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Autor Thema: Episode III - Der lange Pfad zum Ziel  (Gelesen 14795 mal)

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Barret Amon

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #165 am: 18.09.2018, 16:06:34 »
Barret musste nicht lange überlegen, wo beim Holocron sein Platz war. Automatisch gesellte er sich zu Xiara und Woh Zsar und gemeinsam vertieften sie sich in die Macht.

Er hatte erwartet, wieder das ruhige Gefühl aus dem Innenhof des Turms zu spüren, hatte nach dem Frieden gesucht, den er in der Meditation oft gefunden hatte. Aber was er fand war etwas anderes. Er war zurück im Kampf, sah, wie die Jäger explodierten, sah wie der Transporter getroffen wurde und er spürte eine ungeheure Befriedigung, dass sie gewonnen hatten. Sie hatten die Leute geschlagen, vernichtet, sie hatten gesiegt. Er fühlte sich stark, die Ängstlichkeit, die er während des Kampfes gespürt hatte, war wie weg geblasen. Und das war ein gutes Gefühl. Warum konnte es nicht immer...[1]

Plötzlich war es vorbei. Er war zurück in dem Raum, sie hatten es geschafft. Da spürte er dies Gefühle, das er während der Trance erlebt hatte und für eine Sekunde wollte er sie umarmen, festhalten. Nie wieder Ängstlich sein! Doch dann war es, als würde etwas in ihm erschrocken zurück zucken.
Und in diesem Moment spürte er wieder Angst, eine Angst, die er so noch nie gespürt hatte. Eine Angst vor sich selbst. Er hatte diese andere Art schon einige Male erlebt, mal hatte er die Energie genutzt, mal nicht. Aber so intensiv wie heute hatte er es noch nie gespürt. Und diese Kraft, diese Energie, hatte er auch noch nie gespürt. Erschrocken blickte er sich um. Alle mussten ihn anstarren, alle mussten gespürt haben, das er es genossen hatte. Aber niemand starrte ihn an, nur er sich selbst.
 1. 2 dunkle Machtpunkte
« Letzte Änderung: 18.09.2018, 18:09:15 von Barret Amon »

Derek Vonn

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #166 am: 24.09.2018, 18:42:55 »
Derek musste nicht lange warten, bis die anderen von ihrer Erkundungstour zurück waren, und zu seiner großen Freude brachten sie eine große Kiste, gefüllt mit allerlei Teilen und Werkzeugen, zurück in die Ordeal. Derek hatte sich bereits vorher den Kopf zerbrochen, weil ihm bei seiner Inspektion des Holocronraumes ein defekter Energiewandler aufgefallen war, für dessen Reparatur ihm keine Lösung einfallen wollte - und nun lag genau solch ein Wandler in der Kiste! Dereks Herz machte einen Luftsprung, und mit neuem Mut machte er sich an die Reparatur.

Wohlwissend, dass er den anderen bei ihren Versuchen, dieses sogenannte Holocron irgendwie mit Hilfe von Meditation und Gedankenkraft zu öffnen, nur hinderlich sein würde, kümmerte der Mensch sich stattdessen um die handfesten Probleme, die der Raum zu bieten hatte. Außer dem Energiewandler, den er nun glücklicherweise ersetzen konnte, waren an allen Ecken und Enden Leitungen geborsten, Kabel hingen lose in der Gegend, und Bauteile waren durchgebrannt. Erschwert wurde die Arbeit dadurch, dass die Technologie ihm fremd war, und er an einigen Stellen nur hoffen konnte, dass die Verbindungen so funktionierten, wie er es vermutete.
Nur mit einem halben Auge linste er ab und an zu den anderen, die in einem Kreis (oder besser Dreieck) um das Holocron versammelt waren, und mit geschlossenen Augen konzentriert meditierten. Was immer sie da taten: Er konnte nur hoffen, sie wussten besser als er, was sie erreichen wollten.

