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Autor Thema: Wildwasser  (Gelesen 4190 mal)

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Eronomion

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Wildwasser
« Antwort #90 am: 10.08.2018, 16:30:07 »
Eronomion war durchaus überrascht, dass es dem anderen Mann noch immer so schlecht ging: "Das tut mir Leid, Moris. Und ihr schuldet uns nicht mehr als euren Dank, macht euch keine Sorgen. Wir sind hier im Dienste Erastils, um dem Volk zu helfen, da zählt ihr ohne Zweifel dazu. Vielleicht könnten wir ja eurem Bruder auch einen Besuch abstatten? Wir haben schon einiges gesehen auf unseren Reisen. Und es scheint das ein oder andere Rätsel zu geben, das dieses Land quält. Vielleicht finden wir so einen Hinweis darauf, was genau hier vor sich geht." Eronomion überlegte für einen Augenblick, was er hier offenbaren sollte. Er verschwieg lieber, dass keiner von ihnen ein ausgebildeter Heiler war, das mussten die Männer nicht wissen, denn wer wusste schon, was sie alles dem ersten Jäger und dem König erzählen würden.
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Blutschwinge

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Wildwasser
« Antwort #91 am: 10.08.2018, 18:54:42 »
Moris nickte, allerdings sagte sein Blick, dass er nicht daran glaubte, dass jemand seinem Bruder helfen konnte. "Ja, ihr könnt ihn besuchen. Er liegt im Lazarett der Wache, bei der Kaserne." Als er Eronomions fragenden Blick sah erklärte er ihm, wo dies zu finden war.

Daraufhin klopfte ihm einer der Männer auf die Schulter. "Es wird Zeit." Zu Eronomion gewandt sagte er: "Unsere Schicht fängt gleich an, wir müssen nun los. auch von uns ein Willkommen in der Stadt."

Moris nickte und die Männer verabschiedeten sich freundlich von Eronomion und gingen dann zur Wachstube.

Eronomion

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Wildwasser
« Antwort #92 am: 20.08.2018, 19:43:00 »
Eronomion verabschiedete sich ebenfalls freundlich und ging dann seiner Wege. Er würde diese Leute sicherlich einmal wiedersehen, aber zunächst galt es zu klären, was mit diesem Obersten Richter war. Und dafür musste er sich wieder mit seinen Gefährten treffen. Vielleicht wussten diese ja schon mehr. Er würde sie wohl in ihrer Unterkunft finden.
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Alyssa

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Wildwasser
« Antwort #93 am: 21.08.2018, 03:12:28 »
Na das war ja ein seltsames Erlebnis geworden. Anscheinend gab es einige Parteien oder Personen in der Stadt, die sich sehr für das Geld von Reisenden interessierten. Wenn sie so an die Gesichter und Reaktionen zurückdachte, vielleicht sogar einige der Leute, mit denen sie gesprochen hatten. Eigentlich nichts beunruhigendes - Diebe und Banditen gab es schließlich überall. Sie wischte den seltsamen Gesprächsverlauf zur Seite und konzentrierte sich auf die guten Nachrichten. Schon bald würden sie den Baumeister kennen lernen und vielleicht sogar ein Haus hier besitzen.
Zurück in der Taverne, lächelte sie der Magd nur wissend zu und ging mit dem Rest der Gruppe in den Hinterhof, um sich dort einen Moment auf eine der Bänke zu setzen. "Kein Problem." erwiderte sie Karl, als dieser sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigte. "Wir warten sowieso noch auf einen Freund." Es dauerte eine Weile, bis Eronomion zurück war aber auch er würde wohl von Jella in den Hof geschickt werden, sodass sich die Gruppe dort auch komplett wiederfinden würde. Sie grüßte den jungen Mann mit einem Nicken und einem Lächeln. "Wir haben ein paar interessante Dinge herausgefunden. Ein Baumeister in dieser Stadt scheint wohl auch ein guter Mann und möglicher Verbündeter zu sein. In ein paar Tagen können wir mit ihm Reden. Ach, vielleicht können wir sogar ein Haus kaufen. Wie sieht es mit dir aus? Irgendwas nützliches?"

