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Autor Thema: Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten  (Gelesen 5546 mal)

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Mugin Sanderbarrel

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #105 am: 07.03.2018, 20:14:57 »
Mugin wäre fast die Kinnlade heruntergefallen als er die Worte des Fremden hörte. Das musste entweder ein Trick oder Schicksal sein. Wenn es nach ihm ginge hätte er sich am liebsten offen mit dem Neuankömmling über dessen Mission unterhalten und so herausgefunden was dieser wusste, aber hier ging es immerhin um Ameikos Sicherheit.
"Das klingt nach einer schwierigen Mission die ihr da habt," richtete er sich dann schließlich an Arashi. "Wir selbst werden demnächst mit einer Händlerkarawane nach Tian aufbrechen. Vielleicht könntet ihr ja später uns über eure Reise berichten, ein paar Informationen und Tipps über den Weg wären gerne gesehen. Aber unser Gespräch mit Herrn Snaevald ist doch eher vertraulicher Art." Dabei schaute der Gnom hoch zu dem alten Mann. "Und ich versichere Euch das wir nichts mit einem Arvid zu tun haben."

Mondragor

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #106 am: 11.03.2018, 17:51:29 »
"Nun gut. Wo sind meine Manieren?" äußerte Snaevald, scheinbar zu einer Entscheidung gekommen. "Lasst uns in den Hauptraum gehen!"
Der alte Nordländer bat sämtliche Besucher durch die Tür in einen großen Wohnraum, der eine angenehme Gemütlichkeit verströmte. An einer Seite des Raumes befand sich ein Kamin, der im gesamten Raum eine wohlige Wärme verströmte, und vor dem mehrere gespolsterte Stühle platziert waren. Oberhalb des Kamins war einiger Wandschmuck angebracht, darunter auch die eine oder andere Waffe, wie Mugin feststellte.
Auf der anderen Seite war eine lange Tafel aufgestellt, an der offenbar die Mahlzeiten eingenommen wurden, und die sicherlich Platz für mindestens ein Dutzend Personen bot. Zwei weitere Türen führten aus dem Raum, eine davon offenbar in die Küche, denn dort huschte gerade eine Magd hinein, der ein duftender Dampfschwall entgegenströmte.

"Eric, würdest du meinen Gast in den Lesesaal führen?" sprach er einen der Diener, die hier herumwuselten mit einer Geste auf Arashi an. "Ihr könnt dort gerne warten, bis ich mit meinem Gespräch fertig bin. Danach sehen wir, ob ich Euch weiterhelfen kann.

Und Ihr"
, damit sprach er die übrigen Besucher an, "könnt hier am Kamin Platz nehmen; hier können wir in Ruhe sprechen. Möchtet Ihr etwas trinken?

Also, ein Schwert sucht ihr."
sprach er weiter, als die Gäste ihre Wünsche geäußert und Arashi den Raum verlassen hatte.[1] "Von einer Familie aus Tian. Wie es der Zufall so will, bin ich tatsächlich Sammler und habe bereits mehrere besondere Schwerter erstanden, auch von Reisenden aus Tian. Ich zahle jedoch in Gold - was die Verkäufer mit diesem dann machen, kümmert mich nicht. Eine Weiterreise habe ich noch nie organisiert. Doch erzählt mir mehr über dieses Schwert, das ihr sucht. Vielleicht erinnere ich mich, ob es durch meine Hände ging."
 1. Solltest du irgendwie lauschen wollen, kannst du das gerne versuchen, nachdem der Diener dich ebenfalls nach Getränkewünschen gefragt hat. Dazu bräuchte ich eine Heimlichkeitsprobe.

Arashi

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #107 am: 11.03.2018, 18:41:11 »
"Aber natürlich warte ich gerne, auf den Abschluss ihren Gesprächs.", wendete sich Arashi an den Ulfen. Doch der Gnom hatte Arashi schon mehr Hoffnungen gemacht als er jemals zu vermuten gewagt hatte.
"Doch bevor ich euren Geschäften aus dem Weg gehe, wäre ich natürlich interessiert wo eure Karawane gerade lagert. Dann komme ich gerne nach meinem Gespräch zu euch und kann euch gerne ein parar Tipps geben um euren Weg nach Tian sicher zu beschreiten."

