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Autor Thema: Auf der Suche  (Gelesen 5890 mal)

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Blutschwinge

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Auf der Suche
« am: 28.10.2018, 14:56:07 »
Auf der anderen Seite lag nun wieder das weite Land vor ihnen. Wieder war die Landschaft hügelig und grün, immer wieder waren einzelne Bäume oder Baumgruppen zu sehen und in der ferne war eine weitere Siedlung zu erahnen. Aber nicht in der Richtung, in die ihre Reise gehen sollte. Immer in Richtung Sonnenuntergang hatte man ihnen gesagt, also ritten sie los. Das Wetter war angenehm, die Temperaturen mild. Es schien nun doch langsam ein schöne später Frühling anzukündigen. Der Boden war inzwischen sehr viel trockener als beim ersten Teil ihrer Reise und so kamen sie schneller voran, als sie erwartet hatten. Reisenden oder Bauern begegneten sie nicht auf ihrem Weg, dafür allerhand Tieren. Keine gefährlichen, sondern überwiegend Pflanzenfressern, die hier in kleinen Herden lebten. Nach einem ereignisarmen Tag erreichten sie irgendwann einen kleinen Bach, es war noch hell und so konnten sie den Weg direkt fortsetzen.  Allerdings war die Dämmerung schon sehr nahe als sie in der Ferne eine Baumgruppe entdeckten, die sich zwar kaum von den vielen andern Baumgruppen unterschieden, die sie gesehen hatten, der Rauch, der von dort aufstieg war aber ein klarer Beleg, dass dort jemand sein musste, vermutlich Okis Baumhaus.
« Letzte Änderung: 01.12.2018, 16:51:59 von Blutschwinge »

Eronomion

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« Antwort #1 am: 30.10.2018, 20:04:02 »
Eronomion zügelte Alek und tätschelte seinen Hals: "Gut gemacht, Bruder. Gleich sind wir da." Dann sah er zu seinen Begleitern: "Also gut, was machen wir? Das wird es ja wohl sein. Ich würde einfach dort hin reiten, aber vielleicht möchte einer von euch sich vorher in die Büsche schlagen, um zu sehen, ob sich hier irgendwelche gefährlichen Tiere herumtreiben?" Eronomion blickte relativ direkt zu Kivan bei dieser Frage, denn der Halb-Elf kannte sich von ihnen ohne Zweifel in der Wildnis am Besten aus, das hatte er auf ihren vorherigen Reisen bereits bewiesen.
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Kyras Goldhand

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« Antwort #2 am: 31.10.2018, 21:05:02 »
"Vielleicht sollten wir ein paar Schritte zu Fuß gehen. Dann können sich die Pferde etwas erholen. Während wir die Umgebung besser im Auge haben und auf Gefahren besser reagieren können; des weiteren wirken wir dann auch weniger bedrohlich wenn nicht in vollem Galopp auf das Haus zu reiten", meint Kyras während er von seinem Pferd absteigt und sich eine Pfeife anzündet.

Kivan

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« Antwort #3 am: 02.11.2018, 17:42:05 »
"Ich werde mich einmal umsehen", antwortete Kivan, der den Wink seines Gefährten verstanden hatte. "Am besten folgt ihr mir in einiger Entfernung" Der Halbelf schwang sich von seinem Pferd und drückte Eronomion die Zügel in die Hand. Dann nahm er seinen Bogen, zog die Kapuze seines Mantels über den Kopf und machte sich auf den Weg. "Erastil wird meine Wege leiten", murmelte er dabei und atmete einmal tief durch. Der Waldläufer ging nicht direkt auf das Wäldchen zu, sondern ließ sich Zeit und machte einen leichten Bogen, um sich von der Seite näheren zu können. Seine Sinne suchte nach allem, das ungewöhnlich war, und sein Körper wurde eins mit der Landschaft, sodass ihn selbst seine Gefährten kaum noch wahrnehmen konnten.[1]
 1. Stealth 24, Perception 28
« Letzte Änderung: 02.11.2018, 17:44:01 von Kivan »
Der Bogenmacher formt den Bogen, der Meisterschütze formt sich selbst.