Ponzio

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Wildwasser
« Antwort #94 am: 21.08.2018, 14:43:16 »
Ponzio musste schmunzeln, als er Eronomions erstaunten Blick sah, und entschloss sich, noch ein paar Sätze zur Aufklärung hinzuzufügen.
"Ich habe eine ältere Frau gefragt, warum sie nichts tun, um die Gebäude besser in Stand zu halten. Es mangelt zum einen wohl am Geld, zum anderen aber auch an fähigen Handwerkern. Die wenigen, die es gibt, arbeiten fast ausschließlich für die reichen Händler, und sind dann auch entsprechend teuer. Außerdem stehen immer mehr Häuser leer, weil die Menschen weggehen. Dann hat sie mich gefragt, ob ich nicht das Haus ihres Bruders kaufen will, und ich dachte mir, das wäre eigentlich keine schlechte Idee.

Einerseits erleben wir dann direkt die Sorgen und Probleme der Menschen hier, und ich dachte mir, wir können direkt an der Basis Hand anlegen, um den Leuten zu helfen. Ja, und es gibt einen Baumeister, der wohl das möglichste tut, um die Häuser in Schuss zu halten, mit dem wollen wir uns treffen. Wie Alyssa schon sagt, ein möglicher Verbündeter."

Eronomion

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Wildwasser
« Antwort #95 am: 21.08.2018, 15:52:15 »
Der junge Mann nickte. Das klang tatsächlich sehr sinnvoll. Sie würde dem König irgendwie erklären müssen, warum sie sich nun doch hier ansiedelten, aber das hatte gewiss noch ein wenig Zeit. Stattdessen nahm auch er sich die Zeit zu erklären, was er herausgefunden hatte: "Das hört sich doch gut an. Mit der Belohnung des Königs sollten wir eine Anzahlung ja auch hinbekommen, wenn nicht gar den ganzen Kaufpreis.
Ich habe auch den Soldaten gefunden, dem wir im Wald geholfen haben. Sein Name ist Moris und er hat gesagt, wir sollen uns ruhig bei ihm melden, wenn wir etwas benötigen. Allerdings ist er für gewöhnlich wohl auch mit anderen Wachen zusammen.
Er hat mir jedoch auch etwas über seinen Bruder erzählt, das interessant sein dürfte. Wie es aussieht hat dieser sich von seinen Verletzungen nicht vollständig erholt. Er liegt in einer Art Koma im Lazarett der Wache und niemand weiß, wieso er nicht aufwacht. Das mag etwas mit dieser Kreatur zu tun haben und eventuell sollten wir uns das auch einmal ansehen."
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Ponzio

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Wildwasser
« Antwort #96 am: 21.08.2018, 17:44:33 »
Ponzio stimmte dem jungen Mann zu: "Das sollten wir tun. Ich könnte zumindest versuchen herausfinden, ob sein Koma durch Magie oder auch ein Gift verursacht worden ist."

EldarRil Sturmreiter

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Wildwasser
« Antwort #97 am: 21.08.2018, 18:48:16 »
"Ich stimme Euch zu, wir sollten dem Soldaten auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Vielleicht sogar noch bevor unser Besuch hier eintrifft, denn ich Glaube wir haben eh noch etwas Zeit", meinte EldarRil.

