Am Abend des 13.02.2019 wurden die Verhandlungen zwischen dem Europaparlament und dem Rat abgeschlossen der zu einem endgültigen Text für die EU-Urheberrechtsreform führte. Dieses Gesetz wird das Internet, wie wir es kennen, grundlegend verändern und möglicherweise auch Auswirkung auf das DnD-Gate haben – wenn es denn in der finalen Abstimmung angenommen wird. Das können wir aber immer noch verhindern!
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Autor Thema: Prolog: Die letzten Vier  (Gelesen 1633 mal)

Beschreibung: Ein Lebensabschnitt endet, ein neuer beginnt...

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Brynja

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Prolog: Die letzten Vier
« Antwort #135 am: 08.03.2019, 21:53:01 »
Diese Stadt war einfach unverschämt groß. Es scheint ihr regelrecht, als hätte man mehrere große Siedlungen zu einem großen Klumpen zusammengegossen. Eines dieser aufgeblasenen Viertel ist bereits so groß wie ihre Heimat! Brynja lässt sich unterwegs wenig anmerken und versucht sie auf Seths Erzählungen zu konzentrieren. Ein kurzer Abriss der hiesigen Gesetze ist gut zu wissen. Immerhin, in den wichtigsten Punkten unterscheiden sie sich kaum von dem, was sie sonst gewohnt ist. Nur bei den exotischen Namen der "wichtigen" Personen hier schaltet sie schnell ab. Wie kann er sich dabei nicht die Zunge brechen?
"Dann ist das so. Dieser Ameisenhaufen sollte ja genug Bedarf an helfenden Händen haben." Knurrt die Nordfrau nur auf Amanis Feststellung.

Auch sie achtet unterwegs ganz bewusst auf ihre wenigen Habseligkeiten und blickt entsprechend finster drein, um mögliche dumme Gedanken gleich im Keim zu ersticken. Bei ihrem ersten Aufenthalt hier hat sie mit eigenen Augen gesehen, wie ein Halbstarker sich behände wie ein Affe mit einem Geldbeutel eines redseligen Händlers davongemacht hatte. Obwohl dieser Ort wahrlich gigantisch ist, scheint es hierhin nur wenige Fremde zu verschlagen. Tagelöhner, Bettler, verschleierte Frauen. Unter den verschiedenen verwirrenden Geräuschen mischt sich mitunter das Parfüm der Dirnen, welches mal regelrecht angenehm, mal entnervend penetrant um ihre Nase weht. Auch Sklaven gibt es hier, weitaus mehr als im vertrauten Norden. Sie weiß selbst, dass gute Sklaven durchaus ihren Wert besitzen. Den einen oder anderen hat sie selbst einmal besessen. Wie Hunde neigen sie wenigstens im Fall ihres Clans jedoch oft dazu, irgendwann fast zur Familie zu gehören. Wenn sie hier regelrecht auf einem Markt feilgeboten werden, mag das etwas anders laufen. Nicht, dass sie momentan das Geld dafür übrig hätte.

Als Amani ihnen bedeutet innezuhalten, mustert die Nordfrau den Schädel an der Tür argwöhnisch. Es ist für sie keine unübliche Dekoration, doch das Tier scheint ihr unbekannt. Drinnen sind sie immerhin dem ewigen Geschnatter der Passanten entkommen...mehr oder weniger. So viel Stimmengewirr ist sie sonst nur an Markttagen gewohnt. Regelrecht tröstlich schwinkt der Geruch des Meeres im Hafenviertel mit, der jetzt jedoch von stinkenden Rauchstäbchen in kleinen Schalen zerstreut wird. Brynja rümpft die Nase und setzt sich auf eine der Kisten. Ihr ist bereits aufgefallen, dass die Menschen hier kleiner sind. Aber warum müssen sie ihre Tische so auffallend niedrig halten? Den Alten hat sie dabei vorerst ignoriert. Erst als der sein Maul öffnet und auf sie einredet, wirft sie ihm einen forschen Blick zu. Sie hofft für ihn, dass er da gerade keinen faulen Zauber ausspricht. Davon hat sie vorerst wahrlich genug!

"Was sagst du da? Drück dich verständlich aus, alter Mann." Murrt sie unwirsch in der Handelszunge - nicht ohne einen harten Akzent.     

