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Autor Thema: Buch II - Das Schwert der Tugend  (Gelesen 1893 mal)

Beschreibung: Erstes Kapitel - Der Marsch der Kreuzfahrer

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Baldark

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Buch II - Das Schwert der Tugend
« Antwort #30 am: 11.02.2019, 00:06:40 »
Auf Damian's Frage entfährt dem Zwerg ein überlegendes Brummen.

"Die Höllenritter sagten selbst, dass sie nicht der Krone dienen. Ich bezweifle aber, dass sie die Ankunft der Königin als Provokation sehen werden. Das Gegenteil wird vermutlich der Fall sein. Die Streitkräfte der Königin werden fürs erste Ordnung in die Stadt bringen, etwas, was die Götterklaue schätzt. Das Verbleiben der Krone wird vermutlich von temporärer Dauer sein, weshalb sich die Höllenritter nicht arg eingeschüchtert fühlen sollten. Selbst wenn sie vor haben das entstandene Machtvakuum auszufüllen, was sich nun in dieser Stadt gebildet hat. Was ich persönlich bezweifle, aber worum ihr euch vermutlich sorgt."

Nichtsdestotrotz habt ihr Recht damit, dass sie unseren Dank verdient haben und zumindest von der voraussichtlichen Ankunft Galfrey's informiert werden sollten. Ich werde euch dabei begleiten, wenn ihr damit einverstanden seid. Bis dahin werde ich vermutlich der Wache meine Dienste zur Verfügung stellen und mit einem Trupp die Straßen patrouillieren."
« Letzte Änderung: 11.02.2019, 00:08:55 von Baldark »

Ultan

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Buch II - Das Schwert der Tugend
« Antwort #31 am: 12.02.2019, 17:40:13 »
Nachdem die Gruppe ihr weiteres Vorgehen besprochen hat, teilen sich die Gefährten auf und gehen vorerst getrennter Wege: Damian schiebt Aravashnial sanft aus der Tür und macht sich auf den Weg zum Librarium der gebrochenen Schwarzschwinge, Baldark sucht sich eine Handvoll Soldaten der Adlerwacht zusammen und bricht auf um die Straßen zu pa­t­rouil­lie­ren, währen sich Otham achselzuckend Razgrim anschließt und sich mit diesem auf den Weg nach Tiefenheim macht um mit Lann zu sprechen.


Damian und Aravashnial brauchen etwas mehr als eine halbe Stunde bis sie zu den Ruinen der Schwarzschwingenbibliothek kommen.

Aravashnial seufzt als die beiden durch das Portal des Nebengebäudes treten indem die Gruppe noch vor wenigen Tagen gegen die falschen Kreuzfahrer gekämpft hat. Der Innneraum des Bauwerks ist aufgeräumt worden, die Regale wieder aufgerichtet und die Bücher einsortiert worden. Ein genauer Betrachter entdeckt jedoch noch die dunklen Blutflecken unter den Rändern der großzügig ausgelegten Teppichläufer und ein gewisser Rauchgeruch liegt nach wie vor in der Luft.

"Das ist wohl alles was übrig geblieben ist, Damian. Ein kümmerlicher Rest einer einst großen Sammlung.
Aber sagt mir, was gedenkt ihr zu finden? Pläne von Drezen? Ich bezweifle das wir Derartiges je archiviert haben. Dieser Ort diente einst als Archiv für planare Ereignisse, interdimensionale Zwischenfälle, Demi-Ebenen und Einsprengsel, Kartographien unmöglicher Kammern und endloser Wege.
Eine Zwergenzitadelle erscheint mir da etwas... mundan."


Aravashnial spuckt das letzte Wort förmlich aus. Die in der Schwarzschwingenbibliothek arbeitenden Bibliothekare, allen voran Jekob haben sich beim Eintreten um Damian und seinen elfischen Begleiter versammelt und lauschen pflichtbewusst den Ausführungen ihres letzten Meisters.



Baldark und ein halbes Dutzend Soldaten der Adlerwacht durchkämmen derweil einen Teil der Stadt nahe des Kranplatzes. Die ärmeren Viertel Kenabres wurden beim Ansturm durch die Dämonen fast völlig vernichtet und genau hier, in den immer noch qualmenden Ruinen haben sich die letzten Kultisten und niederen Dämonen verschanzt.