Kivan

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Wildwasser
« Antwort #98 am: 22.08.2018, 23:00:42 »
Der halbelfische Waldläufer verfolgte die Gespräche seiner Gefährten ohne aktiv daran teilzunehmen. Er fühlte sich fremd in der Stadt. Das lag nicht daran, dass er tatsächlich ein Fremder war und auch nicht an den Bewohnern. Es war viel mehr ganz einfach so, dass Kivan zur Zivilisation ein zwiespältiges Verhältnis hatte - wie auch Erastil. Auf der einen Seite begrüßte er den Fortschritt und die Annehmlichkeiten des Stadtlebens, auf der anderen Seite waren ihm der Dreck und das Getümmel zuwider. Vielleicht war es seine elfische Seite, die dafür sorgte, dass er zu den Bewohnern größerer Siedlungen meist keinen rechten Zugang fand.
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Blutschwinge

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Wildwasser
« Antwort #99 am: 27.08.2018, 09:30:06 »
Aber so richtig aufraffen konnte sich die Gruppe nicht. Sie waren hungrig als Eronomion zu ihnen stieß und die angenehme Wärme im Hinterhof des Gasthauses machte sie alle etwas schläfrig. Kurz nach Eronomions Ankunft kamen Jella und Karl zu ihnen, holten schnell einen großen Holztisch aus einem Schuppen und noch eine Bank und kurz darauf stand das dampfende Abendessen und die Getränken auf dem Tisch.

Nach dem Abendessen verbrachten sie die Zeit, indem sie sich gegenseitig auf den neusten Stand brachten und die verschiedenen Informationen diskutierten, die sie gesammelt hatten. Es schien nun zu spät zu sein, um noch nach dem verletzten Wachmann zu sehen und so kümmerten sie sich um ihre eigenen Belange oder vergnügten sich mit den von Karl gebrachten Würfeln und Spieltäfelchen.

Als es dann langsam dunkel wurde kam ein Mann zu ihnen und brachte, wie erwartet, eine Einladung zu einem der örtlichen Händler. Er wartete, während sie sich vorbereiteten und brachte sie dann, wieder durch kleine Gassen und Nebenstraßen, zu einem Gebäude, dass sie durch einen Seiteneingang betraten. Offenbar sollte nicht jeder sehen, dass man hier zusammen kam.

Der Mann führte sie in einen kleinen Raum, in dessen Kamin ein kleines Feuer prasselte und ein überraschend großer Tisch Platz gefunden hatte. Dort saß bereits ein überraschend junger Mann, er war nur wenige Jahre älter als Eronomion. Dieser erhob sich, als die Gruppe eintrat und begrüßte sie.

"Willkommen, willkommen hier im Haus. Mein Name ist Larn Renesse und ich führe dieses Handelshaus zusammen mit meinem Vater. Er ist leider derzeit verreist, daher kann nur ich euch empfangen. Bitte nehmt Platz."

Ein Diener kam und brachte Getränke und einige Kleinigkeiten zum Essen für die Gäste und verschwand dann wieder.
"Man hört ja viele Geschichten über euch. Aber was genau euch in dieses Land führt habe ich noch nicht herausfinden können, manche sagten, ihr seid Monsterjäger, andere sprechen von Schatzjägern, aber ich hörte auch, dass ihr die Bestie selbst hier her gebracht habt um euch als große Helden aufzuspielen. Vermutlich ist nichts davon wahr, daher dachte ich mir, ich spreche lieber selbst mit euch. Denn neugierig bin ich natürlich schon, was der Grund eurer Reise ist, schließlich befinden wir uns hier nicht gerade im Zentrum der Welt."
« Letzte Änderung: 30.08.2018, 08:09:25 von Blutschwinge »

Eronomion

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Wildwasser
« Antwort #100 am: 29.08.2018, 21:00:00 »
Eronomion war inzwischen so gewohnt, die halbwahre Geschichte vom Auftrag der Kirche Erastils zu erzählen, dass sie ihm schnell von der Zunge rollte: "Monsterjäger mag es manchmal treffen. Wir sind im Namen Erastils hier, weil der Landstrich wohl die Hilfe brauchen kann, und von dem, was wir bisher gesehen haben - das Monster eingeschlossen - stimmt das wohl. Und es ist ja gerade der Wunsch Erastils, dass nicht nur für die großen Zentren gesorgt ist, sondern auch für die entlegenen Regionen. Deshalb sind wir also hier. Wenn ihr also etwas wisst, wobei ihr Hilfe brauchen könnt, lasst ruhig hören. Deshalb sind wir hier und da wir fremd hier sind, sind wir darauf angewiesen, dass man uns bittet, Hilfe zu leisten. So war es auch im Fall dieser Bestie, die manch einen Holzfäller überfallen hatte. Aber das wisst ihr ja sicher bereits."
Dass sie etwas von ihm wollten und gern wissen wollten, wo der Oberste Richter sein mochte, verschwieg Eronomion fürs erste. Vielleicht kam Larn ja von allein darauf zu sprechen.
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Blutschwinge

