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Autor Thema: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont  (Gelesen 26078 mal)

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Kara Stendahl

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #915 am: 01.05.2021, 13:12:48 »
Kara hatte noch immer beide Pferde am Zaum und griff das Leder etwas fester, als sie Fiona folgte. Finster blickte sie den Felsen des Riesen an. Reichte es nicht, dass er ordentlich zuhaun konnte? - jetzt auch noch Hexenwerk. Tz. Die Kreigerin spürte, wie sich die Häärchen an ihren Armen aufstellten bei dem Gedanken, sich einfach so auszuliefern. Doch Fiona schien nicht beunruhigt und wenn der Riese dachte, er hätte leichtes Spiel mit ihr - so würde er sich wundern - ganz gleich wohin er die Gruppe lotste. Würde er ihr oder ihrer schönen Zauberin zu nahe kommen, so würde Harshnag sein blaues Wunder erleben, Held oder kein Held!


Wiesel

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #916 am: 01.05.2021, 19:04:17 »
Wiesel blickte den Riesen verständnislos an: Da lag doch nur ein Felsen, was meinte er mit "da drin"? Doch er folgte Harshnags Aufforderung und kam noch näher heran, als er es ohnehin schon war. Musste man irgendetwas Besonderes tun, um die Feuerstelle zu sehen, von der der Riese sprach? Allerdings versuchte er den Tümpel zu vermeiden und direkt auf den Felsen zu springen, falls das möglich war - auf nasse Füße konnte er gerne verzichten.

Phekda

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #917 am: 03.05.2021, 15:14:47 »
Zu guter letzt folgte Phekda der Aufforderung des Riesen. Es war ihm nicht geheuer und auch wenn er den Namen einstmals gehört hatte, sei es wohl auch in Zusammenhang mit einer Heldengruppe, sprach das noch nicht für den Riesen. Aber da Fiona der Einladung folgte und die anderen ebenso vorsichtig schienen wie er selbst, gab er sich damit zufrieden weiter achtsam zu sein. Im Sumpf wollte er schließlich auch nicht stehen bleiben und die Wände einer Felsenfeuerstelle versprachen etwas mehr Wärme als hier draußen.

Blutschwinge

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #918 am: 08.05.2021, 09:58:03 »
Der Riese überlegte kurz nach Fiona Frage. "Artus Cimber, den Name kenne ich, aber es ist schon ewig her, dass ich ihn das letzte Mal gehört habe. Da kann ich euch leider nicht helfen."

Er berührte seine Hand und plötzlich schrumpfte der große Riese auf die Größe der Gruppe. "Kommt, hier geht es rein. Es ist eng, aber für euch wird es gehen."

Dann ging er zum Felsen und kroch in den Schatten hinein. Als die Helden und Heldinnen näher kamen, entdeckten sie eine Spalte, die in den Stein hinein führte. Sie war kaum zu sehen, ganz ohne Magie. Die Spalte schien nicht tief hinein zu reichen, aber der Riese war nicht mehr zu sehen und sobald man hinein kroch, gelange man durch einen scharfen Knick in einen engen Gang, der schräg nach unten führte.

Der Gang schien natürlich zu sein und schlängelte sich nach unten, bis er in einer großen Höhle endete. Hier saß Harshnag vor einem kleinen Feuer, dass er gerade wieder schürte. Er hatte wieder seine normale Größe. Die Höhle war aber groß genug, dass noch vier weitere Personen ausreichend Platz hatten.

"Setzt euch. Habt ihr Hunger?"