Nachdem Baldark zwei Dretches aus der Ferne mit todbringenden Pfeilen gespickt hat, trifft der Zwerg an einer Weggabelung auf etwa zwei Dutzend Ritter.
Zwei bekannte Gesicht befinden sich unter den Bewaffneten und als Baldark sich nähert treten Cedric und Rahel nach vorn um den Zwerg respektvoll zu grüßen.

"Meister Baldark, eure Anwesenheit ehrt uns! Was führt euch in diesen Teil der Stadt?", fragt Rahel mit einem Lächeln auf den Lippen.

"Helft ihr dabei die Dämonen zu jagen?"



Cedric stößt Rahel in die Seite und verbeugt sich rasch vor Baldark.

"Sei nicht albern, Rahel, Meister Baldark hat sicherlich besseres zu tun als ein paar niedere Dämonen zu verscheuchen. Er ist immerhin ein gefeierter Kriegsheld!

Gibt es irgendetwas bei dem wir euch behilflich sein können, Sir? Euer Wort ist uns Befehl."






Otham und Razgrim haben bereits unterwegs den einen oder anderen Vertreter des Mischvolks angetroffen und als sie endlich am mittlerweile freigelegten Eingang in die Gewölbe unter Kenabres angekommen sind, werden sie bereits erwartet.

Lann und ein Gefolge aus Soldaten warten am oberen Ende einer behelfsmäßigen Treppe die in die Tiefe führt.

Der Mischvolkmann sieht wirkt müde, offensichtlich hat er die letzten Tage nur wenig geschlafen.

"Willkommen, Freunde. Die Schlacht ist gewonnen und wir haben gesiegt. Doch der Euphorie über den Sieg folgt das Zählen der Toten und die Ungewissheit der Zukunft, also verzeiht wenn ich eure Rückkehr nach Tiefenheim nicht mit dem Fest feiern kann das euch eigentlich gebührt. Wisset jedoch das wir tief in eurer Schuld stehen und das mein Volk diese Schuld nie vergessen wird."

Die übrigen Männer und Frauen um Lann senken ergeben das Haupt und klopfen sich mit der Rechten dreimal auf die Brust, eine Geste die in ihrer vielfachen Ausführung klingt wie das Schlagen von Trommeln.

"Folgt mit bitte, wir haben ein paar Dinge zu besprechen."
« Letzte Änderung: 12.02.2019, 17:40:57 von Ultan »

Razgrim

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Buch II - Das Schwert der Tugend
« Antwort #32 am: 13.02.2019, 21:09:01 »
Razgrim nickt erfreut und klopft Lann etwas unwirsch, aber für einen Zwerg angebracht, zur Begrüßung gegen die Schulter.

"Lann mein Lieber, ich freue mich euch und eure Männer zu sehen. Es mag gewiss nur ein schwacher Trost sein, doch eure Gefallenen sind für den Aufstieg aus der Dunkelheit, für die Zukunft Ihresgleichen in die Schlacht gezogen. Sie haben ihr Leben nicht sinnlos verloren. Noch bis vor kurzem wart ihr an die Tunnel unter dem Fels gefesselt, jetzt könnt ihr ohne Bedenken den Aufstieg wagen. Ihr seid Teil dieser Stadt, Teil des Kreuzzugs und ein Teil von Mendev. Für mich hört sich das nach einem ehrenvollen Ziel an, für das auch ich bereit wäre mein Leben zu geben. Trauert um eure Toten, doch seid auch stolz auf das, was ihr als Klan geschafft habt."

Der Zwerg lächelt aufmunternd und verschränkt die Arme vor der Brust.

"Also, dann lasst uns nach Tiefenheim aufbrechen, wir haben auch einiges zu berichten. ich hoffe jedoch, dass ihr bald einige Häuser an der Oberfläche bezieht." spricht er weiter, als der kleine Trupp in die Tiefen der Höhlen vordringt.

Ultan

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« Antwort #33 am: 14.02.2019, 16:20:18 »
Lann lächelt verhalten während sie in die Tiefe hinabsteigen.

"An der Oberfläche siedeln, meint ihr, Razgrim? Ich weiß nicht ob unser Volk dafür bereit ist.

Die letzten Alten, die sich an das Leben im Licht der Brennenden Mutter erinnern können sind vor Jahrzehnten gestorben, wisst ihr? Für unsereins ist es normal in diesen dunklen Höhlen zu hausen."



