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Autor Thema: Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont  (Gelesen 9334 mal)

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Jofarel Xorlarrin

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #465 am: 14.08.2019, 09:25:49 »
Jorfarel verfiel jetzt wieder in Schweigen, das viele Rede von seiner ersten Begegnung war fürs erste genug gewesen und er wusste nicht so recht, wie er sich diesen Leuten gegenüber verhalten sollte. Als es dann um die Ausgestaltung des Lagers ging, hielt er sich wieder zurück. Zu dem Turm sagte er aber: "Ich kann mir den Turm in der Dunkelheit einmal ansehen, ich brauche so oder so nicht ganz so viel Ruhe, wie ihr und in der Nacht wird kaum eine Kreatur mich überraschen oder entdecken können. Es hat gewisse Vorteile in der lichtlosen Finsternis des Unterreichs geboren zu werden, wenn es auch hier oben dunkel ist."[1]
 1. Das Ganze unter der Annahme, dass wir jetzt nicht mehr als drei oder vier Stunden von dem Turm entfernt sind und Jorfarel es dort tatsächlich nach eine Long Rest hin schafft. Er braucht als Elf ja nur 4h

Kylre

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #466 am: 16.08.2019, 20:44:04 »
"Die Schleicher sollen morgen beim ersten Tageslicht aufbrechen." zischte Kylre gereitzt auf Jorfarels Vorschlag hin und blickte - dieses mal tatsächlich - grimmig zu dem Drow und stach seine Blicke tief in den Dunkelelfen Assassinen.

Dieses vernarbte Spitzohr wollte doch tatsächlich zu seinen Freunden in den Turm gehen um sie des Nächtens vor der tapferen Gruppe um Kapitän Kylre Stormseeker zu warnen, auf dass das Gesindel einen gemeinen Hinterhalt legen konnte! NEIN! So nicht!

Als dem Ruathym diese Gedanken durch den Kopf schoßen und er fühlte wie sein Blut in Wallung geriet, schob sich seine rechte Pranke ohne sein Zutun zu seinem Streithammer und umfasste den Teil zwischen Kopf und Stiel so fest, dass seine Knöchel weiß hervor traten.

Nur weil Kara und er im Dunkel nicht zu sehen vermochten, mussten sie sich diesem hässlichen Vogel nicht noch mehr ausliefern!

Jofarel Xorlarrin

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #467 am: 16.08.2019, 22:10:52 »
Jofarel zuckte bei der gereizten Reaktion des Mannes mit den Schultern: "Wenn ihr meint, ist ein Risiko, weil bei Tag, wer auch immer in diesem Turm sieht sicher genau so gut sehen wird, wie jeder der sich nähert. Aber wenn ihr das vorzieht, bitte." Anschließend ließ er sich wieder im Schneidersitz im Lager nieder, wie am Abend zuvor und legte seine Waffe in den Schoß, um vor Gefahren gewarnt zu werden.
Er hielt es für einen Fehler bis Tagesanbruch zu warten, aber er war lange genug hier oben, um zu wissen, dass eine Aktion auf eigene Faust oder eine Diskussion ihm nur Probleme einbringen würde. Außerdem machte dieser Mann namens Kylre ihm Sorgen. Er schien nicht gerade eine ausgeglichene Persönlichkeit zu sein und Jofarel konnte auf einen Blitzschlag, wie die Echse in der vergangenen Nacht erdulden musste, gut verzichten.

Kara Stendahl

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #468 am: 17.08.2019, 19:57:07 »
Auf eine ruhige Art, die vermuten ließ, dass Kara sich bereits in der Vergangenheit in ähnlich aufgeladenen Situationen mit dem Kapitän befunden hatte, positionierte sich die Kriegerin aus Ruathym zwischen den Männern. Im Vorbeigehen legte sie kurz eine Handfläche auf Kylres Schwertarm und machte eine verneinende Geste. "Jofarels Natur könnte hilfreich sein und Feinde überraschen. Nur möchten wir selbst nicht von dir überrascht werden, Dunkler. Niemand hier kann wissen, was tatsächlich hinter deinem Auge vorgeht." Kara starrte in die Landschaft und schätzte die Zeit bis zur vollkommenen Finsternis. "Wir werden zum Kochen eine versenkte Feuerstelle verwenden und später in der Finsternis ohne Feuer wachen und schlafen. Wenn sie möchte, kann Fiona in der Dunkelheit herumschleichen, ansonsten brechen wir morgens auf, sobald wir etwas sehen können."