Der Riese hatte es sich in der Höhle gemütlich gemacht. In einer Ecke lag ein Haufen an Tierfellen, ein großer Sack und einige Waffen. Vor der Wand stand ein Holzgestell mit einem Grillspieß, an dem ein gebratenes Wildschwein steckte, bzw. das, was davon übrig war. Harshnag stellte das Gestell über das Feuer, um das Fleisch zu erwärmen.
« Letzte Änderung: 08.05.2021, 09:58:25 von Blutschwinge »

Phekda

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #919 am: 14.05.2021, 10:06:22 »
„Si, gracias. Ja gerne, vielen Dank.“ Sagte Phekda der zögerlich in den Spalt gefolgt war. Die Magie des Riesen schien ihm unfassbar zu sein. Er hatte sich schon daran gewöhnt, dass hier im Norden Magie etwas Selbstverständliches war, aber noch immer staunte er einfach über die einzelnen Varianten. So verkleinert, war es sicher ein leichtes für ihn sich vor unliebsamen Blicken zu schützen. Auch die Ausstattung der Höhle fand Phekda interessant. Es war rustikal ab er als Versteck perfekt.

Nachdem er sich an das Feuer gesetzt hatte, versuchte er seine Frage in Worte zu fassen. Halb an Harshnag und halb an Fiona gerichtet fragte er „Was ist ein Vonindods und warum suchen es die anderen Riesen?“

Fiona

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #920 am: 14.05.2021, 11:51:53 »
Auch Fiona folgte dem Riesen in seine Höhle und suchte sich einen geeigneten Platz, wo sie nicht gerade in dem herausziehenden Rauch des Feuers saß.

"Wir sind sehr daran interessiert, Deine Geschichte zu hören. Warum Du hier so zurückgezogen lebst. Aber vor allem sind wir natürlich hier, um herauszufinden, was es mit den ganzen Riesen auf sich hat, die auf einmal auf dem Kriegszug zu sein scheinen."

Wiesel

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #921 am: 16.05.2021, 19:51:40 »
Wiesel, der als erstes am Felsen des Riesen angekommen war, ließ es sich auch nicht zweimal sagen, die Höhle zu betreten. Er musste durchaus zugeben, beeindruckt von Harshnags Versteckkünsten zu sein. Er hatte bisher wenig bis gar nichts mit dem Volk zu tun gehabt, und insbesondere nicht gewusst, dass sie beliebig ihre Größe verändern konnten - falls das nicht etwas war, dass Harshnag exklusiv hatte.

"Wie ein Bär!" antwortete der Elf auf die Frage des Riesen und das Wasser lief ihm im Mund zusammen, als er die Reste des Wildschweins über dem Feuer sah. Es war eine Weile her, dass er das letzte Mal gut gegessen hatte.
Er war froh, dass Phekda die Frage nach dem Vonindod stellte, denn auch ihm hatte sie auf der Zunge gelegen. Insgesamt fehlte ihm völlig der Überblick darüber, was hier eigentlich los war - und seine beiden weiblichen Begleiterinnen hatten wenig, und dann nur in Rätseln, gesprochen. Vielleicht hatte der Riese eine etwas lockerere Zunge und er würde endlich ein paar Informationen erhalten.

Blutschwinge

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #922 am: 24.05.2021, 19:43:54 »
Harshnag kümmerte sich zunächst um das Schwein am Spieß. Irgendwann schien er zufrieden zu sein und stellte das Gestell ein wenig neben das feuer, so dass es nicht mehr in der direkten Hitze stand. Dann wartete er, bis sich alle, die wollten, etwas Fleisch genommen hatten. Er hatte es offenbar nicht eilig, seine Geschichte zu erzählen.

Schließlich nahm er selbst sich auch noch ein Stück. Bevor er aber hinein biss, antwortet er erst Fiona. "Oh, ich wohne hier nicht. Also, sonst nicht. Aber wenn ich im Moor unterwegs bin, schlafe ich häufiger hier. Ich bin auf der Jagd nach Riesen, wie ihr auch."

Dann sah er zu Phekda hinüber. "Über den Vonindod kann ich euch leider nichts genaueres sagen. Das ist eine sehr alte Geschichte meines Volkes aus der Zeit, als wir mit den Drachen im Krieg waren. Es war ein Koloss, eine Kriegsmaschine. Aber sie wurde zerstört und ihre Teile in alle winde zerstreut. Ständig sucht jemand nach den Teilen, jetzt sind es vielleicht einige Riesen. Das macht mir keine Sorgen. Was mir Sorgen macht, ist die Zerschlagung der alten Ordnung. Die Riesen sind in Aufruhr, weil die alten Regeln nicht mehr gelten und das ist nicht gut für die Welt. Aber ich kann die Welt nicht retten, nur einige meiner verkommenen Vettern erledigen, das kann ich. Und das tue ich. Und im Moment tue ich das hier."

