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Autor Thema: Die Waisen von Niewinter  (Gelesen 20067 mal)

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Maldrek

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #720 am: 05.05.2019, 23:33:57 »
Maldrek hatte wenige Problemen damit, einen Weg in das Anwesen zu suchen, er wollte den Hausherren ja nicht beklauen. Der Kelch gehörte ihm nicht, davon war Maldrek überzeugt. Er war ein Werkzeug, das sie benötigten, um die Stadt zu schützen. Da hatte jeder Besitzanspruch zurückzutreten.

Also zogen sie los und standen bald vor dem Gitter. Es hätte ihn auch gewundert, wenn sie so einfach dort hätte  hinein spazieren können. Melandro war zum Glück aufmerksam genug, um den Mechanismus zu finden und gemeinsam mit Scarlett und der magische  Hilfe von Vorbis versuchte Maldrek zu verstehen, was genau Melandro da gefunden hatte. Vorsichtig untersuchten sie also den Schalter und achteten dabei darauf, ihn dabei nicht aus versehen auszulösen.[1]
 1. Investigation 25

Idunivor

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #721 am: 06.05.2019, 11:51:51 »
Maldrek gelang es ohne große Schwierigkeiten, die Funktionsweise der Falle zu verstehen. Mit der Druckplatte am Boden waren vermutlich einige Löcher in der Wand hinter der Leiter verbunden, aus denen Pfeile oder etwas ähnliches abgefeuert wurden, sobald jemand auf die Platte trat. Um dies zu vehindern musste man entweder die Druckplatte blockieren oder die Löcher verstopfen.[1] Alternativ konnten sie natürlich auch einfach versuchen jeder direkt an die Leiter zu springen oder so sanft auf die Druckplatte zu treten, dass diese nicht auslöste.[2]
Es kostete Melandro nur wenig Mühe, die Druckplatte mit Scarletts Hilfe außer Funktion zu setzen, sodass die Waisen jetzt gefahrlos an die Leite treten konnten. Das Problem mit dem schweren Eisenriegel über dem Gitter war damit allerdings noch nicht gelöst.
 1. Thieves Tools Check
 2. Das ist ein Easy Athletics oder Acrobatics-Check (DC 10), den aber jeder Charakter für sich machen müsste und dabei kann man auch nicht so ohne weiteres helfen.
« Letzte Änderung: 07.05.2019, 08:28:11 von Idunivor »
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Yzwaz

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #722 am: 08.05.2019, 20:15:02 »
Geduldig wartete Yzwaz ab, was diejenigen seiner Geschwister ausrichteten, die sich besser mit heimtückischen Einrichtungen wie Fallen auskannten. Nachdem man jedoch wusste, was sie erwartete, war die Gefahr bald gebannt. Der Gnom trat an das untere Ende der Leiter, spähte nach oben und verkündete: "Das Gitter öffnen ich werde. Hrm. Hier wartet!" Worauf er sich konzentrierte, indem seine dicken Augenbrauen sich über den kleinen Augen zusammenzogen, einige polternde Räuspergeräusche seine Kehle verließen und der Grauhäutige sein Ziel fest fixierte - um mit einem leisen Ploppen zu verschwinden und (hoffentlich) am gewünschten Ort wieder aufzutauchen. Dort würde er sich kurz umsehen, seine Knöchel knacken lassen und den Riegel aus dem Weg zu schaffen versuchen.