Nach deutlich kürzerer Zeit, als er es erwartet hatte, stellte Derek fest, dass er alles, was er zuvor als kaputt identifiziert hatte, repariert hatte, oder zumindest irgendetwas getan, wovon er hoffte, dass es einer Reparatur gleichkam.[1] Er nahm sich die Zeit, alles noch ein zweites Mal zu überprüfen, doch er konnte keinen äußerlich ersichtlichen Fehler mehr finden - alles würde nun davon abhängen, ob es den anderen gelang, dieses Holocron irgendwie zu aktivieren. Erst dann würden sie merken, ob er tatsächlich erfolgreich war.
Er musterte noch einmal die Vertiefung, die die Kugel einmal aufnehmen sollte: Es gab keinerlei sichtbare Schnittstellen, Kabel oder sonst etwas, die eine Verbindung herstellen konnten. Er zuckte nur mit den Schultern und sah den anderen dabei zu, was sie taten.

Doch die anderen regten sich nicht, und aus seiner Warte aus hätten sie genauso gut auch schlafen können, er würde keinen Unterschied bemerken. Erschöpft lehnte er sich zunächst an eine Wand, doch nach weiteren zehn Minuten, in denen rein gar nichts passierte, setzte er sich schließlich auf den Boden und ließ seine Gedanken schweifen, während er wartete. Es dauerte nur wenige Augenblicke, bis ihm die Augen zufielen ...

~~~

Später konnte Derek sich nicht mehr an Details seines Traumes erinnern - nur dass er ein unwahrscheinliches Glücksgefühl verspürt hatte, voller Frieden. Er hatte eine Erinnerung daran, zu schwimmen - oder zu schweben? Es war nicht wirklich Wasser, aber er fühlte sich schwerelos dabei.
Was immer er im Traum erlebt hatte[2], als er aufwachte, sah er, wie die Holocron-Kugel in der vorgesehenen Vertiefung lag. Und nicht nur dass: Auch wenn er nicht wusste, wie sie funktionierte, ein Blick auf die Systeme zeigte, dass der Hyperraumantrieb nun mit Energie versorgt war.

"Ihr hat es geschafft! Gute Arbeit!" rief er den anderen lachend zu, bis ihm bewusst wurde, dass er eingeschlafen war. Etwas kleinlaut fügte er hinzu: "Tut mir leid, ich bin wohl eingeschlafen. Aber ich war hundemüde, und euch bei der Meditation zuzusehen hat mir dann den Rest gegeben."
 1. Erfolg und diverse Advantages ...
 2. Es hat zumindest 4 LSP beigesteuert
« Letzte Änderung: 24.09.2018, 19:08:31 von Derek Vonn »

Idunivor

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #167 am: 24.09.2018, 21:49:40 »
Den vier Schülern wurde umgehend bewusst, dass sie mit ihrer Meditation sehr viel mehr erreicht hatten, als sie erwartet hatten. Denn der einfache Würfel sah jetzt in der Haltevorrichtung völlig anders aus. Seine Seitenwände schwebten voneinander losgelöst in der Säule und aus seiner Mitte erstrahlte ein schwaches bläuliches Licht, das den gesamten Raum erfüllte. Sie waren noch immer in einer etwas merkwürdigen Stimmung von der langen Meditation, die viel Kraft gekostet hatte.
Aber jetzt erwartete sie als Lohn mehr als einfach nur ein funktionierendes Computerkontrollsystem. Denn das blaue Licht aus dem Holocron konzentrierte sich wie ein Holoprojektor vor ihnen und formte eine humanoide Gestalt. Zwei spitze Hörner säumten ihr Gesicht und drei Lekku hingen herab über ihre Schultern, einige von ihnen erkannten ihr Gegenüber als eine Togruta, auch wenn sie die charakteristischen leuchtenden Farben der Haut, der Hörner und der Lekku nicht erkennen konnten, da die Gestalt vollständig blau war - eine Hologramm nicht unähnlich. Es handelte sich um eine Frau in wallenden Roben - Jediroben wie die drei echten Padawane aus der Runde sofort erkannten - und sie sprach zu ihnen: "Gut gemacht, meine Schüler. Die Macht hat euch wohl geleitet zu diesem Ort und einmal mehr soll die Ordeal ein Hort des Wissens, Lernens und Wachsens sein. Ein jeder von euch hat noch einen weiten Weg vor sich, aber hier und heute habt ihr den entscheidenden Schritt gemacht, um eure Ausbildung zu ihrem Abschluss zu führen. Ich spüre, dass es kein weiter Weg mehr ist, aber der steinigste Part liegt noch vor euch."
