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Autor Thema: Episode III - Der lange Pfad zum Ziel  (Gelesen 5343 mal)

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Woh Zsar

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #180 am: 04.10.2018, 18:54:20 »
Während die Großkatze Trockenfleisch futterte, verdaute Woh Zsar die eher vegetarisch ausgefallene Ration. Bei Dereks Auflistung der Feinde musste er deutlich schlucken. So deutlich hatte er darüber noch nicht nachgedacht, geschweige denn hatte er sich je so viele Feine in nur drei vier Tagen gemacht. Nach Xiara meldet er sich dann auch zu Wort. „Es ist wirklich schade aber ja unsere Aufmerksamkeit sollte auf diesem Schiff hier liegen. Es mag ein Relikt sein aber schlussendlich sind wir das auch. Wenn wir die Ordeal reparieren, können wir uns einen sicheren Ort zum lernen Schaffen. Das Wissen der Meisterin aus dem Holocron haben wir noch nicht ergründet und wenigstens sie kann unsere Ausbildung begleiten.“

Nicht nur wo wir die Ordeal reparieren ist fraglich sondern auch wohin wir sie danach lenken. Neben den Rebellen gibt es noch das was Asen Sulk sucht. Jedenfalls glauben wir, dass ihr etwas sucht.“
sein Blick wanderte zu Asen Sulk, ging dann aber zurück zu den anderen. „Was auch eine Idee für das Wohin danach ist, wären die Orte welche der Meisterin bekannt sind. Sie weiß zwar nichts Aktuelles kann uns aber vielleicht verborgene alte Orte der Macht nennen. Ort wo noch andere Machtnutzer überlebt haben.“

Idunivor

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #181 am: 05.10.2018, 11:30:46 »
Der Mirialaner, der selbst äußert erschöpft von seiner Arbeit auf der Brücke des Schiffes und mit den Computersystemen war, lauschte den Worten der Schüler die meiste Zeit, als Woh Zsar ihn nun aber direkt ansprach sagte er: "Da habt ihr natürlich recht, ich suche tatsächlich etwas. Und das mag viele der Fragen beantworten können, aber die Suche dauert schon mein gesamtes Leben. Ich habe in einem alten Text in der Bibliothek des Tempels von Vrogas Vas als kleiner Junge einen Text über den Ursprung der Jedi gelesen, den ersten Tempel überhaupt. Aber schon als der Orden noch existierte wussten die Jedi nicht mehr, wo genau er sich befand oder zumindest haben sie es einem unbedeutenden Diener wie mir nie verraten wollen. Ich war inzwischen in Dutzenden Jedi-Ruinen, die über die gesamte Galaxis verteilt sind und ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass der erste Tempel irgenwo im Zentrum der Galaxis liegt. Aber mir fehlen noch immer wichtige Erkenntnisse, um den genauen Ort zu finden. Und natürlich sind die Astrogationsdaten, die ich habe heillos veraltet. Selbst, aber ich habe die Daten dieses Schiffes noch nicht endgültig durchgesehen, das wird eine ganze Weile dauern. Es ist sehr alt und vielleicht halten seine Datenbanken genug Hinweise bereit, dass ich den genauen Ort des ersten Tempels werde identifizieren können. Aber das ist nichts, was euer aktuelles Problem lösen könnte."
Als er dies sagte, räusperte sich Fox, deren Augen bei der Geschichte von einem verlorenen Jedi-Tempel im Zentrum der Galaxis regelrecht zu leuchten begonnen hatten: "Da hätte ich vielleicht eine Idee. Wenn wir keinen unmittelbaren Einfluss vom Imperium wollen, dann sollten wir nach Nar Shadda fliegen. Ich meine es ist kein Katzensprung, aber unendlich weit ist es auch nicht und dort wird sicherlich kein imperiales Kriegsschiff auftauchen und der Schmugglermond ist do stark frequentiert, dass man zumindest nicht direkt auffällt, egal, was für ein Schiff man fliegt. Es gibt natürlich Agenten und Spione zuhauf, jeder ist irgendwie ein Halunke, aber da würde man glaube ich alles bekommen, was ihr gerade gesagt habt: es ist anonym, es gibt Dutzende Raumdocks, in denen man das Schiff flicken lassen kann und einen Käufer für nen mandalorianisches Kampfschiff findet man da auch, ohne dass einem direkt Söldner in schweren Rüstungen auf den Fersen sind."

Derek Vonn

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #182 am: 11.10.2018, 16:14:09 »
Derek hörte den Erklärungen des Mirialaners gespannt zu und vergaß dabei fast seine ursprüngliche Frage. "Ich habe Ihre Aufzeichnungen gefunden!" antwortete er Asen Sulk aufgeregt. "Das hatte ich in dem Chaos schon beinahe vergessen. Ein paar Sachen habe ich verstehen können, aber vieles auch nicht. Wenn Sie etwas Zeit haben, würden Sie sich mit mir zusammensetzen und mir mehr über die Jedi, die Macht und Ihre Suche erzählen? Ich weiß fast nichts über all das, im Imperium erzählen sie einem etwas ganz anderes."

