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Autor Thema: Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf  (Gelesen 2190 mal)

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Erich Janina Graustein

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Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #135 am: 18.06.2019, 06:45:21 »
"Klar dürft Ihr den Schädel behalten. Ich würde mir nur gerne ein kleines Andecken mitnehmen. Wenn es also die Forschungsarbeiten nicht weiter stört, dann würde ich mir einen der Reißzähne als kleine Erinnerung mitnehmen", meinte Erich mit einem breiten lächeln.

"Ich werde dann morgen zusammen mit meinen Reisebegleitern den Arzt aufsuchen, so das er dann nur einmal Besuch bekommt und nicht mehrmals in seiner Arbeit gestört wird", verabschiedete sich Erich dann von seinen Ordensbrüder und ging dann auch seiner Wege. Es führte ihn auch in die Stadt doch ging er jetzt getrennte Wege von Friedrich, denn er wollte noch ein paar Besorgungen machen und vor allem seine Ausrüstung aufbessern lassen, denn diese hatte bei dem Kampf dann doch arg gelitten.

Am späten Abend gesellte er sich ebenfalls zur der Kneipe und hielt Ausschau nach den anderen, da bis auf Friedrich noch keiner anwesend war setzte er sich zu seinem Freund und Grüßte diesen kurz, nachdem er sich ebenfalls etwas zu Trinken bestellt hatte.

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #136 am: 19.06.2019, 19:52:47 »
Zufrieden mit dem Erfolg seiner Unternehmung geleitete Louis Jeanne durch die Stadt, indem er ihr ritterlich den Arm bot. Eine Wanderung durch die Gassen und über die Plätze folgte, bei der er sich ein wenig zu orientieren und den Ort besser einzuschätzen suchte: Wie tief stand die Kultur, so weit von seiner Heimat, aber doch immerhin mit einigen Spuren montaignischer Zivilisation? War hier eine geeignete Wirkungsstätte für einen Musketier, um sich einen Namen zu machen? Er gab sich jedoch bei aller Umsicht weltmännisch-gelassen, spendierte dem Mädchen eine Nascherei, einen kleinen Ohrring: Louis hatte beschlossen, sie vorerst wie ein Mündel zu behandeln, das - vom Schicksal - seiner Obhut anvertraut worden war. Und nicht zuletzt schmeichelte es auch seiner Erziehung, sich als galanter Beschützer erweisen zu können. So war seine Laune auch recht gut, als er schließlich mit Jeanne ebenfalls am vereinbarten Treffpunkt eintraf. Er nahm Platz und legte den Hut neben sich ab, nachdem er ihr einen Platz angeboten hatte. Die beiden Eisenländer grüßte er mit einem Nicken.

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #137 am: 19.06.2019, 21:43:09 »
Jelena stieß als nächstes zu der Gruppe. Sie war genauso gekleidet wie zu dem Zeitpunkt der Trennung, was neben der fellbesetzten Lederkleidung auch Taschen, Rucksäcke und Waffen bedeutete. Trotz der Aufmerksamkeit, die sie auf sich zog, sah sie sich ruhig um und steuerte den Tisch der Gruppe an. Nur eine leichte Erleichterung, die anderen zu finden, war ihr anzumerken.

Mit einem "Guten Abend." in die Runde und einem "Vielen Dank für die Einladung." an Friedrich setzte sie sich auf die Bank und legte ihre Ausrüstung in der Nähe ab. Sie wartete ruhig ab, bis eine Kellnerin vorbeikam und bestellte zunächst nur Getränke: Bier und kochend heißes Wasser. In letzteres warf sie einige ihrer Kräuter hinein und ließ den Tee ziehen. Die Anwesenden kannten den Geruch noch von zwei Abenden zuvor. Die Halbussurin trank ihr Bier sehr langsam und vorsichtig. Nach einigen stillen Augenblicken machte sie eine entschuldigende Geste und packte ihr Schreibmaterial aus. Solange noch Platz auf der Bank war setzte sie ihr Schreiben fort[1]

Sollte es nach Ankunft der anderen Monstertöter noch keiner getan haben, fragte sie rundheraus: "Was sind eure Pläne von hier an?"
 1. 
Friedrich (Anzeigen)

