Autor Thema: Das Unvergängliche Fürstentum  (Gelesen 497 mal)

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Der gelbe König

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Das Unvergängliche Fürstentum
« am: 05.12.2017, 22:05:38 »
Ustalav



Das Unvergängliche Fürstentum von Ustalav liegt am Nordufer des Encarthansees als grimme Bastion der Zivilisation, welche vom barbarischen Norden umgeben ist. Die raue Landschaft und die tragödienreiche Geschichte veranlassen die misstrauische Bevölkerung zu Skepsis, religiöser Treue und Aberglauben. Ustalav ist ein loser Zusammenschluss mehrerer Grafschaften, die von zerstrittenen Adeligen geführt werden, welche untereinander um Macht und Einfluss kämpfen. Das Land ist nur noch ein Schatten seines einstigen Glanzes, ehe es von den untoten Armeen des Wispernden Tyrannen über Jahrhunderte hinweg versklavt wurde. Nach dem Sieg über den Wispernden Tyrannen ließen die Nationen, deren Streiter den Kreuzzug des Lichts gebildet hatten, Ustalav im Stich. Seitdem mühen sich die Oberschichten des Landes mit eben jenen Nationen zu konkurrieren, während die gewöhnlichen Bürger es mit weitaus furchtbareren Lebensumständen zu tun haben.

Nach Jahrhunderten der Knechtschaft und angesichts der immer noch vorhandenen Schrecken, welche fernab der Städte umgehen, misstraut das Volk von Ustalav der Magie, der Religion, Fremden und sogar Mitbürgern. Neben diesen exzentrischen und abgewandten Eigenschaften betreten sie zudem oft eine finstere, trostlose Weltanschauung. Sie sind der Ansicht zu leben, um zu leiden, da nichts in der Geschichte des Landes darauf hindeutet, dass man auf ein besseres Leben hoffen könnte. Trotz der körperlichen und psychologischen Last, die dieses Volk trägt, bringt Ustalav trotz allem einen sehr zähen und sturen Menschenschlag hervor, glauben die Männer und Frauen hier doch, aus der Landesgeschichte folgern zu können, dass es stets noch schlimmer kommen könnte Ustalav hat seinen Bauern nur wenig zu bieten. Den Bewohnern der vielen Städte geht es aber etwas besser, ziehen ihre Zentren der Kultur und Gelehrsamkeit doch Händler und Reisende aus der gesamten Region der Inneren See an.

Die Hauptstadt Caliphas liegt am Ufer des Encarthansees; in ihren nebelverhangenen Straßen sind einige der ehrwürdigsten Handels- und akademischen Einrichtungen des Landes zu finden. Im Norden verfügt die Stadt Karcau über eine gedeihende Kultur der Musik, des Theaters und anderer schöner Künste, zumal die opulente Architektur selbst mit den exotischsten taldanischen Palästen konkurriert. Ustalavs nordwestliche Grafschaften haben sich dagegen von ihren aristokratischen Herrschern trennt und eigene, demokratisch gewählte Bezirksregierungen gebildet; sie nennen sich die Pfalzen und stellen für die unterdrückten Bewohner des rückständigen Ustalavs einen Schimmer der Hoffnung dar.
« Letzte Änderung: 15.12.2017, 23:08:53 von Der gelbe König »