Er beschäftigte sich eine Zeit lang um seine Mahlzeit, dann sprach er weiter.
"Früher gab es eine feste Ordnung unter den Riesen. Jede Unterart hatte ihren Platz in der Hierarchie. Das sorgte für eine gewisse Kontrolle ihres oft zerstörerischen Temperaments. Aber das ist dahin, unsere Götter scheinen etwas Neues auszuprobieren, was auch immer sie damit bezwecken wollen, ich weiß es nicht. Jetzt haben sich neue Allianzen gebildet und alles ist aus den Fugen."

Er zuckte mit den Schultern. "Deswegen habe ich Tiefwasser verlassen und bin unterwegs."

Wiesel

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #923 am: 26.05.2021, 18:52:27 »
Wiesel hörte dem Riesen aufmerksam zu, während er lustvoll auf seinem Braten herumkaute. Die Informationen waren recht interessant und ihn hätte interessiert, wieviel davon seine beiden Gefährtinnen bereits wussten. Doch diese blieben vorerst schweigsam. Also stellte er selbst die Fragen, die ihn interessierten, auch wenn die beiden Frauen die Antworten womöglich bereits kannten.

"Wodurch wurde die Ordnung denn zerschlagen? Dein Ansinnen in allen Ehren, aber einzelne Riesen erlegen wird das Problem wohl nicht beseitigen, wenn ich dich richtig verstehe. Oder hast du vor, alle außer dir selbst zu töten? Gibt es keinen anderen Weg?"

Fiona

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #924 am: 26.05.2021, 20:33:13 »
"Wir brauchen irgendeinen Ansatz, um das Problem aus der Welt zu schaffen. Dafür müssen wir vor allem ersteinmal genau wissen, was das Problem ist. Bislang tappen wir dahingehend aber größtenteils im Dunkeln. Und alle Riesen zu töten kann ja kaum der richtige Weg sein, abgesehen davon, dass es wohl auch unmöglich ist."

Kara Stendahl

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #925 am: 26.05.2021, 22:06:17 »
Kara schwieg zunächst und sah sich grimmig in Harshnags Höhle um[1]. BlaBlaBla. Sinnfreies Geschwafel mal wieder. Zeit zum Punkt zu kommen. Wenn Kara mit einer noch eindrucksvolleren Trophäe nach Hause kommen wollte und sich und ihre Fähigkeiten unterwegs noch gebürtig erproben, so schien es am Besten zur Wurzel des Aufruhrs zu sehen.

"Hierarchien zerbrechen nicht. Sie verschieben sich. Also wer sind jetzt die stärksten Riesen und wer hat das Sagen?" Dorthin mussten sie sich wenden, nicht hier umständlich im Sumpf herumsteigen! "Wenn du helfen willst, lass uns gemeinsam die auslöschen, die die anderen führen." Sie verschränkte die muskulösen Arme wieder vor der Brust und sah Harshnag auffordernd an.
 1. perception: 12

Phekda

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #926 am: 27.05.2021, 18:45:51 »
Gemächlich und fast Faser für Faser aßt Phekda den gereichten Braten. Dabei hörte er den Ausführungen zu und versuchte sich einen Reim zu machen. Nickend stimmte er Kara zu, dass Hierarchien nicht zerbrechen, sondern sich nur neu ordnen. Es war logisch, dass dort die Wurzel des Übels saß. Jedoch glaubte er nicht, dass so einfach gegen das was eine uralte Ordnung hat brechen lassen, anzugehen war. Doch es interessierte ihn wie Harshnag das sah und ob das Problem wirklich ein gestürzter König.
Bei diesem Bild fragte er sich, ob Riesen überhaupt Könige oder Anführer hatten. Oder meinte Harshnag gar, dass eine Riesenart aus irgendeinen Grund nun stärker war als üblich, und die Anderen zum Handeln zwang. Seine Retter und die Geschichte um die Riesen wurde für ihn mit jedem Gedanken interessanter.