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #138 am: 25.06.2019, 04:12:32 »
Das Buch, in das Friedrich während der Wartezeit vertieft war legte er natürlich zur Seite, als sein Freund in der Kneipe auftauchte. Er erkundigte sich über den Tagesverlauf und schon kurz darauf traf der Rest der kleinen Gruppe ein. "Gerne" erwiderte er Jelena, während ein Nicken sowohl Louis, als auch Jeanne galt. Eine Zeit lang schien niemand Reden zu wollen und so genoss Friedrich einfach die Stille.
Das gab ihm auch die Möglichkeit, einen Blick auf Jelenas Bericht zu werfen. Nicht unbedingt aufgrund von Misstrauen - auch wenn er ihre schnelle und seltsame Genesung noch immer im Kopf hatte - sondern reiner Neugierde. Zu seiner Überraschung wurden neben vielen anderen Details auch Wachstärken und -wechsel aufgeführt. Unbewusst hob er eine Augenbraue. Das war ja interessant. Ob er sich Sorgen machen musste? Vielleicht. Ihre Berichte waren allerdings sehr detailgetreu und es mochte nur ein Zufall sein, dass sie das ebenfalls aufschrieb. Ansprechen konnte er sie nicht darauf, denn dann hätte er ja zugeben müssen, dass er heimlich ihre Berichte las.
"Wie habt ihr den Tag verbracht?" fragte er frei in die Runde. "Ich sehe, ihr schreibt noch immer diesen Bericht. Einfacher Zeitvertreib oder doch etwas ernsteres?" Er hoffte die Frage so unschuldig wie möglich gestellt zu haben. Vielleicht tat Jelena es als einfaches Interesse ab. Er war Gelehrter und Forscher - die waren immer neugierig. "Noch habe ich keine konkreten Pläne." gab er schließlich zu. "Ich muss morgen noch einmal meinen Freund besuchen aber was danach geschieht, weiß ich noch nicht. Vermutlich weiß ich morgen mehr." Es gab viel Arbeit für ihn. Doch er musste abwarten, ob und was Walter über den Werwolf erfuhr, bevor er konkrete Pläne machen konnte.

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #139 am: 01.07.2019, 18:11:55 »
Direkt auf ihren Bericht angesprochen sah Jelena auf. Friedrichs Frage kam eigentlich nicht überraschend, aber tatsächlich in der Situation zu sein, antworten zu müssen, wurde ihr unangenehm. Dies war ein Teil ihrer Aufgaben, den sie nicht mochte. Außerdem deutete sich an, dass er die Sprache lesen konnte, was ihr nicht passte. Mit einem entschuldigenden Lächeln schob sie die fertigen und unbeschriebenen Blätter zusammen und antwortete: "Entschuldigt, es ist nicht als etwas gedacht, um mich aus dem Gespräch zu ziehen. Das Land meiner Mutter bedarf einer umfassenden Modernisierung und daher ist es für uns von Interesse, wie andere die Dnige handhaben. Außerdem ist es ein kleiner Tribut an die Freunde, dank deren Unterstützung ich diese Reise durchführen kann."

Friedrichs Antwort auf ihre eigene Frage ließ sie eine Bitte formulieren: "Lasst uns bitte danach wieder treffen. Je nach Plan kann ich helfen, um meine Schuld zu begleichen."

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #140 am: 04.07.2019, 03:09:24 »
Ob Jelena die Blätter wirklich nur zusammenschob um nicht respektlos und teilnahmslos zu wirken oder ob sie so verhindern wollte, dass er mehr lesen konnte, war für Friedrich schwer auszumachen. Zumindest ihre Antwort schien zufriedenstellend. "Ihr nehmt also aktiv an der Modernisierung eures Landes teil, indem ihr Informationen aus anderen Ländern sammelt?" fragte er nochmal zum besseren Verständnis nach. "Alle Achtung. Nicht viele Menschen kümmern sich so um ihr Heimatland."
Er nickte ihr respektvoll zu, auch wenn er innerlich weiter über die Wachstärken- und -wechsel nachdachte. War das Teil einer möglichen Modernisierung? Er glaubte nicht. Trotz seines Misstrauens dieser Sache gegenüber sagte er nichts dazu, um sich nicht zu verraten. "Ihr werdet für die Informationssammlung bezahlt? Ist es also mit einem... Beruf gleichzusetzen?" Zumindest so hatte er ihre letzten Worte gedeutet.
"Und fühlt euch nicht dazu genötigt, Schulden zu begleichen, wo es keine gibt." sprach er das zweite Thema an. "Obwohl ich eure Hilfe und euren Wunsch natürlich nicht ausschlagen werde." fügte er noch hinzu, um sie nicht zu kränken. Manche Menschen waren in solchen Themen etwas Eigen.