Shuo

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #108 am: 13.03.2018, 13:14:58 »
"Wart doch einfach bis wir fertich sin. Wir können dann vor der Tür zusammen losgehn. Ne Taverne oder so. Da redn wir gleich oder was sagst du?" Sein Blick wanderte zu Mugin, bevor Arashi aus dem Raum gebeten wurde.

Mugin Sanderbarrel

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #109 am: 14.03.2018, 14:42:43 »
Mugin sah sich im Raum um und bemerkte die verschiedenen Waffen im Raum hängen. Zuerst dachte er darüber nach diese zu inspizieren, aber dann viel ihm auf, dass wenn Snaevald das gesuchte Schwert geheim halten wollte, würde er es ganz bestimmt nicht in seinem Wohnzimmer aufhängen. Zudem schien der alte Mann sehr offen und ehrlich. Er setzte sich wie angeswiesen und bestellte sich einen Becher Wasser, immerhin war es noch früh am Tag.

Nach Shuos etwas grober Bemerkung zuckte Mugin nur mit den Schultern und warf Arashi einem versöhnlichen Blick zu.

Das Eidolon nutze die Chance die aus der Küche kommenden Gerüche zu untersuchen. Als Eric mit den Bestellungen durch die Tür verschwand luckte sie neugierig hinein.


Garridan

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #110 am: 14.03.2018, 18:21:23 »
Garridan fand die Situation zunehmend wunderlicher. Dieser Mann, der sie verfolgt hatte, oder auch nicht, der nun auch noch dasselbe Ziel wie sie hatte, all das konnte er nicht durchschauen. Und der Händler, das Gespräch hier so zwischen Tür und Angel zu führen war ebenfalls seltsam. Vielleicht wollte er ja seine Position bei den Gesprächen verbessern, er ahnte sicher schon, worum es gehen sollte. Er war überraschend wenig überrascht gewesen, immerhin lag der Handel schon sehr lange zurück. Was sollten Sie jetzt tun? Am besten wohl warten, bis dieser Mann aus Tian im Nebenraum verschwunden war. Dann wäre es sicher einfacher, von dem gewitzten und erfahrenen Händler nicht über den Tisch gezogen zu werden. Er nickte also nur als Reaktion auf Shuos Worte. Er wusste zwar nicht, wie diese bei dem Fremden angekommen waren, schließlich war Shuos Art gewöhnungsbedürftig. Aber auch das war ihm im Moment egal. Also nahm er Platz und versuchte sich auf das Gespräch zu konzentrieren.

Arashi

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #111 am: 15.03.2018, 15:01:44 »
Arashi war hier richtig, das spürte er irgendwie. Bisher hatte ihn jeder obgrund der merkwürdigen Eröffnung des Gespräches ausgelacht oder dämliche Scherze auf Kosten des "alternden Greises" gemacht. Doch hier traf er eher auf entsetzten bei dem Gnom.

Doch mehr verwunderte ihn der Mann aus Tian. Auch wenn er nun erst wieder seit kurzer Tag die Handelsprache hörte klang seine Aussprache doch sehr merkwürdig. Doch ihm sollte es egal sein. Flynn konnte er immer noch besuchen, wenn sich diese Gruppe als die Falsche herausstellen würde. So verbeugte er sich gegenüber dem Mann, der vielleicht der rechtmäßige Führer von Minkai war: "Es wäre mir eine Ehre auf das Ende eures Gespräch zu warten, Herr. Gerne schließe ich mich euch an."

Er drehte sich um und folgte dem Diener, bevor die Gruppe es sich anders überlegen konnte. Er würde einfach warten glücklich, dass er vielleicht eine Chance haben würde seine Aufgabe zu erfüllen.

Mugin Sanderbarrel

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #112 am: 16.03.2018, 18:32:52 »
Mugin wartete ab bis sich alle gesetzt hatten und etwas zur Ruhe gekommen waren. "Nun wie ihr ja bereits wisst suchen wir nach einem ganz speziellen Schwert. Es heißt Suishen und wie gesagt habt ihr es von einem Mann aus Tian bekommen." Der Gnom beschrieb dem Händler das Schwert so genau wie möglich, verschwieg aber die Tatsache das es intelligent war. "Wenn ihr es noch habt würden wir es uns gerne ansehen."