Lann macht eine Pause und scheint in Gedanken versunken. Erst gut hundert Schritte später äußerst er sich erneut.

"Aber vielleicht ist die Zeit gekommen etwas zu verändern, Razgrim. Mit euch auf unserer Seite scheint nichts unmöglich"

Eine Zeit lang folgen Otham und Razgrim dem Mischvolkmann durch die verschlungenen Pfade des Unterreichs. Razgrim hat keinerlei Probleme Lann zu folgen, doch Otham muss sich das eine oder andere Mal blind vorantasten, so spärlich ist der Pfad vor ihnen mit Fackeln erleuchtet.

An einer Weggabelung gebietet Lann den beiden Helden kurz zu warten und wenige Augenblicke später schiebt sich schnaufend und schmatzend ein riesiger Maulwurf durch den Tunnel. Das Monster ist sicherlich fünf Meter lang und füllt den gut zweieinhalb Meter durchmessenden Tunnel fast vollständig aus. Grabschaufel mit Krallen in der Größe von Schwertern scharren über den Boden und die nackte Schnauze des ansonsten pechschwarzen Ungetüms schnüffelt zitternd durch Luft. Ohne von der Gruppe Notiz zu nehmen, kriecht die Kreatur vorbei und verschwindet kurze Zeit später wieder in der Finsternis, aus der sie gekommen war.

Lann lacht als er Othams und Razgrims Gesicht sieht.

"Tiefengräber. Sie sind so intelligent wie Hunde und stark wie zehn Ochsen. Harmlos, wenn man sie in Frieden lässt und auch wenn sie nie handzahm werden kann man sie dazu abrichten gewisse Arbeiten zu verrichten.
Mit ihrer Hilfe haben wir es geschafft einen Tunnel an die Oberfläche zu graben, um all unsere Soldaten auf einmal nach Kenabres zu bringen. Ihr könnt euch vorstellen wie die Dämonen geguckt haben als unter Ihnen plötzlich der Boden eingebrochen ist."


Lann lacht leise, als er die beiden Kreuzfahrer tiefer in den Untergrund führt, vorbei an leuchtenden Pilzflechten und durch muffige Tropfsteinhöhlen. Schließlich gelangen sie in eine unterirdische Kammer, die von kränklichem grünen Licht erhellt wird.

"Einer der Gründe warum ich um euer Kommen gebeten habe ist, weil ich euch jemanden vorstellen möchte. Während ihr in der Grauen Garnison gegen Vorlesh gekämpft habt haben wir uns bis zum Herz des Verteidigers durchgekämpft. Einer der unseren hat sich bei diesen Kämpfen besonders hervorgetan, ein... selbst nach unseren Maßstäben... eher ungewöhnlicher Charakter. Aber lasst euch nicht von seiner Erscheinung täuschen, seine Fähigkeiten sind beachtlich. So beachtlich, dass sie vielleicht sogar an die euren heranreichen, wenn mir dieser Vergleich gestattet ist."

Ein paar Schritte in die Kammer hinein liegt auf einmal ein nach Schwefel stinkender Nebel in der Luft und im Dämmerlicht zeichnen sich die Umrisse aller möglichen absonderlichen Apparaturen und Gerätschaften ab. In großen Glastanks blubbern vielfarbige Flüssigkeiten und elektrische Funken springen zwischen metallenen Spulen hin und her.
Lann wirkt sichtbar nervös, als er sich umsieht.

"Ragni? Bist du hier irgendwo? Ich habe den Besuch mitgebracht, wie besprochen. Würde es dir etwas ausmachen uns kurz hallo zu sagen?"

Einen Moment hört man nur das Surren, Knistern und Blubbern der Geräte und Instrumente des Labors, dann taucht plötzlich eine kleine, gebückte Gestalt auf die sogar noch einen Kopf kleiner als Otham ist.
Auf den ersten Blick könnte man Ragni für eine auf zwei Beinen gehende Ratte halten, deren dichtes, brau-graues Fell an einigen Stellen ausgefallen ist. Auch sein nackter Schwanz ist von Narben bedeckt und seinen Kopf ziert ein beulenartiger Auswuchs.
« Letzte Änderung: 14.02.2019, 16:20:30 von Ultan »

