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Autor Thema: Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten  (Gelesen 34460 mal)

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Jehanna Grau

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #780 am: 30.10.2019, 09:13:22 »
Jehanna duckte sich weg, da sie sich so nah an dieser mächtigen Feindin sichtlich unwohl fühlte. Die lange Übung in den Straßen erlaubte es hier dank der magisch beschleunigten Schritte an ihren Gefährten verbei und ohne sich eine Blöße zu geben aus der Reichweite ihrer Widersacherin zu huschen.[1] Dort angekommen griff sie sich einen der Pfeile der Oni, der dort auf dem Boden lag mit ihrer Telekinese und nutze ihre eigene Geschwindigkeit um ihn in einer eleganten Drehung direkt auf das Gesicht der hässlichen Ogerfrau zu schleudern.[2]
 1. Move mit Tumble 30, 1xW und 1xSW und 1xW
 2. Kritischer Angriff (32, Bestätigung 25): 46 Schadenspunkte (26 unbestätigt)
« Letzte Änderung: 30.10.2019, 09:14:56 von Jehanna Grau »
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Mondragor

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #781 am: 30.10.2019, 10:03:37 »
Der arrogante Gesichtsausdruck auf Kimandatsus Fratze wich schlagartig tiefem Schrecken, als ihr eigener Pfeil, von Jehannas Kräften beschleunigt, mitten auf ihre Schläfe traf.
"Das werdet Ihr büüü...." brachte sie noch über die Lippen, bis die Signale, die ihr Hirn nun nicht mehr sandten, erstorben waren. Der Pfeil war zur Gänze im Schädel des riesigen Ogers verschwunden, als ihre Beine schließlich den Dienst versagten und die massige Gestalt wie ein nasser, sehr, sehr großer Sack auf den Boden fiel und mit einem donnernden Platschen im künstlichen Teich zum Liegen kam. Einer der Koi, der durch den Aufprall aus dem Becken geschleudert worden war, zuckte im Todeskampf auf den kalten Steinfliesen, und die Hälfte der Helden war getränkt vom Wasser, das durch den gesamten Raum gespritzt war, doch sie nahmen es kaum wahr, denn die Oni war besiegt!

Nur wenige Momente später, bevor sie noch wirklich realisiert hatten, was gerade passiert war, tauchte im Gang auf der gegenüberliegenden Seite Uksahkka auf, die einen abgemagerten Mann stützte: Ulf Gormundr war noch am Leben. Sie hatten auf ganzer Linie gesiegt, auch wenn es kein einfacher Sieg gewesen war!

~~~

In dem Moment, in dem Kimandatsu fiel, spürte Garridan, wie eine große Anspannung von ihm abfiel, und sein Geist wieder frei von äußeren Einflüssen war. Auch Suishen löste die Kontrolle, die es über ihn ausgeübt hatte, doch Garridan wusste nun, dass die Macht des Schwertes einen Preis hatte: Nur eine immense Willensanstrengung hätte es davon abhalten können, Garridan zu kontrollieren. Doch Suishen zeigte sich äußerst gut gelaunt in einer mentalen Unterhaltung, die die beiden nun führten, und teilte dem verdutzten Menschen mit, dass er sich durch die Sieg über die Oni, einen Erzfeind der Familie Amatatsu, als würdig erwiesen habe, über Suishens weitere Kräfte verfügen zu können.[1]
 1. Suishen hat folgende Powers, die auf den Träger wirken:

Solitaire

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #782 am: 30.10.2019, 10:25:36 »
Hatte sie sich einen Moment zuvor noch gefragt, wie sie wohl mit diesem mächtigen Gegner fertigwerden sollten, so zeigte Jehanna ihnen, dass es manchmal auch ganz einfach sein kann. Genau im richtigen Augenblick gelang ihr ein spektakulärer Treffer, der Kimandatsu zu Boden schickte. Einige Herzschläge lang stand Solitaire einfach nur da und starrte gebannt auf die Wunden der Oni. Sie hatten sich zuvor schon einmal geschlossen, daher war sie sich nicht sicher, ob sie es nicht wieder tun würden. Aber als dann endlich klar war, dass sie wirklich tot vor ihnen lag, atmete die junge Frau erleichtert aus.