The only ones who should kill are those prepared to be killed.

Barret Amon

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #168 am: 26.09.2018, 08:01:23 »
Barredt fühlte sich müde, aber auch begeistert. Wir haben es geschafft, wir haben es wirklich geschafft!
Innerlich jubelte er, als die Projektion erschien. Zu gerne hätte er sich persönlich angesprochen gefühlt, aber wahrscheinlich war es eine alte Aufzeichnung, die immer automatisch abgespielt wurde bei Inbetriebnahme des Antriebs. Dennoch, er war ein wenig Stolz auf das, was sie geleistet hatten. Sofort spürte er aber wieder die Scham über seine Gefühle während der Meditation. Welchen Anteil hatte er gehabt, vielleicht waren es ja die anderen gewesen und er hatte bloß nicht gestört?

Er musste darüber nachdenken, alleine. Er hoffte auf eine baldige Gelegenheit, sich zurück ziehen zu können. Er stand auf und streckte sich, seine Beine fühlten sich etwas taub an. "Ich bin auch müde", sagte er zu Derek. Und dann an die Runde gewandt: "Wir sollten Asen Sulk Bescheid sagen, dass der Antrieb funktioniert. Was ist denn heute noch zu tun?"

Woh Zsar

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #169 am: 26.09.2018, 08:41:17 »
Ähnlich wie Barret fühlte sich Woh Zsar nach der Meditation mehr Müde als normaler weise erholt. Seine rote Haut glänzte vom Schweiß, der ihm durch die innere Hitze ausgebrochen war. Am Liebsten würde er sich jetzt sofort auf den Boden legen, so verbrannt fühlte er sich. Noch dazu war die Erfahrung wie eine Klatsche ins Gesicht. Hatten die Meister des Ordens vor solchen Gefühlen gewarnt?

Mit dem nächsten Atemzug, sammelte er seine verliebenden Kräfte. Er hob den Kopf und blickte zum Hologramm. Er war von der Tatsache, dass sie es geschafft hatten ein Holocron vollständig zu aktivieren, mit Stolz erfüllt. Doch gleichzeitig auch mit Scham wegen dem was die alte Meisterin sagte und in der Meditation passiert war.
Behäbig erhob er sich. Sein Blick wanderte dabei kurz zu Barret. Anders als dieser fragte sich Woh Zsar, ob die alte Meisterin eine Aufzweichnung war oder ob das Holocron ihre Holocron war und sie damit das interaktive Interface. Er sah seinen Verstand regelrecht zu wie er die Varianten mit den Worten der Projektion abglich und in ihm eher die Erkenntnis wuchs, dass sie das mehr als eine dumme Holoaufzeichnung war. Schließlich wie könnte sie sonst genau diese Wendungen nutzen? Wie sollte sie von ihrer Suche wissen, wie davon das dieses Schiff Ordeal heißt, wie davon, dass sie nur Schüler vor sich hatte?
So verneigt sich Woh Zsar vor der Projektion als würde sie aus Fleisch und Blut sein. „Habt Dank Meisterin.“ bedankt er sich bei ihr und fügt sofort an. „Erlaubt bitte zwei Fragen. Werte Meisterin, wie ist euer Name? Und…“ tatsächlich hält er kurz inne als in ihm der Zweifel erklingt doch mit einer simplen Projektion zu reden. „Entschuldigt vielmals, wisst ihr von der Auslöschung des Ordens in der Galaxis durch die Republik, spürt ihr die Leere in der Macht?“ Fragen die eine simple Aufzeichnung, gar ein simples Interface nicht beantworten würde oder konnte.

