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Autor Thema: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont  (Gelesen 17727 mal)

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Kara Stendahl

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #765 am: 30.07.2020, 20:44:20 »
Kara wägte ab, was für eine Stärke diese Siedlung wohl haben mochte und bekam Zweifel an der Geschichte. "Ihr allein habt also die Feuerriesen aufgehalten? Hattet wohl ein bisschen Hilfe?" Sie ließ Grani am langen Zügel.

Kylre

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #766 am: 02.08.2020, 10:41:13 »
Kylre war zum gleichen Schluss gekommen wie Kara und blickte den Mann misstrauisch an. Selbst mit vereinten Kräften und Valkurs Macht hatte Dreieber doch unter dem Angriff der zwei Feuerriesen deutlich gelitten. Hier schien das nicht der Fall zu sein.

Also räusperte sich der Kapitän gründlich und rief dann mit der befehlsgewohnten, lauten Stimme, über die nur ein Seeräuberkapitän verfügte auf riesisch: "Zeig dich Frostriese! Wir kommen als Freunde und suchen deinen Rat!"

Stolzen Blickes sah sich Kylre, ausnahmsweise aufrecht im Sattel sitzend, um und erwartete offensichtlich, dass sich der versprochene Riese  hinter einem der Häuser erhob und zu erkennen gab.

Blutschwinge

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #767 am: 03.08.2020, 14:56:21 »
Olbert Stahldorn hörte sich an, was die Reiter und Reiterinnen zu sagen oder zu brüllen hatten.
Seine Antwort richtete er am Fiona. "In der tat haben wir sie nicht getötet, ich sprach von Abwehren. Vermutlich waren sie nur auf der Durchreise und dachten, sie könnten noch ein Dorf zerlegen. Aber wir sind hier wehrhaft und so sind sie weiter gezogen. In Richtung des Moores, wohin sie danach gegangen sind, weiß ich nicht. Wenn ihr sagt, es gäbe einen Frostriesen im Moor, der anders ist, dann haben sie ihn vielleicht gesucht? Es ist einige Wochen her und wir haben sie nicht wieder gesehen. Aber ihr habt euch jetzt nicht dazu geäußert, ob ihr im Dorf übernachten wollt oder besser in einer der nahen Höhlen. Wie gesagt, einen der Moorjäger kann ich euch schicken, er kennt sich hier am besten aus und kann eure Fragen beantworten."

Kylre erhielt zwar ein Echo seiner Worte, aber keine Antwort.

Fiona

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #768 am: 03.08.2020, 16:25:18 »
"Nun, Ihr sagtet ja, dass die Krankheit im Wesentlichen überstanden ist, auch wenn euch der Auslöser nicht bekannt ist. Daher sehe ich da nun auch keine allzu große Gefahr, wenn wir Eure Gastfreundschaft annehmen. Habt Ihr denn keine Priester hier, die in der Lage sind, Krankheiten zu bekämpfen?"

Kara Stendahl

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #769 am: 09.08.2020, 09:22:45 »
"Den Moorjäger will ich trotzdem sprechen." Kara wirkte ernst, aber zumindest nicht absichtlich unfreundlich. "Worauf ist denn euer Katapult gerichtet, wenn ich fragen darf? Was fürchtet ihr kommt aus dem Moor euch zu überfallen?" Kara blickt Stahldorn an. Sie ist sich sicher, dass er nicht alles offen sagt, was zu sagen wäre.

Kylre

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #770 am: 11.08.2020, 20:19:36 »
Offensichtlich sauer darüber, dass der Riese sein scheckiges Haupt nicht zeigen wollte, verriet die Körperhaltung des Sturmpriesters seine Desinteresse für diese valkurverlassene Siedlung. Scheinbar wollten seine beiden Begleiterinnen sich dennoch mehr mit den Leuten hier unterhalten. Und so ließ der Seeräuber sein Pferd schicksalsergeben seufzend einher traben und sah sich dabei um.

Blutschwinge

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #771 am: 14.08.2020, 19:06:34 »
"Oh wir haben einen Heiler, er hat ja schließlich auch alle Kranken heilen können. Na dann, kommt herein." Während er langsam auf das Tor zu ging beantwortete er noch Karas Frage "Das Katapult ist auf das Moor gerichtet, weil da ständig etwas heraus kommen kann, Trolle, Riesen, wir hatten auch schon Riesenspinnen hier. Das ewige Moor spuckt immer wieder mal neue Kreaturen aus."

