Autor Thema: Die Enzyklopädie der Welt  (Gelesen 128 mal)

Beschreibung: Hier findet sich gesammeltes Wissen über die Welt und ihre Völker

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Cerebro

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Die Enzyklopädie der Welt
« am: 07.10.2018, 01:09:24 »
Vorwort

"Unsere Welt ist alt; sehr alt. Hier in Creithum, der zivilisiertesten und ältesten aller lebenden Städte, nennt man sie Be'qan - die alte Mutter. Wie lange wir schon in ihrem Schoß gedeihen ist keinem Historiker bekannt, doch durch Neugier und Erforschung wissen wir, dass wir nicht die ersten sind, die von ihrem Busen genährt wurden und so zu Stärke herangewachsen sind. Viele Völker kamen vor uns - manche mächtiger als wir selbst. Zum Tag, da ich diese Worte verfasse, sind diese Zivilisationen jedoch seit Jahrtausenden vergangen. Gewaltige Reiche, prunkvolle Städte, großartige Errungenschaften - der Nebel der Zeit hat sie alle verschlungen. Aber nichts von solchem Ausmaß kann vollends verschwinden und so bleiben uns ihre wundersamen Hinterlassenschaften, welche jedoch allzu oft jenseits unseres Verständnisses liegen und daher mehr Fragen aufwerfen als beantworten. Das Thema der hier gesammelten Schriften soll derweil nicht aus den ungelösten Rätsteln der Vergangenheit bestehen, sondern die Welt von heute umfassen, wie die Menschen sie kennen und verstehen. Wir, die wir uns Wächter des Wissens nennen, schätzen jedwede Art der Erkenntnis. Es ist unser Bestreben, das Wissen der Menschen zusammenzutragen und unverändert aufzubewahren, auf dass künftige Generationen Lehren daraus ziehen können. So sollen diese Seiten ein Sammelwerk sein, bestehend aus den Niederschriften anderer, denen das Wissen ähnlich heilig ist wie uns."

- Vorwort der 'Enzyklopädie der Welt', aufbewahrt im Haus des Erkenntnis in Creithum


Inhaltsverzeichnis
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Allgemeine Anmerkung: Die Welt des Settings ist überwiegend wild und zu Teilen völlig unerforscht. Einzelne Städte bilden seltene Ballungsgebiete der Zivilisation und einige wenige Reiche oder Herrscher sind vielleicht sogar in der Lage, Macht über größere Landstriche hinweg auszuüben, doch grundsätzlich ist die Vernetzung kleiner bis mittelgroßer Siedlungen allenfalls rudimentär. Jenseits von Wall und Mauer herrscht das Gesetz des Stärkeren und obgleich Handel und Verkehr zwischen einzelnen Kontinenten existiert, so ist er stets gefährlich, mühselig und verlangt einen dauerhaft nomadischen Lebensstil. Sesshafte Menschen entfernen sich selten weiter als einige Tagesmärsche von ihrer Geburtsstätte, sondern arrangieren sich mit dem, was ihnen innerhalb bekannter Grenzen möglich ist. Spielercharaktere weichen hiervon klar ab und sind allein deshalb besonders. Sie sollen viele Ecken der Welt kennenlernen und benötigen daher einen Grund, sich nicht dauerhaft irgendwo niederzulassen bzw. bei Bedarf über Monate und Jahre ihrer Heimat den Rücken zu kehren. Es sei außerdem angemerkt, dass die hier zusammengetragenen Informationen kein weit verbreitetes Wissen darstellen, sondern primär der Übersicht der Spieler dienen. Viele Menschen kennen (und glauben) nur das, was sie selbst erlebt haben oder von anderen erzählt bekommen. Nomaden, Händler und Abenteurer besitzen hier größere Erfahrungswerte, basierend auf ihren vielen Reisen, während die Gelehrten zivilisierter Hochkulturen eher mit einer Bandbreite theoretischer Kenntnisse aufwarten, welche sie aus zusammengetragenen Schriften und Erzählungen beziehen.
« Letzte Änderung: 14.10.2018, 15:51:11 von Cerebro »