Kyras Goldhand

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« Antwort #4 am: 02.11.2018, 18:32:40 »
Kyras beobachtet Kivan einen Moment wie dieser geschickt mit der Umgebung verschmilzt und dann der Gruppe voraus eilt.

"Hmm, der Junge ist gut. Der weiß wie man sich vorsichtig und unbemerkt bewegt. Vielleicht sollten wir die Aufmerksamkeit trotz allem mal auf uns lenken, damit er sich besser umsehen kann und ungestört bleibt", mit diesen Worten zieht Kyras eine Fackel aus seinem Rucksack[1] welche mit Lederbändern umhüllt ist. Nachdem Kyras diese abgewickelt hat fängt die Fackel an zu leuchten[2] und spendet der Gruppe auf magische Weise Licht.
 1. Praktischer Rucksack
 2. Ionenfackel

Ponzio

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« Antwort #5 am: 05.11.2018, 00:00:12 »
"Es scheint ja jemand zu Hause zu sein." murmelte Ponzio mehr zu sich selbst, als sie den Rauch über der Baumgruppe aufsteigen sahen. Nach dem, was sie in der Stadt erfahren hatten, hatte der Magier eigentlich erwartet, Oki nicht so leicht vorzufinden, und war dementsprechend auch skeptisch, wer es wohl war, den sie dort antreffen würden.

Den Plan Kivans beziehungsweise Eronomions, zunächst einmal die Umgebung etwas auszuspähen, hieß er schweigend gut, nur um kurz danach kopfschüttelnd mit anzusehen, wie ihr neuer Begleiter ein Leuchtfeuer veranstaltete. "Ganz so viel Aufmerksamkeit hätte es jetzt auch nicht gebraucht." bemerkte er nur, folgte dann aber dem Mann auf dem Weg in Richtung des vermuteten Baumhauses.

Alyssa

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« Antwort #6 am: 06.11.2018, 05:34:01 »
Endlich mal wieder ein wirklich schöner Tag ohne Regen. Alyssa genoss den Weg zu diesem Okis und machte sich keine Sorgen. Weder um den Neuen, noch um den Mann, den sie schon bald treffen würden. Bisher waren sie hier im Land gut zurechtgekommen und sie vertraute auf die Stärke der Gruppe. Falls es Gefahren geben sollte, würden sie damit schon umgehen können. Ab und zu warf sie Kyras ein paar Seitenblicke zu, doch der Mann verhielt sich recht unauffällig und es schien zumindest so, als würde er seine Worte ernst gemeint haben. Da sie keinen triftigen Grund hatte, ihm zu misstrauen, tat sie das auch nicht und behandelte ihn zumindest für den Moment wie ein Gruppenmitglied.
Nach einer angenehmen, kurzen Reise, erreichten sie ihr Ziel. Kivan entschloss sich kurzerhand dazu, die Gegend auszukundschaften und verschwand daraufhin auch schon im Dickicht. Keine blöde Idee. Kyras dagegen entzündete eine Fackel und lenkte so die Aufmerksamkeit eines möglichen Beobachters auf die Gruppe. Kein schlechter Plan insgesamt. Auch wenn es fraglich war, ob sie überhaupt beobachtet wurden. Da sie aber nicht sehr viel über Okis wussten, war es vermutlich ganz gut, erst einmal vorsichtig zu sein. So machten sie sich also auf den Weg. Alyssa ließ es sich nicht nehmen, ein paar magische Worte zu sprechen und die Gegend nach Magie zu untersuchen.[1] Man konnte ja nie wissen, was sie erwartete. Im schlimmsten Fall irgendwelche Schutzzauber oder sogar Fallen. "Haltet Augen und Ohren offen." meinte sie nur überflüssigerweise.[2]
 1. Magie entdecken
 2. Perception 17