Idunivor

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #723 am: 10.05.2019, 18:16:57 »
Yzwaz fand sich in einem dunklen Lagerraum wieder, aber das hinderte ihn nicht daran, schnell den Riegel zur Seite zu schieben. Von hier oben war das nicht allzu schwierig. Das lag wahrscheinlich daran, dass diejenigen, die hier die Abfälle hinunter in den Kanalschacht schütteten, nicht sonderlich viel Lust hatten, dabei auch noch einen großen Kraftakt vollführen zu müssen. So standen die fünf Waisen bald nebeneinander im Keller des Anwesens des Protektors. Bisher war es leicht gewesen, aber sie hatten das Gefühl, dass das nicht unbedingt so bleiben würde. Eine schnelle Durchsuchung ergab, dass es nur einen Weg nach oben gab: eine Treppe, die sich einfach nach oben öffnete. Aber hier unten gab es unzählige Kisten, Fässer und Regale - fast das gesamte Anwesen schien unterkellert zu sein - und es mochte gut sein, dass sich weitere Geheimnisse irgendwo verbargen. Aber das alles gründlich zu durchsuchen würde sicherlich eine Stunde in Anspruch nehmen.[1] Aber sie wussten nicht, ob der Kelch hier unten war. Es sah zumindest nicht so aus, wie ein Schatzkammer, aber andererseits konnte ein unscheinbarer Ort ein umso besseres Versteck für wertvolle Dinge sein.
 1. Ihr müsstet dann trotzdem nen Investigation-Check machen. Take 20 gibt es ja sowieso nicht mehr
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Scarlett

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #724 am: 11.05.2019, 00:10:15 »
"Wir sollten uns die Zeit nehmen, uns hier in Ruhe umzusehen. Es mag nützlich sein, falls wir uns hierher zurückziehen müssen. Vielleicht finden wir auch etwas, was uns bei unserer Suche helfen kann. Oder etwas, was uns mehr darüber verrät, was hier vor sich geht und wie der Protektor damit zusammenhängt," schlug Scarlett vor, als sie die Kellergewölbe betraten.

Yzwaz

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #725 am: 11.05.2019, 20:14:38 »
"Weise dies wäre" unterstützte Yzwaz den Vorschlag Scarletts. "Doch besser uns aufteilen und sputen wir sollten" ergänzte der Gnom nach einem kurzen Rundblick durch das geräumig wirkende Gewölbe. "Gegen uns die Zeit arbeitet." Womit er seinen langen Bart strich und zu seinen langbeinigen Gefährten hinauf blinzelte. "Hrm?"

Melandro

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #726 am: 13.05.2019, 10:15:03 »
Schon längst hatte Melandro angefangen unauffällig Deckel zu heben, oder Tücher zu lupfen um seiner Neugierde, oder ehrlich gesagt Habgier, freien Lauf zu lassen und sich einen Überblick zu verschaffen was hier eigentlich gelagert war. Etwas Gold nebenbei verdient würde der guten Sache bestimmt nicht schaden.

Als die anderen zum Scarlett noch eine akzeptablere Begründung für die anderen lieferte, nickte er bestätigend und sah sich für kurze Zeit eifrig um.[1] Wenn Signal zum Aufbruch kommen würde, würde er sich den anderen wieder anschließen und leise weiter schleichen. Vielleicht würden sie ja noch ertragreichere Räume innerhalb des Hauses aufsuchen. Und den Kelch finden. Das sollten sie bei all der feinen Unterhaltung die der Abend bot, nicht vergessen.
 1. Perception: 25
« Letzte Änderung: 13.05.2019, 10:15:15 von Melandro »

Idunivor

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #727 am: 15.05.2019, 10:44:53 »
Die Waisen machten sich also an die untersuchung des Kellers in der Hoffnung hier irgendwelche Hinweise auf den Kelch zu finden oder zumindest zu erfahren, was hier im Anwesen des Protektors vorging. Allerdings war die ganze Unternehmung nicht von sonderlich viel Erfolg gekrönt. Tatsächlich diente dieser Keller wohl in erster Linie und beinahe ausschließlich als Lagerraum. Hätten sie ein Essen für ihre Geschwister vorbereiten wollen, hier wären sie wohl fündig geworden. Es gab allerlei Nahrungsmittel, Unmengen an Mehl, verschiedenes Gemüse, gesalzenes Fleisch und auch bei den Getränken ließ sich der Protektor nicht lumpen. Bier, Met, Wein, Schnaps - teilweise aus entfernten Regionen - all das fand sich hier. Melandro kam nicht umhin, sich zwei der Flaschen in die Tasche zu stecken, aber ansonsten war die Stunde, die die Waisen mit der Durchsuchung des Kellers verbrachten vertane Zeit.[1]
 1. Es sind nocht 2 1/2 Stunden bis Sonnenaufgang
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Melandro

