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Autor Thema: Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten  (Gelesen 22058 mal)

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Mondragor

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #630 am: 19.05.2019, 12:32:12 »
Der Bär, den Garridan untersuchte, hatte sich im Moment seiner Niederlage zurück in einen Menschen verwandelt. Auf diesen hatte Garridan zuvor noch einen kurzen Blick erhaschen können, doch auch jetzt kam ihm das Gesicht des Mannes nicht bekannt vor. Außer seiner Axt trug er eine kleine, mit Edelsteinen verzierte Rabenstatue aus Jade bei sich, doch sonst konnte der Mensch nichts von Belang finden.

Als nächstes durchsuchten die Abenteurer den Raben sowie die drei Vogelwesen: Letztere trugen allesamt mehrere kleine Fläschchen mit verschiedenen Tinkturen bei sich, dazu außer ihren exotisch wirkenden und sehr gut gearbeiteten Klingenwaffen noch mehrere Dolche, sowie jeweils ein Blasrohr. Bei dem Raben selbst fanden sie nichts, es schien sich tatsächlich um einen echten Raben zu handeln. Welche Art von Magie oder Laune der Natur ihn zu einem intelligenten, Magie wirkenden Wesen gemacht haben mochten, ließ sich jedoch nicht erkennen.

Nun hatten sie auch Zeit, die Räume genauer zu durchsuchen; bisher waren sie zu fixiert auf ihre Gegner gewesen, um genau zu erfassen, was sich hier befand. Der große, offene Raum, in dem sie gekämpft hatten, war bei näherem Hinsehen der Schlafraum der Tengus, denn mehrere Feldbetten waren hier verteilt. Bei kaltem Wetter ließen sich die Fensterläden schließen, und ein Kamin würde Wärme in den Raum bringen; momentan jedoch war die Asche darin kalt, doch ein Haufen Feuerholz, der nebenan gestapelt war, war bereits vorbereitet.
Jeder der hier lagernden Ninjas besaß außerdem eine kleine Kiste mit privaten Besitztümern, und auch hier befanden sich neben einigen durchaus kostbar wirkenden Preziosen von Tian-Machart jeweils eine der Jadestatuen, die scheinbar jedes Mitglied der gefrorenen Schatten besaß.

Zwei weitere Räume schlossen sich hier an: Derjenige im Westen besaß keine Tür mehr und war komplett unmöbliert. Stattdessen war der Boden übersät von Vogelexkrementen, und zahlreiche schwarze Federn waren im Raum verteilt. In einer Ecke befand sich ein großes Nest, das aus alten Lumpen, Stroh und Zweigen zusammengebaut worden war.

Der letzte Raum entpuppte sich als ein weiterer Schlafraum, der jedoch derzeit ungenutzt war. Hier gab es nur ein Bett, dazu ein Tisch mit einer leeren Wasserkaraffe und einer Waschschüssel. Auch hier gab es einen Kamin, der demjenigen im äußeren Raum gegenüber lag. Dieser enthielt weder Asche, noch war Holz vorbereitet - offenbar war er schon lange nicht mehr benutzt worden.

Schließlich gab es außen noch eine Klapptür in der Decke, zu der eine wacklige Holzleiter führte.

Solitaire

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #631 am: 22.05.2019, 18:26:10 »
Solitaire zuckte nur mit den Schultern. "Ich weiß es nicht. Ich hatte mit einem verwandelten Druiden oder etwas in der Richtung gerechnet." Sie versuchte aber, sich zu erinnern, ob der Rabe vielleicht derselbe gewesen sein mochte, der ihr schon in der Stadt aufgefallen war, während sie gegen das riesige Elementar gekämpft hatten. Zumindest die rote Feder war natürlich auffällig.

Sie wirkte schnell einen Zauber, um magische Auren zu erspüren[1], und blickte sich damit um.
 1. Detect Magic

Mondragor

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #632 am: 23.05.2019, 13:55:30 »
Solitaire war sich beinahe sicher, dass der Vogel der gleiche war, den sie zuvor in der Stadt gesehen hatte. Sowohl die ungewöhnliche Größe als auch die rote Feder konnten so häufig nicht vorkommen - ein solcher Zufall wäre schon sehr merkwürdig.