"Puh, das war ein ziemlicher Brocken. Guter Wurf, Jehanna. Oder wie auch immer Du das nennst, was Du da machst."

Als sie sich dann auch wieder auf andere Dinge konzentrieren konnte, wirkte Solitaire einen kleinen Zauber, um sich die Magie im Raum anzusehen[1].

"Und das muss Ulf sein..." bemerkte sie, als Uksahkka mit dem arg geschwächten Mann wieder auftauchte. "Du hast bestimmt einiges zu erzählen..."
 1. Detect Magic
« Letzte Änderung: 30.10.2019, 12:03:04 von Solitaire »

Arashi

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #783 am: 30.10.2019, 16:59:26 »
Mit einem lauten platschenden Laut ließ Arashi sich mit dem Hintern zuerst auf den Boden fallen. Vor Schmerzen verzog er sein Gesicht, als er merkte, dass es keine gute Idee zu ist zu testen wie schmerzempfindlich so ein Steißbein sein kann. Gepresst entlässt er wieder die Luft aus seinen Lungen.

"Jajaja, gute Wurf.... aber bei Gozreh salzigen Furzen, dass war nun echt kein Spaß... Wer weiß, etwas weniger Glück und wir würden vor Pharasma stehen.

Aber was essen könnte ich jetzt, weiß ja nicht wie es bei euch steht, aber verdammt ich habe Hunger. Kann kaum stehen."
, bei diesen Worten stemmt er sich mühsam mit beiden Händen vom Boden hoch. Und steht unsicher auf seinen Boden.

Garridan

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #784 am: 31.10.2019, 10:43:53 »
Garridan spürte den Tod Kimandatsus unmittelbar, denn diese unsichtbare Barriere, die sein Handeln eingeengt hatte, war plötzlich fort. Der Triumph über ihren Sieg ließ ihn zunächst all die Schmerzen vergessen, die ihm die heftigen Wunden bereiteten. Aber dieser Zustand hielt nur kurz an, dann drangen die Schmerzen wieder in sein Bewusstsein und er merkte, wie erschöpft er war, körperlich, aber auch mental. Also sank er schon wieder erschöpft zu Boden, es war nicht das erste Mal in den letzten Tagen.

Als sich dann Suishen  meldete, zuckte er zunächst innerlich zusammen. Die Erinnerung an die Macht des Schwertes, das ihm seinen Willen aufgezwungen hatte, war noch sehr präsent. Aber diesmal war es anders, es war eine Art Anerkennung, auch wenn der bittere Beigeschmack blieb, dass nicht er es war, der es geschafft hatte, sondern die Waffe. Aber sie hatten es auch mit einem mächtigen Gegner zu tun gehabt, dachte er sich und schob den Gedanken an sein Versagen beiseite. Er blieb dort erst einen Moment sitzen.

Dann erst bemerkte er Uksahkka und Ulf Gormundr und langsam rappelte er sich wieder auf. Essen, das klang nach einer guten Idee. "Kommt, suchen wir uns einen freundlicheren Ort zum Essen und Ausruhen. Ich glaube für den Moment haben wir etwas Ruhe. Vielleicht können wir ja auch nach draußen gehen, etwas frische Luft und Sonne können nicht schaden"
« Letzte Änderung: 31.10.2019, 10:47:11 von Garridan »

Solitaire

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #785 am: 31.10.2019, 14:26:09 »
"Ich denke, eine längere Pause würde uns auch gut tun. Oben gab es ja auch eine Küche und Vorräte, da können wir uns bestimmt bedienen. Ich glaube nicht, dass jemand etwas dagegen hätte."

Die Varisierin machte sich dann auch daran, die Wertgegenstände einzusammeln und zu verstauen, die ihre Gegner ihnen zurückgelassen hatten. Nur die großen Waffen und die Rüstung der Oni ließ sie dabei außen vor, da sie einfach zu sperrig waren.

Sie deutete dann vor allem auf die große "Keule" und meinte: "Kann die jemand mitnehmen? Die passt so nicht in meinen Beutel, fürchte ich."

"Wie sollten uns auch mal überlegen, was wir mit dem ganzen Zeug hier machen wollen, was sich mittlerweile angesammelt hat. Das wird schon ein paar Münzen einbringen, da bin ich sicher. Wir sollten das in einer ruhigen Stunde mal durchgehen und verteilen und den Rest dann verkaufen und das Gold auch aufteilen."