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #728 am: 15.05.2019, 13:49:39 »
Die beiden Flaschen als Trostpreis für die investierte Zeit in einem Beutel sicher verstauend, deutete der Halbdrow Scarlett sie möge doch auf der Treppe vor gehen und machte sich daran ihr auf dem Fuße zu folgen. Mit etwas Glück waren alle noch im tiefen Schlaf der letzten Stunden vor dem Sonnenaufgang und sie konnten den Kelch unbemerkt finden. Ein kurzes Stoßgebet an Tymora richtend, schlich Melandro so die Treppe hinauf und lauschte ob er etwas hören konnte.[1] Sollte das der Fall sein, so würde er seiner Schwester lautlos ein Zeichen geben und sie so behutsam warnen. Ansonsten war er gespannt was sich vor ihnen auftat.
 1. Perception: 15, Stealth: 11

Maldrek

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #729 am: 16.05.2019, 14:15:15 »
Nachdem sie jeden Winkel des Kellers durchsucht hatten war klar, dass es Zeitverschwendung gewesen war. Naja, vielleicht auch nicht, dann jetzt wussten sie immerhin, dass der Kelch nicht hier war, Aber wenn sie schon so lange für den Keller benötigt hatten, wie sollten sie dann bis Sonnenaufgang das ganze Anwesen schaffen?
"Es wäre ja auch zu schön gewesen. Dann also nach oben, wir sollten keine Zeit verlieren."

Da war Melandro auch schon auf der Treppe. Maldrek folgte ihm ein paar Schritte, wartete dann aber auf ein Zeichen, ob die Luft rein war.
« Letzte Änderung: 16.05.2019, 14:16:49 von Maldrek »

Vorbis

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #730 am: 18.05.2019, 00:52:01 »
Es erfüllte Vorbis nicht mit Stolz, aber Melandro war nicht der einzige, den die Fülle an Vorräten in Versuchung geführt hatten. Während er Kisten um Kisten mit eingepökeltem Fleisch und anderen Köstlichkeiten öffnete, begann sein Magen mehr und mehr zu knurren, bis der Priester Angst hatte, allein dieses Geräusch würde sie schon verraten. Es war eigentlich kein Diebstahl, so rechtfertigte er sich vor sich selbst. Hieß es nicht, die Reichen sollten die Hungernden nähren? Wenn nicht er gerade Hunger litt, wer dann? Und so war es kaum zu übersehen, dass der beleibte Geistliche gerade die letzten Bissen eines Stücks Salzfleisch herunterschluckte, als sich die Geschwister schließlich an der Treppe trafen.

Idunivor

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #731 am: 18.05.2019, 14:24:59 »
Die Waisen gingen also hinauf in den ersten Stock und gelangten in eine Art Treppenhaus. Hier führte eine Treppe direkt nach oben und drei Türen führten hinaus. Um nicht direkt zu viel unbekanntes Terrain hinter sich zu lassen, sahen sie sich erst hier um. Eine der Türen führte in die dunkle Küche. Das Herfeuer war bereits erloschen und würde hoffentlich erst in einigen Stunden wieder entzündet werden. Von der Küche aus gelangte man in einen großen Speisesaal, der ebenso dunkel war. Dieser war mit einer großen Eingangshalle verbunden, von der aus viele Türen abgingen. Eine führte über einen kleinen Flur zurück in das Treppenhaus. In diesem Flur gab es auch eine Seitentür nach draußen, die vermutlich dazu diente, Waren, die in den Keller sollten anzuliefern. Interessanter waren die übrigen Wege aus der Eingangshalle hinaus. Von hier gingen vier Türen ab, eine in Richtung Westen, direkt neben einer zweiten Treppe, die in das erste Stockwerk führte. Außerdem befand sich ganz im Süden am Ende eines kurzen Flures der Haupteingang zum Anwesen und an beiden Seiten dieses Flures eine einfache Tür.
Doch bevor die Waisen Zeit hatten, sich genauer umzusehen hörten sie aus dem ersten Stockwerk Stimmen. Es war nicht allzu leicht zu verstehen, aber es war ziemlich klar, dass dort oben jemand auf dem Weg nach unten war. Den Waisen blieb nicht viel Zeit. Sie konnten natürlich zurück in den Keller verschwinden. Oder durch eine dieser Türen, aber es musste schnell gehen.
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Scarlett