Cerebro

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Prolog: Die letzten Vier
« Antwort #136 am: 08.03.2019, 22:33:50 »
Der Mann antwortet Brynja, allerdings wieder in seiner unbekannten Sprache. Dann lacht er lauthals und vergnügt - wobei er seinen halb-zahnlosen Mund weit präsentiert - und klopft sich auf die Schenkel.

Nur einen kurzen Moment später sind vom oberen Stockwerk Geräusche zu vernehmen. Nicht lange danach kommt von der Treppe ein Mann in einfachen Stoffgewändern zum Vorschein - Amani erkennt ihn als den Wirt, nur mit ein paar Falten mehr sowie vereinzelt grauen Haaren im fülligen Bart. "Was soll das?" fragt er mit fuchtelnden Armen in der Sprache der Ambaghi. "Was macht ihr hier?" Er blickt auf den verhutzelten Alten. "Du schon wieder?! Ich hab dir doch gesagt, dass ich dich hier nicht haben will! Scher dich davon, du Hund! Na los!" Er baut sich vor dem Alten auf und gestikuliert in Richtung Tür. Brynja und Askwin verstehen kein Wort von dem was gesprochen wird.

Schließlich packt der Wirt den Alten am Oberarm und will ihn mit Gewalt aus dem Laden schmeißen...

« Letzte Änderung: 08.03.2019, 23:38:01 von Cerebro »

Askwin

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Prolog: Die letzten Vier
« Antwort #137 am: 12.03.2019, 07:47:33 »
Sitzen, endlich sitzen und das nicht im Sand der Wüste. Die Blicke des Alten interessieren Askwin genauso wenig wie was Seth zum essen bestellen will. Auch wenn es fremd aussah, und der Geruch des Räucherwerks zumindest ihm die Nase verstopft, wirkt die Kaschemme ähnlich auch wenn deutlich anders. Immer mal wieder seine Nase reibend, blickt er fragend zum alten, als dieser sie anspricht. Brynja spricht das Problem schon an und irgendwie fühlt er sich deutlich von ihm verarscht. Als habe der zahnlose Minka gerade einen unflätigen Witz geäußert.
Das der Alte dann von einem jüngeren zur Schnecke gemacht oder doch gelobt wird, verwirrt den Ostländer noch mehr. Mit hochgezogener Augenbraue starrt er die beiden Männer an und beobachtet das Schauspiel. Was anderes blaibt ihm auch nicht übrig, da er kein Wort versteht.
Hoffentlich wird die Wassersuppe da besser als der Witz den der Alte gemacht zu haben scheint.
« Letzte Änderung: 12.03.2019, 08:55:03 von Cerebro »

Seth Vargas

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Prolog: Die letzten Vier
« Antwort #138 am: 12.03.2019, 21:49:21 »
„Was hat dir dieser denn böses getan?“ erkundigt sich Seth beim Wirt, als er das Schauspiel lange genug betrachtet hat. Eigentlich ist ihm das Schicksal des Alten ja egal, aber zuerst will er eines klären. „Martok Adartu?“ fragt er den komischen Kerl, der mysteriös genug erscheint, um vielleicht genau der Mann zu sein, den sie suchen sollten. Gespannt auf dessen Reaktion muestert er ihn ein wenig genauer, um aus seinem Gesichtsausdruck vielleicht schlauer zu werden, als aus seinen Worten.

Cerebro

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« Antwort #139 am: 13.03.2019, 01:35:53 »
Auf den Namen bekommt Seth keine wirkliche Reaktion. Der Alte schenkt eher dem wütenden Wirt seine Aufmerksamkeit und der Dieb erntet auf seinen Schuss ins Blaue lediglich einen kurzen fragenden Blick. Wenige Sekunden darauf ist der Alte dann auch rabiat vor die Tür gesetzt. Mit wedelnden Armen flucht der andere noch eins, zwei Sätze hinterher, dann schnaubt er und kehrt sich schließlich zur Gruppe.

"Was er getan hat?" kommt als verzögerte Antwort auf Seths Frage. "Pah. Dieser elende Straßenköter lungert hier ständig herum - und hat nicht mal ein einziges Kupferstück, um dafür zu bezahlen! Kommt seit etwa zwei Wochen alle paar Tage hier vorbei. Vermutlich hat ihn irgendein Schiff im Hafen abgeladen. Vielleicht sind sie ihn als Sklaven nicht losgeworden. So einen will ja auch keiner haben!" Der Wirt stemmt die Arme in die Hüfte und schaut grimmig in die Runde. Dass Amani schon mal hier war und sich mit ihm freundlich über den Schädel der Seekuh unterhalten hat, scheint er für den Moment nicht zu registrieren - es ist aber auch schon eine Weile her und als Gastwirt sieht und spricht er vermutlich mit jeder Menge verschiedenster Menschen... "Und was macht ihr hier?" Will er dann wissen. "Hä?! ... Habt ihr das Schild draußen nicht gesehen? Ich habe jetzt gerade nicht geöffnet!"