Idunivor

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #170 am: 26.09.2018, 21:28:48 »
Die Togruta schritt im Raum umher, doch kein Geräusch drang von ihren Schritten an die Ohren der vier versammelten Schüler. Sie sprach mit ruhiger Stimme und antwortete auf Wohs Fragen: "Die Meisterin, deren Gestalt ihr seht, hatte einen Namen als sie das Holocron erschuf, doch er ist nicht Teil von ihm. Meisterin sollte also genügen.
Und was eure Frage anbelangt, ihr habt euch der Macht geöffnet als ihr die Ordeal mit dem Holocron verbunden habt. Deshalb weiß ich alles, was ihr dabei offen gelegt habt von eurem Wissen. Was ihr über die Galaxis wisst, habe auch ich erfahren. Und dank der Verbindung zu den Systemen des Schiffes habe ich auch Zugriff auf all das, was in den Datenbanken gespeichert ist und mehr. Denn jedes Holocron ist ein Hort des Wissens für sich, voll von Geheimnissen, die mir offen liegen, um sie euch zu vermitteln. Wenn die Zeit reif ist und ihr dafür bereit seid.
Doch am Ende ist das was ihr vor euch seht nur eine Projektion all des Wissens, zwar geboren aus der lebendigen Macht und Teil ihres ewigen Stroms, aber nicht mehr in der Art und Weise wie ihr es seid. Die Macht ist nicht mit mir, wie sie mit euch ist, aber ich weiß, was ihr gespürt habt und ich weiß, dass es anders ist als früher. Ein Schatten liegt über der Macht, das Leichentuch der Dunklen Seite, schwer wie schon seid langem nicht mehr. Aber es gibt auch Licht und dieses Licht mag heller leuchten und die Finsternis vertreiben."
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Woh Zsar

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #171 am: 27.09.2018, 12:02:39 »
Gebannt lauscht Woh Zsar den Antworten. Ihm lief es besonders bei den letzten Sätzen eiskalt den Rücken hinunter und beim Passus, dass sie alles weiß was gespürt wurde, wart seine Hautfarbe schlagartig dunkler. Mit gesenktem Blick, wartete er was die anderen drei zu diesen Worten und der Meisterin zu sagen hatten.

Wenigstens wussten sie nun, dass es keine einfache Aufzeichnung war und konnten die mechanischen Grenzen der Meisterin abstecken. Faszinierend, wenn es gewollt war, war die Ordeal nun ihr Leib mit Sensoren statt Augen und die Schüler ihre Verbindung zur lebenden Macht.

Xiara

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #172 am: 27.09.2018, 12:26:12 »
"Werte Meisterin, es ist schön diesen Ort des Wissens und des Lernens wieder funktionsfähig zu sehen. Wir alle sind noch nicht sehr weit fortgeschritten auf unserem Weg und können hoffentlich noch viel von Euch lernen. Aber, für den Moment warten noch dringlichere Aufgaben auf uns. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass dieses Schiff den Hyperraum betreten kann, damit wir es von hier wegbewegen können. Es gibt einige, die um den Ort hier wissen und sie werden sicherlich wiederkommen, um dieses Schiff als Beute an sich zu reißen. Einmal schon konnten wir sie vertreiben, aber ob das nocheinmal gelingen wird, ist fraglich, da sie unsere Möglichkeiten mittlerweile kennen. Dies sollte also unsere erste Aufgabe sein," sagte Xiara nachdem das Holocron zum 'Leben' erwacht war.

Barret Amon

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #173 am: 27.09.2018, 17:25:24 »
Barret war vollkommen verblüfft, als die Projektion plötzlich mit ihnen redete und nicht nur zu ihnen. Wie war das möglich? Wieder einmal stellte er fest, wie wenig er von der Macht wusste und wie wenig er das Ganze verstanden hatte.

Die Dunkle Seite, er fragte sich langsam, ob die Dunkle Seite stärker war, mächtiger. Das was er gespürt hatte, darin lag so viel Energie, die Verheißung von Kontrolle und Stärke. Aber sofort waren wieder die Worte seines Meisters in seinen Gedanken. "Wasser ist nicht hart, aber es ist stärker als der Stein. Du musst Geduld haben." Langsam ahnte er, warum es einige Sätze gegeben hatte, die er immer und immer wieder wiederholen musste, zu Beginn seiner Ausbildung. Sie waren wie eingebrannt in seinen Geist, vielleicht sollten sie ihn waren oder beschützen, vor der dunklen Seite.