Ihr Zauber deckte tatsächlich eine schwache magische Aura auf, die vom Nest des Raben stammte: Eine genauere Untersuchung brachte zwischen dem Stroh und den Zweigen zwei magische Schriftrollen zutage[1]. Eine weitere führte sie zum Raben selbst, der um eines seiner Beine einen Ring trug, der ebenfalls eine magische Aura verströmte.[2]
Das Nest brachte noch einige weitere Schätze zum Vorschein, die der Rabe wohl gesammelt hatte: Eine Kette aus Elfenbein und Onyx, ein Schreibset mit in kleine Stücke geschnittenem Pergament, sowie mehrere kleine Lederetuis, die sich um ein Bein des Raben schnallen ließen und die offenbar zur Überbringung von Nachrichten genutzt wurden. Eine weitere Sache sammelte der Rabe scheinbar, die Solitaire weniger appetitlich fand: Zahlreiche menschliche Zähne lagen säuberlich auf einen Haufen gestapelt zwischen den anderen Gegenständen.
 1. Summon Nature's Ally II und V
 2. Ring of Protection +1

Mugin Sanderbarrel

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #633 am: 23.05.2019, 22:20:48 »
Mugin half SOlitaire dabei die Räume nach magischen Auren zu untersuchen. Etwas angewiedert von dem Anblick und Geruch in der Kammer des Rabens dachte er laut nach: "Was auch immer der Vogel war, er war sicherlich intelligent, soviel ist sicher. Leider scheint auch hier unser eigendliches Ziel nicht zu finden zu sein. Bleibt uns also noch die Leiter und der Keller."

Das Eidolon durchstöberte derweil die Räume selbst und suchte nach Dingen die sie übersehen haben konnten.[1]
 1. Perception 10

Solitaire

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #634 am: 23.05.2019, 22:38:14 »
"Ich glaube nicht, dass da oben viel sein wird, vermutlich nur Nester für die Raben, aber nachsehen sollten wir natürlich dennoch," stimmte Solitare zu.

"Und, ja, so wie es aussieht, ist am Ende doch der Keller unser Ziel."

Jehanna Grau

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #635 am: 24.05.2019, 12:35:51 »
Jehanna nickte zustimmend. Sie hatte die Zeit der Durchsuchung des Dachgeschosses genutzt, um ihre Schutzfeld wieder aufzubauen.[1] Jetzt wandte sie sich der Leite nach oben zu. Als erstes versuchte sie die Luke mit ihrer Telekinese aufzuschieben, falls sie unmittelbar mit einer Falle gesichert sein sollte, dann stieg sie nach oben.
 1. 1 Burn, um den Force Ward zu verstärken, ist jetzt bei 9 und regeneriert sich in der Zwischenzeit.
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Mondragor

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #636 am: 24.05.2019, 16:12:29 »
Oben unter dem Dach, wo Jehanna sich nun umsah, waren wohl die Raben zuhause gewesen, von denen sie vorher angegriffen wurden. Ob noch welche übrig waren, konnte Jehanna nicht sagen, doch falls ja, waren sie gerade ausgeflogen - alles, was zurückgeblieben war, war eine gefühlt zolldicke Schicht von Vogelexkrementen auf dem Boden.

Solitaire

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #637 am: 26.05.2019, 02:13:03 »
Um sicherzugehen, dass sie nichts übersehen würden, wirkte Solitaire nocheinmal ihren Zauber[1], um im Dachgeschoss nach magischen Spuren zu suchen.
 1. Detect Magic
« Letzte Änderung: 08.06.2019, 23:38:26 von Solitaire »

Mondragor

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #638 am: 26.05.2019, 23:34:52 »
Es wurde schnell deutlich, dass sie hier oben nicht mehr finden würden, und so machten sich Solitaire und die anderen langsam mit dem Gedanken vertraut, dass sie wohl oder übel im Keller nach dem Schwert und dem verschollenen Führer würden suchen müssen. Und auch die Anführerin der Gilde hatten sie, obwohl sie nun einiges über sie gehört hatten, noch nicht angetroffen.

