• Drucken

Autor Thema: Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten  (Gelesen 13027 mal)

Beschreibung:

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Arashi

  • Beiträge: 115
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #420 am: 18.11.2018, 22:38:57 »
Krackelnd füllte Arashi das Dokument aus. Sein Namen, zumindest den Teil, der jedem bekannt war. Seine aktuelle Residenz im Jadeviertel und er gab auch gleich Takeda, den Wirt, als Referenz an. Zusätzlich fügte er noch ein paar typische Namen aus Minkai hinzu. Das würde auf die Schnelle niemand kontrollieren können. Und eigentlich wollte er ja nur als Führer gelistet werden.

Als er fertig war folgte er der Wache und ließ sich ächzend auf einem Stühlen nieder: "Na dann werden wir doch mal sehen ob wir für unsere Rückreise angeheuert werden.", sagte er laut, nur für den Fall, das sie belauscht wurden.

Mugin Sanderbarrel

  • Beiträge: 582
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #421 am: 18.11.2018, 23:37:02 »
Auch Mugin gab seinen richtigen Namen an, er hatte kurz darüber nachgedacht, aber normalerweise lag er mit der Wahrheit immer am besten. Als die beiden Männer es sich gemütlich gemacht hatten, sprach er sie an: "Ja, vielleicht sehen wir dann auch einen dieser Vögel in Minkai dessen Feder ihr mitgebracht hattet." Er betonte das Wort Feder besonders stark und zeigte wehement mit beiden Händen auf den Boden. "Mein Hund hatte ja nicht so gut auf dessen Geruch reagiert." Er hoffte die beiden hätten verstanden und setzte sich schließlich zu ihnen.

