Autor Thema: Das Buch der Bestien  (Gelesen 378 mal)

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Cerebro

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« Letzte Änderung: 10.11.2018, 14:37:57 von Cerebro »

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Das Buch der Bestien
« Antwort #1 am: 26.09.2018, 20:16:47 »
Nosdrak

Nosdraks sind große, säugende Kreaturen von menschenähnlicher Statur und leben in Höhlen in völliger (oder fast völliger) Dunkelheit. Sie laufen aufrecht auf den Hinterbeinen, allerdings bucklig nach vorne gebeugt und mit zumeist leicht angewinkelten Armen, welche an krallenbewährten, vierfingrigen Händen enden. Ein rattenartiger Schwanz vollendet den Hinterleib, der Kopf erinnert dagegen sehr an den einer Vampirfledermaus, mit großen, dreieckigen Ohren, einer stark eingeknautschten Nase sowie schmalen Reißzähnen. Nosdraks besitzen vier kleine Augen - jeweils zwei Zweierpaare - haben aber trotzdem eine eher schlechte Sehkraft und verlassen sich daher primär auf ihren Gehörsinn, um zu navigieren und Beute zu finden. Sie kommunizieren durch Schreie und Klickgeräusche und nutzen diese Laute auch als eine Form von Echoortung. Ihr Körper ist komplett ohne Fell, doch spezielle Haare (und Auswüchse) an den Ohren lassen sie kleinste Veränderungen in der Luftströmung wahrnehmen. Die Färbung von Jungtieren ist schweinchenrosa, verdunkelt sich jedoch mit fortschreitendem Alter zu einem sehr tiefen Purpurrot und erreicht schlussendlich ein rußiges Grau. Nosdraks besitzen ein stark ausgeprägtes Spzialverhalten. Sie nisten in großen Verbänden und ziehen Nachwuchs gemeinschaftlich auf. In der Regel handelt es sich bei ihnen um Aasfresser und Gelegenheitsräuber, doch wenn man in ihr Revier eindringt, können sie extrem aggressiv werden.
« Letzte Änderung: 04.10.2018, 08:56:27 von Cerebro »

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« Antwort #2 am: 27.09.2018, 17:10:27 »
Trogg (Affenmensch)

Trogg ist die allgemeine Bezeichnung für eine Art von Kreatur, die sich schlicht und ergreifend als 'Affenmensch' beschreiben lässt. Einige Gelehrte sind der Meinung, es handele sich hierbei um eine noch immer auf der Welt wandelnde Vorstufe zum heutigen Menschen, die die Zeitalter ohne Weiterentwicklung überdauert hat. Andere behaupten dagegen, Troggs seien die lange degenrierten Nachfahren einer einst mächtigen Vorläufer-Zivilisation, die vor Äonen dem Ruin anheimgefallen ist. Was auch immer der Wahrheit entspricht, Affenmenschen sind an vielen Orten anzutreffen und haben - genau wie die Stämme, Clans und Zivilisationen der Menschen - teils sehr unterschiedliche Lebensweisen. Manche hausen in Höhlen, andere bevorzugen dichbewaldeten Dschungel oder aber die trockene Steppe. Der Großteil führt eine semi-nomadische Existenz als Jäger und Sammler, nahezu allen gemein ist dagegen die starke Ähnlichkeit zum Menschen, jedoch stets verzerrt durch grobschlächtige, animalische Züge sowie einer von Kopf bis Fuß sehr ausgeprägten Behaarung. Troggs besitzen eine eher rudimentäre Intelligenz - sie verwenden Holzknüppel und andere sehr primitive Waffen und Werkzeuge, ohne jedoch etwas von kulturellem Wert zu erschaffen. Zusätzlich legen sie eine auffällige Brutalität an den Tag. Ihr Verhalten ist oft verabscheuungswürdig und im Konflikt sind sie unbarmherzig. Lässt man ihnen die Chance, würden sie ohne zu zögern einem Mann bei lebendigem Leib die Haut abziehen, nur um sich an seinen Schmerzen zu ergötzen.

