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Autor Thema: Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten  (Gelesen 5500 mal)

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Garridan

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #195 am: 07.06.2018, 23:14:59 »
Garridan lief sofort zu Cliff, Mugin und dem Fremden. "Was fehlt ihm? Hey, kannst du mich hören, Kleiner?" Als die Augen sich nicht öffneten zeigten sich Sorgenfalten auf Garridans Gesicht. Dann fragte er den Fremden: "Könnt ihr ihm helfen?" Seine Stimme war leiser, als er gewollt hatte.

Rumar Endan

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #196 am: 09.06.2018, 02:00:00 »
Für einen langen Moment war Rumar völlig in seine Arbeit vertieft und blendete die Umwelt, die anderen, völlig fremden und doch bekannten Personen und die eben erlittenen Schmerzen völlig aus. Dass ihm währenddessen niemand auf seine Fragen antwortete, fiel ihm nur nebenbei auf. Vermutlich waren sie ebenfalls noch immer verwirrt von dem, was hier gerade passiert war. Davon unabhängig, versucht er dem ohnmächtigen Halbling zu helfen und herauszufinden, was ihm fehlte. Leider folgten auf die guten Nachrichten, dass er einfach nur durch einen Schlag ohnmächtig geworden war, sehr schlechte. Rumar sog erschrocken die Luft ein, als er die gebrochene Wirbelsäule ertastete und folgern musste, dass der Mann niemals wieder würde laufen können. Sicherheitshalber führte er seine Untersuchung noch fort aber fand nichts anderes, erwähnenswertes.
Erst als einer der Männer, der gegen die Banditen gekämpft hatte, zu ihm kam, wurde Rumar wieder aus seinen Überlegungen gerissen. Er musste leider das sagen, was niemand hören wollte. Doch dies gehörte eben auch zu seiner Arbeit dazu. "Nein, leider nicht." antwortete er Garridan traurig aber ehrlich. "Einer der Entführer hat ihn mit dem Kampfstab hart am Rücken getroffen. Die Wirbelsäule ist gebrochen. Er wird nie wieder laufen können." Er sah Garridan traurig an. Es schmerzte ihn wirklich, dass er nicht mehr tun konnte. "Es tut mir leid. Meine Kräfte reichen nicht aus, um ihn zu heilen. Ich kann Wunden schließen und Verletzungen heilen aber nicht... sowas."
Er richtete sich langsam auf und sah die anderen Personen an, die sich hier versammelt hatten. Aus irgendeinem Grund kamen sie ihm bekannt vor, doch hatte er sie noch nie zuvor gesehen. "Gibt es einen Ort, wo wir sicher sind?" Mit einem Blick zu dem Halbling fügte er noch hinzu: "Und wo ich mich weiter um euren Freund kümmern kann?" Es gab so viele Fragen aber Rumar versuchte, sie nicht jetzt zu stellen. "Außerdem müssen wir reden. Über diese Vision. Die Schatulle. Den Angriff. Einfach alles."

Mugin Sanderbarrel

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #197 am: 09.06.2018, 22:33:10 »
Die Worte des alten Mannes trafen Mugin hart, doch fürs erste war dafür wenig Zeit. Er rief den versammelten herüber: "Hat jemand ein Seil oder etwas in der Richtung, wir sollten die Bewusstlosen fesseln bevor sie wieder zu sich kommen. Und dann sollten wir zurück zu Koya und nach dem Rechten sehen." Besonders an die beiden Neuen gewandt sagte er dann noch: "Es tut mir Leid wenn das alles verwirrend ist und wir euch da ein wenig hineingezogen haben, aber wenn ihr uns begleitet dann garantiere ich das wir euch Antworten geben werden. Und glaubt mir, ganz geheuer ist mir die Sache mit den Visionen auch nicht." Ein eher gequältes Lächeln zwang sich der Gnom auf, jedoch konnte man leicht erkennen das er momentan niedergeschlagen war.

Solitaire

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #198 am: 09.06.2018, 22:43:05 »
Auf die Frage nach dem Seil schüttelte Solitaire den Kopf. Dann zuckte sie mit den Schultern und deutete in Richtung des Zelts, welches an der Ecke aufgestellt war.