"Und vielleicht sollten wir uns die ganze Anlage hier auch nochmal ein wenig genauer ansehen, da gibt es bestimmt noch Sachen, die wir liegengelassen haben und die man ebenfalls gut verkaufen könnte. Allerdings sind oben auch ein paar Wachen geflohen, wir sollten uns also nicht ewig Zeit damit lassen. Aber lasst uns jetzt erstmal etwas zu Essen organisieren, dann sehen wir weiter."

An Uksahkka gewandt sagte sie noch: "Was ist denn da hinten gewesen?" Sie deutete dabei auf die Geheimtür. "Vielleicht sollten wir da auch nochmal einen Blick reinwerfen."

Zu guter Letzt sagte sie noch zu Ulf: "Deine Ausrüstung und Dein Schwert haben wir auf dem Weg hierhin auch gefunden und mitgenommen. Du bekommst die Sachen natürlich wieder. Wenn Du möchtest, kannst Du sie jetzt gleich haben, oder wir sorgen erstmal dafür, dass Du auch etwas Anständiges zu Essen bekommst."

Mugin Sanderbarrel

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #786 am: 31.10.2019, 22:10:42 »
Endlich konnten sie aufatmen. Die letzen Stunden waren immer erschöpfender und bedrohlicher geworden. Nachdem die Ogerin ihren letzten Atemzug genommen hatte, lehnte sich Mugin erschöpft gegen die Flanke des Eidolons. Sie mochte zwar unendliche Ausdauer besitzen, aber über ihn konnte man das nicht sagen. Als dann auch Ushakka und Ulf auftauchten wirkte es fast wie ein Happy End aus einer Geschichte. "Cliff hätte dies sicher auch so beschrieben," fiel Mugin ein.

"Ja, etwas zu essen und zu trinken wäre eine tolle Idee. Ich weiß nicht wie ihr das seht, aber wir haben wohl auch Grund zu feiern. Wir haben Ulf lebendig gefunden und auch Suishen zurückgeholt, Erfolg auf ganzer Linie!"

Mondragor

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #787 am: 02.11.2019, 13:00:21 »
Ulf Gormundr wirkte erschöpft, aber glücklich, als er den Leichnam der Oni erblickte und realisierte, was hier passiert war. Eine schnelle Untersuchung der hinteren Räume ergab nichts weiter als einen kleinen Kerkertrakt, in dem Gormundr offenbar gerade eben genug Wasser und Nahrung bekommen hatte, um am Leben zu bleiben. Sonst war dort nichts zu finden. Als Ulf das Wort "Essen" hörte, leuchteten seine Augen und sobald er einen Bissen angeboten bekam, verschlang er ihn in Windeseile. Erst als er sich ein wenig den Magen gefüllt hatte, wurde er langsam aufnahmefähig für etwas anderes.

"Viel kann ich euch nicht erzählen." begann er. "Nur dass die Reifläufer vor einiger Zeit begannen, alle Führer, die die Passage über die Krone der Welt beherrschen, an sich zu binden. Es hatte schlicht den Anschein, als ob sie das Monopol über die Handelsroute erlangen wollten, was an sich ja sogar verständlich ist. Ich bin aber ein Freigeist und möchte selbst entscheiden, wen ich führe oder nicht, also habe ich dankend abgelehnt. Mehrfach. Irgendwann wurde ich dann überfallen und verschleppt - so direkt hatte ich das damals nicht mit den Reifläufern in Verbindung gebracht, bis ich Thorborg dort gesehen habe. Und dann habe ich auch gleich gemerkt, dass es da nicht ganz mit rechten Dingen zugeht, denn das da" - er zeigte auf den Leichnam der Oni - "hat mit einer normalen Handelsgilde nicht viel zu tun.

Sonst kann ich euch nicht viel erzählen. Sie haben mich dort hinten eingesperrt, nicht einmal befragt, und irgendwann kam Uksahkka und hat mich aus der Zelle geholt."


