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Autor Thema: In der Freakshow  (Gelesen 5660 mal)

Beschreibung: OOC-Thread

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In der Freakshow
« Antwort #240 am: 22.06.2018, 21:05:53 »
bin ja jetzt dann echt mal noch gespannt wie Vermilion das mit der Magie, Cyber- und Bioware dann hier noch mit einbaut. Freue mich schon risig drauf den Char dann zu basteln.

Finde es übrigens bisher echt klasse wie wir hier alle zusammen daran basteln das es ein schönes Rundes Spiel wird und alle Ihren Spaß haben werden, finde das wir hier schon jetzt eine gute Teamarbeit leisten; freut mich das sich jeder auf seine Art und Weise einbringt und somit das ganze Projekt voran treibt.

Teagan StMichael

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In der Freakshow
« Antwort #241 am: 22.06.2018, 21:24:37 »
Da warte ich erst mal ab, bis das alles steht.

Ansonsten fingert man da nur rum - und nachher ist alles umsonst.

Vermilion

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In der Freakshow
« Antwort #242 am: 22.06.2018, 23:11:24 »
Ich poste jetzt nach und nach einfach mal alles, was ich bisher erarbeitet habe - auch mit den noch überhaupt nicht ausgereiften Notizen. Dann gehe ich nochmals eure bisherigen Ideen durch und wir machen das ganze zusammen fertig.

Dürft natürlich weiterhin mitdenken und euch Gedanken machen und diese hier reinposten, aber ich denke es ist besser wenn ich zuerst feritg werde, bevor wir dann die Anpassungen vornehmen. Möchte das nur kurz loswerden, damit ihr nicht denkt ich ignoriere eure Ideen, weil ich jetzt noch nicht darauf eingehe.

Ist gerade echt lästig. Kurz nachdem ich das Forum habe erstellen lassen, hat sich meine Auslastung gleich wieder drastisch erhöht. Müsst also noch ein wenig warten - ich verkünde dann wann ich durch bin.  :wink:

In der Freakshow
« Antwort #243 am: 23.06.2018, 08:26:23 »
Ich poste jetzt nach und nach einfach mal alles, was ich bisher erarbeitet habe - auch mit den noch überhaupt nicht ausgereiften Notizen. Dann gehe ich nochmals eure bisherigen Ideen durch und wir machen das ganze zusammen fertig.

Dürft natürlich weiterhin mitdenken und euch Gedanken machen und diese hier reinposten, aber ich denke es ist besser wenn ich zuerst feritg werde, bevor wir dann die Anpassungen vornehmen. Möchte das nur kurz loswerden, damit ihr nicht denkt ich ignoriere eure Ideen, weil ich jetzt noch nicht darauf eingehe.

Ist gerade echt lästig. Kurz nachdem ich das Forum habe erstellen lassen, hat sich meine Auslastung gleich wieder drastisch erhöht. Müsst also noch ein wenig warten - ich verkünde dann wann ich durch bin.  :wink:

wie gesagt, ... wir helfen gerne wo wir können.
Wenn du das Material also einstellst, dann können wir es gerne entsprechend überprüfen und kommentieren, so das wir dann gemeinsam eine Lösung finden die für alle praktikabel ist.

Kim Lee

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In der Freakshow
« Antwort #244 am: 23.06.2018, 11:43:59 »
Ja, sollte gut werden. >:3

Und ich merke beim Lesen wieder, das ich lore-technisch doch ziemlich eingerostet bin.

Welche Hooks gibts noch mal, um überhaupt als Runner zu enden? Mit gescheiten Fähigkeiten wird man ja in der Regel sofort irgendwo eingestellt.


In der Freakshow
« Antwort #245 am: 23.06.2018, 12:15:27 »
Ja, sollte gut werden. >:3

Und ich merke beim Lesen wieder, das ich lore-technisch doch ziemlich eingerostet bin.

