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Autor Thema: Auf der Suche  (Gelesen 3700 mal)

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Eronomion

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« Antwort #105 am: 18.05.2019, 13:52:44 »
Eronomion hatte mit etwas in der Art schon gerechnet, also löste er mit einem schnellen Handgriff den Waffengurt, der seinen Säbel am Gürtel hielt und reichte ihn dem Mann, der ihn durchsuchen sollte. Auch für die Durchsuchung breitete er ohne Widerstand seine Arme aus, sodass man schnell sehen konnte, dass er keine weiteren Waffen und auch kein magisches Zeugs mit sich herumtrug. Er ließ alles mit einem Lächeln über sich ergehen und setzte sich dann an den Tisch: "Also, was spielen wir für ein Spiel? Wie ihr an meiner Stimme wohl hören könnt, bin ich nicht in diesen Breiten geboren und auch wenn ich schon eine Menge Karten gespielt habe, habe ich im Laufe der Jahre doch erfahren, dass jede Region ihren ganz eigenen Stil hat, wenn es um Glücksspiele wie dieses geht."
Da es in erster Linie darum ging, hier Zeit zu schinden, beeilte Eronomion sich nicht, zur Sache zu kommen. Seine Gefährten sollten schließlich genug Zeit haben, sich den Rest des Stockwerk, insbesondere den verschlossenen Raum anzusehen. Das eigentliche geschäft würde er erst später ansprechen: "Verzeiht aber meine Unhöflichkeit, in der ganzen Aufregung, habe ich vergessen mich vorzustellen. Mein Name ist Alec."
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Kyras Goldhand

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« Antwort #106 am: 18.05.2019, 20:40:18 »
Kyras wartete solange bis Eronomion es geschafft hatte die Wachen in ein Gespräch zu verwickeln und die Tür wieder geschlossen wurde. Erst dann machte er sich daran das Schloss möglichst leise und unauffällig, aber trotz allem so schnell wie möglich zu knacken. Zuvor legte er aber noch seine Waffe griffbereit für den Notfall falls doch was schief gehen sollte.

Blutschwinge

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« Antwort #107 am: 19.05.2019, 08:30:17 »
Der Wachmann durchsuchte Eronomion gründlich und vorsichtig. Man sah ihm die Überraschung an, als er nichts fand. Dem Sprecher reichte es aber offenbar aus um dem unerwarteten Gast einen Platz anzubieten. Als sich alle wieder gesetzt hatten, wurden die Karten gemischt.
"Hallo Alek. Es ist ein ganz simples Spiel". Und dann erklärte er die Regeln, die sehr an Skat erinnerten. Die Namen nannte die Männer aber nicht.

Und die Tür stand weiterhin offen.
« Letzte Änderung: 19.05.2019, 11:30:02 von Blutschwinge »

Ponzio

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« Antwort #108 am: 19.05.2019, 12:42:42 »
Ponzio wartete mit angehaltenem Atem, als Eronomion seine Geschichte auftischte; tatsächlich ließen die Wachen sich darauf ein, doch irgendwie schien keiner von ihnen auf die Idee zu kommen, die Tür wieder zu schließen. Sollte die ganze Ablenkung umsonst gewesen sein? So konnten sie draußen jedenfalls nicht damit beginnen, das Schloss zum anderen Zimmer zu knacken. Ponzio überlegte, ob er irgendwie helfen konnte, doch es fiel ihm nicht viel ein: Seine Zauber konnte er nicht wirken, ohne zu sprechen, und das würden die Wachen sofort hören. Die Tür von außen zu schließen war nicht nur beinahe unmöglich, ohne dabei gesehen zu werden, sondern würde natürlich ebenso die Wachen auf den Plan rufen.
Es blieb ihnen nur abzuwarten, was Eronomion mit der Situation anfangen würde.

Eronomion

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« Antwort #109 am: 21.05.2019, 19:02:59 »
Eronomion blickte einmal zu der offenen Tür und fluchte leise, dass er sie nicht geschlossen hatte, aber jetzt aufzustehen würde wohl allzu viel Aufmerksamkeit erregen. Also widmete er sich dem Kartenspiel. Seine Gefährten würde hoffentlich einen Weg an dem Wachraum vorbei finden oder er würde sich auf seine Verhandlungskünste verlassen. Deshalb konzentrierte er sich darauf: "Ah ja, wir haben in meiner Heimat etwas ähnliches gespielt, nannte sich Drei-Hand, sollte also schon irgendwie gehen. Spielen wir um Geld? Oder einfach nur zum Zeitvertreib?"
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Blutschwinge

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« Antwort #110 am: 23.05.2019, 09:39:18 »
Die Männer entspannten sich zusehens, zwar war die Situation irgendwie skurril, aber Eronomios Art war scheinbar ausreichend unbedrohlich. Eine der Wache  zeigte auf den Tisch, dort lagen einige wenige kleine Münzen. "Naja, eher zum Zeitvertreib. Die Tage hier sind lang und es passiert ja nix."