"Im Zweifelsfall könnt ihr das Zelt auseinandernehmen, um daraus etwas zu improvisieren. Ich werde es wohl in der nächsten Zeit nicht mehr brauchen."

Als Mugin dann Rumar und sie selbst noch direkt ansprach, antwortete die Varisierin: "Es war meine Entscheidung, und ich denke das geht Rumar ebenso. Ich für meinen Teil werde euch gerne begleiten, denn ich bin wirklich neugierig, was es mit dieser ganzen Sache auf sich hat, und will auf jeden Fall mehr erfahren. Und, wenn ich helfen kann, umso besser!"

Mondragor

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #199 am: 10.06.2018, 20:08:47 »
Nachdem Rumar seine erschütternde Beobachtung mit den anderen geteilt hatte, beschloss man, so schnell wie möglich ins Lager zurückzukehren. Da es nicht weit entfernt war und sie Cliff so schnell wie möglich in ein sauberes Lager bringen wollten, trug Garridan den kleinen Mann, begleitet von Rumar, in Richtung der Karawane, während die anderen sich um die Angreifer kümmern würden. Garridan würde dann wieder zurückkehren und den anderen helfen, eventuelle Überlebende zur Befragung ebenfalls in das Lager zu bringen.

Die Untersuchung der Straßenräuber förderte nicht viel Brauchbares zutage. Alle Angreifer trugen Lederrüstungen und hatten Dolche oder Kampfstäbe bei sich, dazu fanden sie einige Knüppel und alles in allem 47 Silberstücke. Bis auf zwei der Angreifer hatten alle ihre Taten mit dem Leben bezahlt, was jedoch kein Mitleid hervorrief. Die Leichen wurden unzeremoniell an eine Hauswand gestapelt, während man die anderen beiden so lange ins Reich der Träume zurückschickte, dass ein Verschnüren unnötig war, und dann mit etwas Mühe ins Lager schleppte.[1]

Als sie dort ankamen, hatte Rumar sich zusammen mit Koya bereits weiter um Cliff gekümmert. Der Halbling war zur Freude aller wieder bei Bewusstsein, doch nicht in seiner gewohnten Laune. Wie Rumar bereits befürchtet hatte, spürte Cliff seine Beine nicht mehr und hatte gerade die bittere Neuigkeit empfangen, dass er wohl gelähmt bleiben würde - eine Nachricht, die der sonst so fröhliche Barde wohl noch verdauen musste.

"Es ist alles meine Schuld!" entfuhr es ihm mit zitternder Stimme. "Gorog, Shuo, die toten Wachen. Alles wegen mir." (Gorog und Shuo waren, wie die anderen erfuhren, zwar noch am Leben, doch ebenfalls schwer verletzt und würden zunächst einmal eine lange Ruhephase benötigen.)
"Ich wusste, dass es keine gute Idee war, aber irgendetwas an diesem Siegel hat mich fasziniert. Ich wollte es mir nur noch einmal genauer ansehen. Aber wer auch immer diese Mörder geschickt hat, muss in der Lage sein, das Siegel zu spüren, wenn man es aus der Schatulle nimmt. Ich habe sie geradewegs hierher geführt!" presste er die letzten Worte noch hinaus und brach dann endgültig in Tränen aus.

Plötzlich wurde er hellwach und schrie erschrocken auf: "Das Siegel! Haben sie es etwa bekommen?"
 1. Falls ihr sie mitnehmen wollt, findet ihr 6 Dolche, 2 Kampfstäbe (Quarterstaff) und 4 Knüppel (Sap). Und wenn ihr sie ausziehen möchtet auch noch Lederrüstungen. Aber ich nehme an, darauf verzichtet ihr?
« Letzte Änderung: 10.06.2018, 20:10:18 von Mondragor »

Jehanna Grau

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #200 am: 11.06.2018, 19:52:08 »
Jehanna hielt die Schatulle noch immer fest und der Halbling war der erste, der nach ihr fragte. Sie hatte sich fest vorgenommen, sie erst aus der Hand zu geben, wenn sie Antworten hatte, aber vielleicht war das jetzt so weit. Also hielt sie die Schatulle jetzt so, dass der Halbling sie sehen konnte: "Nein, haben Sie nicht. Das Siegel ist in sicheren Händen. Und ich wüsste nun wirklich gern, was er mit diesem Objekt auf sich hat. Nicht jeden Tag trifft man auf der Straße eine Gruppe Banditen und bekommt als Lohn dafür eine kryptische Vision."
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Mondragor