Das Tor wurde geöffnet und sie betraten das Dorf. Hinter dem Tor war ein kleiner Platz, aber alles war hier kleiner und enger als in den Städten, die sie bisher besucht hatten. Olbert Stahldorn führte die Gruppe zu einem kleinen Gebäude. "Hier könnt ihr schlafen, die Tiere werden gleich geholt und ich lasse euch auch etwas zu Essen bringen. Der Jäger wird zu euch kommen sobald er wieder hier ist. Wenn ihr etwas benötigt, dann fragt die Torwache." Damit verabschiedetet er sich. Gleich darauf kam ein junger Mann, der die Pferde in Empfang nehmen wollte, um sie in den nahegelegenen Stall zu bringen.

Das Haus vor dem sie standen war offenbar nicht bewohnt, aber das sah man ihm nicht an. Es gab oben zwei Zimmer mit je 2 Betten, so dass genug Platz für alle war. Die Möbel waren einfach. Es dauerte nicht lange, dann klopfte der Pferdeknecht und brachte ihnen Brot, Fleisch und Bier. Nun konnten sich die Abenteurer endlich ausruhen.

Kara Stendahl

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #772 am: 16.08.2020, 21:36:49 »
Bevor die misstrauische Kriegerin zulangte, folgte sie dem Mann nach draußen. "Zeig mir dein Dorf und erzähle, was genau hier passiert ist", forderte sie von ihm. Der Ort war nicht groß, doch bedeutete das nicht, dass es hier nicht noch etwas zu erfahren gab, was nicht der offiziellen Version entsprach. "Wir jagen Riesen und beschützen die, die Schutz bedürfen." Natürlich war es vor allem die Jagd, die zählte, aber das musste Kara ja so nicht sagen. Sie fand sich sehr diplomatisch und dachte, die hübsche Fiona hätte vielleicht bereits etwas auf sie abgefärbt. Wenn es nach ihr ginge, dann könnte die Magierin gerne noch mehr tun ... Moment, was hatte der Knecht gerade gesagt...?

Blutschwinge

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #773 am: 28.08.2020, 21:50:47 »
Der Knecht wurde blass und stammelte herum, als Kara ihn ansprach. "Ich also, kann, äh. Aber. Nein, das kann ich...also." Er suchte nach Worten, er hatte Angst vor Kara. Hilfesuchend sah er sich um. Dann drehte er sich um und rannte weg so schnell er konnte. "Ich schicke euch jemanden", rief er noch.

Kara Stendahl

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #774 am: 30.08.2020, 09:33:58 »
Kara legte den Kopf schief, dann zuckte sie mit den Schultern und setzte sich zu den anderen. Die Dörfler waren wohl von keiner besonders hart gesottenen Sorte. Sie schob sich ein Stück Fleisch in den Mund. "Krieger finden sich hier wohl keine. Eine seltsame Sache ... der Bursche war wohl schon mal nicht bei der Riesenabwehr dabei..." Ob die Dörfler gemeinsame Sache mit dem Moor-Riesen machten? Vielleicht fürchteten sie ja um seine Sicherheit.
Einen Versuch würde Kara noch wagen. Wenn aus dem nächsten Zivilisten auch nichts herauszuholen war, dann würden sie auf eigene Faust herausfinden, was es im Moor herauszufinden gab. Zufrieden mit ihrer Entscheidung tunkte die blonde Frau ein Stück Brot ins Bier und widmete sich ganz dem einfachen Mahl.

Blutschwinge

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #775 am: 03.09.2020, 21:42:23 »
Sie mussten dann doch noch eine ganze Weile warten, bis wieder jemand kam. Es war eine ältere Frau, die vor der Tür stand und klopfte. "Hallo, ich hörte ihr wollt das Dorf sehen. Sie nennen mich hier Dora und ich zeige euch alles. Es wird zwar bald schon dunkel, aber es wird schon reichen, ist ja nicht so groß, unser Dorf. Wenn ihr soweit seid, kommt einfach raus."