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #141 am: 05.07.2019, 17:13:05 »
Jelena beendete noch ihre Passage, was das Aufschreiben anging, dann trocknete sie das letzte Blatt , legte alles sorgfältig zusammen und verstaute es. Sie wollte sich lieber auf das Gespräch konzentrieren, dass nun wesentlich intensiver wurde, als sie es vor Eintreffen vom Rest der Gruppe erwartet hatte. Parallel begann sie, ihre Antwort zu formulieren: "Danke, aber dies ist nur die Erkenntnis des Unausweichlichen - Entweder Ussurien wandelt sich oder es wird aufhören zu existieren. Selbst beide Streiter um den Thron sind sich dessen gewahr, wobei Katherina Eisenlande konsequenter vorgeht." Fertig mit dem Aufräumen blickte sie Friedrich offen an: "Viele Landsleute unterstützen, doch organisiert sind wir nicht. Es ist eine Aufgabe, kein Beruf. Ich verbinde es noch mit einer familiären Angelegenheit - von der sarmatischen Seite. Sowohl meine Familie als auch Freunde und Bekannte unterstützen, mal mit Unterkunft, andermal mit Informationen, selten finanziell."

Die kurze Pause zwischen den Fragen und Antworten nutzte die junge Frau, ihre beschädigte Kleidung hervorzuholen und mit der Reparatur zu beginnen. Das er für ihre Rettung keine Gegenleistung haben möchte, fand sie sympathisch, und umso mehr freute sie, dass er ihr Hilfsangebot trotzdem nicht ablehnte. Mit einem freundlichen Lächeln sagte sie: "Ich sehe es anders, aber habt Dank für die Annahme meines Hilfsangebots. Womit rechnet ihr, was ihr als nächstes zu tun habt, was tut ihr als Gelehrter und Mosterjäger üblicherweise, um euren Lohn zu verdienen?"
« Letzte Änderung: 07.07.2019, 07:57:07 von Jelena Sejm Petrasowna »

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #142 am: 07.07.2019, 02:52:34 »
"So ist das also. Ich war mir über die Situation Ussuriens zwar bewusst aber diese Details waren mir nicht bekannt. Danke für eure offenen Worte." Der adlige Monsterjäger nickte nachdenklich. Er trank einen Schluck Bier und griff das Thema wieder auf. "Nun, auch eine solche Erkenntnis bringt die meisten Leute nicht dazu das zu tun, was ihr so selbstverständlich tut." Wieder nickte er anerkennend. "Ich hoffe ihr habt Erfolg mit eurer Aufgabe." Mit der Hilfe, die sie bekam, würde sie sicherlich weit kommen. Landsleute, Familie und Bekannte - sie alle schienen da zusammenzuarbeiten. Es erinnerte ihn etwas an die Kreuzritter, die sich ebenfalls gegenseitig unterstützten. Auf die familiäre Angelegenheit wollte er nicht zu sprechen kommen, es schien nicht angebracht das Thema anzusprechen.
Über Jelenas anschließenden Fragen musste er etwas länger nachdenken. Viel konnte er nicht über das Thema erzählen aber zu schweigen wäre ebenfalls nicht richtig. "Für meine Nachforschungen bezahlt mich niemand." gab er zu. "Diese stelle ich aus persönlichen Gründen an. Meine Heimatstadt, Dent, wurde von einer Monsterhorde überrannt und zerstört. Seitdem versuche ich alles über Monster und wie man sie bekämpft, herauszufinden." Er erzählte direkt weiter, wollte das Thema nicht weiter vertiefen. "Die Monsterjagd dagegen kann lukrativ sein. Aber um ehrlich zu sein, brauche ich das Geld nicht. Meine Familie war reich, ich kann es mir leisten, meinen Wünschen und Zielen ohne Geldsorgen zu folgen." Er dachte noch einmal nach. "Was als nächstes zu tun ist..." Er zuckte mit den Schultern. "... Ich weiß es nicht. Vielleicht gehe ich der Sache mit dem Werwolf nach. Vielleicht forsche ich aber auch auf einem anderen Gebiet weiter."

Prolog: Der Schrecken im Salzsumpf
« Antwort #143 am: 08.07.2019, 17:23:49 »
Jelena empfand es trotz ihres beschämenden Verhalten zum Einstieg des Gespräches angenehm, mit Friedrich zu plauschen. Seinem ihrer Meinung nach unverdientem Lob für ihre Beschäftigung setzte sie keine Widerworte entgegen, sondern nickte konzentrierte sich auf seine Antworten. Das Schicksal seiner Geburtsstadt kommentierte sie: "Mein Beileid.", seine finanzielle Lage mit: "Ein Glück, dass die Zerstörung nicht auch eure Familie und euer Vermögen betroffen hat."

Was die Hilfe bei seinen üblichen Tätigkeiten anging, sah sie es wiederum realistisch: "Bei Forschungen werde ich bedauerlicherweise nicht unterstützen können, meine speziellen Kenntnisse beziehen sich auf Wildnis, sarmatische und usurische Geographie und Logistik sowie die entsprechenden Sprachen. Ich kann besser auf der Reise oder der Jagd helfen."

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