Der Mann ohne Rüstung ergänzte. "Naja, heute schon. Heute fallen lustige Kerle von Himmel. Mein Name ist übrigens Derk. Wo kommst du her, Alek?"

Draußen konnte man hören, dass die Aufmerksamkeit sich dem Tisch und dem Gast zuwandte und das Gespräch langsam in Gang kam.

Eronomion

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« Antwort #111 am: 24.05.2019, 12:06:46 »
Eronomion zögerte nicht lange: "Ursprünglich aus Elidir, aber ich bin recht viel unterwegs, ist also eine ganze Weile her. Zuletzt bin ich in Wildwasser gewesen, aber das liegt wohl nahe. Sonst gibt es in der Umgebung ja nicht wirklich etwas. Aber das brauche ich euch ja nicht zu erzählen, ihr sitzt hier schließlich mitten in der Langeweile." Während er sprach, sah sich Eronomion sein Blatt an, es war nicht sonderlich gut, aber trotzdem nahm er sich die Zeit, die Karten nach Farben zu sortieren. Er würde diese Runde sicher keinen Blumentopf gewinnen, aber wer wusste schon, was bei dieser ganzen Sache herauskommen würde.
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Blutschwinge

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« Antwort #112 am: 24.05.2019, 15:30:17 »
Die Wachen lachten. "Mitten in der Langeweile, da hast du Recht. Wir wissen auch nicht warum..."

Da unterbrach Derk den Mann. "Wir sind froh, dass es hier ruhig ist. Und wohin willst du, denn wie du sagst, in dieser Richtung von Wildwasser gibt es ja nicht viel." Die Wachen schwiegen sofort und schauten angestrengt in ihre Karten, Derk dagegen sortierte sie ebenso entspannt wie Eronomion.

Eronomion

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« Antwort #113 am: 24.05.2019, 17:25:46 »
Eronomion machte eine mentale Notiz, dass dieser Derk offenbar der cleverere dieser drei Jungs war. Der andere hätte wohl ausgeplaudert, was sie hier taten, aber das klang alles nicht gerade so, als würden sie den obersten Richter bewachen. Dann wüssten sie schließlich, warum sie hier waren. Aber fürs erste galt es noch etwas weiter zu reden: "Oh, ich bin wohl das, was man gemeinhin einen Abenteuerer nennt, d.h. ich habe nur selten konkrete Ziele. Ich wandere einfach durch die Lande und sehe, wo ich über ein abenteuer stolpere. Ihr wärt überrascht, wie gut das funktioniert. Man betritt die Straße und binnen kürzester Zeit ist man an einem spannenden Ort gelandet, wo es etwas zu erleben gibt. Zum Beispiel in einem alten Herrenhaus, in dem man mitten in der Nacht Karten spielen kann." Eronomion grinste breit und legte lässig eine Karte in die Mitte, die auch diesen Stich nicht auf seine Seite bringen würde.
Dann fuhr er auch schon fort: "Um also die Frage zu beantworten: ich habe derzeit kein festes Ziel, sondern ich wander umher und konnte dann doch nicht umhin, hier bei euch einzukehren, weil ein Dach über dem Kopf doch sehr viel angenehmer ist, als der freie Himmel. Und vor Säbeltigern oder anderen Bewohnern der Wildnis muss man hier wohl auch keine Angst haben."
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Blutschwinge

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« Antwort #114 am: 26.05.2019, 16:21:45 »
Derk nickte. "Abenteuer, naja, die werdet ihr hier nicht finden."

Dann beschäftigte er sich wieder mit dem Kartenspiel, auch die Wachen waren sehr konzentriert dabei und sprachen zunächst auch nicht weiter.