Fox' Einwand brachte Derek dann jedoch schnell wieder auf den Boden der Tatsachen, also ihrer akuten Probleme, zurück. Generell war an ihrem Vorschlag nichts auszusetzen, doch ein paar Bauchschmerzen hatte er dabei schon. "Was ist mit unserem Schiff? Wenn wir damit in so ein Verbrechernest fliegen, erkennt nicht jeder sofort, welche Rarität das Schiff ist und heftet sich an unsere Fersen? Etwas, was weiter abseits liegt und nicht vollgestopft mit Spionen ist, wäre mir lieber. Allerdings fällt mir auch nicht viel mehr ein, höchstens die Kwenn-Station. Da gilt aber im Großen und Ganzen das gleiche wie für Nar Shadda, nur sind die Hutten dort nicht ganz so dominant."

Barret Amon

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #183 am: 12.10.2018, 08:54:57 »
Barret war wirklich überrascht, als die Projektion der Meisterin tatsächlich war und auch wieder nicht. Es beeindruckte ihm immer wieder, was die Macht ermöglichte. An den Diskussionen zu ihren weiteren Plänen beteiligte er sich zunächst nicht, das sollten die anderen entscheiden. Er war immernoch müde.

Als dann aber Asen Sulk von dem Tempel sprach, nach dem er suchte, war er plötzlich wieder hell wach. Seine erste Idee, dort einen Zufluchtsort zu finden, zerstreute sich aber rasch. Der Ort war wohl so vergessen, dass sich niemand dort versteckt haben konnte. Aber es war ein Ziel.

Allerdings nicht ihr erstes Ziel, denn sofort bracht die Realität wieder in seine Gedanken ein. Als er Dereks kritische Anmerkung zu Fox' Vorschlag hörte, ärgerte er sich sofort über ihn. Sie war hier draußen unterwegs gewesen, er hatte nur am Schreibtisch gesessen. Er überlegte, ob es etwas gab, mit dem er ihren Vorschlag unterstützen konnte, aber er hatte überhaupt keine Ahnung von dieser Region[1] Also blieb er still und wartete ab. Fox konnte sich gut selbst verteidigen, aber vielleicht hatte Derek ja auch Recht?

Da kam ihm eine andere Idee. Er dachte an die Bilder, die ihm die Macht aus Asen Sulks Schiff geschickt hatte. Vielleicht konnte er ja so etwas noch einmal schaffen. Er setzte sich also in eine Ecke des Raumes und begann zu meditieren. Er versuchte sich die beiden Orte vorzustellen und fragte sich, was passieren würde, wenn sie zum einen oder andern flogen. Dabei suchte er tief in seinem Innern nach dem Ort, der immer so ruhig und tröstlich war und versuchte dessen Energie zu nutzen. Aber dort war keine Ruhe, dort war kein Trost. Dort war es wieder, die Kälte die Dunkelheit, die Wildheit, die er während der letzten Meditation erlebt hatte und die ihn erschrocken zurückweichen ließ.[2]

Er zuckte in seiner Ecke heftig zusammen, seine Konzentration verschwand und wich einer heftigen inneren Unruhe. Was ist mit mir passiert, was hat dieser Kampf mit mir gemacht. Er versuchte sich nichts anmerken zu lassen, die anderen warne zum Glück in ihr Gespräch vertieft und so hoffte er, dass es niemandem aufgefallen war. Er atmete tief durch und versuchte diese Energie, die er fürchtete, die aber auch so viel Stärke versprach, aus seinem Geist zu verbannen.
 1. kein Erfolg.
 2. Darkside Punkte nicht genutzt.
« Letzte Änderung: 12.10.2018, 09:02:00 von Barret Amon »

Idunivor

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #184 am: 12.10.2018, 10:08:34 »
Fox zuckte bei Dereks Einwänden arglos mit den Schultern: "Weiß nicht. Den Transpondercode ändern wird ja sowieso denke ich, das ist auf Nar Shadda aber normal. Und ich habe keine Ahnung, ob das jemand erkennt. Vielleicht, aber sicher bin ich mir nicht. Auf dem Schmugglermond landen täglich dutzende wenn nicht hunderte verschiedene Schiffe.
Und was Kwenn anbelangt, das ginge natürlich auch. Ist näher an der Grenze des Huttenraums, also weniger Syndikatsleute, dafür wahrscheinlich mehr Imperiale."

Barret Amon

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #185 am: 23.10.2018, 15:34:05 »
Nun hatten sie Zeit nachzudenken, zu reden und zu üben. Etwas was Woh Zsar im Moment brauchte, denn der Kampfstil mit dem Blaster, den er im Dschungel gelernt hatte, war für einen Kampf an der Seite von Jedischülern nur mäßig brauchbar. Da ihn dies wurmte, hatte er sich eine Stange als improvisiertes Übungschwert auf ihrem Ersatzteillager genommen und war in den Übungsraum gegangen.
Dort angekommen, stellte er alsbald fest, dass er sich nur noch schwer an die Bewegungen des Lichtschwertkampfes erinnerte. Frustriert fuchtelte er also mit der Stange herum, als Barret den Raum betrat.