Blutschwinge

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« Antwort #7 am: 07.11.2018, 10:16:38 »
Kurz nachdem Kivan im langsam aufsteigenden Nebel der Dämmerung verschwunden war setzte sich die Gruppe in Bewegung. Die Fackel, die Kyras herausgeholt hatte, erleuchtete ihren Weg und so näherten sie sich langsam zu Pferd der Baumgruppe.
Kivan näherte sich behänd seinem Ziel und nutzte dabei jeden Busch und jede Senke aus. Schließlich erreichte er einen Busch, der so nah war, dass er dort einen guten Blick auf die Bäume hatte. Es waren vielleicht fünf große und alte Bäume, die dort sehr relativ beieinander standen und stark ineinander verwachsen waren. Auf den dicken Ästen in der Mitte der Bäume konnte er ein einfaches Holzhaus erkennen, aber es gab auch eine Plattform und wohl auch eine Feuerstelle, denn der Rauch stieg nicht vom Boden empor, sondern von der Plattform.
Oben beim Baumhaus glaubte er eine Gestalt zu erkennen, die wohl dort hockte. Außerdem entdeckte er noch eine weitere Gestalt, die am Boden in einem Gebüsch hockte, ähnlich wie er und in Richtung der Gruppe blickte.

Die restliche Gruppe hatte sich derweil auf ihren Pferden ungefähr auf 30m dem Baumhaus genähert. Sie konnten nun auch das Baumhaus gut erkennen, ein Schatten dort oben mochte eine Person oder ein Sack sein, das war nicht klar auszumachen. Sonst entdeckten sie nichts besonderes, auch Kivan fanden sie nicht.

Kivan

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« Antwort #8 am: 07.11.2018, 13:36:48 »
Dieser legte vorsichtshalber einen Pfeil auf und verharrte an seiner Position. Der Halbelf konnte die Situation noch nicht vollständig erfassen und zog es daher vorher, zunächst noch weitere Beobachtungen anzustellen. Aus seiner Sicht machte es keinen Sinn, die anderen durch Rufen zu warnen ohne zu wissen, ob die Gestalten ihnen feindlich gegenüberstanden, denn dies hätte nur den Vorteil, den er sich erarbeitet hatte, zunichte gemacht. Wenn er hingegen zurückschlich, hätte er sich ins Sichtfeld der Person am Boden begeben müssen, was auf das Gleiche hinausgelaufen wäre. So blieb er vorerst im Verborgenen. Er nahm sich freilich vor, im Notfall einen Warnruf auszustoßen und mit seinem Bogen einzugreifen.
Der Bogenmacher formt den Bogen, der Meisterschütze formt sich selbst.

Kyras Goldhand

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« Antwort #9 am: 11.11.2018, 08:55:23 »
"Dann lasst uns mal absteigen und den Rest zu Fuß hinter uns bringen. Wir wollen das Baumhaus ja nicht im Sturm erobern sondern in Frieden kommen", meint Kyras während er sein Pferd zügelt und dann absteigt. Nachdem er die ersten paar Schritte in Richtung des Hauses gemacht hat schaut sich Kyras die Nähere Umgebung etwas genauer an um Kivan zu entdecken[1], und versucht auch zu erkennen wer oder was da oben im Baum sitzt.
 1. Wahrnehmung 25

Eronomion

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« Antwort #10 am: 11.11.2018, 13:48:55 »
Eronomion nickte, stieg vom Rücken seines Pferdes ab und tätschelte Alec einmal am Hals. Dann ging er einige Schritte auf das Baumhaus zu, sodass er nicht allzu laut schreien musste, um gehört zu werden, aber doch noch nicht allzu bedrohlich war. Dann rief er hinauf: "Heda! Sind wir hier richtig beim Baumhaus des Einsiedlers namens Oki? Wir würden gern mit ihm sprechen."
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Blutschwinge

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« Antwort #11 am: 16.11.2018, 10:43:53 »
Kivan saß in seinem Versteck und hörte Eronomion rufen. Oben am Baumhaus regte sich die Gestalt, stand auf und schaute in Richtung der Gruppe. Der Mann hatte einen Umhang um und eine Kaputze über dem Kopf, so hatte er dort auch schon gesessen. Kivan konnte einen Mann mittleren Alters erkennen, aber sonst nichts besonderes entdecken. Der andere Mann unten bewegte sich nicht. Kivan hatte nicht das Gefühl, dass er von den Männern bemerkt worden war.