Gaston schien bereits eifrig am Werk, doch bis zum Essen würde es wohl noch etwas dauern. Kara zog ihren Dolch und grub damit ein Loch in den Boden. Der Durchmesser der Feuerstelle entsprach in etwa der Länge von Karas Unterarm und sie war doppelt so tief. In einiger Entfernung grub Kara ein kleineres, schräges Loch, welches zu einem Tunnel wurde, der mit dem ersten Loch zusammentraf. Dies würde dem Feuer genügend Luft zuführen. Während sie nun im ersten Loch mithilfe umliegender Gräser und Äste ein kleineres Feuer startete, meinte Kara mit einem Seitenblick auf die Spitze des dunklen Bauwerks in einiger Entfernung: "Die sagenumwobensten Türme auf Ruathym sind bestimmt die Leuchttürme, nicht wahr, Kylre? Es gibt kaum einen, der nicht verflucht, verhext oder besessen ist."

Der erfahrenen Kriegerin war es mittlerweile gelungen ein gleißendes Feuer zu entfachen, das kaum Rauch fabrizierte. Nun suchte sie nach geeigneten Ästen um einen simplen Rost für Gastons Kochgeschirr zu fertigen. Die Stimmung schien ihr immernoch angespannt und der Hunger in ihren Mägen half nicht. "Vielleicht erzähle ich euch später vom Brandhengst bei Volundstorn." Kara ließ sich neben Jofarel nahe am Feuer nieder.

"Du ziehst alleine. Du suchst den Kampf nicht. Trinkst du?" Kara bot dem Dunklen ihre Trinkflasche an. Man musste sich irgendwie ein wenig besser kennenlernen, wollte man jemals etwas Vertrauen schöpfen können. "Während wir auf den Meistereintopf warten, erzähl uns doch etwas von deinen Reisen, Jofarel."
« Letzte Änderung: 17.08.2019, 19:58:42 von Kara Stendahl »

Jofarel Xorlarrin

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #469 am: 17.08.2019, 23:18:32 »
Zögerlich griff Jofarel nach der Flasche und nahm einen vorsichtigen Schluck: "Nun, ich kann es euch nicht verdenken, die Dunkelheit dürfte für euch, die ihr sie nicht durchdringen könnt mit euren Blicken ähnlich bedrohlich sein, wie es der strahlende Sonnenschein, der meine Augen blendet, für mich ist. Und um eure Frage zu beantworten, ja ich trinke, wenn auch selten. Die Wildnis hält nicht viel bereit, was das angeht, und Siedlungen meide ich für gewöhnlich. Denn die Geschichten von meinen Reisen laufen immer gleich ab. Ich komme an einen Ort, irgendjemand hat das Bedürfnis sich abzureagieren, ich verlasse den Ort wieder. Nicht sonderlich spannend. Aber das trinken macht es manchmal erträglich, zumindest für eine Weile. Nur meistens geht es am Ende dann doch übel aus.
Ich könnte euch von der lichtlosen Finsternis unter unseren Füßen erzählen, aber die Geschichten von dort sind fremd und ich wünsche euch, dass ihr niemals einen Fuß in diese Tiefen setzen müsst. Sie sind ein lebensfeindlicher und grausamer Ort. Nicht umsonst habe ich mir die Oberfläche als Wohnstatt gewählt, auch wenn hier das Licht der Sonne Tag für Tag in meinen Augen brennt und die Bewohner mir nicht viel mehr entgegenbringen als Hass und Missgunst."
« Letzte Änderung: 17.08.2019, 23:19:06 von Jofarel Xorlarrin »