Die Bewegung, in der er wie angewurzelt stehen geblieben war, sah ziemlich lächerlich aus. Jedenfalls für jemanden der schon mehr Erfahrung hatte. Mit einem räuspern entspannte er sich. „Oh em, auch etwas üben? Ich glaub, ich habe alles vergessen, was mir beigebracht wurde. Ich habe gesehen bei dir uns Xiara ist das anders. Wie kommt das und hast du Lust mir auf die Sprünge zu helfen?“

Barret war auch kurz überrascht, als er auf Woh Zsar traf. Aber es störte ihn nicht, zu zweit konnte man manches besser üben. Er hatte in der letzten Nacht ein komischen Traum gehabt. Er sah darin einen Jedi mit dem Lichtschwert kämpfen und irgendwie kamen ihm die Bewegungen bekannt vor. Vielleicht hatte er sie bei seinem Meister schon mal gesehen oder sogar mal selbst ausprobiert. Wie auch immer, wirklich erinnern konnte er sich nicht. Im Traum hatte er gebannt zugeschaut und versucht, sich die Bewegungen zu merken. Als er am Morgen erwacht war, war das Bett ganz zerwühlt gewesen, als hätte er im Traum versucht, einige der Bewegungen nachzuahmen. Er glaubte auch, sich einiges davon behalten zu haben und nun wollte er ausprobieren, wie es sich in der echten Welt anfühlte. Als er Woh Zsars teilweise etwas ungelenken Bewegungen sah war er ein bisschen froh, dass sie beide noch übten, so brauchte er sich nicht zu schämen, wenn es ihm nicht gelang.
"Oh, ich bin selbst noch ein Schüler, wie du weißt. Aber vielleicht können wir ja von einander lernen. Ich habe mich an einige Bewegungen erinnert, die ich vergessen hatte. Vielleicht hat die Meditation mit dem Holocron da etwas hervorgeholt, dass ich vergessen hatte. Leider habe ich ja mein Schwert verloren. Diese Klinge ist gut, fühlt sich fast so an die ein Lichtschwert, aber eben nur fast. Na komm, lass es uns mal versuchen."

Als erstes gingen sie zum Aufwärmen die Grundpositionen durch und dann übten sie verschiedene Bewegungsmuster. Bei den Aufwärmübungen und Positionen machte Woh Zsar Barret alles nach. Sein Körper hatte wohl doch nicht alles vergessen oder er war in so einer guten Verfassung, dass das er sich in den Übungen entspannen konnte. Bei den einfachen Paraden und Angriffen schaffte er es zwar mitzukommen, aber einen wirklich guten Hieb setzte er nicht.
„Du sagtest etwas von Bewegungen? Hatte sie dein Meister gezeigt, was war er für ein Meister?“ fragte Woh Zsar in einer kurzen Trinkpause. „Ich meine, mein Meister war eher ein Beschützer und hatte kein so großes Augenmerk auf den Kampf gelegt.“ Noch während die Fragen offen waren, fasste er die Stange wieder wie ein Schwert und wiederholte ein paar Paraden. Danach hielt er die Spitze zu Barret zeigend, bereit für die nächsten Schlagfolgen.

Es tat Barret gut mit Woh Zsar zusammen die Grundbewegungen noch einmal zu studieren. Wiederholungen, ständige Wiederholungen. Er erinnerte sich an die Langeweile, die früher dabei in seinem Kopf entstanden war, die Ungeduld, weil er dachte, er könne es schon und die Worte seines Meisters, der ihn immer wieder leicht aus dem Konzept brachte und ihm zeigte, dass die Bewegungen noch nicht so in Fleisch und Blut übergegangen waren, dass sie automatisch abliefen. Und dann war der Tag gekommen, an dem er bemerkte, dass etwas anders war. Er langweilte sich nicht mehr, er hatte gelernt, sich auf die Bewegungen zu konzentrieren und nichts Anderes zu wollen - und dann ging alles wie von alleine. Diese Ruhe, diese Entspannung, während sein Körper die Bewegungen alleine durchführte und dann der nähst Schritt, zu planen und auf Gelegenheiten zu achten, während er zuschlug und parierte. Nun erlebte er dies alles wieder. Er ließ sich auch von den Fragen nicht aus der Ruhe bringen und so musste Woh lange auf die Antwort auf seine Frage warten, eine ganze Trainingsrunde lang.