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Wildwasser
« Antwort #101 am: 30.08.2018, 08:17:06 »
Der Mann nickte Eronomion zu.

"Nun, das ist ja ein interessanter Zufall, nicht wahr? Denn ihr seid ja genau deshalb hier, weil es etwas gibt, wobei wir Hilfe benötigen. Ihr habt nach dem Ersten Richter gefragt und er ist verschollen. Der König ließ ihn suchen, seine Leute konnten aber keine Spuren finden. Auch mein Vater und ich sind durch sein Verschwinden sehr besorgt, daher schickte mein Vater einige unserer Wachleute aus, aber auch sie hatte keinen Erfolg. Unsere Männer sind allerdings nicht sehr geübt darin, Leute aufzufinden, die verschwunden sind oder verschwinden wollten. Wie auch immer, keiner weiß, was genau passiert ist, ob er überhaupt noch lebt und falls ja, wo er sich befindet. Wenn ihr aber helfen wollt, ihr seid Abenteurer, ihr verfügt sicher über Fähigkeiten, die wir nicht haben. Ist es so etwas in der Art, das eurem Gott als Aufgabe vorschwebt?"

Alyssa

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Wildwasser
« Antwort #102 am: 03.09.2018, 06:33:11 »
Alyssa nickte dem jungen Mann zu. "Wenn wir ehrlich sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der oberste Richter noch lebt, sehr gering nach dieser langen Zeit aber wenn es eine minimale Chance gibt, dass er noch lebt, dann benötigt er unsere Hilfe. Da niemand weiß was genau passiert ist, möchten wir das ebenfalls herausfinden. Wir müssen ausschließen, ob nicht noch ein Monster sein Unwesen treibt oder es eine andere Gefahr für dieses Land und seine Bewohner gibt." Inklusive eines gierigen Verwalters, der die Personen ausschaltet, die ein Problem für ihn werden könnten. Davon sagte sie aber natürlich nichts. "Um also eure Frage zu beantworten: Ja, das ist eine Aufgabe, die wir im Namen Erastils erledigen würden."
Sie war schon erstaunt, über die Art und Weise, in der sie empfangen worden waren. Obwohl es ja nicht das erste Mal gewesen war, dass ein Treffen so geheim abgehalten wurde. Auch darüber, dass sie nicht vom eigentlichen Besitzer des Handelshauses, sondern seinem Sohn empfangen worden waren, war sie überrascht. Doch im Endeffekt machte es keinen großen Unterschied, wenn beide Personen an einem Strang zogen. Vielleicht waren diese beiden Händler ebenfalls Verbündete, wenn sie sich Sorgen um den obersten Richter machten. Zeit, etwas nachzuhaken. "Verzeiht aber wieso setzen Händler wie ihr und euer Vater ihr eigenes Kapital ein, um ein weiteres Mal nach dem obersten Richter zu suchen, wenn die Versuche des Königs schon keinen Erfolg gezeigt haben? Habt ihr ein persönliches Interesse daran, ihn zu finden?"

EldarRil Sturmreiter

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Wildwasser
« Antwort #103 am: 03.09.2018, 06:41:29 »
EldarRil hörte sich die Unterhaltung eine zeit lang an und lies die Situation auf sich wirken.