Mondragor

  • Moderator
  • Beiträge: 863
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #422 am: 03.12.2018, 14:26:46 »
Mugins Andeutungen schienen weder bei Arashi noch bei Rumar große Wirkung zu zeigen, und auch er selbst verfolgte das Thema nicht mit mehr Nachdruck, so dass die drei schließlich schweigend darauf warteten, dass jemand sie abholte. Es dauerte eine ganze Weile, bis die Tür sich schließlich wieder öffnete, und eine junge Frau sie anlächelte. "Herr Arashi? Der Direktor hat jetzt Zeit für Sie." sagte sie, und als der Angesprochene sich bemerkbar machte, bat sie ihm, ihr zu folgen. Das gleiche Szenario wiederholte sich einige Minuten später für Rumar, und nach einer weiteren Wartezeit schließlich für Mugin.

~~~

Langsam aber sicher fragten die draußen Wartenden sich, was drinnen wohl so lange dauern würde - insbesondere mit dem im Hinterkopf, was das Eidolon ihnen mitgeteilt hatte. Draußen jedenfalls geschah nicht das Geringste, was irgendwie von Interesse gewesen wäre. Doch gerade als sie begannen, sich Sorgen um ihre Freunde zu machen, verschwand das Eidolon, das ihnen in den letzten Minuten ebenfalls Gesellschaft geleistet hatte, plötzlich ins Nichts. Soviel wussten sie inzwischen: Das hatte nichts Gutes zu bedeuten - etwas musste mit Mugin geschehen sein!
« Letzte Änderung: 04.12.2018, 01:02:26 von Mondragor »

Solitaire

  • Beiträge: 1187
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #423 am: 04.12.2018, 05:02:31 »
Als das Eidolon plötzlich verschwunden war, wurde Solitaires Blick auf einmal sehr besorgt.

"Das ist nicht gut," sagte sie zu den anderen. "Das ist garnicht gut. Ob sie wohl jemand erkannt hat?"

"Wir müssen wohl einen Weg finden, hineinzugelangen und sie suchen..."

Garridan

  • Beiträge: 867
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #424 am: 04.12.2018, 08:30:57 »
Garridan hatte es sich an seinem Posten ein Stück entfernt von der Gruppe gemütlich gemacht, aber nichts geschah. Hin und wieder schaute er zu dem Platz, wo die restliche Gruppe stand, um zu sehen, ob sich dort etwas ereignete. Doch dann schien plötzlich Unruhe dort entstanden zu sein, sehen konnte er aber nichts. Dennoch, hier konnte er auch nichts ausrichten, also schlich er sich zurück. Und als er erfuhr, dass das Eidolon verschwunden war, war klar, dass sie etwas unternehmen mussten.

Solitaire

  • Beiträge: 1187
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #425 am: 04.12.2018, 11:42:25 »
"Es hilft alles nichts, wir müssen rein und nachsehen. Und zwar möglichst bald. Ich beherrsche einen Zauber, mit dem ich uns für einige Minuten unsichtbar machen kann. Vielleicht versuchen wir es auf diesem Weg? Phoebe könnte derweil die Umgebung im Auge behalten, für den Fall, dass sie sie hier draußen irgendwo erspähen kann. Was meint ihr?"

Garridan

  • Beiträge: 867
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #426 am: 05.12.2018, 13:26:43 »
Garridan nickte. "Wenn du mich ungesehen zu einem Seiteneingang bringst, dann bringe ich uns hinein, ohne die Tür einzutreten. Und drinnen müssen wir dann halt so tun, als gehörten wir dazu."

Er sah sich das Gebäude noch einmal an, auf der Suche nach einem geeigneten Eingang, der etwas abseits lag und hoffentlich nicht direkt in die zentrale Halle oder ähnliches führte.

Mondragor

  • Moderator
  • Beiträge: 863
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #427 am: 10.12.2018, 13:43:19 »
Nachdem sich die Freunde beraten hatten, beschlossen sie, genau so vorzugehen: Solitaire würde die drei unsichtbar machen, und gemeinsam würden sie durch die Seitentür in das Haus der Reifläufer eindringen, um dort nach Mugin und den anderen zu sehen.
Und so fanden sie sich, da sie keine weitere Zeit verlieren wollten, nur kurze Zeit später durch Solitaires Unsichtbarkeitszauber geschützt am westlichen Seiteneingang des Gebäudes wieder, wo Garridan seine Fingerfertigkeit unter Beweis stellte und schnell und leise die Tür öffnete. Flink huschten die drei herein und hofften, dass in dem kurzen Moment niemand von der halb geöffneten Tür Notiz nehmen würde - und tatsächlich: gerade, als sie die Türe hinter sich geschlossen hatten, öffnete sich im Gang zu ihrer Rechten quietschend eine weitere Pforte und Stimmen drangen an ihre Ohren.

"Einer, hatte es geheißen." beschwerte sich eine Männerstimme. "Und jetzt sollen wir plötzlich vier nach Rabenfels bringen. Und wer darf sie wieder schleppen? Ich natürlich. Halt wenigstens mal den Sack auf, wenn du schon sonst nur rumstehst, Akira."
"He, ich hab's im Rücken, sonst würd ich dir helfen." entgegnete ein weiterer. "Aber jemand muss doch aufpassen, dass du auch alle mitnimmst - schließlich kann ICH weiter als bis drei zählen."
Ein kurzes Lachen ertönte, und einen Moment später tauchte im Flur ein hünenhafter Mann auf, der einen Sack auf dem Rücken trug. Ein zweiter, kleinerer Mann folgte ihm.
"So, das ist jetzt aber der Letzte. Mach, dass du vorankommst, mir reicht es, eine Nacht draußen zu verbringen. Und wenn wir morgen abend nicht da sind, möchte ich Silberskorr nicht erklären müssen warum."

Solitaire

  • Beiträge: 1187
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #428 am: 10.12.2018, 14:12:37 »
Solitaire drückte sich mit dem Rücken gegen die Wand und verhielt sich so still wie es ihr möglich war. Wahrscheinlich würden die Männer genau an ihnen vorbei wollen, nach draußen hatten sie gesagt. Aber dann wandten sie sich doch von ihnen ab und gingen in die andere Richtung.

In Gedanken merkte sie sich die Namen... Akira, das war wohl der kleinere Mann. Silberskorr, den Namen hatte sie schonmal gehört, das war die Anführerin der Gilde. Und Rabenfels... die Varisierin überlegte, ob sie etwas mit diesem Namen verbinden konnte[1].
 1. Knowledge (local) 17
« Letzte Änderung: 10.12.2018, 16:46:16 von Solitaire »

Garridan

  • Beiträge: 867
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #429 am: 10.12.2018, 19:51:32 »
Garridan spürte, wie sich seine Hand zur Faust ballte, aber er blieb still. Hier drin würden sie nur verlieren können. Aber die Männer wollten ja eine Nacht draußen verbringen, das würde die beste Gelegenheit sein. Er wartete also und als die Männer ein Stück weit weg waren flüsterte er den anderen zu.
"Wir warten, verfolgen sie und schnappen sie heute Nacht. Die werden uns nicht entkommen."

Dann überlegte er kurz, ob er mit den Namen etwas anfangen konnte, aber da er weit von seiner Heimat entfernt war, sagte ihm das alles nichts.
« Letzte Änderung: 10.12.2018, 19:52:31 von Garridan »

Mondragor

  • Moderator
  • Beiträge: 863
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #430 am: 11.12.2018, 00:39:00 »
So schnell sie diese Entscheidung getroffen hatten, so sehr mussten sie sich auch beeilen, um den beiden Männern mit ihrem Bündel zu folgen, denn sie öffneten die nächste Tür auf der linken Seite, hinter der sich eine Kellertreppe verbarg. Ohne große Probleme huschten die drei hinter dem Größeren durch die Tür, die dieser wegen seiner Last gar nicht erst hinter sich schloss - der andere Mann war bereits vor ihm die Treppe hinunter gegangen. Beim Vorbeigehen spähte Solitaire noch kurz in den Raum, aus dem die beiden eben gekommen waren, der sich als karg eingerichtete Zelle entpuppte: Hier war nichts weiter zu finden, das ihnen weiterhelfen würde.

Am Fuße der Treppe fanden sich die drei Abenteurer in einem langen Gang wieder, der offenbar von dem eigentlichen Gildenhaus weg führte. Als sie dem spärlichen Schein der Fackel folgten, mit dem die Männer vor ihnen ihren Weg beleuchteten, fürchtete Solitaire schon, dass die Wirkung ihres Zaubers hier unten enden würde, und sie sich den Weg nach außen freikämpfen müssten. Doch bereits nach etwa hundert Schritt machte der Gang eine Biegung, hinter der eine weitere Treppe wieder nach oben führte. Noch immer durch den Unsichtbarkeitszauber verhüllt, wagten die drei sich nach oben, um in einem großen Stall herauszukommen, in dem sich ein bereits mit zwei Ochsen bespannter Karren befand, auf dessen Ladefläche sich auf Stroh gebettet zwei große und ein etwas kleinerer Sack befanden, zu denen sich nun ein weitere gesellte.