Ragni

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« Antwort #34 am: 14.02.2019, 17:10:29 »
Ragni kratzt sich kurz am Kopf und scheint tief in Gedanken versunken zu sein. "Jaja, ich komm ja schon." sagt er in einer sehr kratzigen Stimme. "Lasst uns draußen reden. Der Dampf hier drin ist glaube ich nicht gesund, zumindest fällt es mir seit einigen Minuten etwas schwer zu atmen, geschweige denn zu sprechen." Ragni hustet ein paar mal und während er versucht die Truppe nach draußen zu bugsieren, fällt ihm wieder auf, vor wem er da eigentlich steht. Ragni klopft sich schnell ein paar mal auf seine etwas zerätzte Kleidung, im vergeblichen Versuch sie salonfähig zu machen.
Reden fällt mir immer so schwer. Wie soll man dieser Ehre bloß gerecht werden mit den Helden von Kenabres zu reden. Dann fällt ihm wieder ein, dass die Rattenvölker, denen er ähnlich sieht und über die er vor ein paar Wochen gelesen hat, oft Probleme mit Zwergen haben. Er begibt sich zu Razgrim und versucht eine Mischung aus Handschlag und Verbeugung. Am Besten sage ich auf zwergisch etwas. Aber was?. Ich hab es, ich sage: Es ist eine Ehre, dass ihr mich anhört Herr Zwerg und ich hoffe ich kann euch gute Dienste erweisen, denn ich würde euch gerne mit meinen alchemistischen Fähigkeiten zur Seite stehen. Mensch hoffentlich bekomme ich die Zwergensprache noch ohne Fehler hin Und er sagt: "Za...ääh.. Zark Khadlan ez Trotlun herok so Tiak Zwerg, entrai Sok wurtak mikab nei ho Alkkemizt
während er das sagt vergisst er, dass er in einem Gespräch ist und geht ein paar Schritte auf einen der Glasbehälter und dreht an einem Messing-Rädchen und der Nebel wird sofort etwas lichter.
Entschuldigung, mir ist gerade aufgefallen, woher der ganze Nebel eigentlich kommt. Ich heiße euch in meinem bescheidenen Labor Willkommen und Danke euch für eure Zeit. Lann sagte mir, ich könne euch vielleicht behilflich werden und ich werde mein Bestes tun. Plötzlich fühlt sich Ragni wesentlich sicherer und sah der Gruppe nun direkt in die Augen, wobei er seine Brille so herunter zieht, dass sie ihm um den Hals hängt.
« Letzte Änderung: 14.02.2019, 20:06:00 von Ragni »

Otham Sauertopf

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« Antwort #35 am: 14.02.2019, 18:43:56 »
So richtig daran gewöhnt hat sich Otham noch nicht, dass Andere inzwischen einen Helden in ihm sehen. Er selbst würde es wohl auch nicht tun, wenn da nicht die Vision der Götter gewesen wäre, die sie alle ereilt hatte; oder was auch immer das gewesen war. Trotzdem fühlt er sich nicht wie ein Held, auch wenn er nicht weiß wie ein Held sich zu fühlen hat.

"Wir waren nur dumm genug einfach in die Feste zu rennen und glücklich genug lebend wieder raus zu kommen Lann.", antwortet er Lann während er durch die dunklen Tunnel stolpert... wenig heldenhaft: "Und wären du und deine Mitstreiter nicht gewesen wären wir nur zu einem Berg Leichen zurück gekehrt. Jeder der an diesem Tag seine Waffe erhoben hat ist ein Held und das mit Recht."

Als Lann endlich stehen bleibt ist Otham froh, dass er den Weg hierher geschafft hat ohne sich etwas zu brechen. Jetzt erst kann er sich ungefähr vorstellen wie sich Meister Aravashnial gefühlt haben muss. Neugierig will er einen Schritt in das Labor machen, doch der Gestank hält ihn davon ab. So beäugt er vorsichtig aus der Ferne auf die Ratte, oder was dieses Wesen auch immer ist, die auf sie zukommt.

Mit einem Schmunzeln beobachtet wie sich Ragni vor Razgrim verbeugt. Otham kann sich nicht ganz helfen, es klingt ein wenig so als hätte sie auf dem Markt einen Esel erstanden, sowie sich Ragni ihnen vorstellt. Irgendwie ist die Situation für Otham zu komisch. Ein Lachen entfährt ihm.