Nachdem der Führer etwas zu Kräften gekommen war, nahm er seine Ausrüstung, die die Gefährten für ihn mitgenommen hatten, dankbar wieder an sich. "Jetzt würde ich aber wirklich gerne mal wieder Sonnenlicht sehen. Ich weiß nicht einmal, welche Tageszeit gerade ist! Also ich würde gerne nach draußen gehen und dort rasten, wenn das für euch in Ordnung ist."

Solitaire

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #788 am: 02.11.2019, 13:16:05 »
"Das klingt dennoch interessant," sagte Solitaire "Es geht hier ja offensichtlich nicht nur um Handel. Sie wollen verhindern, dass jemand diesen Weg beschreitet. Aber darüber können wir uns später noch den Kopf zerbrechen. Jetzt sollten wir uns erstmal überlegen, wie wir hier wieder rauskommen. Es scheint ja nur den einen Weg zu geben, und vor der Tür sind immer noch diese beiden Statuen. Ich könnte die Gestalt von Thorborg annehmen und sehen, ob sie dann brav in ihren Ecken bleiben. Aber sonst fällt mir spontan auch nicht viel ein."

Jehanna Grau

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #789 am: 02.11.2019, 13:29:17 »
Jehannas Augen glühten noch immer von der Kraftanstrengung, die sie ihrem Körper zugemutet hatte, auch wenn der Kampf jetzt ausgestanden war. Also sammelte sie sich für einen Augenblick und konzentrierte sich, um das Glühen zu vertreiben, auch wenn es ihr alles andere als leicht fiel. Doch schließlich war es gelungen und obwohl sie noch immer etwas schwer atmete und das Hoch des Adrenalins in ihren Adern nur langsam abflaufen spürte, mischte sie sich doch schließlich in das Gespräch ein: "Wir könntent doch einfach hier unten ausruhen und zu Kräften kommen oder nicht? Die Statuen werden vorübergehend uns schützen, wenn sie noch aktiv sind. Und wenn nicht haben wir nur einen Ausgang zu verteidigen."
An Uksahkka gewandt fügte sie hinzu: "Damit dürfte zumindest unser Geschäft erledigt sein, nicht wahr? Belende wird sich freuen."
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Mugin Sanderbarrel

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #790 am: 02.11.2019, 21:48:14 »
"Meint ihr das ich wirklich nötig?" fragte Mugin die Beiden. "Die Statuen haben schon seit geraumer Zeit Ruhe gegeben, vielleicht hat das Ableben ihrer Meisterin sie ja wieder zu normaler Verzierung gemacht. Wie wäre es denn wenn wir meine Dienerin hier mal nachsehen lassen. Immerhin ist sie unbeschadet aus dem Kampf gekommen."
Der Gnom machte eine Handbewegung Richtung der verschlossenen Tür, allerdings wartete das Eidolon die Antworten der Gruppe ab.

Mondragor

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #791 am: 03.11.2019, 16:38:42 »
Nachdem die Gruppe schließlich zugestimmt hatte, öffneten sie die Tore wieder und das Eidolon testete, was geschah, wenn sie in die Nähe der beiden Statuen trat. Was immer es war, das sie hatte angreifen lassen - vielleicht die Befehle der Oni oder eine andere Form der Magie - schien nun erloschen zu sein und die Gefährten konnten sie auf dem Weg hinaus ungestört passieren.

Obwohl sie unten womöglich etwas sicherer waren als draußen, wollte der größte Teil der Gruppe endlich wieder an die frische Luft und aus der Beklemmung des Kellergewölbes hinaus. Sie waren beinahe ein wenig erstaunt, dass draußen immer noch heller Tag war, denn es kam ihnen wie eine Ewigkeit vor, dass sie mit dem Karren den Weg hier hoch genommen hatten. Nachdem sie sich zumindest oberflächlich vergewissert hatten, dass keine Feinde ihnen mehr in den Rücken fallen konnten, ließen sie sich an dem kleinen Teich nieder und begannen damit, ihre Verwundungen näher in Augenschein zu nehmen und Proviant auszupacken. Sie saßen erst kurze Zeit dort, als sie aus dem Tal eine einzelne Figur auf sich zukommen sahen, doch noch bevor sie zur Waffe greifen konnten, erkannten sie schon, dass es sich um Lute Haggersly handelte, den Kaufmann, den sie aus der Feste gerettet hatten.