Er ließ den Gedanken los und konzentrierte sich auf das hier und jetzt. Xiara hatte recht, sie waren nicht in Sicherheit und es gab noch viel zu tun. "Meistern, könnt ihr uns den Weg weisen, wohin sollen wir uns jetzt wenden. Sollen wir Asen Sulk folgen? Und wisst ihr etwas über das Schicksal von Rabi Notha?"

Idunivor

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #174 am: 27.09.2018, 20:37:31 »
Xiaras Worte kommentierte die Meisterin nicht weiter, vielleicht, weil sie keine Frage beinhaltet hatten, die sie so hätte beantworten können. Barret bekam dafür seine Antworten, auch wenn sie - wie er es von Jedimeistern schon kann - nicht sonderlich direkt waren: "Die Macht wird euch euren Weg weisen, nicht ich. Ich kann euch nichts über Dinge sagen, die in der Zukunft liegen, mein Wissen reicht nur in die Vergangenheit, nicht hinaus in das, was noch nicht geschehen ist. Doch eines ist gewiss, euer Pfad führt zu dem Ziel eines jeden Schülers, dem Ende der Ausbildung, der nur des Anfang des waren Weg des Lernens ist. Diesen müsst ihr beschreiten."
The only ones who should kill are those prepared to be killed.

Derek Vonn

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #175 am: 30.09.2018, 12:56:18 »
Derek war ebenfalls glücklich über das Aktivieren des Holocrons, und er staunte über das interaktive Hologramm, das sich ihnen nun darbot, doch war er erneut ein wenig verwundert über die Reaktion der anderen, die scheinbar der Meinung waren, es handele sich um eine echte Jedi-Lehrerin, die nun ihre Ausbildung übernehmen würde. Glücklicherweise machte das Hologramm selbst deutlich, dass dies ein Fehlschluss war, und außer einer voraufgezeichneten Nachricht, die dazu, wie er es inzwischen bereits von den Jedi gewohnt war, äußerst kryptisch gehalten war (ein raffiniertes Marketinginstrument, wenn er genauer darüber nachdachte), war nicht wirklich etwas zu erfahren.

Die Hauptsache war jedoch, dass die Energieversorgung durch das Holocron nun aktiv war, und die Reparatur des Hyperraumantriebs hoffentlich keine große Hürde mehr darstellen würde. Das Hologramm ignorierend, erinnerte Derek die anderen daher an die eigentlich wichtigen Aufgaben.
"Die Nachricht können wir auch später noch abhören; jetzt ist es erst einmal wichtig, hier wegzukommen. Woh, Barret, könnt ihr den Hyperraumantrieb reparieren? Das sollte jetzt keine große Sache mehr sein. Xiara und ich kümmern uns um den Hüllenbruch; wir können vielleicht einen kurzen Sprung wagen, aber zu große Belastungen hält das Schiff nicht mehr aus, bevor wir die Hülle nicht stabilisiert haben, fürchte ich."

Der Mensch blickte von einer zum anderen, um sich zumindest ein Nicken abzuholen, und machte sich dann mit dem Werkzeugkoffer auf den Weg zu der Stelle, an der die Außenhülle des Schiffs um ein Haar geborsten wäre. Es würde einiges an Schweißarbeit (sowohl mit dem Brenner als auch auf der Stirn) kosten, um hier ein paar Verstärkungen anzubringen und soweit abzudichten, dass das Schiff auch ein paar Rüttler überstehen konnte, doch der ehemalige Imperiale hatte durch die Aktivierung des Holocrons neuen Mut gefasst, und auch seine Müdigkeit war durch den kurzen Schlaf beinahe wie weggeblasen - er fühlte sich erfrischt wie lange nicht.[1][2]