"Behilflich sein wobei Lann?", fragt er grinsend: "Was wird das hier? Bekommen wir gerade einen Rattenbraumeister geschenkt?"

Baldark

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« Antwort #36 am: 14.02.2019, 18:57:02 »
Der Zwerg gibt seinem Kommando Anweisungen Stellung zu beziehen und nickt den beiden Geschwistern zur Begrüßung zu.

"Gefeierter Kriegsheld?"

Baldark hält kurz inne, um zu rekapitulieren was seit dem Angriff auf Kenabres alles passiert ist.

"Vermutlich. Doch was bringen euch Ruhm und Ehre in dieser brennenden Welt. Nichts als die Bürde des Erlösers und die Last, diese nicht schultern zu können. Stellt mich auf kein Podest. Solange ihr ein Schwert halten könnt, solltet ihr auf eure Stärke vertrauen. Eure eigenen Hände tragen das Potenzial euer Leben, eure Geschwister, eure Stadt retten zu können. Vergesst das nicht, meine jungen Mitstreiter.

Die Streitkräfte Kenabres' sollten sich in dieser Zeit unter einem Banner vereinen. Euer Ritterorden sollte sich überlegen unter das Kommando der Adlerwacht oder der Götterklaue zu treten. Seit dem Tod Terendelev's scheint ihr eure Orientierung verloren zu haben. Struktur und Zusammenarbeit ist unsere stärkste Waffe gegen die Dämonen."
« Letzte Änderung: 14.02.2019, 22:11:03 von Baldark »

Ultan

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« Antwort #37 am: 14.02.2019, 21:39:13 »
Rahel legt den Kopf schief und scheint über Baldarks Worte nachzudenken.


"Ihr fändet es also gut wenn wir uns einem bestehenden Orden anschließen?" Hm, die Adlerwacht scheint aus fähigen und rechtschaffenen Männenr und Frauen zu bestehen und ich habe über ihre Kommandantin nur Gutes gehört. Wir dienen Kenabres am besten durch eine gütige Hand und beherzte Entschlossenheit.

Was meinst du, Cedric?"



Der junge Ritter schüttelt jedoch den Kopf.

"Die Adlerwacht? Ich glaube der Orden der Götterklaue ist die Authorität die diese geschundene Stadt braucht. Hauptmann Irabeth scheint eine nette Frau zu sein, aber Paraliktor Astaroth ist ein wahrer Anführer.
In diesen Zeiten sollte man nicht vor Härte und Strenge zurückschrecken wenn es der Widerherstellung von Recht und Ordnung dient.
Wir kämpfen gegen Dämonen, Schwester. Nur ein scharfes Schwert vermag uns hier zu dienen.

Hab ich nicht Recht, Meister Baldark?"


Die beiden Kinder Terendelevs blicken Baldark unsicher an, so als ob sie eine Entscheidung von ihm erhoffen.
« Letzte Änderung: 14.02.2019, 21:44:52 von Ultan »

Baldark

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« Antwort #38 am: 14.02.2019, 23:21:34 »
"Beide Institutionen kämpfen für diese Stadt, wenn auch jede auf ihre eigene Art."

Der Zwerg senkt kurz seinen Kopf und scheint nach den richtigen Worten zu suchen, bevor er entschlossen seinen Vortrag beginnt.

"Die Frage, die ihr euch stellen solltet, lautet: Warum tretet ihr den Dämonen entgegen?

Ist es zum Schutz der anderen? Wollt ihr die Hilflosen behüten und ein Bollwerk zwischen den Dämonen und unserer Menschlichkeit sein? In der Not Trost spenden und das strahlende Licht in der Finsternis sein, das die Schwachen führen kann. Ganz nach dem Leitbild Terendelev's.

Oder wollt ihr dem Grauen ein Ende setzen und diese Scheusale endgültig aus unserer Welt tilgen, koste es, was es wolle. Mit ihnen ist nicht zu verhandeln, sie verstehen nur eine Sprache, den Tod. Die Dämonen werden erst ruhen, wenn ihre leblosen Körper zu Boden sacken. Der Frieden kann erst nach dem Krieg kommen, wenn der letzte Tropfen Dämonenblut in der Erde versickert ist."


Baldark's Blick versteift sich auf Cedric.