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #732 am: 18.05.2019, 17:02:35 »
Scarlett zeigte in Richtung des Kellers.

Leise sagte sie: "Lasst uns im Keller ein Versteck suchen. Da wissen wir, wie es aussieht. Hier unten müssen wir nicht alles durchsuchen, ich glaube kaum, dass er hier ist. Zumal ein größerer Teil der Räumlichkeiten hier auch für Besucher zugänglich ist. Wir müssen weiter nach oben, soviel ist sicher."

Melandro

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #733 am: 18.05.2019, 21:29:24 »
Als Melandro bemerkte das Vorbis ebenso ein wenig zugelangt hatte, deutete der Halbelf besorgt auf seinen Mundwinkel und tat so, als ob er den Priester auf etwas in dessen Bart diskret hinweisen wollte.

Natürlich war es nur eine Neckerei und mit einem Zwinkern seiner dunklen Augen war der Dieb nach oben verschwunden.

Froh darüber, dass seine Geschwister überraschend leise waren sah sich Melandro im Erdgeschoss vorsichtig um. So viele Türen - so wenig Zeit.

Zusätzlich vernahm er plötzlich Stimmen die sich ihnen näherten. Hoffentlich müde Wachen! - schoß es ihm durch den Kopf. Scarletts Vorschlag kaum noch wahrnehmend, suchte sich der Halbdrow ein Versteck in den Räumen des Erdgeschoßes.[1] Ein Fenstersims, halb verdeckt durch einen Vorhang, oder Wandbehang. Eine Rüstung hinter der man sich gut verbergen konnte, der Esszimmertisch mit den dicken, hölzernen Beinen und zahlreichen Stühlen. Einem Mann mit Melandros Vergangenheit würde dies hoffentlich nicht vor ein unlösbares Problem stellen.

Dann lauschte er und versuchte einen Blick auf die Neuankömmlinge zu erhaschen.
 1. Stealth: 25

Yzwaz

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Die Waisen von Niewinter
« Antwort #734 am: 19.05.2019, 13:33:19 »
Melandro und Vorbis fingen von Yzwaz nur je einen langen, tadelnden Blick auf. Der Gnom runzelte die Stirn ob der simplen weltlichen Verlockungen, denen seine Gefährten da erlagen. Er räusperte sich durchdringend, und seine buschigen Augenbrauen hüpften einige Male bezeichnend auf und ab. Im Übrigen aber zuckte er nur ratlos die Schultern, als man abglich, was wer in dem Kellergewölbe gefunden hatte: Obwohl der Grauhäutige sich nicht von Speis und Trank hatte ablenken lassen, kehrte auch er mit leeren Händen von der Suche zurück.

Dementsprechend schloss er sich auch sofort an, als man daran ging, sich nun anderen Räumlichkeiten zu widmen – die Zeit rannte ihnen davon! Leider schien das Glück ihnen aber nicht mehr so hold zu sein, was die Ungestörtheit anging. Der dürre Gnom nickte deshalb nur knapp auf Scarletts Worte, machte ein unterdrücktes "Hrm!" und schickte sich an, ihr zu folgen. Wenn er auch wenig Erfolg bei der Suche gehabt hatte: Im Verstecken war ein Winzling wie er doch mit entscheidenden Vorteilen versehen.

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