Cerebro

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Die Enzyklopädie der Welt
« Antwort #1 am: 07.10.2018, 01:42:54 »
Die Kontinente

Soweit bekannt, umschließt die Welt vier bewohnte Kontinente: Izera im Osten, Verun im Süden, Glamvahl im Norden und Khull im Westen. Diese Aufteilung ist einfach gesagt und unter weltkundigem Volk verbreitet, birgt jedoch ihre Tücken, denn die genannten Landmassen sind keineswegs so klar ausgerichtet, wie die vier Richtungen des Himmels. Izera zum Beispiel, der als 'östlicher' Kontinent bekannt ist, ragt an seinen nördlichen und südlichen Enden über Glamvahl und Verun hinaus, obgleich diese der 'nördliche' beziehungsweise 'südliche' Kontinent genannt werden. Sowohl Izera als auch Khull sind von schier ko­los­saler Größe und übertreffen ihre beiden Brüder, die sich zwischen ihnen positionieren, um ein Vielfaches. Durch unzählige Expeditionen sowie dem Zusammentragen von Karten und Erzählungen haben die fortschrittlichsten Völker - insbesondere die wissbegierigen Creithaner - über die Jahrhunderte hinweg eine halbwegs gute Vorstellung von der Welt erlangt, allerdings gibt es noch immer viele unerforschte Gebiete sowie schlicht falsch gezeichnete Karten, die die Wirklichkeit verzerren.
« Letzte Änderung: 08.10.2018, 19:10:37 von Cerebro »

Cerebro

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« Antwort #2 am: 07.10.2018, 17:52:29 »
Glamvahl

Glamvahl ist der kleinste der bekannten Kontinente und liegt mittig zwischen den nördlichen Spitzen seiner gewaltigen Brüder Izera und Khull. Im Süden grenzt er an das Grüne Meer und im Norden an die Frostwasser, einem von Eismassen durchzogenen Ozean, der aufgrund des bitterkalten Klimas sowie seiner Abgeschiedenheit kaum befahren wird. Der Kontinent selbst besteht zu weiten Teilen aus Tundra, vermischt mit ausgedehnten Nadelwäldern. Tiefer im Landesinneren erheben sich einige Berge, doch zumeist bewegt man sich über Flachland und seichte Hügel. In den harschen Wintermonaten wird beinahe alles von einer dichten Schneedecke überzogen, im späten Frühling und Sommer zieht sich der Schnee allerdings bis zu den Gebieten rund um den immerweißen Frostkessel im hohen Norden zurück und macht weiter südlich Platz für aufblühende Natur. Glamvahl ist die Heimat der Kunvar, einem schroffen Kriegervolk, das berüchtigt dafür ist, mit Langbooten den Grünen Ozean heimzusuchen, um an den nördlichen Küsten Izeras Schiffe und Siedlungen zu überfallen. Neben den Kunvar beansprucht kein anderes zivilisierte Volk die kalten Gefielde Glamvahls für sich, doch auf einer großen, abgeschiedenen Halbinsel im Osten des Kontinents - dem sogenannten 'Hammer' - trifft man bisweilen auf die nomadischen Enuk, die dort temporäre Behausungen unterhalten und sich von der Fischerei und Jagd ernähren. Die Kunvar gehen nur sporadisch gegen diese friedfertigen jedoch unerwünschten Nachbarn vor, denn es verspricht weder ertragreiche Beute noch einen ehrenvollen Kampf. Kommt es dennoch zum Zusammentreffen, verläuft dieses meist nicht sehr freundlich.
« Letzte Änderung: 10.10.2018, 19:36:50 von Cerebro »

Cerebro

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« Antwort #3 am: 10.10.2018, 21:09:47 »
Izera