Mondragor

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #113 am: 17.03.2018, 17:00:36 »
Der alte Händler hatte es sich inzwischen in einem besonders weich aussehenden Sessel bequem gemacht und mehrere Diener hatten dampfendes, frisch gebackenes Brot und Bier gebracht. "Bedient euch!" forderte Fynn Snaevald seine Gäste auf und hörte sich dann die Ausführungen des Gnoms an.

"Suishen, soso. Ich habe mir fast so etwas gedacht, denn ich habe genug erlebt in meinem langen Leben, um nicht mehr an Zufälle zu glauben.
Der Name sagt mir in der Tat etwas; vor vielen, vielen Jahren habe ich es einem Reisenden aus Tian abgekauft. Ich habe sofort gespürt, dass es ein besonderes Schwert ist, und viele Jahre hatte es einen Ehrenplatz hier über dem Kamin, vor dem wir jetzt sitzen.

Doch ihr seid nicht die ersten, die nach dem Schwert suchen, und leider waren eure Vorgänger nicht so zuvorkommend wie ihr. Vor wenigen Wochen erst kam ich nach Hause, nur um meine Bediensteten ermordet vorzufinden - alle bis auf einen, der mir mit seinen letzten Zügen berichtete, was vorgefallen war. Eine Gruppe schwarzgekleideter, maskierter Einbrecher war eingedrungen und hatte jeden getötet, der sich ihnen in den Weg gestellt hatte. Gestohlen haben sie nur das Schwert.
Immerhin waren nur wenige meiner Leute im Haus."

Mugin Sanderbarrel

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #114 am: 17.03.2018, 21:19:17 »
"Ich bedauere euren Verlust," sagte der Gnom mit ernster Miene. "Könnt ihr uns vielleicht noch etwas mehr über die Angreifer sagen? Sie trugen nicht zufällig goldene Armreifen?" Mugin bediente sich an dem Brot und versuchte seine Gedanken zu ordnen. Snaevald war ihre einzige Spur zum Schwert gewesen, wie sollten sie bloß diese mysteriösen Angreifer aufspüren?

Garridan

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #115 am: 18.03.2018, 16:50:57 »
Das hatte er nicht erwartet. Offenbar war hier etwas ins Rollen gekommen, dass größere Kreise zog. Vielleicht hatten sie es ja auch ins Rollen gebracht. Dennoch, auch diesmal war die Reaktion des Mannes ihm etwas zu gleichgültig. Immerhin hatten die Diebe ihm einen sehr wertvollen Besitz aus seinem Haus geraubt und seine Leute getötet. Aber vielleicht tat er ihm ja auch unrecht. Er war ein alter, kluger Mann, wieso sollte er sich vor einem Haufen Fremder offener äußern. Sie könnten ja auch mit den Dieben unter einer Decke stecken und versuchen, herauszufinden, was der Altem Mann wusste. Also wartete Garridan zunächst auf die Antwort des Mannes, bevor er weitere Fragen stellte.

Mondragor

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #116 am: 18.03.2018, 20:00:56 »
"Von Armreifen weiß ich nichts." antwortete der Händler mit grimmiger Miene. "Einer der Eindringlinge, der wohl der Anführer war, soll sehr viel größer als die anderen gewesen sein. Ich habe den Wachmännern den Raub natürlich angezeigt, aber getan hat sich nichts."

Fynn schien eine Weile nachzudenken, um dann zu einem Entschluss zu gelangen.
"Ich möchte euch einen Vorschlag machen. Ihr kommt nicht von hier, deshalb kennt ihr euch mit unseren Gesetzen wahrscheinlich nicht aus - aber ich greife vor.
Ich muss zugeben, dass ich das Schwert nicht wirklich gewürdigt habe. Als ich jung war, habe ich versucht es selbst zu tragen und zu führen, doch jedesmal, wenn ich es in die Hand nahm, fühlte es sich äußerst unangenehm an, irgendwie falsch. Nach ein paar Versuchen habe ich es aufgegeben und nur noch als Trophäe über den Kamin gehängt. Dort hat es über fünf Jahrzehnte Staub gefangen. Vielleicht ist es an der Zeit, dass jemand es bekommt, der es seiner eigentlichen Bestimmung zuführt.