Absolut jeder in der Gruppe ist sich ziemlich sicher, dass (abgesehen vom großen Schild über dem Eingang, welches das Gebäude als Gasthaus kennzeichnet) draußen weder an der Tür oder dem Mauerwerk daneben noch in einem der Fenster irgendeine Art von Schild oder Text zu sehen war. Dass davon überhaupt gerade die Rede ist erkennen Askwin und Brynja natürlich nur, wenn Seth oder Amani für sie übersetzen. Der Wirt wartet derweil ungeduldig auf eine Antwort. Er ist ein Mann mittleren Alters, mit bräunlicher Haut und schwarzen Haaren, die ihm an den Seiten schon dezent ergrauen und in der Kopfmitte langsam ausgehen. Er hat einen dichten Vollbart, ist barfuß und trägt einfache Stoffkleidung, die bei genauer Betrachtung eher wie ein Schlafgewand aussieht.
« Letzte Änderung: 14.03.2019, 11:40:15 von Cerebro »

Amani

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Prolog: Die letzten Vier
« Antwort #140 am: 14.03.2019, 10:57:18 »
"Hier stand kein Schild draußen.", antwortet Amani dem Mann ruhig: "Genauso wenig wie es letztes Mal als ich hier war kein Schild stand. Wir wollen nur etwas zu essen und ein Zimmer für die Nacht und anders als der zahnlose Opa haben wir Geld um dafür zu bezahlen."

Doch sie zuckt nur mit dem Schultern, als ihr seine Formulierung klar wird: "Was heißt den jetzt gerade nicht geöffnet? Es ist gleich wieder offen, oder erst zum nächsten Mond?", fragt sie den Man bevor sie sich auf eine weitere Diskussion mit ihm einlässt. Immerhin ist es sein Laden und er muss nicht jeden bedienen, wenn er es nicht will.

Cerebro

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Prolog: Die letzten Vier
« Antwort #141 am: 14.03.2019, 12:25:28 »
Der Wirt runzelt kritisch die Stirn, doch Amani glaubt zu bemerken, wie sich seine Haltung bei der Erwähnung von Geld bereits leicht entspannt. "Was soll das heißen 'kein Schild'? Natürlich ist da ein Schild - ich habe es ja selbst angebracht! ..."

Er öffnet die Tür, tritt nach draußen und schließt sie wieder bis zu einem schmalen Spalt. Seth und Amani hören kurz darauf einen gezischten Fluch, der Mütter, Tiere und Geschlechtsverkehr beinhaltet. Mit rotem Kopf kommt der Wirt wieder hinein. "Diese... diese Kinder! Ich wette sie haben das Schild gestohlen! Bei der Flamme - man sollte sie ins Feuer werfen, um ihnen die Flausen auszubrennen!" Er wendet sich zur Gruppe und seine Röte wandert von der Stirn zu seinen Wangen. "Ich äh..." Er zupft sich am Bart, dann verbeugt er sich knapp. "Ich entschuldige mich. Es handelt sich ganz offensichtlich um ein Missverständnis. Ich..."