 1. Kein geheilter Strain, aber die Seele ist durch die ganze helle Macht ein wenig aufgepäppelt.
 2. Hüllenbruch reparieren: Erfolg in halber Zeit.
« Letzte Änderung: 30.09.2018, 12:58:47 von Derek Vonn »

Woh Zsar

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #176 am: 30.09.2018, 18:27:40 »
Die anderen hatten so Recht. Es gab gerade so viel zu tun und die Meisterin würde ihnen nicht wecklaufen. Tief holte Woh Zsar luft und nickt Derek zu. Beim aus den Raum gehen berührte er Barret kurz an der Schulter. Ihre Aufgabe war klar und würde sie einen Schritt weiter bringen zu überleben.

Die passende Konsole für den Hyperraumantrieb war schnell gefunden. Sie war beschädigt aber dank der geborgenen Ersatzteile, war sie schnell reaktiviert. Nun fehlten nur noch ein paar Eingaben, welche das technische System schlussendlich mit dem neuen Holocron verband und fertig. Nach knapp einer halben Stunde schien der Hyperraumantrieb wieder einsatzfähig. Zufrieden wischte sich Woh Zsar die Hände an seiner Hose sauber. Die guten Schritte im reparieren des Schiffes fühlten sich, trotz oder gerade wegen der Machterfahrung, sehr gut an.[1]
 1. Hyperantriebskontrollsystem reaktivieren erfolgreich, dank zwei Advantages in 0,5 h
« Letzte Änderung: 30.09.2018, 18:28:07 von Woh Zsar »

Idunivor

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #177 am: 03.10.2018, 09:37:35 »
Es waren nach all der Aufregung und obwohl die Schüler sich dank der Meditation deutlich belebt fühlten, anstrengende Stunden, in denen sie dann aber doch schneller als gedacht den Hyperraumantrieb in Betrieb genommen und den Hüllenbruch notdürftig geflickt hatten. Die Sublichttriebwerke funktionierten noch nicht alle, aber angesichts der gerade erst gewonnenen Raumschlacht entschieden sie, lieber das Asteroidenfeld zu verlassen und an einem ruhigen Ort, der den Sternensuchern unbekannt war, weiterzuarbeiten.
Es war eine schwierige Aufgabe die Ordeal wieder aus dem Feld zu steuern ohne dabei allzu viele Asteroiden zu rammen und deshalb holten sie Fox, die mit Abstand beste Pilotin ihrer Truppe, zurück auf ihr Schiff, während Nakoa die Fist of Honor flog. Schließlich gelang es der jungen Frau das Trainingsschiff aus dem Annamar-Gürtel hinaus zu fliegen. Und noch etwas erreichte sie: mit ihrer fröhlichen Art konnten sie die Anpassnung, die das Schiff seit dem Angriff erfüllt hatte, ein wenig lösen. Dennoch fiel diese Last erst wirklich von den Schülern ab, als die Ordeal im Hyperraum verschwand und nur eine halbe Stunde später wieder daraus auftauchte. Es war ein kurzer Sprung gewesen, um das Schiff nicht zu überlasten und jetzt hingen sie irgendwo im lichtlosen All. Aber wenigstens würde sie hier niemand finden.
Aber angekommen stellte sich ihnen eine zwingende Frage: was sollten sie nun tun? Die vergangenen Tage und Wochen hatten sie damit verbracht nach Asen Sulk zu suchen. Jetzt hatten sie ihn gefunden und noch dazu ein ganzes Schiff voller Jedigeheimnisse, das noch dazu neue Feinde mit sich gebracht hatte. Jetzt war ihnen wohl nicht mehr nur das Imperium auf den Fersen. Wohin sollte ihre Reise also gehen?