Auch die Gruppe sah, dass dort jemand aufstand. Auch er konnte einen Mann mittleren Alters erkennen, sonst fiel ihm aber nichts besonderes auf. "Kommt näher und sagt, was ihr wollt. Passt auf, das Gras ist rutschig." Eronomion blickte vor sich auf das Gras und sah, dass der Boden matschig war, aber das kannten sie von der Reise ja schon.
« Letzte Änderung: 18.11.2018, 14:54:32 von Blutschwinge »

Alyssa

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« Antwort #12 am: 18.11.2018, 01:38:36 »
Nichts schien auf irgendeine Gefahr hinzuweisen. Zumindest entdeckte Alyssa keine - weder eine normale, noch magische. Das hieß aber natürlich nicht, dass sie alle sicher waren. Sie kannten nur ein paar Erzählungen über Oki aber wussten nicht, mit wem sie es genau zu tun hatten. Vorausgesetzt auch, dass die Person da oben auf dem Baumhaus überhaupt der seltsame Einsiedler war. Doch sich jetzt in Vermutungen und Möglichkeiten zu verlieren, half ihnen nicht weiter. Alyssa versuchte die Sache weiterhin erstmal positiv zu sehen und glaubte daran, dass dort wirklich Oki war, der ihnen helfen würde.
Nachdem sie bis auf wenige Meter an das Baumhaus herangekommen waren, gab es einen kurzen Austausch zwischen Eronomion und dem vermeintlichen Oki. Kivan war noch nicht wieder zurückgekehrt, was bedeuten musste, dass er entweder ein Problem hatte, oder lieber weiter die Situation in seinem Versteck beobachtete. Was auch immer der Grund sein mochte - jetzt konnte Alyssa nicht nach ihm suchen. Stattdessen ließ sie die Zügel ihres Ponys einen Moment los und trat weiter auf das Baumhaus zu - schließlich sollten sie ja näher kommen. "Wir sind auf der Suche nach dem obersten Richter und haben gehört, dass er auf dem Weg zu euch war. Können wir euch einige Fragen stellen?"

Blutschwinge

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« Antwort #13 am: 23.11.2018, 14:56:48 »
Die Gruppe ging also weiter auf das Baumhaus zu, der Mann oben schien auf sie zu warten. Nachdem sie einige Schritte gegangen waren, begann er mit den Armen Gesten zu vollführen. Kivan erkannte zwar, dass der Mann etwas zauberte, aber zunächst war er nicht sicher, was er damit bezweckte. "Wusste ich es doch," sagte sich Kivan grimmig. Er blieb vorerst weiter in seiner Deckung und sprach ein Stoßgebet: "Erastil, alter Meisterschütze, ich, Kivan, halte mich an die alte, wahre Ordnung. Ich bitte dich, lenke meinen Pfeil!

Die Gruppe bekam nicht wirklich mit, was passierte, nur dass der Boden unter ihren Füßen plötzlich zu knietiefem zähen Matsch wurde und sie versanken - nicht sehr tief, aber tief genug, damit sie und die Pferde sich erstmal kaum noch bewegen konnten. Nur Kyras und Eronomion hatten Glück und steckten nicht fest. Aber es kam noch schlimmer, den nur Sekunden nachdem sie versunken waren explodierte eine helle magische Kugel direkt in ihrer Mitte.
Gerade als sie dabei waren sich wieder aufzurappeln und zu verstehen, was gerade passiert war, wurde Eronomion von einem Pfeil getroffen. Er spürte den Schmerz der Wunde, aber da war noch ein seltsames Brennen, das er so nicht kannte. Allerdings verschwand es gleich darauf wieder.
« Letzte Änderung: 30.12.2018, 14:47:07 von Blutschwinge »