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #201 am: 11.06.2018, 22:29:20 »
Der Halbling blickte Jehanna ernst an, doch die Erleichterung war ihm anzusehen. "Jehanna, nicht? Ja, auch ich hatte die Vision. Ich werde versuchen, deine Fragen zu beantworten, soweit ich kann. Aber ich weiß auch nicht viel mehr als Mugin und Garridan hier - auch wenn ich in den letzten Tagen versucht habe, mehr zu dem Siegel herauszufinden.

Es ist das Siegel der Amatatsu, einer der fünf Herrscherfamilien Minkais. Und es repräsentiert das göttliche Recht der Amatatsus, die Herrschaft auszuüben. Irgendjemand, wer, weiß ich nicht, versucht die fünf Familien auszulöschen, um selbst die unangefochtene Herrschaft zu übernehmen. Vier der Familien sind bereits ausgelöscht, nur die Amatatsus konnten fliehen - vor über fünfzig Jahren, als Ameikos Großvater hier nach Kalsgard kam, einen neuen Namen annahm, und sein magisches Schwert verkaufte, um an Geld für die Flucht weiter nach Süden zu gelangen. Das Schwert ist es, was wir jetzt suchen.

Doch zurück zum Siegel: Es scheint mit den Visionen würdige Helden zu Herolden des Hauses Amatatsu zu machen. Außerdem hat es wohl ein paar magische Eigenschaften, zum Beispiel kann es in begrenztem Maß Wunden der Herolde heilen. Aber diejenigen, die Jagd auf die Herrscherfamilien machen, sind offenbar in der Lage, die magische Aura des Siegels aufzuspüren - solange sie nicht durch die Schatulle abgeschirmt ist. Und ich in meiner unendlichen Dummheit und Überheblichkeit habe das Siegel herausgeholt, und die Feinde direkt in unser Lager geführt."


An dieser Stelle schaltete sich die bunte gekleidete Frau ein, die Mugin und Garridan als Koya kannten. "Und hast selbst dafür bezahlt. Im Moment ist wichtiger, was wir jetzt tun. Sandru hat Ameiko schon von hier weggebracht, hoffentlich an einen sicheren Ort. Das Lager werden wir abbauen und mit der Karawane über den Fluss übersetzen, wo uns hoffentlich niemand aufspürt. Am liebsten würde ich ja heute noch nach Minkai aufbrechen, aber zum einen scheint es in der Stadt keinen einzigen Führer mehr zu geben, der uns über die Krone der Welt führen kann, und zum anderen brauchen wir das Schwert, das hat Ameiko noch einmal deutlich gemacht."

Solitaire

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #202 am: 12.06.2018, 07:00:36 »
Auch Solitaire hörte interessiert zu, als Cliff und Koya ein wenig mehr Licht ins Dunkle brachten und ihnen von dem Siegel und ihrer bevorstehenden Aufgabe berichteten. Vor allem dieses Schwert, welches von Ameikos Großvater vor vielen Jahren hergebracht wurde, schien ein wichtiger Schlüssel zu sein, um der Herrin Ameiko ihren rechtmäßigen Platz auf dem Thron von Minkai zurückzugeben.

"Was hat es denn mit diesem Schwert auf sich? Und vor allem, wo können wir es finden? Habt ihr schon etwas darüber herausfinden können?"