Kaum zwei Stunden waren vergangen seit die Ordeal aus dem Annamar-System herausgesprungen war, da tauchte ein anderes Schiff in der unmittelbaren Umgebung der Asteroiden auf, es war deutlich größer und geformt wie eine Pfeilspitze, die ihr Ziel suchte. Sie stand auf der Brücke und war unzufrieden. All diese Männer waren unfähig vernünftig Befehle zu befolgen. Es hatte sie Stunden gekostet zu erkennen, dass die Konsole in dem Geheimraum nur zerstört aussah, aber noch funktionierte. Und dann hatten sie noch länger gebraucht, um das Signal zu finden. Wenn sie zu lange gebraucht hatten, würden sie bezahlen. Aber sie hatten Glück, denn der Offizier an den Langstreckensensoren meldete sehr bald am Ausgangspunkt des Signals Werte, die auf die Präsenz eines oder mehrere Schiffe hinwies: "Sehr gut, schicken Sie eine Jägerstaffel, um sich das anzusehen."
Wenig später - stand sie noch immer ungerührt auf der Brücke - näherte sich ihr ein Offizier und sprach leise mit zittriger Stimme: "Inquisitorin, wir haben Wrackteile mehrerer Schiffe und einen zerstörten Transporter im Asteroidenfeld gefunden. Von den Gesuchten gibt es keine Spur und keines der Schiffe war mandalorianisch." Der Mann wollte schon zurückweichen in Erwartung der zornigen Reaktion der Kommandantin, aber er wurde überrascht. Sie kümmerte sich gar nicht um ihn. Stattdessen sprach sie mit seinem Stellvertreter: "Lieutenant Commander Bellok, schicken Sie ein Bergungsteam aus, das diese Trümmer genauer in Augenschein nimmt. Ich will alles, was dort herumschwebt in unserem Hangar haben und eine gründliche Analyse. Sagen Sie mir, was hier geschehen ist, bis ins kleinsten Detail." Der etwas jüngere Mann nickte: "Jawohl, Inquisitorin." Er wandte sich bereits zum Gehen, um die Befehle auszuführen, als seine Kommandantin ihn mit ihren Worten für einen Augenblick inne halten lies: "Und herzlichen Glückwunsch zu ihrer Beförderung, Commander." "Vielen Dank, Inquisitorin." Seine Schritte waren jetzt schnell aber nicht beschwingt, während er versuchte das laute Surren und das anschließende Röcheln zu überhören, um die Befehle der Inquisitorin zu ihrer vollsten Zufriedenheit auszuführen.
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Derek Vonn

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #178 am: 04.10.2018, 14:45:09 »
Nachdem sie den Hyperraumsprung wohlbehalten hinter sich gebracht hatten, fiel zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit die Anspannung etwas von Derek ab, und er gönnte sich wie die anderen auch einen richtigen, ausgiebigen Schlaf. Obwohl die Ordeal weit davon entfernt war, sich in einem Topzustand zu befinden, schienen sie vorerst aus der Reichweite ihrer diversen Verfolger entkommen zu sein, und es war an der Zeit, etwas von den Kräften zurückzugewinnen, die sie in den vergangenen Tagen durch die Raumschlacht und die Reparaturen gelassen hatten.

Nachdem nicht nur er, sondern auch alle anderen, sich nun wieder etwas regeneriert hatten, dockten sie die Ordeal und die Fist of Honor aneinander und trafen sich zu einem gemeinsamen Frühstück, das sie gleich als Lagebesprechung nutzten. Es gab viel zu diskutieren: Sie hatten nun zwei Schiffe, beide angeschlagen, und es war höchste Zeit, eine Werft aufzusuchen, um die zahlreichen Schäden wieder instandsetzen zu lassen. Außerdem war Asen Sulk nun zu ihrer kleinen Gruppe gestoßen, und noch immer wussten sie nicht wirklich, was eigentlich dessen eigenen Pläne waren. Aber vor allem mussten sie selbst nun entscheiden, wie es mit ihnen weitergehen sollte, da sie ihr Ziel nun erreicht und Asen Sulk gefunden hatten. Denn eines war klar: Ihre Probleme hatten sich mitnichten in Luft aufgelöst, und Asen Sulk war leider auch nicht der Heilsbringer, zu dem zumindest Derek ihn insgeheim für sich gemacht hatte, als er die Überzeugung entwickelt hatte, sie müssten den Mann nur finden, und alles würde klar werden.