"Greifst du zum Schild oder zum Schwert? Die Praktiken der Götterklaue sind mit den Überzeugungen Terendelev's nicht kompatibel, soviel sei dir verraten. Was aber nicht heißt, dass sie in diesen Zeiten nicht vielleicht notwendig sind.
Diese Entscheidung müsst ihr treffen. Ich kann euch nur die Gelegenheit bieten euch selbst ein Bild beider Seiten der Münze zu bilden. Ich werde noch heute mit Damian die Stahlkapelle aufsuchen und Paraliktor Astaroth unseren Dank aussprechen. Sie standen uns in der Stunde größter Not bei und haben mit zur Rettung aller Überlebenden beigetragen, was entsprechend honoriert werden sollte. Anschließend werden wir der Adlerwacht berichten. Ihr seid hiermit eingeladen uns bei beiden Treffen zu begleiten."
« Letzte Änderung: 15.02.2019, 01:41:31 von Baldark »

Ultan

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« Antwort #39 am: 15.02.2019, 10:26:51 »
Cedrik nickt entschlossen und neigt dann ergeben den Kopf.

"Ein brillianter Vorschlag, Meister Baldark. Wenn Meister Damian und ihr persönlich bei Lord Astaroth vorsprechen und mich empfehlen könntet, wäre mein Dank grenzenlos. Lasst uns zur Stahlkapelle gehen, Rahel!

Der Mantel der Silbernen mag als Memento verbleiben, doch sollten wir uns bei einem Herren in Dienst stellen der mit diesen harten Zeiten umzugehen vermag. Komm Rahel, wir gehen mit Meister Baldark zu den Höllenrittern."


Cedrics Schwester jedoch zögert. Ihr ist anzusehen, dass ihr der Vorschlag ihres Bruders Unbehagen bereitet.

"Ich... ich weiß nicht, Cedric. Die Höllenritter sind brutal und herzlos. Hat uns Mutter nicht Barmherzigkeit und Vergebung gelehrt? Wie können wir den Gemeinen ein Vorbild sein, wenn wir unsere Werte verraten?
Auch wir waren einst verlorene Kinder ohne Hoffnung. Die Höllenritter hätten uns nicht gerettet.

Nein, Cedric, wenn du diesen Weg gehen willst, musst du ihn allein gehen. Es tut mir Leid, aber ich werde mich nicht den Höllenrittern anschließen."

« Letzte Änderung: 15.02.2019, 10:27:43 von Ultan »

Razgrim

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« Antwort #40 am: 15.02.2019, 11:06:13 »
Angestrengt versucht Razgrim durch den dichten Nebel etwas zu erkennen. Seine dicken Augenbrauen heben sich gleichermaßen als er etwas erstaunt die kratzige Stimme aus den Schwaden vernimmt und kurz darauf einem rattenähnlichen Wesen zuordnen kann. Reflexartig verweilt seine Waffenhand auf dem Griff seines Streitkolbens, ehe er sich selbst dabei ertappt und sie, so ruhig es ihm möglich ist, wieder an seine Seite gleiten lässt.

Als das Wesen näher kommt und nun in seiner Gänze erkennbar wird, legt sich Razgrims Stirn in Falten und seine Vermutung bestätigt sich. Die Auswirkungen der Weltenwunde zeigen sich bei diesem Wesen deutlicher, als bei jedem anderen Mischvolkwesen, das Razgrim bisher kennengelernt hat. Es wirkt fast so, als wäre die Sprache und Intelligenz das einzige, was Ragni – so offenbar sein Name – von seiner monströsen tierischen Seite abhebt. Noch mehr überrascht ist er, als das Wesen plötzlich begann zwergisch zu sprechen, wenn auch mit starkem Akzent. Das Verständnis des Runenalphabets und die Interpretation der Symbolik ist für Nicht-Zwerge eine beeindruckende Leistung.

Für einen Moment verharrt sein Blick auf Ragni, dann streckt die Hand zum Gruße aus und lächelt.
"Gamut sanu yenet, Ragni."[1]

Auf Othams Worte hin, sieht er zu Lann hinüber und fügt hinzu.
"Nun, die Frage ist berechtigt, Lann. Ich bin mir sicher, Ragni entspricht euren Beschreibungen, doch wird uns unser Weg tief ins Herz der Weltenwunde führen. Ein Weg, wie er gefährlicher nicht sein könnte."