Im gängigen Volksmund wird 'Trogg' oft als Schimpfwort benutzt, um die fehlende Intelligenz, Umsichtigkeit oder Attraktivität einer Person zu beleidigen.
« Letzte Änderung: 01.10.2018, 01:09:20 von Cerebro »

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« Antwort #3 am: 30.09.2018, 17:42:51 »
Wolf, Hund und Warg

Viele Leute in ländlichen oder abgeschiedenen Gegenden besitzen eine übertriebene Furcht vor dem intelligenten und trickreichen Wolf. Zwar immer eine Gefahr für Zuchtvieh oder verirrte Einzelgänger, so ist das Tier gegenüber Menschengruppen doch zumeist scheu und zieht im Normalfall immer Rückzug einer direkten Konfrontation vor - jedenfalls so lange man nicht als akute Gefahr innerhalb ihres Reviers wahrgenommen wird oder Umstände wie drohender Hungertod oder die Tollwut sie zu verzweifelter Raserei anstacheln. Wölfe sind für gewöhnlich in Rudeln von drei oder mehr Tieren unterwegs und ziehen dichtbewaldetes Gebiet vor. Viele Schamanen oder heidnische Naturvölker pflegen eine spirituelle Bindung zu Wölfen und einige erlangen über unbekannte Methoden sogar Kontrolle über sie (und / oder andere Tiere).

Der Hund ist eine domestizierte Abart des Wolfes und ihm in Aussehen und Statur sehr ähnlich - in der Regel aber etwas kleiner und mit weniger buschigem Fell. (Es gibt weit weniger unterschiedlich aussehende Zuchtarten als in unserer Welt und den meisten Hunden sieht man ihre wölfischen Wurzeln noch sehr gut an.) Vor wievielen Zeitaltern es dem Mensch gelang, Wölfe zu zähmen und zu nützlichen Gefährten zu erziehen, ist nicht aufgezeichnet, doch keiner erinnert sich an eine Zeit, an der es jemals anders war. Hunde sind weniger Haus- und Spieltiere, als bedingungslos treue Helfer, die zum Schutz von Haus, Hof und Vieh sowie zur Jagd eingesetzt werden. Entgegen ihren wilden Verwandten haben sie die Scheu zum Menschen abgelegt, auch wenn wilde Streuner oder solche die schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben von dieser Regel abweichen können.

Ebenfalls verwandt mit dem Wolf, doch seit langer Zeit auf einem anderen Pfad der Evolution, ist der Warg. Warge sind um einiges größer, stärker und auch aggressiver als Wölfe - ihre Statur ist weniger geschmeidig, sondern muskulös-gedrungen, nicht unähnlich zu der eines Bären. Ihre Hinterläufe sind kleiner als die vorderen, so dass der Hinterleib (mit vergleichsweise kurzem Schwanz) deutlich tiefer sitzt als die Schultern. Ihrer Gestalt entsprechend tauschen sie Schnelligkeit und Geschick gegen pure Kraft und kompakte Robustheit, doch in Sachen Intelligenz, Wahrnehmung und Sozialverhalten sind sie Wölfen relativ ähnlich - auch wenn es unter Wargen tendenziell öfter zu Einzelgängern kommt. Für Menschen stellen sie eine große Gefahr dar, denn sie fürchten sich nicht und ziehen sie sogar als Beute in Betracht.
« Letzte Änderung: 10.11.2018, 14:40:56 von Cerebro »

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« Antwort #4 am: 30.09.2018, 18:40:39 »
Raubkatze und Säbelzahn

Ob die Löwen der Steppe, Schneetiger im kalten Norden oder die schwarzen Panther dichtbewaldeter Dschungel - verschiedene Arten von Raubkatzen beheimaten erfolgreich beinahe alle Flecken der bekannten Welt. Sie hegen keine große Furcht gegenüber dem Menschen, bevorzugen aber meist entlegene Orten, so dass man im Normalfall eher selten mit ihnen zu tun bekommt. Hin und wieder werden sie gefangen und in Kampfarenen gesteckt, wo man sie zur allgemeinen Unterhaltung ausgehungert auf wehrlose Sklaven oder trainierte Gladiatoren loslässt - oder aber eine wohlhabende Persönlichkeit mit Hang zu exotischen Statussymbolen hält sich eine oder mehrere Großkatzen als 'Haustier.' In allen Fällen bleibt es ein gefährliches Raubtier, das zwar intelligent ist und trainiert werden kann, sich jedoch nicht vollständig zähmen lässt.