Der zweitgrößte der bewohnten Kontinente, Izera, liegt weit im Osten und erstreckt sich vom höchsten zu Land erreichbaren Punkt der Welt bis südlich über den Äquator hinaus. Die gewaltige Landmasse grenzt an vier der fünf bekannten Ozeane: Das Grüne Meer im Westen, die eisigen Frostwasser im Norden, das Meer des Zorns im Osten sowie das Tiefenmeer im Süden. Da sich Izera über ein so weitläufiges Areal erstreckt, bietet das Land eine breite Palette verschiedenartiger Landstriche und Klimazonen. Hoch oben im Norden herrscht ewiges Eis und die Temperaturen fallen zu tief, als dass sich Menschen hier dauerhaft niederlassen könnten. Wendet man den Blick weiter gen Süden, so wird es milder und die unendliche Schneelandschaft weicht kalter Tundra. Dies sind die harschen Nordlande, Heimat der nomadischen Enuk sowie einiger unorganisierter Barbarenstämme. Die Grenze des Gebiets wird durch den Perek markiert, einem reißenden Fluss, der von den Eisenhöhen - einem stark verzweigten Gebirgszug, der sich über den nördlichen Teil des Kontinents zieht - hinab ins Meer fließt.

Jenseits des Perek wird es rasch wärmer und schier unendliche Steppen erstrecken sich weit in den Westen, bis sie nahe der Küste auf eine stark bewaldete Halbinsel treffen. Im Süden, nahe den tiefsten Ausläufern der Eisenhöhen, trifft man dagegen auf den Nagai, dem womöglich längsten Fluss Izeras. Gemeinsam mit einem anderen, kleineren Gewässer bildet er die südliche Grenze der Steppenlandschaft, denn jenseits seiner Ufer werden die Wiesen grün und die Wälder zahlreich. Sogar einige Sümpfe und Moore finden sich hier, doch allgemein ist es ein mildes, freundliches Land. Immer weiter gen Süden erreicht man schließlich das Pelári-Gebirge - auch die 'Götterzinnen' genannt. Dieses nur von den Königen der Lüfte überwindbare Felsmassiv trennt den hier schmaler gewordenen Kontinent in zwei voneinander abgeschottete Teile. Alles Gebiet zwischen dem Perek und dem Pelári wird von den Tharan besiedelt, einem äußerst vielgesichtigem Volk, welches zwar gleichen Wurzeln entspringt, sich jedoch in unterschiedlichste Clans und Gruppierungen splittet - manche davon weit zivilisierter und fortschrittlicher als andere. Selbsternannte 'Könige' stehen und fallen in steten Reibereien, während unabhängige Stadtstaaten sowie kleinere Siedlungen andere Ziele verfolgen, einfach in Ruhe gelassen werden wollen oder bisweilen zwischen die Fronten geraten.

Südlich des Pelári-Gebirges, auf der 'anderen Seite' des Kontinents, überschreitet Izera den Äquator. Am Fuß der Berge liegt hier die Stadt Creithum - die älteste und fortschrittlichste der bekannten Welt. Sie kann nur zu Wasser über die Bucht von Creith erreicht werden, welche in das Grüne Meer mündet, und bildet den nördlichsten Zipfel der Südlande Izeras. Die Gebiete jenseits Creithums südlicher Grenzen bleiben grün und fruchtbar, verdichten sich jedoch bald zu ungezähmtem Dschungel. Dieser verbliebene Rest des Kontinents ist noch immer gewaltig und nahezu unerforscht. Alten Erzählungen nach erhebt sich an der tiefsten Stelle des Urwalds Be'qans Finger - ein einzelner, riesiger Berg aus Mythen und Sagen - doch es existiert kein Bericht darüber, ob je eine Expedition mutiger Männer und Frauen zu diesem heiligen Ort gefunden hat.
« Letzte Änderung: 14.10.2018, 09:41:46 von Cerebro »

Cerebro

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« Antwort #4 am: 14.10.2018, 12:48:28 »
Khull