Blutschwinge

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« Antwort #14 am: 30.12.2018, 15:01:49 »
Damit, dass der Mann sie angreifen würde, hatte Alyssa nicht gerechnet. Vielleicht war das gar nicht dieser Otis und wenn doch, dann hatten sie eventuell den Grund für das Verschwinden des Richters gefunden. Es war auch nicht auszuschließen, dass dies ein Handlanger des Königs war. Wie dem auch war, zuerst mussten sie sich dem Mann stellen. Die Hexe biss die Zähne zusammen und versuchte den Schmerz zu ignorieren. Durch den schlammigen Boden hatte sie es nicht geschafft, sich vor der magischen Kugel in Schutz zu bringen. Tatsächlich war sie so weit in den Boden eingesunken, dass sie gar nichts tun konnte. Fluchend versuchte sie sich zu befreien.
Ponzio bemerkte zu spät, was geschah: Plötzlich spürte er seine Füße in den Boden einsanken, und sah schnell ein, dass alles Strampeln ihm nicht weiterhelfen konnte. Auch seine Versuche, sich mit Magie weiterzuhelfen, musste er aufgeben. Wenigstens seinen Kopf konnte er noch gebrauchen, und so versuchte er sich zu erinnern, ob er von einem solchen Zauber schon einmal gehört hatte. Ponzio hatte keine Idee, welcher Zauber das gewesen sein könnte.
Derweil wurde Eronomion von einem weiteren Pfeil getroffen und blutete nun stark. Kivan sah, dass der versteckte zweite Mann die Pfeile abschoss, während der Mann oben auf der Plattform sich etwas in den Schatten des Baumhauses zurückgezogen hatte und für ihn nun nicht mehr zu sehen war. Kivan griff nun in den Kampf ein und schoss in schneller Abfolge drei Pfeile auf den feindlichen Bogenschützen ab. Der Mann in seinem Versteck starb leise und nahezu unentdeckt, als er von mehreren Pfeilen getroffen wurde und blieb still liegen.
Kyras ist dann doch etwas überrascht von diesem Überfall, schafft es aber mit etwas Glück nicht völlig in dem Schlamm zu versinken. Um überhaupt wieder richtig handlungsfähig zu werden und sich bewegen zu können setzt er alles daran um aus dem Matsch raus zu kommen, und dann möglichst schnell zu dem Baumhaus zu gelangen. Eronomion bewegte sich langsam aus dem Schlamm heraus und suchte zunächst nach einem Versteck, um sich zu orientieren.
Am Baumhaus blieb es still, keiner aus der Gruppe konnte den Mann im Moment noch sehen.

Kyras nutzt die Gelegenheit um so schnell wie möglich unterhalb des Baumhauses zu gelangen. Dort angekommen wartet er erst einmal einen Moment und wartet ab was als nächstes passiert.
Nach einiger Anstrengung schaffte es Alyssa, sich endlich aus dem Schlamm zu befreien, der sie bisher festgehalten hatte. Sie wusste, dass sie hier wie auf dem Präsentierteller stand aber entschied sich dennoch dazu, kurz ihre Ausrüstung nach dem Heilstab zu untersuchen und sich mit seiner Hilfe zu heilen. Eigentlich hatte sie den viel stärker getroffenen Eronomion heilen wollen aber der hatte sich bereits in Sicherheit gebracht und war nun gerade nicht erreichbar.
Ponzio konnte sich nun wenigstens so weit befreien, dass er nicht seine komplette Aufmerksamkeit auf den Schlamm verwenden musste. So versuchte er, sich langsam auf den Rand des Schlammteppichs zuzubewegen und sprach dann eine Zauberformel, woraufhin sich eine Wolke glitzernder Partikel über dem Baumhaus bildete, die langsam herabrieselte und schließlich die gesamte Plattform bedeckte.
Kivan verließ sein Versteck um auf die andere Seite des Baumhauses zu gelangen, er wollte die Tür im Blick behalten. Eronomion suchte sich ein Versteck, da er im Moment nicht viel ausrichten konnte. Das Baumhaus und Teile der Plattform wurde derweil von glitzernden Pünktchen bedeckt, sie konnten nun einige Kisten erkennen, die dort standen, aber den Mann sahen sie nicht. Scheinbar war er in der Hütte verschwunden.