Als sie also die nächste Pause einlegten, erzählte Barret von seinem Meister. "Wie war er, oh, das ist schwer zu sagen. Er war auch kein großer Kämpfer, aber ich glaube, dass die Übungen mit dem Lichtschwert für ihn eine Art Meditation waren. Ich war schon immer eher ungeduldig, vielleicht war er es auch, vielleicht war dies der Grund, warum er mich ausbilden wollte, aber sicher bin ich da nicht. Wirklich gekämpft haben wir kaum, er sagte immer, dass das Schwert ein Schutz aus Licht ist. Du musst solange überleben bis dein Gegenüber müde wird, dann bekommst du die Chance, eine Einigung zu finden. Es war eine andere Zeit, gegen die Inquisitorin hat man so keine Chance. Aber egal, wie gesagt, es ging ihm gar nicht so sehr ums kämpfen, sondern um andere Dinge. Das habe ich damals nicht verstanden, deshalb habe ich das Schwert irgendwann weggelegt, als er nicht wieder auftauchte. Vielleicht war das ja auch der Grund, warum er starb, warum die Jedi starben. Vielleicht hätten sie mehr Krieger sein müssen als kluge Redner. Was bringt uns all die Klugheit gegen Leute wie die Inquisitorin? Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Stärke, die wir heute brauchen woanders liegt." Erschrocken über seine Worte verstummte er, spürte wie die Hitze ihm in den Kopf stieg und blickte beschämt zu Boden.
"Ich rede quatsch. Komm, machen wir weiter. Ich will heute Nacht meine Muskeln spüren, wenn ich ins Bett falle."

Die Muskeln spüren war gut. Schon nach dieser Einheit glaubte Woh Zsar Muskeln zu spüren, die er schon lange nicht mehr benutzt hatte. Mit einem nicken machte er sich aber für die nächste Runde bereit. Ohne Barrets Worte zu kommentieren, griff Woh Zsar an und übernahm den attackierenden Part. Schon beim ersten Schlag konnte Barret merken, dass Woh Zsar innerlich nicht ruhig war. Auch wenn Barret es relativiert hatte, fühlte er sich von dessen Worten angegriffen. Mehr Krieger als Redner hätte man damals sein sollen. Eine große Behauptung, und doch spürte er, dass da etwas dran war.  Schließlich war das passiv sein irgendwie wirklich eine komische Eigenschaft.
Immer weiter über Barrets Worte nachdenkend, wurden Woh Zsars angriffe waghalsiger. Er versuchte Manöver in seine Angriffe zu legen, sprang zum Auswichen, schlug hacken vor dem Angriff und täuschte auch angriffe an nur um dann mit der freien, flachen Hand zuzuschlagen. Diese improvisierten Angriffe waren aber für Barret gut abzuwehren. Vor allem da Woh Zsar es nie wirklich schaffte Kraft und Bewegung zu koordinieren. Am Ende der Runde hob er dann die Hand, so ähnlich wie bei den Geschützen vor zwei Tagen, dann blinzelte er aber und ließ eine offene Lücke für Barret zurück.

Schnaufend, und mit vor Anstrengung nassen Hemd, lies sich Woh Zsar auf den Boden sacken. Nach drei Atemzügen sagte er dann wieder etwas. „Wir hatten gekämpft und denn noch sind wir gestorben. Es brennt in mir wie ein Feuer, genau die Frage ob wir nicht alle lieber zu den Waffen hätten greifen sollen, ob wir nicht aktiver hätten sein sollen ob wir sie nicht mit den Schwertern und der Macht nicht hätten besiegen können. Ob es etwas geändert hätte wenn ich mich meinem Meister widersetzt hätte." mit einem Kopfschütteln beendete er seine Worte und setzte von neuen an. „Wir können nicht ändern was war, nur das jetzt. Ihr habt Tula und in gewisser Weise auch mich gerettet. Unterschätze also nicht was ihr, was du schon jetzt kannst. Ob das für einen Inquisitor reicht, weiß ich nicht aber zusammen wachsen wir.“ Er hob den Blick zu Barret. „In den letzten Kämpfen, in den Meditationen habe ich immer wieder den Wunsch, nein das Verlangen Euch zu Schützen. Wenn ich dann an meine Grenzen stoße, wird das Verlangen zu einem Feuer. Barret, warum kämpfst du? Warum willst du nicht einfach weglaufen und dich die nächsten Jahrzehnte verstecken. Auch in einer Dunklen Höhle kann das Wissen bewahrt werden.“

Es dauerte einen Moment, bis Barret bemerkte, dass seine Worte bei Woh Zsar Ärger ausgelöst hatten. Seine Angriffe wurden kräftiger, aber unpräziser. Er bemerkte es auch deshalb, weil er sich gut daran erinnern konnte, wie sich seine eigenen Schläge verändert hatten, wenn er sich geärgert hatte. Sein Meister hatte es immer leicht geschafft, ihn in Rage zu bringen und Barret hatte sehr gut in Erinnerung, wie hilflos er sich immer gefühlt hatte, wenn sein Meister Barrets Wut ausgenutzt hatte, um ihn im Kampf zu schwächen. Denn nichts anderes war es gewesen. Stets hatte seine Aufmerksamkeit und Präzision gelitten, er hatte die Deckung vernachlässigt und so dem Gegner Gelegenheiten geboten. Aber er hatte daraus gelernt, zumindest im Kampf.
Zuerst verstand Barret nicht, womit er Woh Zsar verärgert hatte. Für ihn war das ein historisches Ereignis, etwas das der nicht miterlebt hatte, etwas worüber es ihm leicht fiel zu urteilen. Aber was wusste er schon von den Ereignissen – Nichts.