Die Frau war eher klein und kräftig gebaut. Sie war offenbar körperliche Arbeit gewohnt und trug einfache Kleidung. Sie setzte sich auf einen Stein vor dem Haus und wartete.
« Letzte Änderung: 03.09.2020, 21:43:27 von Blutschwinge »

Fiona

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« Antwort #776 am: 03.09.2020, 22:23:11 »
Fiona kam heraus und grüßte die Frau freundlich.

"Dora, das ist sehr freundlich. Ich bin Fiona. Du kennst doch bestimmt auch alle Geschichten, die es hier in der Gegend so gibt, oder? Zum Beispiel die von dem alten Riesen, der im Moor leben soll. Dem mit dem Helm aus dem Schädel eines Drachen?"

Blutschwinge

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #777 am: 05.09.2020, 18:59:07 »
Dora schaute Fiona erschrocken an. "Nun kommt erstmal, wir drehen eine Runde."

Sollte Fiona nachbohren, ignorierte die Frau ihre Fragen und führte sie durch das Dorf. Mornbryns Schild hatte vermutlich nur ein paar hundert Einwohner, es gab eine Taverne, den Troll in Flammen, einen Laden und die nötigen Handwerker, damit das Dorf unabhängig war. Bald hatten sie alles gesehen und nichts besonderes entdeckt. Es war ein einfaches Dorf, dass kaum Reichtümer hütet, aber durchaus wehrhaft schien. Spuren von einem Riesenangriff sahen sie nicht, als Dora darauf angesprochen wurde, sagte sie, dass die Riesen nur ein paar Felsen geschleudert hätten und dann, als sie unerwartet auf Gegenwehr stießen, das Dorf einfach umgingen und weiter in Richtung des Moors zogen. Schließlich standen sie vor dem Turm mit dem Katapult und Dora führte sie nach oben. Die dortige Wache begrüßte die Frau und die Gruppe. Dora schickte den Mann nach unten, er sollte schnell etwas Essen, sie würde die Stellung halten.

Sie hatten von dort einen guten Blick auf das Moor. Die ersten Ausläufer des Moors reichten zwar bis an das Dorf heran, aber es war noch ein ganzes Stück zu gehen, bis man wirklich im ewigen Moor war. "Dort liegt es und dort wollt ihr wohl hin."Dann sprach sie leise weiter. "Er ist auch dort. Hört auf nach ihm zu fragen und haltet im Moor die Augen auf. Er ist groß, ihr werdet ihn finden, oder er euch. Nun kein Wort mehr über ihn, wenn euch eure Haut lieb ist. Unsere Gäste sind nicht zimperlich. Und haltet heute Nacht Wache." Das Moor ist schön, aber gefährlich. Vielleicht sind auch die Riesen noch dort, die hier durchgekommen sind. Ihr solltet nicht im Dunkeln reisen, sonst endet ihr vielleicht als Moorleiche."

Sie schaute in die Ferne, von hier hatte man wirklich einen guten Blick auf die Landschaft. Das Wasser im Moor glitzerte in der untergehenden Sonne, es gab nur wenige Bäume, aber überall sahen sie kleine Inseln aus mannshohem Schilf.

Kylre

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #778 am: 07.09.2020, 10:14:22 »
"Eure Gäste?" hackte Kylre misstrauisch nach, das erste Mal aus seinem gelangweilten Missmut erwachend."Wer sind die?" Vielleicht gab es hier ja doch etwas von Interesse.

Seinen Blick über die abendliche Sumpflandschaft schweifen lassend, hielt der Seeräuberkapitän den Geist wach und versuchte die ersten Schritte im Moor zu planen.[1] So gut das eben von oben ging. "Habt ihr vielleicht einen Plan vom Moor?" fragte er in normaler Lautstärke auch wenn er wenig Hoffnung dabei verspührte.
 1. Survival 16

Kara Stendahl

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #779 am: 10.09.2020, 19:25:43 »
Nur undeutlich hörte Kara die geflüsterten Worte der Alten. Sollten Kylre und Fiona sich damit abmühen. Sie sah derweil in das Moor hinein und stellte sich vor, wie es aussehen musste, wenn dort plötzlich Risen aus dem Unterholz traten. Sie versuchte zu erkennen[1], ob es irgendwelche Auffälligkeiten gab, doch sie kannte sich im Moor nicht sonderlich gut aus und etwaige Spuren oder Hinweise blieben ihr verborgen.
 1. perrception: 5

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