Kara Stendahl

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #470 am: 18.08.2019, 19:15:46 »
Kara nahm die Flasche wieder an sich und setzte ohne zu zögern zu einem weiteren Schluck an. Sie verharrte einen kurzen Augenblick, in dem sie auf die Erde zwischen ihren Füßen sah. "Du reist also, weil du auf der Suche nach einer neuen Heimat bist? Ganz allein in der Wildnis ist's wohl zu einsam und mit anderen gemeinsam ist's hier in den Ansiedlungen unmöglich. Hm." Der Dunkle konnte die ganze Welt frei durchwandern und steckte trotzdem in seinem Dilemma fest. Auch Ruathym hatte man schon mit den Worten lebensfeindlich und grausam bedacht, doch die Kriegerin fühlte sich sehr verwurzelt mit der kargen Insel. Ohne ein Stückchen alter Heimat in der Seele, so ganz ohne Ankerpunkt und ohne Ziel...

Ein angenehmer Geruch lenkte die Kriegerin von ihren Gedanken ab und holte sie ins Hier und Jetzt zurück.


Jofarel Xorlarrin

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #471 am: 19.08.2019, 09:32:46 »
Jofarel schwieg für einen Augenblick. "Auf der Suche nach Heimat?" Er wusste nicht einmal, was genau dieses Wort bezeichnen sollte. Das gesamte Konzept war ihm fremd. Ging es um einen Geburtsort? Oder einfach um den Ort an dem man lebt? Nachdenklich blickte er in die Dunkelheit, um sein verbliebenes Auge zu schonen: "Ich weiß nicht. Es ist nicht so, dass ich sonderlich bewusst entscheiden würde, wohin mein Weg mich führt. Oder dass ich irgendetwas suchen würde. Es geschehen Dinge und es ergeben sich Möglichkeiten. Damit muss man umgehen. Und dann geschieht wieder etwas anderes."

Fiona

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #472 am: 19.08.2019, 15:44:02 »
"Manchmal ist es auch von Vorteil, so ein Halbblut zu sein, wie ich es bin. Halb Mensch, halb Elf. Mich stören weder die hellen Strahlen der Sonne, noch vermag die Finsternis es, meinen Blick allzusehr zu behindern. Wie dem auch sei, wir müssen wohl erst ein wenig mehr Vertrauen ineinander finden. Vielleicht gelangen wir ja noch dorthin."

Beim Abendessen lauschte die Halbelfin dem Austausch zwischen Kara und dem Drow.

"Das heißt, Du hast garkein richtiges Ziel, oder? Also, Du bist einfach nur hier, weil Du nicht dort sein willst? Und lebst so von einem Tag zum anderen, weißt aber auch nicht so recht, was Du mit Deiner Zeit hier oben anfangen willst? Lässt Dich einfach nur treiben... Das kann ich mir irgendwie nur schwer vorstellen, wie das sein mag. Ich hatte immer irgendwelche Aufgaben, schon in jungen Jahren."

Jofarel Xorlarrin

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #473 am: 19.08.2019, 16:08:02 »
Der Dunkelelf zuckte wieder ratlos mit den Schultern. Er hatte sich noch nie so recht Gedanken darum gemacht oder sie zumindest nicht laut ausgesprochen. Es war etwas anderes, ob er Dinge aufschrieb, die ihm selbst im Kopf umherschwirrten oder ob andere Fragen stellten und ihre eigene Sichtweise äußerten: "Für jemanden wie mich ist hier oben so oder so nichts von Dauer. Also warum sollte ich mich damit abmühen, an irgendetwas festzuhalten, wenn es einem so oder so wieder entrissen wird? Es ist besser als die Alternative, die am Ende doch immer nur in Schmerz und Verlust endet."
Etwas gedankenverloren strich Jofarel sich die Stoffbinde, die seine leere Augenhöhle bedeckte. Nur selten dachte er an den Tag, an dem er sein Auge verloren hatte - und vieles mehr. Aber das bedeutete nicht, dass er es jemals vergessen konnte. Ein erster Schritt, hinter den er nicht mehr zurück konnte, aber auch um keinen Preis zurück wollte. Aber er wollte nun nicht weiter darüber reden, deshalb nutze er die Gelegenheit, die sich gerade geboten hatte: "Wo wir gerade von Aufgaben und Zielen sprechen: es kommt mir doch ein wenig komisch vor, dass eine Truppe wie ihr durch die Wildnis zielt auf der Jagd nach einem einzelnen Riesen, von dem ihr doch nicht viel mehr zu wissen scheint als Gerüchte."