"Entschuldige, ich habe es nicht so gemeint. Eigentlich weiß ich ja gar nichts darüber. Und eines kann ich dir sagen, diese Inquisitorin, so viel Bösartigkeit habe ich selten erlebt. Sie war kalt, präzise, tödlich. Grauenhaft, furchterregend, es fehlen mir die Worte, um sie zu beschreiben. Es hat nichts mit dem gemein, was uns heilig ist. Ich weiß auch nicht, was dagegen helfen sollte. Ich war in ihrer Hand und trotz all ihrer Macht, habe ich überlebt. Nicht weil ich so stark war, sondern weil ich Hilfe hatte. Gemeinsam ist man stärker, da hast du Recht und es war nicht die direkte Konfrontation, sondern das Vermeiden. Mein Meister hat immer gesagt: "Nur der Baum der sich zu biegen vermag widersteht dem Sturm, wer sich ihm stolz in den Weg stellt, der bricht". Ich muss noch so viel lernen."

Bei der letzten Frage von Woh Zsar musste Barret lange nachdenken. Warum kämpfte er.
"Ich weiß nicht. Ich bin nicht losgezogen, um zu kämpfen. Ich wurde gefunden und naja, seitdem folge ich einfach nur oder reagiere. Ich bin hier, weil ich gehofft hatte, dass nicht alles umsonst war. Da war mal einer, der hat etwas in mir gesehen, dass ich nicht sehen konnte. Und dann war er weg. Ich meine, ich war ein Junge als alles endete. Ich wusste nicht, was passiert war, ich dachte, es läge an mir. Und nun musste ich erfahren, dass es anders war. Und ich hatte gehofft, dass ich neu anfangen könnte. Weiter lernen, wieder diesen Weg beschreiten. Ich glaube, also, lange habe ich gedacht, es war ein Fehler. Ich wäre nicht das, was mein Meister erhofft hatte. Ich habe selbst daran gezweifelt, dass die Macht wirklich ist und das ich…also das ich etwas damit anfangen kann. Ich kam aus meinem Versteck heraus, weil ich hoffte, dass da mehr ist. Letztlich habe ich es aber nicht entschieden, es kam einfach so. Wenn ich gewusst hätte, was mich erwartet, ich weiß nicht, ob ich den Mut gehabt hätte." Dann sah er Woh Zsar direkt an. Er hatte nie über diese Dinge gesprochen, er hatte sich noch nicht einmal getraut, sie zu denken. Und nun saß er hier und es sprudelte nur so aus ihm heraus.
"Du hast das alles überlebt, hast dich im Dschungel durchgeschlagen. Ich dagegen habe mich verkrochen. Ich bin nicht stark, nicht mutig. Wäre ich dort draußen gewesen, damals, ich wäre heute tot. Was kann ich also schon dazu sagen." Er zuckte mit den Schultern, denn er wusste nichts mehr zu sagen.

Der Blick von Woh Zsar ging zur Seite. Er schnaufte aus. Nicht vor Verachtung sondern mehr vor Resignation. „Verkrochen habe auch ich mich. Ich war nur dort. Machtlos, ein Padawan im Feuer des Krieges.“ Fest biss er sich auf die Unte3rlippe bevor er sich wieder aufrichtete und zu Barret Blickte. „Irgendwie ist es nostalgisch. Wir sind Relikte einer vergessenen Zeit. Ich möchte auch weiter lernen. Wieder wachsen, den Weg beschreiten den ich als Kind nicht gehen konnte. Die Macht, ihre Wege sind manchmal seltsam. Ein Baum bleibt immer der Setzling. Gleich wie er jetzt daher kommt. Das war eine Weisheit meines Meisters.“

Sichtlich träge stand er auf und hob die Stangenspitze provokant gen Barret. „Komme Eine Runde noch und morgen wieder, so du es willst. Lass mich deinen Sturm spüren und bring mir bitte das Biegen bei.“ Verschmitzt grinste er Barret an.

Ohne viele Worte nickte Barret und stand auf. Woh Zsars Bewegungen wirkten schon viel flüssiger als zu Beginn der Übung. Barret musste sich mehr konzentrieren, allerdings gingen ihm die Worte seines Gegenübers immer wieder durch den Kopf. Und so bekam er den einen oder anderen Treffer ab, den er sonst vielleicht abgewehrt hätte. Aber da sich beide bemühten, den anderen nicht zu verletzten, war das Ganze wieder eine Lektion für Barret, die Aufmerksamkeit im hier und jetzt zu halten und nicht in Gedanken in die Ferne zu schweifen.
Irgendwann ließ er die Waffe sinken. „Ich glaube es ist genug für heute, ich brauche eine Pause. Ich muss an den Setzling denken. Das bedeutet doch auch, dass man sich nicht entwickelt, sondern nur anders erscheint. Das glaube ich nicht. Oder ich verstehe nicht, was dein Meister gemeint hat. Aber darüber können wir ein anderes Mal reden, ich kann gerade nicht mehr gut denken. Ich brauche jetzt eine Dusche und etwas zu Essen.“
Und so verabredeten sie sich für die nächste Trainingsstunde einige Tage später, Barret wollte mindestens einen Ruhetag einlegen, um seine Muskeln zu entspannen und sich auf den Besuch des Holocrons vorzubereiten.
« Letzte Änderung: 26.10.2018, 13:42:42 von Barret Amon »