Blutschwinge

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #927 am: 30.05.2021, 17:59:30 »
Der Riese hörte die Fragen, aber zunächst antwortete er nicht. Er aß weiter und schien dabei zu überlegen.

"Eure Fragen sind schwierig. Ich weiß nicht, warum die Ordnung sich aufgelöst hat, aber das können nur die Götter. Die Ordnung war immer wie ein Naturgesetz, sie war einfach da und jeder hat sie geachtet. Mehr weiß ich nicht und ich bin auch nicht schlau genug, um es zu verstehen. Daher tue ich das, was ich kann und das ist gegen die zu kämpfen, die unterwegs sind. Und wer jetzt das sagen hat, wer weiß. Die stärksten, oder diejenigen, die sich mit den Feigen verbünden, oder wer auch immer. Die Schergen des schwarzes Netzwerks sind unterwegs und das ist immer ein schlechtes Zeichen. Wenn ihr also mehr wissen wollt, dann müsst ihr andere Fragen."

Er überlegte wieder einen Moment, dann schloss er die Augen und es schien, als sei er eingeschlafen. Dann nach vielen Minuten der Stille öffnete er wieder die Augen.
"Wenn wir wirklich mehr wissen wollt, dann weiß ich, wen ihr fragen könnt. Meine Aufgabe hier ist erledigt und ich ziehe weiter nach Norden. Oben in den Bergen gibt es jemanden oder etwas, was euch helfen könnte - wenn ihr euch traut. Es kann aber gefährlich für euch werden und wir müssen in die Kälte der Berge ziehen. Durch die Dunkelheit und durch das Land der dunkelhäutigen Elfen. Es ist ein weiter, gefährlicher Weg. Aber dort könnt ihr antworten finden, wenn ihr ankommt. Ich weiß aber nicht, ob ich euch dazu raten würde."

Er schüttelte langsam den Kopf und seine riesige Hand strich langsam über den Kopf der Axt.

Kara Stendahl

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #928 am: 06.06.2021, 11:13:28 »
"So schwierig finde ich die Fragen gar nicht. Und wir sind nicht hierher gekommen, um nun wieder umzudrehen. Ich ziehe mit dir und passe auf dich auf. Wenn du uns schon nichts Genaueres sagen kannst, dann führe uns zu einem, der etwas weiß." Kara setzte sich nun auch dazu und nahm am Mahl teil. "Zu trinken hast du nichts?", fragend schaute Kara Harshnag an.

Phekda

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #929 am: 07.06.2021, 06:33:20 »
"Ist dieses etwas was uns helfen könnte, eine dieser dunklen Elfen?" fragte Phekda Harshnag. Ein dunkles Land mit dunklen Elfen und eine Person oder ein Ding in dieser Dunkelheit, die ihnen helfen könnte. Das hörte sich für ihn mehr als Mytseriös an. Mysteriös aber auch interessant. Wie ein Geheimniss dass es zu ergründen galt. Wobei nicht jedes dunkle Tor aufgestoßen werden sollte. Aber hier kannte er die Aufgabe von Kara und Fiona zu wenig, die schwere Ihrer Mission, um abschätzen zu können, wieviele Gefahren eine Antwort wert sind.

Da Kara, in ihrer Klarheit, dies bewertet hat, hieß es dann wohl hinein in auf diese dunkle Pfade. Auf jeden Fall war Phekda neugierig. Dunkle Elfen, Schauergeschichten hatte er hier an der Schwertküste schon über sie gehört aber auch genauso viele Schauergeschichten über die Riesen. Wer weiß, was davon alles Wahr war.
« Letzte Änderung: 07.06.2021, 06:33:30 von Phekda »

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