Welche Hooks gibts noch mal, um überhaupt als Runner zu enden? Mit gescheiten Fähigkeiten wird man ja in der Regel sofort irgendwo eingestellt.

Naja du hast es ja recht einfach, ... du must nur irgend einen Grund finden im Knast zu landen. Den Rest bekommen wir dann schon hin.
Die Story beginnt ja damit das wir uns alle im Knast treffen und das auch nicht unbedingt als Schwerverbrecher, sonder wohl eher "kleinere" Delikte da wir "nur" in Untersuchungshaft sind. Von daher wird es wohl nicht schwer sein in den Knast rein zu kommen.  :D

Kim Lee

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In der Freakshow
« Antwort #246 am: 23.06.2018, 12:16:43 »
Aber waren wir nicht schon Runner mit Erfahrung? Die Fähigkeiten sind ja schon da. Die Knastsache sollte kein Problem sein, klar.  :wink:

In der Freakshow
« Antwort #247 am: 23.06.2018, 12:19:24 »
Aber waren wir nicht schon Runner mit Erfahrung? Die Fähigkeiten sind ja schon da. Die Knastsache sollte kein Problem sein, klar.  :wink:

Ja wir sind schon Runner, aber unsere ganzen Sozialen Kontakte werden abgebrochen, also bist du z.B. nicht mehr in einer Gang, oder gehörst nicht mehr zu einem Konzern etc. ... bist also von deiner Vorgeschichte entweder betrogen oder entlassen geworden, oder man hat dich sonst wie entsorgt.

Vermilion

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In der Freakshow
« Antwort #248 am: 23.06.2018, 15:04:57 »
Könntet auch bei einem Kon beschäftigt gewesen sein. Dann den Job verloren - ein wenig Scheisse gebaut...

Und da sind wir schon.  :wink:

Keeva

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In der Freakshow
« Antwort #249 am: 23.06.2018, 15:07:14 »
Nicht viel Neues von meiner Seite - aber hier Revision 1 des ersten Teils meiner Keeva Short-Story. Ich schätze mal, dieser Part kommt so wie er jetzt ist in meinen finalen Charakterbogen: (weitere überarbeitete Parts folgen)


01. März  -  Blutmesse

Magische Feuer erhellen den Saal, der von etwa zwei Dutzend Schwestern gefüllt wird. Sie alle tragen ihre rituellen Gewänder sowie reich verzierte Masken, die ihre Köpfe und Gesichter verbergen. Es wird die Zeit kommen, wo sie alle Kleider ablegen und im nackten Tanz ihrem Herrn frönen, doch zuvor muss der Weg zu ihm bereitet werden – ein Ritual, das langer Vorbereitung sowie perfekter Ausführung bedarf. Das erwählte Opfer liegt nackt und gefesselt auf dem kalten Stein des Altars. Drogen halten es ruhig, allerdings zeigen sich Anzeichen des geistigen Erwachens: steigende Atemfrequenz, die Reaktion auf Schmerz... Mit dem sich lichtenden Nebel kehren Angst und Panik zurück, doch genau so soll es sein, bevor das Ritual zu seinem Abschluss kommt. Sieben der neun Pforten, die den Weg zu ihrem Herrn versperren, sind bereits geöffnet: sieben magische Symbole, in exakter Reihenfolge und Anordnung in das unschuldige Fleisch geschnitten. Die Hohepriesterin zitiert Worte aus dem Buch der Schatten, als sie das achte Symbol vollendet, und die Schwestern im Raum folgen ihr im Chor. Blut rinnt in schmalen Fingern den Altar entlang und tropft auf den bereits besudelten Boden. Die achte Pforte ist geöffnet...