Plötzlich wuchs einige Meter vor Ponzio etwas aus dem Boden und formte sich zu einer kleinen Gestalt. Dann rannte es plötzlich auf den alten Mann zu und schlug ihm mit einer steinernen Faust gegen den Körper. Am oder im Baumhaus war nichts zu hören oder zu sehen.
"Ein Erdelementar!" fuhr es Ponzio durch den Kopf. Er hatte keine Probleme, das Wesen zu identifizieren - schließlich war er selbst dazu in der Lage, ein solches zu beschwören. Glücklicherweise handelte es sich um eine kleine Variante, die nicht allzu gefährlich war. Dennoch nahm sein eigener Zustand langsam besorgniserregende Züge an, und er musste irgendwie von dem Elementar wegkommen.
Ihm fiel der passende Zauber ein, doch er hatte seine Essenz nicht auf ihn abgestimmt - doch glücklicherweise erinnerte er sich an den Schriftrollenbehälter, der an seinem Gürtel hing. Er wich ein Stück von dem Elementar zurück, fischte die passende Rolle heraus, wirkte den Zauber, und sofort tauchte ein bunter Strahl von leuchtenden Farben das Elementar in sein Licht.
Kyras war froh das er endlich unter dem Baumhaus angekommen war. Er hielt einen Moment inne und lauschte ob er etwas hören konnte oder vielleicht doch noch etwas sehen konnte. Danach zog er seine Handarmbrust und machte diese Schussbereit.
Schon als das kleine Wesen vor ihnen entstand, wusste Alyssa, dass es sich um einen Erdelementar handelte. Dieses Wissen half aber im Moment nicht unbedingt weiter, denn der eigentliche Gegner war immer noch irgendwo im Baumhaus. Sobald dieser besiegt war, würde auch das Elementar verschwinden. Doch sie war sich sicher, dass sich der Rest schon darum kümmern würde. Ein schneller Blick bestätigte, dass der Neue schon beim Baumhaus angelangt war. Sie würde also dafür sorgen, dass der angeschlagene Ponzio nicht von dem Erdelementar bewusstlos geschlagen wurde. So zog sich die Hexe durch den Schlamm, bis sie den alten Mann erreichte und heilen konnte. Eine kurze Berührung mit dem magischen Stab reichte dafür aus.
Kivan schoss in schneller Abfolge zwei Pfeile auf das Wesen und trafen es ohne Probleme, da es nicht ausweichen konnte. Allerdings fiel es nicht um und löste sich auch nicht auf, für die Magiekundigen ein klares Zeichen, dass es noch nicht erledigt war. Eronomion blieb zunächst in seinem Versteck.

Gleich darauf konnte Kyras hören, dass der Mann im Baumhaus wieder etwas murmelte. Nur Sekunden später tauchte einige Meter über Kivan eine kleine dunkle Wolke auf, aus der sofort ein Blitz zuckte und direkt bei Kivan einschlug.
"Was du kannst, kann ich auch." dachte Ponzio, als er zufrieden feststellte, dass das Elementarwesen wie geplant außer Gefecht gesetzt war - zumindest für den Moment. Die Tatsache, dass nun scheinbar Kyras das Ziel der Aufmerksamkeit ihres Feindes war, nutzte er aus, um einen komplexeren Zauber als zuletzt zu wirken, wobei er das Baumhaus selbst zu fixieren schien.
Da das Erdelementar durch Ponzios Zauber betäubt zu sein schien und vermutlich nicht mehr lange auf dieser Ebene bleiben würde und ihr Gegner sich ins Baumhaus zurückgezogen hatte, blieb Alyssa nicht viel mehr übrig, als ebenfalls zum Baumhaus zu laufen. Den Stab noch immer in der Hand lief sie voran und suchte nach einem Weg nach oben. Keiner ihrer Zauber würde helfen, wenn sie ihren Gegner nicht sah.
Während Kyras begann, langsam und so unbemerkt wie möglich nach oben zu klettern, suchte Kivan eine Schussposition, von er aus er den Eingang und die Plattform so gut wie möglich einsehen konnte. Auch Alyssa versucht, den Baum zu erklettern, aber der Herr des Hauses hatte sich viel Mühe gegeben, alle Kletterhilfen zu entfernen und so rutschte sie immer wieder ab. Kyras dagegen kam bis an die Plattform heran.