~~~

Einige Stunden bereits folgten Jehanna, Solitaire und Garridan nun bereits dem Wagen in Richtung Süden, was sich mit Phoebes Unterstützung als wenig anspruchsvolle Aufgabe erwies, und die Dämmerung war nun schon weit fortgeschritten. Dabei blieben sie stets ein Stück außerhalb Sichtweite und mussten im Grunde nur darauf achten, nicht vor Langeweile eingeschläfert zu werden. Endlich flatterte Phoebe aufgeregt von ihrer Observation zu Solitaire zurück und meldete, dass der Karren nun zum Stillstand gekommen war und die Entführer offenbar ihr Nachtlager aufschlugen.

~~~

Mugin war der erste, der vom Gerumpel der Wagen wach wurde, und er wusste sofort, dass er in der Klemme stecke. Nicht nur, dass er hart gefesselt war, auch ein Knebel steckte in seinem Mund und verhinderte, dass er seine Magie wirken konnte - und als wenn dies nicht bereits genug wäre, steckte er offensichtlich in einer Art Sack und konnte nur Geräusche von seiner Umgebung wahrnehmen.
Verzweifelt versuchte er, sich aus seiner misslichen Lage zu befreien, doch die Fesseln saßen zu fest. Was er jedoch erreichte, war, dass auch Arashi und Rumar Endan nun wieder das Bewusstsein erlangten - beiden war das gleiche Schicksal wie dem Gnom beschieden gewesen.

Im Moment sah es schlecht aus für die drei Gefangenen.

Solitaire

  • Beiträge: 1187
    • Profil anzeigen
Kapitel 2: Nacht der gefrorenen Schatten
« Antwort #431 am: 11.12.2018, 02:28:38 »
Als sie den Punkt erreicht hatten, wo die beiden das Nachtlager errichteten, hatte Solitaire bereits einen Plan gefasst.

"Ich kann mit meiner Magie aus sicherer Entfernung eine Grube erschaffen, um den Großen für eine Weile auszuschalten. Es ist natürlich keine absolute Garantie, aber allzu geschickt sieht er ja nicht aus, das sollte schon funktionieren. Dann könnt ihr diesen Akiro überrumpeln, während ich mich daran mache, die anderen zu befreien, und wen auch immer sie da noch dabeihaben. Licht kann ich auch erschaffen, wenn es benötigt wird. Ruft einfach etwas, wenn ihr mehr sehen wollt."

  • Drucken