Nah verwandt zu anderen Raubkatzen, aber dennoch separat erwähnt, sei der Säbelzahn. Großkatzen dieser Gattung beeindrucken besonders durch ihre extrem langen, gebogenen Eckzähne, die sie als tödliche Waffe einzusetzen verstehen. Der Säbelzahn besitzt ähnlich wie der Löwe eine Mähne, welche aber nicht so stark das Gesicht einrahmt, sondern dezenter um den Nacken herum sowie als einzelner Streifen die Wirbelsäule entlang verläuft. Ihr Fell ist tigerartig gestreift und rangiert farblich zwischen Hell-Beige bis Dunkelbraun. Um ihre Zähne effektiv einzusetzen, können sie ihr Maul deutlich weiter aufreißen als andere Raubkatzen, zudem verhalten sie sich meist auch angriffslustiger als diese.
« Letzte Änderung: 01.10.2018, 01:14:02 von Cerebro »

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« Antwort #5 am: 30.09.2018, 22:50:44 »
Glhuun

Ein Glhuun (Singular und Plural) lässt sich am ehesten als gigantische Nacktschnecke beschreiben - ein schleimiges, unförmiges Etwas, das sich bevorzugt an dunklen, feuchten Orten aufhält. Diese urzeitlichen Wesen meiden Sonne und Tageslicht, da es ihre ständig nässende Haut austrocknen könnte. Die kleinsten Exemplare haben in etwa die Größe eines Hundes, während die größten bisher gesichteten Glhuun ohne Probleme einen ausgewachsenen Ochsen in den Schatten stellen konnten. Es heißt, diese Kreaturen würden keines natürlichen Todes sterben und nie aufhören zu wachsen - natürlich konnte bisher niemand einen Beweis für diese Theorie erbringen. Der Umgang mit einem Glhuun ist sehr gefährlich. Der am gesamten Körper abgesonderte Schleim ist extrem hautunverträglich und verursacht stark brennende Rötungen, während sich ihre inneren Körperflüssigkeiten, die sie über ihre Mundöffnung auch als Strahl verspritzen, wie starke Säure selbst durch dickste Rüstungen fressen. Ihr knochenloser, dicker und gummiartiger Körper ist derweil völlig immun gegen Wuchtattacken.
« Letzte Änderung: 01.10.2018, 01:16:26 von Cerebro »

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« Antwort #6 am: 30.09.2018, 23:17:03 »
Insekten und Arachniden

Insekten, Spinnen, Skorpione und ähnliche Wesen existieren in beinahe allen Größen und Variationen - und das in erschreckend unterschiedlicher Vielfalt. Die kleinsten von ihnen sind so winzig, dass man sie kaum wahrnehmen kann, die größten dagegen konkurrieren mit den mächtigsten Land­säu­ge­tieren des Planeten. Manche sind giftig, andere besitzen scharfe Klauen, Stachel, gefährliche Beißwerkzeuge oder sind mit starken Chitinpanzern extrem robust gepanzert. Auch nur annähernd eine repräsentative Bandbreite vorzustellen ist nahezu unmöglich, doch grundsätzlich gilt, dass man sich besonders vor den großen Exemplaren hüten sollte. Eine kleine Giftspinne kann tödlich sein, greift ohne Reizung jedoch kaum gezielt Menschen an und hat diese auch nicht auf ihrem Speiseplan - ein Umstand, der bei den übergroßen Artverwandten bisweilen anders aussieht. Zum Glück ist es eher selten, dass sich die Unterschlüpfe großer Gliederfüßer mit den Ballungsgebieten der Menschen kreuzen, doch an entlegenen und düsteren Orten sollte man Vorsicht walten lassen.
« Letzte Änderung: 10.11.2018, 14:39:30 von Cerebro »

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« Antwort #7 am: 30.09.2018, 23:55:11 »
Rokh

Einsame Berge, zu hoch und steil für menschliches Eindringen, sind der Nistplatz dieses Geschöpfes - dem unangefochtenen König der Lüfte. Rokhs sind gewaltige Vögel, die sich von Bisons und anderen Herdentieren ernähren, welche sie im Sturzflug mit ihren Klauen packen und ohne Mühe in luftige Höhe entführen. Erledigen nicht ihre scharfen Krallen die Arbeit, so tut es entweder ihr mächtiger Schnabel oder ein bewusst herbeigeführter Sturz aus großer Höhe. Rokhs sind Bestandteil diverser Fabelgeschichten und gleichermaßen bewundert wie gefürchtet. Sie haben es nicht gezielt auf Menschen abgesehen, machen vor diesen aber auch nicht Halt, sollte sich sonst nichts Besseres anbieten. Ein Rokh am Himmel ist ein erschreckendes Bild, dass weniger Mutige sofort zu einem überdachten Unterschlupf fliehen lässt. In einigen Gegenden, wo diese eher seltenen Vögel vermehrt vorkommen, hat sich der Beiname 'Letzter Schatten' etabliert, da dies oftmals das Letzte ist, dass ein auserkorenes Opfer zu Gesicht bekommt...
« Letzte Änderung: 01.10.2018, 01:20:32 von Cerebro »