Kurz bevor Ponzio seinen Zauber beendet hatte, bewegte sich die Wolke zu ihm und ein Blitz traf ihn völlig unvorbereitet. Dennoch ließ sich der der erfahrene Zauberer davon nicht ablenken und beendete seine Zauberformel.
Noch während die Luft über ihm sich zu dem Elementar manifestierte, rief Ponzio dem Wesen einen kurzen Befehl zu: Sofort raste das Luftelementar in die Hütte und verwandelte sich auf dem Weg in einen Wirbel, der sich zu dem im Baumhaus wartenden Gegner bewegte und diesen einhüllte. Ponzio selbst hingegen hatte zwar tapfer die Zähne zusammengebissen, um den Zauber zu wirken, war nun jedoch körperlich fast am Ende und wusste, dass er einen weiteren Treffer nicht mehr überleben würde. Er sah nur noch einen Ausweg, nämlich die vorläufige Flucht, und sprach eine weitere Zauberformel, woraufhin er plötzlich von der Bildfläche verschwand. Sobald er sicher war, nicht mehr gesehen zu werden, bewegte er sich so weit wie möglich von der blitzenden Wolke weg und versuchte dabei, sich so zu stellen, dass er das Baumhaus im Blick hatte und womöglich einen Blick in das innere erhaschen konnte. Er konnte dabei nur hoffen, dass die Wolke keine anderen Sinne hatte, die seine Unsichtbarkeit durchdringen würden.
Aus der Hütte war ein Schrei zu hören und es flogen einige kleine Gegenstände durch die Fenster und Türen nach draußen, Holzschalen, Trinkbecher und sogar einige Kleidungsstücke. Kyras, der ja direkt unter der Plattform war, glaubte auch Schreie von zwei Stimmen zu hören, die eine war aber etwas leiser und klang seltsam.
Kyras versucht den Baum hoch zu klettern um möglichst unauffällig zur Hütte zu gelangen und sich dort einen Überblick über die Situation zu verschaffen.
Kivan schrie überrascht auf als ihn der Blitz erwischte. Er zwang sich aber, besonnen zu bleiben und den Erdelementar auszuschalten. Routiniert schoss er wieder zwei Pfeile ab. Beide trafen ihr Ziel, was natürlich nicht schwer war, da sich das beschworene Wesen schließlich nicht bewegen konnte. Es fiel daraufhin einfach in sich zusammen.
Eronomion hatte lange genug in der Deckung gesessen. Er blutete zwar und die wunden taten weh, aber es half alles nichts. Wer auch immer sie von dort oben angriff, gerade schien er ausreichend beschäftigt zu sein, dass Eronomion es schaffen sollte. Er wischte sich refelxartige eine seiner Locken aus dem Gesicht auch wenn er es direkt bereute, weil seine Hand so blutig war, dass die Stähne sicher verkleben würde. Darum würde er sich später kümmern. Jetzt galt es erstmal zum Baumhaus zu gelangen. Also rannte der junge Mann, den Säbel in der Hand los, so schnell ihn seine Beine trugen.
So wie auch Kyras vor ihr, machte sich Alyssa an die Arbeit, das Baumhaus zu erklettern. Sie war fest entschlossen, der Person, um wen es sich auch immer handelte, entgegenzutreten und den magischen Angriff mit gleicher Münze zurückzuzahlen. Die Wut schien sie zu beflügeln, sodass sie sich ohne große Probleme an den Aufstieg machte.

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