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Autor Thema: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont  (Gelesen 13386 mal)

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Jofarel Xorlarrin

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #555 am: 25.11.2019, 15:02:42 »
Jofarel beobachtete die Verhandlung so lange sie dauerte. Er wusste nicht, was dieses Vonindod war, von dem hier die Rede war, aber es klang so als wäre es für Leute, die hier auf der Oberfläche in Ruhe leben wollten, nicht gerade zuträglich. Der Dunkelelf wollte auch noch sehen, ob diese zwei Parteien hier zum Abschluss kommen würden. Ein Angriff kam in dieser Situation so oder so nicht in Frage. Dafür waren beide Parteien zu zahlreich. Also konnte er auch sehen, was sich aus dem Ganzen ergeben würde.
Was ihm jedoch einiges an Kopfzerbrechen bereitete, war die Tatsache, dass diese Leute die Sprache des Unterreichs nutzen. Sollten diese Riesen etwa in den tiefen Höhlen leben? Denn die Menschen kamen dort nicht her. Von den Zhentarim hatte selbst Jofarel, der hier oben fremd war, bereits gehört.

Kara Stendahl

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #556 am: 27.11.2019, 09:14:25 »
"Was, wenn wir morgen den Riesen erlegt haben, Kylre?" Kara legte die geschliffene, polierte Axt auf die Decke neben sich. Sie kaute an einem Stück Fleisch und starrte hinunter zum Feuer. "Ich will wissen, was da los ist. Klar, das sind nicht unsere Leute hier, aber neugierig bin ich schon, warum sich die Monster so seltsam gebärden."

Die große Frau blickte zuerst zu Grani, dann in die Sterne. Luskan war noch ein ganzes Stück weit entfernt, vor allem, wenn man schwer beladen wäre. Die Mission hätte schneller abgeschlossen sein sollen. Wer hätte vorhersehen können, wie kompliziert die ganze Geschichte werden würde? Riesen finden, töten, zu den Luskanern und wieder ans Meer. So war's geplant. Doch jetzt, so kurz vor ihrem Ziel, war Kara plötzlich nicht sicher, ob ihr das reichte. "Unsere beiden Pfade sind verbunden, deiner und meiner. Auch wenn wir morgen siegen, möchte ich unsere kleine Truppe noch ein wenig begleiten. Was meinst du, Kapitän?"

Blutschwinge

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #557 am: 27.11.2019, 13:23:01 »
Jofarel blieb also auf seinem Posten und beobachtete weiter. Die Verhandlungen zogen sich noch einige Minuten hin. Der Vertreter der Zhentarim war offenbar unzufrieden mit der Gegenleistung, weil schon Leute der Fürstenallianz durch das Land streiften, wie er sagte, seine Spitzel hätten sie kürzlich auf der Straße nach Süden entdeckt. Gundabella war verärgert darüber, aber schließlich bot sie die Freilassung von einem wichtigen Gefangenen aus den Reihen der Zhentarim an, der in einem Kerker der Riesen saß. Ein Name fiel nicht, aber Fylo Nelgom schien damit zufrieden zu sein. Und damit wurde der Handel geschlossen und die Riesen machten sich direkt wieder auf den Weg. Auf die Frage von Fylo Nelgom, wohin es nun für Gundabella ginge, erhielt er keine Antwort. Noch während die Riesen von einigen Soldaten zurück zum ehemaligen Tor geführt wurden, kritzelte Fylo Nelgom etwas auf eine Schriftrolle, band diese an seine geflügelte Schlage und ließ sie fliegen. Sie flog sofort los, zwischen den Ruinen hindurch und war dann i der Dunkelheit verschwunden.



Der Rest der Gruppe entdeckte kurz darauf die Riesen, als sie die Stadt verließen. Gundabella und ihre Hobgoblins gingen nach Norden und der einzelne Riese, den die Gruppe verfolgt hatte, ging zurück in die Richtung, aus der er gekommen war. Offenbar hatte er nichts dagegen, im Dunkeln zu laufen.

Jofarel Xorlarrin

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #558 am: 27.11.2019, 13:44:08 »
Sobald das Treffen beendet war, eilte Jofarel zurück zu Fiona, die auf ihn gewartet hatte. Mit wenigen Worten beschrieb er, was er erfahren hatte: "Die Riesen haben sich mit Vertretern des schwarzen Netzwerkes getroffen und eine allianz geschlossen. Sie suchen etwas namens Vonindod. Wir sollten sie nicht aus dem Blick verlieren, aber zunächst müssen wir zu den anderen zurück."
« Letzte Änderung: 27.11.2019, 14:29:37 von Jofarel Xorlarrin »

Fiona

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #559 am: 27.11.2019, 14:28:13 »
"Gut gemacht, Jofarel! Das bringt uns ein ganzes Stück weiter, würde ich sagen. Dann lass uns mal zurück zu den anderen gehen, da die Riesen ja schon wieder abziehen, können wir wohl nicht bis zum Morgengrauen warten."