"Wenn wir Euch helfen sollen, und wenn das ganze möglichst schnell gehen soll, dann wäre es für uns vor allem sehr hilfreich wenn Ihr uns alle Informationen gebt die Ihr bisher heraus gefunden habt. Wo und wann wurde der Richter das letzte mal gesehen? Weiß man wo er genau hin wollte? All das wären gute Punkte an denen wir dann ansetzten können um den Richter vielleicht zu finden oder seine Spur auf zu nehmen", fragt der Elf dann ruhig nach.

Blutschwinge

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Wildwasser
« Antwort #104 am: 03.09.2018, 17:10:03 »
"Naja, wir sind da nicht so sicher, er ist einfach verschwunden, mit der Kutsche. Es könnten natürlich Räuber gewesen sein, aber auch dann hätten wir doch irgendwelche Spuren finden müssen. Wir hoffen auf jeden Fall, dass er noch lebt. Aber es ist wohl so wie ihr sagt, wahrscheinlich ist unsere Hoffnung nicht klug. Dennoch, wir hoffen. Mein Vater führt dieses Handelshaus in der fünften Generation, das ist unsere Heimat und die ist uns wichtig. Und der erste Richter ist wichtig für die Stadt und für das Land. Die Männer des Königs sind nicht alle so fähige Leute, wie ihr vielleicht glaubt. Der erste Jäger konnte sich nicht an der Suche beteiligen, weil er auf Monsterjagd war und sein Stellvertreter, nun ja, er ist der Sohn eines reichen Mannes mit Einfluss und er kann Derior nicht das Wasser reichen. Daher hoffte mein Vater, dass unsere Leute mehr herausgefunden würden. Und sie waren durchaus erfolgreich, zumindest am Anfang. Der Richter hat seine Kutsche über den Fluss bringen lassen und wollte zum alten Oki fahren."

Er sah die fragenden Blicke der Gruppe und fuhr direkt mit einer Erklärung fort. "Der alte Oki ist ein Einsiedler. Eigentlich ist er gar nicht so alt und eigentlich ist es auch nicht mehr Oki. Oki war wirklich alt, ein alter Mann, der in einem Baumhaus in der Ebene jenseits des Flusses lebte. Aber auch der älteste Einsiedler stirbt irgendwann und das Baumhaus blieb verlassen zurück. Nach einigen Jahren lebte dann plötzlich jemand Neues dort, ein junger Mann, der sich genauso in Felle hüllte wie Oki und genauso von der Jagd lebte und sich von den Menschen fern hielt. Also nannten ihn alle einfach wieder Oki und so ist es bis heute geblieben. Man sagt, er nenne sich mittlerweile selbst so. Wie auch immer, dorthin wollte er, ist aber nie dort angekommen, so sagte es Oki jedenfalls den Männern des Königs. Unsere Wachen haben also den Weg vom Fluss bis zu Oki abgesucht, um Spuren zu finden, aber das Wetter hatte war uns nicht gnädig gewesen. Der viele Regen im Frühjahr hatte alle Spuren verwischt. Mit Oki selbst konnten unsere Männer nicht sprechen, er war wohl wieder auf Jagd und nachdem sie eine Woche vergebens gewartet hatten, mussten sie zurück, ohne Vorräte gingen zur Neige. Vermutlich ist Oki der einzige, der wirklich weiter helfen könnte, denn der Richter muss einen Grund gehabt haben, zu ihm zu fahren. Aber Oki ist sehr verschlossen und es ist schwer aus seinen Worten die Wahrheit und von den Geschichten zu trennen. Er ist etwas seltsam. Manche sagen auch dass das Baumhaus etwas damit zu tun hat, das Oki, also beide Okis so komisch sind. Aber ich glaube das nicht. Er lebt dort alleine und ich glaube dann wird man einfach seltsam, mit den Jahren. Okis Haus ist einfach zu finden, ihr müsst nur dem immer Richtung Sonnenuntergang gehen und dann kommt ihr nach gut einem Tag an einen kleinen Bach und der führt direkt zu Okis Bäumen."


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