Der Mann hatte sich wie vereinbart hier draußen ein Versteck gesucht und war sichtlich erleichtert, dass die Gruppe weitgehend unversehrt wieder hier erschienen war.

Nun mussten sie entscheiden: Wie lange wollten sie rasten? Wollten sie alle Schätze plündern, oder zunächst einmal in die Stadt zurückkehren?

Solitaire

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #792 am: 03.11.2019, 18:32:58 »
Solitaire war erfreut, dass der Kaufmann während sie Rabenfels weiter erkundet hatten, auf der Suche nach dem entführten Ulf Gormundr und dem Schwert Suishen, hier draußen in seinem Versteck sicher gewesen war. Man merkte ihm die Erleichterung an, als sie wieder aufeinandertrafen, und man konnte ihn nun auch beruhigen, denn die Sache war hier vor Ort wohl ausgestanden und sie würden ihn zurück nach Kalsgard begleiten können. Für sie würde es aber nur eine weitere Zwischenstation sein, um sich wieder mit Ameiko und den anderen zusammenzufinden, denn ihre Reise war hier noch lange nicht zuende. Aber sie hatten einiges vorzuweisen und auch einiges zu berichten.

Jetzt brauchten sie aber wirklich ersteinmal eine längere Pause, um wieder zu Kräften zu kommen. Danach, so jedenfalls Solitaires Vorschlag, sollten sie sich zumindest noch etwas Zeit nehmen, um die wertvolleren Dinge aus Rabenfels auf den Wagen zu laden. Die Schatzkammer im Keller, sowie das Laboratorium standen dabei auf jeden Fall weit oben auf der Liste. Eigentlich könnte man sich ihrer Meinung nach auch die Zeit nehmen, alles gründlich zu durchsuchen, aber sie konnte auch verstehen, wenn andere nicht allzuviel Zeit mehr hier vor Ort verbringen wollten.

Rumar Endan

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #793 am: 06.11.2019, 04:08:20 »
Fast hatte Rumar die Hoffnung schon verloren gehabt. Kimandatsu war ein so mächtiger Gegner, dass sie trotz aller Anstrengung kaum Schaden angerichtet zu haben schienen. Selbst Garridan, der Suishen geführt hatte, war von ihr gerichtet worden. Der alte Mann war am Ende seiner Kräfte und er war nicht alleine damit. Da kam Jehannas plötzlicher Angriff nicht nur überraschend, sondern auch zur rechten Zeit. Der Kampf war beendet und die Oni besiegt. Endlich. Rumar erlaubte sich, sich hinzusetzen und einen Moment auszuruhen. Ihm war es egal, dass sie vielleicht noch nicht sicher waren. Er war alt und brauchte einen Moment, um wieder zu Kräften zu kommen. Zum Glück stellte sich schnell heraus, dass keine weiteren Gegner mehr auf sie warteten und selbst die Statuen keine Gefahr mehr darstellten. Sie schienen also tatsächlich sicher zu sein und gesiegt zu haben.
Doch damit nicht genug: Uksahkka hatte einen Mann im Schlepptau, der sich als Ulf Gormundr herausstellte. Er war also auch noch am Leben, wenn auch in schlechter Verfassung. Das waren sie nun allerdings alle, weshalb der Vorschlag, sich auszuruhen und etwas zu Essen von Rumar gerne angenommen wurde. Zusammen verließen sie also diesen Kerker und kehrten endlich an die Oberfläche zurück. Das Orakel atmete die frische Luft tief ein und genoss einen Moment einfach nur das Licht, den Wind und die frische Luft. Kurze Zeit später war er aber voll dabei, sich mit etwas Essen zu stärken und sich einige Minuten einfach nur auszuruhen. Doch nicht lange, denn der alte Mann war Heiler durch und durch. Nachdem er den Dreck am nahen Teich mit etwas Seife abgewischt hatte, holte er auch schon seine Heilertasche raus und bot jedem eine schnelle aber notwendige Versorgung an. "Zumindest die Wunden sollten gesäubert und versorgt werden." meinte er.[1] Natürlich vergaß er auch die Geretteten nicht.