Der Mann wird unterbrochen, als plötzlich eine weitere Person auf der Treppe nach oben erscheint - eine junge Frau mit langem Haar wie schwarz-glänzende Seide; spärlich bekleidet und mit blanken Brüsten, die nur halb durch eine weite Kette aus Goldschmuck verdeckt werden. Sie ist fast noch ein Mädchen, aber trotzdem nicht die jüngste Dirne, die sie heute auf dem Weg hierher gesehen haben. "Da du dich hier so ausschweifend unterhältst, nehme ich an wir sind fertig?! Die Zeit ist sowie um. Bezahl mich und ich gehe." Sie streckt dem Wirt eine offene Hand entgegen. Ihr Blick schweift beiläufig zur Gruppe - bei Askwin und Seth bleibt er kurz hängen und die beiden ernten ein eindeutiges Schmunzeln. Der Wirt schnaubt. Fast will er sich wieder aufplustern, merkt dann aber wohl, dass es vergebens wäre. Er winkt ab. "Ich habe kein Geld bei mir Frau - siehst du nicht, wie ich aussehe?! Und der Zeitpunkt jetzt ist schlecht - wie du siehst, habe ich Kundschaft! Ich schicke später einen Boten, der dich bezahlt. Mein Wort darauf als Ehrenmann." Das Mädchen kommt mit verzogener Miene bis dicht an den Wirt heran und umfasst seine Wangen mit einer Hand. "Wenn ich bis morgen früh nicht mein Geld habe, weißt du, was dir blüht, Adrash!" Sie lässt los und gibt ihm einen semi-harten Klaps. Mit einem Seitenblick zur Gruppe ergänzt sie: "Sollte sich deine Kundschaft nach Vergnügen sehnen, schick sie zu mir, ja?!" Dann lächelt sie gespielt und verlässt schnellen Schrittes die Wirtschaft. Der Wirt reibt sich die Backe. Als er sich wieder der Gruppe zuwendet, setzt er gekonnt sein kaufmännisches Lächeln auf. "Die da hat Temperament, nicht wahr? Haha, was würden wir Männer nur ohne die Frauen machen. Aber kommen wir zur Sache - zahlende Kundschaft soll man nicht warten lassen, habe ich Recht?! Ihr sucht also eine Unterkunft?" Er schaut zu Amani. "Und Ihr werte Frau seid bereits schon mal Gast bei mir gewesen? Das freut mich zu hören. Ich nehme zwei Silberstücke pro Nacht und Kopf und ein Silberstück pro Mahlzeit. Ein heißes Essen würde allerdings noch etwas dauern. Das Feuer brennt, aber mein Gehilfe ist noch unterwegs und ich habe nichts vorbereitet. Doch wie wäre es mit Tee oder Wein?"

Für Seth und Amani klingen die Preise zwar realistisch, aber in Anbetracht der Bruchbude hier trotzdem noch überzogen. Amani ist sich zwar nicht ganz sicher, vermutet aber, dass sie beim letzten Mal hier weniger bezahlt hat.
« Letzte Änderung: 14.03.2019, 14:42:33 von Cerebro »

Brynja

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« Antwort #142 am: 14.03.2019, 14:57:24 »
Als der Wirt im Schlafanzug so augenscheinlich abweisend reagiert, runzelt die Nordfrau ihre Stirn. Was ist jetzt schon wieder los? Wortlos beobachtet sie, wie Amani ihm etwas zu erklären scheint und er dann hinausgeht...wohl um sich etwas zu vergewissern? Nach ein paar Flüchen, die selbst sie aus diesem Jalla-Jalla-Kauderwelsch erkennt, ändert sich seine Haltung. Anscheinend ein Missverständnis? Wie auch immer, sie hat langsam Hunger. Ungeduldig wirft sie einen Blick auf die junge Dame. Ihr ist schon vorher aufgefallen, dass die Dirnen hier wesentlich präsenter (und zahlreicher) sind als in ihrer Heimat. Immerhin scheint sie ihren Freier ganz gut im Griff zu haben, was ihr ein belustigtes Schnauben abringt. Wenn sie gute Geschäfte mit unansehnlichen Männern macht, soll sie. Sie selbst kann die Gelegenheiten an ihrer rechten Hand abzählen, in denen sie ihren männlichen - und auch weiblichen Bettgenossen etwas Geld spendiert hat. Und das war eher Taschengeld als die Bezahlung einer Dienstleistung. Etwas völlig Anderes!

Mit einem Ellbogenstoß bedeutet sie Seth, sie bei dem Gefasel nicht im Regen stehen zu lassen. Es geht ihr jedoch sehr schnell auf die Nerven, dass sie sich jedes Wort übersetzen lassen muss.

"Bei Algrids Stiefmutter[1], spricht hier denn niemand die Handelszunge? Enttäusche mich nicht, Wirt. Was kannst du heute auftischen? Taugt dein Wein etwas?" Spricht sie den Anderen in ruppiger Geschäftsmanier an und hat wenig Lust nach den bisherigen Strapazen verwässerte Pisse serviert zu bekommen. Wenn sie die Situation nach der umständlichen Übersetzung richtig deutet, muss ihr Gegenüber schnell an Geld kommen. Aber das ist nicht ihr Problem. Dafür, dass sie hier auf schäbigen Kisten sitzen verlangt er schon mal ganz ordentliche Preise. Es bessert ihre Laune nicht gerade, dass er gerade versucht sein Hurengeld aus ihrem Geldbeutel zu angeln.
 