Idunivor

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #186 am: 23.10.2018, 15:37:49 »
Es verging einige Zeit auf ihrer Reise bevor die machtempfänglichen Flüchtlinge sich wieder in der Kammer des Holocrons versammelten - jetzt sollte man sie wohl alle, sogar Derek, wieder als Padawane bezeichnen. Sobald sie sich niederließen im Kreis um das Holocron und ihre Augen schlossen, um nach der Macht zu greifen, vergingen nur wenige Minuten, dann erschien die Togruta in ihrer Mitte: "Ihr kehrt zurück meine Schüler, sehr gut. Es ist wichtig, sich die Zeit zur Ruhe und zum Lernen zu nehmen, um nicht in dem reißenden Strom des Lebens zu ertrinken. Der Strom der Macht gibt Ruhe in jedem Sturm. Mit wem sie ist, der wird Wind und Wetter immer wiederstehen und nicht zu ihrem Spielball werden. Er wird sein wie ein Fels in der Brandung, aber ohne die Wellen zu brechen, sondern so frei und leicht wie ein Blatt im Wind."

Woh Zsar

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« Antwort #187 am: 24.10.2018, 20:27:00 »
Woh Zsar betrachtete die Meisterineine Weile. Er sah von den letzten Tagen recht erschöpft aus und schien offensichtlich unnötige Bewegungen zu vermeiden. So einen Muskelkater hatte er vom Training mit Barret mitgenommen.
Seine Großkatze war nicht anwesend, sie erkundete das Schiff auf eigene Faust. Machte sich mit ihrem neuen Revier vertraut. Das Band zwischen ihnen war noch offensichtlich sehr dünn, sonst würde sie nicht so einzelgängerisch tun.

Der alte Padawan grüßte das Hologramm mit dem Respekt einer lebenden Meisterin gegenüber. Erst dann erhob er seine Stimme. „Meisterin, der Wind hat uns hier her getrieben, von verschiedenen Welten, auf verschiedenen Wegen. Die Macht die in allem fließt, sie haben wir, habe ich, schon so lange versteckt. Habt ihr einen Rat, wie wir das in uns Ruhende wieder formen können, wie wir es zur Reife bringen? Sein Blick ging kurz nach der Frage zu Barret. Er schien etwas zu überlegen bevor er noch anfügte. „Und natürlich auch unseren Körper weiter schulen. Die Galaxis ist dunkel geworden, hart und kalt. Wir müssen uns und das Wissen verteidigen können, vor dehnen die nach unserer Auslöschung trachten.“

Barret Amon

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« Antwort #188 am: 30.10.2018, 13:16:10 »
Auch Barret spürte einige seiner Muskeln mehr, als ihm lieb war. Er hatte einige neue Bewegungen und Taktiken ausprobieren können, die er früher einmal bei seinem Meister gesehen oder selbst schon einmal geübt, aber wieder vergessen hatte.

Außerdem war er nervös. Er verstand immer noch nicht so richtig, was diese Erscheinung war. War sie nur ein Abbild der Macht oder irgendwie echt? Was wusste sie alles und was konnte sie von ihnen erspüren?

Dennoch ließ er sich in den Strom der Macht fallen, genoss den Trost der Energien, die Ruhe, die sich in seinen Gedanken ausbreitete und die Zuversicht, die sie wieder stärkte. Als dann die Meisterin auftauchte war er ganz bei sich, lauschte ihren Worten und Woh Zasrs Frage. Er hatte auch viele Fragen, aber eigentlich auch nicht. Er ahnte schon, dass die Antworten ausweichend sein würden. Wobei sein Meister immer betont hatte, dass es keine ausweichenden Antworten waren, sondern kluge oder weise und die Herausforderung darin bestand, die Klugheit und Weisheit zu verstehen - dann würde man auch die Antwort verstehen. Er hatte sich mehr als einmal darüber geärgert, dass das am Ende immer richtig gewesen war - Barret aber eher das Gefühl hatte,m sich sowieso alles selbst erarbeitet zu haben und die kryptische Antwort ihm gar nicht geholfen hatte. Sein Meister hatte da immer nur gelächelt. Nun war er aber trotzdem gespannt darauf, was die Meisterin ihnen sagen würde. Außerdem wollte er sich danach noch mit Derek unterhalten, vielleicht hatte er ja etwas von Asen Sulk erfahren. Vor dem Zusammentreffen beim Holocron hatte sich leider keine Gelegenheit dazu ergeben.