Wieder an Ragni gewandt. "Sagt mir, warum ihr den Wunsch habt, mit uns zu gehen?"
 1. Ich freue mich euch kennen zu lernen, Ragni.

Ragni

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« Antwort #41 am: 15.02.2019, 11:43:50 »
Ragni ergreift zaghaft die Hand von Razgrim und er versucht sich unter starker Konzentration noch einmal an einer zwergischen Antwort:"Et Erra ak un minazu, Razgrim"[1]
Ragni holt ein paar Fläschchen aus seiner Kleidung, trinkt 2 davon und mustert Otham und Razgrim kurz und schaut ob ihm etwas auffällt.[2] Anschließend dreht sich Ragni zu Otham und antwortet:"Hilfe?.... Ja Hilfe! Wer kann denn keine Hilfe gebrauchen? Also ich brauchte schon oft Hilfe in meinem Leben und ich wäre froh einen Alchemisten zu kennen, der mir helfen kann, aber ich kenne ja einen Alchemisten, das bin ich und deshalb bin ich froh immer Hilfe von einem Alchemisten haben zu können. Wenn ich nicht ich wäre, wäre ich froh einen Alchemisten zu kennen, der wie ich ist. Naja und diese Freude würde ich gerne mit allen teilen und ich meine nicht mehr nur noch unser Volk hier unten, sondern auch unser Volk oben. " Ragni deutet mit beiden Zeigefingern Richtung Decke.
Wieder zu Razgrim gewandt, versucht Ragni zu erklären: "Ich bin vielleicht nicht die imposanteste aller Ratten, welche hier unten wandeln, aber ich bin auf jeden Fall eine der mutigsten Ratten ...ääh ich meine Mischwesen."    Während Ragni das sagt, probiert er sich aus seiner gebückten Haltung etwas zu erheben und es knirscht ein wenig in seinem Kreuz, aber dadurch hat er das Gefühl mutiger zu wirken.
 1. Die Ehre ist ganz meinerseits, Razgrim
 2. Perc: 24
« Letzte Änderung: 15.02.2019, 14:03:25 von Ragni »

Damian

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« Antwort #42 am: 16.02.2019, 13:40:35 »
Damian schenkte den Bibliothekaren ein aufmunterndes Lächeln.

"Ihr werdet sie wieder zu alter Größe errichten, daran habe ich keine Zweifel. Schließlich lebt ja noch ein Risswächter in Kenabres."

Zu den Bücherregalen gehend, ergänzt er.

"Ja, ich hatte befürchtet, dass Eure Bibliothek nichts über Drezen erhält. Zumindest nichts mundanes, wie ihr es ausdrückt. Aber vielleicht findet sich ja hier etwas, dass uns in der Weltenwunde hilft. Wisst ihr, ich habe die Glocken läuten gehört, als die ersten Pferde am Horizont sichtbar waren. War dabei, als die ersten Überlebenden durch die Tore Kenabres kamen und vom Grauen berichteten, dass über Drezen hereingebrochen war. Habe als einer der ersten vom Sturm des Abyss gehört, der die Stadt in eine dunkle Wolke tauchte und ihre Bewohner in den
Wahnsinn trieb."


Damian schloss kurz die Augen, schüttelte die Bilder aber gleich wieder ab und drehte sich zurück zur Gruppe um den Elfen.

"Der Fall Drezens war einer der Auslöser für das Errichten der Wächtersteine. Wir hatten erkannt, wie sehr wir die Bedrohung unterschätzt hatten. Ein dauerhaftes Portal zum Abyss, der Einfluss, den diese Ebene auf unsere haben würde. Wir haben uns in Sicherheit gewogen. Doch die jüngsten Ereignisse haben uns schmerzlich bewiesen, dass wir nicht eher sicher sind als bis dieses Portal geschlossen ist. Was ich also suche, ist die Weltenwunde selbst."
« Letzte Änderung: 16.02.2019, 13:41:05 von Damian »

Ultan

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« Antwort #43 am: 16.02.2019, 15:11:31 »
Aravashnial schüttelt den Kopf.

"Die Weltenwunde ist schwer zu übersehen, wenn ihr nach Iz reist, könnt ihr praktisch direkt aus einer Haustür heraus in sie hineinfallen. Was ihr meint sind planare Verbindung zwisch unserer Welt und dämonischen.