Fiona

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #474 am: 19.08.2019, 17:49:35 »
"Es ist auch nicht die ganze Wahrheit," erklärte Fiona, nicht dass das nicht ohnehin offensichtlich genug war.

"Es gibt ganz sicher mehr als nur diesen einen Riesen hier. Gerüchte über Vorfälle gibt es in der ganzen Region. Wir selbst, jedenfalls Gaston und ich, waren erst vor Kurzem oben im Eiswindtal und haben dort einen Überfall von einer ganzen Schar von Frostriesen auf eine der Zehnstädte vereitelt. Und jetzt gehen wir eben weiteren Spuren nach. Eine davon hat uns hierher geführt."

"Und natürlich machen wir das alles auch nicht aus einer Laune heraus. Wir haben selbstverständlich Auftraggeber, für die wir hier nach dem Rechten sehen. Kara und Kylre sind auch erst vor einigen Tagen zu uns gestoßen, eine glückliche Fügung, da unsere anderen Begleiter sich nach der Rückkehr aus dem Eiswindtal in andere Richtungen aufmachen mussten."

Gaston

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #475 am: 19.08.2019, 20:44:01 »
Gaston lauschte dem Gespräch der Gruppe kauend. Er wusste nicht recht, was er von dem Dunkelelfen halten mochte. Irgendwie misstraute er dem Dunkelelfen. Ihre Boshaftigkeit und Verschlagenheit waren wohlbekannt. Andererseits war er als der Halbling, der er nun war, auch wenig bereit, eine Person an seinem Lagerfeuer lange fremd zu bleiben. Also stach er seinen Löffel in die Schüssel. "Warum bist Du denn nun auf der Erdoberfläche unterwegs? Ich ahne eine tragische Geschichte. Hat das etwas mit den Narben in Deinem Gesicht zu tun? Männchen können in der Dunkelelfengesellschaft ein schweres Geschick erfahren, habe ich gehört."
„Essen ist ein Bedürfnis, genießen ist eine Kunst.“ (Rochefoucauld)

Jofarel Xorlarrin

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #476 am: 19.08.2019, 20:59:58 »
Jofarel zögerte bei der Frage des Halblings einen Augenblick. Außer mit dem Pergament seines Buches hatte er diese Dinge noch mit niemandem geteilt. Und er wollte nicht zurück an diesen Ort, nicht einmal in seinen Gedanken: "Wie ich bereits sagte, das Unterreich ist ein finsterer und gefährlicher Ort voll von Bedrohungen. Ich habe nicht das Bedürfnis dorthin zurückzukehren. Und auch nicht die Möglichkeit. Aber was ihr sagt stimmt zumindest zum Teil. Die Städte der Dunkelefen und die einzelnen Häusern werden von den Priesterinnen der Spinnenkönigin beherrscht. Aber das bedeutet nicht, dass es den Männchen" – das Wort kam Jofarel komisch vor. Es fühlte sich an, als würde er von Tieren sprechen, aber die Oberflächenbewohner würden schon wissen, wie ihre Sprache funktionierte – "notwendigerweise schlecht geht. Es ist wie hier oben auch, man muss nicht an der Spitze der Herrschaft stehen, um ein gutes Leben führen zu können.
Und was die Narben anbelangt. Einige stammen aus dem Unterreich, andere von der Oberfläche. Aber die Geschichte ist meistens dieselbe. Jemand mit mehr Macht als ich suchte einen Schuldigen für einen Fehlschlag oder ein Ventil für seinen Zorn. Man lernt sehr viel über andere Lebewesen, Männchen wie Weibchen, wenn man sie in diesen Situationen erlebt. Aber es ist den Preis kaum wert. Auch wenn sich Geschichten daraus spinnen lassen. Ich mag euch einige davon irgendwann einmal erzählen. Aber es ist wie eure Anführerin bereits sagte, an diesem Punkt sind wir noch nicht angekommen. Vielleicht erreichen wir ihn irgendwann."