Im Westen der Welt liegt der gigantische Kontinent Khull, der größte der bekannten Vier. Er ist etwa anderthalb bis zweimal so gewaltig wie Izera, erstreckt sich überwiegend über die südliche Hemisphäre und grenzt an vier der bekannten fünf Weltmeere: Den Stillen Ozean im Südwesten, die Frostwasser im Norden, das Tiefenmeer im Südosten sowie Teile des Grünen Meeres im Osten. Segelt man von Izera nach Khull, so trifft man an dessen Ostküste zunächst auf steiniges Tafelland, Heimat der Jehuun, einem kriegerischen Reitervolk. Steile Klippen verhindern hier jedwedes Anlegen, weshalb man seine Reise fortsetzen und die Koyvan-Enge passieren muss. Diese Meeresstraße, die zwischen den Kontinenten Khull und Verun hindurchführt, mündet schließlich in der Jadesee - einem augenförmigen Gewässer zwischen Khull und Verun, das von der Größe her als kleiner Ozean gesehen werden kann, jedoch nicht zu den Weltmeeren gezählt wird. Khulls Antlitz hat sich hier leicht gewandelt und bleibt zwar trocken, ist jedoch besser zu bewirtschaften und umfasst sogar einige Wiesen und Wälder. Hier beginnt das Gebiet der Ambaghi, einem vielschichtigen Volk, das besonders wegen seiner temperamentvollen Händler und Basare bekannt ist, jedoch noch viele weitere Facetten besitzt sowie sich in unterschiedliche Volkszweige aufgesplittet. Das von ihnen besiedelte Flachland nahe der Küste türmt sich tiefer landeinwärts vermehrt zu Hügeln auf und endet am Fuße der vermutlich gewaltigsten Gebirgskette der Welt: Dem Bor-Sûn-Gebirge. Die Arme des Bor-Sûn begrenzen das Land der Ambaghi sowie die von den Jehuun dominierten Tafellande im Norden und stehen wie eine Wand vor den ausgedehnten westlichen Landen Khulls, welche daher von dieser Seite des Kontinents nahezu unerreichbar sind. Wandert man entlang der Berge immer weiter Richtung Süden, so wird das Land sandiger und der Wuchs von Bäumen und Wiesen lässt stetig nach. Irgendwann senkt sich der Bor-Sûn hernieder und präsentiert einen Durchgang nach Westen. An dieser Stelle steht man an einem Scheideweg, denn Khull spreizt sich hier wie zwei Finger einer Hand in unterschiedliche Richtungen: Westen und Süden.

Lenkt man seine Schritte gen Westen, so erreicht man die verwinkelten Küsten des Stillen Ozeans sowie tiefer landeinwärts das fruchtbare Land Gobai, Heimat der Menschen von Karpesh. Die Karpeshi besiedeln weite Gebiete des Kon-Karrik - einem großen Fluss, der vom Bor-Sûn hinabfließt - und sind wehrhaft, jedoch vergleichsweise friedfertig, mit wenig Ambitionen zur Expansion. Ihr Land erstreckt sich bis zum Galfarad-Gebirge am westlichen Rand Khulls und endet im Nordosten an den Grenzen undurchdringlicher und nicht kartografierter Dschungel, welche gleichzeitig das westliche Ende der erforschen Welt markieren.

Kehrt man zurück an den Scheideweg und reist in den Süden, so betritt man die sengende Einöde der Wüste Khett - auch Knochenwüste genannt, da dem Mythos nach hier einst eine prächtige Zivilisation über fruchtbarstes Land herrschte, welches vor Jahrtausenden jedoch dem Untergang anheimfiel. Die bis auf wenige Karawanenrouten kaum erkundete Sandwüste füllt nahezu den gesamten Süden Khulls und grenzt zur westlichen Küste hin an das Bor-Leng-Massiv, einem für sich stehenden Ableger des Bor-Sûn. Am tiefsten Zipfel des Kontinents (sowie jenseits des Bon-Leng im Südwesten) geht die Wüste wieder in bewohnbare Savanne über. Dieses Gebiet wird überwiegend von den Zafar besiedelt - Menschen mit kohlrabenschwarzer Haut, die sich in unterschiedliche Stämme aufteilen. Manche davon sind Kannibalen und Sklavenhändler, andere dagegen freundlich und kultiviert.
« Letzte Änderung: 15.10.2018, 00:31:25 von Cerebro »