ihrer und Rickys – wenn auch zögerlicher – Zustimmung und nachdem auch Laura Ann, Sonnenauge und Eddy genickt haben, beginnt es mit den Vorbereitungen für eine Zeremonie, die mindestens dreien von ihnen fremd scheint: Um das Feuer in der Mitte werden verschiedene Lederbeutel und Tontöpfe gruppiert, deren Geruch zum Teil verrät, dass sie getrocknete, zerriebene Kräuter, Wurzeln und ähnliches enthalten. Eine zumindest milde halluzinogene Wirkung schwant den Gefährten nach ein paar prüfenden Atemzügen durch die Nase. Laura Ann murmelt leise etwas und schüttelt den Kopf. Gerüchten in Gatsburg zufolge steht sie beim dortigen Lehrkörper im Verdacht, schon erste Erfahrungen mit ganz ähnlichen Substanzen gemacht zu haben... Bei einigen anderen Beuteln vermutet zumindest Ayleen, dass es sich eher um Medizinbeutel handelt, die heilige Medizinen enthalten und nicht etwa im Feuer landen werden.

Dann bereitet das Orakel einen Sud vor, den sie alle trinken müssen – ein Gebräu, das zwar würzig, aber nicht gerade angenehm schmeckt und auf der Zunge ein pelziges Gefühl hinterlässt. Davon abgesehen verspüren sie zunächst keine Wirkung auf ihre Sinne. Jedenfalls keine negative. Im Gegenteil: Sie stellen erstaunt fest, wie intensiv sie den angewiderten Ausdruck auf Laura Anns Gesicht wahrnehmen, der der Sud offenkundig ganz und gar nicht zusagt. Auch die Gerüche aus den Lederbeuteln und Tontöpfen scheinen ganz von allein kräftiger zu werden. Und dann setzt ein regelmäßiges Wummern ein, das – nein, nicht von ihrem heftigen Herzschlag kommt, sondern eher umgekehrt die Herzen dazu bringt, sich seinem Takt anzugleichen. Auf einer kleinen, mit Tierhaut bespannten Trommel schlägt das Orakel den langsamen Rhythmus und wandert dabei im Kreis um die Sitzenden und das Feuer in ihrer Mitte herum.

Dichter werdende Schwaden betäubender Düfte ringeln sich zwischen ihnen in die Höhe. Und allmählich, ganz allmählich gesellt sich dem Trommelschlag auch leiser Gesang bei. Wortlos, nur ein Summen zunächst, von einer Stimme, in der sie nur mit Mühe die des Orakels wiedererkennen, weder männlich noch weiblich, aber irgendwie auch beides zugleich und vor allem von einer hypnotischen Wirkung, die ebenfalls ihren Herzschlag mitzunehmen scheint. Vor ihren Augen verschwimmt die Umgebung, ihre Körper werden leicht wie Federn und erheben sich vom Boden, um der steinernen Decke der Hütte entgegen zu schweben – oder bilden sie sich das nur ein..?
Die Erinnerung an ihr erstes Erlebnis mit dem Tor in dem alten Lichtspielhaus steigt wie aus dem Nichts auf... und dann fallen sie in ein Kaleidoskop aus Farben hinein und spüren:

Ihre Große Geistreise hat begonnen.


~ Ende des zweiten Kapitels ~

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