Gaston

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #477 am: 31.08.2019, 12:22:26 »
"Es ist für mich nicht so ganz nachvollziehbar, muss ich gestehen. Natürlich gibt es hier oben auch einen Überlebenskampf. Entweder Deine Geschäftsidee ist gut und Du kannst Dich gut verkaufen - dann schaffst Du es auch nach oben. Wenn Du aber ohne Mittel bist und auch nicht gut bei anderen ankommst, dann landest Du auf der Straße und bist ein Niemand. Hunger und Durst sind ein Problem, aber Dein Leben ist nicht direkt bedroht. Niemand wird hier oben einfach umgebracht, wenn er unbequem wird oder nutzlos wird. Außer Du wächst unter Orks auf." Gaston hielt inne und räusperte sich. "Womit ich nicht sagen wollte, das Orks und Dunkelelfen in irgendeiner Weise vergleichbar seien."

"Wie auch immer. Ich halte Deine Idee, den Feind auszuspähen für keine schlechte Idee. Vielleicht willst Du vorangehen?"
„Essen ist ein Bedürfnis, genießen ist eine Kunst.“ (Rochefoucauld)

Kylre

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #478 am: 31.08.2019, 18:48:59 »
Mit Hilfe von Karas vertrautem Griff ein wenig die Fassung zurück erlangend, hatte sich der Seeräuber abgewandt und nur mehr mit halbem Ohr die Unterhaltung verfolgt. Statt dessen hatte er Hammer und Schild beiseite gelegt als bemerkte, dass auch die beiden Frauen dagegen waren den Dunkelhäutigen so weit zu vertrauen, dass sie ihn ganz aus den Augen ließen.

Sich gegenüber von Jofarel einen Platz am Feuer suchend, grunzte der Ruathym zustimmend als die Rede auf die verhexten Leuchttürme seiner Heimat kam. Irgendwie vermisste er die raue See mehr als er sich eingestehen mochte stellte er bei dem Gedanken an zuhause wehmütig fest.

Als Gaston, der ja gerade kochte, den Vorschlag brachte, dass der Elf als erster ausspähen gehen sollte, zog Kylre seine Stiefel aus und streckte seine haarigen - für einen Menschen - Zehen in Richtung des Feuers und wackelte mit ihnen ehe er schnaufte: "Eine gute Idee. Aber erst morgen. Für heute reicht es." Dann hob er den Blick und überprüfte dabei wie weit das Essen schon gediehen war.
« Letzte Änderung: 01.09.2019, 14:54:55 von Kylre »

Blutschwinge

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Erstes Kapitel - Das Grollen am Horizont
« Antwort #479 am: 08.09.2019, 11:01:54 »
Die Gruppe nutzte also die Gelegenheit für eine ausgiebige rast und nach dem Essen fanden alle etwas, was zu tun war, einige reinigten und pflegten ihre Klingen, andere ihr Kochgeschirr. Und irgendwann legten sie sich schlafen. In dieser Nacht blieb alles ruhig und so konnten sie am nächsten Morgen erholt aufbrechen.
Der Himmel war grau und es würde einige Zeit dämmrig bleiben, was der Gruppe entgegen kam. Die Gruppe brach zunächst gemeinsam auf, denn der Weg zu dem Objekt war zu weit, um sich schon zu trennen. Aber irgendwann trennten sie sich, diejenigen, die voran schleichen wollten, machten sich auf und der Rest der Gruppe folgte in einiger Entfernung.

Bald konnten sie mehr erkennen, vor ihnen lag ein Hügel, auf des dem sich eine Felsenspitze aus weißen Stein erhob, vielleicht fünfzig Meter hoch. Er sah aus wie ein riesiger Zahn, der in der Erde steckte. Der Hügel selbst hatte einen Durchmesser von gut 20 Metern. Neben dem Zahn sahen sie auf dem Hügel einige kleinere Steinbrocken verstreut herumliegen, die allerdings vermutlich ebenfalls mannshoch waren. Die Spuren des Riesen führten direkt dorthin. Die Späher konnten dort allerdings niemand sehen, keinen Riesen und auch sonst niemanden.
« Letzte Änderung: 08.09.2019, 11:04:47 von Blutschwinge »

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