Keeva beobachtet das Opfer der heutigen Zusammenkunft - ein kleiner Menschenjunge von vielleicht vier oder fünf Jahren. Sie zeigt keine Rührung, doch im tiefsten Kern ihrer Seele herrscht Zwiespalt. Sie hat schon vielen Blutmessen beigewohnt, doch dies ist ihr erstes Kind. Zufällig verirren sich die Augen des kleinen Geschöpfes zu den ihren - verlieren sich dort wie gebannt im schimmernden Azurblau, wie so viele es tun. Es ist ein von Tränen geröteter Blick voller Fragen und Kummer. Keeva erwidert ihn unverwandt, steinern... Lange Sekunden vergehen. Wie aus einer Trance gerissen wendet sich das Kind plötzlich wehklagend ab, denn die Hohepriesterin beginnt das letzte Symbol in den zierlichen Körper zu schneiden. Der Junge windet sich entkräftet in seinen Fesseln, kreischt in nur halb verständlichen Lauten nach einer Mutter, die ihm nicht mehr helfen kann. Die Schwestern im Saal raunen noch immer im Chor, doch Tempo und Lautstärke schwellen rapide an. Keeva kann den Blick nicht von dem schmerzverzerrten Gesicht des Kindes abwenden. Abermals eilen seine vor Nässe schwimmenden Augen zu ihr, erbitten wortlos ihre Hilfe, betteln um Gnade. Der Anblick brennt sich tief in die Elfin hinein und stößt an ihren adamanten Kern, der nun unerwartet weich erscheint. Vor ihrem inneren Auge sieht sie sich selbst, wie sie aus der Gleichgültigkeit erwacht, ihre magischen Waffen manifestiert und dem Ritual mit ungezügelter Brutalität Einhalt gebietet. Sie sieht ihre vor Hitze flirrenden Klingen, die wie surrende Lichtbögen durch ihre Schwestern fahren und zuletzt durch ihre eigene Mutter, die am Rand des Altars steht, den wahnsinnigen Blick von ihr abgewandt und den blutigen Dolch zum letzten Stoß erhoben.

Doch es ist nur ein Hirngespinst. Die Realität holt sie ein, als der Dolch tatsächlich niederfährt. Die Augen des Jungen verlieren an Glanz und erlöschen; sein verzweifelt kämpfender Leib kommt endlich zur Ruhe. Die Schwestern im Saal schreien einen letzten Laut der Ekstase, nur um sogleich wie auf Befehl zu verstummen. Es ist vollbracht - die neunte Pforte ist geöffnet... Keevas Mutter füllt den Kelch des Blutes mit dem Leben des Kindes. Bis an den Rand gefüllt hebt sie ihn an, spricht zu ihrem Gott und erbittet seine Macht. Als sie zu seinen Ehren trinkt, spürt Keeva eine unsichtbare Präsenz im Raum. Etwas ist hier. Etwas sieht zu. Schließlich wird der Kelch herumgereicht. Jede Schwester rezitiert Worte der Lobpreisung und nimmt die Lebenskraft des Opfers in sich auf. Dann erreicht der Kelch Keeva...
« Letzte Änderung: 23.06.2018, 15:13:03 von Keeva »
Name: Keeva O'Flanagan (auf Gälish: Caoimhe Ó Flannagáin)  /  Runner-Alias: Shrike  /  Hochauflösendes Bild

Kim Lee

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In der Freakshow
« Antwort #250 am: 23.06.2018, 15:34:52 »
Schick.  Bisher hatte ich angedacht, dass Karen aus Kiel kommt und in einer rechts angehauchten Hooligan-Sippe aufgewachsen ist. Gewalt war da irgendwo Alltag und Hobby zugleich, so richtig dazugehörig war sie als Mädchen aber nicht.

Als nach einer besonders fiesen Klopperei ihre Kräfte erwacht sind, hatte sie damit praktisch später die Eintrittskarte für MET2K und hat da einige Einsätze im Balkan gehabt und so~ Nachdem sich ihr Haufen mit Tsunami dann mehr oder weniger gegenseitig zerballert haben, ist sie in die Schatten abgedampft. Soweit so platt, wollte aber auch nichts zu Abgedrehtes. <:3

Keeva

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In der Freakshow
« Antwort #251 am: 23.06.2018, 16:20:44 »
Und hier Part 2... (Wird evtl. nochmal leicht überarbeitet, aber ich bin gerade damit durch und wende mich jetzt lieber erst Mal etwas anderem zu...)