Der Weg zumindest schien klar vorgezeichnet: Zwar hatten sie den Kohlenschacht im Schlafraum der Ninjas entdeckt, doch der einzige für Humanoide gangbare Weg nach unten war die Treppe gewesen, die sie hier im Erdgeschoss des Turmes gefunden hatten; und so kam es dann auch, dass sie, nachdem sie sich kurz gesammelt hatten, den Weg nach unten antraten und bald am Fuße der Treppe angelangt waren.

Sie endete in einem kleinen, gemauerten Raum, dessen Wände nass waren von der Feuchtigkeit, die hier unten herrschte. Zwerge, so dachte der eine oder andere, wären wohl intelligent genug gewesen, für eine ausreichende Belüftung zu sorgen, doch dieses Bauwerk war offensichtlich nicht zwergischer Bauart. Eine weitere Tür befand sich auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes, und nach nur kurzem Zögern öffnete Garridan diese und trat in einen noch feuchteren Flur - die Quelle der Feuchtigkeit war nun allerdings auch dem letzten von ihnen klar, denn im Norden wurde der Gang von einem gut drei Schritt breiten fließenden Strom durchschnitten. Überquert wurde dieser wohl häufiger: Auf der gegenüberliegenden Seite sahen die Abenteurer eine schwere Holzplanke von mehr als vier Schritt Länge, die man als Brücke nutzen konnte. Scheinbar um den "Brückenwärter" zu rufen, befand sich auf ihrer Seite eine Glocke aus Messing, neben der ein kleiner Hammer hing. Doch ein großes Bedürfnis nach dieser Hilfe hatte wohl keiner der Gefährten.

Eine Tür im Westen ließ sich jedoch trockenen Fußes erreichen, und sie beschlossen, es zunächst hier zu versuchen. Dahinter öffnete sich eine Kaverne, die ebenfalls komplett mit Wasser gefüllt war - der kleine Teich speiste sich aus einer vergitterten Luke, die hoch über ihnen etwas Licht in den Raum ließ und die sie als diejenige ausmachten, in die der Gebirgsbach sich von außen ergossen hatte. Garridan, der die Gruppe anführte und den die Gischt des vom Wasserfalls bereits halb durchnässt hatte, wollte sich gerade wieder zum Gehen wenden, als er auf der gegenüberliegenden Seite der Höhle trotz der schlechten Sicht eine weitere Tür erkannte.
Neben dem Eingang, durch den sie gekommen waren, standen zwei große, mit Wasser gefüllte Fässer.

Rumar Endan

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #639 am: 28.05.2019, 18:58:41 »
Während die Räume nach Wertsachen, dem Schwert und dem Gefangenen durchsucht wurden, kümmerte sich Rumar um die Verletzungen. Dank des Heilstabs war dieses Thema recht schnell erledigt und der Großteil aller Blessuren - ob groß oder klein - war Geschichte. Leider stellte sich heraus, dass sich hier oben nichts wirklich Interessantes befand. Einige Dinge, die sich verkaufen ließen aber nicht das, was sie suchten. Auch diese ominöse Anführerin war nicht hier gewesen. Das bedeutete, dass der schwerste Teil noch vor ihnen lag. "Das ist gar nicht gut." murmelte der alte Mann vor sich hin. Er hatte einen großen Teil seiner Kräfte schon aufgebraucht und würde nicht sehr viel in dem kommenden Kampf helfen können.
Bis dahin war es aber noch ein weiter Weg. Zuerst mussten sie wieder durch den gesamten Turm laufen, bis sie die eine Treppe gefunden hatten, die in den Keller führte. Niemand hielt sie auf - auch nicht, als sie den Raum am Ende der Treppe erreichten. Der Gang wurde durch einen Fluss unterbrochen, anders würde Rumar das nicht bezeichnen. Doch die Brücke fehlte. Der andere Raum, den sie betreten konnten, beinhaltete einen Wasserfall, der den Fluss speiste. Alles etwas seltsam. Kritisch betrachtete er die Glocke, während er die Arme verschränkte und sich nachdenklich an die Wand stellte. Zwei weitere Wege. "Bevor wir irgendwie versuchen diesen Fluss zu überqueren, sollten wir vielleicht die andere Tür benutzen, die Garridan gefunden hat." schlug er schließlich vor.