Auch das ist weniger einfach zu erklären als ihr es euch denkt,"
seufzt der Elf.

"Wenn ihr nur nach Rissen in der materiellen Ebene sucht werdet ihr an vielen Stellen fündig werden. Euren Erzählungen nach war selbst in der Grauen Garnison noch vor wenigen Tagen das Gewebe dünn genug Portale in den Abgrund zu ermöglichen.

Doch ihr sucht den Ursprung, nicht wahr? Ihr sucht den Ort an dem Vorlesh die Saat des Chaos gepflanzt hat.
Ausnahmsweise kann ich euch hier eine klare Antwort geben. Der Usprung der Weltenwunde ist gut dokumentiert: Etwa fünfzig Meilen südwestlich von Iz, genau genommen an einem Ort der in der Sprache Alt-Sarkoris als "Schwelle" bezeichnet wurde.
Es handelt sich um ein jahrtausendaltes Bauwerk, genauer gesagt ein Turm, wenn man den alten Schriften vertraut. An ebendiesem Ort schloss Areelu Vorlesh, die Hexe der Weltenwunde, einst ihren Pakt mit dem Dämonenlord Deskari und von hier breitete sich auch die Weltenwund aus wie ein wucherndes Krebsgeschwür.

Ich beschäftige mich seit Jahrzehnten mit diesem Thema, diese Informationen wurden vielfach überprüft. Unter Gelehrten ist dieses Geschichte auch kein Geheimnis. Doch bevor ich dieses gefährliche Leuchten in euren Augen sehe, ein Wort der Warnung:

Der Turm den man Schwelle nannte ist von der Weltenwunde verschluckt worden. Selbst wenn ihr dorthin gelangen könnten, ins Herz der Weltenwunde, hunderte von Metern in der Tiefe, vorbei an Iz mit seinem schrecklichen Herren, vorbei an Vorlesh und all ihren Dienern - was wollt ihr tun? Den Riss mit euren bloßen Händen schließen?
Wenn es so einfach wäre hätte Galfrey schon längst eine Armee ausgehoben und die Weltenwunde geschlossen."

Damian

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« Antwort #44 am: 16.02.2019, 18:09:57 »
Damian geht zu Aravashnial zurück und hebt unterstreichend einen Finger.

"Aber genau das ist doch der springende Punkt: wie lässt sich das Portal wieder schließen? Derart mächtige Magie ist mir fremd, aber allein aus der Geschichte Golarions her, ist die Weltenwunde einzigartig. Vergleicht sie mit der Grube von Gormuz, aus der sich die Herolde Rovagugs erheben. Dem Zerstörer selbst ist es durch das Werk der Götter nicht möglich, die materielle Ebene zu betreten und wenn ihr zurückdenkt, auch die Wächtersteine sind durch den Abgesandten Iomedaes erschaffen worden, sie selbst ist nicht in Golarion erschienen.

Von welcher Art Portal sprechen wir also im Fall der Weltenwunde? Wir wissen, dass der Sturmkönig, als mächtiger Balor in voller physischer Form in dieser Ebene wandelt, aber würde das Portal auch Deskari selbst erlauben, über Golarion her zu fallen? Würde das ein Eingreifen der Himmlischen Heerscharen nach sich ziehen? Oder Asmodeus teuflischer Legion? Handelt es sich um eine direkte Pforte zum Abyss, der beide Ebenen verbindet? Müsste die materielle Ebene dann nicht auf den Abyss abfärben und seinen Einfluss schwächen? Oder wird die materielle Ebene um die Weltenwunde zum Abyss?

Ich erhoffe mir Antworten auf diese Fragen, denn so wie die Wunde geöffnet wurde, muss es auch einen Weg geben, sie wieder zu schließen und ich werde nicht eher ruhen, als bis ich nicht einen Weg gefunden habe, dies zu tun."


Damian hebt abwehrend seine Hände und lächelt dann.

"Ich sehe das Entsetzen in Euren Augen und nein, ich habe nicht meinen Verstand verloren. Vielleicht gibt es andere Wege, als direkt nach Iz zu stürmen, um das Portal zu schließen. Sarkoris war seit eh und je ein Ort, der eine starke Anziehung auf Deskaris Anhänger ausübte, denkt an die Taten Arodens, doch dies ist einzigartig für ganz Golarion, weswegen es einen Grund dafür geben muss."

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