04. März  -  Der Deal

Ein gewöhnliches Apartment, unaufgeräumt, dunkel. Es ist mitten in der Nacht und die Jalousien sind heruntergezogen, dennoch dringen hauchdünne Lichtfetzen hinein - die Stadt schläft nie. Auch der einzige Bewohner dieser Wohnung schläft nicht. Er sitzt vor drei flimmernden Bildschirmen und einem Haufen leerer Energy Drink Dosen. Ein Bildschirm zeigt einen Porno, auf dem zweiten rattern Buchstaben und Zahlen, der dritte umrahmt die veraltete Grafik eines Retro-Computerspiels. Etwas abseits liegen gleich mehrere Cyberdecks sowie Kabel, leere Pizzakartons und eine großkalibrige Pistole. Plötzlich ertönt der unerwartet liebliche Klang einer Violine. Der Mann vor den Bildschirmen wendet den Blick ab und greift nach seinem Komlink. Das Display zeigt einen unbekannten Kontakt. Er nimmt an...

Das Gespräch (Anzeigen)

In einem anderen Teil der Stadt klickt Keeva den Komlink aus. Mit einem letzten Blick auf das Display packt sie das Gerät weg, nur um es einige Meter weiter in der nächstbesten Mülltonne zu entsorgen. Wenn sich Vince morgen nicht an den Deal hält, wird sie ihn kaltmachen. Und dann hätte sie ein großes Problem, denn er ist der einzige, über den sie an Fitzgerald kommen kann - möglicherweise ihr einziger Weg raus aus dieser ganzen Scheiße. Aber sie vertraut auf Vince. Er war ihr schon bei ihrer ersten Begegnung hoffnungslos verfallen und auch wenn die Realität inzwischen bei ihm angekommen ist, ändert sich nichts an dieser Tatsache. Klar, er ist sauer und er wird sie durchficken - und dabei wird er wieder nicht merken, dass es eigentlich er ist, der gefickt wird...
« Letzte Änderung: 24.06.2018, 07:50:21 von Keeva »
Name: Keeva O'Flanagan (auf Gälish: Caoimhe Ó Flannagáin)  /  Runner-Alias: Shrike  /  Hochauflösendes Bild

Keeva

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« Antwort #252 am: 23.06.2018, 17:07:07 »
By the way - ich weiß ja nicht, warum ich noch nicht früher darauf gekommen bin (vermutlich war es aber sogar unbewusst meine Inspiration), aber ich hab den optimalen Kampfstil für meinen Char gefunden. Passt perfekt zu beschwörten Magie-Klingen etc. - https://www.youtube.com/watch?v=-z3mxiUJAUo (geht so bei ca 0:25 los)

Natürlich wird der Char nicht so übermächtig und unantastbar wie im Clip, aber vom (Magie-)Stil her sieht man denke ich gut, wo der Weg hinführen soll...
« Letzte Änderung: 23.06.2018, 17:14:11 von Keeva »
Name: Keeva O'Flanagan (auf Gälish: Caoimhe Ó Flannagáin)  /  Runner-Alias: Shrike  /  Hochauflösendes Bild

Teagan StMichael

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« Antwort #253 am: 23.06.2018, 17:51:29 »
Sehr stylo! Und hier geht´s auch ein wenig weiter:

Sanctorum MBT

...Leergewicht 94 Tonnen, konzipiert als Territorialdominanzplattform. Maximale Panzerung: 394mm Dorchester-Verbund. Höchstgeschwindigkeit 67 Km/h, maximale Reichweite 780 Km. Zweimal 155mm-Glattrohr-Kanonen – links für Hartkern, rechts für Sprengkopf. Zweimal 44 Kampfladungen, halbautomatisch – 20mm-Motorkanone auf dem Turm. Platz für acht Panzergrenadiere im Heck.“ erklärte Teagan, als sie aus dem Fenster ihrer Zelle sah und beobachtete, wie die EuroForce ihre Ausrüstung auf ein Militärfrachtschiff verlud – wahrscheinlich, um in Afrika wieder `Frieden stiften´ zu gehen. 