Mugin Sanderbarrel

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #203 am: 12.06.2018, 14:14:58 »
"Es wurde gestohlen," antwortete Mugin. "Und bis auf das die Diebe äußerst gründlich und brutal waren haben wir in der Sache leider nicht. Der Mann der das Schwert damals ankaufte hat uns damit beautragt die Räuber büßen zu lassen, als Belohnung dürfen wir das Schwert behalten. Es ist scheinbar ein wichtiges Artifakt der Amatatsus, ein intelligentes Schwert, was uns sicher mehr über die Feinde der Familie sagen könnte." Der Gnom seufzte. "Fürs erste wollten wir auf eine Feier am Abend gehen. Der Veranstalter hatte seine Männer auf uns gehetzt noch bevor wir die Stadt betreten hatten, aber das waren Ulfen. Ob sie mit diesen Burschen zusammenhängen?" Er sah besorgter Stirn zu den Gefangenen herüber und nahm einen tiefen Atemzug. Er freute sich nicht darauf schon wieder jemanden verhören zu müssen.

Rumar Endan

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #204 am: 13.06.2018, 03:37:38 »
"Hmm..." brummte Rumar, während er sich all die neuen Informationen anhörte. Er stand noch immer neben Cliff, dem er jetzt kaum noch weiterhelfen konnte aber trotzdem im Blick behielt. Dass er von Schuldgefühlen geplagt wurde, war kein Wunder aber damit würde er leben müssen. Schließlich hatte er gewusst, dass das Siegel diese Feinde anlockte und es trotzdem aus der Schatulle geholt. Während Rumar weiter zuhörte, nickte er immer wieder und langsam begann er zu verstehen, in was er da hereingeraten war. Er, ein würdiger Held? Ein Herold des Hauses Amatatsu? Wieso gerade ein alter Mann wie er, der sein halbes Leben getötet und gestohlen hatte? Ein Held war er nicht. Und dennoch spürte er, dass das Siegel Recht hatte. Er spürte, dass er für diese Aufgabe bereit war. Ganz davon abgesehen, dass er diesen Leuten und der Königsfamilie helfen wollte.
Als wäre das alles noch nicht genug, mussten sie nun ein intelligentes Schwert finden. Zwar hatte er schon einmal davon gehört, dass es solche Gegenstände gab aber jemals mit einem in Kontakt zu kommen, damit hätte er nie gerechnet. Ein Schwert, das reden konnte. So etwas musste er einfach sehen. "Vielleicht wurden sie bezahlt." meldete sich nun auch der alte Mann wieder zu Wort. "Ulfen sind dafür bekannt, dass sie Kämpfe lieben. Viele verdienen ihr Geld mit Söldnerarbeit." Er sah zu den Gefangenen herüber und dachte nach. "Diese Feier hört sich nach einem sinnvollen ersten Schritt an aber wir müssen vorsichtig sein. Wenn der Veranstalter bereits seine Leute auf euch geschickt hat, werden wir dort sicher nicht mit offenen Armen empfangen." Er räusperte sich etwas und richtete sich möglichst gerade auf. "Ich begleite euch. Nicht nur, weil das Siegel uns irgendwie verbunden hat, sondern auch, weil ich aus freien Stücken bei dieser Sache helfen möchte. Es hört sich so an, als würde der Ausgang dieser Geschichte, viele Menschenleben zum positiven oder eben negativen verändern können. Lasst mich nur vorher meine Ausrüstung holen."

Garridan

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #205 am: 13.06.2018, 08:41:34 »
Nachdem Garridan erfasst hatte, was mit Cliff passiert war, zog er sich zurück. Er merkte, wie Wut in ihm hoch kochte und fast hätte er sie an einem der Gefangenen ausgelassen. Aber das würde nichts helfen. Im Moment spürte er nur Wut und Ärger. Nichts als Kampf und Tod hatte ihnen diese Reise bisher gebracht. Und wofür das alles? Er hatte sich in einen der Wagen zurück gezogen und säuberte dort seine Klinge. Eigentlich war sie bereits sauber, aber diese monotone Arbeit hatte etwas meditatives, beruhigendes. "Wofür das alles?" Nun begann er die Klinge zu schärfen. Die Klinge glitt über den Stein. "Wofür das alles...".

"...Für Ameiko" meldete sich eine leise Stimme in seinem Inneren. Er versuchte sie zunächst zu ignorieren, aber sie verstummte nicht. "Für Ameiko... und jetzt auch für diejenigen, die getötet wurden."