Fiona begleitete den Dunkelelfen also auf dem Weg zurück, um sich wieder mit Kara und Kylre zu treffen.

Jofarel Xorlarrin

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #560 am: 27.11.2019, 14:30:39 »
Bei den übrigen Gefährten angekommen wiederholte Jofarel seinen knappen Bericht von dem Treffen. Inzwischen waren auch die Riesen bereits aufgebrochen und so fügte er hinzu: "Wenn wir diesen Riesen jetzt für eine kurze Weile verfolgen, sodass er nicht mehr in Sicht- und Hörweite der Stadt ist, sollten wir uns zumindest um ihn schon einmal kümmern können. Damit wäre der Gerechtigkeit zumindest was ihn anbelangt genüge getan."

Kylre

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #561 am: 28.11.2019, 11:20:06 »
Brummend blickte Kylre in die Finsternis der Nacht und ließ sich Karas Worte durch den Kopf gehen. Müde rieb sich der Seeräuber das Kinn und wälzte Möglichkeiten. Etwas was ihm immer schon schwer gefallen waren. Er mochte Dinge die man gut für sich alleine machen konnte und dabei nicht noch drei andere Dinge in Bedacht ziehen musste damit sie zu einem guten Ende führten. Kämpfen, beten, seiner Fleischeslust fröhnen. Gute Dinge. Ehrliche Dinge hätte sein Vater sie genannt.

Aber er war nun mal der Kapitän und Kara vertraute und brauchte ihn. Und so stand er auf und streckte sich für einen Moment nachdenklich, ehe seinen Entschluss fasste und seiner Kameradin die Hand reichte. So Kara mit einem Ruck auf die Beine stellend, hielt er immer noch ihren Unterarm in seinem festen Griff, dabei blickte er ihr kühn in die Augen und sprach mit einem Funkeln in den seinen: "Stell dir vor Stendahl:" und so begann Kylre zu grinsen während er die alte Freundin an seinen Gedanken teil haben ließ: "Wir kehren nach einem Jahr nicht nur mit einem krummen Zeh eines verweichlichten Riesen zurück. Nein! Wir kehren als Retter des ganzen Nordens ins stinkende Luskan ein. Mit mehr Greifen-, Riesen-, Drachen- und Dämonenfedern, Ohren, Zähnen, Nasen und ihren Valkur verdammten Schwänzen als dieser Dreckskerl Moki zu zählen vermag!" ein begeistertes "Hahaha!" gerade noch zurück halten können, malte er ihr mit diesen Worten einen triumphalen Rückzug aus. Und dann... und dann... würde Moki seinen Kopf ganz freiwillig spalten lassen. So erschlagen von dem tollkühnen Mut seines Kapitäns und Karas würde dieser Verräter sein.

"Was sprichst du Kara Stendahl? Wollen wir dem Ruf des Abenteuers folgen wie es unsere Ahnen wohl verlangen und unsere Namen in die Sagas der Landmenschen einbrennen damit sie unvergessen die Äonen überdauern?!"

Bei Jofarels Rückkehr fiel es dem extrem aufgepushten Kylre[1] schwer sich zurück zu halten. Seine Müdigkeit war vergessen und am liebst wäre er sofort dem Riesen hinterher gestürzt. Und so sprach er zu dieser späten Stunde: "Dann führe uns Dunkelelf. Wir wollen nicht länger kindlich durch den warmen Regen reiten und Spuren im Dreck verfolgen. Lasst uns heute noch einen Riesen fällen!"
 1. Je nachdem wie Kara antwortet

Kara Stendahl

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #562 am: 30.11.2019, 20:03:27 »
Kara erwiderte Kylres festen Händedruck. "Auch diesmal, wie schon oft zuvor, kämpfen wir Seite an Seite!"So kantig seine Art in vielen Situationen auch wahrgenommen wurde, Kylre verstand es seine Gefährten zu begeistern. Nicht zum ersten Mal hatte er Karas Treue und Freundschaft inspiriert und auch ihren Tatendrang. Gemeinsam würden sie als Sieger nach Luskan zurückkehren und den verweichlichten Festländern dabei helfen am Leben zu bleiben.

Blutschwinge

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #563 am: 01.12.2019, 11:01:16 »
Sie verfolgten also den Riesen, der zielsicher auf den Wald im Nordwesten zusteuerte. Sie hatten Mühe, ihm zu folgen, denn er ging schnell. Irgendwann sahen sie in der Ferne Lichter leuchten, vermutlich war es das Lager der Barbaren. Auch der Riese hatte die Lichter wohl gesehen, denn er änderte die Richtung und lief nun direkt auf das Lager zu. Es würde aber noch eine ganze Weile dauern, bis er dorthin gelangte, in der Dunkelheit reichte das Licht der Feuer weit.