Schließlich galt es aber zu entscheiden, wie sie weiter vorgehen sollten. Es gab einige Möglichkeiten, was sie jetzt tun konnten. Er nickte Solitaire zu, auch wenn er selbst kein materieller Mensch war und viele Jahre am Existenzminimum gelebt hatte um die Kranken und Hilfsbedürftigen unterstützen zu können. "Wenn wir Ameiko weiter unterstützen wollen, brauchen wir gute Ausrüstung. Wir sollten Rabenfels durchsuchen und alle Dinge mitnehmen, die sich verkaufen lassen und nicht zu viel wiegen oder zu sperrig sind." Zwar wollte Rumar eigentlich so schnell wie möglich in die Stadt zurückkehren und diesen Ort wieder vergessen aber gleichzeitig erkannte er, dass sie alle Unterstützung brauchten, die sie für ihr weiteres Vorgehen nötig hatten. Nach allem was sie erfahren hatten, würden noch weitere und vermutlich gefährlichere Gegner auf sie warten.
 1. Weiß nicht ob ich überhaupt würfeln soll

Mondragor

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #794 am: 10.11.2019, 20:04:16 »
Gesagt, getan: Nachdem sich die gesamte Gruppe ausgeruht, gestärkt und die Wunden versorgt hatte, begann man gemeinsam mit der konsequenten Durchsuchung der Festung. Nach und nach versicherte die Gruppe sich, dass keine Feinde mehr dort versteckt waren (mit Ausnahme des Trolles, den sie nun sich selbst überließen) und schafften alle wertvollen Dinge nach draußen, wo sie auf den Wagen verladen wurden.
Nun, da sie etwas Zeit hatten, fanden sie noch einige weitere Preziosen[1], und als sie am wenigsten damit rechneten, entdeckte Solitaire in dem Kamin in der Turmspitze noch ein Paar abgenutzt aussehende Stiefel, die sich jedoch als magisch erwiesen.[2]

Schließlich waren sie überzeugt, dass sie wohl nicht mehr viel übersehen haben konnten, und sie begannen ihre Reise zurück nach Kalsgard. Da der Karren voll beladen mit Beute war, musste der größte Teil der Gruppe zu Fuß gehen; doch auch so hatten die Zugtiere einiges mit der schweren Ladung zu tun.
Während der Reise unterhielten die Helden sich mit Lute, Uksahkka und Ulf und versuchten, noch etwas mehr über die Hintergründe der gefrorenen Schatten zu erfahren. Viel jedoch konnten sie nicht erfahren, und es war schnell deutlich, dass niemand der drei etwas über die Oni oder etwas davon, was in Tian Xia vor sich ging, wusste.

Ulf war überglücklich, endlich wieder in Freiheit zu sein, und als die Gruppe andeutete, dass sie ihr Weg als nächstes wohl über die Krone der Welt führen würde, ließ der Mann gar nicht erst Widerrede aufkommen, sie als Führer zu begleiten. Lute hingegen war völlig überwältigt von den Erzählungen der anderen. Dass die Reifläufer nicht nur die Front für eine Diebesgilde darstellten, sondern auch noch mit offensichtlich dämonischen Wesen im Bunde war, schockierte ihn sichtlich. Nachdem die Basis der Gilde nun jedoch zerstört war, gelobte er, dass er die Kunde im Rat der Stadt verbreiten würde. Die übrigen Machenschaften der Reifläufer mussten aufgedeckt und gestoppt und ihre Helfer dingfest gemacht werden. Endlich würde Kalsgard wieder ein Ort freien Handels werden - und Lute wollte seine Dankbarkeit auch in barer Münze zeigen und bot der Gruppe an, dafür zu sorgen, dass sie ihre Beute für einen sehr guten Preis würden verkaufen können. Außerdem bot er ihnen an, auf alles, was sie bei ihm kaufen wollten, einen Nachlass von 20% zu geben; und er würde alle seine Händlerkollegen dazu auffordern, es ihm gleichzutun.

Es war schließlich bereits Nacht, als die illustre Gemeinschaft die Tore Kalsgards passierte und nun hoffentlich erst einmal sicher war vor weiteren Angriffen. Ihre Mission jedoch hatte gerade erst begonnen - sie mussten zurück zu Ameiko, ihr Suishen bringen und sich auf den nächsten Teil der Reise vorbereiten.
 1. Ich habe für euch alle gemeinsam einen Wurf gemacht, der zusätzlich Beute im Wert von 11800 Gold erbracht hat.
 2. Boots of the Winterlands.

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