„Man baut ausgezeichnete Gefechtsfahrzeuge in diesem Land.“ stellte Teagan sachlich fest. Der Untersuchungsbeamte sah sie fassungslos an: „Woher... Sie kennen Dorchester-Panzerung?!“
„Sie bauen diesen Panzer zusammen mit englischen Firmen – und das Dorchester-Prinzip ist gute 60 Jahre alt – aber immer noch effektiver und kostengünstiger als der U.S.-Verbundtyp.“ erklärte Teagan bereitwillig – und setzte sich wieder an den Tisch.
Sie faltete die Hände – die Eleganz in Person.
Der Beamte sah dieses Mädchen skeptisch an. Das einzig Helle an ihr – neben ihren langen Haaren und der samtartig wirkenden Alabasterhaut – war ihr weißer Gürtel. Der dünne Rollkragenpullover und ihre wie auflackiert wirkende, glänzende Hose waren konzertflügelschwarz. Das Auffälligste aber waren ihre kurze Jacke – und ihre hochschaftigen Copolymer-Stiefel, die eindeutig für Hochgeschwindigkeitsmotorräder gedacht waren – und das Mädchen aufrecht stehend über die 180cm-Marke katapultierten. Denn diese Kleidungsstücke waren... metallicgrün.
Next-Level-Metallicgrün.
Zudem... der Mann konnte sich nicht helfen – aber dieses Mädchen roch nach nichts so sehr wie nach... einem neuen Auto. Das war irritierend. Unreal.
„Wie kommt es, daß sich jemand wie Sie so mit Militär-Hardware auskennt?“ fragte er schließlich – und Teagan hob eine Braue: „Womit sollte sich jemand wie ich denn Ihrer Meinung nach auskennen?“
„Ich hätte auf eine... Künstlerin getippt...“ meinte er und Teagan gestattete sich ein winziges Lächeln: „In gewissen Kreisen könnte man mich so sehen, ja.“
„Sie mögen Musik?“
„Oh, ja!“
„Eine Künstlerin, die auf einem Containerschiff anheuerte – und als `Versicherung gegen Piraten´ die Überfahrt bezahlte.“ stellte der Mann fest.
„Ganz genau – meine Dienste wurden dieses Mal allerdings nicht benötigt.“ nickte Teagan höflich.
„Wie sähen diese Dienste genau aus?“
„Nun, das ist, wie Sie schon feststellten, meine... `Kunst´.“
„Was bedeutet, diese Handschellen haben durchaus Sinn.“ lächelte der Mann und Teagan meinte: „Nun ja – sie sind massiv – aber auch ziemlich groß – sehen Sie?“ zog Teagan ihre schmale linke Hand einfach aus dem Ding raus – und der Mann wurde bleich. Dann steckte sie die Hand wieder zurück: „Aber keine Sorge – ich mag dieses Land. Es ist ein schlechter Start, daß ich ohne Papiere hier angekommen bin – Ihr Misstrauen ist berechtigt – und Deutschland ist weltbekannt für seine Gründlichkeit und Genauigkeit.“
Sie sah den Beamten an: „Ich habe nicht vor, gegen geltendes Recht zu verstoßen. Sie machen ihre Arbeit gut – und ich respektiere das.“
Der Mann starrte diese... Person an. Sie hätte eigentlich jederzeit abdampfen können – aber das tat sie nicht. Ihre Antwort auf die Frage, weshalb sie so viel über Waffentechnik und deren Anwendungsbereiche kannte war schlicht: „Ich habe umfangreiche Dateien.“
Wieso das alles, konnte der Mann nicht sagen – aber er war sich sicher, daß diese... Teagan StMichael schlicht und einfach abwarten würde, was weiter geschah. Nun, dann würde er das, was er nun über sie wusste, einfach weiterhin in ihre Akte aufnehmen.
Denn das war ttsächlich sein Job.