Kara Stendahl

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #564 am: 03.12.2019, 15:41:33 »
Kara und Kylre wechselten einen Blick. Sie würden dem Monster den Weg abschneiden müssen, sonst wäre die Gefahr einer Einmischung durch die Barbaren zu groß. Auch weitere Opfer ließen sich vermeiden, wenn sie den Koloss rechtzeitig erlegten. Nicht dass die Barbaren nicht wehrhaft waren, oder sich der massige Riese wirklich hätte anschleichen können... Allein der Dunkle, so schnell er auch war, konnte mit den Pferden nicht mithalten. Es galt den Feind zu stellen, dafür musste man so manche Gefahren auf sich nehmen. Kara überlegte nur kurz bevor sie ihren Arm nach dem Elfen ausstreckte: "Komm, Jofarel! Bevor er uns entwischt!" Sie würde ihn hinter sich aufs Pferd ziehen und Grani antreiben, wie sie nur konnte.

"Voran!" Mit voller Aufmerksamkeit und Kraft trieb Kara nach vorne auf dem schnellsten Wege zum heiß ersehnten Kampf!
« Letzte Änderung: 03.12.2019, 17:24:29 von Kara Stendahl »

Fiona

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #565 am: 03.12.2019, 19:06:46 »
Da war er nun also, der Riese.

Karas und Kylres Kampfeslust war kaum noch zu bremsen. Hoffentlich würden sie in ihrem Eifer ihre Pferde in der Dunkelheit nicht in irgendein Unheil lenken, schoss der Halbelfin durch den Kopf. Sie baute darauf, dass die Pferde schon wissen würden, wo sie hintreten mussten.

Sie selbst verspürte nichts dergleichen. Den Riesen zu erlegen würde eine Gefahr in der Umgebung beseitigen und außerdem würde es sicherlich ihren Stand gegenüber den Barbaren heben. Aber darauf freuen, sich mit ihm zu messen? Ganz sicher nicht.

Daher galoppierte sie mit Hurricane in angemessener Geschwindigkeit hinterher, sie musste ohnehin nicht so nah heran, und wollte das auch garnicht.

Kylre

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #566 am: 04.12.2019, 11:08:27 »
Seinen schlechten Reitstil mit Ungeduld kombinierend, fiel Kylre etwas hinter Kara zurück auch wenn er sich noch so sehr bemühte aufzuschließen oder sogar die Führung zu übernehmen. Statt strengte er sich sehr an kurz vor Fiona zu bleiben, wobei er nicht so recht realisierte, dass diese keine Anstalten machte ihm davon zu reiten.

Hoffentlich würden sie alle den Riesen rechtzeitig erreichen um vor den Barbaren den Feind zu erreichen.

Blutschwinge

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #567 am: 05.12.2019, 21:01:33 »
Sie gaben also den Reittieren die Sporen und schnitten dem Riesen den Weg ab. Die hatte Glück, der Mond stand hoch am Himmel und es war hell genug, dass die Pferde in dem fahlen Licht ihren Weg fanden. Es gab auch kaum Löcher oder größere Steine. Bald war klar, dass sie den Riesen erreichen würden, bevor er beim Lager der Barbaren angekommen war. Aber ihr schneller Ritt blieb nicht unbemerkt und so blieb der Riese schließlich stehen, sah sich in ihre Richtung um und zog einen riesigen Hammer aus einem Beutel, den er an der Seite trug.[1]
 1. Bitte einmal Ini von allen und einen Plan, wie ihr weiter vorgehen wollt. Ihr könnt den Riesen nicht unbemerkt erreichen.

Blutschwinge

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #568 am: 06.12.2019, 11:03:04 »
Runde 1

Riese
Gruppe[1]






Der Riese hatte die kleinen Ziele wohl offenbar schnell ausgemacht, denn er ließ den Hammer zunächst fallen und kramte einen Stein hervor, den er in Ihre Richtung schleuderte. Allerdings waren sie noch so weit entfernt, dass der Stein nicht mal in ihrer Nähe landete.
 1. Entfernung zum Riesen ca. 80 ft.
« Letzte Änderung: 06.12.2019, 11:07:40 von Blutschwinge »

Jofarel Xorlarrin

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #569 am: 06.12.2019, 11:21:53 »
Jofarel glitt eilig von dem Pferd hinunter. Wenn dieser Riese Steine nach ihnen schleuderte, dann war es wohl am Besten, dass sie sich möglich weit verteilten. Hastigen Schrittes und mit gebückter Gestalt eilte er auf den Koloss zu und zog dabei Incita aus der Scheide.[1] Dazu rief er in der Sprache des Unterreiches Worte hinüber zu dem Riesen: "Du würdest doch nicht einmal ein Haus treffen mit deinen Felsen."[2]
 1. Move in Richtung des Riesen, sollte damit auf 50ft. ran kommen
 2. Vicious Mockery, Wisdom Saving Throw gegen 14, bei Scheitern 3 points psychic damage + disadvantage on next attack roll
« Letzte Änderung: 06.12.2019, 11:25:59 von Jofarel Xorlarrin »

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