 1. Berühmte Ahnfrau, dessen Stiefmutter Grima sich im Laufe der Jahre in ein abscheuliches Monster verwandelt haben soll.

Cerebro

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« Antwort #143 am: 17.03.2019, 20:51:22 »
"Ah, ich entschuldige!" antwortet der Wirt in der Handelszunge, verständlich aber nicht wirklich flüssig, während er sich vor Brynja ein weiteres Mal verbeugt. "Handelszunge nicht so gut, aber ich spreche, Ja." Er grinst. "Ich nicht bekannt mit Algrid, aber Wein sehr gut. Warm Essen aber dauert, weil nichts vorbereitet ist. Nur ein paar Früchte und kaltes Essen aus Vorratskammer. Brot, Käse, Trockenfleisch, Nüsse und Früchte. Auch Zuckerrohr aus Verûn für süße Geschmack. Frisch von Schiff." Er grinst noch immer und macht eine unterwürfige Geste. "Große Frau mögen verzeihen. Große Frau von große Kriegervolk, ja? Tharagier! Ich sofort erkannt - habe schon Gäste aus Tharagien bedient. Kaltes Land im Norden. Langer Weg. Ihr habt viele Abenteuer erlebt, ja?"
« Letzte Änderung: 18.03.2019, 16:48:37 von Cerebro »

Brynja

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« Antwort #144 am: 18.03.2019, 12:31:44 »
Immerhin, der Wirt hat also doch etwas anderes im Schädel als junge Hühner. Der Verständigung steht also nichts mehr im Weg und sie muss nicht länger dieses unverständliche Geplapper erdulden. Richtiges Essen dauert also noch eine ganze Weile, wie sie zu ihrem Unmut feststellen muss. Ist Amanis Entscheidung tatsächlich so gut wie sie denkt? Langsam kommen ihr Zweifel. Als der Wirt sie zu allem Übel auch noch mit den Tharagiern in einen Topf wirft, richtet sie sich zu voller Größe auf und stemmt ihre Hände auf den Tisch. Ihre Augen funkeln zornig auf.

"Dann hoffe ich für dich, dass keiner von diesen weibischen Feiglingen hier auftaucht solange ich da bin. Du redest mit einer waschechten Kunvarin. Die Tharagier sind unsere Feinde. Diesen Hunden kann man nicht trauen. Meinen Bruder haben sie kaltblütig ermordert...und ich habe den Schuldigen eigenhändig ersäuft. So regeln wir das daheim."

Die Nordfrau zeigt ein wölfisches Grinsen. Er als Ausländer kann die offensichtlichen Unterschiede zwischen ihren Völkern nicht wissen, das ist ihr bewusst. Trotzdem hat er sich in etwas hineingeritten und sie hat eine gewisse Freude daran, ihn nun schwitzen zu sehen.

"Meine Abenteuer stehen unter keinem guten Stern, Wirt. Und jetzt werde ich auch noch beleidigt. Was waren noch einmal deine Preise?"[1]

Unterwürfiges Händlervolk geht ihr gegen den Strich. Sie hat wenig Lust, nun auch noch übers Ohr gehauen zu werden.

 1. Überzeugen: 2

Cerebro

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Prolog: Die letzten Vier
« Antwort #145 am: 18.03.2019, 19:52:29 »
Als sich Brynja aufrichtet, fährt der Wirt kurz zurück, fängt sich jedoch rasch wieder. Mit beiden Händen und gesenktem Haupt wiegelt er ab. "Oh, nein nein nein. Nicht Beleidung! Große Kriegerfrau müssen entschuldigen. Ich war noch nicht im kalten Norden. Kunvaren habe noch nie bedient. Wusste nicht um Fehde der Nordländer. Ich entschuldige mich! Preise aber nicht sehr hoch. Zwei Silber pro Kopf und Nacht. Ein Silber für gutes Essen. Kalt jetzt und warm später, wenn mein Gehilfe zurückkommt, ja?"[1]
 1. Sagt Bescheid, wenn ihr die Szene abkürzen wollt. Ich führe gerne alles aus, aber bei Bedarf können wir auch Details überspringen.
« Letzte Änderung: 18.03.2019, 20:23:25 von Cerebro »

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