Schon schweiften seine Gedanken schon wieder ab. Er konzentrierte sich auf das Hier und Jetzt und wartete auf die Worte der Meisterin.

Derek Vonn

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« Antwort #189 am: 31.10.2018, 17:11:46 »
Derek stieß pünktlich zur vereinbarten Zeit zu den anderen, und zum ersten Mal schloss er sich ihnen mit einem guten Gefühl zu ihrer Meditation an. Zwar sagte eine leise Stimme in seinem Hinterkopf ihm immer noch, dass das, was er hier tat, Unsinn war, doch das Gespräch mit Asen Sulk hatte ihn davon überzeugt, dass irgendetwas an dieser Sache dran sein musste - auch wenn er keine wissenschaftliche Erklärung dafür fand.

Als schließlich das Hologramm vor ihnen erschien, überließ er dennoch den anderen die Führung. Er hatte immer noch Probleme mit dem Gedanken, dieses Hologramm könne etwas anderes sein als eine alte Aufzeichnung, bestenfalls ein überzeugendes Computerprogramm, und er wartete auf irgendwelche Anzeichen dafür, dass sie hier tatsächlich etwas über den Umgang mit der Macht lernen konnten.

Idunivor

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« Antwort #190 am: 04.11.2018, 19:28:14 »
Die Meisterin ging langsam und bedächtig im Raum umher, während sie mit klarer Stimme zu den vier Schülern sprach: "Was ihr sagt ist wahr und doch ist es es nicht. Die Galaxis mag dunkler geworden seid, aber schon ein kleines Licht, eine flackernde Kerze vertreibt die Dunkelheit. So übermächtig sie auch wirken mag, sie kann ein brennendes Licht niemals ersticken. Die Dunkelheit allein hat keine Macht. Sie vernichtet das Licht nicht. Sie hat nur die Geduld bis das Licht von selbst erlischt. Beschreitet den gleichen Weg wie eure Vorgänger, findet ein Licht für euch das nicht erlischt. Ein Licht das euch gehört und mit dem ihr die Dunkelheit vertreiben könnt." Die ehemaligen Padawane erkannten schnell, dass diese Meisterin ihren eigenen Lehrern nicht unähnlich war. Zumindest sprach sie in denselben Rätseln und Bildern, die sie von diesen kannten und wenn sie gehofft hatten hier einfache Antworten oder gar konkrete Anweisungen zu erhalten, so war nun klar, dass dies wohl nicht geschehen würde.

Xiara

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« Antwort #191 am: 08.11.2018, 12:27:48 »
Xiara hatte die ruhigere Zeit nach ihrem Aufbruch vor allem damit verbracht, sich mit dem neuen Schiff vertraut zu machen. Viel Zeit verbrachte sie auch mit Meditation, weswegen man sie nur gelegentlich außerhalb ihrer Quartiere antraf. Sie gewann daraus Kraft für die ihnen noch bevorstehenden Prüfungen. Sie hatten jetzt zwar erstmal ein wenig Ruhe, aber die Falleen war sich sicher, dass ein schon bald nächster Sturm aufziehen würde. Und da war immer noch die Inquisitorin, die sicher keine Ruhe geben würde, ehe sie alle gefangen oder tot waren.

Versammelt mit den anderen beim Holocron, war sie zunächst wieder in ihre Meditation vertieft. Sie lauschte den Worten der Togruta Meisterin und auch wenn sie verwirrend waren, so gaben sie ihr auch Hoffnung, denn sie zeigte ihnen auf, dass selbst ein kleiner Funke, wie sie selbst, sich gegen die erdrückende Dunkelheit des Imperiums würde wehren können.

Woh Zsar

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« Antwort #192 am: 09.11.2018, 22:03:53 »
Woh Zsar senkte seinen Blick. Die Worte von Meistern waren wirklich schwer zu verstehen. Doch auch ihm gaben sie Hoffnung. Denn sie bedeuteten Wachstum und dass die Dunkelheit in der Galaxis nicht so finster war, wie er glaubte.

“Dieses Schiff ist ein Teil des Weges gewesen. Wo wenn nicht hier können wir unser Licht finden.” sein Blick geht zu Barret und dann über Derek zurück zur Meisterin. “Werte Meisterin, einige unter uns wurden geschult andere nicht. So schult uns bitte über die Macht. Lasst uns auffrischen was vielleicht vergessen ist. Erzählt uns bitte die Geschichte der Macht. Was ist sie, welche Arten gibt es.” zum Teil war diese Frage für Derek. Wobei er selbst gerade auch nicht mehr alle Formen der Macht aufzählen konnte. Für Woh Zsar war die Frage aber auch etwas mehr. Er wollte für sich ergründen was da in ihm brannte. War es das Licht oder etwas anderes.