Jehanna Grau

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #640 am: 30.05.2019, 11:06:54 »
Jehanna nickte bei Rumars Worten: "Sehe ich auch so. Diese Brücke dort drüben und die Glocke sehen so aus, als ginge es hier in einen wichtigeren Bereich. Wir sollten uns das auf dieser Seite erst ansehen. Aber wartet noch einen Augenblick, ich denke, ich kann wieder unseren Rücken etwas decken."
Jehanna trat an das Ufer des Stroms und sammelte sich für einen Augenblick, bevor sie mit ihren Kräften nach der Planke griff und sie ohne allzu große Schwierigkeiten hochhob, um sie anschließend auf "ihre" Seite des Stroms zu bugsieren. Das würde es Verfolgern zumindest etwas schwerer machen, hier herüber zu kommen. Dann blickte sie zu ihren Gefährten: "Also gut, gehen wir."
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Garridan

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #641 am: 30.05.2019, 13:46:40 »
Die Magie der Stäbe hatte ihn wieder mit Kraft versorgt und auch die Zweifel vertrieben, ob es klug war, direkt weiter zu gehen. Aber die Zeit drängte, also zögerten sie nicht lange. Unten angekommen blieb jedoch alles ruhig, Garridan war verblüfft, er hatte anderes erwartet. Jehanna konnte wieder einmal mit ihrer seltsamen Magie helfen, es war gut, dass sie mitgekommen war.

"Ich möchte erst einen Blick in diese Fässer werfen, warum stellt man hier Fässer mit Wasser hin, wo doch überall Wasser ist?"
Also ging er vorsichtig zu den Fässern und warf einen blick hinein. Dann ließ er ein Steinchen in das Wasser fallen, um zu sehen, ob es so nach unten sank, wie er es im Wasser erwartete[1]. Die Waffe hatte er dabei in der Hand, vielleicht steckte da ja etwas anderes drin, das auf sie wartete.
 1. Perception 15
« Letzte Änderung: 30.05.2019, 13:50:36 von Garridan »

Jehanna Grau

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #642 am: 30.05.2019, 22:13:51 »
Jehanna besah sich das strömende Wasser und sagten dann zu ihren Gefährten: "Lasst mich euch die Planke von dort hinten herholen, damit sollte es leichter werden hier herüber zu kommen. Es wird nicht ganz einfach werden und wahrscheinlich auch nicht so stabil wie eine echte Brücke, aber immer noch besser als dort durch schwimmen zu müssen." Sollte keiner ihrer Gefährten eine bessere Idee haben, würde sie genau diesen Plan in die Tat umsetzen und ihren Gefährten eine Brücke über das Wasser bauen.
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Arashi

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #643 am: 02.06.2019, 18:05:46 »
Arashi interessierte sich sehr für den Raben. War es ein normales Tier gewesen?[1] Dann könnte er vielleicht durch Magie verändert gewesen sein. Arashi war immerhin auch in der Lage seine Gestalt zu ändern, aber er würde sich wohl nach seinem Tod wieder zurück verwandelt, dachte sich der Druide, auch wenn er nicht sicher war. Aber egal was, es war unglaublich praktisch als Tier Zauber wirken zu können, dass musste Arashi im Hinterkopf behalten...

Danach folgte er dem Weg wieder zurück. An den Treppen unten angekommen ächzt der Druide etwas, immerhin war er nicht mehr der Jüngste. Anscheinend hatten Garridan und die anderen alles im Griff so hielt er sich einfach zurück und wartete darauf was Garridan in den Fässern finden würde.
 1. Wissen (Natur): 23

Garridan

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #644 am: 03.06.2019, 11:44:02 »
Als er erkannte, dass es doch nur Fässer mit Wasser waren, entspannte sich Garridan. Jehannas Vorschlag klang gut, also nickte er und half falls nötig dabei, das Brett zu holen und zu platzieren. Als es dann lag ging er vor, um die Stabilität zu prüfen und dann weiter zur Tür.[1]
 1. Acrobatik 10 Nehmen: 21
« Letzte Änderung: 03.06.2019, 12:13:30 von Garridan »

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