Aber"
, und hier bekam die Stimme des alten Mannes einen zornigen Unterton, und Garridan erkannte, dass er dem Händler Unrecht getan hatte mit seiner Vermutung, der Raub wäre ihm gleichgültig, "es ist immer noch mein Eigentum, und das zusammen mit dem Tod meiner Bediensteten, macht mich zur geschädigten Partei. Unter unseren Gesetzen habe ich Anrecht auf Wergeld, auf Kompensation für meinen Schaden. Da mir keines angeboten wurde, habe ich das Recht, Blutrache zu üben.

Aber ich bin alt, und nicht mehr in der Lage, so etwas zu tun. Ich kann aber Vertreter bestimmen, die diese an meiner statt ausüben. Wenn ihr herausfinden könnt, wer dieses Verbrechen begangen hat und meine Ehre durch Blutrache an demjenigen wiederherstellen könnt, will ich euch das Schwert als Belohnung überlassen, und dazu eine Belohnung von tausend Goldmünzen."

Mugin Sanderbarrel

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #117 am: 19.03.2018, 17:41:46 »
"Wir sind mehr als gewillt den Auftrag anzunehmen, aber ohne weitere Informationen werden wir wohl keinen Erfolg haben. Nun wahrscheinlich ist es am Besten wenn wir bei einem Offizier der Wache nachfragen ob sie etwas herausgefunden hatten. Ihr kennt nicht zufällig jemanden innerhalb der Stadtwache den wir fragen könnten?" Mugins Gedanken rasten um Ideen zu finden wie sie die Räuber finden könnten, aber es war schnell klar das sie wohl ein paar Tage länger bleiben müssten wenn sie das Schwert aufspüren wollten. Die Frage war ob Sandru damit einverstanden wäre, immerhin war es sein Geld das durch das warten verloren gehen würde.

Garridan

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #118 am: 21.03.2018, 09:18:56 »
Manchmal sind die Wege des Schicksals schon sehr verschlungen.

Er nickte. "Ja, wir kümmern uns gerne darum. Es scheint als sei unser Schicksal mit dem des Schwertes verwoben. Auch wir wurden auf dem Weg hierher angegriffen, allerdings hatten wir mehr Glück als eure Wachen. Habt ihr noch irgend einen Hinweise gefunden, der uns helfen könnte?"

Er dachte einen Moment nach. "Und was haltet ihr von dem Mann, der nebenan sitzt und ebenfalls gerade jetzt hier auftaucht. Zu den Dieben wird er nicht gehören, so dreist werden sie nicht sein. Es sei denn, sie wollten herausfinden, was ihr wisst. Vielleicht solltet ihr ihm nicht erzählen, was  wir für euch erledigen sollen."

Er schüttelte den Kopf. Das ist alles schon seht seltsam, in was sind wir da nur hinein geraten?

"Nehmen wir den Mann trotzdem mit zu uns?" fragte er in die Runde, unschlüssig, was sie tun sollten.

Mondragor

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #119 am: 21.03.2018, 11:22:39 »
Der alte Mann überlegte eine Weile, bis ihm scheinbar noch etwas einfiel: "Jetzt, wo ich darüber nachdenke ... mein Diener murmelte mit seinen letzten Worten etwas, das ich kaum verstehen konnte. Es klang nach 'die Schuld des Löwen zahlen', aber vielleicht habe ich mich auch verhört. Wie dem auch sei, ich kann damit nichts anfangen."

Dann wechselte Fynn das Thema zu seinem Gast aus Tian. "Was soll ich von ihm halten, ich habe ihn gerade zum ersten Mal gesehen? Er scheint etwas verwirrt zu sein, wenn er den Kaiser von Minkai hier sucht. Aber Gastfreundschaft ist mir heilig, und solange er sich höflich verhält, wüsste ich nicht, weshalb ich ihn abweisen sollte. Ich wüsste aber nicht, was er mit meinem Schwert zu tun haben soll - und wie ein Bandit wirkte er nicht, auch wenn man das nicht jedem Halunken gleich ansieht."

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