Barret Amon

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« Antwort #193 am: 10.11.2018, 15:57:01 »
Barret hatte auf etwas greifbares gehofft. Aber er erinnerte sich schnell an Früher, wie frustriert er zum Teil war, wenn sein Meister ihm seine für Barret unverständlichen Weisheiten mitgegeben hatte. Schon damals hatte er manchmal das Gefühl, dass dies ein lange eingeübtes Ritual gewesen war. Am Ende konnte man die Worte immer so auslegen, als hätten sie sich genau auf das bezogen, was geschehen war. Aber auch Barret hatte mit der Zeit eine Art Trost darin gefunden. Aber ein Problem war immer geblieben, nämlich die Frage danach, ob die Dinge nicht einfach passierten, und sein Meister die Worte entsprechend interpretiert hatte, oder ob es wirklich etwas mit der Macht zu tun hatte, dass es so geschehen war, wie es geschah. Auf die Frage nach hatte sein Meister immer gesagt, dass die Macht die Zukunft nicht vorhersehen kann, dass die Zukunft nicht festgeschrieben sei. Aber diejenigen, in denen die Macht stark ist, könnten die Zukunft mit Zuversicht anstatt in Furcht erwarten. Denn Furcht sei der Weg zur dunklen Seite. Überall lauerte sie, die dunkle Seite. Barret hatte sich oft gefürchtet und seit der Begegnung mit der Inquisitorin fühlte er sich manchmal wieder wie der kleine Junge, der zu dem er zunächst auch wieder geworden war, nachdem sein Meister verschwunden war. Aber war Furcht nicht etwas natürliches, es gab Dinge, die zum Fürchten war?

Und nun waren sie hier und die Worte der Meisterin hatten auch in ihm das Vertrauen geweckt, dass es vielleicht eine andere Zukunft geben konnte, als immer fortzulaufen und sich zu verstecken. Aber dazu mussten sie viel lernen. Woh Zsar verstand das alles offenbar besser als er, denn er hatte direkt dieses Thema angesprochen. Aber die Sache mit der Dunkelheit, die er in sich gespürt hatte, die beschäftigte ihn immernoch.

"Meisterin, woran erkenne ich, dass ich dem Licht folge und nicht der dunklen Seite. Ich bin nicht so mutig wie die anderen. Diese Inquisitorin, also, diese Begegnung, vielleicht hat sie etwas in mir verändert. Wie kann ich erkennen, welcher der richtige Weg ist?" Nun war es heraus, aber alleine konnte er die Antwort nicht finden und wer außer dieser Projektion der Macht konnte ihm eine Antwort geben. Und auch wenn er die Antwort sicher nicht sofort verstehen würde, irgendwann würde er sie hoffentlich verstehen und etwas gelernt haben. "Habe Vertrauen in die Macht." Wie oft hatte er diese Worte gehört und ja, er hatte Vertrauen in die Macht, gerade jetzt, nach sehr langer Zeit wieder.

Woh Zsar

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Episode III - Der lange Pfad zum Ziel
« Antwort #194 am: 13.11.2018, 10:19:44 »
Überrascht blickte Woh Zsar zu Barret. Genau diese Worte hatten ihm auf der Zunge gelegen und er hatte nicht gewagt es auszusprechen. Warum zeigte Barret fiel es Barret leichter oder irrte er sich. Quellte sich der Padawan genauso wie Woh Zsar selbst?
Ebenso fragend wie Barret ging nun auch sein Blick zurück zur Meisterin. Eine klare Antwort wäre so befriedigend, wenigstens auf den ersten Blick. Wenn er so zurück blickt, auf die Jahre des Versteckens, war es oftmals befriedigender seine Eigenen Antworten zu finden. Er hätte mit den anderen Devaronianern jagend können, hätte dadurch nicht mehr Kontakte knüpfen können und vielleicht sich auch einen Namen machen können. Dafür wäre ihm der der Frieden in der Wildnis verborgen geblieben. Den Frieden und die Ruhe einer Meditation in den Baumwipfeln umgeben vom Klang des Lebens. Mit der Erinnerung an diese Momente fühlte er sich traurig aber seltsamer weise auch leichter. Reflexion, das war eine der Großen predigten seines Meisters. So ungestüm er als Padawan war, so sehr sollte er immer über die verpassten Wege nachdenken. Nicht wertend sondern die Möglichkeiten sehend und das Handeln für die Zukunft verbessern.

In Gedanken kaute er auf seine Unterlippe herum. Dann, bewegt von Barret, fügt er noch eine Frage an. „Und wenn der Weg uns zur Macht führt, heißt es wir sollen uns dem Weg vollkommen hingeben? Denn der Weg der Macht ist nicht richtig oder falsch?“ Kaum waren die Worte gesprochen blinzelt er über die eigene Verworrenheit. Dabei wollte er fragen ob es richtig war, sich dem Gefühl vollkommen gelassen zu ergeben. Je mehr er versuchte die Frage umzuformulieren, desto mehr waren die Worte verworren und in sich gedreht. Er schritt vielleicht maximal selbstsicherer aber war am Ende nichts mehr als Barret oder Xiara. Halbausgebildete Padawane der seinen Meister verloren hatte und sich über all die Jahre nur verstecken konnte.

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