Eronomion

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« Antwort #115 am: 27.05.2019, 20:56:20 »
Eronomion zuckte mit den Schultern: "Wie gesagt, ihr wärt überrascht, wo man überhaupt spannende Dinge findet. Aber ihr scheint es hier ja in der Tat ziemlich ruhig zu haben. Ein verlassenes Anwesen mitten in der wildnis zu bewachen wirkt auf mich tatsächlich nicht allzu abenteuerlich, das wäre nichts für mich." Da es an ihm war zu mischen, griff sich Eronomion die Karten und begann sich damit zu beschäftigen. Er wollte nicht allzu viel Aufmerksamkeit darauf lenken, dass er wissen wollte, was die Männer hier eigentlich taten, also sprach er fürs erste einmal weiter: "Auf dem Weg hierher, bin ich durch einen Ort namens Reschen gekommen. Da gab es ziemliche Probleme mit wilden Tieren, die im hohen Gras lauerten und es heißt, dass der erste Jäger des Königs ein ziemliches Monster in den Wäldern erlegt hat. Solche Tiere oder Kreaturen machen hier also keine Probleme, nehme ich an, wenn ihr es als ruhig bezeichnet?"
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Blutschwinge

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« Antwort #116 am: 28.05.2019, 10:14:48 »
Es war erneut Derk, der antwortete und Eronomion hatte das Gefühl, dass dieser sich ein bisschen beeilte, bevor ein der Wachen antworten konnte. "Ich kenne Reschen, war vor vielen Jahren mal für eine Weile im Grasland, aber hier ist es völlig anders. Große Raubtiere leben hier nicht. Dies ist ja das Jagdschloss des ehemaligen Königs, manche sagen dass deshalb hier keine Raubtiere mehr leben." Er lachte, es wurde aber nicht klar, ob er selbst daran glaubte.

Eine der Wachen füllte die Krüge der Männer und Eronomion erkannte, dass der Krug beinahe leer war. Es würde also nicht mehr lange dauern, bis hier das Getränk (übrigens ein sehr dünnes aber würziges Bier) ausgehen würde.
« Letzte Änderung: 28.05.2019, 10:18:10 von Blutschwinge »

Ponzio

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« Antwort #117 am: 29.05.2019, 10:34:09 »
Während es so schien, als ob Eronomion drinnen die Lage im Griff hatte - zumindest schienen die Männer sich auf ein Gespräch einzulassen und nicht mehr groß zu hinterfragen, wo er hergekommen war, hatte Ponzio darüber nachgedacht, wie sie weitermachen konnten. Er tippte Kyras auf die Schulter und bedeutete diesem mit Gesten, dass er mitkommen solle, und führte den Mann dann dahin zurück, wo sie hergekommen waren, bis er sicher war, dass sie außer Hörweite waren.
"Ich kann einen Zauber wirken, der dich unsichtbar macht. Allerdings nicht leise, deshalb sind wir hier. Du wirst weiter Geräusche machen, und der Zauber hält nur vier Minuten, aber er sollte dich davor bewahren, entdeckt zu werden, wenn jemand zufällig einen Blick aus dem Raum wirft. Schaffst du es in der Zeit, das Schloss zu knacken?"

Als Kyras sich optimistisch zeigte, begann Ponzio damit, die Zauberformel zusammen mit der entsprechenden Gestik zu sprechen, und kurze Zeit danach verschwand Kyras tatsächlich vor seinen Augen.
"Ich kann dich auch nicht mehr sehen, also mach dein Ding, ich gehe wieder zurück zu den anderen."

Ponzio wartete noch einen Moment, um nicht versehentlich über Kyras zu stolpern, und folgte diesem (wie er hofft) dann zurück zu den anderen.

Kyras Goldhand

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« Antwort #118 am: 29.05.2019, 11:01:45 »
Kyras folgte Ponzio bis sie aus Hörweite waren. Als dieser ihm dann vorschlug ihn unsichtbar zu machen stimmte er dieser Idee zu, da er das in der aktuellen Situation wohl am sinnvollsten hielt.

Kaum das Ponzio ihm bestätigte das der Zauber wirkt machte sich Kyras so leise wie möglich[1] auf den Weg und fing sofort an sich an dem Schloss zu schaffen zu machen[2].
 1. Heimlichkeit: 22
 2. Mechanismus ausschalten "20 nehmen"

Blutschwinge

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« Antwort #119 am: 30.05.2019, 14:19:34 »
Plötzlich zuckte ein Blitz aus der Tür und traf scheinbar Luft, allerdings war den Abenteurern klar, dass es vermutlich der unsichtbare Kyras war, der getroffen wurde und einen leisen Schmerzensschrei ausstießSchaden 17, schon eingetragen - Dieser Würfeltyp wird nicht unterstützt!. Aber er blieb unsichtbar, daher konnte keiner sagen, was genau mit ihm geschehen war.

Am Spieltisch hörten die Männer einen lauten Schlag im Flur, die Wachen sahen Derk verwirrt an, der sofort aufsprang und einen Dolch unter dem Stuhl hervor holte und auf Eronomion richtete. "Schaut nach, aber seid vorsichtig, er ist wohl doch nicht so alleine. Und haltet euch von der Tür fern."

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