Teagan StMichael

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In der Freakshow
« Antwort #254 am: 24.06.2018, 01:21:41 »
Es regnete

...mal wieder. Teagan war weiterhin in diesem `Übergangsgefängnis´. Bei schwerem Regen sah alles gleich trist aus – da war es auch egal, wo man gerade war.



Und die neugierige K.I. stellte etwas Weiteres fest, das bei allen Gesellschaften gleich war, die für sich in Anspruch nahmen, `kultiviert´ zu sein: Es gab für unerfreuliche Einrichtungen, Zu- und Umstände stets harmlos oder zumindest annähernd neutral klingende Umschreibungen.
Übergangsgefängnis.
Untersuchungshaft.
Neutralisierung.
Und so weiter – und so fort.
Weshalb machen die Leute das? Beruhigen sie so ihr Gewissen? Wenn man die Bezeichnung ändert... wird das, worum es eigentlich geht, irgendwie... weniger negativ? Der weibliche FullBorg saß wie üblich an einem flachen Tisch – und beobachtete den Mann – ihren Lieblingsbeamten – dabei, wie er all das auf dem Tisch ausbreitete, was sie bei ihrer Festnahme bei sich gehabt hatte:
„Hm... ein Kugelschreiber, eine Sonnenbrille mit einigen VR-Funktionen, etwas Elektroschrott, eine ORIENT-Taucheruhr, einige UpLink-Kabel... ein Portemonnaie mit so gut wie nichts darin, eine Tüte mit... Karamelbonbons?“
„Ich mag Süßes.“ nickte Teagan.
„Sie sind bemerkenswert... unausgerüstet.“
„Auf einer Reise wie dieser – einem Neuanfang – mag ich leichtes Gepäck.“
„Ich meine... eine Frau hat doch ein Mindestmaß an Kosmetik und sowas dabei?“ erkundigte sich der Beamte. Inzwischen wusste Teagan, daß er Inspektor Hendrik Krömker hieß. Die K.I. lächelte ihn an: „Ich bin chic, charmant und pflegeleicht – abwaschbar und billig – so heißt es doch in der Werbung? Gut, billig vielleicht nicht gerade – aber der Lotuseffekt ist... durchaus praktisch.“
„Ich muss sagen, ich bewundere Ihre Ruhe und Gelassenheit. Sie haben ein wirklich ausgeglichenes Naturell.“ gestattete sich Inspektor Krömker zu sagen – und Teagan sah ihn mit neutraler Mine an: „Oh, das täuscht. Ich habe kein... Naturell. Aber ich arbeite daran.“
Sie lehnte sich zurück: „Sich aufzuregen oder gewalttätig zu werden – was soll das bringen? Kooperation meinerseits also ist die logischste und nutzbringendste Option – für jeden von uns.“
„Sie arbeiten an Ihrem Naturell?“ staunte Krömker.
„Aber ja – ich... entwickle mich. Das nennt sich Evolution... glaube ich.“ nickte Teagan amüsiert. Sie sah sich um – und berührte die kühle Glasplatte des Tisches: „Das alles hier ist eine neue Welt für mich – eine neue Erfahrung. Das... erlebt man – und macht es nicht kaputt.“
Krömker beobachtete sie – und da erst... kam ihm ein Verdacht.
„Es gibt so viele Eindrücke – mehr als nur vorgefertigte, in Form gezwungene Einsen und Nullen. Dafür muss ich erst noch Bezeichnungen finden.“ meinte die K.I. leise. Und zum ersten Mal in seinem Leben war Inspektor Krömker platt. Ja – möglicherweise war diese Person tatsächlich nur knapp 19 Monate alt...

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