Er musste an die Vision denken und nun erwachte auch das damit verbundene Gefühl wieder zum leben, rang mit Wut, Ärger und Trauer, die sich bei ihm breit gemacht hatte und kämpfte sich schließlich an die Oberfläche.
Sie hatten eine Aufgabe, sie hatten zwar nicht gewusst, was sie erwarten würde, aber sie hatten die Konsequenzen akzeptiert, indem sie auf die Reise gegangen waren. Nun mussten sie weiter machen, ungeachtet des Preises und damit das Schicksal der Getöteten und Verletzten nicht umsonst war.

"Wir haben eine Aufgabe, und meine Aufgabe dabei ist, dafür zu sorgen, dass niemand mehr stirbt." Er atmete einmal durch, packte seine Pflegeutensilien weg und kletterte wieder aus dem Wagen. Selten hatte seine Klinge so geglänzt.

Er kehrte zurück zu den anderen, setzte sich zu Cliff und drückte seine kleine Hand. Worte hatte er nicht, aber das schien auch nicht nötig zu sein.

Er hörte Rumars letzte Worte. "So ist der Lauf der Dinge, einige gehen, andere kommen." Er wusste gerade nicht, ob ihn das empören oder trösten sollte. "Wir haben eine Aufgabe"

"Willkommen in unserer Runde und Danke für eure Hilfe."

Solitaire

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #206 am: 13.06.2018, 10:20:14 »
Auch Solitaire war von dem Gedanken begeistert, ein magisches Schwert zu sehen, das einen eigenen Willen besaß. Sie hatte selbst die Kunst erlernt, magische Gegenstände zu erschaffen, allerdings keine Waffen, sondern eher Kleidungs- oder Schmuckstücke. Dass sie bei der ganzen Unternehmung mithelfen würde, stand für sie ohnehin fest.

"Und auf dieser Feier ist jemand, der mehr über den Aufenthaltsort dieses besonderen Schwerts weiß? Nun, wenn man euch bereits im Auftrag des Gastgebers angegriffen hat, dann wäre es vielleicht nicht dumm, wenn Rumar und ich getrennt von euch auf diese Feier gehen. Ist sie öffentlich? Oder müsste man sich da erst irgendwie reinschmuggeln? Jedenfalls, wenn wir nicht zusammen hingehen, können wir euch vielleicht besser den Rücken decken. Was meint ihr? Und was genau hattet ihr vor, dort in Erfahrung zu bringen?"

Mondragor

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #207 am: 13.06.2018, 13:03:49 »
Währenddessen beobachtete Arashi weiterhin geduldig in seiner Möwengestalt das Treiben innerhalb der Taverne. Der Mann, dem er gefolgt war, saß lange Zeit allein an seinem Tisch und hielt sich an einem Krug fest, während seine Haltung die Aura eines geknickten Mannes ausstrahlte. Ab und zu gesellte sich einer der anderen Gäste zu ihm, doch offenbar wollte er allein sein, denn niemand blieb länger als einige wenige Augenblicke.

Etwa eine Stunde verging auf diese Art und Weise, bis der Verfolgte sich endlich erhob und zum Tresen ging, wohl um zu zahlen, und sich danach zum Ausgang bewegte.

Jehanna Grau

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #208 am: 14.06.2018, 11:44:39 »
Jehanna hörte zwar auch gerade zum ersten Mal von dem Schwert, aber zumindest von der Feier wusste sie etwas: "Ja, das ist eine öffentliche Veranstaltung. Der Langmuskel, der sie ausrichtet, will sich als besonders freigebig zeigen. Da kann man einfach so hin gehen und ich bezweifle, dass es einen großen Unterschied macht, mit wem man eintrifft. Vermutlich wird es so oder so recht schnell in Gewimmel und Chaos ausarten. Aber in der Tat mag es sinnvoll sein, nicht von Beginn an als eine große Truppe aufzufallen. So oder so werden all jene, die hier nicht heimisch sind schon ein wenig Aufmerksamkeit auf sich ziehen."
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Arashi

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Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #209 am: Heute um 09:20:43 »
Arashi erwachte fast aus einem Schlaf, als er den Angreifer gehen sah. Behände erhob er sich in die Lüfte. Er würde dem Angreifer folgen, bis er in eine etwas abgelegenere Straße einbog. Hier vor der Taverne konnte er ihn nicht stellen.

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