"Ich denke, wir sollten die Fist of Honor verkaufen." redete der ehemalige Imperiale nicht lange um den heißen Brei herum. "Zwei Schiffe können wir uns im Unterhalt nicht leisten, und wenn wir ehrlich sind, können wir nicht einmal für die Reparatur von einem von beiden aufkommen. Aber wenn wir die Fist verkaufen, sollte der Erlös für die Reparatur der Ordeal reichen, vielleicht hätten wir sogar noch etwas übrig. Das wäre der erste Punkt.

Zweitens, wir müssen uns überlegen, wohin wir nun wollen. Wir müssen einen Raumhafen finden, der dafür ausgestattet ist, eine Reparatur der Ordeal durchzuführen, der weit genug vom Imperium entfernt ist, dass die Nachricht von unserem Auftauchen uns nicht wieder diese Inquisitorin auf den Hals hetzt, und der weit genug von hier entfernt ist, dass die Schatzjäger uns dort nicht sofort finden. Kennt sich irgendjemand hier aus?"
fragte er mit einem Blick auf Asen Sulk, der dies in dieser Region wohl am ehesten tun würde.

"Aber damit nicht genug. Drittens: Was tun wir jetzt? Wir werden immer noch vom Imperium gejagt - zumindest wüsste ich nicht, weshalb sich das geändert haben sollte. Zusätzlich jetzt auch noch von diesen Schatzjägern, und die Kopfgeldjäger will ich mal gar nicht nennen." Er lächelte Fox zu, die sich inzwischen das Vertrauen der anderen deutlich verdient hatte.
"Nicht zu vergessen: Wir haben keine Credits, außer vielleicht denen, die wir mit der Fist heraushandeln können. Selbst wenn wir mit Asen Sulks Hilfe mehr über diese Jedikräfte herausfinden können, über die wir wohl verfügen: Wenn ich alles richtig verstanden habe, gibt es diese Jedi nicht mehr. Wo können wir damit dann hingehen? Sollen wir als reisender Zirkus durch die Gegend ziehen und uns mit Zaubertricks über Wasser halten, die wir zur Schau stellen?

Nakoa, du hast immer wieder von dieser Rebellion gesprochen. Ich wäre inzwischen soweit, es mit denen zu probieren. Wenn es sie wirklich gibt und das stimmt, was du gesagt hast, dann ist das vielleicht unsere beste Hoffnung. Also: Kannst du uns irgendwie hinführen, mit ihnen Kontakt aufnehmen?"

Xiara

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« Antwort #179 am: 04.10.2018, 15:35:12 »
"Das ist eine gute Frage, die Du da aufbringst," antwortete Xiara. "Ich stimme mit Dir überein, dass wir zunächst versuchen sollten, einen Raumhafen möglichst abseits imperialer Kontrollen zu finden, um die Ordeal wieder flottzumachen. Zwar fände ich es äußerst schade, den zusätzlichen Schutz, den uns die Fist of Honor mit ihrer Kampfkraft bietet, aufzugeben, aber ich wüsste auch nicht, wo wir sonst die nötigen Credits hernehmen sollten. Und das mit dem Zirkus war ja wohl hoffentlich ein Scherz."

"Aber davon abgesehen ist die wesentliche Frage nun wirklich, was wir jetzt tun wollen. Lernen und Verstehen sind von hoher Priorität und wir sollten unsere neugewonnenen Möglichkeiten dazu nutzen, mehr über uns und unsere Fähigkeiten in Erfahrung zu bringen. Noch tiefer mit der Macht in Einklang kommen. Aber solange es das Imperium und vor allem diese Inquisitorin gibt, werden wir immer auf der Flucht sein. Ich frage mich auch, wie auffällig die Ordeal ist, wenn sie an einem normalen Raumhafen andockt. Würde das bereits einen Verdacht schüren, der möglicherweise wieder Verfolger auf unsere Fährte lenkt? Auch das sollten wir bedenken."

"Leider hast Du wohl Recht, dass es wahrscheinlich keinen Ort mehr gibt, an den sich Machtbegabte zurückziehen können. Das Imperium hat all dies zunichte gemacht."

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